
Werben im Podcast: Hörspiel
Bewertung
4von
Dieser Podcast hat
101 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Explizit
Nein
Erstellt am
2015/05/19
Neueste Episode
2026/10/09
Durchschnittsdauer
52 min.
Veröffentlichungsintervall
5 Tage
Beschreibung
Das ist SRF Hörspiel: Ob als aktuelles Dialekt-Hörspiel, als rasant inszenierter Radio-Krimi oder als intimes Hörstück, es erwarten Sie überraschende Hörgeschichten
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Premiere: «Meine Mütter» von Andreas Liebmann
2026/10/09
Ein Sohn befragt seine Herkunft aus dem Zürcher Bürgertum. Er versucht sich einen Reim zu machen auf die Frauen-Figuren, die sein Leben prägten. Kann er sein Coming-of-Mann besser verstehen, wenn er ihre im Kontext von Reichtum, Bildung und Abhängigkeit auffallend ähnlichen Rollenbilder versteht?
Wer die Sendung am Radio hören will:
Freitag, 09.10.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1
Der Autor und Theatermacher Andreas Liebmann setzt mit seinem ersten Hörspiel für SRF seine biografische Spurensuche fort. In einem imaginären «Podcast aus dem Jenseits» versammelt ein Sohn (und Vater) drei ihm bestens vertraute Frauen vom Zürichberg, die er als «Meine Mütter» anspricht. Um ihnen sogleich zu gestehen: «Ich kann euch in eurer Möbelhaftigkeit nicht auseinanderhalten». Dennoch wohnen Paula, Rabbea und Ronja in je eigenen luxuriösen Behausungen, führen Ehen mit dominanten, zumeist abwesenden Männern, träumen von einer künstlerischen Karriere und erfolgreichen Kindern. Vor allem aber wünschen sie sich eine emanzipierte Existenz. Der Ausbruch gelingt jedoch nur bedingt. Sie nehmen sich Freiheiten, sie feiern die Frauen, die es an die Spitze der Schweizer Gesellschaft schaffen. Doch zur Freiheit reicht es nicht, sie bleiben im fest gefügten Rahmen ihres «Ibsen Life» auf Zürcher Art stecken.
«Das Hörspiel basiert auf einer Vielzahl von Gesprächen mit noch lebenden oder bereits gestorbenen Frauen aus dem Umfeld des Autors und seiner Eltern, sowie Erinnerungen an diese, als er noch ein Kind war. Es gräbt nach Bruchstücken einer vergehenden oder vergangenen patriarchalisch dominierten Welt, um nach und nach in der Gegenwart anzukommen - einer Gegenwart, die das Grollen der Zukunft mithört. Nicht nur Fragen nach dem Rollenverständnis von Mann und Frau haben sich verändert. Wie spricht man heute miteinander vom Aufwachsen, vom Leben und Sterben? Wohin steuern Rollenbilder, auf welchen Strukturen wird künftig getanzt?» (Andreas Liebmann)
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Mit: Fabienne Hadorn (Rabbea), Anna-Katharina Müller (Ronja), Ursula Reiter (Paula), Andreas Liebmann (Urs)
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Tontechnik und Sounddesign: Björn Müller – Komposition: Matthias Meppelink – Dramaturgie: Reto Ott – Regie: Andreas Liebmann
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Produktion: SRF 2026
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Dauer: 48’
«Langfühliger Turmknirchler» von Sophie Bischoff
2026/10/03
Frau Senkelströter hat Prinzipien: Umweltschutz und Achtsamkeit schreibt sie ganz gross. Doch ihre Tochter wohnt ausgerechnet in Amerika – und hat jetzt noch ein Baby bekommen! Im Land der Zusatz- und Konservierungsstoffe, und das noch tausende von Flugmeilen entfernt … Leichtfüssige Dialog-Komödie.
Wer das Hörspiel am Radio hören will:
Samstag, 03.10.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
«Langfühliger Turmknirchler» ist das Hörspieldebüt von Sophie Bischoff. Die Basler Autorin hat den Text geschrieben und auch selbst Regie geführt. Nach dem Studium des Kreativen Schreibens in Hildesheim und der Regie in Berlin nimmt sie 2026 am Dramenprozessor teil.
