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Der Achte Tag. Der Gesellschafts-Podcast mit Alev Doğan

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Bewertung
★★★★★
5
von
3 Bewertungen
Dieser Podcast hat
1085 Episoden
Sprache
German
Herausgeber
The Pioneer
Explizit
Nein
Erstellt am
2020/03/16
Neueste Episode
2026/10/09
Durchschnittsdauer
-
Veröffentlichungsintervall
8 Tage

Beschreibung

Wie tickt unsere Gesellschaft heute und in Zukunft? Die stellvertretende Chefredakteurin von The Pioneer, Alev Doğan, spricht jeden Samstag mit einer außergewöhnlichen Person, die Denkanstöße für das Deutschland von morgen gibt - tiefgründig, differenziert, inspirierend.  Ein Podcast von The Pioneer. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

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Giovanni di Lorenzo: „Es ist die Stunde der Breitbeinigen Männer“
2026/10/09
Ein AfD-Landtagspräsident in Sachsen-Anhalt, eine Bundesregierung, die nicht durchdringt, und eine Mitte, die zwischen den Rändern zerdrückt wird. Ist das der Anfang einer politischen Katastrophe, oder braucht es mehr Gelassenheit? Giovanni di Lorenzo, Chefredakteur der Zeit, sucht mit Alev Doğan nach Antworten. Ist der Aufstieg der AfD ein internationales Phänomen oder die Quittung für eigene Fehler? Wer gibt denen eine Stimme, die migrationskritisch sind, aber nicht migrationsfeindlich? Wo sind die Politiker, die noch zum Volk reden können, wie einst Helmut Schmidt? Und hält eher die Regierung oder der Kanzler? Ein Gespräch über Populismus, die Krise der CDU und die Pflicht zur Zuversicht.
Haben Männer ein Männlichkeitsproblem?
2026/10/02
Der Mann steckt in der Krise, sagen die einen. Der Mann ist das Problem, sagen die anderen. Selten wurde so viel über Männer gesprochen wie in diesen Jahren: über ihre Einsamkeit, über fehlende Vorbilder und über eine Generation, in der junge Frauen nach links rücken und junge Männer nach rechts. Gleichzeitig sollen Männer heute Gefühle zeigen, Care-Arbeit übernehmen und offen sein. Und sie sollen trotzdem stark bleiben. Lea Lorenz ist Sozialpsychologin und erforscht, was passiert, wenn Männer ihre Männlichkeit bedroht sehen. Mit ihrem Team hat sie dafür 123 experimentelle Studien mit knapp 20.000 Männern ausgewertet. Mit Alev Doğan spricht sie darüber, warum Männlichkeit immer wieder bewiesen werden muss, warum das Bild der Frau breiter geworden ist und das des Mannes eher enger, und warum sich Männer öffentlich bloßgestellt viel stärker bedroht fühlen als allein.
„Ich überlege, ob ich in Deutschland bleiben möchte“
2026/09/25
Ein Attest ab dem ersten Krankheitstag, keine Krankschreibung mehr per Telefon, härtere Strafen für falsche Atteste, so will die Bundesregierung für „Aufschwung und Beschäftigung” sorgen. Die Arbeitswelt pendelt derweil zwischen zwei Polen: New Work war gestern, Kontrolle kehrt zurück, und die Politik gibt die Richtung vor. Johannes Thomas kennt beide Seiten. Er begann bei Trivago als Praktikant, erlebte den Börsengang und eine Wachstumsphase mit bis zu 500 Neueinstellungen in einem Jahr, bis das Unternehmen zerfaserte. Heute führt er es als CEO. Im Gespräch mit Alev Doğan geht es um die Frage, was Menschen eigentlich zur Arbeit treibt: Pflicht oder Neugier? Wie viel Freiheit verträgt ein Unternehmen? Was taugen die Reformpläne der Regierung? Und warum denkt Johannes Thomas als Tech-Manager darüber nach, Deutschland den Rücken zu kehren?
Macht die Großstadt uns krank, Prof. Adli?
2026/09/18
Berlin ist Deutschlands beliebteste Städtedestination: 12,4 Millionen Gäste zählte die Stadt zuletzt, mehr als München, Hamburg oder Köln. Doch dauerhaft hier leben? Das können sich viele nicht vorstellen. Zu laut, zu voll, zu anstrengend. Prof. Dr. Mazda Adli ist Psychiater und Stressforscher. Er erforscht an der Charité, was das Leben in der Großstadt mit unserer Psyche macht. Sein Befund ist ambivalent: Städte können krank machen, durch Dichte, Lärm, Reizüberflutung und soziale Isolation. Gleichzeitig bieten sie Vielfalt, Anregung und Nähe, die es sonst nirgends gibt. Mit Alev Doğan spricht er über urbanen Stress, über Einsamkeit inmitten von Millionen, über Grünflächen als Medizin und über die entscheidende Bedingung: Berlin hat eine hohe Lebensqualität, wenn man sie sich leisten kann. Ein Gespräch über Stadtplanung, Mieten und psychische Gesundheit.
