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Bewertung
4.7von
Dieser Podcast hat
2037 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
DIE ZEITExplizit
Nein
Erstellt am
2017/09/05
Neueste Episode
2026/02/04
Durchschnittsdauer
16 min.
Veröffentlichungsintervall
1 Tage
Beschreibung
Der Nachrichtenpodcast der ZEIT. Montag bis Freitag um 6 und um 17 Uhr, Samstag und Sonntag um 6 Uhr. Samstags vertiefen wir ein Thema in längeren Spezialfolgen. Noch mehr Hintergrundberichte zu aktuellen Nachrichten gibt es in der ZEIT und auf zeit.de. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen unter www.zeit.de/wasjetzt-abo
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Der Fall Epstein und die Deutsche Bank
2026/02/04
In den Epstein-Akten taucht neben allerlei internationaler Prominenz
auch ein großes deutsches Unternehmen auf: die Deutsche Bank. Der
prominente Jeffrey Epstein war von 2013 bis 2018 Kunde der Bank. Er
betrieb über Jahre hinweg einen Missbrauchsring. Hat die Deutsche Bank
von seinem Menschenhandel profitiert? Und was findet sich zu der Bank in
den neuesten Veröffentlichungen? Diese und weitere Fragen beantwortet
Ingo Malcher, Wirtschaftsredakteur der ZEIT.
In Ungarn fällt im Laufe der Woche das Urteil gegen die
antifaschistische und mutmaßlich linksextreme Person Maja T. Laut einem
Urteil des Bundesverfassungsgerichts hätte der Prozess allerdings nie
stattfinden sollen. Denn Maja T. ist zu Unrecht an die ungarischen
Behörden ausgeliefert worden. Nina Monecke, Politikredakteurin der ZEIT,
rekonstruiert die Auslieferung von Maja T. und analysiert, was in dem
Fall schiefgelaufen ist und wer verantwortlich ist.
Und sonst so? Ein Engel mit den Gesichtszügen der italienischen
Ministerpräsidentin Meloni.
Moderation und Produktion: Erica Zingher
Redaktion: Hannah Grünewald
Mitarbeit: Matthias Peer und Benjamin Probst
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected].
Weitere Links zur Folge:
Epstein-Files: Was die neuen Epstein-Akten zeigen – und was nicht
Jeffrey Epstein: Insel der Unseligen
Urteil gegen Maja T.: Sie wurde zu Unrecht ausgeliefert. Jetzt drohen
ihr 24 Jahre Haft
Maja T.: Eine willkommene Anklage
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Update: CO₂ gesagt – ADAC-Posten weg
2026/02/03
Der Verkehrspräsident des Automobilklubs ADAC, Gerhard Hillebrand, hatte
in einem Interview die CO₂-Bepreisung als ein sinnvolles Instrument im
Klimaschutz bezeichnet. Nach Kritik von Mitgliedern, Medien und
AfD-Politikern trat er am Montag von seinem Amt zurück. Laut dem
Automobilklub kündigten im Zuge der Debatte rund 60.000 Menschen ihre
Mitgliedschaft. Hillebrands Aussage entspricht den Beschlüssen der
Bundesregierung und der Europäischen Union. Auch nach Einschätzung von
Experten sei es eine gute Idee, mit einem CO₂-Preis Benzin und Diesel
teurer zu machen, um die Klimaziele zu erreichen. War der ADAC-Chef mit
seiner Positionierung zu weit von der Stimmung im eigenen Verband
entfernt? Zacharias Zacharakis, Wirtschaftsredakteur der ZEIT, ordnet im
Podcast ein, welche Bedeutung der Rücktritt hat und ob er für einen
größeren gesellschaftlichen Backlash steht.
Techmilliardär Elon Musk hat die Raumfahrtfirma SpaceX und seinen
KI-Entwickler xAI zusammengelegt. Gemeinsam sollen die Unternehmen unter
anderem Rechenzentren im All bauen, wie Musk ankündigte. Der Schritt
ermöglicht es Musk, die kapitalintensive KI-Firma xAI mit Milliarden aus
den Kassen von SpaceX zu finanzieren. Da beide Firmen nicht
börsennotiert sind, gilt die Fusion als unkompliziert, dürfte aber
Aufsichtsbehörden beschäftigen. Musk schätzt, dass Rechenzentren im All
in zwei bis drei Jahren der günstigste Weg sein könnten, um
Rechenleistung für künstliche Intelligenz zu generieren. Dabei soll die
Starship-Rakete seines Raumfahrtunternehmens zum Einsatz kommen und
künftig stündlich starten. Wie realistisch dieser Plan ist und ob die
Fusion tatsächlich so umgesetzt wird, erklärt Stefan Schmitt, Redakteur
aus dem Wissensressort der ZEIT.
Außerdem im Update:
Der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, Marius Borg Høiby,
ist kurz vor Beginn seines Prozesses festgenommen worden, wegen
Körperverletzung, Bedrohung mit einem Messer und dem Verstoß gegen ein
Kontaktverbot. Ihm werden unter anderem mehrere Vergewaltigungen und
Gewalttaten vorgeworfen. Kronprinzessin Mette-Marit selbst taucht in den
neu veröffentlichten Akten über den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein
auf.