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Mit: Frauke Poolman, Anna Maria Köllner, Moritz Ilmer
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Musik und Komposition: Dominik Fähnrich – Regie: Sophie Bischoff
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Produktion: Deutschlandfunk/Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch 2025
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Dauer: 48’
«Blue Garden» von Andreas Liebmann
2026/10/02
Altes Bürgertum, zerfallende Biografien, heimisches Geld. Eine Old Lady blickt auf ihr Leben im Zürich der Zwischenkriegszeit zurück, als sie mit ihrer Familie in einem Anwesen am See residierte. Andreas Liebmann schuf mit dieser Erzählung eine Vorstufe zu seinem neuen SRF-Hörspiel «Meine Mütter».
Wer die Sendung am Radio hören will:
Freitag, 02.10.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1
Der Stoff basiert auf Lebenserinnerungen von Mitgliedern eines Zweigs der Familie des Autors und Regisseurs. Die Cousine seines Vaters ist im heutigen Museum Bellerive aufgewachsen, das ihr Vater, ein Zürcher Seidenhändler, hatte bauen lassen. Das Bellerive ist ein herrschaftliches Anwesen mit separaten Eingängen für Bedienstete, einer grossen Marmortreppe für gesellschaftliche Auftritte und einem Männersalon für zigarrenrauchende Stützen einer nervösen Gesellschaft. Wegen des Krieges zieht die jüdische Familie nach Amerika, wo sie später heimisch wird und ihren Reichtum in Eigentumswohnungen und lebenslange Absicherung verwandelt. Der Vater und Hausbesitzer aber kehrt noch Anfang der 40er-Jahre nach Zürich zurück, wo er in seinen selbst gebauten Mauern mit Blick auf den See stirbt. Die Grande Dame ist kürzlich im Alter von über hundert Jahren in New York verstorben. Ihr Geld hatte sie zeitlebens vor der Erwerbsarbeit bewahrt, von der sie lapidar sagte: «I tried it once, but I didn't like it».
Der «nostalgische Trip ohne Vergangenheit» (Andreas Liebmann) wurde 2017 am SonOhr Festival Bern mit dem 1. Preis für Fiktion ausgezeichnet.
Andreas Liebmann, geboren 1972, wurde ausgebildet an der Schauspiel Akademie Zürich, der heutigen ZHDK. Arbeiten als Performer und Autor u.a. am HAU und Sophiensäle Berlin, X-Firmen (Theater der Welt 2014), Rote Fabrik Zürich, Theater Freiburg, Schauspiel Stuttgart u. v. a. Er lebt mit seiner Familie in Kopenhagen und ist seit 2015 Dozent für Konzept- und Ideenbasierte Regie an der dortigen Theaterhochschule. In Kopenhagen betreibt er auch sein lokal-spezifisches Theater «Tårnby Park Studio», das Festivals und eine eigene performative Praxis entwickelt.
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Mit: Nikola Weisse, Georg Scharegg, Martin Klaus, Pascale Pfeuti
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Tontechnik: Jean Szymczak – Komposition: Matthias Meppelink – Regie: Andreas Liebmann
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Produktion: Autorenproduktion 2015
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Dauer: 50’
«Let it be» von Fitzgerald Kusz
2026/09/25
Tragikomische Momentaufnahmen einer festgefahrenen Ehe in berndeutscher Mundart. Sie träumt von der grossen Liebe, er ballert sich durch Computerspiele. Sie macht sich Sorgen um die 18-jährige Tochter, er redet mit dem Kanarienvogel. Was sie sich nicht sagen können, wird in witzige Songs verpackt.
Wer das Hörspiel am Radio hören will:
Freitag, 25.09.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1
Das dialogstarke Kleinbürgerdrama entwickelt sich aus gegensätzlichen Wunschvorstellungen bei gleichbleibender Misere: Sonja und Hans lernten sich vor 25 Jahren im Dancing «St. Tropez» kennen, tanzten sich zu Beatles-Melodien gegenseitig ins Glück. Und nun – sind sie noch immer zusammen. Sie reden und leben so lange in erstarrten Routinen und emotionaler Verkümmerung aneinander vorbei, bis es Sonja nicht mehr aushält.
Fitzgerald Kusz, Jahrgang 1944, lebt in seiner Geburtsstadt Nürnberg. Er war selbst Beatles-Fan und stark geprägt von den Studentenprotesten 1968. In seinem Hörspiel, das Charles Benoit 1996 in Bern produzierte, fragte er sich, was vom damaligen Aufbruch übriggeblieben, was aus den Illusionen vom Anderssein geworden ist.
