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Synapsen – ein Wissenschaftspodcast

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Bewertung
★★★★☆
4.2
von
10 Bewertungen
Dieser Podcast hat
176 Episoden
Sprache
German
Herausgeber
NDR Info
Explizit
Nein
Erstellt am
2020/05/13
Neueste Episode
2026/10/09
Durchschnittsdauer
67 min.
Veröffentlichungsintervall
17 Tage

Beschreibung

Die "Synapsen"-Hosts Korinna Hennig und Beke Schulmann treffen sich mit Journalist*innen, die aktuelle Fragen der Gesundheitsforschung recherchiert haben. Sie nehmen uns mit ins Stresslabor oder den Klima-Windkanal - überall dahin, wo Gesundheit, Umwelt und Klima zusammen gedacht werden. Mit Denkanstößen und Aha-Effekten.

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(158) Frauengehirne, Männergehirne: Von Alzheimer bis Parkinson
2026/10/09
Was unterscheidet das Gehirn von Frau und Mann? Welche Rolle spielen Hormone bei der Entstehung von Krankheiten? Und: Worauf schaut die Neurowissenschaft?Die Wahrscheinlichkeit an einer bestimmten mit dem Gehirn assoziierten Krankheit zu erkranken, ist für Männer und Frauen teilweise ganz unterschiedlich hoch. Frauen bekommen beispielsweise häufiger Alzheimer, Männer leiden häufiger an Parkinson. Aber warum? Welche Rolle spielt das Geschlecht der Menschen dabei? Sind die Gehirne von Frauen und Männern so verschieden? Im Gespräch mit Synapsen-Host Beke Schulmann berichtet Wissenschaftsjournalistin Sarah Emminghaus über ihre Recherche und erzählt, dass sie währenddessen immer wieder bei einem bestimmten Thema gelandet ist: den Hormonen, genauer gesagt dem Östrogen. Ihm wird einerseits eine Schutz-Wirkung nachgesagt, andererseits könnte es auch für den Ausbruch von Krankheiten verantwortlich sein. Mit einem Forscher hat sie über die Unterschiede in weiblichen und männlichen Gehirnen gesprochen: Welche Auswirkungen hat es, dass das Gehirn von Frauen durchschnittlich etwas kleiner ist als das von Männern? Und es geht um die Frage, wie man eigentlich an bestimmten Details forschen kann, wenn es noch an Grundlagenforschung fehlt?HINTERGRUNDINFORMATIONENNature-Artikel über Geschlecht und Neurowissenschaften: Cahill, L. Why sex matters for neuroscience. Nat. Rev. Neurosci. 7, 477–484 (2006). https://doi.org/10.1038/nrn1909  Gehirne schwangerer Frauen: Hoekzema, E, Barba-Müller, E, Pozzobon, C et al. Pregnancy leads to long-lasting changes in human brain structure. Nat Neurosci 20, 287–296 (2017). https://doi.org/10.1038/nn.4458  Gehirn-Veränderungen von Vätern: Sobral M, Pacheco F, Perry B, Antunes J, Martins S, Guiomar R, Soares I, Sampaio A, Mesquita A and Ganho-Ávila A. Neurobiological Correlates of Fatherhood During the Postpartum Period: A Scoping Review. Front. Psychol. 13:745767 (2022). https://doi.org/10.3389/fpsyg.2022.745767  Gehirnalter im Zusammenhang mit dem Zeitpunkt von erstem und letztem Zyklus: Luders, E, Sundström Poromaa, I, Barth, C, Gaser, C. A case for estradiol: younger brains in women with earlier menarche and later menopause. GigaScience 14, giaf060 (2025). https://doi.org/10.1093/gigascience/giaf060 Artikel über Konferenzergebnisse zum Zusammenhang zwischen Hitze und Alzheimer bei Frauen: https://www.medscape.com/viewarticle/long-term-heat-exposure-linked-alzheimers-disease-biomarker-2026a1000nuw?form=fpfDen Artikel mit allen Quellen zur Folge findet ihr auf der Synapsenseite:https://www.ndr.de/nachrichten/podcastsynapsen100.htmlHabt ihr Feedback oder einen Lifehack aus der Welt der Wissenschaft? Schreibt uns an [email protected] geht's zu ARD Gesund: https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit
(157) Muskeln: Unterschätzte Superkraft für die Gesundheit
2026/09/25
Kann Training Fett in Muskeln verwandeln? Neuere Forschung zeigt: Kraft könnte ein Schlüssel für die Gesundheit sein.Dass Bewegung gesund ist, wissen wir längst. Aber welche Rolle Krafttraining dabei eigentlich spielt, ist selbst vielen Fachleuten noch gar nicht so lange klar. Muskeln senden Botenstoffe durch den ganzen Körper, zum Gehirn, zum Fettgewebe, zu entarteten Zellen. Sie sind ein eigenständiges Organ, das für Langlebigkeit sorgen und sogar Krankheiten bekämpfen kann. Wie viel können wir tatsächlich durch Krafttraining verändern? Wissenschaftsjournalist Patric Seibel hat mit Forschenden aus verschiedenen Fachbereichen und Ländern gesprochen: Über ein Medikament, das eigentlich Muskeln aufbauen soll und nebenbei beim Abnehmen hilft. Über eine Studie, die zeigt: Krafttraining kann das Sterberisiko nach einer Krebserkrankung um mehr als ein Drittel senken - und über ein Neugeborenes mit Muskelpaketen statt Babyspeck. Gemeinsam mit Host