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MDR KULTUR Diskurs

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Bewertung
★★★★★
5
von
1 Bewertungen
Dieser Podcast hat
42 Episoden
Sprache
German
Explizit
Nein
Erstellt am
2018/05/22
Neueste Episode
2026/10/17
Durchschnittsdauer
25 min.
Veröffentlichungsintervall
7 Tage

Beschreibung

Woche für Woche nimmt sich der DISKURS Zeit, über Fragen aus ganz unterschiedlichen Bereichen zu nachzudenken. Mit Experten ihres jeweiligen Fachs spricht MDR KULTUR über die aktuellen Tendenzen in Geschichte und Gesellschaft, Philosophie und Religion, Kulturgeschichte, Naturwissenschaften und Lebenshilfe. Und steht damit für die kritische Reflexion der Gegenwart sowie geistige Konzentration und Orientierungen über den Augenblick hinaus.

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Christine Wunnicke: Die famose Phantastik der Geschichte
2026/10/17
Christine Wunnicke ist eine Ausnahmegestalt im deutschen Literaturbetrieb ist: Sie schreibt die schmalsten und dabei opulentesten Historienromane, aus denen Tragik und Komik und Wissen sprühen. Mit ihrem Roman "Wachs" erzählt sie die Geschichte der Apothekerstochter Marie Bihéron, geboren 1719 in Paris, die eine begabte Illustratorin ist und sich bereits als Kind Leichen besorgt, um deren Inneres zu malen. Das vorrevolutionäre Paris Christine Wunnickes ist bevölkert von queeren Liebespaaren und dargestellt mit einem fabelhaften Detailwissen, mit krausen Volten, Lust am feinen Witz. Für ihr Werk wurde die Schriftstellerin 2025 mit dem renommierten Jean Paul Preis, dem Bayerischen Staatspreis für Literatur ausgezeichnet. Jetzt, am 24. Oktober 2026, wird ihr in Darmstadt der Büchner-Preis 2026 überreicht, die Laudatio hält Judith Schalansky.Im Gespräch mit MDR KULTUR-Literaturredakteurin Katrin Schumacher erzählt Christine Wunnicke, was sie an Jean Paul seit Kindertagen fasziniert und wie sie ihre Figuren aus der Geschichte birgt.Das Gespräch wurde 2025 aufgenommen, es ist bis zum 17. Oktober 2027 verfügbar.
Harald Meller: Graböffnung zeigt, wie Otto der Große wirklich war
2026/10/10
Es ist der Traum eines jeden Archäologen: Einmal ein Kaisergrab öffnen und mit den neusten Techniken der Archäogenetik und Mikrobiologie zu untersuchen. Für Harald Meller, Landesarchäologe von Sachsen-Anhalt und Direktor des Museums für Vorgeschichte in Halle, wurde er wahr. Unter seiner Leitung hat ein ganzes Team von Archäologen und Naturwissenschaftlern in den Jahren 2025 und 2026 das Grab Otto des Großen (936 – 973) im Magdeburger Dom geöffnet und akribisch erforscht. Eine wahnsinnig spannende Aktion. Und spektakulär sind auch die Ergebnisse, die Harald Meller nun zusammen mit dem Wissenschaftsjournalisten Kai Michel in seinem neusten Buch "Im Herzen der Macht" (erschienen bei DTV) beschreibt. Wobei es darin nicht nur um Kaiser Otto I., sondern generell um die Frage geht, was die Archäologen über die Epoche der Ottonischen Herrscher – die Rede ist von der Zeit zwischen 919 und 1024 – in den letzten Jahren herausgefunden haben. Über diese Spurensuche zu "Deutschlands dunklen Anfängen", wie es im Untertitel heißt, spricht Harald Meller mit MDR KULTUR-Geschichtsredakteur Stefan Nölke.Das Gespräch ist bis 10. Oktober 2027 verfügbar.