Carsten Maschmeyer: „Merz ist zu ego getrieben”
2026/09/11
Seit der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt blickt Deutschland anders auf sich selbst und auf seinen Kanzler. Friedrich Merz sucht die Gründe auch bei sich: Er wolle die Menschen künftig emotional erreichen. Ein Satz, der Einsicht zeigt und zugleich ein Dilemma offenbart. Denn ein Kanzler kann Richtlinienkompetenz haben, eine Mehrheit im Bundestag, ein Kabinett voller Fachleute und trotzdem den Eindruck erwecken, das Land folge ihm nicht. Liegt das wirklich nur an den Emotionen? Was macht gute Führung eigentlich aus? Ein Handwerk, das man lernen kann, oder eine Gabe, die man hat oder nicht? Im Achten Tag spricht der Unternehmer und Start-up-Investor Carsten Maschmeyer im Gespräch mit Alev Doğan so offen über den Bundeskanzler wie kaum ein anderer. Mit dem Blick eines Investors prüft er Merz wie ein Aufsichtsrat seinen Vorstandschef: Führungskompetenz, Teamvertrauen, klare Sprache – und die Frage, ob da noch ein Funke Begeisterung zu wecken ist.
Was denken Sie über Deutschland, Katharina Grosse?
2026/09/04
Die Sommerpause ist vorbei und mit ihr die Gewissheit, dass sich in der Politik in der Zwischenzeit nichts Grundlegendes verändert hat. Aber zum Glück hält uns ja niemand auf, politische Gespräche mit Nicht-Politikern, nämlich mit Künstlerinnen zu führen. Unser heutiger Gast ist eine der bekanntesten Künstlerinnen Deutschlands – und eine, die selten in Interviews zu hören ist. Katharina Grosse malt seit Jahrzehnten über Grenzen hinweg: Wände, Fassaden, ganze Plätze verwandeln sich unter ihrer Hand in überbordende, raumgreifende Werke. Mit Alev Doğan spricht sie über ihre Sehnsucht, sich Territorium zu nehmen, ohne zu fragen. Über die Nähe von Malerei und Aggression, von Kontrolle und Kontrollverlust. Und über ihren Blick auf Deutschland, den sie immer wieder neu gewinnt, aus der Distanz zwischen ihrem Leben in Berlin und ihrem Atelier in Neuseeland. Hören Sie ein Gespräch über Kunst als den Raum, in dem verhandelt wird, was sich woanders nicht mehr verhandeln lässt.
„Ein Ort muss altern können”
2026/08/28
Der Achte Tag ist auf Deutschlandreise und macht heute zum letzten Mal Halt, in Frankfurt am Main. Mit dieser vierten Folge endet Pia von Wersebes Sommerreise durch die Bundesrepublik. Erst kürzlich wurde Frankfurt in einer Umfrage wieder abgestraft: Hier zieht niemand freiwillig hin, heißt es – von denen, die Stadt nicht kennen. Doch ausgerechnet hier lud das Institut für Stadtbaukunst Architekten, Wissenschaftler und Politiker aus dem ganzen Land zu einer Konferenz über “die Schönheit und Lebensfähigkeit der Stadt” ein. Pia von Wersebe war vor Ort und traf im Anschluss den Gründer und Direktor des Instituts: Prof. Christoph Mäckler, einer der renommiertesten Architekten und Städtebauer Deutschlands. Zu seinen jüngsten Projekten zählen das dritte Terminal des Frankfurter Flughafens und die Neue Frankfurter Altstadt. Im Gespräch geht es um die Frage, warum moderne Plätze selten gelingen wie die Piazza Navona in Rom oder die Piazza del Campo in Siena. Warum wirkt der durchschnittliche Neubau so oft seelenlos? Was bedeutet Schönheit im Städtebau überhaupt und warum fühlen wir uns in manchen Städten sofort zuhause, in anderen nie?
Wann ist Alkohol tagsüber schick, Jovana Reisinger?
