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Auf dem Weg als Anwält:in

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Dieser Podcast hat
841 Episoden
Sprache
German
Herausgeber
Duri Bonin
Explizit
Nein
Erstellt am
2019/07/01
Neueste Episode
2026/10/20
Durchschnittsdauer
17 min.
Veröffentlichungsintervall
5 Tage

Beschreibung

In diesem Podcast reflektiert Duri Bonin mit Gästen über Fragen rund um die Arbeit als Anwalt und Strafverteidiger: Was macht eine gute Anwältin aus? Wie organisiert man die Anwaltstätigkeit? Wie handhabt man den Umgang mit Klienten, Gegenanwälten, der Polizei, der Staatsanwaltschaft und den Gerichten? Was zeichnet ein gutes Plädoyer aus? Wie legt man sich eine Verteidigungsstrategie zurecht? Der spannenden Fragen sind vieler. Es ist ein Weg ins Urmenschliche, manchmal gar Allzumenschliche.

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Klopp & Guardiola: Die Gerichtsverhandlung trainieren | Matchball-Momente 6
2026/10/20
Was tun, wenn das Gericht unterbricht und der vorbereitete Gedanke abreisst? Duri Bonin überträgt Anregungen von Jürgen Klopp, Pep Guardiola und weiteren Grössen des Spitzensports auf die Gerichtsverhandlung und die Anwaltsprüfung. Die Podcastfolge von «Matchball-Momente» zeigt, wie Anwält:innen und Staatsanwält:innen die Gerichtsverhandlung, kritische Rückfragen und den Wiedereinstieg üben können. Vom kurzen Ablauf am Prüfungstag bis zum Umgang mit Einwänden vor Gericht geht es darum, die eigene Leistung auch unter Druck abzurufen.
Freilassen trotz Rückfallrisiko: Wer entscheidet, was vertretbar ist? | Gefahr ist kein Gefühl 7
2026/10/13
Ein schwerer Rückfall kann einen Entlassungsentscheid zum Skandal machen. Wer wegen eines überschätzten Risikos weiter eingesperrt bleibt, ist weit weniger sichtbar: Wie beeinflusst dieses Ungleichgewicht die bedingte Entlassung aus einer stationären Massnahme? Duri Bonin und Thierry Urwyler diskutieren in Teil 7 von «Gefahr ist kein Gefühl», was ein weiteres Jahr Freiheitsentzug rechtfertigt, warum ein Rückfall noch keinen Entscheidungsfehler beweist und wen man zu vertretbaren Risiken befragen sollte: Richterinnen oder die Bevölkerung.
Rückfallgutachten: Eine Prozentzahl ist noch kein Beweis | Gefahr ist kein Gefühl 6
2026/10/06
Wie sicher muss ein Rückfallrisiko nachgewiesen sein, bevor es einen Freiheitsentzug rechtfertigen kann? Duri Bonin und Thierry Urwyler prüfen, weshalb «hoch» keine eindeutige Grössenordnung bezeichnet und auch eine Prozentzahl trügerisch genau wirken kann. In Teil 6 von «Gefahr ist kein Gefühl» geht es um das Leben nach einer Entlassung, die Unsicherheit statistischer Schätzungen und unentdeckte Straftaten. Ein Beispiel mit 36 Prozent zeigt, weshalb Justiz und Verteidigung genauer nachfragen müssen: Was wurde gemessen, unter welchen Bedingungen – und was bleibt offen?
35 Prozent Rückfallrisiko: Was sagt diese Zahl wirklich? | Gefahr ist kein Gefühl 5
2026/10/02
Wie belastbar sind 35 Prozent Rückfallrisiko – und wären damit 65 von 100 Menschen zu Unrecht inhaftiert? Duri Bonin legt Thierry Urwyler eine Hörerfrage zu «Gefahr ist kein Gefühl» vor, die den Umgang mit solchen Zahlen herausfordert. Der Strafrechtsprofessor erklärt, weshalb Risikoschätzungen eine Unsicherheitsspanne brauchen und ein stark erhöhtes Risiko gegenüber der Allgemeinbevölkerung noch keine ausreichende Begründung für weiteren Freiheitsentzug liefert.
Rückfallgutachten: Warum plausibel nicht genügt | Gefahr ist kein Gefühl 4
2026/09/29
