
Werben im Podcast: Gesprächsstoff - Berner Podcast von BZ und Der Bund
Dieser Podcast hat
218 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
TamediaExplizit
Nein
Erstellt am
2020/04/07
Neueste Episode
2026/10/09
Durchschnittsdauer
34 min.
Veröffentlichungsintervall
9 Tage
Beschreibung
Im Berner Podcast «Gesprächsstoff» von «Bund» und Berner Zeitung geht es um Geschichten, die unser Publikum bewegen. Wir nehmen ein Berner Topthema der Woche auf - lesen Eure Kommentare zum Thema, nehmen sie auf, ordnen sie ein und entwickeln sie weiter. «Gesprächsstoff» kommt alle 14 Tage, jeweils zum Ende der Woche - moderiert von Sibylle Hartmann.
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«Gault Millau»: Das sind die besten Restaurants im Kanton Bern
2026/10/09
Der Chefkoch vom Hotel Victoria-Jungfrau, der nur auf den Tisch bringt, was er im Umkreis von 50 Kilometern findet, wird zum «Green Chef of the Year» gekürt. Ein 30-Jähriger holt sich in Grindelwald den Titel «Aufsteiger des Jahres».
Ein altbekannter Berner, der eben erst ein neues Lokal eröffnet hat, heimst schon wieder 17 Punkte ein. Und mit dem Côte d’Orée in Prêles schafft erstmals ein Campingplatz-Restaurant den Einzug in den Gastroführer.
Am Montag war es wieder so weit; der Gastroführer «Gault Millau» 2027 ist herausgekommen. Im Kanton Bern holten mehrere Küchenbrigaden zum ersten Mal die begehrten Punkte. Im Oberland dagegen fielen gleich zehn Gastrobetriebe heraus. Im ganzen Kanton gibt es 2027 im Vergleich zum Vorjahr insgesamt noch 94 Punkte-Restaurants.
Aber wie schafft man es eigentlich, die begehrten «Gault-Millau»-Punkte zu holen? Ist diese Auszeichnung ein Erfolgsgarant oder kann sie auch zur Bürde werden? Wie steht es um die Gourmetküche in den aktuell wirtschaftlich unsicheren Zeiten? Und was sagt die Vergabe über den Zustand der Gastronomie im Kanton Bern aus?
In einer neuen Folge des Podcasts «Gesprächsstoff» spricht Kaspar Keller, freier Journalist und Gastroszenen-Kenner, über die neuste Ausgabe des Gastroführers «Gault Millau».
«Auch in der Berner Punkte-Küche kocht man nur mit Wasser, respektive mit Belper Knolle», sagt Keller. Er erklärt, warum die meisten ausgezeichneten Berner Restaurants auf Lokalität setzen und wieso man ebenso schnell aufsteigen wie wieder aus dem Gastroführer rausfallen kann.
Artikel zum neuen «Gault-Millau»
Gastroführer «Gault Millau» 2027: Der Kanton Bern verliert zehn Punkte-RestaurantsAufsteiger des Jahres: «Ich bin gerne jeden Tag in der Küche»Von der Steinhalle ins Myle: Sternekoch Markus Arnold: «Ich will jeden Tag 5:0 gewinnen»
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Reportage: Ein Herz wechselt den Körper
2026/10/02
Diese Folge wurde am 22. Mai 2026 zum ersten Mal publiziert.
Im Mai 2022 hat die Schweizer Stimmbevölkerung der erweiterten Widerspruchslösung zugestimmt. Das heisst: wir alle sind Organspenderinnen und Organspender, ausser wir halten in einem Online-Register das Gegenteil fest. Doch dieses Register gibt es auch vier Jahre nach der Abstimmung noch nicht.
Doch was bedeutet es, den Entscheid der Organspende für eine andere Person zu fällen? Wie haben sich die Transplantationszahlen und Wartezeiten seit der Abstimmung entwickelt? Wie funktioniert so eine Transplantation überhaupt? Und wie fühlt es sich an, wenn ein fremdes Herz in der eigenen Brust schlägt?
