
Werben im Podcast: Geschichte(n) hören
Bewertung
4.6von
Dieser Podcast hat
547 Episoden
Sprache
GermanExplizit
Nein
Erstellt am
2013/06/04
Neueste Episode
2026/07/09
Durchschnittsdauer
75 min.
Veröffentlichungsintervall
22 Tage
Beschreibung
Mit diesem Podcast-Angebot stellt die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Audio-Mitschnitte von Veranstaltungen zum Nachhören zur Verfügung.
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Stimmen aus Ruinen – eine literaturgeschichtliche Begehung Berlins nach 1945
2026/07/09
Nach 1945 war Berlin nicht nur physisch zerstört, sondern auch literarisch-kulturell eine Stadt der Abbrüche wie der verlorenen Enden und Ansätze. In den Texten der unmittelbaren Nachkriegszeit spiegelt sich diese Erfahrung von Leere, Schweigen und Verlust ebenso wie die neuerliche Suche nach Ausdrucksformen und Deutungen jener schmerzlichen Situation, in der man sich wiederfand.
Die Veranstaltung „Stimmen aus Ruinen“ widmet sich unterschiedlichen Perspektiven auf das literarische Berlin nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Dagebliebene und Exilierte wie Martin Kessel, Wolfgang Koeppen, Gabriele Tergit, Günter Anders u.a. die zerstörte Stadt wahrnahmen, erinnerten und neu verorteten. Sie alle deuteten jene als Schauplatz weitreichender politischer Umbrüche, als Projektionsfläche geistiger Selbstvergewisserung und als Allegorie anhaltender Spannungen und Ambivalenzen, die nicht zuletzt im Berlin des beginnenden Kalten Krieges aufzuspüren waren.
Einen neuen Blick auf die Literatur dieser Zeit bietet das Buch „Die leere Zentrale. Berlin, ein Bild aus dem deutschen Nachkrieg“ des Literaturwissenschaftlers Till Greite. Im Zentrum der Veranstaltung steht ein Gespräch zwischen ihm und der Historikerin Hélène Miard-Delacroix, begleitet wird dieses durch eine Lesung von Originaltexten aus Ost und West.
Spuren im Leben – politische Haft und Zwangsarbeit im DDR-Strafvollzug
2026/07/09
In der SED-Diktatur war Freiheitsentzug nicht nur Strafe, sondern auch ein Instrument staatlicher Repression.
Als politischer Gefangener der DDR gilt, wer wegen eines politischen Straftatbestandes, wie z. B. „ungesetzlichem Grenzübertritt“, inhaftiert wurde. Zudem sind auch Menschen umfasst, die aus politischen Gründen und oft unter konstruierten Vorwürfen zu Gefängnisstrafen verurteilt wurden. Abhängig von der Definition schwankt die Anzahl der Betroffenen: Nach Expertenschätzungen ist vom Beginn der DDR im Jahr 1949 bis zu ihrem Ende 1989 von etwa 200.000 politischen Gefangenen auszugehen.
Die Gründe für politische Inhaftierung waren vielfältig. Sie reichten von strafrechtlichen Paragrafen wie „staatsfeindliche Hetze“, „ungesetzliche Verbindungsaufnahme“ und „Zusammenrottung“ bis hin zum Ausreisebegehren. Auch Jugendliche wurden inhaftiert, wenn sie durch nonkonformes Verhalten auffielen.
Zwangsarbeit war integraler Bestandteil politischer Haft in der DDR. In vielen Haftanstalten mussten Inhaftierte für staatliche oder westliche Firmen, etwa IKEA oder ALDI, produzieren. Die Einnahmen flossen in die Staatskasse der DDR. Bei der verpflichtenden Arbeit im Strafvollzug waren die Gefangenen erheblichen Gesundheitsrisiken ausgesetzt, da Sicherheitsstandards vernachlässigt wurden. Wer die Arbeit verweigerte, riskierte Bestrafungen bis hin zu Einzelhaft.
Über die juristische und moralische Aufarbeitung dieser wirtschaftlichen Ausbeutung gibt es anhaltende Debatten. Institutionen und Verbände setzen sich seit Jahren dafür ein, dass gesundheitliche Folgeschäden anerkannt und die Betroffenen entschädigt werden.
