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Dieser Podcast hat
76 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
Inken Behrmann und Valentin IhßenExplizit
Nein
Erstellt am
2020/10/09
Neueste Episode
2026/10/01
Durchschnittsdauer
85 min.
Veröffentlichungsintervall
33 Tage
Beschreibung
"Andere Podcasts haben die Welt nur verschieden interpretiert, es kommt darauf an, sie zu verändern." Karl Marx Ob Mieter*innenbewegung, antirassistische Kämpfe oder Klimafragen: Im Podcast "Was tun?“ kommen einmal im Monat Aktivist*innen zu Wort. Inken Behrmann und Valentin Ihßen sprechen mit ihnen über ihre Ideen und Strategien, darüber, was politische Kampagnen erfolgreich macht und wo die großen Hebel für gesellschaftliche Veränderung liegen. Am Ende jeder Folge beantworten die Gäste eine der zentralsten politischen Fragen: „Was tun?“ Kontakt: [email protected]
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Was tun, wenn Rechte regieren? (3/3) WAS TUN?
2026/10/01
Auch kurz nach den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern halten die Wahlerfolge der AfD das Land weiter in Atem. Alles deutet darauf hin, dass die AfD in Sachsen-Anhalt bald den Ministerpräsidenten stellt - mit schwer abschätzbaren Konsequenzen für die kritische Zivilgesellschaft und staatliche Behörden, aber vor allem für alle, die nicht in das Weltbild der AfD passen. Doch statt wie das Kaninchen vor der Schlange zu sitzen, denken wir bei "Was tun?" schon über die Wahlen hinaus und fragen: Was tun, wenn Rechte regieren?
Für die letzte Folge der Miniserie „Was tun, wenn Rechte regieren?“ spricht Valentin mit dem brasilianischen Philosophen Rodrigo Nunes über den Bolsonarismus und darüber, was dieser über den neuen Faschismus verrät. Rodrigo war selbst lange politisch aktiv, in der Antiglobalisierungsbewegung ebenso wie in den Studentenprotesten gegen die Austeritätspolitik nach der Finanzkrise, und ist einer der bekanntesten Kommentatoren des Aufstiegs der Neuen Rechten in Brasilien. Im Oktober erscheint sein neues Buch „Anatomy of Disintegration“, in dem er sich mit dem Aufstieg Jair Bolsonaros auseinandersetzt und analysiert, was dieser über den neuen Faschismus weltweit verrät. Rodrigo erzählt, wie die erste Amtszeit Bolsonaros die Bedingungen für linke soziale Bewegungen verschoben hat und wie die Chancen dafür stehen, dass Jair Bolsonaros Sohn Flávio die anstehende Präsidentschaftswahl im Herbst 2026 gewinnt und das Projekt seines Vaters fortführt.
In der Nachbesprechung diskutieren Inken und Valentin, was sie aus der Miniserie gelernt haben, nicht nur aus Brasilien und dem Kampf gegen den Bolsonarismus, sondern auch aus den Interviews mit Dominika aus Polen und Raluca aus Israel gelernt haben. Außerdem gibts eine kurze Wahlnachlese zu den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin.
Was tun, wenn Rechte regieren? (2/3) WAS TUN?
2026/08/26
Gerade richten sich alle Augen auf die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Dort könnte der AfD in wenigen Wochen der Sprung in die Landesregierung gelingen - mit schwer abschätzbaren Konsequenzen für die kritische Zivilgesellschaft und staatliche Behörden, aber vor allem für alle, die nicht in das Weltbild der AfD passen. Doch statt wie das Kaninchen vor der Schlange zu sitzen, wollen wir bei "Was tun?" über die Wahlen hinaus denken. Denn aktuell kippt die Stimmung im ganzen Land immer weiter nach rechts - und so scheint es eine Frage der Zeit zu sein, bis Rechtsextreme mindestens in Bundesländern an die Regierung kommen. Umso wichtiger, sich jetzt schon zu fragen, wie es dann für alle, die für eine solidarische Gesellschaft kämpfen, weiter geht.
In der Miniserie "Was tun, wenn Rechte regieren?" sprechen Inken und Valentin mit Aktivist:innen aus Polen, Israel und Brasilien. Sie alle haben Erfahrungen mit rechten Regierungen - und sind sie im Fall von Polen und Brasilien auch wieder losgeworden. Inken und Valentin fragen nach: Wie müssen wir uns Aktivismus unter den neuen Rahmenbedingungen vorstellen? Welche Strategien wirken noch, wenn Rechte unsere Bewegungen zum Feindbild erklären? Und: Wie wird man rechte Regierungen wieder los?
