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Sinneswandel

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Bewertung
★★★★★
5
von
1 Bewertungen
Dieser Podcast hat
184 Episoden
Sprache
German
Explizit
Nein
Erstellt am
2017/09/26
Neueste Episode
2026/02/01
Durchschnittsdauer
24 min.
Veröffentlichungsintervall
22 Tage

Beschreibung

Sinneswandel ist ein Podcast zwischen Philosophie und Popkultur. Die Journalistin Marilena Berends spricht über Sinnsuche, Kreativität, Selbstzweifel, gesellschaftliche Brüche und das Leben im Dauerwandel. Sie denkt laut über Themen wie Nachhaltigkeit, Sinn, Zukunft der Arbeit oder gesellschaftliche Veränderungen nach. Dabei verbindet sie persönliche Beobachtungen mit philosophischen Gedanken. Menschen und Geschichten stehen im Mittelpunkt – sie zeigen, wie wir anders denken und handeln können, wenn wir wollen.

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Laut gedacht: Sind Utopien delulu?
2026/02/01
Utopien sind gerade nicht besonders populär. In Zeiten von Krisen, Klimawandel und politischer Unsicherheit wirken Ideen von einer besseren Zukunft oft unrealistisch oder überholt. In dieser Folge spreche ich mit Thomas über Utopien, Delulu, Solulu und das Konzept der Präfiguration – Begriffe, die auf unterschiedliche Weise beschreiben, wie Menschen über Zukunft nachdenken und sie sich vorstellen. Wir erkunden, wie Utopien heute funktionieren können, wie Anti-Dystopien als Gegenentwurf zur alltäglichen Krisenerfahrung wirken und warum der Weg in eine wünschenswerte Zukunft oft im Hier und Jetzt beginnt. Ein Gespräch über Zeitgeist, Vorstellungskraft, gesellschaftliche Perspektiven und das Spannungsfeld zwischen Idealvorstellung und Realität
Neues Jahr, neues Ich?
2026/01/04
Zum Jahresanfang sind sie überall: Neujahrsvorsätze. Und gleichzeitig wirken sie auf viele von uns abgenutzt, moralisch aufgeladen oder wie ein weiterer Akt der Selbstoptimierung. In dieser Folge frage ich mich, warum wir ausgerechnet am 1. Januar neu anfangen wollen – und woher dieses Ritual eigentlich kommt. Ich spreche über den psychologischen Fresh-Start-Effekt, über die Geschichte der Neujahrsvorsätze und darüber, warum so viele von ihnen scheitern. Gleichzeitig geht es um philosophische und feministische Kritik an Vorsätzen: Um Selbstoptimierung, Care und die Frage, können Vorsätze auch solidarischer und weniger leistungsorientiert sein?
Alles wird anders – und jetzt?
2025/12/22
Es ist die letzte Folge des Jahres, und ich spüre diese diffuse Erschöpfung, die viele von uns gerade kennen. In dieser Episode reflektiere ich über Wandel als kollektive Erfahrung: die Beschleunigung unseres Alltags, die Unsicherheit in Politik, Klima, Wirtschaft und Technologie, und das Gefühl, dass sich in den letzten Jahren alles verdichtet hat. Ich spreche darüber, wie wir mit Wandel [besser] umgehen können - Gleichzeitig hinterfrage ich die Idee, dass wir einfach nur resilienter werden müssen. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Soziologe Zygmunt Bauman und seine Idee der „flüssigen Moderne“. Und die Frage, ob Wandel nicht nur etwas ist, das wir “aushalten” müssen – sondern etwas, das wir auch gemeinsam gestalten können.
Laut gedacht: Bin ich jetzt alt?
2025/12/08
Was bedeutet es eigentlich erwachsen zu sein? Diese Frage treibt mich – wie viele Millennials – schon eine ganze Weile um. Ich bin Anfang/Mitte 30, aber oft fühlt sich mein Leben eher nach einem ewigen „Dazwischen“ an. In dieser „Laut gedacht“-Folge spreche ich mit meiner Freundin Denise darüber, wie es ist, als Millennial groß geworden zu sein: mit MTV, Myspace, Röhrenjeans und Klapphandys – und gleichzeitig in einer Arbeitswelt zu landen, die von Unsicherheit, Prekarität und dauerndem Wandel geprägt ist. Wir sprechen über das Erwachsenwerden, Quarterlife-Crisis, Generation Y vs. Generation Z, über Nostalgie, Selbstzweifel und darüber, warum so viele von uns sich nicht wirklich „angekommen“ fühlen. Und wir fragen uns: Muss Erwachsensein überhaupt bedeuten, einen klaren Lebensplan zu haben? Oder geht es eher darum, mit Veränderung leben zu lernen?
Labubus, Matcha Latte – Wieso wird etwas zum Hype?
2025/11/19
Labubus, Matcha, Dubai-Schokolade – gefühlt entsteht jede Woche ein neuer Hype. Dinge, die plötzlich überall sind und genauso schnell wieder verschwinden. Ich frage mich: Was macht etwas überhaupt zum Hype? Und was sagt diese kollektive Begeisterung über unsere Gegenwart aus?
