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Bewertung
5von
Dieser Podcast hat
56 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
m.next by marbetExplizit
Nein
Erstellt am
2020/07/13
Neueste Episode
2026/09/16
Durchschnittsdauer
59 min.
Veröffentlichungsintervall
52 Tage
Beschreibung
m.next ist eine Denkwerkstatt, die Resonanz schafft. In unserem Podcast sprechen wir über relevante Themen der Zeit aus den Bereichen Gesellschaft, Wirtschaft, Politik, Kunst und Kultur, immer in Bezug zur Kommunikation. Wir sprechen mit renommierten Experten und Expertinnen, persönlich und auf Augenhöhe und möchten zum Mitdenken anregen. Gute Unterhaltung und viel Spaß bei der Gewinnung neuer Erkenntnisse. Auf Kritik, Anregungen und Kommentare freuen wir uns.
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Klima ist nicht politisch
2026/09/16
Kaum ein anderes Thema wird so stark entlang politischer Lager verhandelt wie das Klima.
Dabei ist Klima zunächst einmal Physik und unterliegt Naturgesetzen.
Und die stehen politisch weder links noch rechts, kennen weder Mehrheiten noch Kompromisse.
Trotzdem wird das Thema Klima häufig mit einer bestimmten politischen Richtung verbunden. Warum eigentlich? Politisch wird es doch erst bei der Frage: Was machen wir aus den wissenschaftlichen Erkenntnissen?
Darüber spricht Detlef Altenbeck im m.next Podcast mit Özden Terli, Diplom-Meteorologe, Redakteur und Wettermoderator beim ZDF.
War der Sommer 2026 ein außergewöhnliches Wetterereignis oder erleben wir gerade unsere Klimazukunft? Lassen sich Wetter und Klima überhaupt klar voneinander trennen? Welche Kipppunkte drohen und was passiert, wenn sie überschritten werden?
Außerdem geht es um die Fragen: Was müssen wir jetzt tun? Welche Verantwortung tragen Individuum, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik? Lassen sich Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Interessen zusammenbringen? Welche Rolle spielen Lobbyismus, Medien und gezielt geschürte Zweifel an der Klimawissenschaft?
Dabei ist vieles von dem, was wir heute diskutieren, schon seit Jahrzehnten bekannt. Warum kommen wir trotzdem so schwer ins Handeln?
Wenn weder naiver Optimismus noch fatalistischer Pessimismus weiterhelfen, welche Handlungsmöglichkeiten haben wir noch, um das Schlimmste abzuwenden? Ist Özden Terli mit all dem, was er weiß, noch zuversichtlich?
Özden Terli hat nach einer Ausbildung zum Fernmeldeanlagen-Elektroniker sein Abitur auf dem zweiten Bildungsweg gemacht und anschließend Meteorologie in Berlin studiert.
Für seine Arbeit wurde er unter anderem mit dem Umweltmedienpreis ausgezeichnet und für den Grimme-Preis nominiert. Seit 2013 arbeitet er in der Wetterredaktion des ZDF.
Arbeit neu denken
2026/07/20
In der m.next Podcast-Folge mit Wolf Lotter geht es um Fragen wie: Was unterscheidet die Industriegesellschaft von der Wissensgesellschaft und welche Rolle spielt dabei die Informationsgesellschaft? Worin liegt der eigentliche Kern menschlicher Wissensarbeit? Welche Aufgaben werden künftig Menschen übernehmen, welche die Künstliche Intelligenz? Liegt unsere Chance der KI-Nutzung vielleicht gar nicht darin, weniger zu arbeiten, sondern menschlicher: also mehr Zeit für das zu haben, was nur Menschen können?
Außerdem spricht Detlef Altenbeck mit Wolf Lotter darüber, warum gute Führung Spielräume schafft, Kontrollverlust und Unsicherheit aushält und die Fähigkeit fördert, gemeinsam zu improvisieren.
Gute Führung macht Unterschiedlichkeit produktiv, ohne dass sie durch Prozessoptimierung und Standardisierung verloren geht. Doch wie führt man Menschen so, dass sie nicht nur ihre Arbeitskraft, sondern ihre ganze Persönlichkeit einbringen können, Verantwortung übernehmen und nicht zu austauschbaren Rädchen im System werden?
Während früher die Frage lautete: „Wie produzieren wir mehr?“, müsste sie heute eher heißen: „Wie schaffen wir mehr Wertschöpfung?“ Wenn es künftig weniger um Effizienz als um Exzellenz geht, wie misst und entlohnt man Arbeit dann gerecht?