In der Veranstaltung kommen Zeitzeugen und Experten miteinander ins Gespräch. Gemeinsam blicken sie auf die Strukturen und Bedingungen politischer Haft in der DDR und diskutieren den aktuellen Stand der Aufarbeitung – insbesondere im Hinblick auf Haftzwangsarbeit und ihre Folgen.
Jugendkongress „Einheit: Jetzt!“ – Junge Perspektiven auf 35 Jahre deutsche Einheit
2026/07/09
Wie geht’s, wie steht’s, deutsche Einheit? 35 Jahre sind seit der Vereinigung zweier deutscher Staaten vergangenen. Zeit, nachzufragen: Wie (er)lebt sich deutsche Einheit im Jahr 2025?
Beim Jugendkongress »Einheit: Jetzt!« am 23. September in Berlin stehen junge Sichtweisen auf Einheitsdinge im Mittelpunkt: Junge Menschen zwischen 15 und 35 Jahren reflektieren von 10 bis 16:30 Uhr mit eigenen Beiträgen und in Workshops ihre persönlichen Bezüge zur deutschen Teilungs- und Einheitsgeschichte und entwerfen Visionen für ein Update (oder Upgrade?) der deutschen Einheit im Jahr 2025.
In einer öffentlichen Podiumsdiskussion um 18 Uhr (vor Ort und im Live-Stream) kommen sie mit politisch und gesellschaftlich Verantwortlichen zusammen und haken nach bei denen, die den Transformationsprozess seit 1990 erlebt und gestaltet haben. Die Ergebnisse der Workshops und Gespräche werden als Einheitsmanifeste, Einheitsbotschaften oder Einheitsfragen an Entscheidungsträgerinnen und -träger übermittelt – denn die Zukunft der Einheit ist jetzt!
Geteiltes Erinnern: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Aufarbeitung der NS-Gewaltverbrechen in Polen und im geteilten und vereinten Deutschland
2026/07/09
Die Beziehung zwischen Polen und Deutschland ist bis heute tief geprägt von den Verbrechen des nationalsozialistischen Deutschlands. Bis heute bestehen dabei erhebliche Unterschiede in der Erinnerungskultur. Dies gilt insbesondere mit Blick auf die jahrzehntelange Teilung Europas nach dem Krieg, die auch in der DDR und der Bundesrepublik Deutschland zu unterschiedlichen Narrativen führte. In der Bundesrepublik standen lange Zeit die Themen Flucht und Vertreibung im Vordergrund. Nicht selten wurde die Anerkennung polnischer Opfer vernachlässigt. Die Oder-Neiße-Grenze als neue deutsch-polnische Grenze war über Jahrzehnte innenpolitisch umstritten. Die DDR hingegen erkannte die polnische Westgrenze frühzeitig an, stilisierte sich aber zugleich als antifaschistischer Staat und schob die alleinige Verantwortung für Krieg und Völkermord des „Dritten Reiches“ auf die Bundesrepublik. Auch kulturell und gesellschaftlich gab es kaum Annäherungen: Bis in die 1970er-Jahre hinein gab es keinen nennenswerten Austausch zwischen den sozialistischen Nachbarstaaten. Erst die polnische Oppositionsbewegung der 1980er-Jahre beeinflusste die DDR-Bürgerrechtsbewegung nachhaltig. Auch nach der Normalisierung der bilateralen Beziehungen und der Verständigung zwischen Polen und dem vereinten Deutschland seit 1990 bleiben bis heute viele Fragen im öffentlichen und gesellschaftlichen Diskurs virulent: Wie wird 80 Jahre nach Kriegsende in beiden Ländern an die NS-Verbrechen in Polen erinnert? Teilen Polen und Deutsche die Erinnerungen, oder bleiben sie geteilt? Wie kann eine gemeinsame europäische Erinnerungskultur aussehen? Wie schauen junge Menschen aus beiden Ländern heute auf die Beziehungen, und welche Hoffnungen an die Zukunft verbinden sie damit?
