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F.A.Z. Bücher-Podcast

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Bewertung
★★★★☆
4
von
5 Bewertungen
Dieser Podcast hat
354 Episoden
Sprache
German
Explizit
Nein
Erstellt am
2019/09/19
Neueste Episode
2026/10/03
Durchschnittsdauer
51 min.
Veröffentlichungsintervall
7 Tage

Beschreibung

Die F.A.Z.-Redakteure Maria Wiesner, Fridtjof Küchemann, Kai Spanke und Paul Ingendaay stellen im Bücher-Podcast der F.A.Z. ausgewählte Neuerscheinungen und Klassiker der Literatur vor. Sie sprechen mit Schriftstellern, Übersetzern und anderen Experten des Literaturbetriebs und beschäftigen sich mit den Eigenheiten des literarischen Lebens und Lesens. Jeden Sonntag erscheint eine neue Episode. Einmal im Monat wird ein Literaturrätsel gestellt und unter den Einsendern der richtigen Lösung ein Buch verlost. Viel Spaß beim Mitmachen! Die E-Mail-Adresse für Anmerkungen, Nachfragen, Lob und Kritik: [email protected]. Der Bücher-Podcast auf Instagram: @fazbuecher. Alle Folgen können jederzeit hier angehört werden: https://www.faz.net/podcasts/f-a-z-buecher-podcast

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Warum gab es in der Tschechischen Republik kaum Krimis?
2026/10/03
Krimis gehören in Deutschland noch immer zum beliebtesten Belletristikgenre. Aber wie sieht das eigentlich in unseren Nachbarländern aus? Da in der kommenden Woche die Tschechische Republik das Gastland auf der Buchmesse ist, schauen wir in dieser Folge des Bücher-Podcasts auf die Genreliteratur in und um Prag. Der gerade übersetzte Kurzgeschichtenband „Prag Noir“ beispielsweise versammelt vierzehn tschechische Autorinnen und Autoren. Zusammengestellt hat den Band der tschechische Journalist und Literaturkritiker Pavel Mandys. Er ist außerdem auch Mitorganisator des renommierten tschechischen Buchpreises Magnesia Litera, kennt sich also mit dem Krimigenre in seinem Heimatland bestens aus. Wie hat er seine Autorinnen und Autoren für diesen Band zusammengestellt? Und was hat es mit der Geschichte der Kriminalliteratur in der Tschechischen Republik auf sich? Kontakt und weitere Angebote: Sie haben Fragen oder Anmerkungen zur Folge? Schreiben Sie uns gerne per E-Mail: [email protected] Laden Sie die F.A.Z.-App herunter und bleiben Sie auch unterwegs informiert: https://faznet.go.link/gP9cO Hören Sie mit FAZ+ unsere exklusiven Podcast-Folgen auf FAZ.NET, in der FAZ-App sowie über Apple Podcasts und Spotify – inklusive Zugriff auf alle Artikel der F.A.Z. Testen Sie FAZ+ jetzt 3 Monate lang für nur 4 € im Monat – hier geht’s zum Angebot: faz.net/buecher-angebot Werbepartner: Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie hier: faz.net/werbepartner
„Uns verbindet die Gewalt“: Edgar Selge über seinen Roman „Juras letzter Winter“
2026/09/27
Ein Sechzehnjähriger notiert, wie er 1942 im blockierten Leningrad hungert, ein heutiger Leser findet darin auch sich selbst: Edgar Selge spricht über seinen Roman „Juras letzter Winter“ – und ein neues Literaturrätsel.
