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hr INFO Himmel und Erde

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Dieser Podcast hat
21 Episoden
Sprache
German
Herausgeber
hr INFO
Explizit
Nein
Erstellt am
2010/09/07
Neueste Episode
2026/10/09
Durchschnittsdauer
26 min.
Veröffentlichungsintervall
14 Tage

Beschreibung

Lebensfragen - Glaubensfragen: Hintergründe zu Religion und Kirche

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Ein uralter Menschheitstraum: Die Sehnsucht nach Gerechtigkeit
2026/10/09
Gerechtigkeit ist ein uralter Menschheitstraum. Und ein Thema leidenschaftlicher Kämpfe: sowohl in der großen Politik wie am heimischen Küchentisch, wenn die Kinder um die Größe ihres Puddings streiten. Studien zeigen, dass das Gerechtigkeitsgefühl in der Gesellschaft zurückgeht. Die Waage, mit der Justitia die Gerechtigkeit symbolisiert, neigt sich bedenklich auf eine Seite. So braucht es Kämpfer für Gerechtigkeit, wie Philippe Sands, der an diesem Sonntag mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels ausgezeichnet wird. Die Sehnsucht nach Gerechtigkeit durchzieht alle Lebensbereiche und aktuelle Debatten, von der Generationengerechtigkeit bis zur Umweltgerechtigkeit. In jeder Beziehung stellt sich die Aufgabe, einander gerecht zu werden. Auch in einer Liebesbeziehung sollte die Waage austariert sein.
Das Leben ist bunt - ein Grund, dankbar zu sein
2026/10/02
Der Herbst ist bunt. In wenigen Wochen beschert er uns ein berauschendes Farbenmeer in den Blättern der Wälder. Und wenn dann auch die letzten Früchte geerntet und der Wein gelesen ist, dann ist es auch Zeit für einen Dank - für den Sommer und die Fülle des Lebens. Die christlichen Kirchen feiern an diesem Sonntag das Erntedankfest. Dann wird es auch in den Kirchen bunt. Die ganze Vielfalt der Früchte wird oft rund um den Altar aufgebaut. Wir können es sehen und mit Händen greifen, wie sehr wir beschenkt werden, von der Natur, von der Arbeit der Hände. Grund zum Danken. Und wie jedes Jahr im Herbst feiern Kirchen, Kommunen und Verbände in diesen Tagen auch die Interkulturelle Woche. In Tausenden Veranstaltungen machen sie anschaulich, dass auch das Leben bunt ist, dass jede Kultur ihre eigene Farbe einträgt in das Zusammenleben. Und es wird viel diskutiert, wie das Zusammenleben gelingen kann. Denn nicht nur der Herbst, auch das Leben ist bunt und vielfältig. Ein Grund, dankbar zu sein.
Es regnet. Gott segnet. Warum der Regen auch der Seele gut tut
2026/08/22
„Regen ist Gnade. Regen ist der Himmel, der zur Erde hinabsteigt; ohne Regen gäbe es kein Leben.“ Das ist ein Satz von John Updike. Regen hat eine spirituelle Dimension, er ist ein Himmelsgruß. Um ihn wird gebetet und seit Jahrtausenden in Regenritualen gefleht. Diese Woche konnte man den Klang des Regens wieder hören, er war wie ein Labsal für die Seele. Das Rauschen beruhigt uns und macht dankbar. Psychoakustiker erforschen den Zusammenhang. Wir entdecken in diesen trockenen Zeiten mehr und mehr die Kostbarkeit des Regens. Und sollten noch mehr zu Regensammlern werden. Warum sichern wir nicht viel mehr von dem kostbaren Nass in Tonnen und Zisternen? Denn auch so können wir dem Kinderlied entsprechen: "Es regnet, Gott segnet, die Erde wird nass. Bunt werden die Blumen und grün wird das Gras."