Diese und viele weitere Fragen beantwortet Wolf Lotter im m.next Podcast „Arbeit neu denken“.
Wolf Lotter ist Wirtschaftsjournalist, Mitbegründer des Wirtschaftsmagazins brand eins und einer der profiliertesten deutschsprachigen Autoren zur Zukunft der Arbeit. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit den kulturellen Voraussetzungen von Innovation und Produktivität sowie mit dem Wandel von der Industriegesellschaft zur Wissensgesellschaft und dessen Folgen für Unternehmen, Organisationen und Führung.
Emotionale Intelligenz in Zeiten Künstlicher Intelligenz
2026/05/07
In dieser Folge des m.next Podcast geht es um Emotionen, Empathie, Macht, Zusammenarbeit und Führung und um die Frage, welche Rolle der Mensch in einer technologisierten Welt spielt.
Im Mittelpunkt stehen Fragen wie:
Was bedeutet empathische Führung?
Verliert man Einfühlungsvermögen mit wachsender Verantwortung?
Welchen Wert hat Empathie für Unternehmen heute?
Warum fällt es vielen Menschen schwer, Emotionen im Arbeitskontext zuzulassen?
Ist das, was wir als Chaos erleben, vielleicht notwendige Reibung?
Ist eine Kernkompetenz von Führung die Kunst, Spannungen auszuhalten statt sie zu kontrollieren?
Und kann Künstliche Intelligenz helfen, Führung wieder attraktiver zu machen?
Ein Gespräch über Verantwortung, Improvisation und die Frage, ob wir wieder lernen müssen, menschlicher zu werden.
Wachstum, Nachhaltigkeit – welche Zukunft wollen wir?
2026/03/27
In dieser Podcast-Folge spricht Thomas M. Fischer über die aktuelle Lage des Klimawandels. Vor allem im Hinblick auf unsere Verantwortung, den kommenden Generationen einen lebenswerten Planeten zu hinterlassen.
Was soll der Einzelne, was sollen Unternehmen und die Politik jetzt tun?
Wie begegnet er Kritikern, die der Ansicht sind, Deutschland übertreibe es mit der Nachhaltigkeit und dem Klimaschutz und gefährde die wirtschaftliche Entwicklung des Landes?
Im Gespräch geht es auch um eine grundsätzliche Perspektive: Sollten wir weniger in Rettungsszenarien als in Zukunftsbildern denken? Wo können und wollen wir hin? Unterschätzen wir das Potenzial von Technologie und menschlicher Vorstellungs- und Erfindungskraft? Müssen wir Wachstum neu denken?
Thomas M. Fischer ist Unternehmer, Managementberater, Mitglied in Beiräten und Aufsichtsräten sowie Keynote-Speaker. In seinem Buch „Zukunft verpflichtet. Modernes Unternehmertum für ein lebenswertes Land“ beschäftigt er sich mit der Frage, wie wirtschaftliches Handeln und gesellschaftliche Verantwortung zusammengebracht werden können.
Über Moral und ethischen Kapitalismus
2026/01/29
In dieser m.next Podcast-Folge mit dem Philosophen Markus Gabriel geht es um Moral und die Verantwortung wirtschaftlichen Handelns. Ausgangspunkt ist die Frage, warum Moral für viele Menschen heute ein Reizwort ist. „Du bist immer so moralisch“ ist meist vorwurfsvoll, selten anerkennend gemeint. Und doch können wir auf moralische Orientierung nicht verzichten. Aber wann kippt Moral ins Moralisieren? Und was heißt es überhaupt, moralisch zu handeln?
Gabriel spricht über universelle moralische Tatsachen, die Antworten darauf geben, was wir tun sollten und was moralisch richtig oder falsch ist. Sie existieren auf Basis unseres gemeinsamen Menschseins und gelten allgemein und objektiv, unabhängig von individuellen Meinungen oder Prägungen. Moralische Neutralität ist nicht möglich, so Gabriel.