Wir brauchen eine Zuckersteuer: Chris Methmann über „Bad Food“
2026/09/19
„Wissen Sie, was mich als Vater in Rage versetzt? Der Alete Kinderkeks. (...) Vorn auf der Packung steht noch ‚bewusst‘ und ‚ab dem 8. Monat‘. Schaue ich aber auf die Rückseite, springt mich gleich als zweite Zutat an: Zucker.“ Das schreibt Chris Methmann, Leiter der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch, in seinem Buch „Bad Food“. Und wer es liest, wird viele weitere Dinge finden, die irritierend, frustrierend oder hanebüchen sind. Politiker nutzen die Ernährung als Thema im Kulturkampf, Kinder werden mithilfe von Werbung dazu verführt, sich krankzuessen, und die Industrie versorgt uns mit hoch verarbeiteten Lebensmitteln, die nicht nur ungesund sind, sondern regelrecht süchtig machen. Es läuft, kurz gesagt, eine Menge schief rund ums Essen. Und genau darum geht es in dieser Folge des Bücher-Podcasts. Host: Kai Spanke Mitarbeit: Kevin Gremmel Kontakt und weitere Angebote: Die Adresse für Anregungen, Lob, Kritik: https://www.faz.net/16399058 Laden Sie die F.A.Z.-App herunter und bleiben Sie auch unterwegs informiert: https://faznet.go.link/gP9cO Hören Sie mit FAZ+ unsere exklusiven Podcast-Folgen auf FAZ.NET, in der FAZ-App sowie über Apple Podcasts und Spotify – inklusive Zugriff auf alle Artikel der F.A.Z. Testen Sie FAZ+ jetzt 3 Monate lang für nur 4 € im Monat – hier geht’s zum Angebot: faz.net/buecher-angebot Werbepartner: Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie hier: faz.net/werbepartner
Felicitas Hoppe über das Reisen
2026/09/12
Es gibt Menschen, die gehen der Landschaften wegen auf Reisen. Für sie zählen Gegenden, Sehenswürdigkeiten, Ausblicke, sie können auch ganz allein unterwegs sein, und ihre Reise glückt. Für die Schriftstellerin Felicitas Hoppe, die in vielen Büchern von Reisen und vom Reisen erzählt, geht es in erster Linie um Menschen und ihre Geschichten. Wie sie sich den Ruf einer Reiseschriftstellerin eingehandelt hat? Aus Zufall und Trotz, erzählt Felicitas Hoppe in dieser Episode des Bücher-Podcasts: Als sie nach ihrem ersten Bucherfolg gefragt wurde, was sie mit einem Preisgeld anfinge, das ihr zugesprochen worden war, wusste sie in ihrer Empörung keine bessere Antwort, als von einer Weltreise zu sprechen. Als sie dann auch noch gefragt wurde, wann es denn losgehe, gab es kein Zurück. Im April ist ihr Buch „Reisen“ in der Reihe „Das Leben lesen – 10 Bücher über die zehn wichtigsten Themen des Lebens“ bei Hanser Berlin erschienen. Am 27. August 2026 war Felicitas Hoppe mit ihm im Rahmen des Rheingau Literatur Festivals zu Gast auf dem Weingut Balthasar Ress in Hattenheim. Moderation: Andreas Platthaus Produktion: Kevin Gremmel Mehr zum Thema „Reisen“ von Felicitas Hoppe auf der Website des Hanser Berlin Verlags: https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/felicitas-hoppe-reisen-9783446284142-t-5851 Das Programm des Rheingau Literatur Festivals: https://www.rheingau-musik-festival.de/programm-karten/rheingau-literatur-festival „Hier muss man nicht dem intellektuellen Popanz genügen“, Sieglinde Geisel über Felicitas Hoppes „Reisen“ und Daniela Dröschers „Sprechen“ in der Reihe „Das Leben lesen – 10 Bücher über die zehn wichtigsten Themen des Lebens“ bei Hanser Berlin: https://www.faz.net/200995869 Kontakt und weitere Angebote Die Adresse für Anregungen, Lob, Kritik: https://www.faz.net/16399058 Laden Sie die F.A.Z.-App herunter und bleiben Sie auch unterwegs informiert: https://faznet.go.link/gP9cO Hören Sie mit FAZ+ unsere exklusiven Podcast-Folgen auf FAZ.NET, in der FAZ-App sowie über Apple Podcasts und Spotify – inklusive Zugriff auf alle Artikel der F.A.Z. Testen Sie FAZ+ jetzt 3 Monate lang für nur 4 € im Monat – hier geht’s zum Angebot: faz.net/buecher-angebot Werbepartner: Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie hier: faz.net/werbepartner
Was fasziniert an den Horrorfilmen der 90er-Jahre?