Wünsch' Dir was! Sternschnuppen und unsere Lebensträume
2026/08/16
Es ist ganz schön was los am Himmel über Hessen in diesen Tagen. Am Mittwoch eine partielle Sonnenfinsternis. Die ganze Woche über zahllose Sternschnuppen am Himmel. Der Perseidenstrom hat in den vergangenen Nächten seinen Höhepunkt erreicht. Wer am Abend oder in der Nacht eine Weile den Kopf in den Nacken gelegt hat und möglichst ungestört von Umgebungslicht den Himmel betrachten konnte, der hat vielleicht die eine oder andere Sternschnuppe erhascht - und womöglich still und leise einen Herzenswunsch ausgesprochen? Eigentlich wissen wir ja, dass der Sternenstaub nicht für unsere Wünsche zuständig ist. Und trotzdem spielen wir gerne das Spiel mit, weil es einfach auch schön ist, sich die eigenen Wünsche bewusst zu machen. Unsere Lebensträume und Lebens-wünsche sind durchaus wichtig für unsere Lebensenergie. Sie verleihen dem Leben Sinn. Sie können uns motivieren, etwas zu verändern. Sie können ein Anstoß sein, sich im Leben noch mal neue Ziele zu setzen.
Kostbar und belebend - Wasser als Quelle des Lebens
2026/08/07
Wasser ist ein kostbares Gut. Das spüren wir ganz persönlich an diesen heißen Tagen, wenn der Schluck Wasser uns erfrischt. Aber wie kostbar es ist, merken wir jetzt auch, wenn Flüsse und Seen trocken fallen, mit erheblichen Konsequenzen für die Schiffahrt, den Tourismus, die Wirtschaft - aber vor allem auch für die Natur und die Lebewesen an den Ufern. Wasser ist die Quelle des Lebens. Das sagt sich leicht daher. Aber ganz offenbar müssen wir neu lernen, noch sorgsamer damit umzugehen. Wasser ist heute mein Sonntagsthema in dieser Ausgabe von Himmel und Erde. Das heilende Wasser, das köstliche Wasser - das auch in den Religionen eine besondere Bedeutung hat.
Wie das Leben spielt: gewinnen und verlieren
2026/07/03
Die Fußball-Weltmeisterschaft kennt jetzt in der K.-o.-Runde nur zwei Emotionen: den Jubel der Gewinner und die Trauer der Verlierer. Für die einen geht die Reise zum großen Titel weiter, die andern können Koffer packen. Man sagt, dass das Gewinnen auch eine mentale Sache ist. Und das Verlieren sowieso. Respekt verdient man sich, wenn man ein “guter” Verlierer ist. Auch im normalen Leben kommt man um das Thema Gewinnen und Verlieren nicht herum. Schon beim Brettspiel mit den Liebsten zeigt sich viel. Und wie man als Verlierer aufrecht bleiben kann, das ist eine Lebenskunst, über die Resilienztrainer viel Wissen gesammelt haben. Das Gewinnen-Wollen der Spieler kann auch eine Sucht sein. Und nicht alles ist so harmlos wie das Gewinnspiel beim Kreuzworträtsel, das immer noch viele Freundinnen hat. Wir kümmern uns am Sonntagmorgen um ein Thema, das uns als Fußballfans und im Alltag auch sonst herausfordert.
Safe spaces: Was uns Geborgenheit gibt
2026/06/12
Geborgenheit ist ein Urbedürfnis von uns Menschen, in Sicherheit sein, seinen “safe space” haben. Das Bedürfnis wird heute spürbarer, denn die Gesellschaft wirkt unsicherer, ungeborgener. Geborgenheit und Sicherheit suchen und finden wir vor allem in Beziehungen und in den eigenen vier Wänden. Dort, wo wir sein dürfen, wie wir sind. Aber Sicherheit und Geborgenheit kommen auch von innen. Wer sich innerlich ungeborgen fühlt, findet schwer Geborgenheit im Äußeren, dem bleibt selbst die Heimat fremd. Wir fragen nach: wo finden Sie ihre “safe spaces”, wie gestalten sie Ihre Orte der Geborgenheit? Und welche Rolle spielt ein religiöser Glaube, der Menschen Gebete wie dieses in den Mund legt: “Und muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil” (Psalm 23). Wir erkunden, was uns Geborgenheit gibt.
Feuer und Flamme sein – Leben mit Begeisterung und Energie
2026/05/25
Wir sind “Feuer und Flamme für etwas”, wenn uns etwas richtig begeistert. In einer weiteren Redewendung heißt es: “wir brennen dafür”. Auch beim ersten Pfingstfest taucht die Symbolik des Feuers auf: Es ist von “Zungen wie von Feuer” die Rede, die sich auf die Anhänger Jesu setzten, die sich an Pfingsten versammelt hatten. Der Heilige Geist erfüllte sie, und so wurden auch sie “Feuer und Flamme” für den Glauben. Inwiefern Feuer als spirituelle Kraft gilt, was eigentlich die Faszination Feuer ausmacht, und wie wir “Feuer” auch im übertragenen Sinn in unsere Beziehungen und unser Leben bringen und damit unseren Alltag “befeuern” können, darüber sprechen wir in dieser Feiertagsausgabe von „Himmel und Erde“ am Pfingstmontag.