In Folge 2 der Miniserie "Was tun, wenn Rechte regieren?" spricht Inken mit Raluca Ganea aus Israel. Dort regiert Benjamin Nathanjahu seit 2022 in einer Koalition mit religiösen Hardlinern und rassistischen Siedlern. Parallel zu den Kriegsverbrechen in Gaza und der Westbank läuft der rechte Staatsumbau in Israel selbst in Hochgeschwindigkeit: politische Rechte palästinensischer Bürger:innen werden immer weiter beschnitten, es gibt Vorstöße, eine Segregation zwischen Männern und Frauen zu etablieren und die demokratische Zivilgesellschaft wird zunehmend eingeschränkt. Raluca ist Gründerin von Zazim, einer Organisation, die in den letzten Jahren zu einer der lautesten Stimmen für ein progressives Israel geworden ist. Gemeinsam mit ihren Kolleg:innen kämpft sie bei Zazim für Solidarität und Demokratie. Inken und Raluca diskutieren darüber, welche Gemeinsamkeiten es zwischen der israelischen Rechten und der AfD gibt, Inken fragt nach, was sich hinter dem Schlagwort der "Re-Humanization" verbirgt und welche drei "Lessons Learned" Raluca für Aktivist:innen in Deutschland parat hat. Zum Schluss diskutieren Valentin und Inken, was wir aus dem Aktivismus in Israel für den Kampf gegen die AfD lernen können. Jetzt reinhören!
Was tun, wenn Rechte regieren? (1/3) - WAS TUN?
2026/08/06
Gerade richten sich alle Augen auf die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Dort könnte der AfD in wenigen Wochen der Sprung in die Landesregierung gelingen - mit schwer abschätzbaren Konsequenzen für die kritische Zivilgesellschaft und staatliche Behörden, aber vor allem für alle, die nicht in das Weltbild der AfD passen. Doch statt wie das Kaninchen vor der Schlange zu sitzen, wollen wir bei "Was tun?" über die Wahlen hinaus denken. Denn aktuell kippt die Stimmung im ganzen Land immer weiter nach rechts - und so scheint es eine Frage der Zeit zu sein, bis Rechtsextreme mindestens in Bundesländern an die Regierung kommen. Umso wichtiger, sich jetzt schon zu fragen, wie es dann für alle, die für eine solidarische Gesellschaft kämpfen, weiter geht.
In der Miniserie "Was tun, wenn Rechte regieren?" sprechen Inken und Valentin mit Aktivist:innen aus Polen, Israel und Brasilien. Sie alle haben Erfahrungen mit rechten Regierungen - und sind sie im Fall von Polen und Brasilien auch wieder losgeworden. Inken und Valentin fragen nach: Wie müssen wir uns Aktivismus unter den neuen Rahmenbedingungen vorstellen? Welche Strategien wirken noch, wenn Rechte unsere Bewegungen zum Feindbild erklären? Und: Wie wird man rechte Regierungen wieder los?
In Folge 1 der Miniserie "Was tun, wenn Rechte regieren?" interviewt Valentin die polnische Aktivistin Dominika Lasota. Dominika kämpfte jahrelang gegen die rechte Regierungspolitik der "Law & Justice" Partei PiS an. Sie war Teil einer Kampagne, die es sich im entscheidenden Wahlkampf zum Ziel gemacht hatte, junge Frauen zur Wahl zu mobilisieren. Doch auch, wenn die Kampagne ein Erfolg war und "Law and Justice" nach acht Jahren an der Macht abgewählt wurde, blickt Dominika mittlerweile kritisch auf ihre Bemühungen, Donald Tusk und seine Mitte-Links-Koalition ins Amt zu hieven. Im Interview spricht sie sich dafür aus, gerade im Kampf gegen Rechts das Verhältnis sozialer Bewegungen zu Parteien zu überdenken - was das bedeutet, hört ihr in der Folge!
Repost: "Das Patriarchat kann nur mit Gewalt gegen Frauen aufrecht erhalten werden" - WAS TUN?
