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Medientalk

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Dieser Podcast hat
50 Episoden
Sprache
German
Erstellt am
2013/06/28
Neueste Episode
2026/09/26
Durchschnittsdauer
33 min.
Veröffentlichungsintervall
35 Tage

Beschreibung

Einmal im Monat wird auf SRF 4 News über Journalismus, über die Medien und über den gesellschaftlichen Umgang mit Medien gesprochen. Die Rolle der Medien, ihrer Nutzerinnen und Nutzer sowie ihrer Macherinnen und Macher sind die Grundlage für die Gespräche im «Medientalk»

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Pink Slime: Trittbrettfahrer im Lokaljournalismus
2026/09/26
Sie sehen aus wie seriöse journalistische Produkte - erfüllen journalistische Standards aber nur unzureichend oder gar nicht . So genannter Pink Slime ahmt journalistische Angebote nach, nicht nur online, sondern auch gedruckt. Eine neue Studie der Fachhochschule Graubünden hat Pink Slime in der Schweiz nun erstmals systematisch untersucht und warnt vor den längerfristigen Folgen für die Demokratie - etwa dann, wenn es um Meinungsbildung und Polarisierung geht. Und: Lange war es nur ein Gerücht. Nun ist es Tatsache. Der Sonntagsblick verschwindet. Aber das Ende soll auch ein Neuanfang sein. Ein Neuanfang für den Blick am Wochenende, der künftig am Samstag erscheinen soll. Kann dieser Strategiewechsel gelingen - und haben gedruckte Sonntagszeitungen noch eine Zukunft? Darüber sprechen wir im Medientalk.
Fall Pierin Vincenz: Medien zwischen Einfluss und Verantwortung
2026/08/29
Der Fall Pierin Vincenz gehört zu den aufsehenerregendsten Wirtschaftsstrafverfahren der Schweiz. Medienberichte machten 2016 erste Vorwürfe an den einstigen Starbanker öffentlich. Seither wurde der Fall in mehreren gerichtlichen Instanzen und Verfahren behandelt. Im August fand die Berufungsverhandlung vor dem Zürcher Obergericht statt. Im Medientalk spricht die Wirtschaftsjournalistin Zoe Baches über die Rolle der Berichterstattung - und die Verantwortung der Medien in diesem Fall. Und: Gaudenz Looser hat 20 Minuten verlassen. Der ehemalige Chefredaktor spricht über Reichweite, Relevanz, Niveau und seinen Abschied vom Medienhaus, das er massgeblich mitgeprägt hat.
Medientalk: Palantir vs Republik – Urteil stärkt Pressefreiheit
2026/06/27
Die Klage des US-Datenkonzerns Palantir gegen das kleine Schweizer Onlinemedium Republik hat international für Schlagzeilen gesorgt – von der Financial Times bis zum Guardian. Im Zentrum steht eine Recherche über mögliche Geschäfte mit der Schweizer Armee und die Macht globaler Datenanalyse. Am 12. Juni wurde bekannt: Das Zürcher Handelsgericht weist 22 von 23 Forderungen ab – und machte den Fall damit zu einem internationalen Symbol für Pressefreiheit, Big Data und den Konflikt zwischen Medien und Tech-Giganten. Jetzt ist klar - das Urteil dürfte abschliessend sein. Palantir bestätigt gegenüber dem Medientalk, dass man auf einen Weiterzug verzichten wolle. Zu Gast im Medientalk: Lorenz Naegeli (WAV Recherchekollektiv) Adrienne Fichter (Republik) Weiterführende Links: REC: srf.ch/sendungen/dok/publikation-der-republik-palantir-recherche-juristisches-hickhack-um-gegendarstellung Newsplus: srf.ch/audio/news-plus-das-thema-des-tages-in-15-minuten/blackbox-palantir-was-macht-die-umstrittene-ki-firma-genau?id=AUDI20260505_NR_0018 Republik: republik.ch/dossier/die-republik-vs-palantir
Medientalk: Wer bestimmt die Zukunft des Medienplatzes Schweiz?