Und sonst so? Ein 13-Jähriger schwimmt vier Kilometer und rettet seine
Familie.
Moderation und Produktion: Rita Lauter
Redaktion: Hannah Grünewald
Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected].
Weitere Links zur Folge:
Automobilklub: ADAC-Funktionär Hillebrand tritt nach
Klimaschutzäußerungen zurück
ADAC: Zu woke für seine Mitglieder
Raumfahrt und KI: Elon Musk legt SpaceX und xAI zusammen
Marius Borg Høiby: Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit
festgenommen
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Deutschlands Energiedilemma
2026/02/03
Bundeskanzler Friedrich Merz mahnt angesichts einer "neuen Weltordnung"
zu mehr europäischer Eigenständigkeit. Doch für seine
Parteifreundin, Wirtschaftsministerin Katherina Reiche, ist die
Ausgangslage komplex: Die heimischen Gasspeicherstände liegen bei
niedrigen 35 Prozent, und die starke Abhängigkeit von Gasimporten –
unter anderem aus den USA – wird zunehmend als strategisches Risiko
bewertet. Um die Versorgung breiter aufzustellen, hat Reiche am
gestrigen Montag einen Energiedeal mit Saudi-Arabien ausgehandelt. In
dessen Zentrum steht grüner Wasserstoff. Kritiker halten dagegen:
Kosteneffizienz erreiche man vor allem durch Ausbau bei Wind und Sonne.
Wie passt die Suche nach neuen fossilen Lieferanten zum Ziel der
Unabhängigkeit? Und warum macht die Wirtschaftsministerin derzeit vor
allem mit Debatten über Rente und Teilzeit von sich reden? Petra Pinzler
aus dem Wirtschaftsressort der ZEIT analysiert die Pläne der Ministerin
im Podcast.
Die USA unverwundbar machen – das ist das Ziel von US-Präsident Donald
Trump. Mit dem Golden Dome, einem weltraumgestützten Abwehrschirm, soll
das Land künftig vor Raketen und Drohnen geschützt werden. Angelehnt ist
das Projekt – zumindest dem Namen nach – an den Iron Dome, den wohl
bekanntesten Baustein der israelischen Luftverteidigung. Der Zeitplan
ist ambitioniert: Bis zum Ende seiner Amtszeit im Januar 2029 soll das
175 Milliarden Dollar schwere Projekt einsatzbereit sein. Doch Fachleute
zweifeln an der Machbarkeit. Sie warnen vor enormen technologischen
Hürden und der Verwundbarkeit von Satelliten im All. Wie das Projekt mit
Trumps Grönlandplänen zusammenhängt und inwiefern der Golden Dome ein
Vorbild für einen europäischen Schutzschirm gegen Bedrohungen aus der
Luft sein könnte, erklärt Hauke Friederichs, sicherheitspolitischer
Korrespondent der ZEIT.
Und sonst so? Das passiert, wenn KI-Bots ihre eigene
Social-Media-Plattform bekommen.
Moderation und Produktion: Moses Fendel
Redaktion: Simone Gaul und Rita Lauter
Mitarbeit: Lisa Pausch und Maximilian Renzikowski
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Weitere Links zur Folge:
Katherina Reiche: Standortrisiko Ministerin
Gasspeicher: Katherina Reiche befürchtet keine Knappheit bei der
Gasversorgung
Bundeswirtschaftsministerin: Katherina Reiche fordert höheres
Rentenalter und weniger Teilzeit
Golden Dome: Trumps Illusion vom Weltraum-Schild
Raketenabwehr: Trump will mit Golden Dome Angriffe aus dem All abwehren
Donald Trump und Grönland: Der Weg ins postamerikanische Zeitalter ist
eingeschlagen
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Update: Warum die Union gegen den Sozialstaat wettert
2026/02/02
Der unionsnahe Unternehmerverband CDU-Wirtschaftsrat hat eine "Agenda
für Arbeitnehmer" vorgelegt – und fordert darin eine deutliche
Begrenzung der Sozialabgaben. So wird unter anderem die Abschaffung
diverser Leistungen wie Zahnarztbehandlungen oder Kürzungen etwa beim
Arbeitslosengeld vorgeschlagen. Der CSU-Vorsitzende Markus Söder hat am
Sonntag die Erhöhung der Wochenarbeitszeit gefordert, das sei "wirklich
nicht zu viel verlangt". Zuvor hatte es eine Debatte über die sogenannte
Lifestyle-Teilzeit gegeben. Ist die Union sich einig darin, dass sie den
Sozialstaat weiter beschneiden will? Und ist das im Wahljahr ihre
einzige Strategie in Anbetracht der schwächelnden deutschen Wirtschaft?
Das ordnet der politische Korrespondent der ZEIT, Fabian Reinbold, im
Podcast ein.
Regierungsvertreter des Iran und der USA wollen einem iranischen Bericht
zufolge neue Verhandlungen aufnehmen. Die Nachrichtenagentur Tasnim
meldet, in den kommenden Tagen sei ein Treffen zwischen dem iranischen
Außenminister Abbas Araghtschi und dem US-Sondergesandten Steve Witkoff
geplant. Ort und Zeitpunkt des potenziellen Treffens sind demnach noch
nicht bekannt. Außerdem haben die USA die Angaben bislang nicht
bestätigt. Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf
hatte am Wochenende mitgeteilt, dass der Iran nun auch die Armeen
europäischer Staaten, so auch die Bundeswehr, als Terrororganisationen
einstufen werde.