Mutig und stark? Eindrücke vom 104. Deutschen Katholikentag in Würzburg
2026/05/16
„Hab Mut, steh auf!“ - so vollmundig klingt das Motto des Katholikentags in Würzburg. Doch vielen Christinnen und Christen ist derzeit eher unsicher zumute. Die Welt wirkt aus den Fugen geraten: Kriege und Krisen, wachsende Unsicherheit über die Zukunft. Und auch die Kirchen selbst stehen unter Druck - die Mitgliederzahlen sinken, die Rolle des Glaubens in der Gesellschaft scheint fragiler denn je. Der Katholikentag in Würzburg wollte in den vergangenen fünf Tagen dagegen ein Zeichen setzen: Christlicher Glaube soll Mut machen, Christen wollen in der Gesellschaft Verantwortung für eine lebenswerte Zukunft übernehmen. Welche Impulse vom Katholikentag ausgehen, darüber berichten die hr-Kirchenredakteure Lothar Bauerochse und Klaus Hofmeister direkt aus Würzburg.
Balance statt Bonus: Unser Blick auf Arbeit und Leben
2026/05/01
“Arbeit war sein ganzes Leben.“ Wenn früher bei Beerdigungen dieser Satz fiel, fanden das alle vorbildlich. Heute würde man damit Kopfschütteln ernten. Arbeit und Leben sollen in Balance sein, und Arbeit soll nicht alles sein, was ein Leben ausmacht. Davon sind die heutigen Mittdreißiger überzeugt. Ihre Devise heißt “Balance statt Boni”. Aber muss man Arbeit so gegen “Leben” ausspielen? Steckt in der Arbeit nicht auch so viel an Selbstwirksamkeit, Befriedigung und Sinnerfüllung, dass damit ganz viel “Leben” ins Leben kommt? Wir fragen anlässlich des Tags der Arbeit, wie sich unser Blick auf die Arbeit gewandelt hat. Luther verstand Arbeit noch als Gottesdienst. Aber auch heute sagen manche noch: mein Job ist meine Berufung.
Maibaum & Co. - Was bringen uns Bräuche und Traditionen?
2026/04/25
Der Mai steht vor der Tür. Ein Monat mit vielen Brauchtumsfesten. Den Auftakt macht der Tanz in den Mai, mancherorts auch als Walpurgisnacht gefeiert. In manchen Gemeinden wird ein Maibaum erreichtet. Zu seinen Füßen feiert die Dorfgemeinschaft sich selbst und die Tradition. Ein Brauchtumsfest stiftet Identität. Es drückt in Symbolen aus, was im Leben wichtig ist: Die Liebe zum Beispiel, wenn junge Männer ihre Liebste mit Birkenzweigen beschenken. Manche Tradition ist schon viele hundert Jahre alt. Manchmal wissen die Heutigen gar nicht mehr, wo der Ursprung einer Tradition liegt. Etliches Brauchtum hat sogar vorchristliche oder naturreligiöse Wurzeln. Und trotzdem erweisen sich einige Traditionen als erstaunlich modern. Da verbindet eine Sängerin das Jodeln mit modernen Pop-Sounds. Junge Leute suchen sich Dirndl und Lederhose und posten das auf Instagram. Kann es sein, dass diese alten Rituale und Brauchtümer uns auch seelisch guttun, weil sie dem Leben Kontinuität geben, weil sie Gemeinschaft feiern, weil sie wichtige Werte zelebrieren? Kann es sein, dass gelebtes Brauchtum die Resilienz stärkt, so dass wir in unsicheren und unruhigen Zeiten besser durchkommen?