2026/05/30
Nach dem Nein zur Halbierungsinitiative rücken die Zukunft der SRG, die neue Konzession sowie die Zusammenarbeit der SRG mit den privaten Medien in den Fokus. Dabei geht es auch um die Frage, wie sich Schweizer Medien künftig gegenüber US-Plattformen positionieren und welche Strategien sie im Bereich Urheberrecht und KI verfolgen. Das waren die Themen am SwissMediaForum 2026 in Luzern – ein Rückblick. Und: Keystone-SDA verliert mit dem «Blick» einen weiteren wichtigen Kunden. Der «Blick» hat den deutschsprachigen Basisdienst der Agentur gekündigt. Man sei deshalb daran, das eigene Angebot sowie mögliche Erweiterungen zu prüfen, heisst es seitens Keystone-SDA. Dabei spielt auch die technologische Herausforderung durch künstliche Intelligenz eine wichtige Rolle. Was bedeutet das für die einzige verbliebene Nachrichtenagentur der Schweiz? Im Medientalk zu hören: Susanne Wille (SRG) Pietro Supino (Tamedia) Michael Wanner (CH Media) Felix Graf (NZZ) Marc Walder (Ringier) Hans-Peter Kellermüller (Keystone-SDA) Link zur Videoaufnahme des SMF 2026: swissmediaforum.ch/videos/
Medientalk: KI-Debatte, Fischer-Fall und Blocher-Deal
2026/04/25
Der April brachte Bewegung in den Schweizer Medienmarkt. Marc Walder sorgte mit seiner KI-Prognose für Diskussionen, Patrick Fischer wegen eines gefälschten Covid-Zertifikats für Schlagzeilen, und Christoph Blocher machte mit dem Verkauf der Zeitungshaus AG einen grossen Medien-Deal öffentlich. Die Gäste im Medientalk unter anderem: Patrick Müller (CHMedia) Matthias Zehnder (Edito) Weiterführende Links: srf.ch/club
Medientalk: BAKOM, TX Group und Publix-Medienkrise
2026/03/28
Der Direktor des Bundesamtes für Kommunikation, Bernard Maissen, geht Ende März in Pension. Im Medientalk zieht er Bilanz über die wichtigsten Entwicklungen, spricht über die Vergabe der lokalen Radio- und Fernsehkonzessionen und UKW-Erneuerung, sowie über die Ausarbeitung der neuen SRG-Konzession. Die Jahreszahlen der TX Group zeigen: Bei den SMG-Marketplaces wie Homegate oder Ricardo läuft's rund. Doch bei den Bezahlzeitungen der Tamedia-Tochter wie Tages-Anzeiger oder Basler Zeitung hapert es weiter. Was sind mögliche Wege aus der Medienkrise? Eine Antwort, davon ist Maria Exner überzeugt, ist gemeinwohlorientierter Journalismus. Exner leitet Publix, ein Innovationszentrum für Journalismus und Öffentlichkeit in Berlin-Neukölln. Nun hat Publix ein Whitepaper veröffentlicht mit dem Titel „Wege aus der Medienkrise“. Zu Gast im Medientalk Bernard Maissen (Bis Ende März noch BAKOM-Direktor) Maria Exner, Intendantin Publix -------------------------------------------------- Link zum Publix-Whitepaper: https://www.publix.de/uploads/Whitepaper-Gemeinwohlorientierte-Journalismus/Publix-Whitepaper-01-2026-DE.pdf
Medientalk: Massive Kürzungen bei der Washington Post
2026/02/21
Die Washington Post gilt als eine der wichtigsten Zeitungen der Welt – nun müssen rund 30% der Journalistinnen und Journalisten gehen. Wie hart trifft das die Post? Was sagt das über den Verleger, Milliardär und Amazon-Gründer Jeff Bezos aus? Und was bedeutet die Neuausrichtung der Post für den Journalismus in den USA, aber auch für uns in Europa? Und: Karl Lüönd galt als das medienethische Gewissen des Schweizer Journalismus. Nun ist der Journalist und Autor im Alter von 80 Jahren verstorben. Warum wurde Lüönd so wichtig für das Schweizer Mediensystem? Die Gäste im Medientalk: Susanna Petrin (Kulturjournalistin, Washington D.C.) Curd Knüpfer (University of Southern Denmark) Matthias Ackeret (Verleger Persoenlich.com)
Medientalk: Crans-Montana – die Rückkehr des Boulevards?