Außerdem im Update:
In Schleswig-Holstein sind fünf Männer festgenommen worden. Sie sollen
rund 16.000 Lieferungen nach Russland geschickt haben – auch an
Rüstungsunternehmen.
Und sonst so? Posthumer Grammy für Fela Kuti
Moderation und Produktion: Hannah Grünewald
Redaktion: Simone Gaul, Rita Lauter
Mitarbeit: Mira Schrems
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected].
Weitere Links zur Folge:
Teilzeitarbeit: Work-Streit-Balance
"Agenda für Arbeitnehmer": Sozialverband nennt Forderungen des
CDU-Wirtschaftsrates "verstörend"
Forderung des CDU-Wirtschaftsrates: Bundesregierung plant keine
Privatisierung der Zahnarztkosten
Konflikt zwischen dem Iran und den USA: USA und Iran planen offenbar
Wiederaufnahme von Gesprächen
EU-Terrorliste: Iran bestellt Botschafter aller EU-Länder ein
Konflikt mit den USA: Iran zeigt sich zu Verhandlungen mit den USA
bereit
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In Gaza öffnet sich das Tor zur Welt
2026/02/02
Nach einem Testlauf am Sonntag soll am heutigen Montag der Grenzübergang
Rafah zwischen dem Gazastreifen und Ägypten erstmals seit Mai 2024
wieder öffnen – wenngleich unter strikten Bedingungen. Am Samstag wurden
unterdessen bei israelischen Luftangriffen nach Angaben der
palästinensischen Behörden mindestens 32 Menschen getötet. Ist die
Öffnung Rafahs unter diesen Umständen ein echter Schritt in Richtung
Frieden? Seine Einschätzung dazu teilt ZEIT-Korrespondent Jan Roß im
Podcast.
Die Gewerkschaft Ver.di hat für diesen Montag fast bundesweit zu Streiks
im kommunalen Nahverkehr aufgerufen. Im Podcast erklärt Matthias
Kirsch die Hintergründe – und analysiert, was der Streik für
Arbeitnehmer auf dem Weg zur Arbeit bedeutet.
Und sonst so? Einmal Trevi-Brunnen? Zwei Euro, bitte.
Moderation und Produktion: Jannis Carmesin
Mitarbeit: Lisa Pausch, Mira Schrems
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected].
Weitere Links zur Folge:
Gazastreifen: Das erste konkrete Stück Nachkriegsrealität
Liveblog: Krieg in Gaza: Grenzübergang Rafah für begrenzten
Personenverkehr wieder geöffnet
Gazastreifen: Tote bei israelischen Luftangriffen – Kritik aus Ägypten
und Katar
Streik im ÖPNV: Alles, was Sie zum Streik im Nahverkehr wissen müssen
Öffentlicher Nahverkehr: Ver.di ruft bundesweit zu Streik im Nahverkehr
am Montag auf
Ver.di: Streiks im öffentlichen Nahverkehr
Arbeitszeitgesetz: Gewerkschaften drohen mit Protesten gegen Änderung
des Arbeitsschutzes
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Wenn der Winter zur Waffe wird
2026/02/01
Nach russischen Angriffen auf die Energieinfrastruktur kommt es
in Kyjiw seit Wochen zu weitreichenden Strom-, Heizungs- und
Wasserausfällen. Hunderttausende Menschen sind zeitweise ohne
grundlegende Versorgung. Russlands Präsident Wladimir Putin ließ die
Ukraine auch während direkter Gespräche mit der Ukraine und den USA am
vergangenen Wochenende in Abu Dhabi angreifen. Nun soll es nach Angaben
Russlands auf Bitten von US-Präsident Donald Trump keine Angriffe mehr
geben, da die Gespräche weitergeführt werden sollen. Parallel dazu hält
die ukrainische Führung an dem Ziel fest, die Voraussetzungen für einen
EU-Beitritt bis Ende des Jahres zu erfüllen. Wie realistisch das ist und
wie es den Menschen in Kyjiw derzeit geht, ordnet die
ZEIT-Korrespondentin Olivia Kortas ein.
Bei der Handballeuropameisterschaft hat Deutschland das Finale erreicht.
Das Team des Deutschen Handballbundes setzte sich im Halbfinale in
Herning mit 31:28 gegen Kroatien durch und sicherte sich damit die erste
EM-Medaille seit zehn Jahren. Sportlich geht Deutschland trotz
Außenseiterrolle ohne großen Druck ins Endspiel. Der bisherige
Turniererfolg ist vor allem auf die starke Defensive zurückzuführen.
Gegner Dänemark gilt als amtierender Weltmeister und mit Heimvorteil als
Favorit. Wie die Chancen der deutschen Mannschaft stehen, ordnet Fabian
Scheler, Sportredakteur und Podcast-Host der ZEIT, ein.
Und sonst so: "Streets of Minneapolis": Bruce Springsteen erweitert die
Playlist des Protests.