Alle Seiten einer Herztransplantation
In einer Spezialfolge vom Podcast «Gesprächsstoff» sprechen Moderatorin Sibylle Hartmann und Kaspar Keller, freier Journalist, mit einer Mutter, dessen zweijährige Tochter zur Organspenderin wurde und vier Menschen das Leben rettete.
Herzchirurginnen und -chirurgen des Inselspitals gewähren einen exklusiven Einblick in eine Herztransplantation – von der Entnahme in einem anderen Spital über die Fahrt mit Blaulicht in die Insel bis zum Herzschlag beim Empfänger. Und ein 27-jähriger Berner, der vor drei Jahren ein neues Herz erhalten hat, erzählt, wie sich sein Alltag seither entwickelt hat.
Moderation und Produktion: Sibylle Hartmann und Kaspar Keller
Drei Artikel zur Widerspruchslösung
Die Organspende: «Es war ein riesen Glücksgefühl, dass Aliena diesen Kindern ein neues Leben schenken konnte»Die Transplantation: Sie halten Herzen in ihren Händen: Ein Tag im Leben eines TransplantationsteamsDas fremde Herz: Neues Organ, neue Probleme: Was nach der Transplantation kommt
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Live-Talk über Femizide: Warum häusliche Gewalt die ganze Gesellschaft betrifft
2026/09/23
Jede zweite Woche wird in der Schweiz eine Frau aufgrund ihres Geschlechts getötet. Unter den Tätern sind Partner, Väter, Brüder. Gleichzeitig rückt die Polizei immer häufiger wegen häuslicher Gewalt aus. Warum ist heute der gefährlichste Ort für Frauen ihr Zuhause?
Darüber haben am Dienstagabend die ehemalige Bundesrätin Simonetta Sommaruga, die Berner Stadträtin und Gewaltbetroffene Dominique Hodel und der Gewaltberater Christoph Jäggi am «Bund»-im-Gespräch im Bierhübeli diskutiert.
Simonetta Sommaruga hat als Studentin in einem Frauenhaus gearbeitet, was sie bis heute prägt. Seit den Anfängen ihrer politischen Karriere setzt sie sich für Gleichberechtigung ein. Sie sagt: «Gleichstellung verhindert Gewalt.»
Wie schwierig es ist, aus einer toxischen Beziehung auszubrechen, weiss die Berner SP-Stadträtin Dominique Hodel. Sie war jahrelang in einer Gewaltspirale gefangen. «Ich habe jeweils behauptet, mich selbst verletzt zu haben», sagt sie.
Wer sind die Männer, die ihre Partnerinnen schlagen oder sogar umbringen? Christoph Jäggi berät seit 15 Jahren Täter. Er kennt die Wege aus der Gewalt. Die Prävention beginne bereits in der Kindheit bei der Sozialisierung der Buben und junger Männer, sagt er.
Moderation: Mirjam Comtesse und Simone Klemenz
Gäste: Simonetta Sommaruga, Dominique Hodel, Christoph Jäggo
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Bio oder billig? Welches Fleisch wollen wir uns noch leisten?
2026/09/18
Sei es Poulet, Rind oder Schweinefleisch, in Form von Steak, Plätzli, oder Mostbröckli: Wir Schweizerinnen und Schweizer essen im Schnitt 50 Kilogramm Fleisch im Jahr. «Zu viel», sagen die Initiantinnen und Initianten der Ernährungsinitiative, über die wir am 27. September abstimmen. «Zu viel», sagt aber auch der Bundesrat.
Essen ist politisch geworden. Wie viel und welches Fleisch können, wollen und dürfen wir uns also künftig noch leisten?
Auf der Suche nach Antworten hat unser Redaktor Marius Aschwanden in der Zähringer-Migros in der Länggasse das Auswahlverfahren der Kundschaft in der Fleischabteilung studiert. Er hat sich eine der grössten Munimastereien in der Nähe von Burgdorf angeschaut, wo Bauer Tobias Steffen seine 320 Tiere innerhalb von acht Monaten auf 550 Kilogramm mästet.
Und er hat die Biometzgerei «La Boulotte» im Berner Breiterainquartier besucht, wo erst das nächste Tier geschlachtet wird, wenn das vorherige komplett verkauft ist.