Melanie Stinn geht er der Frage nach, was das ganz praktisch für den eigenen Trainingsplan bedeutet – und erklärt, warum man auch mit 80 Jahren noch damit anfangen kann.SYNAPSEN LIVESynapsen, der Wissenschaftspodcast von NDR Info, ist live bei der Hamburger Podcast-Nacht am 6. Oktober im Hansa-Theatersaal zu Gast. Wir verlosen fünf Karten für das Event. Wer mitmachen möchte, kann einfach eine Mail mit dem Betreff "Verlosung" an [email protected] schicken.https://www.ndr.de/nachrichten/info/wie-wollen-wir-in-hamburg-leben,podcastlive-144.htmlHINTERGRUNDINFORMATIONEN Die historische Suche nach dem Trainingsfaktor: Muskeln produzieren Myokine: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/41243351/ Muskeln kommunizieren mit den Organen: Die neuen Rollen der Myokine https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32393961/ Semaglutid plus Bimagrumap reduziert Fettmasse und erhält Muskelmasse: https://www.nature.com/articles/s41591-026-04204-0 Fett in Muskeln umwandeln: Eine Möglichkeit und Alternative zu Medikamenten wie Semaglutid? (Die Sushibar-Hypothese) https://physoc.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1113/JP286430#support-information-section DFG-Forschungsgruppe “HyperMet” an der TU München: https://web.tum.de/hypermet/startseite/ Sport verbessert das Überleben bei Darmkrebs: https://www.nejm.org/doi/10.1056/NEJMoa2502760 Neue Erkenntnisse zu Muskeltraining, Bewegung und Gesundheit: https://journals.physiology.org/doi/full/10.1152/japplphysiol.00242.2021Unsere Gute Nachricht zur RSV-Prävention in Dänemark: https://www.thelancet.com/journals/lanepe/article/PIIS2666-7762(26)00162-6/fulltext Unser Podcasttipp “Zwischen Hamburg und Haiti”: https://www.ardsounds.de/sendung/zwischen-hamburg-und-haiti/urn:ard:show:9d4c11d743094a7e/Artikel zur Folge auf der Synapsenseite:https://www.ndr.de/nachrichten/podcastsynapsen100.htmlHabt ihr Feedback oder einen Lifehack aus der Welt der Wissenschaft? Schreibt uns an [email protected] geht's zu ARD Gesund: https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit
(156) F-Gase: Gefahr für Planet und Gesundheit
2026/09/11
Viele Kühlmittel in Klimaanlagen heizen die Erdatmosphäre auf - obwohl die Politik längst gegensteuert. Helfen könnte ausgerechnet die Polizei.Fluorierte Gase finden sich in Klimaanlagen, Wärmepumpen und industriellen Kälteanlagen. Das Problem: Viele, die das ozonschichtschädigende FCKW abgelöst haben, sind trotzdem extrem klimaschädlich, und sie entweichen immer wieder in die Atmosphäre. Andere können zu gesundheitsgefährdenden Ewigkeitschemikalien abgebaut werden. Dabei ist der Ausstieg aus vielen F-Gasen längst beschlossene Sache, im Einvernehmen mit der Industrie. Wenn da nicht die organisierte Klimakriminalität wäre ...Wissenschaftsjournalistin Korinna Hennig hat mit Atmosphärenforschern gesprochen und sich auf 800 Metern Höhe im Taunus zeigen lassen, wie F-Gase in der Außenluft gemessen werden. Im Gespräch mit Host Melanie Stinn berichtet sie, was es für Alternativen zu den klimaschädlichen F-Gasen gibt, warum es trotzdem so lukrativ ist, mit illegalen Treibhausgasen zu handeln - und was Autowerkstätten mit all dem zu tun haben.Die erstaunliche Geschichte einer Klimaschutzmaßnahme, über die sich alle einig sind - und die dennoch zu scheitern droht. Doch es fehlt gar nicht viel für ein Happy End.SYNAPSEN LIVESynapsen, der Wissenschaftspodcast von NDR Info, ist live bei der Hamburger Podcast-Nacht am 6. Oktober im Hansa-Theatersaal zu Gast. Wir verlosen fünf Karten für das Event. Wer mitmachen möchte, kann einfach eine Mail mit dem Betreff "Verlosung" an [email protected] schicken.https://www.ndr.de/nachrichten/info/wie-wollen-wir-in-hamburg-leben,podcastlive-144.htmlHINTERGRUNDINFORMATIONENModellierungen der US-Behörde NOAA zu den Folgen von F-Gasen in der Atmosphäre: https://csl.noaa.gov/assessments/ozone/2022/downloads/twentyquestions/Q19.pdf Wirkung der F-Gase-Regulierung auf die Erderwärmung: https://acp.copernicus.org/articles/23/5135/2023/#section3Bericht des Umweltbundesamts zu F-Gas-Emissionen in Deutschland: https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/fluorierte-treibhausgase-fckw/emissionen/emissionsverlaufBundesamt für Risikobewertung zum Gesundheitsrisiko durch die Ewigkeitschemikalie TFA: https://www.bfr.bund.de/fragen-und-antworten/thema/trifluoressigsaeure-tfa-in-lebensmitteln-wie-steht-es-um-das-gesundheitliche-risiko/ Einschätzung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit zum Gesundheitsrisiko durch die Ewigkeitschemikalie TFA: https://www.efsa.europa.eu/de/plain-language-summary/consumer-health-based-guidance-values-trifluoroacetic-acidArtikel zur Folge auf der Synapsenseite:https://www.ndr.de/nachrichten/podcastsynapsen100.htmlHabt ihr Feedback oder einen Lifehack aus der Welt der Wissenschaft? Schreibt uns an [email protected] geht's zu ARD Gesund: https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit
