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Dieser Podcast hat
153 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
Junfermann VerlagExplizit
Nein
Erstellt am
2020/11/11
Neueste Episode
2026/09/30
Durchschnittsdauer
50 min.
Veröffentlichungsintervall
14 Tage
Beschreibung
Immer alles 1000-prozentig machen? Warum habe ich immer was an mir herumzumäkeln? Müsste ich nicht einfach mal genießen? Glücklich sein? Ich bin wie ich bin! Oder doch besser flüchten? Und wohin dann? … Wovor habe ich eigentlich Angst? Antworten auf diese und andere Fragen gibt es in Gesprächen mit Psycholog:innen, Psychotherapeut:innen und Coaches. Du erfährst aus erster Hand Tricks für ein einfacheres Leben, erhältst überraschende Einblicke in persönliche Erfahrungen und Entwicklungen und lernst eine ganze Menge darüber, wie wir manchmal ticken und warum. Alle zwei Wochen mittwochs neu.
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Apropos ... Fluchen!
2026/09/30
Mit Fluchen gegen Depressionen: Dr. Michael Bohne, Arzt und Psychiater aus Hannover, weiß um den großen Nutzen des Schimpfens für die Psyche. „Das befreit“, sagt er, der die Malediktologie, die Nutzung von Schimpfwörtern und Kraftausdrücken, in der Psychotherapie und auch Traumatherapie als ein wichtiges Tool einsetzt. Verbunden mit der Klopftechnik, der PEP-Methode, können sich so schnell und wirksam Blockaden lösen.
Das weiß er auch aus seiner Erfahrung als Coach von Musikerinnen und Musikern, die er bei Lampenfieber und Auftritts-Angst betreut. „Das Nervensystem muss sich wohlfühlen, umso mehr sind wir zu Höchstleistungen bereit“, sagt der Psychiater, der in Hannover ein Fortbildungszentrum betreibt.
Fluchen: Dabei geht es nicht nur um eine negativ besetzte Sprache, sondern auch um positiv konnotierte Ausdrücke, die uns empowern, die uns stärken. Es geht um Kraftsätze: „Geiler Scheiß“ oder „Krasse Sache“, emotionale Sprach- und Kraftpakete, die uns guttun. „Aber es reicht auch schon ein Amen oder selbst ein Wow, oder Hui, um die Psyche positiv zu beeinflussen“, so Dr. Bohne.
Wer schreit und flucht, kann sogar Ängste und Schmerzen signifikant reduzieren. Freier zu werden, sich zu lösen von Glaubenssätzen, von persönlichen Hemmschwellen, all das spielt in den positiven Effekt des Fluchens mit hinein. Wir gehen auf die Big Five der Stagnationsprozesse ein und die Klopftechnik.
Sein Wunsch: Psychotherapie mit einem Smiley versehen, mehr spielerische Elemente mit aufnehmen, sie motivationsförderlicher aufstellen, um Freude und letztlich unser Gehirn zu fordern und zu fördern.
Dr. Michael Bohne ist Arzt, Psychiater und Psychotherapeut. Er ist Begründer der Prozess- und Embodimentfokussierten Psychologie (PEP - Klopftechnik), arbeitet als Coach für Opernsänger und klassische Musiker, als Trainer für Fernseh- und Radiomoderator:innen von ARD und ZDF, als Coach für Unternehmen, ist Sachbuchautor und gern gesehener Podcast-Gast, unter anderem bei Hotel Matze.
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Apropos ... Trauma von Generation zu Generation!
2026/09/16
Du kennst deine Familiengeschichte, deine Biografie, und manchmal denkst du: „Oh nein, ich bin wie meine Mutter!“. Oder du spürst Verhaltensmuster und Glaubenssätze in dir, die du vom Vater oder von der Oma mit in die Wiege gelegt bekommen hast und die dich quälen. In dieser Folge sprechen wir mit der Ahnenforscherin und systemischen Coachin Anne Krämer über Transgenerationentraumata, die von Generation zu Generation weitergegeben werden.
Es sind die vielen Geschichten unserer Vorfahren, die unsere Persönlichkeit prägen. Mit ihnen werden aber auch Traumata von Flucht oder Krankheit an uns weitergegeben. Manchmal spüren wir sie gar nicht. Wir können sie unbewusst nicht orten, gar überwinden.
Unsere Emotionen entziehen sich oft unserem Bewusstsein. Wir gehen der Frage nach, inwiefern Krankheiten, eine Bindungsunfähigkeit oder besondere Ereignisse auf ein Generationentrauma zurückgehen.
Wir gehen ein auf die Methoden im Familienbiografischen Coaching, auf die Aussagekraft von Genogrammen und das wirksame EMDR-basierte Neurocoaching. Mithilfe dieser Methode, bei der die Augenbewegungen unser Gehirn neuronal beeinflussen und neu vernetzen, können wir uns von belastenden Glaubenssätzen oder Reaktionsmustern befreien.
Anne Krämer ist Ahnenforscherin und systemische Coachin aus Aachen. Diese beiden Herzensthemen verknüpft sie im Familienbiografischen Coaching.
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Apropos ... Diagnose: ADHS!
2026/09/02
In dieser Folge geht es um die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung, auch besser bekannt als ADHS. Diese Diagnose lässt oft lange auf sich warten. Symptome sind vielfältig und nicht eindeutig. Doch ist sie einmal festgestellt, gibt es Wege, mit ihr umzugehen. Wie, darüber sprechen wir mit dem Psychotherapeuten Prof. Dr. Jan Kiesewetter.