Als Ehepaar ist das «Duo Fischbach» zu hören, Antonia Limacher und der 2022 verstorbene Peter Freiburghaus, der auch für die Mundartfassung des fränkischen Originals verantwortlich war. Die beschwingten Rap-Einlagen wurden von Hans-Peter Brüggemann (Keyboards) und Thomas Wild (Drums) eingespielt, damals Mitglieder von Polo Hofers «Schmetterband».
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Mit: Antonia Limacher (Sonja), Peter Freiburghaus (Hans), Olga Piazza (Radiofrau)
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Mundartbearbeitung: Peter Freiburghaus – Tontechnik: Roland Häberli – Musik: Hape Brüggemann und Thomas Wild – Regie: Charles Benoit
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Produktion: SRF 1996
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Dauer: 48’
Premiere: «Rosetta and the Icy Drifter» von Michèle Rusconi
2026/09/19
Klangstück aus den Tiefen des Weltalls. In ihrem vierten Hörstück befasst sich die Schweizer Künstlerin mit den Anfängen unseres Sonnensystems und beschreibt die spektakuläre «Rosetta-Mission» zum Kometen «Tschuri» – auf der Suche nach dem Ursprung des Lebens.
Wer das Hörspiel am Radio hören will:
Samstag, 19.09.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
Kometen gelten als Zeitzeugen unseres Sonnensystems. Entstanden etwa zur gleichen Zeit wie die Planeten, aufgrund ihrer grossen Entfernung zur Sonne jedoch weniger verändert, also in einem ursprünglicheren, «authentischeren» Zustand. Ihre organischen Moleküle könnten entscheidende Hinweise auf die Entstehung von Leben im All liefern.
Die Erforschung des Kometen «Tschuri» (67P/Tschurjumow-Gerasimenko) durch die ESA-Mission Rosetta (2004–2014) vereinte ein internationales Team von Wissenschaftlern und wurde gekrönt von der erstmaligen Landung auf einem Kometen. Zu den zentralen Instrumenten gehörte ROSINA, ein in Bern entwickeltes hochpräzises Massenspektrometer.
Die «RosettaMission» zählt zu den aufregendsten und bedeutendsten Unternehmungen der Raumfahrtgeschichte. Ihr ultimatives Ziel: Erkenntnisgewinn über die Entstehung unseres Sonnensystems, der Erde und des Lebens selbst – eine Reise zurück zu unseren Ursprüngen.
Michèle Rusconis Klangwelten gleichen einem Myzel, das sich nicht nur organisch aus Wort, Ton und Geräusch zusammensetzt, sondern Vergangenheit und Zukunft, komplexe Wissenschaft und schwer fassbare Abstrakta sinnlich erfahrbar macht und zu einer unendlichen Einheit verwebt.
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Mit: Nikola Weisse, Graham Valentine, Peter von Strombeck, Leila Férault-Levy, Anna Clementi und Tehila Nini Goldstein (auch Gesang), Ingala Fortagne (Gesang), Estelle Costanzo (Harfe/Improvisation), Giovanni Barbato (Violine/Improvisation), Antonio Jiménez Marín (Posaune), Maurizio Grandinetti (elektrische Gitarre), Miguel Garcia Martin (Schlagwerk), Marcelo Nisinman (Bandoneon), Ludovic von Hellemont (Ondes Martenot), Nicolò Muzii (Klavier), Nikolai Olshansky (Kontrabass), Mehmet Ali Simayli (Schlagzeug), Ulrike Jühe (Geräusche), Pina Bettina Rücker (Quarzschalen), Wale, Seelöwen, Pulsar
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Komposition und Regie: Michèle Rusconi – Tontechnik: Michèle Rusconi und Björn Müller
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Produktion: Autorinnenproduktion mit SRF 2026
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Dauer: 57’
«Schwyg jetz, Bueb» von Fitzgerald Kusz
2026/09/17
50-jähriges Jubiläum des erfolgreichen Mundartstückes. Das Theaterdebüt des Nürnberger Autors löste einen Skandal aus und war der Startschuss für eine ungewöhnliche Karriere. Seine Texte im fränkischen Dialekt wurden vielfach adaptiert, von Plattdeutsch bis Schwäbisch – und: auf Berndeutsch für SRF.