Gabriel fordert einen „ethischen Kapitalismus“, eine moralische, humane Marktwirtschaft, die nicht auf unendliches Wachstum ausgerichtet ist. Kann das realistisch sein? Diskutiert wird das Modell des Grünen Wachstums und die Grenzen zwischen ökonomischen Anforderungen und moralischer Verantwortung, etwa mit Blick auf Klimawandel, Wettbewerbsdruck und den Einsatz Künstlicher Intelligenz. Überfordern sich Unternehmen, wenn sie öffentlich Haltung zu politischen oder gesellschaftlichen Fragen zeigen, oder kann das sogar ein wirtschaftlicher Vorteil sein? Welche Rolle kommt Unternehmen für die Stabilität von Demokratie und Gesellschaft zu? Ist Zuversicht eine moralische Pflicht?
Markus Gabriel zählt zu den bekanntesten und einflussreichsten deutschen Philosophen der Gegenwart. Mit nur 29 Jahren wurde er zum jüngsten Philosophieprofessor Deutschlands berufen. Heute ist er Professor für Erkenntnistheorie und Philosophie der Neuzeit an der Universität Bonn sowie Direktor des Internationalen Zentrums für Philosophie. In seinen Büchern, unter anderem „Moralische Tatsachen, Gutes tun – Wie der ethische Kapitalismus die Demokratie retten kann“ und „Moralischer Fortschritt in dunklen Zeiten“ beschäftigt er sich seit Jahren mit Fragen der Moral.
Zuhören in lauten Zeiten
2025/11/06
„Zuhören ist vielleicht die elementarste Kraft von Kommunikation“, sagt Bernhard Pörksen in dieser Podcast-Folge und betont, dass Zuhören ein aktiver, kein passiver Akt ist. Für Pörksen bedeutet echtes Zuhören, „überraschungs- und irritationsfähig“ zu sein, damit wir wirklich etwas Neues und nicht nur Bestätigung erfahren. Er kritisiert das „Sprungbretthören“, wie er es nennt: das vermeintliche Zuhören, während man nur auf eine Pause oder ein Stichwort wartet, um wieder von sich selbst zu sprechen oder den anderen gleich mitten im Satz zu unterbrechen.
Zuhören ist für Pörksen eine Kunst, doch er warnt zugleich davor, ihre Wirkung zu überschätzen. Dialog bedeutet verstehen zu wollen, nicht automatisch Verständnis oder gar Einverständnis, denn auch die Anerkennung von Differenzen gehört zum Verstehen wollen und führt nicht zwangsläufig zur Auflösung von Differenzen.
Wie hat sich Kommunikation durch digitale Medien verändert? Wie unser Zuhören im Speziellen? Welche Folgen hat das für unsere Sehnsucht nach Resonanz? Sollten wir wirklich jedem Menschen Gehör schenken? Welche Bedeutung misst Pörksen dem Schweigen bei? Das alles und noch viel mehr beantwortet Bernhard Pörksen im Gespräch mit Detlef Altenbeck. Zuhören lohnt sich.
Bernhard Pörksen ist Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen. Seine Schwerpunkte sind gelingende Kommunikation, Krisenkommunikation, Skandalforschung und die gesellschaftlichen Folgen der Digitalisierung. Zudem schreibt er mit großem Erfolg Bücher. Sein aktuelles Werk „Zuhören – Die Kunst, sich der Welt zu öffnen“ ist ein SPIEGEL-Bestseller.
Wie gelingt eine gute Debattenkultur?
2025/09/29
„Wir haben alle Verantwortung dafür, wie gute Debatten gelingen können“, sagt Julia Reuschenbach in dieser Podcast-Folge. Wir sprechen über die Grundlagen einer funktionierenden Debattenkultur, als Grundlage einer lebendigen Demokratie.
Was haben soziale Medien bei unseren Debatten zum Schlechten, aber auch zum Guten verändert?
Wie könnten notwendige Regulierungen sozialer Plattformen aussehen? Wäre eine Klarnamenpflicht eine Gefahr für die Meinungsfreiheit? Debatten brauchen einen Wertekompass, dazu gehört das Anerkennen von Fakten und die Verständigung auf eine Wahrheit. Mit Deepfakes stellt sich radikal die Frage nach Echtheit. Welche Regeln braucht es hier?
Wie können wir besser streiten, damit der Streit nicht nur Energie entlädt, sondern auch Erkenntnis erzeugt? Gibt es heute verstärkt einen „Bekenntniszwang“, also den Druck, sich immer sofort eindeutig zu positionieren, entweder für oder gegen etwas zu sein? Gehört zur Meinungsfreiheit auch das Recht auf Schweigen?