2026/09/05
Die Journalistin Laura Warren fliegt nach Los Angeles, um über das Remake eines Horrorfilms zu berichten. Aber schon im Flugzeug sieht sie seltsame Dinge. Ist das Angst? Oder eine Erinnerung an etwas Schlimmes? Denn der Film, zu dessen Dreharbeiten sie als Berichterstatterin eingeladen wurde, soll ausgerechnet jenes Werk neuauflegen, in dem Laura als kleines Mädchen mitgespielt hatte. Damals begannen sich Handlung und Wirklichkeit ungut zu überschneiden. In ihrer Filmrolle sagte die kleine Laura den Tod andere Leute vorher. Am Set starben damals tatsächlich plötzlich Mitglieder der Filmcrew. Geht das jetzt alles wieder los? Josh Winning hat „Verbrenn das Negativ“ geschrieben. Der junge britische Autor kombiniert hier Psychothriller-, Whodunnit- und Horrorelemente - und hofft mit diesem Roman nicht nur Leser anzusprechen, die Filme so lieben wie er. Kontakt und weitere Angebote: Sie haben Fragen oder Anmerkungen zur Folge? Schreiben Sie uns gerne per E-Mail: [email protected] Laden Sie die F.A.Z.-App herunter und bleiben Sie auch unterwegs informiert: https://faznet.go.link/gP9cO Hören Sie mit FAZ+ unsere exklusiven Podcast-Folgen auf FAZ.NET, in der FAZ-App sowie über Apple Podcasts und Spotify – inklusive Zugriff auf alle Artikel der F.A.Z. Testen Sie FAZ+ jetzt 3 Monate lang für nur 4 € im Monat – hier geht’s zum Angebot: faz.net/buecher-angebot Werbepartner: Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie hier: faz.net/werbepartner
„Das sage ich den Göttern“: Mythen für junge Leser
2026/08/29
Mythen sind allgegenwärtig, nicht nur in diesem Sommer mit seiner Neuverfilmung der Odyssee, einem der großen Kinoerfolge des Jahres. Nicht nur auf der Leinwand. Und nicht nur für Erwachsene. Schon vor mehr als 180 Jahren hat sich Gustav Schwab mit seinen berühmten „Schönsten Sagen des klassischen Altertums“ an junge Leser gewandt. Und in jüngster Zeit gibt es eine ganze Reihe bemerkenswerter neuer Bücher, in denen Mythen nacherzählt werden, Überlieferungen, in denen Übersinnliches, oft Göttliches die menschlichen Geschicke mitbestimmt. In dieser Episode des Bücher-Podcasts vom 30. August 2026, dem fünften Sonntag im Monat, unternehmen Tilman Spreckelsen und Fridtjof Küchemann wie immer an einem Sonntag außer der Reihe einen Ausflug in die Welt der Kinder- und Jugendliteratur. Host: Fridtjof Küchemann Gast: Tilman Spreckelsen Produktion: Niklas Kleber und David Brucklacher Mehr zum Thema Liv Alberts Nacherzählung der „Odyssee“ auf der Website des Verlags Dorling Kindersley: https://www.dorlingkindersley.de/buch/christiane-wagler-liv-albert-hazem-asif-die-odyssee-9783831054282 Nicolás Schuffs Graphic Novel „Die Odyssee“ auf der Website des Insel-Verlags: https://www.suhrkamp.de/buch/nicolas-schuff-die-odyssee-graphic-novel-t-9783458645979 „Mythen der Meere“ von Khoa Le und Corinna Keefe auf der Website der Ars Edition: https://arsedition.de/products/mythen-der-meere „Von Göttern und Menschen“ von Sarah Iles Johnston auf der Website des Verlags C.H. Beck: https://www.chbeck.de/johnston-sagen-goettern-menschen/product/37808171 Gustav Schwabs „Schönste Sagen des klassischen Altertums“ auf der Website des Loewe Verlags: https://www.loewe-verlag.de/die-schoensten-sagen-des-klassischen-altertums/18853 Kontakt und weitere Angebote Die Adresse für Anregungen, Lob, Kritik: https://www.faz.net/16399058 Laden Sie die F.A.Z.-App herunter und bleiben Sie auch unterwegs informiert: https://faznet.go.link/gP9cO Hören Sie mit FAZ+ unsere exklusiven Podcast-Folgen auf FAZ.NET, in der FAZ-App sowie über Apple Podcasts und Spotify – inklusive Zugriff auf alle Artikel der F.A.Z. Testen Sie FAZ+ jetzt 3 Monate lang für nur 4 € im Monat – hier geht’s zum Angebot: faz.net/buecher-angebot Werbepartner: Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie hier: faz.net/werbepartner