In einer neuen Folge des Podcasts «Gesprächsstoff» erzählt Aschwanden von seiner Recherche zu unserem Fleischkonsum im Vorfeld der Abstimmung über die Ernährungsinitiative. Etwa von Andreas, der ohne mit der Wimper zu zucken zu Migros-Budget-Fleisch greift. Was es mit Bauer Steffen macht, wenn ein Muni plötzlich anhänglich wird. Und warum die Theke in der Biometzgerei nicht immer ganz einfach zu füllen ist.
Moderation und Produktion: Sibylle Hartmann
Gast: Marius Aschwanden
Artikle zu unserem Fleischkonsum
Fleischland Schweiz: Von M-Budget bis Dry-Aged-Beef: Welches Fleisch wollen wir uns noch leisten?«Apropos» – der tägliche Podcast: «Hier wird es tricky»: Unser Experte erklärt, was die Ernährungsinitiative will – und wie realistisch das istPodcast «Politbüro»: Ernährungsinitiative: «Franziska Herrens Interessen sind auch sehr konservativ» – «Sie denkt nicht strategisch, das ist ihre grösste Schwäche»
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Billigware aus China: Berner Boutique entpuppt sich als Fake-Shop
2026/09/11
«Modeberg Bern – inspiriert von der einzigartigen Kultur und Geschichte der schweizerischen Hauptstadt.»
Dieser Slogan klang für eine 30-jährige Leserin absolut seriös. Auch die Website machte auf sie einen professionellen Eindruck. Und das Geschäft dazu befindet sich ja in der Stadt Bern, wie sie dachte.
So bestellte sie kürzlich online bei «Modeberg Bern» Qualitätskleider im Wert von 300 Franken. Drei Wochen später erhielt sie ein zerquetschtes Päckchen – voll mit Billigware aus China und einer nachträglich angenähten Etikette mit der Aufschrift «Modeberg Bern».
Szene aus jungen, vermeintlich reichen Dropshippern im Netz
Wie ist es möglich, dass immer mehr dubiose Onlineshops wie «Modeberg Bern» unbehelligt im Netz vorgaukeln können, ein lokales Geschäft zu sein? Ist es illegal, Billigware aus China zu liefern anstatt der versprochenen Qualitätskleidung? Was steckt genau hinter der sogenannten Dropshipping-Szene im Netz? Und wie kann man sich davor schützen?
In einer neuen Folge des Podcasts «Gesprächsstoff» erzählt Redaktor Andres Marti aus dem Ressort Bern über den Fall des vermeintlichen Berner Webshops. Er erklärt, was Dropshipping genau ist und was es mit dieser Szene von jungen Menschen im Netz, die damit reich geworden sind, auf sich hat.
Moderation und Produktion: Sibylle Hartmann
Gast: Andres Marti
Artikel zu Dropshipping:
Masche im Internet: Berner Boutique entpuppt sich als Fake-ShopFall von Dropshipping: «Berner» Onlineshop verkauft Billigmode aus China – bis zu 400 Prozent teurerGoldgrube Onlinehandel? Für den Traum vom schnellen Geld hat Arad sogar die Lehre geschmissen
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SCB vs. SCL Tigers: Live-Talk zum Auftakt der Eishockeysaison
2026/09/09
Bereits eine Woche vor dem Auftakt der Schweizer Eishockeysaison kam es am Dienstagabend in Bern zum Tatzenderby. Jürg Fuhrer, CEO des SC Bern und Peter Jakob, Verwaltungsratspräsident der SCL Tigers, standen sich beim Talk der Berner Zeitung gegenüber.
Während beim SC Bern der grosse Umbruch im Gange ist mit Fuhrers Übernahme der Geschäftsführung von Clublegende Marc Lüthi, baut Langnau weiterhin auf Kontinuität mit dem langjährigen VR-Präsidenten Peter Jakob.
So unterschiedlich die Ausgangslage in der Führungsebene, so identisch klang am Dienstagabend das jeweilige Saisonziel: die Playoffs. Fuhrer hält auf dem Podium fest, dass für den SCB mittelfristig der Kübel wieder her müsse. Und hofft, dass Geld nicht der einzige Faktor sei, um die Meisterschaft zu entscheiden.