«Schweig, Bub!», am 6. Oktober 1976 im Schauspielhaus Nürnberg uraufgeführt, stand dort Jahrzehnte auf dem Spielplan und erlebte über 700 Aufführungen. DER SPIEGEL nannte es «das Paradestück der neuen Volkstheaterbewegung», denn Mundart auf der Bühne galt damals noch als unseriös, und auch im Hörspiel war sie meist beschränkt auf volkstümliche Genres wie Krimis und Schwänke. Fitzgerald Kusz aber ist bei seinen kunstvoll gebauten Alltagsdramen ein Meister des sozialrealistischen Dialogs, satirische Überzeichnung inklusive.
Den Rahmen für «Schwyg jetz, Bueb» bildet eine Konfirmationsfeier. Es wird viel gegessen (Pastetli!), diskutiert und monologisiert. Alkohol entfaltet seine Wirkung. Nur Fritz, als frisch Konfirmierter eigentlich die Hauptperson, darf nicht zu Wort kommen, er ist quasi zum Schweigen verurteilt. Stattdessen entgleisen und entgleiten die Gespräche unter den Verwandten und Bekannten immer wieder. Aber auch übergriffiges Verhalten wird geduldet, und zum Schluss verträgt man sich wieder und verabredet sich für die nächste Feier. So wird man beim Wiederhören dieser SRF-Produktion bei aller Freude an den herausragenden Schauspielerleistungen (zum Beispiel der jungen Birgit Steinegger) auf eine irritierend unangenehme Weise daran erinnert, dass die 1970er-Jahre in der Schweiz wohl mehr eine Bünzlihölle waren als jene heile, heimatlich-gemütliche Welt, als die sie heute gern verklärt werden.
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Mit: Aljan Hoffmann (Fritz, Konfirmant), Birgit Steinegger (Greti, Mutter), Franz Matter (Hans, Vater), Ellen Widmann (Tante Fridi), Ernst Stiefel (Onkel Willi), Susi Aeberhard (Rita, eine Bekannte), Dieter Stoll (Bruno, ihr Mann), Silvia Jost (Lotti, Cousine), Schülerchor der Sekundarschule Neuenegg/BE
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Mundartbearbeitung: Susi Aeberhard – Tontechnik: Werner Feldmann – Musik: Willy Bischof – Regie: Charles Benoit
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Produktion: SRF 1978
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Dauer: 61’
«2/2 Ellbogen» von Fatma Aydemir
2026/09/12
Endlich achtzehn. Ihre Reise geht weiter. Hazal hat es satt, auf das Leben zu warten. Sie will sich verlieren und verlieben, sie weiss nicht, wohin mit ihren Gefühlen. Als plötzlich die Polizei hinter ihr her ist, flieht sie nach Istanbul, wo sie noch nie in ihrem Leben war.
Wer das Hörspiel am Radio hören will:
Samstag, 12.09.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
Der lang ersehnte Partyabend an ihrem Geburtstag war in einer Orgie der Gewalt geendet. Aus Frustration und Wut hatten Hazal und ihre Freundinnen einen jungen Mann schwer verprügelt. Schliesslich war es Hazal gewesen, die ihm den entscheidenden Stoss versetzt hatte. Nun muss sie fliehen – sie wählt als Fluchtort Istanbul, die so schillernde, reizvolle, unbekannte Stadt ihrer Träume. Dort lebt Memet, ihre Facebookliebe, bei dem sie zunächst unterkriecht. Aber sowohl Memet als auch die Stadt sind ganz anders als in ihrer Fantasie. Beide können ihr den so dringend benötigten Halt nicht geben – im Gegenteil, sie reissen Hazal nur noch tiefer in den Strudel der lebensgefährlichen Orientierungslosigkeit.
Ohne Kenntnisse der politischen Spannungen und dem gesellschaftlichen Leben in der Türkei gerät sie schliesslich in den Wirbel um den Putschversuch 2016.
