Agile Unfiltered – mit Marc Löffler ist der Podcast für alle, die echte Transformation erleben und verstehen wollen.
Ohne Filter. Ohne Buzzwords. Ohne Theater.
Marc Löffler gehört zu den bekanntesten Agile Coaches im deutschsprachigen Raum und bringt über 20 Jahre Erfahrung aus Transformationsprojekten, Leadership-Workshops und Teamcoaching mit.
In jeder Folge bekommst du:
ungeschönte Einblicke in reale Transformationen
Werkzeuge, die wirklich wirken
systemische Perspektiven auf Teams & Organisation
Klartext über Leadership, Change und Zusammenarbeit
praktische Tipps für Scrum Master, Agile Coaches & Führungskräfte
Die Folgen sind ehrlich, direkt und sofort nutzbar.
Neue Folge jeden Dienstag.
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Ich weiß auch nicht, was kommt — aber ich weiß, wie man sich darauf vorbereitet!
2026/04/21
Ich war eine Woche in Tunesien — beruflich beim Kunden, mitten in einer IT-Modernisierung. Change-Begleitung mit meiner FRIDGE-Methodik: Kubernetes, Terraform, Cybersecurity auf der technischen Seite, ich auf der menschlichen. Und direkt danach: diese Folge.
Gerade hat man das Gefühl: diese Krise ist einmalig. Trump bombardiert den Iran, die Straße von Hormuz wird dicht, Ölpreise schießen hoch, KI disruptiert Geschäftsmodelle. So schlimm wie jetzt war es doch noch nie.
War es aber. Und genau darum geht's heute.
Ein Blick zurück: Disruption ist kein neues Phänomen
Ich zeige, dass wir uns seit Jahrzehnten alle paar Jahre in vermeintlich einmaligen Krisen befinden:
1970er: Ölkrise, Zusammenbruch von Bretton Woods, nuklearer Kalter Krieg
1980er: Rezession, höchste Arbeitslosigkeit seit der Nachkriegszeit, Tschernobyl
1990er: Zusammenbruch der Sowjetunion, Asienkrise, Jugoslawienkrieg
2000er: 9/11, Finanzkrise 2008
2010er: Eurokrise, Arabischer Frühling, Flüchtlingskrise, Brexit
2020er: Corona, Ukraine-Krieg, KI-Disruption, Trump 2.0
Das Muster: Alle 5-7 Jahre eine Situation, die sich einmalig anfühlt. Und jedes Mal sagen die Beteiligten: So etwas haben wir noch nie erlebt.
Was Resilienz wirklich bedeutet
Resilienz bedeutet nicht, Notfallpläne zu schreiben. Es bedeutet, Führungssysteme aufzubauen, in denen Menschen an den richtigen Schaltstellen Entscheidungen treffen können — auch ohne Anweisung von oben.
Wie ein Orchester, das nie zusammengeprobt hat und plötzlich unter Stress vor hundert Zuschauern auftreten soll. Selbst wenn die Einzelmusiker gut sind — es klingt nicht zusammen.
Zentrale Voraussetzung: Psychologische Sicherheit. Nur wenn Menschen sich trauen, Dinge auszuprobieren — und Fehler machen dürfen — entstehen neue Lösungen für neue Situationen.
Krisengewinner vs. Krisenverlierer
Krisengewinner haben vorher investiert — in Kultur, in Systeme, in Menschen. Sie haben Rahmen geschaffen, in denen sich Teams frei bewegen können. Sie haben Führungskräfte, die ihre Leute kennen, Stärken einsetzen und Raum für Wachstum schaffen.
Krisenverlierer rudern zurück. Sie zentralisieren, dirigieren von oben. Und hoffen, dass es irgendwie vorbeizieht.
KI-Readiness: kein Abkürzung möglich
Unternehmen, die noch nicht digitalisiert sind, können KI nicht nutzen. Unternehmen, die nicht agil sind, werden mit KI Schwierigkeiten haben. Die Reihenfolge ist: Digitalisierung → Agilisierung → KI-Readiness. Abkürzungen funktionieren nicht.