ADHS wird heute häufiger diagnostiziert als noch vor 30 Jahren. Forschung und Wahrnehmung für diese Form der Neurodivergenz gewinnen immer mehr an Bedeutung. Wir gehen auf Mythen und Missverständnisse ein. Wir sprechen über Symptome und ab wann eine ADHS-Diagnostik angeraten ist und darüber, was ADHS im Gehirn macht. Die Informationsverarbeitung im Gehirn streut breiter und läuft nicht linear. Diese Andersartigkeit, die Neurodivergenz, bleibt ein Leben lang vorhanden. Aber es gibt Selbsthilfestrategien.
Um Routine-Aufgaben auszuführen benötigt ein Menschen mit ADHS Stimulation. Bei alltäglichen Aufgaben schaltet das Gehirn ab. „Sein Gehirn weigert sich, langweilige Routinen auszuführen“, so Dr. Kiesewetter. Dann ist der Betroffene wie gelähmt. Stimulation kann Musik sein oder das Spielen an einer Kette, alles, was die Konzentration neu fokussiert. „Ist das ADHS-Gehirn einmal angeschmissen, funktioniert es wie jedes andere Gehirn“, so Dr. Kiesewetter. Dann kann das Gehirn unglaublich viel leisten. Darum arbeiten neurodivergente Menschen oft in vielen kreativen oder Blaulicht-Berufen.
Bei Erwachsenen haben sich über die Jahrzehnte Kompensationsmechanismen aufgebaut, die es zu erkennen und zu unterscheiden gilt. Das macht die Diagnostik so schwierig. Wenn Probleme wie Konzentrationsschwäche oder Vergesslichkeit öfter auftauchen, ist eine Diagnostik geraten.
Zeitmanagement ist extrem wichtig. Menschen mit ADHS leiden unter Zeitunschärfe. Darum: Drei Minuten Spülmaschine einräumen, drei Minuten Tisch abräumen. Zeitdruck macht die Aufgabe interessanter. Wird das Gehirn stimuliert, gehen sie leichter von der Hand. Es ist wie beim Tanzen. Wenn das Paar im Rhythmus ist, läuft‘s.
„Der Start mag eine Herausforderung sein. Aber ADHS ist weder eine Schwäche noch persönliches Versagen. Man nimmt die Welt nur anders wahr. Wer die passenden Stärken und Strategien entwickelt, kann ein wunderbares, selbsterfülltes Leben führen“, macht Prof. Dr. Jan Kiesewetter Mut.
Prof. Dr. Jan Kiesewetter ist Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut und Inhaber der Praxis für Psychotherapie in München mit den Schwerpunkten Verhaltenstherapie und Gruppentherapie, ADHS, Supervision und Paartherapie
Buchtipp: Prof. Dr. Jan Kiesewetter: „ADHS – was nun? Strategien, Tipps und Übungen für ein selbstbestimmtes Leben“, Klett Cotta-Verlag 2026
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Apropos ... Mental Load!
2026/08/19
Mental Load, die unsichtbare Belastung und mentale Last, die uns angesichts einer Welt mit unendlichen Möglichkeiten überfluten kann, ist das Thema dieser Folge. Der ständige Input, aber auch das Gefühl, für alles verantwortlich sein und alles kontrollieren zu wollen, sorgt bei uns für ein Dauerrauschen, das uns in die Überforderung treiben kann. Die Psychologin, Markt- und Wirkungsforscherin Birgit Langebartels zeigt psychologische und kulturpsychologische Faktoren des Mental Load und der Mental Load-Gesellschaft auf und bietet konkrete Handlungsvorschläge an - für mehr Gesundheit und für mehr Resilienz.
Ständiges Dauerrauschen
Wie eine ständige App im Hintergrund laufen 1000 Dinge im Hintergrund. Unser Kopf steht nicht still, wir arbeiten To-Do-Listen ab. Aber das zieht Energie. Die Daueraktivierung kann zu psychischen Problemen führen. Mental Load ist ein Phänomen der Zeit, wir leben in einer Multioptionalität. Alles ist möglich, jeder möchte alles. Vor diesem Hintergrund gibt Birgit Langebartels Hilfestellung.
Es gibt sechs Warnsignale, die auf einen Mental Load hinweisen. Dazu gehört, dass sich alles dringend anfühlt und man schwer Entscheidungen treffen kann. Was hilft? Das können Digitale Detox-Zonen, Mikroreflexion, Not-To-Do-Listen oder ganz einfach die Natur sein. Mehr Orientierung, mehr Priorisierung, ein achtsamer Umgang mit sich selbst und anderen – das ist das, wofür Birgit Langebartels plädiert.
Birgit Langebartels ist Diplom-Psychologin, Markt- und Wirkungsforscherin und Autorin
Buchtipp: Birgit Langebartels: „Mental Load die unsichtbare Last. Erkennen, verstehen, bewältigen“, Junfermann Verlag 2026
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Apropos ... der Glückskind-Effekt!
2026/08/05
Hans im Glück. Was könnte schöner sein? Aber leider haben wir oft nicht das Gefühl, das Glück anzuziehen. Das Glück kommt nicht einfach so zu uns, es ist kein Zufall, sondern wird von uns selbst geschaffen. Das sagen die Geschwister Maja und Johannes Storch. In dieser Folge erhältst du Impulse dazu, wie du deinem Glück näherkommen kannst.