Dass die Mutzen um den Titel spielen, das wollen die Tigers aber gar nicht erst zulassen. «Am besten wärs, wor würden den SCB im Plaoff rausschmeissen», meint Jakob scherzhaft.Schliesslich seien sie unterdessen nicht mehr die Bauern, sondern eine Hockeyunternehmung auf dem Land.
Moderiert wurde der Abend vom BZ-Chefredaktor Wolf Röcken. Wie die beiden Clubs die Erwartungen der jeweiligen treuen Fanbasis erfüllen wollen und wie es um die beiden Stadien steht, kann hier nachgehört werden:
Moderation: Wolf Röcken
Gäste: Jürg Fuhrer, Peter Jakob
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Abseits der grossen True-Crime-Fälle: Eine Woche im Berner Amthaus
2026/09/04
Eine Frau um die 30, die 44-mal in flagranti beim Stehlen erwischt wurde rund um den Bahnhof. Ein Mann, der innerorts mit 81 Kilometern pro Stunde in eine Radarfalle getappt war und behauptet, sein Cousin sei am Steuer gesessen. Ein 32-Jähriger, der trotz Landesverweis wieder in die Schweiz eingereist ist – mit gefälschten Papieren.
Meistens geht es vor den Gerichten im Kanton Bern nicht um Mord und Totschlag oder die ganz grossen True-Crime-Fälle, sondern um die vermeintlich kleinen Konflikte mit dem Gesetz: um Verkehrsdelikte, Diebstähle oder Drogen.
6’551 Strafprozesse haben letztes Jahr an den Berner Gerichten stattgefunden. Sie bilden den Schlusspunkt von Strafverfahren, die oft lang, manchmal sehr lang dauern. Und es werden in der Tendenz immer mehr.
Wie sieht der Justizalltag abseits der grossen Kriminalfälle überhaupt aus? Was sind das für Menschen, die sich wegen solcher unscheinbaren Delikte vor dem Gesetz verantworten müssen? Was erzählen diese einzelnen Geschichten über unsere Gesellschaft und unser Rechtssystem? Wie konnte es so weit kommen, dass die Gerichte der Flut an Fällen kaum noch hinterherkommen?
Diesen Fragen ist Cedric Fröhlich nachgegangen, Justizreporter beim Ressort Bern. Er hat eine Woche im Berner Amtshaus verbracht. In einer neuen Folge von «Gesprächsstoff», dem Podcast von Bund und Berner Zeitung erzählt er von den drei Fällen, bei denen er im Gerichtssaal sass. Und wie unterschiedlich Menschen damit umgehen, wenn ihnen etwas vorgeworfen wird.
Moderation und Produktion: Sibylle Hartmann
Gast: Cedric Fröhlich
Redaktionelle Mitarbeit: Jessica King
Sprecherin: Jacky Wechsler
Artikel zur Berner Justiz am Anschlag:
Hinter den Kulissen des Rechts: Verkehrssünden, Diebstähle, Drogen: Eine Woche am Berner GerichtDer lange Weg zur GerechtigkeitMehr Aufwand pro Fall: Die Berner Justiz ist am Anschlag
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Warum nur noch die Hälfte der Kinder und Jugendlichen regelmässig Velo fährt
2026/08/28
Seit den 90er-Jahren hat sich die Zahl der Kinder halbiert, die regelmässig Fahrrad fahren. Viele Kinder haben Mühe beim Bremsen und Schalten oder Linksabbiegen . In Köniz soll sich das jetzt ändern. Die Schule Buchsee ist seit diesem Sommer Teil des Pilotprojekts «Velofreundliche Schule», das von Pro Velo lanciert und vom Bundesamt für Energie finanziert wird.
Warum steigen Kinder und Jugendliche heutzutage weniger in den Sattel und benutzen stattdessen mit dem ÖV? Ist der heutige Autoverkehr wirklich gefährlicher für Velofahrende? Und was bringt die Veloprüfung überhaupt?
Darüber spricht in einer neuen Folge vom Podcast «Gesprächsstoff» Redaktorin Regina Schneeberger. Sie hat mit dem Verkehrspolizisten Peter Miescher getroffen, ist mit der Fünftklässlerin Jolina mit dem Velo in die Schule gefahren und hat zum Rückgang der Fahrradnutzung von Kindern und Jugendlichen recherchiert.