Wo die Toten sprechen: Jaroslav Rudis
2026/10/03
Er schreibt über Bier und Eisenbahnfahrten, Theaterstücke und Essays – aber die wahren Schätze sind die Romane von Jaroslav Rudiš. Seit einigen Jahren schreibt der im böhmischen Paradies geborene Autor auf Deutsch, hat das deutsche Bundesverdienstkreuz genau wie die tschechische Verdienstmedaille und den Görlitzer Brücke-Preis bekommen – unter anderem für die Verständigungsarbeit zwischen Deutschland und Tschechien.Sein neuer Roman "Wo die Toten sprechen" ist eine große europäische Erzählung über das Sterben und das Reisen, die Vergangenheit und die Gegenwart, über Kunst und Erbe und die Schönheit des Unterwegsseins. Mit MDR Literatur-Redakteurin Katrin Schumacher trifft sich Jaroslav Rudiš auf dem Südfriedhof in Leipzig und spricht über die Hinfälligkeit der Nationalstaaten, das Schreiben über Grenzen hinweg, seine Leidenschaft für die Toten und wie er es schafft, ihnen Geschichten zu entlocken.Das Gespräch ist bis zum 3. Oktober 2027 verfügbar.
Was alle Sprachen verbindet – Die weltweite "Mama"
2026/09/26
Wenn es weh tut, sagt man "au", "ah" oder "ai" – praktisch überall auf der Welt. Die Wörter für die eigene Mutter haben in allen bekannten Sprachen einen "m"-Laut. Die Forschung kennt viele solcher sprachlichen Universalien. Was folgt daraus für die Natur der Sprache und des Sprechens? Julia Nestlen im Gespräch mit dem Linguisten Johann-Mattis ListVerfügbar bis 26. September 2027
Confusion Is Next. Jens Balzer im Gespräch mit Hendryk Proske
2026/09/19
Die Nullerjahre sind ein Jahrzehnt der euphorischen Umarmung neuer Möglichkeiten, des Individualismus und der technologisch entgrenzten Freiheit.Und der großen Enttäuschungen, die bis in unsere Gegenwart reichen.Jens Balzer im Gespräch mit Hendryk ProskeDas Gespräch ist bis 19. September 2027 verfügbar.
Rembrandt 1632 - Die große Ausstellung jetzt in Gotha
2026/09/12
Rembrandt ist immer eine Reise wert und in dem Fall heißt es „auf nach Gotha ins Herzogliche Museum“. Bis zum 6. Dezember läuft dort die ambitionierte Ausstellung über Rembrandts glückliche Anfänge um das Jahr 1632 herum, als der junge, talentierte Rembrandt Van Rijn von seiner Heimatstadt Leiden nach Amsterdam zog, um sich dort in der boomenden niederländischen Metropole einen Namen zu machen. Im wahrsten Sinne, denn von nun an signierte er seine Gemälde und Grafiken nur noch mit dem Vornamen. An Selbstvertrauen mangelte es ihm offenbar nicht. Mit welchen Themen und welchem künstlerischen Profil sich Rembrandt in diesen Anfangsjahren als „Marke“ etabliert, erklärt der Kunsthistoriker Timo Trümper von der Friedenstein Stiftung Gotha, der die Ausstellung zusammen mit seinem Kollegen Justus Lange von der Hessen Kassel Heritage kuratiert hat. Ein MDR Kultur-Diskurs von und mit Stefan Nölke.
Besser als Optimismus?! – Der Philosoph Guillaume Paoli
2026/09/05
Denken ist anstrengend, Aufklären ist anstrengend. Aber am anstrengendsten ist es vielleicht, sich nicht in Optimismus zurückzuziehen: "Optimismus ist Mangel an Information", so fasste es schon Heiner Müller zusammen. Guillaume Paoli spricht im MDR KULTUR Diskurs mit Katrin Schumacher darüber, weshalb der Optimismus eine plumpe Alternative zum An-Denken gegen das Bestehende ist. Und woher dieser Begriff, die Haltung und die immer wieder beschworene Pflicht zum Optimismus stammt. Der Philosoph Guillaume Paoli ist 1959 in Frankreich geboren, lebt in Berlin und war Mitbegründer der Glücklichen Arbeitslosen, sowie Hausphilosoph am Leipziger Theater. Für sein Buch "Geist und Müll" bekam er 2024 den Günther Anders-Preis für kritisches Denken.Das Gespräch ist bis 5. September verfügbar.