Wir sprechen darüber, was Glück überhaupt ist, wie Umwelt- und Rahmenbedingungen uns im Wege stehen und wie wir uns organisieren können, um uns dem Glück zu nähern. Es geht darum, eine positive Erwartungshaltung und eine Vison zu entwickeln von dem, wo wir hinmöchten. Lösungsansätze, das Unbewusste direkt zu adressieren, hält das Zürcher Ressourcen-Modell bereit, das die beiden erläutern.
„Ein erster Schritt ist, sich Gedanken über sein Leben zu machen; sich Wiederholungen, Pechsträhnen und Umwelteinflüsse zu vergegenwärtigen und zu notieren, um den persönlichen gordischen Knoten vom Unglücklichsein zu lösen und etwas verändern zu können“, sagen Maja und Johannes Storch.
Wir blicken aber auch auf die wissenschaftliche Seite, auf Ansätze und Impulse aus der Erkenntnistheorie und dem Konstruktivismus. Wir sprechen über unterschiedliche Erlebniswirklichkeiten und wie sie sich von der tatsächlichen Realität unterscheiden.
Wir sprechen vom Proz, der sich bewusst aufbläst, vom chaotischen und liebenswürdigen Orx, vom Pechvogel- und vom Glückskind-Attraktor. Schmiede dein Leben selbst! Und betrachte nicht jedes Unglück als solches. Maja und Johannes Storch meinen es gut mit unserem Glück und gehen den Prozesse mit Wohlwollen, Leichtigkeit und Gelassenheit an. Lass dich inspirieren!
Maja Storch ist Inhaberin des Instituts für Selbstmanagement und Motivation in Zürich und hat das Zürcher Ressourcen Modell erfunden.
Johannes Storch ist von Haus aus Zahntechnikermeister und ebenfalls als ZRM-Trainer tätig.
Buchtipp: Maja und Johannes Storch: „Der Glückskind‑Effekt – Wie Chaos dir helfen kann, die Realität zu gestalten“, Klett Cotta-Verlag 2026
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Apropos ... Digitale Resilienz!
2026/07/22
Digitale Resilienz: Das Thema ist so brandaktuell wie zeitlos und spricht mittlerweile wohl fast alle an. Ohne Smartphone geht‘s heutzutage nicht mehr. Es gibt Input ohne Ende, Nachrichten, Unterhaltung und Austausch auf allen Kanälen. Wer dabei im mentalen und digitalen Gleichgewicht bleiben möchte, muss priorisieren. Sandra Brauer, Systemische Beraterin und Prozessbegleiterin in der digitalen Transformation, erklärt in dieser Folge, was digitale Resilienz bedeutet und wie wir mit digitalen Herausforderungen umgehen können - privat und im Beruf.
Kompetenz für die Zukunft
Unter digitaler Resilienz versteht Sandra Brauer die psychische Widerstandsfähigkeit im Umgang mit digitalen Veränderungen und - in weiterer Betrachtung – daraus entstehenden Krisen. Sie ist eine der Kompetenzen der Zukunft, die dazu beiträgt, ein zufriedenes und gesundes Leben zu führen. Aber wie soll das gehen? Digitalisierung und Technologisierung verändern unsere Arbeits- und Lebenswelten. Sie erleichtern, aber machen auch alles komplexer. Und leider, so sagt Sandra Brauer, liebt es unser Gehirn, über Probleme nachzudenken. Damit fördern wir eine negativ konnotierte Stimmung.
Gerade junge Frauen messen sich in Schönheitsidealen, sie sind ständig in Interaktion mit dem Netz, was Minderwertigkeitsgefühle und Ängste hervorrufen kann. Hingehen sind, laut Brauer, junge Männer anfälliger fürs Gaming, was Abhängigkeiten provoziert und von der echten Kommunikationsfähigkeit entfernt. Deshalb: priorisieren, aber richtig.
Die digitale Resilienz als Therapieansatz wird im Coaching noch nicht ernst genug genommen. Umso eindringlicher lautet ihr Appell an Unternehmen: überprüfen, ob man wirklich eine bedürfnisorientierte Arbeitswelt schaffen oder lieber dem Kapitalismus folgen wolle. Höher, schneller, weiter? Besser nicht, sagt sie. Die betriebswirtschaftliche Prämisse, Zeit, Qualität und Kosten gleichzeitig umsetzen zu wollen, sei strategisch nicht möglich. Vielmehr gehe es darum, den Mitarbeitenden Ängste vor Veränderungen zu nehmen, auf ihre Bedürfnisse zu schauen und Räume zu schaffen für mehr Selbstbewusstsein und Zuversicht.
Sandra Brauer ist Systemische Beraterin (dgsf-zertifiziert), Stressmanagement-Trainerin und Prozessbegleiterin in der digitalen Transformation und Autoin. Sie ist Gründerin des Systemischen Netzwerkes in Hamburg. Ihr Schwerpunkt ist die Vermittlung digitaler Kompetenzen. Seit 2020 hat sie einen Lehrauftrag an der FOM Hochschule im Modul „Psychologische Gesprächsführung“.
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Apropos ... das Beziehungs-Burnout!
2026/07/08
Wann wird eine Beziehung zu viel? Oder ist sie noch retten? Was, wenn der Partner nur noch als Last empfunden wird, es nur noch Streit oder gar keine Worte mehr gibt? In dieser Folge spricht die Psychologin und Paartherapeutin Alexandra Soor über Ursachen von Beziehungskrisen, was dahintersteckt, aber auch, wie wir an ihr arbeiten und lernen, richtig miteinander zu kommunizieren. Sie sagt, lauft nicht gleich weg! Oft benötigt es für eine Wiederannäherung sogar nur wenige klärende Gespräche.