Es geht außerdem um Cancel Culture und die Frage, warum woke sein, also wachsam und achtsam gegenüber Verletzungen und Diskriminierung, immer häufiger als Schimpfwort benutzt wird. Was sind die wichtigsten Schritte hin zu einer besseren Debattenkultur? Antworten darauf und viele Denkanstöße gibt Julia Reuschenbach in dieser Podcast-Folge.
Julia Reuschenbach ist Politikwissenschaftlerin an der Freien Universität Berlin und forscht zu Parteien und politischer Kommunikation. Gemeinsam mit Korbinian Frenzel, Journalist und Moderator beim Deutschlandfunk, hat sie das Buch „Defekte Debatten – Warum wir als Gesellschaft besser streiten müssen“ geschrieben.
Über Narzissmus, Kränkung, WERTSCHÄTZUNG – Folge 3
2025/07/24
Mangelnde Wertschätzung ist eine der häufigsten Formen von Kränkung, im Privaten wie im Berufsleben. Wenn Kränkung Beziehungen zerstört, kann Wertschätzung wie ein Gegengift wirken, sagt Prof. Dr. Reinhard Haller in der dritten Folge unseres Sommergesprächs.
Doch was genau ist Wertschätzung?
Wie hängt sie mit Selbstwert und persönlichen Werten zusammen?
Und warum sieht Haller unsere Gesellschaft in einer Art Wertschätzungsblockade?
Reinhard Haller erklärt, warum Wertschätzung für ihn ein Führungsprinzip ist, er viele Führungskräfte aber für emotionale Analphabeten hält, die emotionale Grundkompetenzen erst noch erlernen müssten, etwa durch Empathie- und Feedbackunterricht.
Welche Folgen hat es, wenn Mitarbeitende dauerhaft das Gefühl haben, ihre Arbeit werde nicht gesehen und nicht wertgeschätzt?
Haller warnt zugleich vor inflationärem oder falsch eingesetztem Lob und erzählt die Geschichte eines Mitarbeitenden, der durch Lob sogar krank wurde.
Haller sieht das Problem der fehlenden Wertschätzung aber nicht nur von oben nach unten, sondern auch in umgekehrter Richtung und beklagt, dass auch Führungskräfte häufig nicht ausreichend wertgeschätzt werden.
Was braucht es also für eine gesunde Feedbackkultur? Wie gelingt echte Wertschätzung im Berufsalltag, jenseits von bloßer Freundlichkeit, Nettigkeit und höflichem Dank? Und wie lässt sich der schmale Grat wahren zwischen Anerkennung und übertriebener Kuschelkultur?
Gibt es allgemeine Regeln, echte Wertschätzung zu zeigen? Kann auch Kritik wertschätzend sein?
Antworten darauf und viele Denkanstöße gibt Reinhard Haller in dieser Podcast-Folge.
Prof. Dr. Reinhard Haller ist Psychiater, Psychotherapeut und Neurologe. Seine Bücher „Das Böse“, „Die Narzissmusfalle“, „Die Macht der Kränkung“ und „Das Wunder der Wertschätzung“ wurden zu internationalen Bestsellern. Als einer der renommiertesten Gerichtsgutachter Europas war er an zahlreichen aufsehenerregenden Kriminalfällen beteiligt.
Über Narzissmus, KRÄNKUNG, Wertschätzung – Folge 2
2025/07/17
Kränkung ist der Schwerpunkt der zweiten Folge unseres dreiteiligen Sommergesprächs mit Prof. Dr. Reinhard Haller.
Kränkungen sind alltäglich, oft subtil, manchmal dramatisch und sie wirken lange nach. Sie beeinflussen Biografien, Beziehungen, Karrieren. Und doch ist „Kränkung“ kein wissenschaftlich klar definierter Begriff.
Wir fragen Reinhard Haller:
Was genau ist eine Kränkung? Was gilt als solche und worin liegt ihre „Macht“? Können wir uns gegen Kränkungen wehren? Können wir verhindern, andere zu kränken? Haller macht deutlich: Sowohl eine Unterversorgung mit Zuwendung und Aufmerksamkeit als auch eine Überbehütung in der Kindheit können dazu führen, dass Menschen kränkungsanfälliger und -bereiter werden.
Ein schwaches Selbstwertgefühl, Dünnhäutigkeit und verletzbare Egos sind oft die Folge.
Wir sprechen außerdem über zentrale Fragen wie: Lassen sich frühkindliche Prägungen im späteren Leben aufbrechen? Was passiert nach Kränkungen und wie gefährlich sind sie? Können Kränkungen Unternehmen krank machen? Welche Rolle spielen Kränken und Gekränktsein für Menschen in Führungspositionen und bei Mitarbeitenden?