(155) Psychisch am Limit? Wie es Kindern wirklich geht
2026/08/28
Handysucht, Einsamkeit, verlorene Generation - bei Kindern und Jugendlichen klingt vieles nach Krise. Die Bestandsaufnahme von Psychologe Julian Schmitz liefert überraschende Antworten.Geht es Kindern und Jugendlichen wirklich so schlecht wie nie zuvor? Dieser Eindruck drängt sich auf, wenn man Schlagzeilen oder Gespräche zwischen Erwachsenen verfolgt. Und diese Sorge beeinflusst auch den politischen Diskus, zum Beispiel dann, wenn Parteien oder Politiker ein Smartphoneverbot fordern.Aber stimmt das Bild überhaupt? In dieser Sonderfolge spricht Wissenschaftsredakteurin Melanie Stinn mit Julian Schmitz, Professor für Klinische Kinder- und Jugendpsychologie an der Universität Leipzig. Er leitet dort die psychotherapeutische Hochschulambulanz für Kinder und Jugendliche.Im Interview berichtet er, wie es wirklich steht um Kinder und Jugendliche, was tatsächlich einen Einfluss auf ihre psychische Gesundheit hat und was es braucht, damit die, die Hilfe brauchen, welche bekommen.HINTERGRUNDINFORMATIONENhttps://bosch-stiftung.de/projekt/das-deutsche-schulbarometer/schuelerinnenhttps://link.springer.com/article/10.1007/s00787-026-03092-6https://jamanetwork.com/journals/jamapediatrics/article-abstract/2845518https://www.nature.com/articles/s41598-022-05780-0https://www.iwkoeln.de/studien/christina-anger-julia-betz-wido-geis-thoene-die-oekonomische-bedeutung-der-psychischen-gesundheit-von-schuelerinnen-und-schuelern.htmlArtikel zur Folge auf der Synapsenseite:https://www.ndr.de/nachrichten/podcastsynapsen100.htmlHabt ihr Feedback oder einen Lifehack aus der Welt der Wissenschaft? Schreibt uns an [email protected] geht's zu ARD Gesund: https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit
(154) Viren-Special: Was können wir aus Hanta und Ebola lernen?
2026/07/17
Wie viel Pandemiegefahr geht von Viren wie Hanta und Ebola aus? Warum kein Grund zur Panik besteht - und wir trotzdem handeln müssen.Es gab Schlagzeilen im Frühjahr dieses Jahres, die bei manchen Menschen Ängste triggerten: Ein Infektionsausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff, der spät entdeckt wurde - mit einem Erreger, von dem viele noch nie gehört hatten. Die Behörden bekamen das Hantavirus schnell in den Griff, doch wenige Wochen später meldete die Demokratische Republik Kongo einen weiteren Ebola-Ausbruch. Auch diesmal: Spät entdeckt, mit einer Variante, die man nicht auf dem Zettel hatte. Wie berechtigt waren und sind Sorgen vor einer neuen Pandemie?Synapsen-Host Korinna Hennig geht im Gespräch mit Medizinjournalistin Daniela Remus der Frage nach, was wir aus den beiden Ausbrüchen lernen können. Sie haben mit verschiedenen Menschen aus der Infektionsforschung gesprochen und erklären, warum Alarmismus oft unberechtigt ist - und weshalb wir trotzdem an einem heiklen Punkt in der globalen "Pandemic Preparedness" stehen.HINTERGRUNDINFORMATIONENStudie zu Superspreading-Event mit dem Andes-Hantavirus in Argentinien 2018: https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa2009040Kontaktnachverfolgung ohne Ansteckungen nach Hantavirus-Ausbruch 2018: https://www.cdc.gov/mmwr/volumes/67/wr/pdfs/mm6741a7-H.pdfForschung zum Impfstoff gegen die Bundibugyo-Variante des Ebolavirus: https://journals.plos.org/plosntds/article?id=10.1371/journal.pntd.0002600Kommentar von Isabella Eckerle et al zum Hantavirus-Ausbruch und Pandemic Preparedness: https://www.thelancet.com/journals/lanepe/article/PIIS2666-7762(26)00167-5/fulltextAlle weiteren Quellen findet ihr im Artikel zur Folge auf der Synapsenseite:https://www.ndr.de/nachrichten/podcastsynapsen100.htmlHabt ihr Feedback oder einen Lifehack aus der Welt der Wissenschaft? Schreibt uns an [email protected] geht's zu ARD Gesund: https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit
(153) Delir im Krankenhaus: Warum wir mehr Altersmedizin brauchen
2026/07/03