Wie stark hängt eine Rückfallprognose davon ab, wer das Gutachten erstellt – und was bedeutet das für die Freiheit der beurteilten Person? Strafverteidiger Duri Bonin und Strafrechtsprofessor Thierry Urwyler zeigen, warum eine schlüssige Begründung die Prüfung von Punkten, Bewertungsregeln und Messfehlern nicht ersetzt. Teil 4 von «Gefahr ist kein Gefühl» führt vom hundertseitigen Gutachten zur einzelnen Bewertung: Welche Aktenstelle trägt sie, wurde das Instrument korrekt angewendet und wie zuverlässig ist das Ergebnis im Alltag?
Shiffrin & Co.: Warum Wissen unter Druck nicht genügt | Matchball-Momente 5
2026/09/23
Was können Anwältinnen und Staatsanwälte von Mikaela Shiffrins Routinen unter Druck lernen? Duri Bonin übersetzt in «Matchball-Momente» Techniken aus dem Spitzensport für die Anwaltsprüfung, die erste Gerichtsverhandlung und die erste Einvernahme. Musik, Atem, ein innerer Satz und die Vorstellung des ersten Arbeitsschritts sollen helfen, auch mit Nervosität und unter Druck klar anzufangen. Geübt wird der konkrete Einstieg: zuhören, ordnen und beginnen – auch an Tagen, an denen Unruhe und Zweifel stören.
Überwachungsstaat Schweiz: Ein Geschenk für Kriminelle? – ein Audioessay von Duri Bonin
2026/09/18
Mehr Überwachung, weniger Aufklärung? Duri Bonin über Proton, staatliche Datensammlung und das mögliche Eigentor der Schweizer Überwachungspolitik.
Überwachungsstaat Schweiz? Der Proton-Chef Andy Yen schlägt Alarm
2026/09/15
Überwachungsstaat Schweiz? Proton-Gründer Andy Yen warnt vor der vorsorglichen Speicherung von Kommunikationsdaten und vor Behördenzugängen, die auch Angreifern Türen öffnen könnten. Im Gespräch mit Nora Markwalder erklärt er, weshalb Proton neue Infrastruktur bereits im Ausland aufbaut und stellt sich dem Einwand, dass auch Kriminelle seine Dienste nutzen. Wie viel Überwachung hilft der Strafverfolgung, und wann gefährdet sie die Sicherheit jener Menschen, die sie schützen soll?
Rückfallrisiko: Wie verlässlich sind die Instrumente zur Rückfallprognose? | Gefahr ist kein Gefühl 3
2026/09/08
Wie verlässlich ist ein Instrument, das ein hohes Rückfallrisiko ausweist und damit einen weiteren Freiheitsentzug mitbegründen soll? Duri Bonin und Strafrechtsprofessor Thierry Urwyler prüfen am Beispiel einer stationären Massnahme nach Art. 59 StGB, welche Nachweise eine solche Prognose braucht. Teil 3 der Reihe «Gefahr ist kein Gefühl» behandelt Dittmann-Liste und FOTRES, erklärt den Unterschied zwischen einer Risikoreihenfolge und einer verlässlichen Prozentangabe und zeigt, weshalb Studien zur verwendeten Version, zur Personengruppe und zur befürchteten Straftat passen müssen.
Auf unebenem Gelände: Das Interviewbuch mit Beni Rambert
2026/09/04
Nach dem Dokumentarfilm «SUSPEKT» erscheint mit «Auf unebenem Gelände» ein Interviewbuch über mehr als fünfzig Jahre Strafverteidigung. Beni Rambert erklärt, weshalb das Buch Raum für Erfahrungen und Grundfragen schafft, die ein Film verdichten muss. Duri Bonin spricht mit Beni Rambert und Nina Langner (Erstleserin und Verfasserin des Nachworts) über die Wirkung des Manuskripts, die Zielgruppe und die limitierte «80 für 80»-Vorzugsausgabe. Diese umfasst 80 signierte und nummerierte Exemplare und trägt die Produktion des Buches mit.
Würdest du Patrick F. verteidigen? Moral und Rolle im Strafprozess (Letters to a Young Lawyer 11)
2026/09/02