Moderation und Produktion: Sibylle Hartmann
Gast: Regina Schneeberger
Artikel zum Schulweg mit dem Velo:
Immer weniger Kinder fahren Velo: «Mancherorts ist fast die Hälfte der Schulklasse wacklig unterwegs», sagt der Verkehrspolizist
Interaktive Karte und Rangliste: In welchen Städten am meisten Velounfälle passieren – und wo sie seltener werden
Aus der Gemeinde: Wie diese Schulklasse im Köniztäli zum Velo-Champion wurde
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Sekten-Guru «Vatti» missbrauchte jahrelang Mädchen - auch nach seiner Verurteilung
2026/08/21
Paul Baumann, besser bekannt als «Vatti», hat in den 1950er-Jahren in der Gemeinde Linden im Berner Mittelland die christliche Vereinigung Methernitha gegründet und dort jahrelang zahlreiche junge Mädchen missbraucht.
Dafür wurde er 1974 zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Doch auch nach seiner Entlassung machte er unbehelligt weiter – so lange, bis er körperlich und altershalber keine Bedürfnisse mehr hatte. 2011 starb Paul Baumann mit 93 Jahren.
Warum konnte der Sektenführer einfach so mit seinen Gräueltaten weitermachen? Was ist das überhaupt für eine religiöse Vereinigung, die immer noch existiert? Und was sagt die Gemeinde Linden heute dazu?
Darüber spricht Benjamin Lauener, Redaktor aus dem Ressort Region, in einer neuen Folge vom Podcast «Gesprächsstoff». Er hat sich für seine Recherche zum Missbrauchsskandal der Methernitha-Sekte tief ins Zeitungsarchiv vergaben und mit dem heutigen Dorfpfarrer von Linden gesprochen.
Ausgangspunkt war die neue vierteilige Dokumentar-Serie «Der Engelmacher» von Regisseurin Marina Klauser. Sie hat mit ihrer vierjährigen Recherchearbeit die Fortsetzung des Missbrauchs ans Tageslicht gebracht. Die Serie von Tellfilm entstand in Zusammenarbeit mit der SRG und 3SatSchweiz.
Der Film «Der Engelmacher» ist auf Play Suisse und ab dem 20. August auf Play SRF verfügbar. Die ersten beiden Teile laufen am 27. August auf SRF 1. Die Episoden 3 und 4 werden am 30. August ausgestrahlt.
Moderation und Produktion: Sibylle Hartmann
Gast: Benjamin Lauener
Redaktionelle Mitarbeit: Jessica King
O-Töne Betroffene: «Der Engelmacher»
Artikel zum Missbrauchsskandal
Übergriffe in Berner Sekte: «Der Missbrauch lief weiter – bis ‹Vatti› keine Bedürfnisse mehr hatte»
TV-Kritik «Der Engelmacher»: Das Grauen kommt in Gestalt eines Käfers – er krabbelt über nackte Mädchenhaut
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Zu grosse Klassen, zu heisse Zimmer: So steht es um die Berner Schulen
2026/08/14
Nach den langen und vor allem heissen Sommerferien hat im Kanton Bern die Schule wieder begonnen. Und die Hitze hält nach wie vor an, in so manchen Klassenzimmern ist es brütend heiss – bis über 40 Grad.
Dass es an den Berner Schulen kein Hitzefrei gibt, sorgt aktuell für grosse Diskussionen. Während es in den vergangenen Jahren zum Schulauftakt vor allem ein Gesprächsthema gab: den Lehrpersonenmangel.
Wie sieht es diesbezüglich im Moment aus? Was beschäftigt zum Auftakt des neuen Schuljahres sonst noch? Sind die Klassen noch immer zu gross und der Schulraum weiterhin knapp? Und welche Pläne verfolgt der neue Bildungsdirektor Reto Müller für die Berner Schullandschaft?
In einer neuen Folge des Podcasts «Gesprächsstoff» sprechen die beiden langjährigen Bildungsredaktorinnen Naomi Jones und Regina Schneeberger über die Lage an den Schulen im Kanton Bern. Sie haben Reto Müller, der seit gerade mal seit zwei Monaten als kantonaler Bildungsdirektor im Amt ist, vor dem Schulstart zum Interview getroffen.