Wenn ältere Patienten ins Krankenhaus müssen, kommen sie oft als Pflegefälle wieder nach Hause. Doch es gibt Behandlungsleitlinien, die das verhindern können. Plötzlich wie dement: Jeder dritte Mensch über 65 erleidet im Krankenhaus eine akute kognitive Funktionsstörung mit extremen Verwirrtheitszuständen. Das so genannte "Delir" ist eins der Hauptrisiken, wenn Ältere in der Klinik nicht fachgerecht behandelt werden. Denn alte Menschen sind als Patient:innen ähnliche Spezialfälle wie Kinder. Synapsen-Host Korinna Hennig und Medizinjournalistin Daniela Remus haben das beide mit ihren Vätern erlebt. In dieser sehr persönlichen Folge gehen sie der Frage nach, was schieflaufen kann, wenn geriatrische Leitlinien nicht umgesetzt werden. Sie berichten von über 80-jährigen Patienten, die noch zur Quittenernte auf Bäume geklettert sind oder Tischtennis gespielt haben - und nach dem Klinikaufenthalt um ein Haar als Pflegefälle geendet wären. Es geht um kognitive Funktionsreserven, die Suche der Forschung nach einem Biomarker für das Delir-Risiko, Physiotherapie im Klettergurt - und darum, was das Gesundheitssystem sparen kann, wenn Angehörige mit im Krankenzimmer aufgenommen werden.HINTERGRUNDINFORMATIONEN: Delir: Symptome, Definition und Behandlunghttps://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/delir-symptome-definitionund-behandlung,delir-102.htmlStatistische Angaben zur Zahl älterer Patienten im Krankenhaus: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/11/PD25_398_231.html Betreibbare Betten in deutschen Krankenhäusern: https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Gesundheit/Krankenhauser/Tabellen/gd-krankenhaeuser-jahre.html Überblicksstudie zur Häufigkeit von Delir im Krankenhaus: https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0163834320301237 S3-Leitlinie Perioperatives Delir bei älteren Patientinnen und Patienten: https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/001-021Überblicks- und Berichtsdaten des RKI zur Häufigkeit von Multimorbidität bei Menschen ab 65 Jahren: https://www.rki.de/DE/Content/GesundAZ/G/Gesundheit-aelterer-menschen/Gesundheit-aelterer-menschen_node.htmlCornell-Preprint von 2024 zu Delirraten auf Intensivstationen: https://arxiv.org/abs/2410.17363 PAWEL-Studie: Delirprävention durch ein Multikomponentenprogramm bei älteren chirurgischen Patientinnen und Patienten: https://www.umg.eu/forschung/klinische-studien/projekt-pawel/Schätzungen zur Mangelernährung bei Krankenhausaufnahme: https://www.aerzteblatt.de/news/mangelernaehrung-im-krankenhaus-etwa-55000-vermeidbare-todesfaelle-a2ea8292-8741-40b1-918a-db51a3be287f Alle weiteren Quellen findet ihr im Artikel zur Folge auf der Synapsenseite:https://www.ndr.de/nachrichten/podcastsynapsen100.htmlHabt ihr Feedback oder einen Lifehack aus der Welt der Wissenschaft? Schreibt uns an [email protected] geht's zu ARD Gesund: https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit
(152) Klimawandel: Wie Patienten und Gesundheitswesen sich wappnen sollten
2026/06/19
Krankenhäuser und Arztpraxen in Deutschland sind zu wenig vorbereitet auf Hitzewellen. Doch Klimamanagerinnen und Forschende wissen, was zu tun ist. Hitzewellen sind ein Gesundheitsrisiko, besonders in Regionen mit überalterter Bevölkerung. Doch was viele nicht wissen: Manche Medikamente wirken auch anders, wenn es heiß ist. Sie werden langsamer abgebaut oder verhindern, dass der Körper Hitze gut kompensieren kann. Welche das zum Beispiel sind und wo man das nachlesen kann, berichtet die Medizinjournalistin Silke Jäger. Sie hat recherchiert, was der Klimawandel für Patient:innen, Krankenhäuser und Arztpraxen bedeutet. Im Gespräch mit Host Korinna Hennig erklärt sie, warum es für Kliniken oft so schwierig ist, gegen überhitzte Krankenzimmer vorzugehen und Patienten in Hitzewellen zuhause versterben. Silke lässt Klimamanagerinnen und Ärztinnen zu Wort kommen, erläutert, wie reflektierende Farben und so genannte "Infozepte" helfen können - und was die Zahl der Kartoffeln auf dem Patiententeller mit all dem zu tun hat. HINTERGRUNDINFORMATIONENHeidelberger Hitzetabelle zur veränderten Wirkung von Medikamenten: https://klima-gesund-praxen.de/wp-content/uploads/2022/05/Medikamentenmanagement_bei_Hitzewellen.pdfKlima-Toolbox für die Arztpraxis:https://www.gesundheitsnetznuernberg.de/adaptnet-klima-toolbox/  Risikokarten zum Klimawandel von AdaptNet:  https://www.uni-augsburg.de/de/fakultaet/med/profs/klimawandel-gesundheit/forschung/adaptnet/risikokarten/#gesundheit  Gutachten des Sachverständigenrats im Gesundheitswesen. Resilienz im Gesundheitswesen. Wege zur Bewältigung künftiger Krisen: https://www.svr-gesundheit.de/fileadmin/Gutachten/Gutachten_2023/Gesamtgutachten_ePDF_Final.pdf  Alle weiteren Quellen findet ihr im Artikel zur Folge auf der Synapsenseite:https://www.ndr.de/nachrichten/podcastsynapsen100.htmlHabt ihr Feedback oder einen Lifehack aus der Welt der Wissenschaft? Schreibt uns an [email protected] geht's zu ARD Gesund:https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit
(151) Long Covid und ME/CFS bei Kindern und Jugendlichen