Boris Schumatsky über seinen Roman „Die Seine fließt ins Schwarze Meer“
2026/08/22
In einem Plattenbau am Wernadski-Prospekt in Moskau sitzt eine übergewichtige Frau am Küchentisch und erzählt dem Nachbarsjungen von ihrer großen Zeit: damals in Paris, als sie noch Nathalie hieß und nicht Natalia, Concièrge im Hotel d’Orleans, von den Leuten, die dort lebten, ein und aus gingen, vor allem von einem, einem Dichter, der sich Paul Celan nannte. Sie wurde dessen Vertraute und wusste doch mehr, als er sie wissen ließ, weil sie in sein Zimmer kommen und seine Briefe und Notizen lesen konnte. Im Berliner Wedding sitzt ein paar Jahre später einer und schreibt: über das, was ihm Natalia damals am Küchentisch erzählt hatte, über Jahre hinweg, mit altersangemessenen Details über das Liebesleben und die Verzweiflung des Dichters und bei altersangemessenen Getränken. Er schreibt, während Russland seinen Krieg führt gegen die Ukraine und während nach dem Angriff der Hamas vom 7. Oktober 2023 und den israelischen Reaktionen sich viele gegen Israel wenden und gegen die Juden. Er schreibt, während seine Mutter in Moskau im Sterben liegt, aber er kann sie nicht sehen, weil er fürchten muss, in Russland eigesperrt zu werden. In seinem neuen Roman „Die Seine fließt ins Schwarze Meer“ lässt Boris Schumatsky drei Erzählebenen einander überlagern, unterbrechen, ergänzen, von drei Orten aus: Paris, Moskau und Berlin. Für einen Auszug aus dem Roman wurde Boris Schumatsky im vergangenen Jahr in Klagenfurt mit dem Deutschlandfunk-Preis ausgezeichnet. Gerade ist das Buch erschienen, jetzt ist Boris Schumatsky zu Gast im Bücher-Podcast. Host: Fridtjof Küchemann Produktion: Niklas Kleber „Sein Jetzt ist mein Damals“, Alexandru Bulucz über Boris Schumatskys Roman „Die Seine fließt ins Schwarze Meer“: http://www.faz.net/201094255 „Ein Schaukampf mit Drama und Dialekt“, Jan Wiele über den Bachmannpreis 2025: http://www.faz.net/110565594 Boris Schumatskys Roman „Die Seine fließt ins Schwarze Meer“ auf der Website des Residenz Verlags: https://www.residenzverlag.com/buch/die-seine-fliesst-ins-schwarze-meer-1 Der Preis des Literaturrätsels im August 2026, die Adresse für Ihre Einsendung und die Teilnahmebedingungen: http://www.faz.net/201140927 Kontakt und weitere Angebote Die Adresse für Anregungen, Lob, Kritik: https://www.faz.net/16399058 Laden Sie die F.A.Z.-App herunter und bleiben Sie auch unterwegs informiert: https://faznet.go.link/gP9cO Hören Sie mit FAZ+ unsere exklusiven Podcast-Folgen auf FAZ.NET, in der FAZ-App sowie über Apple Podcasts und Spotify – inklusive Zugriff auf alle Artikel der F.A.Z. Testen Sie FAZ+ jetzt 3 Monate lang für nur 4 € im Monat – hier geht’s zum Angebot: faz.net/buecher-angebot Werbepartner: Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie hier: faz.net/werbepartner
Achtsamkeit ist längst zur Ideologie geworden
2026/08/15
Während sich die Krisen auf der Welt zuspitzen, sind immer mehr Menschen ganz bei sich. Sie schreiben Dankbarkeitstagebücher, machen Atemübungen, denken an Bergseen, setzen auf progressive Muskelentspannung, treffen sich zum Waldbaden, lesen Sinnsprüche, kaufen Buddha-Figuren, Lotosblüten oder Klangschalen, trinken Zitronenwasser und streben danach, besonnen, gesund und resilient zu sein. Kurz gesagt, sie achten auf Achtsamkeit. Als Privatpraxis ist das auch nicht zu beanstanden, sagt Kathrin Fischer. Als Ideologie dagegen schon. In ihrem Buch „Achtsam geht die Welt zugrunde“ plädiert Fischer dafür, sich gegen die Weltvergessenheit der Achtsamkeit zu wehren. Was das im Einzelnen heißt und welche politischen Entwicklungen in den vergangenen Jahrzehnten den heutigen Achtsamkeitsboom befördert haben, besprechen wir in dieser Folge des Bücher-Podcasts. Host: Kai Spanke Mitarbeit: Kevin Gremmel Mehr zum Thema: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/sachbuch/kathrin-fischers-achtsam-geht-die-welt-zugrunde-200835582.html Kontakt und weitere Angebote: Sie haben Fragen oder Anmerkungen zur Folge? Schreiben Sie uns gerne per E-Mail: [email protected] Laden Sie die F.A.Z.