2026/07/29
Inken und Valentin sind immer noch in der Podcast-Pause. Damit ihr nicht so lange warten müsst, bis es wieder neuen Was-Tun-Content gibt, posten wir euch in der Zwischenzeit ein paar All-Time-Favorite Episoden in den Feed - diesmal das Interview mit der feministischen Rechtsanwältin Christina Clemm.
Christina erklärt, warum Gewalt gegen Frauen ein Männerthema ist, welche Täterstrategien, Frauen in gewalttätige Beziehungen bringen und warum auch nach "Ni una menos!" in der feministischen Bewegung in Deutschland zu wenig gegen diese Gewalt getan wird.
Repost: "Wir dürfen Fragen nach Boden und Wasser nicht der extremen Rechten überlassen" - WAS TUN?
2026/06/26
Die französische Bewegung Soulèvement de la Terre wurde mit spektakulären Aktionen gegen die industriellen Mega-Wasser-Becken in Südfrankreich weltbekannt. Nun sind sie zu Besuch in Deutschland: Mit Elena und Louise sprechen wir im Was tun? Podcast darüber, wie die Aktionen entstehen, wie sie mit lokalen Umwelt- und Klima-Initiativen zusammenarbeiten und wie wichtig es für sie ist, Beziehungen zu dem Land und den Menschen dort aufzubauen. Im Gespräch teilen sie ihre Lieblingsaktionen und die "Lessons Learned" aus zwei Jahren erfolgreichen Klima-Aktionen in Frankreich. Hört rein!
Links Regieren: Die (Un)Möglichkeit von Rot-Rot-Grün in Berlin - Inken und Valentin bei "Kunst der Freiheit"
2026/04/30
In Berlin wird am 20. September gewählt. Es bestehen gute Chancen, dass die drei Parteien LINKE, SPD und GRÜNE erneut die Mehrheit erringen - und dann auch wieder gemeinsam regieren. Im Gespräch werfen Inken und Valentin gemeinsam mit Benjamin einen Blick auf die drei Parteien dieses potenziellen Bündnisses und die sich selbst nährende Erzählung des dysfunktionalen Berlins. Wir sprechen auch über den Gesetzentwurf der Initiative "Deutsche Wohnen & Co. enteignen" und was Progressive in Berlin von Zohran Mamdanis Wahlkampf und dessen ersten politischen Maßnahmen als Bürgermeister von New York lernen können.
Wie die Klimabewegung den Gaseinstieg verhindern will - WAS TUN?
2026/04/01
Klimakrise, Kriege, unterbrochene Lieferketten: wir stehen kurz vor der nächsten fossilen Energiekrise. Trotzdem setzt die CDU-Wirtschaftsministerin Katherina Reiche gerade einen Gaseinstieg durch - mit hohen Kosten für Mieterinnen und Mieter. Die Klimabewegung will sich dem fossilen roll-back entgegen stellen und zeigen, dass die Erneuerbaren Energien die bezahlbare Alternative zu fossilen Risikotechnologien sind.
Über Auswege aus dem Gaseinstieg diskutieren Inken und Valentin in der neuen Folge "Was tun?" mit Annka Esser. Annka ist seit über zehn Jahren in der Klimabewegung aktiv. Annka erzählt, wie Ende Gelände die nächste Massenaktion zivilen Ungehorsams Ende Mai im Ruhrgebiet plant, welche neuen Narrative im Kampf fürs Klima gewinnen können und spricht über die Herausforderungen des Bewegungsaufbaus und Bündnisse zwischen Klimaaktivist:innen und den Beschäftigten in der Industrie.
Adopt a Revolution: Hat die syrische Demokratiebewegung eine Chance? - WAS TUN?
2026/03/01
Über zehn Jahre Bürgerkrieg in Syrien, dann plötzlich der überraschende Sturz des Diktators Baschar al-Assad - und jetzt? In der neuen Folge „Was tun?" sprechen Inken und Valentin mit Sophie Bischoff von Adopt a Revolution. Sophie berichtet von ihren Reisen nach Syrien, über die aktuelle Lage im Land, erzählt, wie sie demokratische Graswurzel-Initiativen unterstützen, warum die kurdische Selbstverwaltung Rojava im Nordosten des Landes kein relevanter Bezugspunkt für Menschen in Syrien ist - und wir überlegen, was Solidaritätsinitiativen in Deutschland von Adopt a Revolution lernen können.
Das Interview wurde am 13.2. aufgezeichnet.
Ökopopulismus: Wie grüne Parteien wieder gewinnen - WAS TUN?