Tierisch geteilt?! Waschbär, Hase und Co. und die innerdeutsche Grenze
2026/07/09
Über 40 Jahre lang war Deutschland geteilt. Berliner Mauer und innerdeutsche Grenze trennten Familien, Freunde, S- und U-Bahnnetze, Dörfer und ganze Landschaften. Bis heute spüren wir die Folgen der Teilung in Politik und Gesellschaft. Doch was bedeuteten Stacheldraht und Todesstreifen eigentlich für die Tierwelt rund um Mauer und Grenze? Vom »Grünen Band« über Ost-West-Waschbären bis hin zu den berühmten Mauerhasen nehmen wir die Bedeutung der Teilung für Wildtierpopulationen und Artenvielfalt in den Blick. Und erfahren Überraschendes darüber, wie sie auch bei Waschbär, Hase und Co. bis heute nachwirkt. Die Wissenschaftsjournalistin Julia Vismann spricht mit Berlins Wildtierreferenten Derk Ehlert, der früheren Bundesumweltministerin Steffi Lemke sowie dem Zeithistoriker Dr. Clemens Maier-Wolthausen.
Wir müssen reden! Demokratieverständnis in Ost und West – ist das wirklich so unterschiedlich?
2026/05/18
Den Tag der Demokratie am 15. September 2025 nimmt die Bundesstiftung zum Anlass, um über Demokratie und Politikverständnis in der Gegenwart zu diskutieren:
Ostdeutschland wird heute oft zur Projektionsfläche gemacht – für Entfremdung, Populismus und Politikverdrossenheit. Doch was sagt das über den Zustand der Demokratie und die Einstellungen gegenüber dem politischen System insgesamt? Zweifel an Repräsentation, Wunsch nach mehr Mitsprache, Entfremdung von politischen Institutionen. Das ist auch in Westdeutschland sichtbar, das ist inzwischen ein gesamteuropäisches Phänomen. Was sind die Ursachen? Wie kann es gelingen Vorurteile abzubauen, für Demokratie zu werben und neue Beteiligungsräume und Mitspracheräume zu schaffen? Gemeinsam mit unseren Gästen wollen wir diese Fragen diskutieren.
Doppelte Verfolgung – Die Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus und in der DDR
2026/05/06
Vor 75 Jahren, am 31. August 1950, beschloss die Regierung der DDR, die »Sekte ›Jehovas Zeugen‹ aus der Liste der erlaubten Religionsgemeinschaften« zu streichen. Im Oktober des Jahres folgte ein Schauprozess gegen führende Funktionäre, der mit hohen Haftstrafen endete. Unter den in der SBZ/DDR verfolgten Angehörigen der Religionsgemeinschaft waren beinahe 700 Männer und Frauen, die schon im Nationalsozialismus verfolgt worden waren. Zwischen 1933 und 1945 wurden in Deutschland und Europa bis zu 14.000 Menschen als Zeugen Jehovas verfolgt und etwa 1.800 ermordet. Ähnlichkeiten und Unterschiede nationalsozialistischer und kommunistischer Verfolgung der Zeugen Jehovas sollen im historischen Kontext betrachtet und diskutiert werden.
Weitere Informationen: https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/veranstaltungen/doppelte-verfolgung-die-zeugen-jehovas-im-nationalsozialismus-und-der-ddr
Enrico Heitzer: Sabotage und Infiltration: Antikommunistische Kampfgruppen im Spannungsfeld zwischen Widerstand und Geheimdienst
2025/11/04
Antikommunistische Organisationen wie die „Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit“ standen für Widerstand gegen die SED-Diktatur – und zugleich für hybride Kriegführung im frühen Kalten Krieg. Der Vortrag beleuchtet die Verflechtung von humanitärem Engagement, politischer Strategie und nachrichtendienstlicher Instrumentalisierung und behandelt die Frage, wie Infiltration, Sabotage und psychologische Operationen als Mittel systematischen Widerstands eingesetzt wurden.
Referent
Dr. Enrico Heitzer ist Historiker, der sich schwerpunktmäßig mit der Geschichte der Scharnierzeit zwischen dem Ende des Zweiten Weltkrieges und dem frühen Kalten Krieg sowie Memorialkultur beschäftigt. Seit 2012 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten.
Daniela Münkel: Geheimdienstkrieg in Deutschland. Spionage, Propaganda, Gegenspionage
2025/11/04
Der Kalte Krieg war auch ein Krieg der Geheimdienste. Im Mittelpunkt der Ausführungen stehen die Auseinandersetzungen zwischen DDR-Staatssicherheit und der Organisation Gehlen/BND. Welche Strategien wurden verfolgt, wie konkretisierte sich Spionage und Gegenspionage und nicht zuletzt, welche Propagandastrategien begleiteten einzelne Aktionen?