-App herunter und bleiben Sie auch unterwegs informiert: https://faznet.go.link/gP9cO Hören Sie mit FAZ+ unsere exklusiven Podcast-Folgen auf FAZ.NET, in der FAZ-App sowie über Apple Podcasts und Spotify – inklusive Zugriff auf alle Artikel der F.A.Z. Testen Sie FAZ+ jetzt 3 Monate lang für nur 4 € im Monat – hier geht’s zum Angebot: faz.net/buecher-angebot Werbepartner: Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie hier: faz.net/werbepartner
Anne Rabe und Ilko-Sascha Kowalczuk über die Nachwirkungen der DDR
2026/08/08
„Nach der Freiheit“ war das Gespräch überschrieben, das Anne Rabe und Ilko-Sascha Kowalczuk am 12. Juni 2026 auf dem Festival LiteraTurm in Frankfurt am Main geführt haben, „Ost West Text“ lautete das Motto des gesamten Festivals. Die Schriftstellerin Anne Rabe hat in ihrem Roman „Die Möglichkeit von Glück“ eine vielfältige Geschichte gesellschaftlicher und auch häuslicher Gewalt in Ostdeutschland erzählt. Der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk gehört zu den bekanntesten Experten zur Geschichte und den Folgen der DDR. Die beiden sprechen über autoritäre Denk- und Verhaltensmuster, über einen Transformationsprozess, der in Ostdeutschland so hart und bruchhaft war wie nirgends sonst im postkommunistischen Raum – und andererseits die Menschen weicher im neuen System aufschlagen ließ als in jedem anderen Land. Sie diskutieren die Subtilität einer Diktatur, die sich nicht an Mauern und an Gefängnissen zeigt, das gesellschaftliche Klima in der DDR der Achtzigerjahre, das familiäre Gewalt begünstigt hat, und den Sinn, in einem autoritären System die eigenen Kinder autoritär zu erziehen. Sie rekonstruieren, welche Generationen sich in welcher Reihenfolge zur Ost-West-Thematik zu Wort gemeldet haben, welche Gruppe inzwischen verstummt ist und welche Tradition ein paternalistisches Verhältnis des Westens dem Osten gegenüber hat. Es moderierte Sandra Kegel. Das Programm von LiteraTurm auf der Website des Festivals: https://literaturm.de/programm/ Kontakt und weitere Angebote: Die Adresse für Anregungen, Lob, Kritik: https://www.faz.net/16399058 Sie haben Fragen oder Anmerkungen zur Folge? Schreiben Sie uns gerne per E-Mail: [email protected] Laden Sie die F.A.Z.-App herunter und bleiben Sie auch unterwegs informiert: https://faznet.go.link/gP9cO Hören Sie mit FAZ+ unsere exklusiven Podcast-Folgen auf FAZ.NET, in der FAZ-App sowie über Apple Podcasts und Spotify – inklusive Zugriff auf alle Artikel der F.A.Z. Testen Sie FAZ+ jetzt 3 Monate lang für nur 4 € im Monat – hier geht’s zum Angebot: faz.net/buecher-angebot Werbepartner: Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie hier: faz.net/werbepartner
Im Tautropfen spiegelt sich das Weltall
2026/08/01