Mentalitäten: Wie wir besser verstehen, was uns trennt, und was uns vereint
2026/08/29
Mentalitäten sind Prägungen, die aus gelebtem Leben erwachsen. Etwas, das sich nicht festen Mustern, Rollen und Erwartungen fügt – und deshalb auch nicht in unveränderlichen Kategorien zu beschreiben ist. Wie zum Beispiel ist "das Ostdeutsche" von heute darzustellen, aus welcher Welterfahrung speist es sich?Peter Neumann hat darüber ein Buch geschrieben und lässt sich befragen von Jörg Schieke.Das Gespräch ist verfügbar bis 29. August 2027.
Goethe in seiner Zeit
2026/08/22
Am 7. November 1775, vor 250 Jahren, kam der 26-jährige Goethe in Weimar an. Da wusste er noch nicht, dass er in dem thüringischen Residenzstädtchen bis zu seinem Lebensende bleiben sollte. Herzog Carl August, mit dem er sich in seiner Heimatstadt Frankfurt am Main angefreundet hatte – soweit es der Standesunterschied zuließ – hatte ihn eingeladen, um das kleine, aber nicht unbedeutende Territorium voranzubringen. Durch sein Prestige als Bestseller-Autor des "Werther", aber auch durch seine Tätigkeit in Politik und Verwaltung, der er zeitlebens, mal mehr oder weniger intensiv nachging.Wie stand Goethe zur den großen politischen Umwälzungen seiner Zeit, zu Revolution und Reformen? War Goethe eher progressiv oder konservativ? Und wie stand er zu Napoleon und den wild auftrumpfenden national-demokratischen Studenten, die sich vor seiner "Haustür" an der Universität Jena aufrührerische Reden schwangen. Darüber hat MDR KULTUR-Redakteur Stefan Nölke mit dem Literaturkritiker Thomas Steinfeld gesprochen, der im Rowohlt Verlag eine lesenswerte Biografie vorgelegt hat: "Goethe – Porträt eines Lebens, Bild einer Zeit".Verfügbar bis 22. August 2027
Millay Hyatt: Zu Fuß und zu Gast
2026/08/15
Eine Reise ins Ungewisse: Von Berlin zieht Millay Hyatt zu Fuß los in Richtung Osten, um den Linien zwischen Hauptstadt und Provinz, zwischen Fremden und Freunden, zwischen Geschichte und Gegenwart nachzuspüren. Ohne Smartphone, aber mit Fontane im Rucksack, lässt sie sich von Tür zu Tür weiterempfehlen – von linken Hausprojekten über Stadtflucht-WGs bis zu pensionierten Bürgermeisterinnen und Zigarettenverkäufern auf dem Polenmarkt. Sie steht vor verschlossenen Hofläden und den offenen Armen ihrer Gastgeber, die selten mehr als einen Tag im Voraus feststehen, jeder Tag eine Improvisation und ein Experiment. Über Gastfreundschaft und Fremdsein, über Stadt und Land, Grenzen und Übergänge spricht Millay Hyatt mit Katrin Schumacher. Verfügbar bis 15. August 2027.
Neue Studie: Mit der AfD ginge es wirtschaftlich bergab
2026/08/08
Aus den Landtagswahlen am 6. September in Sachsen-Anhalt könnte die AFD als stärkste politische Kraft hervorgehen. Doch was würde passieren, wenn die rechtsradikale Partei künftig die Regierung in dem teils strukturschwachen Bundesland stellt? Für den Bereich der Wirtschaft liefert darüber eine neue Studie des in Berlin ansässigen Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung  (DIW) mögliche Antworten. Antworten mit einer klaren Tendenz: "Gerade die AfD-Hochburgen würden am stärksten unter der Politik dieser Partei leiden". Was sind die Gründe und wie ist dies "AfD-Paradox" zu erklären? Darüber spricht MDR KULTUR-Redakteur Stefan Nölke mit dem Direktor des DIW, Marcel Fratzscher.Das Gespräch ist bis zum 8. August 2027 verfügbar.