Den ersten Schritt macht man selbst
Doch zunächst zu den Fakten: Was Beziehungslust oder Unlust angeht, setzen die sozialen Medien die Latte sehr hoch. Viele junge Menschen wagen angesichts negativer Inhalte nicht mehr den Schritt in die eigene, gelebte Beziehung. Dating wird zu kompliziert. Doch die Sehnsucht nach einer Beziehung, sagt Soor, ist da.
„Jede Beziehung fängt zu allererst bei einem selbst an“, weiß die Psychologin, die beobachtet, dass sich schon zu Beginn manch einer Partnerschaft die Partner nicht genügend Zeit nehmen, den anderen wirklich kennenzulernen. Hinzukommt, dass sich beide Individuen weiterentwickeln. Zu früh gewachsene Gewohnheiten und ein eingeschlichener Alltag machten dann Vieles kaputt.
„Wenn sich Paare an der Beziehung abarbeiten, um sie am Laufen zu halten, endet das in Erschöpfung, dann kommt es zu einem Beziehungs-Burnout“, sagt Alexandra Soor. Für sie gibt es das klassische Auseinanderleben nicht. Es bedeutet einfach nur, dass das Interesse am Partner nicht mehr vorhanden ist.
Eine gute Liebesbeziehung lebt von der Verbindung zueinander. Und vom ständigen Training. Wie man diese Verbindung (wieder)finden und wieder ein Team werden kann, das erklärt Alexandra Soor in dieser Folge.
Alexandra Soor ist Psychologin, Paartherapeutin und Heilpraktikerin für Psychotherapie mit einer eigenen Praxis.
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Apropos ... Gewaltfreie Kommunikation im Beruf!
2026/06/24
Wie gelingt Gewaltfreie Kommunikation (GFK) am Arbeitsplatz? Das erläutern die GFK-Trainerin Anja Palitza und der Unternehmercoach Olaf Hartke. Wir hinterfragen, wie fleißige Mitarbeitende verbalen Attacken der Kollegen und dem ständigen Druck der Führungsetagen begegnen können. Wir hinterfragen auch, wie Chefetagen und Ressortleitungen GFK bei Konflikten anwenden können, wie sie bei Mobbing oder schwierigen Mitarbeitern reagieren können.
In den Führungsetagen deutscher Unternehmen beginnt in Sachen GFK ein langsames Aufwachen. Endlich, sagen die zwei, denn: „In ihr liegt unglaubliches Potential.“ Die GFK ist nicht als einmalige Schulung zu verstehen, sondern als ein Prozess, der sich im besten Fall zu einer Lebenshaltung entwickelt. Die Ziele einer leistungs- und ergebnisorientierten Wirtschaft schließen die emotionale Annäherung durch die GFK für einen wertschätzenden Umgang miteinander nicht aus. Gesehen und gehört werden: Es geht nicht darum, für mehr Leistung zu manipulieren, sondern um ein wertschätzendes Miteinander zu schaffen.
GFK erfordert ständiges Training. Ein Hilfsmittel ist das Vier-Schritte-Modell nach seinem Gründer Marshall B. Rosenberg. Nach dem Leitsatz „Höre nicht, was sie sagen, sondern höre, was sie fühlen und brauchen“ geht es um die Beobachtung von einem selbst und den anderen, die Beschreibung des Gefühls, das Erkennen und Äußern von Bedürfnissen und daraus folgenden Bitten. Hinhören braucht Aufmerksamkeit: Zuhören bedeutet verstehen zu wollen, was den anderen bewegt. Es bedeutet nicht, damit einverstanden zu sein.
Wichtig ist die Sprache der GFK. Viele Wörter, die genutzt werden, sind nicht in unserem aktiven Wortschatz, „aber vorhanden“. Wer spricht schon gerne über seine wahren Gefühle? Auch darüber sprechen wir und auch, dass GFK keine Grenzen kennt. Alles kann mit ihr vermittelt werden. Auch andere Meinungen und Verhaltensweisen. Sie findet Anwendung in allen Lebensbereichen.
Für Einsteiger, die GFK für sich entdecken möchten, geben Anja Palitza und Olaf Hartke wichtige Einblicke und Aspekte an die Hand.
Anja Palitza: ist Erziehungswissenschaftlerin und Systemische Beraterin. Seit 2005 ist sie zertifizierte Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation (CNVC- und Fachverband GFK), systemische Familienberaterin und begleitet Einzelpersonen sowie Gruppen in Entwicklungs- und Veränderungsprozessen.
Olaf Hartke ist Trainer für Gewaltfreie Kommunikation und Autor. Er arbeitet mit Fach- und Führungskräften, Teams sowie pädagogischen und sozialen Einrichtungen.
Anja Palitza und Olaf Hartke bilden im Trainerteam von K-Training TrainerInnen für Gewaltfreie Kommunikation aus. Sie sind zertifiziert vom CNVC (Center for Nonviolent Communication). Sie haben zusammen zwei erwachsene Söhne.
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Apropos ... wenn innere Kinder lieben!
2026/06/10
Was ist das Geheimnis guter Partnerschaften? In dieser Folge erklärt die Psychologin und Paartherapeutin Susanne Vömel, wie eine gute Beziehung gelingen kann. Dies ist nicht immer einfach, denn in jeder Beziehung wirkt mehr mit, als uns bewusst ist. Immerhin begegnen sich nicht nur zwei Erwachsene, sondern auch ihre inneren Kinder – mit all ihren Erfahrungen von Nähe, Verletzung, Sehnsucht und Bindung.