2026/01/17
Wie berichteten Medienschaffende über die Brandkatastrophe in Crans-Montana in der Neujahrsnacht? Wie ging die Presse mit Opfern und möglichen Verantwortlichen um? Welche Bilder zeigten sie – welche Namen nannten sie? Und welche Fragen stellten sie den Behörden – und welche nicht? Schon kurz nach der Brandkatastrophe, die 40 Menschen das Leben kostete, wurden die Medien selbst zum Thema. Rücksichtslos und aggressiv verhielten sie sich teilweise: Verantwortliche wurden belagert, Grenzen der Angehörigen missachtet. Im Medientalk arbeiten wir mit der Distanz der vergangenen Wochen die Berichterstattung schweizerischer und ausländischer Medien auf und ziehen eine erste Bilanz. Zu Gast: Rolf Cavalli (Chefredaktor Blick) Susan Boos (Präsidentin Presserat) Oliver Bono (Sonderkorrespondent SRF Crans-Montana) Transparenzhinweis: In einer ersten Version war in der Frage bei Minute 30 die Rede davon, dass der Tages-Anzeiger die Kellnerin, deren Foto mit Helm und Champagnerflasche in der Hand um die Welt ging, mit Namen genannt hatte. Korrekt ist, dass unter anderem 20Minuten.ch, das wie der Tages-Anzeiger zur TX Group gehört, die Kellnerin mit Namen genannt hatte und in der Berichterstattung auf den Tages-Anzeiger als Quelle verwiesen hatte. Der Tages-Anzeiger jedoch erwähnt den Namen in seiner Recherche nicht.
Medientalk: UKW ist tot - lang lebe UKW
2025/12/27
Die Politik hat entschieden: UKW wird weitersenden. Die SRG will mit ihren Sendern zurückkehren. Am lautesten für UKW gekämpft hat der Radiopionier Roger Schawinski. Wird er nun leiser? 2025 war ein weiteres, schwieriges Jahr für den Journalismus. Die Zahl der Newsdeprivierten steigt. Rund 47% der Schweizer Bevölkerung haben kaum oder, wenn überhaupt, nur noch sporadischen Kontakt mit Nachrichtenjournalismus. Gleichzeitig ist die Zahl der journalistischen Stellen weiter gesunken und international steht die Pressefreiheit so stark unter Druck wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Wir ziehen Bilanz. Und: der Hass in den Kommentarspalten. Erstmals misst ein Projekt die Zahl der verfassten Kommentare und erste Resultate zeigen: Der grösste Teil der Hassnachrichten stammt von wenigen Userinnen und Usern. Die Gäste im Medientalk: Valentin Rubin (Reporter ohne Grenzen) Susanne Wille (Direktorin SRG) Roger Schawinski (Radio 1) Laura Bronner (Public Discourse Foundation)
Ringier verkauft ungarische Medien – Gefahr für Pressefreiheit?
2025/11/29
Der Schweizer Verlag Ringier verkauft sein Medienportfolio in Ungarn – darunter auch die Boulevardzeitung «Blikk», eine der grössten Zeitungen des Landes. Käuferin ist Indamedia, ein regierungsnaher Verlag in Ungarn. Blikk gilt in Ungarn als eines der letzten grossen Blätter, die noch unabhängig und regierungskritisch berichten. Doch damit könnte schon bald Schluss sein, befürchten Kritikerinnen und Kritiker. In sechs Monaten wählt das Land ein neues Parlament, und Regierungschef Viktor Orbán steht unter Druck. Ringier widerspricht: Die Unabhängigkeit der Redaktion sei auch weiterhin gewährleistet. Und: Im Vereinigten Königreich steht die Mutter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks massiv unter Druck. Die BBC gibt Fehler in ihrer Berichterstattung zu und entschuldigt sich bei US-Präsident Donald Trump. Doch damit dürfte das Problem nicht gelöst sein. Gäste im Medientalk: Gábor Polyák (Professor, ELTE-Universität Budapest) Marc Walder (CEO Ringier) Patrik Wülser (Grossbritannien-Korrespondent SRF)
Medientalk: Fast jede zweite KI-News enthält gravierende Fehler
2025/10/25
Millionen Menschen weltweit informieren sich bereits mit Hilfe von KI-Assistenten wie ChatGPT oder Perplexity. Jetzt zeigt eine neue, grossangelegte Studie der European Broadcast Union EBU: Fast jeder zweite News-Artikel enthält gravierende Fehler. Rund 270 Journalistinnen und Journalisten von 22 öffentlich-rechtlichen Medien wie BBC, ARD, RAI oder SRF haben mehr als 2700 KI-generierte Newsantworten und Quellen nachgeprüft und liefern damit erstmals eine Länder- und sprachübergreifende Analyse, die zeigt, wo Medienschaffende besonders vorsichtig sein sollten im Umgang mit künstlicher Intelligenz. Parallel dazu zeigt eine Untersuchung des Forschungszentrum Öffentlichkeit und Gesellschaft der Universität Zürich, wie Medienschaffende in der Schweiz KI im Arbeitsalltag einsetzen und welche Herausforderungen dabei entstehen. Diese neuen Erkenntnisse verdeutlichen die Notwendigkeit verbesserter Medienkompetenz und sorgfältiger Prüfung bei der Nutzung von KI-gestützten Nachrichtenquellen.