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Mit: Aysima Ergün (Hazal), Burak Ötztürk (Memet), Mehmet Atesci (Halil), Yasemin Cetinkaya (Gözde), Jale Arikan (Tante Semra), Orhan Müstak (Polizist/Mann), Ilknur Bahadir (Frau)
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Musik: Peter Kaizar – Tontechnik: Tom Willen – Dramaturgie: Susanne Janson – Hörspielbearbeitung und Regie: Kirstin Petri
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Produktion: SRF 2019
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Dauer: 51’
Den ersten Teil des Hörspiels können Sie hier nachhören:
https://www.srf.ch/audio/hoerspiel/1-2-ellbogen-von-fatma-aydemir?id=AUDI20260905_NR_0003
«1/2 Ellbogen» von Fatma Aydemir
2026/09/05
Migrantische Coming-of-Age Geschichte aus dem Grossstadtkiez. Überlebenskampf in der Parallelgesellschaft. Ein Mädchen und ihre Freundinnen zwischen den Welten. Zweiteilige Literaturbearbeitung eines Erfolgromans.
Wer das Hörspiel am Radio hören will:
Samstag, 05.09.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
Die 17-jährige Hazal ist verletzlich und gleichzeitig grob, voller Energie und unnütz selbst in Billigjobs, überschäumend vor Hoffnungen und Ängsten. Eigentlich fast normal in diesem Alter. Aber Hazal lebt eingezwängt zwischen den traditionellen muslimischen Vorstellungen ihrer Eltern und der brutalen Realität ihres Berliner Kiezes. Auf der Suche nach Perspektive und Heimat macht sie schliesslich einen fatalen Fehler.
«Ellbogen» erzählt die Geschichte von Hazal und ihren Freundinnen in Berlin, die alle ums Überleben kämpfen. Als plötzlich die Polizei hinter ihr her ist, flieht Hazal nach Istanbul, wo sie noch nie im Leben war. Lustig und traurig, wütend und zart stellt die Autorin Fatma Aydemir in ihrem Debütroman, aus dem Kirstin Petri ein zweiteiliges Hörspiel gemacht hat, eine grosse Frage: Was kann in dieser Welt aus einem Mädchen wie Hazal schon werden? Und gibt eine ebenso grosse Antwort: Alles.
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Mit: Aysima Ergün (Hazal), Altine Emini (Elma), Deniz Orta (Gül), Uygar Tamer (Mutter), Orhan Müstak (Vater/Polizist/Mann), Thomas Reisinger (Detektiv), Burak Yigit (Onur), Jirka Zett (Eugen), Burkak Öztürk (Memet), Mehmet Atesci (Halil), Yasemin Cetinkaya (Gözde), Jale Arikan (Tante Semra), Elias Eilinghoff (Student), Ilknur Bahadir (Defne/Frau), Stephanie Ebner (Arzttochter 1), Julia Kunz (Arzttochter 2)
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Musik: Peter Kaizar – Tontechnik: Tom Willen – Dramaturgie: Susanne Janson – Hörspielbearbeitung und Regie: Kirstin Petri
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Produktion: SRF 2019
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Dauer: 50’
Den zweiten Teil des Hörspiels können Sie hier nachhören:
https://www.srf.ch/audio/hoerspiel/2-2-ellbogen-von-fatma-aydemir?id=AUDI20260912_NR_0003
«Bienen schwärmen für sie» von Maria Ursprung
2026/09/04
Reina steckt mitten in einer Lebenskrise: frisch getrennt und schwanger, weiss sie nicht, wie es weitergehen soll. Sie zieht ins Haus ihres verstorbenen Grossvaters und übernimmt dessen Leidenschaft: das Imkern.
Wer das Hörspiel am Radio hören will:
Freitag, 04.09.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1
«Bienen schwärmen für sie» ist ein besonderes Hörspiel. Die Schweizer Autorin Maria Ursprung spielt mit Erwartungen: Mal wähnt man sich in einer Geschichte von Rosamunde Pilcher, dann wieder in einem Film von David Lynch. Dazu kommt die Musik von Martin Bezzola: Er hat Aufnahmen gemacht im Bienenhaus – und daraus eine ganz eigene Musik komponiert, in der es summt und surrt.
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Mit: Marie Bonnet (Reina), Wolfgang Hinze (Grossvater), Manuela Biedermann (Nachbarin Hanna), Reto Stalder (Marius), Linda Olsansky (Biene/Frauenärztin/Krankenschwester/Altistin), Barbara Falter (Oberärztin/Chorleiterin)
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Musik: Martin Bezzola – Tontechnik: Basil Kneubühler – Regie: Wolfram Höll
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Produktion: SRF 2019
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Dauer: 50’
«Gesprungenes Glas» oder: Ich habe eine grosse Sache im Gring
2026/08/28
Glauser, der Schöpfer des liebevollen Wachmeisters Studer, hat alles andere als eine gemütliche Biografie vorzuweisen. In der Hörcollage wird ein erschütterndes Bild vom schreibenden Irrenhäusler gezeigt, der sein Leben lang bevormundet und in ständigem Konflikt mit seinem Vater war.