Referentin
Prof. Dr. Daniela Münkel ist Historikerin, Leiterin der Abteilung Vermittlung und Forschung im Stasi-Unterlagen-Archiv/Bundesarchiv mit Schwerpunkten in der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts, besonders des Nationalsozialismus, der Bundesrepublik und der DDR sowie zur vergleichenden Geheimdienstforschung.
Carsten Richter: „Verdeckter Kampf“: Desinformation als „Kriegswaffe“ im deutsch-deutschen Konflikt
2025/11/04
Staatlich betriebene Desinformation hatte im Kalten Krieg Hochkonjunktur in Ost und West. Ihre Befürworter erhofften sich davon Vorteile in der Systemkonkurrenz, die auch für und in einem 'heißen' Krieg zum Tragen kommen sollten. Der Vortrag beleuchtet mit dem Verdeckten Kampf ein Konzept der Bundeswehr für den Zwischenraum zwischen Krieg und Frieden, das Desinformation und Propaganda der DDR in militärische Kriegsimaginationen übersetzte und die Bundesrepublik dagegen resilient machen sollte.
Referent
Carsten Richter ist Historiker mit dem Fokus auf Militär- und Gewaltgeschichte. Er koordiniert als ziviler Experte am Zentrum Operative Kommunikation der Bundeswehr die Abwehr ausländischer Informationsmanipulation und entwickelt sie auf wissenschaftlichen Grundlagen weiter.
Martin Lutz: Energieabhängigkeit und nationale Sicherheit im Kalten Krieg
2025/11/04
Energieabhängigkeit bedeutete seit den Ölkrisen der 1970er Jahre in der Bundesrepublik vor allem: Die Abhängigkeit vom Öl aus dem Nahen Osten, und diese galt es zu verringern. Doch dazu mehr sibirisches Erdgas aus der Sowjetunion, und dann ausgerechnet für die Energieversorgung des eingeschlossenen West-Berlins? Im verschärften Kalten Krieg nach Ende der Entspannungspolitik warf diese Frage Mitte der 1980er Jahre elementare Sicherheitsinteressen auf. Nicht zuletzt gab es die technische Herausforderung, wie man eigentlich eine Pipeline durch die Berliner Mauer baut. Mit der Berliner Erdgasversorgung beleuchtet der Vortrag einen entscheidenden Abschnitt in der langen Geschichte der deutsch-sowjetischen/russischen Energiebeziehungen mit Nachwirkungen bis in die Gegenwart.
Referent
Martin Lutz ist Professor für Geschichte moderner Gesellschaften an der Universität Bielefeld.
Bodo Mrozek: „Hybrid Warfare“ im Kalten Krieg: Definitionen, Geschichte, Konfliktfelder
2025/11/04
Der Begriff ‚Hybrid Warfare‘ ist jüngeren Datums, doch können auch etliche Formen ‚irregulärer‘ Kriegführung im Kalten Krieg darunter gefasst werden. Darunter fällt ein breites Bündel militärischer, geheimdienstlicher, politischer, medialer und kultureller Maßnahmen, die im Kalten Krieg zwar nicht erfunden, aber wesentlich weiterentwickelt wurden. Der Vortrag führt anhand konkreter Beispiele, besonders aus Wahlbeeinflussung und Medienkrieg, in Begriffe, Konfliktfelder und Forschungsfragen ein.
Referent
Bodo Mrozek ist Historiker am Berliner Kolleg Kalter Krieg des IfZ und Herausgeber des Bandes Sensory Warfare in the Global Cold War. Partition, Propaganda, Covert Operations (Penn State UP, 2024).
Stadt oder Land – die neue Ost-West-Frage? – Vorstellung des Jahrbuchs Deutsche Einheit 2025
2025/10/10
35 Jahre nach der deutschen Einheit reicht der Ost-West-Gegensatz allein nicht mehr aus, um die politische Geografie Deutschlands zu beschreiben. Die Wahlen der letzten Jahre zeigen ein anderes Bild: grün-rote Großstädte, umgeben von blauer oder schwarzer Provinz. Politische Haltungen, Lebensstile, kulturelle Präferenzen, Mobilitätsmuster und Berufe sortieren sich zunehmend entlang der Linien zwischen urbanem Zentrum und ländlicher Peripherie.