Beziehungsmuster verändern
Wir sprechen darüber, wie frühkindliche Prägungen unsere Partnerschaften formen, wie sie oft unbewusst deren Dynamik bestimmen und vor allem, wie wir Beziehungsmuster verändern können. Susanne Vömel erklärt, warum wir uns gerade zu den Menschen hingezogen fühlen, die frühe Wunden in uns berühren und warum wir uns immer wieder in gleichen Konflikten wiederfinden.
Wir suchen nach der anderen, der besseren Hälfte. Am Anfang ist das zunächst perfekt, wird aber mit der Sozialisierung schwieriger, wenn die Außenwelt auf die Beziehung trifft. Oft fixieren sich die in der Kindheit entstandenen Rollen, sodass bei nicht genauer Betrachtung keine Entwicklung möglich ist. „Gesund ist es, wenn ein jeder die eigenen Bedürfnisse und die des anderen kennt, wenn sich jeder zwischen Macht und Ohnmacht, aktiv oder passiv sein können, Nähe oder Distanz flexibel bewegen kann. So findet ein Paar den eigenen Rhythmus, eine gemeinsame Dynamik“, sagt Susanne Vömel.
Die Aufgabe besteht darin, früh verdrängte Anteile, tiefe Sehnsüchte, nicht nur im anderen zu leben und ihn darauf festzulegen, sondern sie selbst zu entwickeln. Wir gehen auf die acht psychodynamischen Grundkonflikte, den emotionalen Grundton einer Familie und sogar die Atmung ein. Ziel ist es, dass ein Paar – richtig kommuniziert - den ganz eigenen Rhythmus findet.
Wie das geht? In einem ersten Schritt alte Konflikte, Bedürfnisse, in sich selbst erkennen und nicht auf den anderen übertragen. Alte Muster, etwa die Angst vorm Bindungsverlust, erkennen und nicht mehr ausspielen. „Mal ein Veto einlegen, sich distanzieren. Nicht mehr mitspielen – auch nicht beim anderen“, so Susanne Vömel. Was sie rät: Mitgefühl für die eigenen Themen und die des anderen entwickeln, sich verändern, lebendig und neugierig bleiben.
Susanne Vömel ist Psychologin M.Sc., Psychotherapeutin, Paartherapeutin und Physiotherapeutin. Sie bildete sich in diversen psychodynamischen und paartherapeutischen Fachbereichen weiter und ist in eigener Praxis in Berlin tätig. Sie ist Mitglied im Bundesverband Psychonalytische Paar- und Familientherapie (BvPPF).
Buchtipp: Du möchtest tiefer in dieses Thema einsteigen? Dann lohnt sich ein Blick in das neue Buch von Susanne Vömel mit dem Titel 📖 „Tanz der inneren Kinder: Warum wir lieben, wie wir es gelernt haben – und wie Veränderung möglich wird“ – ab dem 13.06.2026 im Handel erhältlich!
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Apropos ... Existenzielles Coaching!
2026/05/27
Was ist meins, was ist mir wirklich wichtig und wie kriege ich das ins Leben? In dieser Folge geht es mit Annette Fährmann vom weltweit ersten Institut für Existentielles Coaching zum authentischen Ur-Ich. Es geht um philosophische Ansätze als Grundpfeiler, aber vielmehr um die praktische Hinführung zum ganz eigenen Thema und somit der Öffnung zum Leben. Es geht um grundlegende menschliche Fragen, die nicht nur fürs Coaching interessant sind, sondern auch für die ganz persönliche Lebensgestaltung.
Auch wenn der Begriff erst sehr theoretisch klingt, verbergen sich dahinter jedoch neue Perspektiven auf ein vertrautes Thema. Inspiriert von Alfried Längle und dem geistigen Erbe Viktor Frankls inspiriert richtet sich das Institut nicht nur an Führungskräfte oder Fachleute aus Coaching, Training und Beratung, sondern an jeden Einzelnen. Gefördert werden Persönlichkeit, Intuition und psychologisches Wissen.
Annette Fährmann spricht vom Finden des eigenen Themas, von innerer Zustimmung und stimmigem, authentischem Handeln, das die Klienten von mentalen und rationalen Hürden befreit. Sie begeistert für das Leben in all seiner Kraft des Geistes und der Kraft der Emotionen.
Es geht darum, sich zu erkennen, die eigene Urteilskraft zu schärfen, Sinnhaftigkeit zu prüfen, Hinzuspüren in den Dialog mit dem Leben; aus der inneren Zustimmung in ein entschiedenes Handeln kommen, sich nicht nur zu fragen, was glücklich macht, sondern wofür man leben will. „Da entsteht eine unglaubliche Schubkraft von hinten, da geht man nur noch los“, weiß Annette Fährmann von Menschen, die zu sich gefunden haben.
Das Prozessmodell, mit dem das Institut arbeitet, ist angelehnt am natürlichen Entscheidungsprozess und orientiert sich an fünf Schritten. Außerdem sprechen wir über die Personale Existenzanalyse, eine zentrale Methode, die den Weg zu einem selbstbestimmten, authentischen und erfüllten Leben beschreibt. „Es geht um Haltungen und Denkweisen, von denen wir wissen, dass sie gut sind, aber sie nicht umzusetzen wissen. Loslassen oder sich anzunehmen, wie man ist – das gelingt nicht immer“, vereint Annette Fährmann die Philosophie mit der Praxis.