Moderation und Produktion: Rita Lauter
Mitarbeit: Lisa Pausch, Celine Yasemin Rolle
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Weitere Links zur Folge
Energieversorgung in der Ukraine: Dann heizen sie eben mit Backsteinen
Stromausfälle in Kyjiw: Für Freiheit frieren
Lage in Kyjiw: "Wenn die Heizung ausfällt, kann ich mit dem Baby hier
nicht bleiben"
Vitali Klitschko: "Putin will die Leute zwingen, die Stadt dauerhaft zu
verlassen"
Krieg in der Ukraine: Was, wenn der Ukraine die Kraft ausgeht?
Krieg in der Ukraine: Donald Trump kündigt einwöchige Angriffspause für
Kyjiw an
Liveblog: Krieg gegen die Ukraine: Russland hat in der Nacht Angriffe
auf Energieanlagen ausgesetzt
Ukrainekrieg: Trilaterale Ukrainegespräche in Abu Dhabi beendet
Handball-EM: Deutschland zieht ins Finale der Handball-EM ein
Handball-EM-Halbfinale: Warum der Trapattoni des Handballs recht hat
Handball: Kroatiens Trainer kritisiert Spielplan bei der
Europameisterschaft
Handball-EM: Dänemark folgt Deutschland ins Finale der Handball-EM
Handball-EM: Eine Niederlage, die Potenzial hat
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Spezial "Der Wahlkreis": Das Disneyland der Rechten
2026/01/31
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán ist schon lange der Bad Boy der
EU, Ex-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker begrüßte ihn schon mal
frotzelnd mit “hello, dictator”: Daheim höhlt Orbán den Rechtsstaat
aus, in Brüssel legt er Veto gegen Ukraine-Hilfen ein. Und zu Hause
scheint Orbán den Machterhalt perfektioniert zu haben: Seit 16 Jahren
regiert er in Ungarn, wurde dreimal wiedergewählt und kann auf eine
Zweidrittelmehrheit im Parlament zurückgreifen. Das System Orban
fasziniert Rechte weltweit – nicht nur die AfD in Deutschland, sondern
auch das Trump-Lager, das regelmäßig nach Budapest reist, um von Ungarn
zu lernen. Auch die CSU war kurzzeitig mal Orban-Fan, worüber sie heute
nicht mehr so gerne spricht.
In einer neuen Ausgabe von “Was Jetzt? Der Wahlkreis” sprechen Lisa
Caspari, Paul Middelhoff und Robert Pausch über Orbáns Begriff der
“illiberalen Demokratie” und die Mechanismen, die dahinterstecken. Was
unterscheidet seinen Autoritarismus von dem in Russland und warum ist er
für Rechte gerade dadurch attraktiv? Wie hat Orbán es geschafft, über
all die Jahre große Teile der Ungarn hinter seiner Politik zu vereinen –
und warum scheint diese Zustimmung gerade jetzt vor den nächsten Wahlen
zu bröckeln?
Der nächste Wahlkreis erscheint am 28. Februar.
Moderation: Lisa Caspari
Produktion: Pool Artists
SHOWNOTES
Wie sich die amerikanische Rechte in Ungarn verliebte (New York Times)
Eine große New-Yorker-Reportage über die Amerika-Leidenschaft der
amerikanischen Rechten
Orbans Rede bei CPAC
Bela Greskovits über Orbans System der Civic Circles
Ein Ideologe des Orban-Regimes über Orbans Regierungstechnik
Orbans Rede zur illiberalen Demokratie
Eine interessante Analyse zu Orbans Grundsatzreden 2014 - 2023
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Wird es bald leichter, eine Spenderniere zu bekommen?
2026/01/31
Die Spende von Nieren soll vereinfacht werden, der Bundestag plant eine
entsprechende Änderung des Transplantationsgesetzes. Bislang müssen
Nierenspender und -empfänger entweder Verwandte ersten oder zweiten
Grades sein, Ehe- oder eingetragene Lebenspartner, Verlobte, oder sie
müssen "in besonderer persönlicher Verbundenheit offenkundig
nahestehen". So soll verhindert werden, dass Menschen aus
wirtschaftlichen Interessen Organe spenden. Künftig soll die
sogenannte Überkreuzspende ermöglicht werden. Das bedeutet: Wenn eine
Person einer anderen eine Niere spenden möchte, das aber nicht geht,
weil sie nicht kompatibel sind, dann darf sich dieses Paar an eine
Stelle wenden und mit einem anderen Spenderpaar zusammengebracht werden,
deren Beteiligte ebenfalls nicht kompatibel sind. Man darf dann, sofern
kompatibel, die Niere an den jeweils anderen Empfänger spenden. Mit den
Details hat sich Gesundheitsredakteur Ingo Arzt auseinandergesetzt.
Seit Wochen brennen in Südamerika Wälder. In Chile sind mindestens 20
Menschen durch die Feuer getötet worden, in Argentinien sind in
Patagonien viele geschützte Naturwälder verbrannt. Touristen mussten in
Sicherheit gebracht werden, hohe Temperaturen und starke Winde
erschweren die Löscharbeiten. Der argentinische Präsident Javier Milei
hat am Freitag den Notstand ausgerufen. Wieso breiten sich die Brände in
den südamerikanischen Ländern so schnell aus? Das liegt an mehreren
Faktoren und hat auch mit Milei selbst etwas zu tun. Die Journalistin
Sophia Boddenberg berichtet für uns aus Argentinien und ordnet die
Brände ein.