Das AMPLIFY Audit
Ich arbeite gerade mit einem neuen Modell, das Führungskräften und Organisationen hilft, KI-ready zu werden. Kern ist das AMPLIFY Audit: In maximal drei Tagen analysiere ich für einen Festpreis, wo ihr steht — und liefere einen priorisierten Aktionsplan für die nächsten Schritte.
Du bist Führungskraft, Abteilungsleiter oder Geschäftsführer und das klingt interessant? Dann meld dich gern für ein erstes Gespräch.
Links
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Podcast Unsichtbar Chronisch (für unsichtbare chronische Erkrankungen)
Die 100-Millionen-Euro-Lüge – Warum euer Prozess-Theater jetzt implodiert
2026/04/07
„Wenn du stolz auf deine 50 zertifizierten Scrum Master und deine perfekte Jira-Hygiene bist, dann schalt am besten jetzt ab.“
In dieser Episode graben wir die Leiche der Agilität aus. Marc räumt mit dem weitverbreiteten Missverständnis auf, dass Agilität etwas mit „schnellerem Bauen“ zu tun hat. Die Wahrheit ist schmerzhaft: Die meisten Unternehmen haben das Agile Manifest zwar gelesen, aber nicht die Eier gehabt, es umzusetzen. Statt echter Transformation gab es teures Wasserfall-Theater mit neuen Vokabeln.
Doch jetzt kommt der Endgegner: Die Künstliche Intelligenz. Wenn KI die Delivery-Kosten gegen Null drückt, was bleibt dann von deinem Job als Agile Coach oder Scrum Master übrig?
Die harten Fakten dieser Folge:
Die Velocity-Falle: Warum es völlig egal ist, wie schnell der Hamster im Rad läuft, wenn das Rad im Keller steht. Wir haben Customer Collaboration durch eine Mauer aus Jira-Tickets ersetzt.
Der KI-Hammer: KI schreibt Code, baut Prototypen und moderiert bald deine Sprints. Wer sich nur als „Prozesswächter“ definiert, ist in zwei Jahren arbeitslos.
Vom Verwalter zum Strategen: Dein einziger Überlebensweg ist der Wechsel in den „Problem Space“. Verstehst du wirklich, welchen Schmerz ihr beim Kunden löst?
Das 0-Euro-Ticket: Marcs radikale Methode für das nächste Refinement. Wenn keiner erklären kann, wer gefeuert wird oder Geld verliert, wenn ein Feature nicht gebaut wird – dann lösch das Ticket. Sofort.
Die „Unfiltered“ Challenge für deine Woche:
Geh morgen in dein Team-Meeting. Sobald die Diskussion über Story Points losgeht, brichst du ab. Stell die eine Frage, die wirklich zählt: „Welchen konkreten Schmerz eliminieren wir hier gerade?“ Kann es keiner in einem Satz sagen? Dann stoppt den Sprint.
„Agilität ist nicht tot. Aber eure Interpretation davon verdient den Gnadenschuss.“
Ressourcen & Links:
Das Delivery Manifest: https://deliverymanifest.org/
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Knapp 350 Folgen Agilität – was hat sich wirklich verändert?
2026/04/02
Knapp 350 Folgen, fast neun Jahre Podcast, über 20 Jahre Agilität. Ich blicke zurück – ehrlich, selbstkritisch und mit drei Kernerkenntnissen, die aus meiner Sicht den größten Unterschied machen. Plus: Was hat sich wirklich verändert? Und was leider nicht?
Meine 3 Kernerkenntnisse
1. Agilität löst keine Probleme – sie macht sie sichtbar. Wie ein Diagnosetool am Auto: Fehlercodes auslesen ist nur der erste Schritt. Reparieren musst du selbst.
2. Kontext ist King. Kein Framework lässt sich 1:1 kopieren. Erst in den Kühlschrank schauen (FRIDGE Method®), dann das passende Rezept wählen.
3. Wer liefert, hat Recht. Agilität ist kein Sozialprogramm. Am Ende zählt echter Outcome – was Kunden einen Mehrwert bringt.