Ab August gibt es jeden Freitagmittag eine neue Folge von «Gesprächsstoff». Wir liefern die Geschichte der Woche – erzählt und eingeordnet von den Redaktorinnen und Redaktoren, die am nächsten dran sind und seit Jahren über diese Themen berichten.
Moderation und Produktion: Sibylle Hartmann
Redaktionelle Mitarbeit: Jessica King
Mehr zum Thema Schulstart im Kanton Bern
Hitze an Berner Schulen: Bildungsdirektor Reto Müller will Schulkinder gegen Hitze abhärten – was Fachleute davon halten
Interview zum Schulstart: 27 Kinder in einem Schulzimmer: «Dass an den Klassengrössen gerüttelt wird, ist illusorisch», sagt der Bildungsdirektor
In Bern startet das Schuljahr: «Die Buchstaben brauchen so viel Platz im Buch»: Ayun und Louane verraten, was in der Schule wirklich zählt
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Historische Sommer in Bern (3/3): die Jahrhundertüberschwemmung in der Matte 2005
2026/07/31
«Plötzlich war das Wehr voll mit Holz, und die Aare floss direkt durch die Matte. Und man konnte eigentlich nichts mehr tun, man konnte nur noch fliehen.»
Das Jahrhunderthochwasser in der Schweiz Ende August 2005 traf den Kanton Bern hart, besonders das Mattequartier. Die Aare führte die vierfache Menge an Wasser. 250 Tonnen Holz verkeilten sich in der Matteschwelle, die Aare suchte sich einen neuen Weg und setzte das ganze Quartier unter Wasser – teilweise mehrere Meter tief.
«Die Bevölkerung wird gebeten, in den Häusern zu bleiben und sich in das obere Stockwerk zu begeben. Wer evakuiert werden möchte, soll sich am Fenster bemerkbar machen. Hilfe kommt.»
Während die Mättelerinnen und Mätteler anfangs noch per Motorboot das Quartier verlassen konnten, kam es am zweiten Tag zur Zwangsevakuierung der verbleibenden 69 Bewohnenden – zum Teil per Helikopter.
«Plötzlich klopfte ein Feuerwehrmann an der Tür: ‹Wir müssen Sie und Ihren Mann mit dem Helikopter vom Dach aus evakuieren. Boote dürfen nicht mehr fahren, da es zu gefährlich ist.›»
Erst einige Tage später konnten die knapp 1200 Anwohnerinnen und Anwohner zurückkehren: in ein Quartier voller Schlamm auf der Strasse – und gezeichnet von grosser Zerstörung in den Häusern, Büros und Geschäften.
Hochwassererprobtes Mattequartier
Es war nicht das erste Hochwasser im Quartier. Welche Konsequenzen hatte diese Jahrhundertüberschwemmung für den Hochwasserschutz? Wie blicken die Mättelerinnen und Mätteler auf die bangen Tage vor über 20 Jahren zurück? Und was ist seither bezüglich Hochwasserschutz an der Aare in der Stadt Bern unternommen worden?
Darüber spricht Urs Wüthrich in der dritten Folge zu den historischen Sommern in Bern im Podcast «Gesprächsstoff». Er schrieb damals als Redaktor für die Berner Zeitung und ist heute pensioniert. Er lebt seit 23 Jahren im Mattequartier und musste sich 2005 zusammen mit seiner Frau und seinen beiden Katzen per Boot evakuieren lassen.
Im zweiten Teil der Podcastfolge spricht Bernhard Ott, langjähriger Redaktor aus dem Ressort Bern, über die Entwicklung des Hochwasserschutzes an der Aare in Bern seit dem Hochwasser 2005.