2026/01/31
"Die Mitglieder der Grünen in UK sind links. Aber lange gab es den Glauben, dass man in in der Öffentlichkeit zentristische Positionen vertreten muss, um die Wähler:innen nicht zu verschrecken. Heute ist das anders: Wir gewinnen mit den ökopopulistischen und antikapitalistischen Positionen." - so fasst Adam Ramsay den Erfolg der Grünen in Großbritannien zusammen. In Umfragen belegen sie den zweiten Platz hinter der rechtsextremen Partei Reform. Das Erfolgsrezept: Die Green Party UK setzt auf Ökopopulismus statt auf grünen Liberalismus, wie ihre deutsche Schwesterpartei.
Im Interview bei "Was tun?" sprechen der Journalist Adam Ramsay und Steve Jackson von Greens Organise über ihre grüne Erfolgsstrategie und fragen, was die Grünen in Deutschland von ihnen lernen können.
Vom Heizhammer zur Wärmewende - WAS TUN?
2025/12/31
Draußen ist es eisig - drinnen will man es sich gemütlich machen. Gerade zwischen den Jahren soll die Wohnung kuschelig warm sein, damit wir es schön haben. Doch Millionen Mieter:innen in Deutschland geht es anders. Sie leben in zugigen, schlecht gedämmten Wohnungen. Die Mieten steigen trotzdem jedes Jahr. Und dort, wo Vermieter:innen sanieren, legen sie die Kosten auf ihre Mieter:innen um. Damit bezahlen die Mieter:innen die Wertsteigerung der Immobilien, die ihnen gar nicht gehören. Sozial- und Klimapolitik können dadurch gegeneinander ausgespielt werden. Dabei müssten sich die Interessen von Mieter:innen und Klimaschützer:innen gar nicht widersprechen. Wie es anders geht, zeigt das Bündnis "Soziale Wärmewende". Sie fordern eine energetische Modernisierungspflicht für Vermieter:innen und wollen gleichzeitig die Umlage der Modernisierungskosten auf die Mieter:innen verbieten. Lisa Vollmer - Aktivistin der ersten Stunde bei der Sozialen Wärmewende erklärt im Gespräch bei "Was tun?", wie der Brückenschlag zwischen Klima- und Mieter:innenbewegung gelingt und welche Rolle Organizing dabei spielt. Jetzt reinhören.
Sie wollen Deutsche Wohnen & Co enteignen - diesmal wirklich 😉 - WAS TUN?
2025/12/13
Steigende Mieten, schimmelige Wohnungen und horrende Profite für Immobilienkonzerne: 58 Prozent der Berliner:innen haben deshalb 2021 in einem Volksentscheid dafür gestimmt, große Wohnungskonzerne zu vergesellschaften. Doch nach dem Abstimmungserfolg folgte eine jahrelange Blockade des Senats. Das Ergebnis ist ernüchternd: Bis heute wurde der Entscheid nicht umgesetzt. Die Initiative "Deutsche Wohnen & Co" gibt nicht auf und legt jetzt ein Vergesellschaftungsgesetz vor, über das sie die Berliner:innen in einem zweiten Volksentscheid abstimmen lassen. Wird das Gesetz von einer Mehrheit angenommen, ist die Vergesellschaftung beschlossene Sache - auch ohne die Zustimmung des Senats. In der neuen Folge sprechen Inken und Valentin mit Thomas und Louise vom Volksentscheid "Deutsche Wohnen & Co enteignen" darüber, wie sie so ein komplexes Gesetz geschrieben haben und fragen, wie sie es schaffen, sich nicht kleinkriegen zu lassen. Die beiden erzählen im WAS TUN-Gespräch, was seit September 2021 passiert ist, was genau in dem Gesetz steht und wie die Vergesellschaftung für den Landeshaushalt sogar ohne zusätzliche Kosten gelingen kann – aber am Wichtigsten: Wie ihr mitmachen könnt.
Was linke Bewegungen von Zohran Mamdani lernen können - WAS TUN?
2025/10/27
Zohran Mamdani hat es fast geschafft. In nur einem Jahr ist er von einem unbekannten Abgeordneten zum Favoriten in den New Yorker Bürgermeisterwahlen geworden. Und das obwohl – oder gerade weil – er bekennender Sozialist ist. Im WAS TUN-Interview sprechen Inken und Valentin mit dem Aktivsten Russ Finkelstein von den Democratic Socialists of America darüber, wie die Kampagne von Mamdani neue Maßstäbe im Campaigning setzt und mit revolutionärer Freundlichkeit Hoffnung auf politische Veränderung gibt.