Was sich leider nicht verändert hat
Product Owner ohne echte Entscheidungsgewalt (in ~80 % der Fälle)
Retrospektiven, in denen immer dieselben Themen auftauchen – ohne Konsequenz
Agile Transformationen als IT-Rebranding-Projekt
Coaching-Aufträge, die enden, bevor echte Veränderung einsetzt
Selbstorganisation als Lippenbekenntnis – Hierarchie verkleidet sich, verschwindet nicht
Was sich verbessert hat
Die Sprache: Selbstorganisation, psychologische Sicherheit sind keine Fremdwörter mehr
KI als Hebel: zwingt Unternehmen zum Experimentieren
Eine reifere Generation von Coaches: weniger Dogmatismus, mehr Pragmatismus
Es gibt Unternehmen, die es wirklich leben – täglich liefern, längst über Scrum hinaus
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Agile Unfiltered: Agilität ohne Geschwätz. Jede Woche.
KI in Retrospektiven – Gamechanger oder Hype?
2026/03/23
In dieser Episode teile ich, was ich auf der Agile Stuttgart in meiner Session zu KI in Retrospektiven diskutiert habe – und was mir seitdem noch durch den Kopf geht. Retrospektiven gehören für mich nach wie vor zu den mächtigsten Werkzeugen in der agilen Toolbox. Und KI kann sie besser machen – wenn man weiß, wie.
Das bespreche ich in dieser Episode
Welche Probleme klassische Retros haben – und warum Teams müde werden
3+1 Einsatzfelder für KI: vor, während, nach der Retro – und über die Zeit
4 konkrete Prompts, die du sofort nutzen kannst
Grenzen & Fallen: Wo KI scheitert (und warum das wichtig ist)
Weitergedacht: Was ist jetzt möglich, was vorher nicht ging?
Die 4 Prompts aus der Episode
Prompt 1 – Retro-Auswertung
Prompt:
Hier sind die Ergebnisse unserer letzten Retrospektive: [Liste einfuegen]. Welche Muster erkennst du? Was wiederholt sich? Welches Thema hat den groessten Hebel fuer das Team?
Prompt 2 – Massnahmen schaerfen
Prompt:
Formuliere aus diesen drei Retro-Punkten konkrete, umsetzbare Massnahmen mit Verantwortlichem und Zeitrahmen: [Punkte einfuegen]
Prompt 3 – Retro vorbereiten
Prompt:
Wir sind ein Software-Team, Sprint 24, die Velocity ist gesunken, zwei Bugs sind in Produktion. Welche Retro-Fragen waeren jetzt besonders relevant? Schlage 5 vor.
Prompt 4 – Langzeitvergleich
Prompt:
Hier sind die Massnahmen aus unseren letzten vier Retros: [Liste einfuegen]. Was haben wir wirklich umgesetzt? Was taucht immer wieder auf, ohne geloest zu werden?
Sofort-Tipp-Prompt
Prompt:
Nach unserer letzten Retro haben wir folgende Punkte gesammelt: [Liste einfuegen]. Formuliere daraus die drei wichtigsten Massnahmen, priorisiert nach Wirkung, mit je einer konkreten ersten Aktion, einem Verantwortlichen (Rolle reicht) und einem Zeitrahmen.
Links & Ressourcen
Kostenloses KI-Guide für Retros (kein Opt-in): https://retrospektiveninderpraxis.de
Blogartikel zur Episode mit allen Prompts zum Rauskopieren: https://marcloeffler.eu/agile-blog/
Buch: Retrospektiven in der Praxis (2. Auflage, Feb. 2026)
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Frage an dich
Nutzt du schon KI in Retrospektiven? Was funktioniert, was nervt? Schreib mir auf LinkedIn – ich bin wirklich neugierig.
Ist das agile Manifest noch zeitgemäß?
2026/03/17
Das Agile Manifest wird 25 Jahre alt. Ein Viertel Jahrhundert. Ich gehe die 4 Wertepaare und 12 Prinzipien im Lichte von 2026 durch: Was gilt noch? Was muss neu interpretiert werden? Und was ist aktueller denn je?