Wussten Sie, dass Science-Fiction schon einmal den Nobelpreis gewonnen hat? 1974 erhielt ihn der Schwede Harry Martinson für sein Epos „Aniara“. Das Langgedicht handelt von einer Reise ins All, eigentlich eine Rettungsmission von der brennenden, untergehenden Erde. Aber die Mission geht schief. Und so taumelt das titelgebende Raumschiff „Aniara“ durchs All. Martinsons Werk kam 1956 heraus und ist in mehr als 20 Sprachen übersetzt worden, bereits 1961 gab es eine erste deutsche Ausgabe in der DDR – die Bücher sind längst vergriffen. Der Stoff beschäftigte die Leute aber auch übers Buch hinaus. Karl-Birger Blomdahls schuf daraus eine Oper. 2019 verfilmte man in Schweden „Aniara“ fürs Kino. Nun ist das Buch auch auf Deutsch wieder erhältlich – in einer Neuübersetzung von Lena Mareen Bruns erschienen im Guggolz Verlag. Sebastian Guggolz hat seinen Verlag 2014 gegründet, um „Regionen auf der literarischen Landkarte sichtbar zu machen, die häufig nicht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen“. Der Fokus liegt also auf Nord- und Osteuropa, Literatur von Island über die Faröer Inseln bis nach Finnland – und nun eben auch Schweden mit dem Nobelpreisgewinner Harry Martinson. Kontakt und weitere Angebote: Sie haben Fragen oder Anmerkungen zur Folge? Schreiben Sie uns gerne per E-Mail: [email protected] Laden Sie die F.A.Z.-App herunter und bleiben Sie auch unterwegs informiert: https://faznet.go.link/gP9cO Hören Sie mit FAZ+ unsere exklusiven Podcast-Folgen auf FAZ.NET, in der FAZ-App sowie über Apple Podcasts und Spotify – inklusive Zugriff auf alle Artikel der F.A.Z. Testen Sie FAZ+ jetzt 3 Monate lang für nur 4 € im Monat – hier geht’s zum Angebot: faz.net/buecher-angebot Werbepartner: Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie hier: faz.net/werbepartner
Jochen Missfeldt über seinen Roman „Abschiedssommer“
2026/07/25
Für Gustav Hasse ist es ein ziemlicher Schreck: Er solle mal aus seiner Zeitung aufschauen, hat der Campingplatzbesitzer gesagt, „vielleicht sagst du mal Guten Tag“. Und am Kiosk vorbei schiebt Lidia, die Urlaubsbekanntschaft aus dem letzten Sommer, einen Kinderwagen. Was, wenn er der Vater wäre, durchfährt es den Achtzehnjährigen. Es könne nicht recht sein, aber den Schreck wird er so schnell nicht wieder los. Sommer 1959 an der Geltinger Bucht, am Ausgang der Flensburger Förde, Ferien im Zelt, in denen Gustav Hasse einiges hinter sich lassen will und in denen ihn einiges einholt. „Abschiedssommer“ heißt der neue Roman von Jochen Missfeldt, Jahrgang 1941 wie sein Erzähler. Es geht um das Heranwachsen vierzehn Jahre nach Kriegsende, um die Liebe und um Küsse und eine Ohrfeige, um eine Schülerband, um „Rock around the Clock“. In einer Zeit, in der die einen sagen, es müsse mal Schluss sein mit den alten Geschichten, und andere, eine andere: wenn sie nur erzählen könnte. Um alte Geschichten in einer neuen Zeit geht es in dieser Folge des Bücher-Podcasts: Jochen Missfeldt ist mit seinem Roman „Abschiedssommer“ zu Gast. Auf das Gespräch folgt ein neues Literaturrätsel von Tilman Spreckelsen, zusammen mit der Lösung des Rätsels aus dem Juni 2026 und dem Namen der Gewinnerin oder des Gewinners eines Buchs, das unter den richtigen Einsendungen verlost wurde. Jochen Missfeldts Roman „Abschiedssommer“ auf der Website von dtv: https://www.dtv.de/buch/abschiedssommer-28573 „Wo kommt die glatte Rede her?“ Tilman Spreckelsen zum Achtzigsten von Jochen Missfeldt: https://www.faz.net/17164604 Der Preis des Literaturrätsels im Juli 2026, die Adresse für Ihre Einsendung und die Teilnahmebedingungen: http://www.faz.net/201054227 Die Adresse für Anregungen, Lob, Kritik: https://www.faz.net/16399058 Hören Sie mit FAZ+ unsere exklusiven Podcast-Folgen auf FAZ.NET, in der FAZ-App sowie über Apple Podcasts und Spotify – inklusive Zugriff auf alle Artikel der F.A.Z. Testen Sie FAZ+ jetzt 3 Monate lang für nur 4 € im Monat – hier geht’s zum Angebot: faz.net/buecher-angebot Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie hier: faz.net/werbepartner
So werden junge Männer zu Terroristen
2026/07/19
Immer mehr Jugendliche hocken vorm Computer und radikalisieren sich auf Social Media. Über Jahre und Ländergrenzen hinweg. Dirk Laabs erklärt im Bücher-Podcast, warum es nicht leicht ist, dem entgegenzuwirken.
