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Curare, Kautschuk, Stevia - eine koloniale Spurensuche über das Pflanzensammeln

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Dieser Podcast hat
9 Episoden
Sprache
German
Herausgeber
FDCL e.V.
Explizit
Nein
Erstellt am
2020/10/29
Neueste Episode
2026/04/28
Durchschnittsdauer
21 min.
Veröffentlichungsintervall
253 Tage

Beschreibung

Unter welchen Bedingungen fand Pflanzensammeln zu Zeiten des Kolonialismus statt? Was haben Botanische Gärten mit der Kolonialzeit zu tun? Wie wurde mit dem Wissen um die Nutzung der Pflanzen umgegangen? Und welche Personen werden als „Entdecker“ geehrt und wer nicht? Diesen und anderen Fragen gehen wir in sechs Folgen dieses Podcasts nach. Wir unterhalten uns über die Zusammenhänge zwischen dem Pflanzen sammeln und Botanischen Gärten. Die Beispiele Pfeilgift Curare, der Pflanzendünger Guano und das pflanzliche Süßungsmittel Stevia beschreiben eindrücklich koloniale Verwicklungen. Wir schauen auch auf die kommerzielle Nutzung von Pflanzen am Beispiel von Plantagenwirtschaft. Mehr Informationen gibt es auf der Seite des FDCL e.V.. Foto: Regenwald in Costa Rica_Quelle m.prinke_CC BY SA 2.0