Highlights aus den 12 Prinzipien
Wertvoll liefern ist wichtiger als früh liefern – das Schlüsselwort im ersten Prinzip
Nachhaltige Entwicklung: ein Tempo, das dauerhaft haltbar ist – Sprint heißt nicht Dauerrennen
Technische Exzellenz ist kein Widerspruch zu Agilität
Einfachheit: die Kunst, nicht-getane Arbeit zu maximieren – mit KI wichtiger denn je
Effektiv (das Richtige tun) schlägt effizient (irgendetwas schnell tun)
Regelmäßige Reflexion: Feedbackloops verkürzen, nicht verlängern
Meine wichtigsten Punkte aus der Folge
Am häufigsten missverstanden: Individuen > Prozesse bedeutet nicht, keine Prozesse zu haben
KI-Zeitalter verschärft das Einfachheits-Prinzip: mehr Können = größere Gefahr von Overengineering
Sprint impliziert fälschlicherweise Dauerrennen – Nachhaltigkeit ist gemeint
Effektivität vs. Effizienz: kleiner Unterschied, riesige Auswirkung
Das Manifest beschreibt ein Was, nicht ein Wie – das Wie liegt bei dir
Mein Tipp: Nicht das ganze Manifest auf einmal – pick dir einen Punkt und frag, wie gut ihr das wirklich macht
Erwähnt in dieser Folge
https://agilemanifesto.org (Original – 25 Jahre altes Design inklusive)
Mein Buch: Retrospektiven in der Praxis, seit Ende Februar 2026 verfügbar
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Agile Unfiltered: Agilität ohne Geschwätz. Jede Woche.
Organisationsentwicklung mit dem Star Model von Jay Galbraith
2026/03/10
Brillante Strategie, aber nichts passiert? Alle rennen, aber in verschiedene Richtungen? Das ist kein Motivationsproblem – das ist ein Designproblem. In dieser Folge spreche ich über das Star Model von Jay Galbraith – eines der klarsten Frameworks für Organisationsdesign, das kaum jemand kennt.
Der Auslöser: ein neues Kundenprojekt mit Fokus auf Organisationsentwicklung – und ein Modell, das ich nach Jahren wieder ausgegraben habe und das erschreckend aktuell ist.
Die 5 Elemente des Star Models
⭐ Strategie – Wie kommen wir dorthin, was wir uns vorgenommen haben? Gibt allen anderen Elementen die Richtung.
⭐ Struktur – Wer entscheidet was? Wo liegen Macht, Verantwortung, Entscheidungsbefugnisse?
⭐ Prozesse – Wie fließen Informationen? Wie arbeiten Teams zusammen? Wie wird koordiniert?
⭐ Rewards – Welches Verhalten wird wirklich belohnt? (Boni, Anerkennung, Karriere)
⭐ People – Wer ist da, was können die, wie werden sie entwickelt?
Alle fünf müssen aufeinander abgestimmt sein. Fehlt eines, bricht der Stern zusammen.
Die wichtigsten Punkte aus der Folge
Org-Redesigns scheitern meistens, weil NUR Struktur verändert wird – alles andere bleibt beim Alten.
Rewards sind laut Galbraith der stärkste Verhaltenstreiber – stärker als Leitbilder und Führungsreden.
Individuelle Boni + Teamwork-Kultur = lokale Optimierung statt Zusammenarbeit.
Scrum ist ein klassisches Beispiel: Als reiner Prozess eingeführt, ohne Anpassung der anderen Elemente – scheitert es regelmäßig.
Alignment schlägt Exzellenz: Lieber alle 5 Elemente gut abgestimmt als in einem Bereich weltklasse sein.
People und Rewards sind die am häufigsten vernachlässigten Punkte – mit den größten Auswirkungen.
Meine Frage an dich
Welches Element des Sterns fehlt gerade bei dir? Schau mal drauf – und wenn du jemanden brauchst, der mitschaut und Impulse gibt, meld dich.
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Warum "mehr arbeiten" nicht die Lösung ist!
2026/03/03
Worum geht es in dieser Folge?
Wir müssen mehr arbeiten – das höre ich gerade überall in der politischen Debatte. Ich widerspreche. Nicht weil ich Bequemlichkeit verteidige, sondern weil ich weiß: Mehr Stunden in ein kaputtes System stecken bringt mehr kaputten Output. Das eigentliche Problem ist nicht Faulheit – es sind die Systeme, die kluge Menschen täglich daran hindern, wirklich gute Arbeit zu leisten.