Das „Jahrbuch Deutsche Einheit“ analysiert seit sechs Jahren Geschichte und Gegenwart des Vereinigungsprozesses. Die aktuelle Ausgabe erweitert die Perspektive und fragt nach den neuen Trennlinien in der deutschen Gesellschaft. Im Fokus stehen unter anderem: Museumsarbeit in der von Neonazis bedrängten Provinz, Folgen des demographischen Wandels und Wahlen in Zeiten politischer und geographischer Polarisierung.
Sollten wir uns mehr um den Stadt-Land-Gegensatz kümmern als um das Verhältnis zwischen Ost und West? Über diese und weitere Fragen diskutiert Dr. Marcus Böick (King's College, University of Cambridge), Mitherausgeber, mit Autorinnen und Autoren des Jahrbuchs.
Tierisch geteilt?! Waschbär, Hase und Co. und die innerdeutsche Grenze
2025/09/17
Über 40 Jahre lang war Deutschland geteilt. Berliner Mauer und innerdeutsche Grenze trennten Familien, Freunde, S- und U-Bahnnetze, Dörfer und ganze Landschaften. Bis heute spüren wir die Folgen der Teilung in Politik und Gesellschaft. Doch was bedeuteten Stacheldraht und Todesstreifen eigentlich für die Tierwelt rund um Mauer und Grenze?
Vom »Grünen Band« über Ost-West-Waschbären bis hin zu den berühmten Mauerhasen nehmen wir die Bedeutung der Teilung für Wildtierpopulationen und Artenvielfalt in den Blick. Und erfahren Überraschendes darüber, wie sie auch bei Waschbär, Hase und Co. bis heute nachwirkt.
Die Wissenschaftsjournalistin Julia Vismann spricht mit Berlins Wildtierreferenten Derk Ehlert, der früheren Bundesumweltministerin Steffi Lemke sowie dem Zeithistoriker Dr. Clemens Maier-Wolthausen auf der Veranstaltung „Tierisch geteilt?! Waschbär, Hase und Co. und die innerdeutsche Grenze“, die am 16.09.2025 im Tierpark Berlin statt fand. Sie wurde in Kooperation zwischen der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, dem Tierpark Berlin und dem Zoo Berlin organisiert.
Zukunft erfinden – Innovation und Imagination im geteilten und vereinten Deutschland
2025/09/08
Mit der Friedlichen Revolution von 1989 stellten hunderttausende Menschen unter Beweis, dass sich Zukunft gestalten lässt: Ihr politischer Selbstermächtigungsakt machte Freiheit und Demokratie – kurz zuvor noch unvorstellbare Zukunftsvisionen – rasant zur Realität. Und dies in einer kommunistischen Diktatur, die die Zukunft ebenso kontrollierte wie die Gegenwart. Die Propaganda der SED verordnete ein optimistisch-utopisches Zukunftsbild, das vom ungebrochenen Glauben an Fortschritt, Wissenschaft und kommunistischer Gesellschaftsordnung geprägt war. Alternative Entwürfe für ein anderes „Morgen“ waren nicht vorgesehen, die zentralistische Planwirtschaft erstickte jede Form von Innovation und Reform. Im paradoxen Gegensatz dazu stand die realsozialistische Wirklichkeit: Mangelwirtschaft führte zu Improvisation und Erfindungsreichtum, Zensur zu Kreativität und individuellem Eigensinn.
Gemeinsam mit Experten der Zukunftsforschung sowie „Zukunftspraktikern“ blicken wir in der dritten Veranstaltung unserer Reihe „Zurück in die Zukunft“ auf alternative wie kreative Visionen aus der DDR: Mit welchen Ideen trotzen die Menschen Unfreiheit, Mangel und Tristesse? Welche davon blieben Utopie, welche wurden Wirklichkeit? Wie bewerten wir heute die Erfindungen und Technologien, die damals als Fortschritt galten? Und welche Zukunftspotenziale brachte das vereinte Deutschland hervor?
Podcast-Bewertungen
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Bilas Peles 2025/05/17
Viel zu leise
Der Inhalt ist hoch interessant, aber fürs Zuhören beim Spazierengehen in einer modernen Stadt ist dieser Podcast viel zu leise. Da muss ich weniger i...
Villa Ausblick 2018/03/26
Very engaging insights into recent German history
I am a (west) German expat residing in the USA since 1995, who witnessed the fall of the Berlin Wall as a young 20-year old.
This wonderful podcast n...
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