2026/06/05
Warum ist die Diagnose von postinfektiösen Erkrankungen bei Kindern so schwierig? Eine Sonderfolge mit Dr. Daniel Vilser.Es ist schwer zu sagen, wie viele Kinder und Jugendliche in Deutschland an postinfektiösen Erkrankungen leiden - ausgelöst durch verschiedene Erreger, nicht nur durch Corona. Schätzungen reichen von 10.000 bis 100.000 Fällen. Das Krankheitsbild ist divers, deshalb sind Diagnose und Therapie nach wie vor schwierig. Obwohl es für Kinder neuerdings ein bundesweites Versorgungsnetzwerk gibt, klagen betroffene Familien weiter über Wartezeiten und Unkenntnis im Gesundheitssystem, und es mangelt an großen Studien. Was weiß man mittlerweile über die Krankheitsmechanismen? Darüber spricht "Synapsen"-Host Korinna Hennig in dieser Sonderfolge mit Dr. Daniel Vilser, der sich während der Pandemie als einer der ersten mit Long Covid bei Kindern beschäftigt hat. Heute ist er Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am AMEOS-Klinikum in Neuburg und leitet dort eine Ambulanz für Betroffene. Er schildert die vergebliche Suche nach einem Biomarker und den langen Weg zur Evidenz bei Medikamenten - und erzählt, warum er seinen Patientinnen und Patienten trotz allem Hoffnung machen will.HINTERGRUNDINFORMATIONENVersorgungsnetz für Postinfektiöse Erkrankungen bei Kindern in Deutschland: https://pednet-lc.de/Daten aus der RECOVER-Studie zu Long Covid bei Kindern und Jugendlichen: https://jamanetwork.com/journals/jama/fullarticle/2822770Studie von Daniel Vilser et al. zu Long Covid-Subtypen: https://www.nature.com/articles/s41467-026-72224-yStudie zu Risikofaktoren für schweres Post Covid bei jungen Patient:innen: https://link.springer.com/article/10.1007/s00431-026-06995-3Alle weiteren Quellen findet ihr im Artikel zur Folge auf der Synapsenseite:https://www.ndr.de/nachrichten/podcastsynapsen100.htmlHabt ihr Feedback oder einen Lifehack aus der Welt der Wissenschaft? Schreibt uns an [email protected] geht's zu ARD Gesund:https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit
(150) Fleisch essen ohne Tierleid: Zellkultur auf dem Bauernhof
2026/05/22
Können kleine Bioreaktoren zur Produktion von "richtigem" Fleisch eine Zukunftsperspektive sein? Neuere Forschung hält das für nachhaltig.Nur jeder achte Mensch in Deutschland verzichtet ganz oder weitgehend auf Fleisch. Und gerade das Methan, das Rinder ausstoßen, gilt als Treiber des Klimawandels - vom Tierleid ganz abgesehen. Doch Kochen mit Fleisch ist auch ein kultureller Faktor. Wissenschaftsjournalistin Sigrid März stellt einen ungewöhnlichen Lösungsansatz jenseits pflanzlicher Alternativen vor: Auf einem Bauernhof in den Niederlanden steht ein kleiner Bioreaktor, mit dem "echtes" Fleisch aus tierischen Zellen kultiviert werden soll. Kann das tatsächlich eine Zukunftsperspektive sein? Im Gespräch mit Host Korinna Hennig erklärt Sigrid, wie das Verfahren funktioniert und welche Vorteile es hat, wenn Zellkulturfleisch vom Hof und nicht aus dem Labor kommt. Sie hat mit Expertinnen aus der Soziologie und der Agrarwissenschaft gesprochen, berichtet über Akzeptanzstudien, Nachhaltigkeitsmodellierungen und komplizierte Zulassungsverfahren. Und: Am Ende gibt es womöglich sogar eine Perspektive für Käseliebhaber: "echte" Kuhmilch aus der Zellkultur. HINTERGRUNDINFORMATIONENAnalyse aus Kalifornien zur Nachhaltigkeit von Fleisch aus Zellkulturen: https://pubs.acs.org/doi/10.1021/acsfoodscitech.4c00281Niederländische Studie zur Nachhaltigkeit von Fleisch aus Zellkulturen: https://link.springer.com/article/10.1007/s11367-022-02128-8Studie zur Akzeptanz von Zellkulturfleisch:  https://www.mdpi.com/2071-1050/17/4/1633Studie zu Nährstoffgehalt und Potenzialen von kultiviertem Fleisch:  https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0924224424005144Multidimensionales Review zu kultiviertem Fleisch: https://ift.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/1750-3841.70915Alle weiteren Quellen findet ihr im Artikel zur Folge auf der Synapsenseite:https://www.ndr.de/nachrichten/podcastsynapsen100.htmlHabt ihr Feedback oder einen Lifehack aus der Welt der Wissenschaft? Schreibt uns an [email protected] geht's zu ARD Gesund:https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit
(149) Was das Darm-Mikrobiom wirklich kann
2026/05/08