Welche Kränkungen begegnen uns speziell im Berufsleben? Und kann ein Burn-out auch die Folge mangelnder Wertschätzung oder ständiger Kränkung sein? Kränkungen können zu Rückzug, Schweigen, Wut, Rache oder sogar zu Gewalt führen. Sie können aber auch kreative Energien freisetzen.
Reinhard Haller erzählt in dieser Podcast-Folge, wie Künstler Kränkungen produktiv kompensieren und wie wir alle lernen können, Kränkungen mit Neugier zu begegnen und sie als Chance zu nutzen.
Prof. Dr. Reinhard Haller ist Psychiater, Psychotherapeut und Neurologe. Seine Bücher „Das Böse. Die Psychologie der menschlichen Destruktivität“, „Die Narzissmusfalle“, „Die Macht der Kränkung“ und „Das Wunder der Wertschätzung“ wurden zu internationalen Bestsellern. Als einer der renommiertesten Gerichtsgutachter Europas war er in zahlreichen aufsehenerregenden Kriminalfällen tätig, darunter schwere Gewalt- und Tötungsdelikte.
Über NARZISSMUS, Kränkung, Wertschätzung – Folge 1
2025/07/10
Narzissmus, Kränkung und Wertschätzung sind tief miteinander verwoben. Sie prägen unser Selbstbild, unsere Beziehungen und unsere Kommunikation, im Privaten wie im Beruflichen.
Mit Reinhard Haller konnten wir einen Gesprächspartner gewinnen, der sich mit all diesen Themen wie kaum ein anderer auskennt. Jede Folge unseres dreiteiligen Sommergesprächs widmet sich einem Schwerpunkt.
Den Auftakt macht das Thema Narzissmus.
Reinhard Haller betont: Narzissmus ist nicht per se etwas Schlechtes.
Doch wann wird Narzissmus zur Persönlichkeitsstörung oder Krankheit?
Was sind seine Ursachen? Ist er sozial erworben oder auch biologisch bedingt? Sind Männer und Frauen gleichermaßen betroffen? Welche charakteristischen Eigenschaften treten bei Narzissmus auf?
Ist Narzissmus ein Karrierebeschleuniger oder am Ende ein Karrierehindernis?
Reinhard Haller beschreibt, wie man im Umgang mit Narzissten möglichst unbeschadet bleibt und betrachtet das Thema nicht nur psychologisch, sondern auch als gesellschaftliches Phänomen. Sind Narzissmus und der inflationäre Umgang mit dieser Vokabel auf den Einfluss des Internets und sozialer Medien zurückzuführen, die die Selbstinszenierung fördern?
Gibt es einen Weg hinaus, eine Heilung vom Narzissmus oder bringt sich jeder Narzisst früher oder später selbst zu Fall?
Antworten und Einsichten liefert Reinhard Haller.
Prof. Dr. Reinhard Haller ist Psychiater, Psychotherapeut und Neurologe. Seine Bücher „Das Böse. Die Psychologie der menschlichen Destruktivität“, „Die Narzissmusfalle“, „Die Macht der Kränkung“ und „Das Wunder der Wertschätzung“ wurden zu internationalen Bestsellern. Als einer der renommiertesten Gerichtsgutachter Europas hat er bei zahlreichen komplexen und aufsehenerregenden Kriminalfällen mitgewirkt, darunter schwere Gewalt- und Tötungsdelikte.
Wie zukunftsfähig ist unsere Wirtschaft?
2025/05/13
Deutschland hat eine neue Bundesregierung. Die Schuldenbremse wurde gelockert, ein Investitionspaket in Höhe von 500 Milliarden Euro auf den Weg gebracht. Gleichzeitig bestehen erhebliche wirtschaftliche Herausforderungen: schwaches Wachstum, rückläufige Produktivität, zunehmender Fachkräftemangel, eine alternde Bevölkerung, soziale Ungleichheit sowie geopolitische Unsicherheiten. Die Erwartungen an die neue schwarz-rote Koalition sind hoch, die Skepsis auch.
In dieser Folge des m.next Podcasts spricht Detlef Altenbeck, Leiter der Denkwerkstatt m.next, mit dem Ökonomen Michael Hüther über die wirtschaftspolitische Lage Deutschlands und die Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschaft.