Stachel, Schmerz und Faszinosum: Das Wesen der Wespe
2026/08/01
Die Wespe, unsere Sommerplage und für schmerzhafte Erinnerungen zuständig, sie ist auch ein Insekt, dass es zu bewundern gilt. Das lässt sich lesend lernen in dem Buch der Naturkunden-Reihe im Verlag Matthes & Seitz, ein knallgelber Band, geschrieben von Prof. Michael Ohl. Er ist Leiter der Wespen-Bienen-Ameisen- und Netzflüglersammlung im Berliner Naturkundemuseum und war schon als Kind von Insekten äußerst fasziniert.Die Wespe, so weiß er, hat mehr zu bieten als den schmerzhaften Stich. Sie baut Kunstwerke an Waben, leistet unverzichtbare Dienste im Ökosystem und ist ein hochsoziales Wesen. In seinem Buch nimmt er mit in den peruanischen Regenwald, in die Wissenschaftsgeschichte und in die Geschlechterstruktur des Wespenverbunds. Er erzählt von der zahmen Wespe Jester, von der Verkennung der Biene Maja als Wespe Maja und erklärt ganz praktisch, wie er Menschen in seiner Umgebung die Angst vor Wespen nimmt.Wiederholung aus dem Jahr 2023. Das Gespräch, geführt von Katrin Schumacher, ist verfügbar bis 1. August 2027.
Formgestaltung und Lebensgefühl – Zur Renaissance des DDR-Designs
2026/07/25
Nach dem Mauerfall bespöttelt oder entsorgt, wird DDR-Design in den letzten Jahren immer populärer bei alt und jung. In deutschen Museen wird mittlerweile eine große Vielfalt gesammelt und erforscht. Was sind die Gründe für diese Retrowelle? Wie hat sich DDR-Design im Zeichen von Mangelwirtschaft und politischer Lenkung von der Staatsgründung bis zum Mauerfall entwickelt? Welche Impulse können davon womöglich für die Formgestaltung der Gegenwart ausgehen?Thomas Geisler, Direktor des Kunstgewerbemuseums der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, hat sich 2021 mit seinem Team und dem Vitra Design Museum als Partner in der maßstabsetzenden Ausstellung "Deutsches Design 1949-1989. Zwei Länder, eine Geschichte" mit diesen Fragen beschäftigt. MDR KULTUR Kunstredakteur Andreas Höll hat Thomas Geisler getroffen.Das Gespräch ist bis 25. Juli 2027 verfügbar.
Was tun gegen die Hitze in unseren Städten
2026/07/18
Der Anlass für diesen Diskurs könnte aktueller nicht sein, denn dieser Sommer hat sich bisher genauso gezeigt, wie wir es wohl auch in Zukunft zu erwarten haben: Hitzetage um die 40 Grad und dann wieder gewaltige Gewitter. Katja Richter ist Landschaftsarchitektin und Gartenplanerin. Welche Rolle die Landschaftsarchitektur für Klimaschutz und Klimaanpassung spielen, beschreibt sie in ihrem Buch "Klimaresiliente Städte planen". Anhand vieler Beispiele zeigt sie darin, wie man Wasser und Grün in die Städte bringen kann, um Hitze und Überschwemmungen aktiv zu begegnen. Sabine Frank hat für den DISKURS bei MDR KULTUR mit Katja Richter gesprochen.Das Gespräch ist bis 18. Juli 2027 verfügbar.
Ilko-Sascha Kowalczuk: Faschismus ist keine Meinung
2026/07/11
Ilko-Sascha Kowalczuk ist zweifellos einer der erfolgreichsten und gefragtesten ostdeutschen Autoren, bekannt für seine deutlichen Worte. "Faschismus ist keine Meinung: Stabil bleiben in autoritären Zeiten", lautet der Titel seines neusten Buches, erschienen (bei C.H. Beck) im Vorfeld wichtiger Landtagswahlen. Weniger ein Sachbuch, als vielmehr eine Streitschrift. Seine Gegner dürften wieder mal schäumen, seine Fans werden sich freuen, denn Kowalczuk ist einfach sehr gut im Austeilen. Vor allem wenn es gegen AfD und BSW geht. Mit Ilko-Sacha Kowalzuk sprach MDR KULTUR-Redakteur Stefan Nölke.Das Gespräch ist bis zum 9. Juli 2027 verfügbar.

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