Was ist dran am "Gut Health"-Hype? Die Mikrobiom-Forschung boomt, doch nicht alle Erkenntnisse sind schon jetzt nutzbar. Bessere Haut, tieferer Schlaf, unschlagbares Immunsystem: Glaubt man dem Social Media-Hype, ist das Darm-Mikrobiom der Schlüssel zum Gesamtglück. Mit kommerziellen Tests lassen sich Darmbakterien analysieren und der "Enterotyp" bestimmen, Testanbieter versprechen individuelle Ernährungsempfehlungen. Was ist da dran? Wissenschaftsjournalistin Melanie Stinn hat die Probe gemacht und mit Biomedizinern über die Aussagekraft von Mikrobiomtests gesprochen. Im Gespräch mit Host Korinna Hennig erklärt sie, warum wir streng genommen eine kleine WG in uns haben und was für Folgen es haben kann, wenn darin ein Platz unbesetzt bleibt. Denn die Forschung zum Mikrobiom boomt. Es geht um Sinn und Unsinn von Probiotika aus Joghurtkulturen, Behandlungsoptionen bei Darmentzündungen und Krebs - und das spannende Modell "Stuhltransfer". Melanies Recherche zeigt, wie viel die Forschung schon weiß - und wie oft der praktische Nutzen der Erkenntnisse von Laien maßlos überschätzt wird.HINTERGRUNDINFORMATIONENÜber den Zusammenhang von Diversität des Mikrobioms und Gesundheit:https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27126039/FMTs als Therapiehttps://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1205037FMTs und Wirksamkeit von Krebstherapien https://www.science.org/doi/10.1126/science.abb5920FMTs und Risikenhttps://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8784600/Mikrobiom-Signaturen und Darmkrebshttps://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7984229/pdf/nihms-1666869.pdfFusobakterien und Darmkrebs https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22009990/https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29934439/Ernährung und Mikrobiom https://www.nature.com/articles/ncomms7342Alle weiteren Quellen findet ihr im Artikel zur Folge auf der Synapsenseite:https://www.ndr.de/nachrichten/podcastsynapsen100.htmlHabt ihr Feedback oder einen Lifehack aus der Welt der Wissenschaft? Schreibt uns an [email protected] geht's zu ARD Gesund:https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit
(148) Bodennahes Ozon: Treibhausgas als Gesundheitsrisiko
2026/04/24
Im Sommer werden auch in Deutschland oft die Grenzwerte für die Ozonbelastung gerissen. Wie kommt das? Und wer ist besonders gefährdet?  Wenn die Sonne im Sommer ausdauernd scheint, schlägt das manchen Menschen auf die Atemwege. Denn UV-Licht verwandelt Abgase, aber auch Emissionen aus der Landwirtschaft zusammen mit Sauerstoff in Ozon. Wie gefährlich ist dieses bodennahe Ozon für die Gesundheit? Und wie hängt das mit dem Klimawandel zusammen? Dieser Frage ist Sharin Santhiraraja-Abresch nachgegangen. Sie hat mit Umweltmedizinerinnen gesprochen und sich eine Simulationskammer für Treibhausgase angesehen. Im Gespräch mit Host Korinna Hennig erklärt sie, warum die Ozonbelastung auf dem Land oft größer ist als in der Stadt, weshalb Kinder besonders gefährdet sind, und inwiefern die Erderwärmung das Problem verschärfen kann. Eine Recherche voller paradoxer Erkenntnisse – und trotz allem einem Ausblick, der Hoffnung macht. Denn der erfolgreiche Kampf gegen das Ozonloch in der Atmosphäre könnte eine Blaupause auch für Maßnahmen gegen bodennahes Ozon sein. HINTERGRUNDINFORMATIONENRisikogruppen/Gesundheitliche Auswirkungen von bodennahem Ozon:  https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/Journal-of-Health-Monitoring/GBEDownloadsJ/Focus/JHealthMonit_2023_S4_Luftschadstoffe_Sachstandsbericht_Klimawandel_Gesundheit.pdf?__blob=publicationFile&v=1Trends in der Ozonbelastung: https://www.eionet.europa.eu/etcs/etc-he/products/etc-he-products/etc-he-reports/etc-he-report-2024-16-european-surface-ozone-the-potential-of-mitigating-methane-and-other-precursors Modellierungen und epidemiologische Daten zu Notfällen, Hospitalisierung und Mortalität durch Ozonbelastung: https://www.eea.europa.eu/en/analysis/publications/air-quality-in-europe-2022/health-impacts-of-air-pollution-in-europe-2022Daten zur Luftqualität in Deutschland:  https://www.umweltbundesamt.de/daten/luft/luftdaten Ökologische Effekte und VOC-Emission durch Pflanzen:  https://link.springer.com/article/10.1007/s10886-009-9732-3 Ernteverluste durch troposphärisches Ozon:  https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0269749125010279?via%3Dihub Alle weiteren Quellen findet ihr im Artikel zur Folge auf der Synapsenseite:https://www.ndr.de/nachrichten/podcastsynapsen100.htmlHabt ihr Feedback oder einen Lifehack aus der Welt der Wissenschaft? Schreibt uns an [email protected] geht's zu ARD Gesund:https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit
(147) Die Impfstoffe der Zukunft
2026/04/10