Was sind aus seiner Sicht die sinnvollsten Investitionen innerhalb des geplanten Sondervermögens? Welche Form von Bürokratie hält er für sinnvoll und wo braucht es gezielte Änderungen und Entlastungen? Welche steuerpolitischen Maßnahmen hält er für ökonomisch sinnvoll, gerecht und gesellschaftlich vertretbar? Wie steht er zur Forderung nach einem Mindestlohn von 15 Euro? Welche Reformen hält er für dringend erforderlich, um unsere Sozialsysteme zu stabilisieren und zugleich dem zunehmenden Arbeitskräftemangel zu begegnen? Was braucht es, um den Umstieg auf eine klimaneutrale Energieversorgung sozialverträglich und wirtschaftlich tragbar zu gestalten? Wie geht das Drama im Handelskrieg um US-Zölle weiter? Erleben wir gerade das Ende multilateraler Handelsordnungen und womöglich das Ende der Globalisierung? Brauchen wir eine gemeinsame europäische Finanz-, Steuer-, Sozial- und Tarifpolitik? Diese und weitere Fragen beantwortet Michael Hüther in diesem Podcast-Gespräch.
Prof. Dr. Michael Hüther studierte Wirtschaftswissenschaften sowie mittlere und neuere Geschichte. Nach seiner Promotion wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter und später Generalsekretär des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Seit 2001 ist er Honorarprofessor an der EBS Business School in Oestrich-Winkel, seit 2004 Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln. Michael Hüther ist einer der profiliertesten wirtschaftspolitischen Kommentatoren des Landes und regelmäßig in Presse, Rundfunk und Fernsehen zu Gast, wenn es um wirtschaftspolitische Einordnungen geht.
„Räume laden zum Perspektivwechsel ein."
2025/03/27
Ein Raum muss funktionieren. Er beeinflusst aber auch unser Denken, unsere Arbeit, unsere Produktivität, unsere Kreativität und unser Wohlbefinden. Arbeitsräume sollen Identifikation und Zugehörigkeit vermitteln. Sie sollen Anlässe schaffen, um sich zu begegnen und Gemeinschaft zu erleben. Gleichzeitig sollen sie den Wissenserwerb fördern und es jedem Einzelnen ermöglichen, konzentriert, fokussiert und ruhig zu arbeiten. Sie sollen auch Raum bieten für Kommunikation, für Austausch, sowie für Kollaboration, also gemeinsames Arbeiten. Und nicht zuletzt sollen sie Kontemplation ermöglichen, also die Möglichkeit, sich einfach hinzusetzen, zu schauen, nachzudenken und zu reflektieren. Wie lässt sich hier die richtige Balance finden?
Gibt es unumstößliche Prinzipien bei der Raumgestaltung, so etwas wie ein 1x1 der Raumwirkung? Innovation findet selten am Schreibtisch statt. Eher an unerwarteten Orten, wie zum Beispiel Kantinen, Teeküchen oder Druckerstationen. Wie kann Raumgestaltung solche zufälligen Begegnungen fördern?
Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt Peter Ippolito in dieser Podcast-Folge. Großraumbüros wurden ursprünglich eingeführt, um die Effizienz zu steigern, Platz zu sparen und die Kontrolle über die Mitarbeitenden zu erleichtern. Sie sollen Kommunikation und Zusammenarbeit fördern, doch es gibt auch Nachteile. Stichworte sind Lärmbelastung, Ablenkung, fehlende Privatsphäre, erhöhtes Infektionsrisiko und geringere Produktivität. Was muss beachtet werden, damit Großraumbüros funktionieren? Viele Unternehmen setzen auf eine Clean-Desk-Policy, die aber von vielen Mitarbeitenden als unpersönlich empfunden wird. Was hält Peter Ippolito von leeren Schreibtischen? Sollten Büros nicht eher persönlicher gestaltet sein? Design beeinflusst unser Denken und umgekehrt. Wie stark prägt die Gesellschaft die Arbeit von Architekten und Designerinnen? Gibt es Länder, die Deutschland in Sachen inspirierender Architektur und Raumgestaltung voraus sind? Können wir etwas von ihnen lernen?
Neugierig geworden? Dann unbedingt reinhören!