Medientalk: Wie kann man Junge für Newsjournalismus begeistern?
2025/09/27
In Norwegen wagt der größte private Verlag des Landes, Amedia, ein Experiment: Jugendliche zwischen 15 und 20 Jahren erhalten ein Jahr lang kostenlosen Zugang zum gesamten Angebot des Verlages – zu mehr als 120 Lokalzeitungen. Im Medientalk nimmt der norwegische Verlag Stellung und zieht eine erste Bilanz. Und: Öffentlich-rechtliche Medien sind unter Druck. In Europa wächst der politische Druck mit Konsequenzen für die Pressefreiheit. In vielen Ländern hat sie abgenommen. Zu Besuch bei Radio Free Europe.
Medientalk: 80 Jahre Echo der Zeit – Journalismus im Wandel
2025/08/30
Am 17. September 1945 ging das Echo der Zeit erstmals auf Sendung. Im Medientalk blicken wir auf die Anfänge der ältesten und bekanntesten Informationssendung der Deutschschweiz zurück, sprechen mit ehemaligen Machern über entscheidende Meilensteine und Qualität im Journalismus und fragen das heutige Leitungsteam, welchen Einfluss die angekündigte Gebührensenkung und die Sparmassnahmen auf den Informationsjournalismus bei SRF – und das Echo der Zeit im Besonderen – haben werden. Die Gäste: - Casper Selg (ehemaliger Redaktionsleiter Echo der Zeit) - Robert Stähli (ehemaliger Auslandchef Radio DRS) - Markus Hofmann (aktueller Stv. Redaktionsleiter Echo der Zeit) - Ursula Gabathuler (Chefredaktorin Audio Digital SRF)
Medientalk: Wie gut ist KI in Journalismus?
2025/06/28
Wie Künstliche Intelligenz (KI) den Journalismus prägt, lässt sich derzeit besonders gut im Lokaljournalismus beobachten. Am 10. Juni fand in Zürich die Lokalmedientagung statt, organisiert vom Verband Schweizer Medien. Dort präsentierten verschiedene Redaktionen ihre Ideen und zeigten, wie auch im Kleinen grosse journalistische Projekte entstehen können. Zu reden gab unter anderem „Brudiland“, die KI-generierte Newssite in Jugendsprache, die als kleine Schwester der Zeitung „Vaterland“ auf den Inhalten der Mutterzeitung basiert. Brudiland ist aber erst der Anfang: Die Redaktion experimentiert aktuell mit einem KI-Radio, dessen Moderationen ebenfalls auf den Inhalten von „Vaterland“ beruhen. Zu Gast im Medientalk: Daniel Bargetze, CEO Vaduzer Medienhaus AG Flavia Rivola, Chefredaktorin Surseer Woche Jocelyne Page, Chefredaktorin Anzeiger von Saanen
Medientalk: Wie sehr schadet Trumps Dekret NPR?
2025/05/24
US-Präsident Donald Trump hat im Mai 2025 ein Dekret unterzeichnet, das die staatliche Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Sender NPR und PBS beendet. Die Sender warnen vor katastrophalen Folgen für die Informationsversorgung der US-Bevölkerung, insbesondere in ländlichen und einkommensschwachen Regionen. NPR-CEO Katherine Maher war jüngst zu Besuch in der Schweiz und nimmt exklusiv im Medientalk Stellung zu den Vorwürfen der politischen Voreingenommenheit und erklärt, warum das Dekret die Medienlandschaft in den USA nachhaltig gefährdet. Zu Gast: Katherine Maher, CEO von NPR

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