Warum müssen Impfungen eigentlich per Spritze verabreicht werden? Was kann man tun, damit mRNA-Impfungen verträglicher werden? Und könnte der Durchbruch durch BionTech & Co. auch gegen ganz andere Erreger von Nutzen sein?Diesen Fragen ist Wissenschaftsjournalist Joachim Budde nachgegangen. Im Gespräch mit Host Korinna Hennig berichtet er von verblüffenden Forschungsansätzen: Er hat Münchner Wissenschaftlicher:innen in ihrem Labor besucht, die an Impfungen per Inhalator arbeiten - und damit vielleicht sogar die Effektivität von Impfstoffen steigern können. Joachim Budde erklärt, weshalb kleine Fettbläschen Schuld an Herzmuskelentzündungen haben könnten und wie man das versucht zu ändern. Es geht um Nanopartikel im Zwiebelprinzip, ärgerliche Nebenwirkungen von Wasser, den langen Schatten der Influenza und die Frage, warum viele Menschen Impfungen eigentlich befürworten und sich dann doch nicht impfen lassen. Hinweis: Am Ende dieser Podcastfolge hat sich leider ein kleiner Fehler eingeschlichen. Bei 1'06 sprechen wir von Diphterie als einer "Durchfallerkrankung". Das ist nicht korrekt: Diphterie ist eine schwere Infektionskrankheit, die meist mit einer Rachenentzündung beginnt und tödlich sein kann. Wir bitten um Entschuldigung!HINTERGRUNDINFORMATIONENForschung zu Vektorimpfstoff gegen Covid per Nasenspray: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38307868/mRNA-Impfung als Nasenspray: https://www.nature.com/articles/s41586-025-08910-6#Sec7Studie an Mäusen zu Impfung per Zahnseide: https://www.nature.com/articles/s41551-025-01451-3Studie in Zellkultur und Mäusen zur mRNA-Impfung per Inhalator: https://www.cell.com/cell-biomaterials/fulltext/S3050-5623%2825%2900302-2Alle weiteren Quellen findet ihr im Artikel zur Folge auf der Synapsenseite:https://www.ndr.de/nachrichten/podcastsynapsen100.htmlHabt ihr Feedback oder einen Lifehack aus der Welt der Wissenschaft? Schreibt uns an [email protected] geht's zu ARD Gesund:https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit
(146) Krankheitsangst: Jeder Kopfschmerz ein Hirntumor?
2026/03/27
Ist das Kribbeln in den Beinen Multiple Sklerose? Das Ziehen im Arm ein Herzinfarkt? Für Menschen mit Krankheitsangst ist der eigene Körper eine einzige Bedrohung.Bis zu 15 Millionen Menschen in Deutschland kennen Krankheitsangst - zumindest zeitweise. Meist lässt die Angst nach ein paar Tagen wieder nach. Wenn sie aber über mindestens sechs Monate bleibt, wird aus der Sorge eine behandlungsbedürftige Störung. Verstärkt wird sie oft durch das, was wir alle kennen: Die fatale Symptom-Suche bei Google.Unser Autor Patric Seibel hat Psychotherapeuten besucht und gefragt: Wo verläuft die Grenze zwischen gesunder Wachsamkeit und krankhafter Angst? Kann Krankheitsangst paradoxerweise sogar schützen? Und warum können Schuldgefühle dabei eine Rolle spielen? Die Antworten gibt's im Gespräch mit Host Melanie Stinn. HINTERGRUNDINFORMATIONENFachbuch zur Aus- und Fortbildung von Therapeut:innen zur Krankheitsangststörung: Karoline Sophie Sauer, Michael Witthöft: Krankheitsängste und Hypochondrische Störung, Thieme E-Journal, DOI: 10.1055/a-0888-7784 Fachbuch zur Aus- und Fortbildung von Therapeut:innen zur Krankheitsangststörung: Gaby Bleichhardt, Florian Weck, Kognitive Verhaltenstherapie bei Hypochondrie und Krankheitsangst, Springer Medizin Verlag, Heidelberg: 2007Experiment: Googeln und GesundheitsApps haben gleiche Effekte auf Krankheitsangst Stefanie M. Jungmann, Sebastian Brand, Johanna Kolb, Michael Witthöft: Do Dr. Google and Health Apps Have (Comparable) Side Effects? An Experimental StudyAlle weiteren Quellen findet ihr im Artikel zur Folge auf der Synapsenseite:https://www.ndr.de/nachrichten/podcastsynapsen100.htmlHabt ihr Feedback oder einen Lifehack aus der Welt der Wissenschaft? Schreibt uns an [email protected] geht's zu ARD Gesund:https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit
(145) Wenn Armut krank macht
2026/02/27
Obwohl der deutsche Sozialstaat gut funktioniert, sterben arme Menschen auch hier früher als reiche. Welche Konzepte kennt die Forschung dagegen? Rund 13 Millionen Menschen in Deutschland leben in Armut. Eine erdrückende Zahl von Studien zeigt: Sie haben ein deutlich höheres Risiko zu erkranken - an Herz-Kreislauf-Symptomen, Depressionen, und sogar Infektionen. Das Risiko, seinen 65. Geburtstag nicht zu erleben, ist für arme Menschen doppelt so hoch wie für andere. Wie kann das sein, in einem wohlhabenden Land wie der Bundesrepublik? Und was muss anders laufen? Unser Autor Sebastian Friedrich hat sich epidemiologische Daten dazu angesehen und Fachleute vom Robert Koch-Institut und aus der Medizinsoziologie dazu befragt. Im Gespräch mit Host Korinna Hennig berichtet Sebastian von seinem Besuch in der Poliklinik auf der Hamburger Elbinsel Veddel. Er erläutert, warum die Forschung auf Verhältnisänderung statt Verhaltensänderung setzt und was dafür getan werden kann. Und er erzählt, inwiefern er ganz persönlich von den gesundheitlichen Folgen sozialer Bedingungen in seiner Kindheit betroffen ist.HINTERGRUNDINFORMATIONENRKI-Studie zu Lebenserwartung nach Daten des SOEP: https://edoc.rki.de/bitstream/handle/176904/5909/JoHM_01_2019_Mortalitaet_Lebenserwartung.pdf?sequence=1&isAllowed=yRKI-Studie zur Lebenserwartungslücke nach Einkommensverteilung: https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/Journal-of-Health-Monitoring/GBEDownloadsJ/Focus/JHealthMonit_2025_01_Lebenserwartungsluecke.pdf?