Machtgebaren oder Sanftmut. Die besondere Kraft der Schwachen
2026/04/18
Er drückt seine Aggressivität gerne in GROSSBUCHSTABEN aus und fällt mit brutaler Machtgebärde über andere her. Jetzt hat der Zorn von US-Präsident Trump auch den Papst getroffen. Weil der es gewagt hatte, in einer Predigt in eher leisen Tönen zum Frieden zu mahnen und die „Allmachtsphantasien“ von Politikern zu kritisieren. Und wie zum Beweis hämmerte der sichtbar getroffene Präsident in sein Smartphone, Leo XIV. sei nur Papst im Vatikan geworden, weil er Präsident in Washington sei. An vielen Orten begegnen uns derzeit die eher lauten Töne der angeblich Stärkeren. Auch im Alltag, selbst in persönlichen Beziehungen. Kommen dabei die Schwachen unter die Räder? In der Bibel heißt es, Gott stehe auf der Seite der Schwachen. Gottes Kraft sei in den Schwachen mächtig, formulierte einst der Apostel Paulus. Beweist unsere Zeit gerade das Gegenteil? Kommt nur noch weiter, wer die Ellenbogen ausfährt? Oder gibt es doch eine besondere Macht der Schwachheit? Welche Stärke trainieren zum Beispiel Frauen, die Selbstverteidigung üben? Wie gelang es dem angeblich schwachen Geschlecht, den Frauen, auch in der Männerdomäne Fußball ihren Platz zu erkämpfen und zu behaupten? Und ist es womöglich dringend nötig, dass wir wieder sanfte, gewaltfreie Formen der Kommunikation erinnern und einüben? Eine Ausgabe von „Himmel und Erde“ rund um die besondere Kraft der Schwachheit.
Runter vom Sofa! Warum es gut ist, sich Herausforderungen zu stellen
2026/04/12
Noch nie haben sich Menschen so weit von ihrem Heimatplaneten entfernt wie die Besatzung der Artemis 2-Mondmission in dieser Woche. Die Menschheitsgeschichte ist voll großer Herausforderungen. Es treibt uns Menschen einfach immer wieder zu neuen Ufern. Auch privat suchen wir “Challenges”: einmal einen Marathon laufen, einmal auf einen Viertausender oder beim “Lauf der Verrückten” der hessischen evangelischen Pfadfinder mitmachen. Nicht alle aber sind so “verrückt” unterwegs wie Joyce Hübner. Sie will bis Oktober jeden Tag einen Marathon laufen und in dieser Zeit alle deutschen Städte mit Stadtrecht betreten. Wir fragen den Psychologen, warum wir Herausforderungen brauchen und schauen, welche Blüten der “Challenge-Wahn” treibt in Zeiten von Social Media.
Das Leben blüht auf. Wege zur mehr Lebendigkeit
2026/04/06
Ostern ist ein Fest des neuen Lebens. Die christlichen Kirchen erinnern daran, dass Christus nach dem Bericht der Bibel auferstanden ist von den Toten. Ostern ist nicht zufällig ein Frühlingsfest. Denn auch in der Natur erleben wir nach den kahlen Wintermonaten, dass das Leben wieder durchbricht. Wie können wir jetzt neue Lebendigkeit ins Leben bringen. Der Psychologe Lukas Klaschinski empfiehlt, mehr Sinnlichkeit ins Leben zu bringen, die Sinne zu schärfen. Die Psychotherapeutin Daniela Tausch erzählt, was es für sie bedeutet, auch angesichts von Krisen und Krankheit sich mit der Lebendigkeit zu verbinden. Der evangelische Pfarrer Martin Vorländer beschreibt die besondere Kraft der Osterbotschaft.
Wo das Leben gut ist. Paradiesische Orte und paradiesische Zeiten
2026/03/29
Wie oft tragen wir diese Sehnsucht in uns nach einem Ort, an dem alles gut ist, wo wir uns zu Hause fühlen, wo wir sein können, so wie wir sind. Wo liegt dieser Ort? Finden wir ihn tatsächlich in der Gartenparzelle? Oder am fernen Meeresstrand? Vielleicht reicht ja auch eine einfache stille Bank im Park? Oder das kleine Plätzchen auf dem Balkon? Wie wichtig ist diese Sehnsucht nach dem guten Ort für unser Wohlbefinden? Aber wenn man der Bibel glaubt, dann ist auch das Paradies nicht ohne Gefahren und nicht ohne Regeln. Vor allem aber, sagt die Bibel, sind wir aus dem Paradies vertrieben worden. Warum eigentlich? Gibt es einen Weg zurück? Welche Antworten geben die Religionen? An diesem Sonntagmorgen begeben wir uns auf Spurensuche nach dem Paradies. Oder zumindest nach paradiesischen Orten und Momenten. Und vielleicht finden wir das Paradies ja in uns selbst?

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