Und sonst so? Weniger Gift in den Meeren – dafür mehr in den Menschen
Moderation und Produktion: Simone Gaul
Redaktion: Constanze Kainz
Mitarbeit: Lisa Pausch, Mira Schrems
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Weitere Links zur Folge:
Organspende: Wird Deutschland jetzt Organspenderland?
Xenotransplantation: "Die Nieren arbeiten, als kämen sie von einem
gesunden Lebendspender"
Organtransplantation: Gesetzesänderung soll mehr Nierenspenden
ermöglichen
Klimakrise: Wie steht’s denn nun wirklich ums Klima?
Chile: Zehntausende müssen in Chile vor Waldbränden flüchten
Argentinien: Patagonien kämpft gegen schwere Waldbrände
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Update: Wer ist der designierte neue Fed-Chef?
2026/01/30
US-Präsident Donald Trump hat den Ökonomen Kevin Warsh als neuen
Vorsitzenden der Federal Reserve nominiert. Kevin Warsh soll im
Frühsommer den amtierenden Fed-Chef Jerome Powell ablösen, dessen
reguläre Amtszeit im Mai endet. Die Nominierung muss noch vom US-Senat
bestätigt werden. Kevin Warsh war bereits von 2006 bis 2011 Mitglied des
Direktoriums der US-Notenbank. Zuvor arbeitete er bei der Investmentbank
Morgan Stanley und war wirtschaftspolitischer Berater im Weißen Haus
unter Präsident George W. Bush. Donald Trump lobte Kevin Warsh und
bezeichnete ihn als möglichen "großen" Fed-Vorsitzenden. Zugleich hatte
der Präsident den bisherigen Fed-Chef Jerome Powell immer wieder
öffentlich unter Druck gesetzt, die Zinsen stärker zu senken. Was von
Kevin Warsh als Fed-Chef zu erwarten ist, analysiert Heike Buchter,
US-Korrespondentin der ZEIT.
Bundeswirtschaftsministerin Katherine Reiche hat ihren ersten
Jahreswirtschaftsbericht vorgelegt und die Wachstumsprognose für 2026
auf ein Prozent gesenkt. Im Herbst war die Bundesregierung noch von 1,3
Prozent ausgegangen. Der Bericht nennt mehrere Gründe für die weiterhin
schwierige Lage der Wirtschaft. Dazu zählen internationale Konkurrenz,
geopolitische Unsicherheiten, der demografische Wandel und eine geringe
Investitionsbereitschaft vieler Unternehmen. Auch der Arbeitsmarkt
bleibt angespannt. Als Reaktion setzt die Bundesregierung auf
Bürokratieabbau, Investitionen in Infrastruktur sowie Reformen bei
Steuern, Sozialsystemen und Arbeit.
Außerdem im Update:
- Im Januar sind mehr als drei Millionen Menschen in Deutschland
arbeitslos gewesen. Damit ist die Zahl der Arbeitslosen auf dem
höchsten Stand seit zwölf Jahren. Der Anstieg ist saisonal typisch:
Zum Jahresende laufen viele befristete Verträge aus, zudem bauen
witterungsabhängige Branchen wie Bau, Landwirtschaft und Tourismus
Personal ab. Tina Groll, Redakteurin im Politikressort, ordnet die
Zahlen ein.
- Der Bundesrat hat sich heute mit mehr als 60 Tagesordnungspunkten
befasst. Unter anderem hat der Bundesrat einem Gesetzentwurf
zugestimmt, durch den Verbraucher bei Vertragsabschlüssen im
Internet besser geschützt werden.
- Die Gewerkschaft Ver.di ruft für Montag zu bundesweiten Streiks im
kommunalen Nahverkehr auf. In vielen Städten dürften Busse und
Bahnen stillstehen. Ver.di fordert bessere Arbeitsbedingungen, teils
auch höhere Löhne. Bislang hätten die Arbeitgeber Verbesserungen
weitgehend abgelehnt.
Und sonst so? Die Wanderung deutscher Nachnamen
Moderation und Produktion: Moses Fendel
Redaktion: Constanze Kainz
Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle
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Weitere Links zur Folge:
Fed-Chef: Aus der Kulisse schreit Trump
US-Zentralbank: Donald Trump nominiert Kevin Warsh als Fed-Chef
Federal Reserve: US-Notenbank hält Leitzins stabil
Jerome Powell: Ikone des Widerstands
Donald Trump: Jetzt bricht er auch dieses Tabu
Katherina Reiche: Wenn ein diskreter Business-Gipfel zum Verhängnis wird
Jahreswirtschaftsbericht: Ein kleines bisschen Optimismus
Konjunktur: Bundesregierung senkt Wachstumsprognose für 2026 und 2027
Konjunktur in Deutschland: Und wo ist jetzt das Wachstum?