Was du in dieser Folge mitnimmst
Warum Effektivität wichtiger ist als Effizienz – und was der Unterschied wirklich bedeutet
Welche 6 Systembremsen Unternehmen täglich Leistung kosten
Warum parallele Projekte der größte Produktivitätskiller sind
Was eine Organisation braucht, um wirklich zu liefern
Wie du als Führungskraft sofort einen ersten Hebel ansetzen kannst
Erwähnte Konzepte & Quellen
Peter Drucker: "There is nothing so useless as doing efficiently that which should not be done at all."
Goldfischglas-Prinzip: Mitarbeiter, die jahrelang kein Selbstmanagement leben durften, können es nicht plötzlich abrufen
Verlustleistung ab 3 parallelen Projekten: mehr Verlust als Arbeitsleistung
Flight Levels: Portfolio-Fokus als Systeminstrument
FRIDGE-Method® – mein Framework zur Analyse und Auflösung von Systemblockaden
Dein Impuls aus dieser Folge
Wie viele Projekte laufen bei euch gerade parallel? Was passiert, wenn du die Hälfte streichst – was würde wirklich zusammenbrechen? Und was würde sich plötzlich bewegen?
Links & Kontakt
Website: marcloeffler.eu
LinkedIn: Marc Löffler
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Viele Retrospektiven sind nutzlos (und wie du es besser machst)
2026/02/24
Hand aufs Herz: Würde dein Team weinen, wenn die Retrospektive morgen ausfällt – oder heimlich Champagner aufmachen?
In dieser Episode spreche ich darüber, warum so viele Retros wirkungslos sind, weshalb sie trotzdem der wichtigste Termin im agilen Arbeiten bleiben und wie du sie wieder zu einem echten Hebel für Veränderung machst.
Darum geht es in der Folge
Warum Retrospektiven oft als Pflichttermin ohne Mehrwert wahrgenommen werden
Weshalb unscharfe Maßnahmen der häufigste Killer guter Retros sind
Warum Dokumentation (z. B. in Confluence) keine Verbesserung erzeugt
Wie Zombie-Retros und Maßnahmen-Friedhöfe entstehen
Warum psychologische Sicherheit die Grundlage jeder guten Retro ist
Wieso jede Retro auf der vorherigen aufbauen muss (keine „Grüne-Wiese-Retros“)
Wie Hypothesen helfen, echte Wirkung statt Symptombekämpfung zu erzielen
Was eine Arbeitsretrospektive ist – und warum sie Umsetzung beschleunigt
Der Retro-B******t-Check
Deine Retro ist sehr wahrscheinlich wirkungslos, wenn …
viel diskutiert wird, aber keine klaren Ergebnisse entstehen
Maßnahmen regelmäßig definiert, aber nie umgesetzt werden
nur Symptome behandelt werden, keine Ursachen
im Team spürbare Retro-Müdigkeit herrscht
kritische Themen aus Harmoniebedürfnis vermieden werden
Zentrale Learnings
Lieber eine gute, umsetzbare Maßnahme als fünf, um die sich niemand kümmert
Maßnahmen müssen SMART sein
Wirkung entsteht nur durch Umsetzung, nicht durch Protokolle
Retros sind der wichtigste Feedback-Loop im agilen Arbeiten
Wer liefern will, muss auch in der Retro liefern
Empfehlung & Gewinnspiel 🎁
📘 Neuauflage „Retrospektiven in der Praxis“
Komplett überarbeitet für Remote- & Hybrid-Setups
inkl. Tipps & Tricks zum Thema psychologischer Sicherheit
📅 Versand ab ca. 26. Februar
👉 Gewinnspiel:
Hinterlasse eine Bewertung auf Apple Podcasts oder Spotify, schicke mir einen Screenshot – und sichere dir die Chance auf eine von zwei signierten Ausgaben.
Outpace the Crisis: Wie du schneller lernst als die Konkurrenz pleite geht
2026/02/17
Während viele Unternehmen noch Prozesse diskutieren, testet der Wettbewerb längst Hypothesen am Markt. In dieser Episode spreche ich darüber, warum Geschwindigkeit heute über Überleben oder Untergang entscheidet – und warum Lernen der eigentliche Wettbewerbsvorteil ist.