Moderation und Produktion: Sibylle Hartmann
Gäste: Urs Wüthrich, Bernhard Ott
Artikel zur Überschwemmung in der Matte 2005
20 Jahre nach dem Hochwasser: Die Angst vor Fluten bleibt: «Verstopfte Brücken wären der Super-GAU»
Mauern, Renaturierungen, Kiesentnahme: So will die Stadt Bern die Quartiere an der Aare schützen
Hochwasser-Gefahr in Bern: So hoch wie 2005 kommt es kaum mehr
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Historische Sommer in Bern (2/3): die Krawallnacht «Tanz dich frei» 2013
2026/07/17
Über 10’000 Menschen zogen am 25. Mai 2013 bei «Tanz dich frei» durch die Berner Innenstadt und demonstrierten für mehr Freiräume und ein lebendiges Nachtleben. Bis kurz vor Mitternacht blieb die unbewilligte Kundgebung friedlich.
Dann durchbrachen rund 70 vermummte Chaoten an der Spitze des Demozugs die Absperrung zum Bundeshaus und bewarfen die Polizei mit Absperrgittern, Pflastersteinen und Signalraketen.
Als auch der zweite Aufruf ins Leere lief, antwortete die Polizei mit Gummischrot, Tränengas und einem Wasserwerfer. Bis in die frühen Morgenstunden lieferten sich die Polizei und die Randalierer in der Innenstadt regelrechte Strassenschlachten.
Die Schadensbilanz am nächsten Tag: eingeschlagene Scheiben, geplünderte Schaufenster, kaum eine Fassade, die nicht besprayt war, 61 Festnahmen und über 50 Verletzte. Insgesamt haben die Ausschreitungen die Stadt Bern über 2 Millionen Franken gekostet.
Was für eine kulturpolitische Stimmung herrschte damals in der Stadt Bern, dass es so weit kommen konnte? Warum hat die Polizei die unbewilligte Partydemo nicht von Anfang an verhindert? Was hatte das Ganze für Folgen? Und wie viel vom «Tanz dich frei»-Geist ist heute noch im Nachtleben von Bern vorhanden?
Darüber spricht Politikredaktor Christoph Hämmann aus dem Ressort Bern. Er hat bereits 2013 für die «Berner Zeitung» geschrieben und war in jener Nacht als Reporter unterwegs. Auch zu Wort kommen in dieser Folge Reto Nause, der damalige Sicherheitsdirektor der Stadt Bern, und der Berner FDP-Politiker und damalige Präsident des Vereins Nachtleben Bern Tom Berger.
Produktion und Moderation: Sibylle Hartmann
Gast: Christoph Hämmann
Artikel zum Tanz dich frei 2013
10 Jahre nach «Tanz dich frei»: Bars florieren, Clubs weniger
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Historische Sommer in Bern (1/3): der orange Wahnsinn an der Euro 08
2026/07/02
Es war das grösste mehrtägige Fest, das je in Bern stattgefunden hat. An der Euro 08 herrschte in der Stadt der orange Ausnahmezustand. Schon beim ersten Gruppenspiel der niederländischen Nationalmannschaft tauchte der Fanmarsch der Holländerinnen und Holländer Bern in ein oranges Farbenmeer.
Nach dem sensationellen 3:0-Sieg gegen Weltmeister Italien reisten weitere Tausende Oranje-Fans nach Bern, nahmen die Innenstadt für sich ein und feierten ausgelassen und friedlich. Beim zweiten Spiel gegen Frankreich hatte es dann in der Innenstadt, wo erstmals in Bern Fussballspiele auf Grossleinwand öffentlich übertragen wurden, mit 150’000 Oranje-Fans mehr Menschen als Bern Einwohnende.
Mit einem weiteren Sieg der Holländer gegen Rumänien gingen die grosse Fussballparty und die Euro 08 in Bern zu Ende. Es war ein riesiges Volksfest – und vor allem ein friedliches. Aber es hat auch eine Debatte darüber ausgelöst, wie viel öffentlicher Raum von solchen Veranstaltungen eingenommen werden darf.
Was hat die Stadt denn richtig gemacht? Was nicht? Und was bleibt knapp 20 Jahre später von diesem Euro 08-Sommer noch?
Darüber spricht Wolf Röcken, Chefredaktor von «Bund» und «Berner Zeitung», in der ersten Folge zu den historischen Sommern in Bern im Podcast «Gesprächsstoff». Er war 2008 stellvertretender Leiter des Lokalen bei der «Berner Zeitung», hatte das Dossier der Euro 08 bei sich und war beim Spiel Holland - Italien im Stadion.