Laut Gedacht: Softness als Widerstand?
2025/11/09
In einer Welt, die auf Leistung, Härte und Resilienz setzt, scheint „soft sein“ fast ein Widerspruch. Aber was, wenn darin gerade eine Form von Widerstand liegt? Mit meinem guten Freund Daniele spreche ich über Verletzlichkeit, Fürsorge und die politische Kraft von Sanftheit.
I’m cringe, but free – Ist peinlich das neue Cool?
2025/10/26
Peinlich war lange das Schlimmste, was man sein konnte. Coolness bedeutet Kontrolle, Distanz, bloß keine Gefühle zeigen. Jetzt scheint sich das zu drehen: auf Tiktok und in der Popkultur wird das „Cringe-sein“ gefeiert – als neue Form von Ehrlichkeit. Aber steckt darin wirklich Freiheit? Oder ist selbst das “Unperfekte” längst wieder Performance?
Sinn-Flation: Warum Un-Sinn sinnvoll ist
2025/09/30
Gefühlt muss heute alles Sinn machen: Yoga für die Selfcare, Reisen für die Horizonterweiterung, sogar Schlaf wird zum Biohacking. Aber manchmal nervt genau dieser permanente Sinn-Overload. In dieser Folge frage ich mich, ob wir nicht mehr Unsinn brauchen. Vom TikTok-Trend “German Brainrot” über dadaistische Lautgedichte bis hin zu Albert Camus: Kann das Sinnlose nicht manchmal das Sinnvollste sein?
Laut gedacht: Was wäre gewesen, wenn…?
2025/09/02
Gleichzeitigkeit – ein Konzept, das zunächst abstrakt wirkt, im Alltag aber ständig präsent ist. Wir erleben Dinge parallel, denken an Vergangenes, während wir in der Gegenwart handeln, und nehmen Welten wahr, die scheinbar im Widerspruch zueinanderstehen. Mit meinem Freund David spreche ich darüber, wie diese Gleichzeitigkeit unser Denken, Fühlen und Handeln beeinflusst – und warum es manchmal befreiend sein kann, Widersprüche einfach nebeneinander existieren zu lassen.
Generation AirPod: Können wir Stille nicht mehr aushalten?
2025/08/06
Die kleinen, weißen Stöpsel im Ohr sind omnipräsent. Auch ich greife oft reflexhaft zu meinen AirPods, sobald ich aus dem Haus gehe. Wir hören Musik, Podcasts, telefonieren – überall. Hauptsache, es ist nie ganz still. Aber warum eigentlich? Was macht dieses permanente Grundrauschen mit uns – mit unserer Wahrnehmung und dem Miteinander?
Ist Smalltalk unterschätzt?
2025/07/21
Ein kurzer Blick, ein flüchtiges Lächeln – und trotzdem bleibt etwas hängen. In dieser Folge geht es um all die Mikrobegegnungen im Alltag: der Plausch mit der alten Dame im Zug, der Kioskverkäufer der einem nett zulächelt oder der Nachbar mit Hund im Park, der einen immer grüßt. Warum berühren uns ausgerechnet solche Momente manchmal mehr als lange Gespräche mit Freund*innen? Und was passiert, wenn solche losen Bekanntschaften seltener werden?
Ist Chaos in Ordnung?
2025/07/02
Chaos stresst mich – und fasziniert mich. In dieser Folge geht es um das Bedürfnis nach Ordnung, die Angst vor Kontrollverlust und die Frage, warum viele in unsicheren Zeiten einfache Antworten suchen. Ich spreche über philosophische, gesellschaftliche und ganz praktische Perspektiven auf das Chaos – und darüber, was passiert, wenn wir lernen, es auszuhalten. Ist Chaos wirklich so schlecht, wie sein Ruf? Oder hat es vielleicht sogar seine eigene Ordnung?
Hi ChatGPT, mir geht es gerade nicht gut…
2025/06/16
Immer mehr Menschen sprechen mit KI wie ChatGPT über ihre Gefühle – auch ich habe es ausprobiert. In dieser Folge geht es um die Frage: Kann KI eine echte Psychotherapie ersetzen? Ich teile persönliche Erfahrungen, aktuelle Studien und gesellschaftliche Hintergründe – und frage, was diese Entwicklung eigentlich über uns als Gesellschaft aussagt.
Wozu das alles? Über kreative Krisen und Sinnfragen
2025/06/01
In dieser Folge reflektiere ich über meine aktuelle kreative Krise und frage, wie Kreativität und Sinn zusammenhängen. Zwischen Zweifel und dem Wunsch nach echtem Ausdruck suche ich nach einem freieren Umgang mit Kreativität – und danach, was unsere Gesellschaft und das System mit dieser Suche zu tun haben.
Thomas Galli: Eine Welt ohne Gefängnisse - Utopie?
2025/03/31
Gefängnisse machen unsere Gesellschaft sicherer“ – oder? Ex-Gefängnisdirektor und Jurist Thomas Galli sieht das anders. Er sagt: Der Strafvollzug ist teuer, ineffektiv und trifft oft die Falschen. Warum Haftstrafen besonders arme Menschen treffen, Resozialisierung kaum funktioniert und welche Alternativen es geben könnte, darüber spricht Marilena Berends mit Thomas Galli.

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