«Würdest du den ehemaligen Aargauer Grossrat Patrick F. verteidigen?» Duri Bonin und Nina Langner antworten grundsätzlich: Ja. Doch die schwierigen Fragen beginnen erst danach: Wie bleibt man loyal, wenn man das, was dem Mandanten vorgeworfen wird, persönlich verabscheut – und wann kippt professionelle Distanz in eine Distanzierung vom eigenen Mandanten? Im elften Teil der Dershowitz-Reihe «Letters to a Young Lawyer» geht es um Art. 128 StPO, Loyalität ohne Kumpanei und darum, weshalb gerade schwerste Sexualvorwürfe das genaueste Verfahren verlangen. Dann verschärft sich das Dilemma: Was geschieht, wenn das Anwaltsgeheimnis mit dem Schutz eines bedrohten Menschen kollidiert?
Thierry Urwyler: Wie viel deiner Freiheit darf Sicherheit kosten? | Gefahr ist kein Gefühl 2
2026/08/28
Wie hoch muss die Rückfallwahrscheinlichkeit sein, damit ein präventiver Freiheitsentzug im Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung überhaupt in Betracht kommt? Wer diese Frage nur als mögliches Opfer beantwortet, hat einen Anreiz, die eigene Sicherheit hoch und die Freiheit anderer gering zu gewichten. Thierry Urwyler schlägt deshalb die Perspektive der «doppelten Betroffenheit» vor: Befragte sollen nicht wissen, auf welcher Seite der Entscheidung sie selbst stehen werden. Duri Bonin und Thierry Urwyler konkretisieren diesen Gedanken anhand von 100 vergleichbaren Personen und zeigen, weshalb eine Befragung Orientierung geben, die rechtliche Entscheidung aber niemals ersetzen kann.
Prof. Thierry Urwyler: Wann ist ein Rückfallrisiko «hoch»? | Gefahr ist kein Gefühl 1
2026/08/27
Ein Gutachten bezeichnet das Rückfallrisiko als «hoch». Doch wie hoch ist hoch – und genügt diese Einschätzung, um eine stationäre therapeutische Massnahme nach Art. 59 StGB fortzuführen? Ohne bezeichnete Straftat, absolute Wahrscheinlichkeit, Zeitraum und konkretes Entlassungsszenario bleibt die Aussage rechtlich unbestimmt. Zum Auftakt der Reihe «Gefahr ist kein Gefühl» diskutiert Duri Bonin mit Strafrechtsprofessor Thierry Urwyler, was Sachverständige einschätzen können und was die zuständige Entscheidbehörde selbst beurteilen muss. Es geht um den Fünfjahreszeitraum, relative und absolute Risiken, mögliche Schwellenwerte und die Frage, welches Restrisiko eine Rechtsordnung akzeptieren darf.
Causa Vincenz: Die Bilanz nach acht Verhandlungstagen vor Obergericht
2026/08/19
Nach acht Verhandlungstagen ziehen Duri Bonin und Gregor Münch Bilanz: zu einem aus ihrer Sicht gut vorbereiteten und fairen Obergericht, zur klaren Gesamtgeschichte der Staatsanwaltschaft und zu Verteidigungsplädoyers, deren tatsächliche Tragfähigkeit sich ohne Aktenkenntnis nicht abschliessend beurteilen lässt. Nun beginnt die nicht öffentliche Urteilsberatung. Die Folge erklärt, wie das Obergericht offene Verfahrensfragen und Beweisanträge prüft, Geschäft für Geschäft den Sachverhalt feststellt und diesen rechtlich einordnet – und weshalb das Beweisverfahren nochmals geöffnet werden könnte.
Causa Vincenz: Wie Vincenz und Stocker das letzte Wort nutzen
2026/08/19
Pierin Vincenz spricht rund 90 Sekunden und bittet um Freispruch. Beat Stocker wählt für sein Schlusswort einen längeren, persönlich geprägten Auftritt, der auf Duri Bonin und Gregor Münch spontan wirkt. Ein weiterer Beschuldigter bittet das Obergericht, sein damaliges Handeln anhand seines damaligen Wissens zu beurteilen. Unmittelbar nach den zweiten Parteivorträgen vergleichen die beiden Strafverteidiger diese unterschiedlichen Formen des letzten Wortes. Sie erklären, weshalb Art. 347 StPO eine persönliche Erklärung erlaubt, aber kein zweites Plädoyer eröffnet – und warum Kürze, Vorbereitung und Spontaneität in diesem letzten Verfahrensmoment heikel sein können.

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