Wer das Hörspiel im Radio hören will:
Freitag, 28.08.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1
«Dummerweise habe ich mich von Radioleuten überreden lassen, aus meinem Leben zu erzählen. Wenn sie wüssten, was für einen Widerstand ich habe, in dem alten Schlamm zu wühlen. Psychologen, Irrenhausdirektoren, Vormundschaftsbehörden und weiss der Gugger wem durfte ich meine Katastrophenlaufbahn ausbreiten. Immer die gleiche Platte!»
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Mit: Norbert Schwientek (Vater), Ueli Jäggi (Glauser), in weiteren Rollen: Isabel Baumberger, Désirée Meiser, Sara Capretti, Walter Baumgartner
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Musik: Emil Moser – Regie: Fritz Zaugg
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Produktion: SRF 1996
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Dauer: 51’
Junge Stimmen: «Zimmer 004»
2026/08/27
Jugendhörspiel aus der freien Szene. Ein Internat voller aufstrebender Talente. Ein Klassiker auf der Bühne und ganz viel Eifersucht und Neid hinter den Kulissen. Illegale Parties und heimliche Liebschaften. Und dann kommt es zu einem tragischen Unfall. Oder war es – heimtückische Absicht?
Wer schon immer mal in den Kopf eines Teenagers hineinschauen wollte, hat bei diesem Hörspiel die Gelegenheit. Denn vom ersten geschriebenen Wort bis zum letzten gesungenen Ton, haben die jugendlichen Protagonisten der Talentförderklasse Schauspiel Solothurn das Zepter in der Hand – unterstützt von einem Projektteam aus Theaterpädagogik, Schauspiel- und Hörspielkunst, das im Schreibatelier, bei Improvisationen und der Mikrofonarbeit Handreichung gab.
Gemeinsam haben die jungen Talente ein Hörspiel erschaffen, das Krimi, Komödie und «Coming of Age»-Story in einem ist. Ein wilder Fantasie-Ritt durch die herausfordernde Lebenswelt von Heranwachsenden: Mit einem Bein noch in einer märchenhaften Kinderwelt, mit dem anderen in der Realo-Leistungsgesellschaft, wo Arbeit und Freizeit den (Schul-)Rhythmus vorgeben. Eine wild mäandernde Geschichte, die Genregrenzen spielend einreisst und in einem Meer von Motiven, Stimmen, und Witzen mündet.
Gefördert von der SRKS – Stiftung für Radio und Kultur Schweiz.
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Mit: Jeanne Thomet (Rebecca Winter, Erzählerin), Alessia Guggenbühl (Elea von Gunten), Chloé Sjollema (Adèle Schlumpf), Ida Kling (Clara Glauber), Moya Wyss (Louise du Bois), Mila Strassburger (Lou Soltermann), Maxim Schwaegli (Marvin O’Coro), Lars Boscaini (Noah C. Davies), Susanne Zahnd (Aurelia Moskau), Martin Engler (Guido Rohbeck), Janna Mohr (Sabine Sebi), Dimitri Stapfer (Robert Grünbaum)
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Hörspielbearbeitung, Schnitt, Mix und Regie: Martin Engler – Aufnahme: Ueli Karlen – Schreibcoach: Susanne Zahnd – Theaterpädagogik: Janna Mohr – Projektleitung: Dimitri Stapfer
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Produktion: Talentförderklasse Solothurn 2026
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Dauer: 53’
Junge Stimmen: «Spazieren muss ich unbedingt»
2026/08/20
Textcollage. Robert Walser ist einer der bedeutendsten Schweizer Schriftsteller; seine Erzählung «Der Spaziergang» zählt zu seinen bekanntesten Werken. Ob dieser Text – inzwischen über 100 Jahre alt – auch jungen Literaturschaffenden etwas zu erzählen hat? Und wenn ja: was?