Bundeswirtschaftsministerin: Katherina Reiche fordert höheres
Rentenalter und weniger Teilzeit
Bundesagentur für Arbeit: Arbeitslosenzahl steigt auf höchsten Stand
seit fast zwölf Jahren
Öffentlicher Nahverkehr: Ver.di ruft bundesweit zu Streik im Nahverkehr
am Montag auf
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Wie ernst ist Trumps Drohung gegen den Iran?
2026/01/30
Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran spitzt sich weiter zu.
US-Präsident Donald Trump droht dem iranischen Regime auf seiner
Plattform Truth Social: Sollte Teheran nicht bereit sein, einen Deal zu
unterzeichnen und auf Atomwaffen zu verzichten, könne es zu einem neuen
Militärschlag kommen. Was die USA mit ihrer Drohkulisse erreichen wollen
und wie Verbündete der USA in der Region, etwa Saudi-Arabien, auf die
Situation blicken, ordnet ZEIT-Außenpolitikredakteurin Lea Frehse im
Podcast ein.
Ob bei Verteidigung, Handel oder digitaler Infrastruktur: Deutschland
ist in vielen Bereichen auf die USA angewiesen. Nun droht möglicherweise
auch eine Abhängigkeit im Energiesektor. Im vergangenen Jahr hat der
US-amerikanische Ölkonzern Sunoco die TanQuid-Gruppe übernommen. Das ist
Deutschlands größter privater Betreiber von Tanklagern und Pipelines.
Kritik an dem Verkauf kam aus der Opposition und von unabhängigen
Thinktanks, die Deutschlands energiepolitische Unabhängigkeit in Gefahr
sehen. Wie groß ist das Risiko tatsächlich? Und warum hat
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche den Deal genehmigt? Diese
Fragen beantwortet der außenpolitische Korrespondent der ZEIT, Michael
Thumann bei Was jetzt?.
Und sonst so? Ist das das Ende für Schiffe Versenken?
Moderation und Produktion: Roland Jodin
Redaktion: Moses Fendel
Mitarbeit: Sophia Boddenberg und Maximilian Renzikowski
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Weitere Links zur Folge:
Iran: Knapp 6.000 Demonstranten im Iran laut NGO getötet
Iran: Marco Rubio droht Iran im Fall von Angriffsplänen mit
Militärschlag
Innenpolitik im Iran: Jetzt bleibt den Herrschenden nur noch Gewalt
Sunoco und TanQuid: Womit keiner rechnet
Gaskraftwerke in Deutschland: Bundesregierung und EU-Kommission einigen
sich auf Kraftwerksstrategie
Katherina Reiche: Wenn ein diskreter Business-Gipfel zum Verhängnis wird
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Update: EU macht weiter Druck auf den Iran
2026/01/29
Als Reaktion auf den brutalen Umgang mit regierungskritischen
Demonstrierenden haben die Außenminister der EU-Mitgliedsstaaten neue
Sanktionen gegen den Iran beschlossen. Diese richten sich gegen Personen
und Gruppen, die an der gewaltsamen Niederschlagung der Proteste und
der Unterstützung Russlands beteiligt sind. Das wurde bei einem Treffen
in Brüssel entschieden; insgesamt sind nach Angaben der dpa etwa 30
Akteure betroffen. Gegen diese sind unter anderem EU-Einreiseverbote
vorgesehen. Außerdem haben die EU-Außenminister beschlossen, die
iranischen Revolutionsgarden auf die Terrorliste der EU zu setzen. Damit
stehen sie künftig auf einer Stufe mit der Terrormiliz IS und Al-Kaida.
Warum dieser Schritt erst jetzt erfolgt ist und was die Sanktionen
bringen könnten, erklärt ZEIT-Volontär Omid Rezaee.
Trotz des immer radikaleren Vorgehens der US-Regierung möchte
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) weiter am Bündnis mit den USA
festhalten. Das sei für den Erhalt der Nato unerlässlich, wie er am
Donnerstagmorgen bei einer Regierungserklärung zur Außenpolitik im
Bundestag in Berlin sagte. Angesichts einer sich wandelnden Weltordnung
sprach Merz sich für ein stärkeres europäisches Selbstbewusstsein aus.
Die europäischen Vorstellungen ließen sich auf der Welt nur umsetzen,
"wenn wir auch selbst die Sprache der Machtpolitik sprechen lernen, wenn
wir selbst eine europäische Macht werden". Aber wie will Merz diese
europäische Macht stärken? Das ordnet der politische Korrespondent der
ZEIT, Fabian Reinbold, ein.
Außerdem im Update: Wenn Immobilienmakler Wohnungssuchende wegen ihrer
vermuteten Herkunft benachteiligen, haften sie dafür. Das hat der
Bundesgerichtshof in Karlsruhe entschieden, nachdem eine Frau mit
pakistanischem Nachnamen geklagt hatte. Welche Folgen das Urteil haben
könnte, erklärt Marcus Rohwetter, Wirtschaftsredakteur der ZEIT.
Und sonst so? Was Pestizide mit dem Regenwurm machen.
Moderation und Produktion: Hannah Grünewald
Redaktion: Moses Fendel
Mitarbeit: Mira Schrems
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected].