Was tun gegen TikToxische Männlichkeit? - WAS TUN?
2025/09/30
Junge Männer wählen AfD, junge Frauen links: bei den letzten Wahlen war der "Political Gender Divide" überdeutlich. Ein Grund für diese Entwicklung: Über TikTok, Instragram und Co werden junge Männer auf der Suche nach Halt und Identität zunehmend in antifeministische und rechte Ideologien radikalisiert. Im WAS TUN-Interview erzählen Caspar Weimann von onlinethater.live und Tobi Spiegelberg von Detox Identity, was sie dagegen tun Tobi erzählt, wie er und seine Kolleg:innen in Workshops mit Schüler:innen antifeministische Einstellungen aufspüren, Geschlechtererwartungen mit den Jugendlichen hinterfragen und wie man mit Antifeministen umgeht, für die Andrew Tate der "beste Mann" ist. Caspar tritt online gegen die rechten "Mikroimpulse" an: Mit dem Projekt "Myke" hakten er und sein Kollektiv sich in die TikTok-Algorithmen der Manosphere und setzten dort emphatische und zugewandte Botschaften, um die rechte Radikalisierungsspirale zu unterbrechen.
Am Rande des Kollaps: Wie sich Aktivist*innen beim Kollapscamp auf solidarische Krisenpolitik vorbereiten - WAS TUN?
2025/08/06
"Alle bisherigen Strategien in der Klimapolitik sind gescheitert.", so die These des Klimaaktivisten und Autor Tadzio Müller. Statt weiter auf CO2-Reduktion zu setzen, sollten wir beginnen, solidarische Strukturen für den Kollaps aufzubauen, meint er. Ende August treffen sich ca. 600 Menschen im ländlichen Brandenburg zum ersten Kollapscamp: Dort geht es nicht um klassischen Klimaaktivismus, sondern um praktische Vorbereitung und Resilienz - unter anderem in Workshops zu emotionaler Arbeit, erster Hilfe und dem Konservieren von Lebensmitteln für Krisenzeiten. Im Gespräch mit dem WAS TUN-Podcast erklärt Tadzio, warum so viele Menschen die Klimakrise psychologisch verdrängen und welche gesellschaftlichen Konsequenzen das hat. Er erzählt vom Weg aus seiner Klima-Depression und erklärt warum ihm nun die Kollapsbewegung neue Hoffnung gibt. Hört rein!
48 Tage Streik: Der gewonnene Arbeitskampf der Berliner Krankenhausbewegung - WAS TUN?
2025/07/09
20 Prozent weniger Lohn für die gleiche Arbeit: Das war für die Beschäftigten der Charité Facility Management (CFM) - einer Tochterfirma des berühmten Berliner Krankenhauses Charité - seit 2005 bittere Realität.
Vor 20 Jahren entschied der Berliner Senat, die Dienstleistungen der CFM Mitarbeiter:innen outzusourcen und so Geld einzusparen - auf Kosten der Beschäftigten. Seitdem kämpfen sie gegen Lohndumping und für eine faire Bezahlung. Immer wieder versprach der Senat die Eingruppierung in den allgemeinen Tarifvertrag, immer wieder wurden die Beschäftigten enttäuscht. Damit sollte jetzt endlich Schluss sein: in den letzten zwei Monaten streikten sie an 48 Tagen. Mehrfach wurden die Verhandlungen ohne Ergebnis abgebrochen. Doch statt aufzugeben, kämpften die Angestellten der CFM weiter und erhöhten den Organisierungsgrad auf über 50 Prozent. Dann kam der Durchbruch: Bis 2030 sollen die Kolleg:innen schrittweise in den Tarif des öffentlichen Dienstes eingegliedert werden.
Im Podcast sprechen Vida und Tobi aus der Belegschaft über ihre Erfahrungen im Arbeitskampf und erklären, wie sie sich die Gewerkschaft durch Organizing-Methoden wieder angeeignet haben. Lena vom "Bündnis Gesundheit statt Profite" berichtet, warum es Öffentlichkeit brauchte, um dem Streik politisches Gewicht zu verleihen und wie das Bündnis die Streikenden unterstützt hat. Hört rein!
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