Du erfährst,
warum Langsamkeit kein operativer Mangel, sondern ein echtes Geschäftsrisiko ist
weshalb Perfektion und übertriebene Planung Unternehmen ausbremst
warum große Teams oft langsamer sind als kleine, fokussierte Einheiten
wie kurze Feedback-Schleifen Risiken minimieren und Umsatz sichern
weshalb „80 % heute“ besser sind als „100 % irgendwann“
warum schnelle Entscheidungen Lernen erst möglich machen
Kernbotschaft:
Agilität bedeutet nicht Meetings und Rituale, sondern schnelle Feedback-Loops, echtes Lernen und konsequentes Anpassen. Wer schneller lernt, bleibt relevant.
Die 5 Fragen aus der Episode
Was ist das absolut Kleinste, das wir heute live bringen können, um echtes Marktfeedback zu bekommen?
Welche Regel, welches Meeting oder welcher Prozess hindert uns gerade aktiv daran, echten Wert zu liefern?
Wenn wir das Hauptproblem des Kunden morgen lösen müssten – was würden wir sofort weglassen?
Trauen wir uns, die unangenehme Wahrheit auszusprechen, oder reiten wir gerade ein totes Pferd?
Zahlt das, was wir gerade tun, direkt auf Umsatz oder ein reales Kundenproblem ein – oder nur auf das Backlog?
Empfehlung:
👉 Lade dir das Delivery Manifest herunter, drucke es aus und häng es dir sichtbar auf. Weniger diskutieren, mehr liefern.
Links:
– Delivery Manifest: https://marcloeffler.eu/wp-content/uploads/2025/12/Delivery-Manifest.pdf
Wenn dir die Episode gefallen hat, abonniere den Podcast und teile ihn mit Menschen, die endlich schneller lernen und liefern wollen.
Transformation ohne Schmerz ist Selbstbetrug
2026/02/10
Warum fühlen sich so viele agile Transformationen erstaunlich bequem an – und scheitern genau deshalb?
In dieser Folge spreche ich darüber, warum echte Veränderung ohne Reibung nicht funktioniert und woran du erkennst, ob ihr wirklich transformiert oder nur neu labelt.
In dieser Episode erfährst du:
warum Agilität ohne unbequeme Entscheidungen wirkungslos bleibt
woran du erkennst, dass ihr nur „grün anmalt“, statt wirklich zu verändern
welche typischen Ausweichmanöver Transformationen sabotieren
warum Fokus, Priorisierung und Machtverschiebung weh tun müssen
welche klaren Signale für echte Transformation sprechen
Kernaussage:
Wenn sich alle wohlfühlen, ist sehr wahrscheinlich nichts passiert.
📩 Themen, Fragen oder Widerspruch? Schreib mir – gern greife ich das in einer nächsten Folge auf.
Hilfe, mein Team liefert nicht – was wirklich hilft (und was nicht)
2026/01/27
Hilfe, mein Team liefert nicht – was wirklich hilft (und was nicht)
Warum liefern Teams nicht – obwohl alle motiviert wirken?
In dieser Episode spreche ich über eine unbequeme Wahrheit: In den seltensten Fällen ist das Team das Problem. Fast immer ist es das System, in dem das Team arbeitet.
Du erfährst, warum Appelle, Druck und Micromanagement nichts bringen – und welche systemischen Hebel wirklich dafür sorgen, dass Teams wieder Verantwortung übernehmen und ins Liefern kommen.
In dieser Folge geht es u. a. um:
Warum Teams immer systemlogisch handeln
Psychologische Sicherheit als zentralen Performance-Hebel
Wozu starke Visionen Voraussetzung für Selbstorganisation sind
Warum Entscheidungsfreiraum wichtiger ist als Kontrolle
Wie Fokus und weniger Parallelität sofort Wirkung zeigen
Weshalb du immer die Teams bekommst, die dein System „verdient“
Diese Folge richtet sich an alle, die genug haben von Agile-Theater und endlich Ergebnisse sehen wollen.
Agile Unfiltered – der Podcast für alle, die Veränderung pragmatisch denken und umsetzen wollen.