Annette Fährmann ist Coach und Trainerin in existenziellem Coaching. Gemeinsam mit Jürgen Blenke führt sie das Institut für Existenzielles Coaching, die faehrmannblenke GbR (zu ihrer Homepage: www.faehrmannblenke.de).
Du möchtest dir vom Existenziellen Coaching einen eigenen Eindruck verschaffen? Hierfür bietet Annette Fährmann eigens Online-Live-Coachings an – komplett kostenlos und werbefrei: https://www.faehrmannblenke.de/unser-angebot/kostenfreies-online-live-coaching/
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Apropos ... Post-Covid, Fatigue & ME/CFS!
2026/05/13
Seit Corona ist das Thema Erschöpfung stärker ins Bewusstsein gerückt. Mit ihr werden das Fatigue, Post-Covid oder ME/CFS nach einem Infekt sehr viel öfter diagnostiziert. In dieser Episode klärt Dr. Lea Höfel über Therapiemöglichkeiten, Behandlungsmethoden und Hilfen zur Selbsthilfe auf. Auch wenn der Weg bis zur Diagnose ein langer sein kann, so macht sie allen Betroffenen Hoffnung, dranzubleiben und nicht aufzugeben, weil….
…die Erkrankung von der Politik mittlerweile ernst genommen wird. Zumindest werden in anerkennendem Rahmen Gelder in Forschung und Therapiemöglichkeiten investiert. Dr. Höfels Wunsch ist es, dass auch die Pharmaindustrie reagiert, denn noch gibt es kein Medikament gegen die chronische Fatigue-Erkrankung, die Menschen komplett ans Bett fesseln kann. „Wenn man diese Menschen gesehen hat, zweifelt man nicht mehr daran, ob es diese Erkrankungen geben kann“, wünscht sie sich größeres Interesse bei den Lobbyisten.
Noch gibt es kein Medikament
Post-Covid, Fatigue und ME/CFS gilt es zu unterscheiden. Post-Covid umfasst eine breite Spannweite an Symptomen von Lungen- bis Magen-Darm-Problemen. Das Fatigue geht mit bleierner Müdigkeit einher und kann bestehen bleiben. Hier ist der Energielevel weit unten, zu den Symptomen gehören Kreislaufbeschwerden oder Schmerzen. Das chronische Fatigue-Syndrom ME/CFS ist eine eigenständige Erkrankung mit weiteren Symptomen. Hier kann die geringste Betätigung den Betroffenen zur Bettruhe zwingen. Selbst Haarewaschen oder eine kurze Unterhaltung können Patienten über Wochen und Monate extrem belasten.
Ziel ist, nach Energieverbrauchern und Energiespendern zu schauen. Wo sind persönliche Stressoren? Dazu finden viele Gespräche und Untersuchungen statt, die detailliert dokumentiert werden, um in einem nächsten Schritt Abläufe im Alltag besser strukturieren zu können. Um den Speicher aufzufüllen, gehört es, Pausen zu machen, auch wenn man sich nicht danach fühlt. Die Gefahr eines Crashs soll vermieden werden.
Die Behandlungsansätze sind vielfältig, sie liegen in der Ergotherapie, der Physiotherapie, oder der psychologischen Betreuung. Sie reichen von Atemübungen bis Massagen. Betroffene empfinden oft Traurigkeit und Ängste darüber, ob die Krankheit sie ihr Leben lang einschränken wird. „Sie müssen lernen, Gedankenkreise zu stoppen und auch im Kleinen Schönes zu entdecken“, so Dr. Höfel. Dabei hilft ein Tagebuch, in dem täglich drei kleine schöne Momente festgehalten werden.
Dr. Lea Höfel ist Psychologin und Leiterin der Abteilung des Zentrums für Schmerztherapie junger Menschen und der Station für Fatiguetherapie an der Kinderklinik in Garmisch-Partenkirchen. Außerdem ist sie in Beirats- und Sprecherfunktionen in Gesellschaften für Schmerztherapie, Rhematologie und ME/CFS.
Buchtipp: Dr. Lea Höfel: Warum bin ich so erschöpft? Chronisches Fatigue-Syndrom bei Kindern und Jugendlichen, Junfermann-Verlag 2026
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Apropos ... Erschöpfung!
2026/04/29
Erschöpfung bleibt nicht aus, sind wir doch ständig in Bewegung – selbst dann, wenn wir bewusst priorisieren. Wieso ist das so? Licht ins Dunkle bringt der Psychologe Hans-Georg Willmann. Der gebürtige Freiburger und Autor ist Coach für Fach- und Führungskräfte und lebt seit ein paar Jahren in seinem Sehnsuchtsland Australien.
Zunächst: Erschöpfung ist kein Zeichen von Schwäche, sondern dafür, dass ich mich angestrengt habe. Was ist Erschöpfung? Wir unterscheiden zwischen Müdigkeit, Erschöpfung und Burnout.
Nach Energieräubern und Kraftquellen schauen
Wo sind persönliche Energieräuber, wo sind Kraftquellen? Wo kann ich etwas beeinflussen, wo delegieren oder einfach „Nein“ sagen? Was ist wirklich wichtig? Wir erörtern das klassische Prinzip, Energieräuber zu organisieren, schauen nach inneren Antreibern und Kraftquellen, die nichts kosten.
In seiner praktischen Schritt-für-Schritt-Anleitung raus aus der Erschöpfung hat Hans-Georg Willmann ein ABC für mehr Energie und Lebensqualität entwickelt. A steht für Akzeptanz, B für Belastungssteuerung und C für clevere Mini-Hacks, die im Alltag helfen, uns zu erholen. Auch damit räumt er auf: Multitasking ist ein Mythos.