Genau diese Frage stellte sich der Dramatiker und Hörspielregisseur Wolfram Höll mit Studierenden des Literaturinstituts Biel. Entstanden sind auf diesem Weg sechs neue Spaziergänge, in denen die (Schweizer) Welt durchschritten und betrachtet wird. Oder Kopf steht. Wo Figuren auftreten, denen auch schon Walsers Protagonist begegnet ist. Sechs Spaziergänger, die mal mit Walser Hand in Hand gehen, mal ihm nur von weitem zuwinken, und ein anderes Mal wieder schnurstracks vor ihm davonlaufen.
Für die Solothurner Literaturtage 2017 hat die SRF Hörspielredaktion – zusammen mit der Grafikerin Franziska Nyffeler und dem Musiker Christian Müller – ein Liveprogramm mit diesen Texten geschaffen. Für die Radioversion hat Christian Müller auf seinen Solothurner Kompositionen aufgebaut und sie für die Ausstrahlung abgewandelt.
«Spazieren muss ich unbedingt» ist eine Collage aus den Texten: «Strasse des Elends» (Matteo Emilio Baldi), «Jahreszeiten» (Nadja Geisser), «Von Tauben und Spatzen» (Milena Ana Keller), «Walser am Kreuzgang» (Alexandra Zysset), «Nachtspaziergang» (Luisa Tschannen) und «Schichtwechsel» (Lara Schaefer).
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Mit: Inga Eickemeier, Elias Eilinghoff, Lotti Happle, Aaron Hitz, Rahel Hubacher und Thiemo Strutzenberger
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Musik: Christian Müller – Tontechnik: Basil Kneubühler – Dramaturgie: Wolfram Höll – Regie: Susanne Janson
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Produktion: SRF 2017
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Dauer: 54’
Junge Stimmen: «Schrank» von Studierenden der HKB
2026/08/13
Der Schrank als Schauplatz unheimlicher Geschichten und musikalischer Exzesse. In 15 Kurzhörspielen begeben sich Theater-, Musik- und Literaturstudierende der Hochschule der Künste Bern (HKB) auf Entdeckungsreise durch Schränke aller Arten und Grössen.
Wer sich schlecht benimmt, muss in den Schrank. Dort, wo flauschige Frotteetücher neben Schlaftabletten liegen und eine Horror-Katze mit dem Revolver spielt. Wo ein Räuber auf den richtigen Moment wartet und sich ein Pärchen zu Fesselspielen trifft. Wo böse Erinnerungen auf wilde Fantasien treffen. Kurz: Wo gute Geschichten lauern. Diese werden hier erzählt.
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Mit: Esther Becker, Stephanie Ibrahim, Nico Herzig und Dominik Schuppich
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Musik: Michael Gilsenan, Nico Herzig, Stephanie Ibrahim, Catia Lanfranchi, Philipp Leibundgut, Lukas Andrae, Stefan Mächler und Jan Sutter – Musikalische Leitung: Robert Morgenthaler – Textbegleitung: Michael Stauffer – Tontechnik: Basil Kneubühler – Regie: Johannes Mayr und Michael Stauffer
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Produktion: SRF/HKB 2014
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Dauer: 34’
«Lukullus» von Bertolt Brecht, Samuel Schwarz, Raphael Urweider
2026/08/08
Bertolt Brechts Hörspiel «Das Verhör des Lukullus» aus dem Jahre 1939 war eine versteckte Kritik an Hitler. Urgesendet wurde es 1940 im Radio Beromünster. Über 80 Jahre später zeigt Regisseur Samuel Schwarz in seinem Hörspiel «Lukullus», dass Brechts Text nichts an Aktualität eingebüsst hat.
Wer das Hörspiel im Radio hören will:
Samstag, 08.08.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
Bertolt Brecht schrieb im Herbst 1939 kurz nach Kriegsausbruch das Hörspiel «Das Verhör des Lukullus» im schwedischen Exil. Das Hörspiel beginnt mit dem Grabeszug des gefallenen römischen Feldherren Lukullus. Der unerbittliche Kriegsherr, dessen Eroberungszüge zahlreiche Menschenleben forderte, muss sich im Reich der Toten, vor dem Gericht der Unterwelt, verantworten. Lukullus rechtfertigt seine Taten damit, dass er zum Wohle Roms gehandelt habe.