2026/08/21
Es ist immer noch Sommer und der Achte Tag ist auf großer Deutschlandreise – dritte Station: München. Die Stadt, in der Wohlstand nicht zur Schau gestellt werden muss, weil sie längst darin badet. Pia von Wersebe hat dort die Schriftstellerin und Filmemacherin Jovana Reisinger getroffen , die wirklich weiß, wie man es sich gut gehen lässt – so gut, dass sie ein ganzes Manifest darüber geschrieben hat. Im Gespräch geht es ums Geldausgeben, um Sitten, die bei Wohlhabenden als Lebensfreude gelten und bei Ärmeren als Verwahrlosung, um elitäre Codes und um die Frage, ob Luxus zwangsläufig bedeutet, dass er den meisten Menschen verwehrt bleibt.
Steffen Mau über Unterschiede, die bleiben
2026/08/14
Rostock an einem Sonntag: Straßenmusik am Strand, ein Chor, der Rum-Songs singt – und ein paar Straßen weiter ein AfD-Wahlkampfstand. Die Deutschlandreise von Pia von Wersebe führt diese Woche in eine Stadt, die sich selbst kaum in ein Bild fassen lässt. Am nächsten Tag: Lütten Klein, das große Plattenbauviertel im Nordwesten der Stadt. Hier ist unser heutiger Gast aufgewachsen, bevor sein Weg ihn an die Humboldt-Universität Berlin und an die Spitze des Max-Planck-Instituts für Politik- und Sozialwissenschaft in Göttingen führte: Steffen Mau, einer der profiliertesten Soziologen des Landes. Mit ihm spricht Pia von Wersebe über Wohlstandstransfers und private Vermögensverschiebungen, über die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern und über die These, dass sich viele Unterschiede zwischen Ost und West nicht auf 28 Jahre Mauer zurückführen lassen, sondern viel älter sind – und genau deshalb bleiben werden. Das Late Night Briefing Live am 31. August im Berliner Admiralspalast — alle Infos hier: https://tour.thepioneer.de/
Navid Kermani: „Nur das, was fremd ist, kann man bewundern.“
2026/08/07
Während Alev Doğan in den Sommerferien ist, schickt der Achte Tag Pia von Wersebe auf Deutschlandreise. Erste Station: Köln, genauer der Eigelstein – seit Jahrhunderten Durchgangsort für Händler, Pilger und Einwanderer, heute Wohnort von Navid Kermani, einem der bedeutendsten Schriftsteller deutscher Sprache und einer der gefragtesten Stimmen des Landes in politischen Debatten. Kermani schreibt nicht nur Romane, sondern bereist auch Krisengebiete als Reporter. Im Gespräch geht es um die Frage, was man mit dem Privileg macht, nicht selbst in katastrophischen Verhältnissen zu leben – und darum, wie sich der Begriff „kosmopolitisch" von einer Haltung zur Floskel gewandelt hat. Außerdem: warum die Kölner ihrer eigenen Stadt gegenüber oft so lieblos sind. Der Auftakt einer mehrteiligen Sommerserie, die von unterschiedlichen Orten aus eine Momentaufnahme Deutschlands 2026 zeichnet.
„Wie führt man eine Sterneküche, Marco Müller?”
2026/07/31
Die vierte und letzte Folge unserer Leadership-Staffel im Achten Tag führt uns in eine Welt, um die sich Mythen ranken: Glamour und harte Knochenarbeit, laute, cholerische Chefs, Druck auf allen Kesseln – im wahrsten Sinne des Wortes. Unser heutiger Gast ist Marco Müller, Küchenchef des Berliner Restaurants Rutz, das als erstes und einziges in Berlin drei Michelin-Sterne erkocht hat. Wenn um 18 Uhr die ersten Gäste kommen, verwandelt sich seine Küche in ein Orchester: zwölf Menschen, sechs Posten, vierzig Handgriffe pro Teller. Früher wurde in solchen Küchen gebrüllt. Heute herrscht Konzentration. Mit Alev Doğan spricht Marco Müller darüber, warum ein guter Koch noch lange kein guter Chef ist, warum er sich lieber selbst überflüssig macht, als der Einzige zu sein, der die Rezepte kennt und warum Sterne zu gewinnen das ist, sie zu behalten etwas ganz anderes.
Wie funktioniert gutes Zeitmanagement, Verena Pausder?