So geht man am besten mit Narzissten um
2026/07/11
Die Diagnose „Narzissmus“ wird, wenn nicht alles täuscht, immer häufiger gestellt. Nicht von Ärzten, sondern von jedermann. Auf Social Media etwa oder im Arbeitsumfeld und Freundeskreis. Wer egoistisch ist, steht genauso unter Narzissmusverdacht wie Leute, die Konkurrenzdruck suchen oder aufmerksamkeitshungrig sind. Was aber verbirgt sich tatsächlich hinter dem allenthalben herumgereichten Befund? Thomas Arnold und Thomas Fuchs schreiben in ihrem neuen Buch: „Die Unersättlichkeit treibt den Narzissten ebenso voran wie das bedrohliche Bewusstsein der eigenen Endlichkeit. Die Angst vor der Leere wie die Angst vor dem Tod sind seine ständigen Begleiter.“ Die Autoren entwerfen in ihrer Abhandlung „Das unersättliche Selbst“ eine Phänomenologie des Narzissmus. Was das genau bedeutet, wie man mit Narzissten am besten umgeht und ob sie therapierbar sind, erläutert Thomas Fuchs, Karl-Jaspers-Professor für Philosophische Grundlagen der Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität Heidelberg, in dieser Folge des Bücher-Podcasts. Ach so, Donald Trump kommt natürlich auch vor. Hören Sie mit FAZ+ unsere exklusiven Podcast-Folgen auf FAZ.NET, in der FAZ-App sowie über Apple Podcasts und Spotify – inklusive Zugriff auf alle Artikel der F.A.Z. Testen Sie FAZ+ jetzt 3 Monate lang für nur 4 € im Monat – hier geht’s zum Angebot: faz.net/buecher-angebot Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie hier: faz.net/werbepartner
„Unsere Gegenwart ist gekennzeichnet von Verlust“
2026/07/04
Aiki Mira schreibt Science-Fiction. Ihre Romane „Neongrau“, „Neurobiest“ und „Denial of Service“ bilden eine Städtetrilogie und zeigen Hamburg, Berlin und Frankfurt am Main als Metropolen der Zukunft. „Science-Fiction ermöglicht mir, Netzwerke zu kon­struieren, die Stadt und Land durchziehen und beide Orte tragen“, zitierte sie Dietmar Dath einmal in einem Porträt in der FAZ. Gerade ist eine Kurzgeschichtensammlung von Aiki Mira im Carcosa Verlag erschienen. Die Erzählungen in „Deshalb kann ich nicht fort“ handeln mal von Verlust, mal von den Folgen des Klimawandels – immer aber handeln sie von Menschen, die sich trotz oder gerade wegen neuer Technologien gegenseitig helfen müssen. Im Bücher-Podcast erzählt Aiki Mira von den Herausforderungen des Kurzgeschichtenschreibens, dem Auseinandersetzen mit Verlust, und sie erklärt, warum Science-Fiction zum Genre unserer Gegenwart wurde. Hören Sie mit FAZ+ unsere exklusiven Podcast-Folgen auf FAZ.NET, in der FAZ-App sowie über Apple Podcasts und Spotify – inklusive Zugriff auf alle Artikel der F.A.Z. Testen Sie FAZ+ jetzt 3 Monate lang für nur 4 € im Monat – hier geht’s zum Angebot: faz.net/buecher-angebot Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie hier: faz.net/werbepartner
Dich der Welt zurückgeben: Radka Denemarková über ihren Roman „Schokoladenblut“
2026/06/28
Durch das Leben von Božena Němcová, George Sand und Rockefeller der Gegenwart auf der Spur: Die tschechische Autorin Radka Denemarková spricht über innere Freiheit, äußere Zwänge und ihren Roman „Schokoladenblut“.

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