Wie Du Deinem Team hilfst, wirklich cross-funktional zu werden (und nicht nur so zu tun)
2026/01/13
In dieser Episode von 'Agile unfiltert' diskutiert Marc Löffler, wie Teams cross-funktional werden können. Er beleuchtet die Probleme der Effizienzlüge, die durch Experten-Ego und Bequemlichkeit verstärkt werden. Zudem gibt er praktische Tipps, wie Unternehmen ihre Teams resilienter und lernfähiger machen können, um langfristigen Erfolg zu sichern.
Key Takeaways:
Cross-funktionale Teams sind entscheidend für langfristigen Erfolg.
Die Effizienzlüge führt zu Managementversagen.
Experten-Ego kann als Wachstumsbremse wirken.
Bequemlichkeit hindert Teams am Fortschritt.
Wissen sollte im Team verteilt werden, um Abhängigkeiten zu vermeiden.
Shadowing ist eine wichtige Methode zur Wissensweitergabe.
Aufgaben sollten nach Lernbedarf und nicht nach Skill verteilt werden.
Die Definition of Done sollte Wissenstransfer beinhalten.
Teams müssen ihre Komfortzone verlassen, um zu wachsen.
Agile Methoden sollten auf den tatsächlichen Nutzen ausgerichtet sein.
Die Agile Entrümpelung: 3 Dinge, die wir 2026 nicht mehr mitschleppen
2025/12/23
Das ist kein klassischer Jahresrückblick mit Sektlaune. Das ist ein Hausputz. Marc macht in dieser letzten Folge des Jahres den Reality-Check.
Für 2026 gilt: Fitteres Agil statt mehr Agil.
In dieser Episode erfährst du, welchen Ballast du jetzt abwerfen musst, um im neuen Jahr lieferfähig zu bleiben – und warum Harmonie dich innovationstechnisch ruiniert.
DAS NIMMST DU MIT (KEY TAKEAWAYS):
Der Tod des Selbstzwecks: Warum wir aufhören müssen zu fragen "Ist das Scrum?" und anfangen müssen zu fragen "Hilft das dem Kunden?".
Schluss mit Kuscheln: Warum "Psychologische Sicherheit" oft mit Nettigkeit verwechselt wird und warum wir wieder professionelle Reibung brauchen, um Innovation zu erzeugen.
Done > Perfect: Warum Perfektionismus (gerade in Deutschland) unser größter Bremsklotz ist und warum eine 80%-Lösung, die heute live geht, besser ist als eine 100%-Lösung, die nie kommt.
Der Mindset-Shift 2026: Warum wir nicht auf die Politik warten dürfen, sondern als Scrum Master und Agile Leader selbst die Verantwortung für den Erfolg übernehmen müssen.
ZITATE ZUM TEILEN:
"Wir sollten 2026 nicht fragen 'Ist das Scrum?', sondern 'Hilft das dem Kunden?'"
"Psychologische Sicherheit heißt eben nicht, dass wir alle kuscheln. [...] Wir wollen wieder mehr Reibung haben, weil mehr Reibung bringt mehr Innovation."
"Lieber eine 80 % Lösung liefern wie eine 80 % Lösung [planen]. [...] Done is better than perfect."
ACTION ITEM:
Hör auf, Vorsätze zu schmieden. Mach eine "Not-To-Do"-Liste. Druck dir diese 3 Punkte aus, knüll sie zusammen und wirf sie weg – symbolisch für den Ballast, den du 2026 nicht mehr brauchst.
Wer liefert, hat Recht: Das Ende des Scrum Guides & Dein neues Manifest
2025/12/16
DIE WAHRHEIT: Dein Scrum-Zertifikat ist wertlos. In der aktuellen Wirtschaftslage interessiert sich niemand für deine perfekt moderierten Dailies oder ob die Timebox eingehalten wurde. Der CFO fragt nur eins: "Was haben wir verkauft/geliefert?"
Wenn deine Antwort "Wir haben den Prozess optimiert" lautet, stehst du auf der Abschussliste. Zurecht.
In dieser Episode beenden wir das Prozess-Theater. Wir ersetzen Dogma durch Delivery. Marc legt die Karten auf den Tisch und stellt dir das Werkzeug vor, das deine Karriere retten wird: Das Delivery Manifest.