2026/07/24
Im Achten Tag sprechen wir in einer vierteiligen Sonderstaffel über Führung mit Menschen, die Verantwortung auf sehr unterschiedliche Weise leben. Die dritte Folge führt zu einer Frau, die fünf Bälle gleichzeitig in der Luft hält und dabei erstaunlich ruhig bleibt. Verena Pausder ist Vorstandsvorsitzende des Startup-Verbandes Deutschland, Mitgründerin des FC Viktoria Berlin und Gastgeberin des Podcasts Fast & Curious. Und, ganz nebenbei, Mutter von vier Kindern. Im Gespräch mit Alev Doğan erzählt sie, wie sie ihre unterschiedlichen Projekte, ihre Familie und sich selbst organisiert, ohne auszubrennen. Es geht um Sprintphasen und die Kunst der bewussten Pause, um Ich-Zeit, die Monate im Voraus im Kalender geblockt wird, um Delegieren ohne schlechtes Gewissen – und um die Erkenntnis, dass 80 Prozent manchmal reichen müssen.
Wie führt man im OP, Prof. Peter Vajkoczy?
2026/07/17
Im Achten Tag sprechen wir in einer vierteiligen Sonderstaffel über Führung mit Menschen, die Verantwortung auf sehr unterschiedliche Weise leben. Die zweite Folge führt in den OP-Saal der Berliner Charité: einen Ort, an dem Führung keine Managementtheorie ist, sondern eine Frage von Millimetern und manchmal von Leben und Tod. Prof. Dr. Peter Vajkoczy zählt zu den weltweit führenden Neurochirurgen. Er operiert komplexe Hirntumore und Aneurysmen, führt Bypass-Eingriffe am Gehirn durch und leitet ein medizinisches Hochleistungsteam. Im Gespräch mit Alev Doğan erzählt er, wie Entscheidungen unter größtmöglichem Druck entstehen, wann Hierarchie notwendig ist und wie man lernt, Verantwortung an junge Ärztinnen und Ärzte abzugeben. Es geht um Fehlerkultur und Perfektionismus, kontrollierte Emotionalität und Fluchen im OP, körperliche Fitness bei zehnstündigen Operationen – und um die Frage, wie man mit Komplikationen, Schuld und dem Tod umgeht. Ein Gespräch über Demut, Vertrauen und Führung, wenn jede Entscheidung Folgen hat.
Wie gewinnt man Verhandlungen, Anahita Thoms?
2026/07/10
Wir müssen über Führung sprechen. Denn während Deutschland über Reformstau, Krisen und politische Trägheit klagt, stellt sich eine größere Frage: Wer führt uns eigentlich durch diese Zeit? Und wie gelingt Führung, wenn Gewissheiten bröckeln, Systeme überfordert wirken und die Welt immer komplexer wird? Mit dieser Folge startet unsere vierteilige Leadership-Staffel im „Achten Tag“. In den kommenden Folgen sprechen wir mit Menschen, die auf höchstem Niveau führen. Wir fragen: Wie führen sie ihre Teams, ihre Themen und nicht zuletzt sich selbst? Wie führen sie durch Krisen, unter Druck und in Momenten, in denen andere Orientierung suchen? Den Auftakt macht Anahita Thoms, Rechtsanwältin, Partnerin und Deutschland-Chefin von Baker McKenzie. Sie gehört zu den profiliertesten Juristinnen Deutschlands, verhandelt internationale Deals, führt Teams über Kontinente hinweg und ist spezialisiert auf Außenwirtschaftsrecht, Lieferketten und Investigations. Mit Alev Doğan spricht sie über Leadership, Verhandlungstechnik und die Kunst, unter Druck einen kühlen Kopf zu bewahren. Es geht um akribische Vorbereitung, Vertrauen, Verhandlungsmacht, Körpersprache, Stimme, Sitzordnung – und um die Frage, warum Süßigkeiten auf dem Tisch manchmal mehr bewirken können, als man denkt.
Mehrheiten neu denken: Braucht Deutschland Minderheitsregierungen?
2026/07/02
Politikwissenschaftler Christian Stecker über neue Wege parlamentarischer Demokratie. Ist unsere Demokratie noch zeitgemäß – oder braucht sie neue Mehrheiten statt alter Koalitionslogik? In dieser Folge des „Achten Tags“ spricht Alev Doğan mit dem Politikwissenschaftler Christian Stecker über eine These, die das politische Berlin herausfordert: Braucht Deutschland überhaupt noch feste Koalitionen? Oder wären wechselnde parlamentarische Mehrheiten die bessere Antwort auf ein immer stärker fragmentiertes Parteiensystem? Es geht um das Modell der Minderheitsregierung, um die Brandmauer zur AfD, um Repräsentation und politische Verantwortung – und um die Frage, ob demokratische Stabilität heute eher durch feste Bündnisse entsteht oder durch größere Flexibilität im Parlament. Ein Gespräch über den Zustand der deutschen Demokratie und darüber, wie sie sich verändern müsste, um auch in Zukunft handlungsfähig zu bleiben.

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