Radio Beromünster sendete das Brecht-Hörspiel (Regie: Ernst Bringolf) erstmals im Mai 1940. Eine mutige Entscheidung des Schweizer Radiosenders, denn Brechts Stück konnte durchaus als Hitler-Kritik interpretiert werden. Rund 80 Jahre nach der Ausstrahlung des Hörspiels im Radio Beromünster setzt sich Samuel Schwarz mit «Das Verhör des Lukullus» und dessen Entstehungsgeschichte auseinander. In «Lukullus» zeigt er auf, dass Brechts Text auch heute noch nicht an Aktualität verloren hat, denn willkürliche Gewaltherrscher gab es natürlich nicht nur im römischen Reich oder während des Zweiten Weltkriegs.
Samuel Schwarz arrangiert Brechts Text in Zeiten von medialer Selbstinszenierung und Fake News neu. Entstanden ist eine Spurensuche und eine Versuchsanordnung, die vom Römischen Reich über den Zweiten Weltkrieg bis ins heute ans WEF in Davos führen.
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Mit: Ntando Cele, Gina D'Orio, Wanda Wylowa, Philippe Graber, Luc Müller, Samuel Schwarz, Ted Gaier, Gotta Depri, Hauke Heumann, Franck Edmond Yao alias Gadoukou la Star, Cymbeline Schwarz
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Bearbeitung: Samuel Schwarz, Ted Gaier, Raphael Urweider – Musik: Michael Sauter, Ted Gaier, Gina D'Orio, Paul Dessau – Auszüge aus der Oper «Die Verurteilung des Lukullus» – Konzertsong: Reverend Beatman, Ntando Cele – Sounddesign: Michael Sauter – Tontechnik SRF: Björn Müller, Roland Fatzer – Regie: Samuel Schwarz
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Produktion: SRF 2018 und Digitalbühne Zürich (400asa), in Zusammenarbeit mit Radio RaBe, gefördert von der SRKS (Stiftung für Radio und Kultur Schweiz)
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Dauer: 49’
«Die Bagage» von Monika Helfer
2026/08/07
Monika Helfer war die grosse Erzählerin der österreichischen Literatur; 2026 ist sie gestorben. Die Geschichte ihrer eigenen Familie wie des Landes zeichnet sie in der «Bagage»-Trilogie nach. Sie beginnt im Vorarlberg, wo ganz hinten im Tal Familie Moosbrugger wohnt, als Randständige, als «Bagage» …
Maria, die Mutter, bleibt mit den Kindern allein zurück. Durch ihre Schönheit ist sie nicht nur der Lust der Männer im Dorf, sondern auch dem Argwohn der Frauen ausgesetzt. Und sie wird abhängig vom Schutz und der Grosszügigkeit des Bürgermeisters. Da taucht Georg auf. Er spricht hochdeutsch und ist freundlich. Maria entdeckt mit ihm eine Nähe, welche ihr bisher unbekannt war. Kurze Zeit später ist sie schwanger, mit Grete. Es ist das Kind, mit dem der Familienvater Josef nie ein Wort sprechen wird – die Mutter von Monika Helfer.
In «Die Bagage» nähert sich die Schriftstellerin der Geschichte ihrer Grosseltern und Eltern an. Dabei zeichnet sie eindringlich ein Frauenleben in Zeiten des Krieges nach und schafft einen aussergewöhnlichen Figuren- und Geschichtenkosmos.
Mit ihrer Trilogie, bestehend aus «Die Bagage», «Vati» und «Löwenherz», ist Monika Helfer ein tiefer Einblick in die eigene Familiengeschichte gelungen. Die autofiktionalen Romane wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.
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Mit: Dörte Lyssewski (Monika), Andrea Wenzl (Maria), Christoph Luser (Josef), Andreas Lust (Bürgermeister), Hannes Wegener (Georg), Michael Edlinger (Postbote), Sabine Muhar (Frau des Bürgermeisters), Johannes Seilern (Pfarrer), Oskar Weilenmann (Lorenz als Kind), Elisabeth Adam (Grete), Jano Lukas Putz (Heinrich), Damyan Andreev (Lorenz als Jugendlicher), Vassili Anando Putz (Walter) und Sophie Mavie Fritz (Katharina)
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Tontechnik: Martin Leitner, Jakob Kainz, Melanie Inden, Thomas Rombach – Naturaufnahmen: Martin Leitner – Originalmusik: Fatima Dunn – Hörspielbearbeitung und Regie: Elisabeth Weilenmann
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Produktion: HR/ORF/SRF 2024
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Dauer: 53’
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