Peter Ippolito studierte Architektur in Stuttgart und Chicago. Er ist Architekt, Designer und Mitbegründer der Ippolito Fleitz Group, einem Studio für Architektur und Gestaltung mit Sitz in Stuttgart sowie Standorten in Berlin und Shanghai. Das Studio gehört zu den führenden Designbüros in Deutschland und hat sich insbesondere im Bereich der Innenarchitektur international einen Namen gemacht. Ein Schwerpunkt liegt auf der Gestaltung moderner Arbeitswelten. Zu den Kunden zählen namhafte Unternehmen wie Beiersdorf, Continental und IBM sowie bekannte Marken wie Hassia/Bionade und Ritter Sport. Mit seinem Team von 120 Mitarbeitenden, das zahlreiche internationale Auszeichnungen erhalten hat, entwirft er Räume, die weit mehr sind als nur funktionale Umgebungen. Sein Ziel ist es, mit Räumen eine besondere emotionale Wirkung zu erzeugen und Identität zu vermitteln.
Was können wir gegen die Arbeiterlosigkeit tun?
2025/01/30
Im vergangenen Jahr blieben durchschnittlich 700.000 Stellen unbesetzt. Die wichtigste Ressource der Unternehmen, der Mensch, wird knapp. Der demografische Wandel mit sinkenden Geburtenraten und einer alternden Bevölkerung gefährdet zunehmend Wirtschaft, Wachstum und Wohlstand.
Unsere Sozial-, Gesundheits- und Rentensysteme stehen vor einer beispiellosen Belastungsprobe.
Auch Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt sind bedroht. Nicht Arbeitslosigkeit, sondern der Arbeitskräftemangel wird neben dem Klimawandel zu einem der zentralen Probleme des 21. Jahrhunderts. Was können Politik und Unternehmen tun?
Soll das Renteneintrittsalter auf 70 Jahre angehoben werden?
Ist es sinnvoller, über Samstagsarbeit und die 48-Stunden-Woche zu diskutieren als über die Vier-Tage-Woche? Wie können mehr Teilzeitkräfte, insbesondere Frauen, in den Arbeitsmarkt integriert werden? Welche Maßnahmen im Bildungsbereich sind notwendig, um der Arbeiterlosigkeit entgegenzuwirken? Wie wird sich KI auf den Arbeitsmarkt auswirken?
Deutschland braucht in Zukunft jährlich 500.000 bis 700.000 Arbeitskräfte aus dem Ausland, um zumindest die Lücke zu schließen, die die Babyboomer hinterlassen. Stattdessen dominieren die Themen Migration, Ausgrenzung, Abschottung und sogar Re-Migrationsdebatten die öffentliche Diskussion.
Was muss getan werden, damit die notwendige Migration und eine erfolgreiche Integration gelingen? Was macht Unternehmen in Zeiten des Arbeitskräftemangels attraktiv? Welche Faktoren sind entscheidend, um gute Mitarbeitende zu halten? Wie finden Unternehmen passende Mitarbeitende und welche Rolle spielt KI im Recruiting, heute und in Zukunft? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt Sebastian Dettmers in dieser Podcast-Folge. Neugierig geworden? Dann unbedingt reinhören!
Sebastian Dettmers ist CEO von StepStone, einer der größten europäischen Online-Jobplattformen und Experte für Arbeit, Arbeitsmarkt und Produktivität. Zudem ist er Autor des Buches „Die große Arbeiterlosigkeit – Warum eine schrumpfende Bevölkerung unseren Wohlstand bedroht und was wir dagegen tun können“ sowie Mitherausgeber von „Zukunft im Widerspruch – Wie Deutschland sich jetzt neu erfinden muss.“ Die WAZ schreibt über ihn: „Dettmers spürt den Puls des deutschen Arbeitsmarkts so unmittelbar wie nur wenige Unternehmenslenker“.
„Europa ist kein Club von Nationalstaaten.“
2024/11/19
Der österreichische Schriftsteller und Essayist Robert Menasse ist ein glühender Verfechter der Europäischen Union. Wie bewertet er die Wiederwahl Donald Trumps? Welche Folgen hat diese für Europa? Werden die Europäer erkennen, dass sie nur gemeinsam stark sein können oder erleben wir das Auseinanderfallen Europas?
Kein Land in Europa hat mehr Einfluss als Deutschland, kein Land profitiert stärker von einem geeinten und starken Europa. Dennoch hat sich in den Köpfen vieler Deutscher das Narrativ verfestigt, Europa sei dysfunktional – Stichwort Bürokratie und Überregulierung, wie etwa die maximal zulässige Krümmung von Gurken. Stattdessen wird gefordert, die Nationalen Grenzen zu sichern, den Wirtschaftsstandort zu stärken und nationale Interessen in den Vordergrund zu stellen.