Um aus der Erschöpfungsspirale rauszukommen, sind strukturelle Veränderungen im Alltag und ein Perspektivwechsel notwendig. Es hilft der Blick auf innere Denk- und Verhaltensmuster, innere Kritiker und falsche Antreiber. Bin ich immer freundlich und hilfsbereit, weil ich andere nicht enttäuschen möchte? Sind meine Verhaltensmuster übertrieben, wo sollten automatisierte Verhaltensweisen angepasst und heruntergefahren werden?
Yoga, Atmung, Couch: Entspannung allein ist nicht die Lösung. Echte Erschöpfungsarbeit geht tiefer. Sie setzt darauf, äußere Belastungen zu steuern, innere Antreiber zu zähmen und Erholung möglich zu machen.
Erholung, die nichts kostet: Hans-Georg Willmann gibt praktische Tipps, die der Selbstwirksamkeit nutzen. Er nennt ein 10-Punkte-Energieprogramm inklusive Einschlafritualen, Ernährungs- und Bewegungstipps, empfiehlt Wohlfühlorte, Power Naps und schöne Mini-Momente.
Hans-Georg Willmann: ist Diplom-Psychologe und Coach, hauptsächlich im beruflichen Kontext, wo er Veränderungsprozesse begleitet
Buchtipp: Hans-Georg Willmann: „Erschöpft, aber nicht machtlos. Wege zu mehr Energie und Lebensqualität“, Junfermann-Verlag 2026
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Apropos ... Berührungen!
2026/04/15
Berührung begleitet uns von Geburt an, prägt unser Sicherheitsgefühl und unsere Beziehung zur Welt. Und dennoch scheint sie im modernen Alltag immer mehr zu verschwinden. Wie wir näher mit der Berührung in Berührung kommen und mit ihr Körper, Geist und Seele stärken können, darüber sprechen wir in dieser Folge mit Dr. Michaela Maria Arnold. Sie plädiert dafür, dass wir uns wieder trauen, uns näher zu kommen – uns selbst und anderen.
Die Hand halten, tröstend über den Rücken streicheln: Gerade in der Medizin sind Berührungen eher tabu. Dabei sind sie für den Patienten essenziell. „Wenn wir die Berührung wieder bewusst in unser Leben zu lassen, und zwar in allen Bereichen, wirkt sich das auf unsere gesellschaftliche Grundstimmung aus“, ist sich Dr. Arnold sicher.
Tatsächlich ist das Thema „Berührung“ in der Wissenschaft noch ein junges Gebiet, mit der sich die Gesellschaft für Berührungsmedizin beschäftigt. Mittlerweile finden die Erkenntnisse den Transfer in die Gesundheitsversorgung.
Seit Corona hat sich die Singularisierung der Gesellschaft verstärkt. Menschen pflegen weniger echte Kontakte, suchen aber trotzdem die Nähe. Die therapeutische Massage wie die affektregulierende Massage kann helfen. Sie kann das Körpergefühl positiv beeinflussen und Klienten dazu anregen, aktiver zu werden, Achtsamkeit für ihren Körper, sowie ein stärkeres Bewusstsein für Selbstfürsorge und Selbstwirksamkeit zu entwickeln. Berührung hat viele Ausdrucksformen und Möglichkeiten. Sie beginnt mit der Selbstberührung.
Es geht nicht um Sexualität: Berührung ist vielfältig. Mit ihr können wir Liebe, Zuneigung und Trost, aber auch Wut und Abgrenzung ausdrücken. Sie hat immer einen Kontext, findet in der Familie, bei der Arbeit oder in der Freizeit statt. Dr. Arnold zeigt sieben Dimensionen von Berührung in unterschiedlichen Lebensbereichen auf. Auch erklärt sie, was Berührung hormonell auslöst. Selbst nach den Wechseljahren bleibt der Wunsch nach Nähe und Verbindung bestehen, weiß sie.
Berührung hat auch Schattenseiten. Bei der Biografiearbeit wird auf die Berührungskultur innerhalb der Familie geschaut. Wo und wann hat die Person Zuneigung erfahren, wann hat sie übergriffige Berührungen erfahren?
Dr. med. Michaela Maria Arnold ist Ärztin für Naturheilverfahren und Berührungsmedizin mit einer Praxis bei Würzburg.
Buchtipp: Dr. Michaela Maria Arnold: „Das Berührungsbuch. Wie Berührung Körper, Geist und Seele stärkt“, Klett-Cotta Verlag 2026
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Apropos ... Sag es achtsam!
2026/04/01
Wie schnell kann ein Gespräch kippen? Ein falsch verstandenes Wort, ein unbedachter Satz – und plötzlich fühlen wir uns nicht mehr gesehen. In unserer neuen Podcast-Folge sprechen wir mit Trainer Stefan Bukacek darüber, wie die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) genau in solchen Momenten Orientierung geben kann.
Wir beleuchten, warum Kommunikation oft verletzend wirkt, obwohl wir das selten beabsichtigen. Stress, alte Muster und automatische Vorwürfe prägen unseren Alltag – in Partnerschaft, Familie oder Beruf. Die GFK lädt dazu ein, den Fokus auf die eigenen Gefühle und Bedürfnisse zu richten und sie klar auszudrücken, statt Schuld und Angriffen Raum zu geben.
Stefan Bukacek erläutert die vier Schritte der Gewaltfreien Kommunikation – Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis und Bitte – und zeigt anhand konkreter Beispiele, wie sie im Alltag helfen können, respektvoller und lösungsorientierter miteinander zu sprechen. Dabei betont er: „Dazu braucht es Klarheit, die erst im Inneren entstehen muss, bevor ich sie sprechen kann“.