Weitere Links zur Folge:
Proteste im Iran: EU verhängt neue Sanktionen gegen den Iran
Iransanktionen: Revolutionsgarden vor EU-Einstufung als
Terrororganisation
Friedrich Merz: Möge die Macht mit uns sein
Regierungserklärung von Friedrich Merz: Merz distanziert sich von Trump
– Opposition will mehr Druck auf USA
Regierungserklärung: Friedrich Merz will an enger Zusammenarbeit mit den
USA festhalten
Wohnungsmarkt: Makler haftet für Diskriminierung bei Wohnungssuche
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Bringt Trumps "Grenzzar" Ruhe nach Minnesota?
2026/01/29
Nach der Eskalation des ICE-Einsatzes in Minneapolis soll ein Teil der
Bundesbeamten aus der Stadt abgezogen werden, darunter auch Gregory
Bovino, der umstrittene Einsatzleiter. Mit dem Grenzschutzbeauftragten
Tom Homan übernimmt ein neuer Trump-Vertrauter. Ist das ein Signal der
Deeskalation? Rieke Havertz, internationale Korrespondentin der ZEIT,
ordnet im Podcast ein.
Knapp acht Monate vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern liegt
die AfD weiterhin deutlich vorn mit 35 Prozent. Doch die SPD von
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat in den Umfragen in nur vier
Monaten gleich neun Prozentpunkte gut gemacht. Woher kommt der
Aufschwung der SPD und welche Rolle spielt Ministerpräsidentin Schwesig
dabei? Darüber spricht Martin Nejezchleba, Redakteur bei der ZEIT im
Osten, mit Jannis Carmesin.
Und sonst so? Wie unser Hirn prokrastiniert – und warum das manchmal
ganz gut ist
Moderation und Produktion: Jannis Carmesin
Redaktion: Hannah Grünewald
Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Konstantin Hadži-Vuković, Luca Kleeberg
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected].
Weitere Links zur Folge:
Tötungen durch ICE: Was über die jüngsten Tötungen durch US-Beamte
bekannt ist
ICE: Grenzschutz-Chef soll laut Berichten Minneapolis verlassen
Eskalation in den USA: Hat da jemand "Bürgerkrieg" gesagt?
Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: Letzte Ruhe?
SPD in 2026: Kann sich diese Partei retten?
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Update: Untervermietung ist kein Geschäftsmodell
2026/01/28
Ein Mieter darf mit der Untervermietung seiner Mietwohnung keinen Gewinn
erzielen, der über seine eigenen Aufwendungen hinausgeht. So hat der
Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe am Mittwoch entschieden.
Untervermietung diene dazu, Ausgaben zu decken – nicht, um Geld zu
verdienen. Grundlage des Urteils war ein Fall aus Berlin: Eine
Vermieterin hatte einem Mieter den Vertrag gekündigt, weil er seine
Zweizimmerwohnung während eines längeren Auslandsaufenthalts
"gewinnbringend" untervermietet habe. Der 43-Jährige verlangte für die
65 Quadratmeter 962 Euro im Monat. Er selbst habe anfangs eine
Nettokaltmiete von 460 Euro gezahlt. Was bedeutet dieses Urteil für
überteuerte Untermieten und den angespannten Mietmarkt? Marcus Rohwetter
aus dem Wirtschaftsressort der ZEIT erklärt im Podcast, wann
Untervermietung erlaubt ist und wo die Grenzen liegen.
Sven Schulze (CDU) ist neuer Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt
geworden: Die Koalition aus CDU, SPD und FDP wählte Schulze zum
Nachfolger von Reiner Haseloff, der das Amt nach knapp 15 Jahren
abgegeben hatte. Der CDU-Politiker erhielt im ersten Wahlgang 58
Ja-Stimmen, nötig waren mindestens 49. Mindestens zwei Abgeordnete aus
der Opposition stimmten für ihn, denn die Koalition aus CDU, SPD und FDP
verfügt nur über 56 der 97 Sitze im Landtag. Mit dem Wechsel erhofft
sich die CDU einen Vorteil für ihren Spitzenkandidaten bei der
Landtagswahl am 6. September. In Umfragen liegt die AfD derzeit mit etwa
39 Prozent vor der CDU, die auf rund 26 Prozent kommt.
Außerdem im Update:
Ermittler der Staatsanwaltschaft haben am Mittwoch Büros der Deutschen
Bank in Frankfurt am Main und Berlin durchsucht. Es geht um einen
Geldwäscheverdacht. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung steht
der Verdacht im Zusammenhang mit dem unter EU-Sanktionen stehenden
russischen Oligarchen Roman Abramowitsch.
Und sonst so? Sie ist zurück: die Wildkatze in Schleswig-Holstein
Moderation und Produktion: Simone Gaul
Redaktion: Hannah Grünewald
Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected].
Weitere Links zur Folge:
Bundesgerichtshof: BGH untersagt Mietern Gewinn durch Untervermietung
Sachsen-Anhalt: Sven Schulze zum Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt
gewählt
Staatsanwaltschaft Frankfurt: BKA durchsucht Deutsche Bank wegen
Geldwäscheverdachts
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Kann Sven Schulze die AfD in Sachsen-Anhalt bremsen?