Auch zu Wort kommt in diesem Podcast YB-Präsident Marcel Brülhart, der damals als «Mister Euro 08» zum ersten Mal öffentlich bekannt wurde als Delegierter von Stadt und Kanton.
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Wie Ahmed T. nach seiner Haft ins Leben zurückfand
2026/06/19
«Ich habe vier Jahre bekommen.»
Ahmed T. sass wegen diverser schwerer Delikte drei Jahre in der Justizvollzugsanstalt in Witzwil. Im Juni 2024 wurde er vorzeitig aus seiner Haft entlassen.
«Jetzt geht es los. Ich will arbeiten, ich will reisen. Jetzt fängt für mich das Leben an.»
Wie geht es jemandem wie ihm auf seinem Weg aus dem Gefängnis zurück ins Leben? Wie sieht sein neuer Alltag aus? Was hat er für Unterstützung, was aber auch für Auflagen? Und was braucht es überhaupt für eine erfolgreiche Wiedereingliederung in die Gesellschaft?
Bewährungshelferin und Ex-Frau
Martina Hunziker aus der Kulturredaktion hat Ahmed T. eineinhalb Jahre lang durch seine Bewährungszeit begleitet und ihn regelmässig getroffen. Sie war bei Terminen mit seiner Bewährungshelferin dabei.
«Am Anfang trafen wir uns wöchentlich, nachher haben wir auf zwei Wochen reduziert, danach auf drei Wochen und am Schluss einmal im Monat. Er war sehr verbindlich, sehr gewissenhaft.»
Und sie hat seine Ex-Frau getroffen. Sie und Ahmed T. haben eine gemeinsame Tochter, die heute 15 Jahre alt ist.
«Wir waren jung, und man wusste nicht, worauf man sich einlässt. Aber das weiss man eigentlich nie.»
Moderation und Produktion: Sibylle Hartmann
Zu Gast: Martina Hunziker
Alle drei Texte zu Ahmed T.
Zurück im Leben: Ahmeds Weg aus dem Gefängnis (Teil 1): Der Ex-Häftling, die Bewährungshelferin und der Alkohol
Zurück im Leben: Ahmeds Weg aus dem Gefängnis (Teil 2): Post vom Amt: Warum Ahmed T. plötzlich die Ausschaffung droht
Zurück im Leben: Ahmeds Weg aus dem Gefängnis (Teil 3): Ahmed T. ist auf der Zielgeraden
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Phishing auf Ricardo: Berner verliert bei Schuhverkauf Familienersparnisse
2026/06/05
Ein Familienvater aus Bern will an einem Freitag im März auf Ricardo einfach nur ein Paar Schuhe verkaufen. Am Montag ist das gesamte Familienkonto leer. Mit einer Phishingmail haben Cyberkriminelle die Zwei-Faktor-Authentifizierung seiner Bank ausgehebelt. Und diese lehnt jede Haftung ab, weil der 34-Jährige die Authentifizierung selbst betätigt hat.
Wie konnte es passieren, dass der Familienvater Opfer einer Phishing-Attacke wurde? Warum bleibt die Familie auf ihrem leeren Konto sitzen? Wieso nehmen Meldungen zu Kleinanzeigen-Phishing so stark zu? Und wie kann man sich trotz immer neuer Tricks vor Cyberkriminellen schützen?
Darüber spricht Redaktor Andres Marti einer neuen Folge vom Podcast Gesprächsstoff. Er hat den Familienvater aus Bern getroffen und zu Phishing-Attacken und der rechtlichen Lage dazu recherchiert. Nebst dem Betroffenen kommt im Podcast auch Lucien Jucker, Leiter Datenschutz und Digitalisierung vom Konsumentenschutz, zu Wort.
Moderation und Produktion: Sibylle Hartmann
Zu Gast: Andres Marti
Artikel zur Phishing-Attacken auf Berner Familie
Kleinanzeigen-Phishing: Konto leer geräumt: Konsumentenschutz kritisiert Banken nach Ricardo-Betrug
Cyberkriminelle auf Ricardo: «Du verlierst den Boden unter den Füssen»: Wie einer Berner Familie das Konto leer geräumt wurde
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