__blob=publicationFile&v=5Meta-Analyse zu Jobunsicherheit und Herz-Kreislauf-Erkrankungen: https://www.bmj.com/content/347/bmj.f4746.abstractAlle weiteren Studien findet ihr im Artikel zur Folge auf der Synapsenseite:https://www.ndr.de/nachrichten/podcastsynapsen100.htmlHabt ihr Feedback oder einen Lifehack aus der Welt der Wissenschaft? Schreibt uns an [email protected] geht's zu ARD Gesund:https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit
(144) Personalisierte Medizin: Maßgeschneiderte Hoffnung gegen Krebs
2026/02/13
Wenn keine Chemotherapie mehr anschlägt, hilft manchmal eine individuelle Gentherapie. Wie funktioniert das - und für wen?Zwölf Mal hat der Krebspatient Torben Lorenz Chemotherapie bekommen, doch der Tumor wuchs weiter. Dann brachte eine CAR-T-Zell-Therapie die Wende – ein innovatives Verfahren, bei dem Immunzellen des Patienten gentechnisch zur spezialisierten Eingreiftruppe umprogrammiert werden.Die Personalisierte Medizin gilt als Gamechanger in der Onkologie und in weiteren Bereichen der Medizin. Unsere Autorin Daniela Remus hat Torben Lorenz in Heide besucht und Genforscher, Neurologen und Onkologen zu den Perspektiven von CAR-T-Zellen, Checkpoint-Inhibitoren und therapeutischer mRNA-Impfung befragt. Im Gespräch mit Host Korinna Hennig erklärt sie, wie man Krebszellen daran hindern kann, das Immunsystem auszutricksen. Sie berichtet über große Chancen, aber auch ökonomische Grenzen der Personalisierten Medizin. Es geht um verblüffende Durchbrüche, strukturelle Ungerechtigkeiten und offene Fragen - und am Ende um den Knackpunkt: Wie kann das für alle ermöglicht werden? HINTERGRUNDINFORMATIONENAktuelle Zahlen des RKI zur Überlebensrate bei Krebs: https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/Epidemiologisches-Bulletin/2026/05_26.pdf?__blob=publicationFile&v=4 CAR-T-Zell Therapie am UKE in HH https://www.uke.de/landingpage/zukunftsplan-2050/medizin-der-zukunft/02-lebende-medikamente-car-t-zell-immuntherapie.html Nobelpreis 2018 für Entdeckung der Checkpoint Inhibitoren https://www.aerzteblatt.de/archiv/nobelpreis-fuer-medizin-lahme-abwehr-scharf-machen-4650bfd8-f683-48df-aa52-3543bf18ae09 Übersicht über Immuntherapien vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg: https://www.krebsinformationsdienst.de/immuntherapie Übersicht über Biontech-Studien zur mRNA-Impfung gegen Krebs: https://investors.biontech.de/de/news-releases/news-release-details/biontech-praesentiert-auf-der-44-jp-morgan-healthcare-konferenz UKE-Beteiligung an Zulassungsstudie zur Impfung gegen Hautkrebs: https://www.uke.de/landingpage/zukunftsplan-2050/medizin-der-zukunft/32-die-spritze-gegen-den-killer.html Ergebnisse der Phase 2-Studie zur Impfung gegen Hautkrebs: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38246194/ Personalisierte Medizin - Der Fall Mila: https://www.doccheck.com/de/detail/articles/23611-mila-die-auserwaehlte Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) - Berechnung der Kosten einer typischen Medikamentenentwicklung: https://www.dkfz.de/aktuelles/pressemitteilungen/detail/was-kostet-die-entwicklung-eines-arzneimittels-wirklich Hörtipp: Podcast “Die Ernährungsdocs”: https://www.ardaudiothek.de/sendung/die-ernaehrungs-docs-essen-als-medizin/urn:ard:show:c9684369f9824d59/Habt ihr Feedback oder einen Lifehack aus der Welt der Wissenschaft? Schreibt uns an [email protected] geht's zur Synapsenseite:https://www.ndr.de/nachrichten/podcastsynapsen100.htmlHier geht's zu ARD Gesund:https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit

Podcast-Bewertungen

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4.2 von 5
10 Bewertungen
★★☆☆☆
mutantninjarat 2022/04/17
Kaum Schlussfolgerungen
Etwas pseudowissenschaftlich, bitte benutzen Sie Quellen mit mehr Reputation, es werden Informationen und verschiedene Seiten zusammengetragen aber hä...
★★★★★
Utelia 2020/06/22
Superinteressante Themen
Freue mich jeden Freitag auf einen neuen Beitrag . Bereichert durch kurze Interviews. Wirklich interessant .
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