Was hält Robert Menasse von solchen Forderungen? Können und sollen Deutschland und Frankreich stärker als Führungsnationen in Europa agieren? Welche Reformen und pragmatischen Maßnahmen sind nötig, um die von Menasse beschworene „nachnationale Demokratie“ zu verwirklichen? Wie steht er zu einer Erweiterung der EU? Und wie lässt sich Europa in unserer dystopischen Gegenwart so erzählen, dass eine Vision einer gemeinsamen europäischen Zukunft entsteht – eine, die möglichst viele Bürger mit Verständnis und Interesse für die EU erfüllt? Diese und weitere Fragen beantwortet Robert Menasse in dieser Podcast-Folge.
Robert Menasse wurde in Wien geboren und wuchs dort auf. Er studierte Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft in Wien, Salzburg und Messina und promovierte mit einer Arbeit über den „Typus des Außenseiters im Literaturbetrieb“. Als Gastdozent lehrte er philosophische und ästhetische Theorien am Institut für Literaturtheorie der Universität São Paulo. In seinen jüngsten Werken steht Europa im Mittelpunkt.
Sowohl in den Essays „Der Europäische Landbote. Die Wut der Bürger und der Friede Europas“ und „Die Welt von Morgen. Ein souveränes demokratisches Europa – und seine Feinde“, als auch den letzten beiden Romanen. Sein Roman „Die Hauptstadt“, der in Brüssel spielt, wurde 2017 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. Sein aktueller Roman „Die Erweiterung“ erhielt den Preis des Europäischen Buches.
„Über die Neugier erschließen wir uns die Welt.“
2024/09/25
Im Podcast mit Andreas Steinle dreht sich alles um das Thema Neugier, sowohl im Allgemeinen als auch im speziellen ökonomischen Kontext. Wie können wir uns selbst und andere darin schulen, neugierig zu sein? Wie lässt sich Neugier wiederbeleben, fördern und langfristig aufrechterhalten? Andreas Steinle beantwortet die zentrale Frage, was wir überhaupt unter Neugier verstehen und beleuchtet dabei den Unterschied zwischen epistemischer Neugier ¬ dem Wissensdrang, der im Arbeitskontext und in der wissenschaftlichen Forschung relevant ist – und sozialer Neugier, dem voyeuristischen Bedürfnis, zu erfahren, was die Nachbarn so treiben.
Er nennt anschauliche Beispiele, die zeigen, dass Neugier zu messbarem unternehmerischem Erfolg führt. Es geht um Fragen wie: Was versteht er unter einer Kultur der Neugier eines Unternehmens? Wie können Führungskräfte Neugier in ihren Teams fördern und eine solche Kultur nachhaltig etablieren? Welche typischen Hindernisse stehen dem im Weg und wie lassen sich diese überwinden? Darüber hinaus geht er auf die Frage ein, wie der Aspekt der Neugier in den Bewerbungsprozess oder die Stellenausschreibung integriert werden kann. Und warum sind „bunte Hunde“ für Unternehmen von so großer Bedeutung?
Diese und viele weitere Fragen beantwortet Andreas Steinle in dieser Podcast-Folge.
Er spricht dabei über zentrale Themen wie Fehler- und Feedbackkultur sowie Hierarchien in Unternehmen.
Andreas Steinle empfiehlt uns, mit mehr Fragen durchs Leben zu gehen – insbesondere an Menschen, die aus völlig anderen Lebenswelten kommen, um so die eigenen Perspektiven zu erweitern. So sieht er auch die Rolle einer Führungskraft eher darin, die richtigen Fragen zu stellen, statt die richtigen Antworten zu geben. Neugierig auf die Podcast-Folge geworden? Dann unbedingt reinhören!
Andreas Steinle ist Gründer und Geschäftsführer des Zukunftsinstitut Workshop in Frankfurt am Main. Mit seiner fundierten Expertise als Megatrend-Experte und Neugierforscher unterstützt er Unternehmen dabei, ihre Zukunftsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Als Autor zahlreicher Bücher und Studien ist er ein gefragter Redner auf internationalen Kongressen sowie bei Veranstaltungen von Unternehmen und Verbänden. Sein Diplom als Kommunikationswirt erwarb er an der Hochschule der Künste Berlin, am renommierten Institut für Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation.
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