Im Gespräch geht es darum, wie wir Verantwortung für unsere Worte übernehmen und durch bewusste Kommunikation mehr Verbindung schaffen – unabhängig vom Vokabular, dafür mit echtem Verständnis füreinander.
Stefan Bukacek ist Trainer für Gewaltfreie Kommunikation und Unternehmensberater für Tech-Unternehmen
Buchtipp: Stefan Bukacek: Sag es achtsam. Wie Gewaltfreie Kommunikation dein Denken und deine Beziehungen verbessert“, Junfermann 2025.
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14.–16. April 2026: Onlinekongress Gewaltfreie Kommunikation
Für mehr Verbindung, Klarheit und Verständnis – mit Herz und Haltung
Zum 25-jährigen Jubiläum der Gewaltfreien Kommunikation in Deutschland laden wir dich ein, die ganze Vielfalt der GFK neu zu entdecken – inspirierend, praxisnah und unmittelbar alltagsrelevant. An drei Kongresstagen erwarten dich führende Expert:innen der GFK, die ihre Erfahrungen, Einsichten und Werkzeuge teilen – von den Grundlagen bis zu neuen, innovativen Anwendungsfeldern.
Erhalte wertvolle Impulse für Beruf und Privatleben:
Wie können wir Konflikte einfühlsamer lösen?
Wie stärken wir Verbindung, auch in herausfordernden Momenten?
Wie gelingt Kommunikation, die Klarheit schafft und unser Miteinander verbessert?
In Interviews und Vorträgen bekommst du Antworten, Denkanstöße und konkrete Methoden, die sich sofort umsetzen lassen.
Der Kongress richtet sich an alle, die achtsam und wirkungsvoll kommunizieren möchten: egal, ob du gerade erst einsteigst oder schon lange mit der GFK arbeitest.
Ticket: 15 Euro – ein kleiner Beitrag für Erkenntnisse, die nachhaltig wirken.
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Apropos ... Beratung in Bewegung!
2026/03/18
Wie unterstützt körperliche Bewegung und Naturerleben Beratungs- und Coachingprozesse? Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse gibt es zu Bewegung, Natur und Psyche? Und welche Methoden können Coaches & Therapeut:innen konkret einsetzen? In dieser Folge sprechen wir über die heilende und inspirierende Kraft von Bewegung und Natur in Beratung und Coaching. Darüber sprechen wir in dieser Folge mit der Heil- und Traumapädagogin Eva Istas.
Natur als effektives Tool im Coaching
Bewegung im Coaching spielt eine noch untergeordnete Rolle. Dabei gibt es kleinschrittige Übungen, mit denen man sie problemlos einsetzen kann. Bewegung wirkt nicht nur körperlich – sie hat auch messbare Effekte auf Geist und Psyche. Bewegung in Beratung kann tiefgreifend unterstützen, weil sie Denkprozesse anregt, Stress reduziert und Raum für neue Einsichten schafft.
Kopf aus, Sinne an
Wissenschaftliche Studien zeigen, dass körperliche Aktivität die Stimmung verbessert, Stress reduziert und die kognitive Leistungsfähigkeit steigert – etwa durch Veränderungen in der Gehirnchemie (z. B. Serotonin & Endorphine). Bewegung hat vergleichbare positive Effekte auf die Psyche wie psychologische Interventionen.
Während wir gehen, kommt nicht nur der Körper in Bewegung – auch Gedanken, Emotionen und festgefahrene Muster können sich leichter lösen. Der Wechsel aus physischer Aktivität und Gespräch fördert Kreativität, emotionale Offenheit und neue Perspektiven. Aufenthalte im Grünen senken den Cortisol-Spiegel (Stresshormon), reduzieren Angst und stärken emotionale Resilienz. Schon kurze Zeit in der Natur kann messbar positive Effekte haben.
Übungen, die in Beratung, Therapie oder Coaching integriert werden, können unter anderem die Blütenatmung, das Betrachten von Wolkenbildern, die Geh-Meditation oder die Baum-Atmung sein. Tiefer in die Reflexion geht es mit einer Metaphern basierten Übung: Stell dir eine „Brücke“ zwischen dem alten und dem gewünschten Zustand vor. Sie kann beim Waldbaden oder an einem ruhigen Ort draußen visualisiert werden. Innere Kraftquellen können ein großer Stein oder fließendes Wasser sein.
Darf ich als Therapeut:in „nach draußen“? Ja – sowohl ethisch als auch methodisch ist das möglich: Coaching- und Beratungsprozesse in der Natur sind etablierte Ansätze. Noch aber findet sie zu wenig Berücksichtigung. Dabei sind wichtig: Rahmenvereinbarungen mit Klient:innen inklusive Ort, Dauer, Wetterplan und Erreichbarkeiten.
Eva Istas ist Heil- und Traumapädagogin mit einer heilpädagogischen Praxis für Traumaintegration und Potentialentfaltung und ist Gründerin des Lebensfreudeateliers bei Aachen. Du bist neugierig und möchtest Eva einmal persönlich kennenlernen? Dann buch dir hier einfach dein kostenloses Infogespräch: https://calendly.com/evaistaslebensfreude/info
Buchtipp: Eva Istas und Johann-Friedrich Weber: Beratung in der Bewegung. Praxisbuch für Coaching und Therapie in der Natur. Klett Cotta-Verlag 2025
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