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9. Mit Agroforst und Waldgärten zu mehr Artenvielfalt
2026/04/28
Die Länder mit der größten biologischen Artenvielfalt liegen in den Tropen und Subtropen und viele von ihnen wurden von den europäischen Kolonialmächten unterworfen. Damit begann der Raubbau am tropischen Regenwald. Denn das Abholzen von Regenwald zerstört ungleich mehr Artenvielfalt als dies beim Abholzen eines mitteleuropäischen Mischwaldes der Fall ist. Warum dies so ist, erklärt uns ein Biologe. Damit für die Nahrungsmittelproduktion nicht die natürlichen Gegebenheiten umgestaltet werden muss, nutzen Agroforstsysteme, wie Waldgärten, den natürlichen Aufbau des Waldes, um verschiedene Nutzpflanzen auf einer Fläche zu kultivieren. Indigene nutzen Waldgärten seit Jahrhunderten. Wir haben uns dazu umgehört.  Quellen und Tipps: https://www.fdcl.org/publication/2026-04-29-curare-kautschuk-stevia-eine-koloniale-spurensuche-ueber-das-pflanzensammeln/
8. Mit Vielfalt gegen Pilzbefall: Von Kaffeeplantagen und umweltfreundlichen Anbaumethoden
2026/03/05
Kaffee ist aus dem Leben vieler Menschen nicht mehr wegzudenken. Wie kam es, dass sich Kaffee von seinem Ursprungsland Äthiopien in die ganze Welt ausbreitete und welche Rolle spielten die Kolonialmächte dabei? Der hohe Kaffeekonsum fordert seinen Tribut an der Natur, denn auch für Kaffee wird Regenwald gerodet und es werden Plantagen angelegt. Wie kann Kaffeeanbau erfolgen und trotzdem die Artenvielfalt geschützt werden? Dazu haben wir mit einem Kaffeeproduzenten aus Honduras gesprochen.
7. Viele Bäume machen keine (Regen-)wald. Vom Naturverständnis und Bananenplantagen
2026/02/03
In dieser Folge geht es um das europäische Verständnis von Natur und wie es sich vor allem während der Kolonialzeit entwickelt hat. Bis heute werden wichtige Nutzpflanzen auf Plantagen in Monokultur angebaut - zum Schaden der Natur. Wie kommt es, dass der Blick auf die Natur in Europa und anderen Industriestaaten auf die Ausbeutung der Natur gerichtet ist? Welche Folgen hat diese Perspektive von der Kolonialzeit bis heute? Am Beispiel von Bananenplantagen wird verdeutlicht, welche Auswirkungen die Ausbeutung der Natur für die Biodiversität hat. Weiterführende Informationen: https://www.fdcl.org/publication/2026-02-03-curare-kautschuk-stevia-eine-koloniale-spurensuche-ueber-das-pflanzensammeln/
6. Stevia: Von Zuckerersatz und Biopiraterie
2021/02/14
Stevia erlebt als natürlicher Süßstoff Aufwind. Das Wissen um die „süßen“ Eigenschaften der Pflanze stammt von den indigenen Guaraní aus Brasilien und Paraguay. Doch sie profitieren nicht vom Boom, ganz im Gegenteil. Ihr Lebensalltag ist geprägt von Armut und Vertreibung, aber auch von dem Kampf gegen große Konzerne. Damit indigene Völker Rechte an ihrem Wissen haben, ist es wichtig, ihre Kämpfe und ihren Widerstand gegen Biopiraterie, Landraub und Vertreibung sichtbar zu machen.  Bild: Blühende Stevia rebaudiana, Quelle: Ethel Aardvark (CC BY 3.0)
5. Grünes Gefängnis: Kakao, Tee, Kaffee, Bananen - Plantagen von der Kolonialzeit bis heute
2021/01/24
Kakao, Tee, Kaffee, Bananen – all dies wächst auf Plantagen. Ohne Plantagen hätte der europäische Markt im 18. und 19. Jh. mit diesen Luxusgütern nicht befriedigt werden können. Wie hat sich Plantagenwirtschaft entwickelt und wie konnten die Kolonialmächte mit einer so Arbeitskraft intensiven Anbauform hohe Gewinne machen? Wir sprechen über historische und aktuelle Beispiele, wie Bananen- und Ölpalmenplantagen. Bild: Ölpalmen im Bajo Aguán, Quelle: HondurasDelegation
4. Von Orchideen, Vanille und Vogelmist
2020/12/07
Orchideen sind eine der schönsten Ausdrucksformen der Artenvielfalt und außer ihrer Schönheit liefern sie unter anderem auch einen sehr edlen Geschmack: Denn Vanille ist auch ein Orchideengewächs. Die Geschichte von Vanille ist untrennbar mit der Kolonialzeit und Botanischen Gärten verbunden. Indigene in Mittelamerika nutzten Vanille als Gewürz und schätzten sie. Spanische Kolonisator*innen brachten sie nach Europa. Aber was hat das mit Vogelmist und Humboldt zu tun? Bild: A. v. Humboldt auf einem Gemälde von Weitsch (CC-0)
3. Kautschuk - durch Saatgutraub zum Weltmarktführer
2020/11/13
Auch in unserer dritten Folge „Kautschuk – durch Saatgutraub zum Weltmarktführer“ beschäftigt uns indigenes Wissen. Kautschuk ist ein Paradebeispiel dafür, wie indigenes Wissen die industrielle Entwicklung revolutioniert hat. Doch für Indigene hatte dies keine positiven Folgen. Und was bedeutet eigentlich indigenes Wissen aus der Sicht Indigener? Dazu haben wir uns umgehört. Bild: Latexgewinnung auf einer Kautschukplantage, Quelle: Uwe Aranas (CC BY-SA 3.0)
2. Curare - gejagtes Pfeilgift
2020/10/28
Unsere zweite Folge „Curare – gejagtes Pfeilgift“ begibt sich auf die Spuren des Pfeilgiftes Curare. Sie wirft einen Blick auf die Frage, wie indigenes Wissen nach Europa kam. Das besprechen wir an dem Beispiel Curare. Alexander von Humboldt hat das Wissen zur Herstellung des Pfeilgiftes aufgeschrieben. Aber von wem hat er es eigentlich? Bild: Andes and the Amazon bor across the continent of South America 1876, James Orton gemeinfrei
1. Von Botanischen Gärten und Pflanzentransfer
2020/10/15
Unsere erste Folge beschäftigt sich mit der Kolonialvergangenheit Botanischer Gärten. Welche Rolle spielten sie beim weltumspannenden Pflanzentransfer während der Kolonialzeit? Welche Funktion hatte die Botanische Zentralstelle für deutsche Kolonien? Im Podcast gehen wir diesen Fragen nach. Wir geben auch Lesetipps, für alle, die sich intensiver mit den Themen Pflanzen sammeln, Kolonialzeit und Botanische Gärten beschäftigen möchten. Diese Informationen sind auf Webseite des FDCL e.V. zu finden. Bild: Botanischer Garten um 1910, Public Domain https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:1909_Botanisches_Museum.jpg

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