2026/01/28
In Sachsen-Anhalt wird ein neuer Ministerpräsident vereidigt. Nach rund
15 Jahren räumt Reiner Haseloff seinen Posten und übergibt an seinen
CDU-Parteikollegen Sven Schulze, mitten in der Legislaturperiode. Der
Schritt gilt auch als Versuch, der CDU einen Amtsbonus zu verschaffen.
Denn die Umfragen sehen die Partei deutlich unter Druck: Die AfD liegt
in Sachsen-Anhalt bei rund 40 Prozent, die CDU bei etwa 26. Eine von der
AfD geführte Landesregierung erscheint damit realistisch. Knapp sieben
Monate vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat die AfD ihren Entwurf
für ein Wahlprogramm vorgelegt. Darin plant die vom Verfassungsschutz
als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Partei in der
Migrationspolitik sowie in der Demokratie- und Kulturförderung einen
radikalen Kurswechsel. Kann der neue Ministerpräsident Sven Schulze die
AfD bremsen? Tilman Steffen, Redakteur im Politikressort der ZEIT,
erklärt im Podcast, was die AfD in Sachsen-Anhalt konkret plant.
In Gaza befinden sich nach Angaben der israelischen Armee offiziell
keine Geiseln mehr. Mit der Bergung des Leichnams des 24-jährigen
Polizisten Ran Gvili gelten die Bedingungen für die erste Phase der
Waffenruhe zwischen Israel und der Terrororganisation Hamas als erfüllt.
Damit kann die zweite Phase des von den USA ausgehandelten Friedensplans
beginnen: So soll unter anderem der Grenzübergang Rafah wieder geöffnet
und der Wiederaufbau des Gazastreifens vorangetrieben werden. Zugleich
ist unklar, ob eine zentrale Voraussetzung erfüllt wird – die
Entwaffnung der Hamas, der diese bislang nicht zugestimmt hat. In Israel
stößt die Öffnung des Grenzübergangs teilweise auf politischen
Widerstand. Wie steht die israelische Regierung dazu? Jan Roß berichtet
für die ZEIT aus Israel. Im Podcast erklärt er, wie wichtig die Öffnung
des Grenzübergangs für die Menschen in Gaza ist und wie realistisch die
US-Pläne für den Wiederaufbau sind.
Und sonst so? Fluchen hilft, aber in kleinen Dosen
Moderation und Produktion: Hannah Grünewald
Redaktion: Simone Gaul
Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Konstantin Hadži-Vuković
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Weitere Links zur Folge:
Wahljahr 2026: Es bewegt sich was
Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Sachsen-Anhalts AfD greift in
Wahlprogramm mehrere Institutionen an
Gazastreifen: Israels Armee meldet Fund letzter toter Hamas-Geisel
Nahost: Israel stellt baldige Öffnung von Rafah-Übergang in Aussicht
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Update: Den Sozialstaat vereinfachen – geht das überhaupt?
2026/01/27
Eine Fachkommission rät der Bundesregierung, das Sozialsystem umfassend
umzubauen. Auf 50 Seiten finden sich in dem von der Bundesregierung
beauftragten Bericht 26 konkrete Empfehlungen, um den Staat einfacher
und digitaler zu gestalten. Die Ergebnisse des Berichts wurden bereits
vor der Veröffentlichung kritisiert. So fordert die Junge Union für eine
ordentliche Reform auch Einschränkungen bei sozialen Leistungen. Ob der
Bericht eine grundlegende Reform anstoßen kann und wie schnell Gesetze
folgen, weiß Mark Schieritz, stellvertretender Ressortleiter des
Politikressorts der ZEIT.
Die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers
Auschwitz-Birkenau jährt sich zum 71. Mal. Der Tag dient international
dem Gedenken der Opfer des Holocausts. Bei einer Gedenkstunde im Landtag
Niedersachsen sprach der jüdische Publizist Michel Friedman davon, aus
der Vergangenheit zu lernen: "Wir sind die Zeugen unserer Zeit." Wir
müssten über uns reden und uns die Frage stellen: "Wie leidenschaftlich
sind wir denn Demokraten?"
Wir haben im vergangenen Jahr in einer Spezialfolge von "Was jetzt?" mit
Zeitzeugen des Holocausts gesprochen. Sie finden die Folge hier.
Und sonst so? Russland will deutschen Bildhauer verurteilen, wegen
seiner Karnevalswagen.
Moderation und Produktion: Ole Pflüger
Redaktion: Simone Gaul
Mitarbeit: Sophia Boddenberg und Benjamin Probst
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
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Weitere Links zur Folge:
Holocaustüberlebende: "Ich bete jeden Tag, dass man mich nicht wieder
wegjagt"
NS-Deportationen: Mitten in Hamburg, am helllichten Tag
Grundsicherung: Eine Reform, mit der selbst ihre Macher nicht glücklich
sind
Bürokratieabbau in Düsseldorf: Hallo Behörde, ich habe ein Problem
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Podcast-Bewertungen
Lesen Sie Was jetzt? Podcast-Bewertungen
EmmaFZ 2025/02/07
Täter‘innen?
Es kommt mir sehr übertrieben vor, Täter‘innen zu sagen, wenn schon drei männliche Täter gefunden worden sind!
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