WAS DU HEUTE ÄNDERST:
Der Realitäts-Check: Warum "Scrum by the Book" gerade jetzt unterlassene Hilfeleistung für dein Unternehmen ist.
Die Business-Triage: Wie du Meetings identifizierst, die sofort gestrichen werden müssen (ohne Diskussion).
Die neue Währung: Warum "Outcome" das einzige ist, was dich vor Kündigungen schützt.
DAS DELIVERY MANIFEST: Die 5 Gesetze für radikalen Pragmatismus. Ausdrucken. Unterschreiben. Liefern.
DEIN COMMITMENT: Lade dir das Manifest herunter (Link unten). Druck es aus. Unterschreib es. Es ist mir egal, ob es deinem Agile Coach gefällt. Es geht darum, ob deine Firma überlebt.
LINKS: 🔥 Lade das Delivery Manifest hier herunter: https://marcloeffler.eu/wp-content/uploads/2025/12/Delivery-Manifest.pdf
📸 Die Challenge: Mach ein Foto von deinem unterschriebenen Manifest, poste es auf LinkedIn und tagge Marc Löffler. Wir teilen die Mutigen.
TIMESTAMPS: (00:00) Warum dein Scrum Guide ein Kündigungsgrund ist (02:30) Zertifikats-Jäger vs. Ergebnis-Lieferer (06:45) "Wer liefert, hat Recht" – Das neue Mantra (12:00) Die Business Triage: Meetings gnadenlos streichen (15:30) Das Delivery Manifest: Die 5 Gesetze (zum Mitschreiben)
Teilzeit im Scrum Team: So gelingt die Integration ohne Reibungsverluste
2025/12/09
Ist Scrum nur etwas für Vollzeit-Teams? Ein klares Nein! Doch wenn Teammitglieder nur 50 % bis 80 % ihrer Zeit zur Verfügung haben, gerät der klassische Scrum-Rhythmus oft ins Stolpern – besonders bei synchronen Events wie dem Sprintwechsel.
In dieser Folge von Agile Unfiltered widmet sich Marc einer Hörerfrage von Micha: „Wie involviert man Teammitglieder, die beim Sprintwechsel nicht anwesend sind?“
Marc zeigt auf, warum Anwesenheit verhandelbar ist, aber Engagement und Transparenz nicht. Er liefert dir konkrete Strategien, Tools und Methoden, wie du Teilzeitkräfte nicht nur „duldest“, sondern als vollwertige Mitglieder integrierst – ohne dass Wissensinseln entstehen oder das Sprintziel gefährdet wird.
Das erwartet dich in dieser Folge:
Das Teilzeit-Dilemma: Warum Teilzeit im Scrum Team nichts mit „Multitasking in 5 Projekten“ zu tun hat und warum wir uns darauf einstellen müssen.
Synchron vs. Asynchron: Kreative Lösungen für Reviews und Retrospektiven, wenn der Kalender „Nein“ sagt (Stichwort: Loom & Mural).
Das Buddy-System: Wie ein rotierender Partner im Team dafür sorgt, dass keine Infos verloren gehen.
Erwartungsmanagement: Was das Team von der Teilzeitkraft erwarten darf – und umgekehrt. Warum Proaktivität hier die wichtigste Währung ist.
Dokumentation statt Flurfunk: Warum „haben wir kurz besprochen“ in hybriden Setups tödlich ist.
Zitate aus der Folge:
"So eine Teilzeitkraft soll halt nicht nur geduldet sein, es ist ja am Ende trotzdem Teil vom Team."
"Anwesenheit ist verhandelbar [...] Aber Engagement und Transparenz sollte eben nicht verhandelbar sein."
"Wissensinseln sind immer ein Riesenproblem. Und je mehr wir in Silos arbeiten [...] umso höher ist die Gefahr, dass Probleme auftreten."
🔗 Links & Ressourcen:
Fragen & Feedback: Hast du einen „Fall der Woche“? Schreib an [email protected] oder via LinkedIn.
Scrum Master Journey: https://marcloeffler.eu/scrum-master-journey/
Agile Transformation Manager Ausbildung: https://marcloeffler.eu/ausbildung-agile-transformation-manager/
Vernetzte dich mit Marc auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/marcsteffenloeffler/