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Die Natur und die Stadt

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Dieser Podcast hat
107 Episoden
Sprache
German
Herausgeber
Claudia Acklin
Explizit
Nein
Erstellt am
2020/12/02
Neueste Episode
2026/10/01
Durchschnittsdauer
34 min.
Veröffentlichungsintervall
15 Tage

Beschreibung

Hallo, ich bin Claudia von „Die Natur und die Stadt“. Dieser Podcast gibt der Natur in der Stadt durch die vielen Menschen, die sich um sie kümmern, eine Stimme. Wenn möglich, gehe ich mit meinen Interviewpartner*innen vor Ort und lasse sowohl begeisterte Hobbyist*innen wie auch Fachleute und Wissenschaftler*innen zu Wort kommen. Ich beleuchte mit ihnen vier zentrale Fragen: 1. Wie geht es der Natur in der Stadt - auf dem Hintergrund von Klimawandel und Schwund der Artenvielfalt? 2. Welche Ökosystemleistungen erbringt die Natur gegenüber der Stadt und ihren Menschen? Wie können etwa Natur-basierte Lösungen für die Folgen des Klimawandels genutzt werden? 3. Wie sieht eine zukunftsfähige Beziehung von Natur, Mensch und Stadt aus? 4. Was ist eine Grüne Stadt oder wie kann sie eine werden? Ich gebe alle drei Wochen eine Newsletter raus. Schreibe regelmässig auch Blog-Beiträge auf natureandthecity.ch. Auf Social Media folgen: YouTube, Facebook, Instagram und LinkedIn. Ab 2026 wird Die Natur und die Stadt auch als Videocast auf YouTube erhältlich sein. Bitte beachten: Die meisten Episoden sind auf Schweizerdeutsch! Finanziert wird der Podcast im Moment durch mich. Die kommende Staffel 4 ab 2026 wird unterstützt durch Swisslos, die Christoph Merian Stiftung, die Ernst Göhner Stiftung, das IWB und meinen Eigenleistungen.

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Züri blüht: Wiese auf Asphalt, auf Zeit
2026/10/01
Mitten in der grössten Junihitze wurde die Europaallee beim Zürcher Hauptbahnhof zur Blumenwiese: 500 Quadratmeter Wiese und Wildblumen auf sonst versiegeltem Grund, ein Wochenende lang. «Züri blüht» des WWF Zürich hat viel Aufmerksamkeit erhalten, weil es die Hitzeinsel für einmal erlebbar machte. Wer wollte, konnte die Bodentemperatur selbst messen und sah, wie heiss Asphalt wird und wie viel kühler Wiese und Baumschatten bleiben. Angela Zimmermann und Claudio Sedivy erzählen, wie die Aktion nach über einem Jahr Planung entstand, warum sie bewusst an einem Ort stattfand, wo viele Menschen unterwegs sind und wo die Versiegelung ein Stirnrunzeln auslöst, und wie das Publikum reagierte. Wir fragen, was symbolische Aktionen bewirken können, was nach dem Wochenende mit der Wiese passiert, was einzelne BürgerInnen tun können und wovon in Zürich noch mehr getan werden müsste.   Shownotes   Weiterführende Links: •      Züri blüht: https://www.wwf-zh.ch/wwf-zuerich/50-jahre-wwf-zuerich/zueri-blueht •      Kompass B: https://www.kompassb.ch/ •      Buch über “Grüne Städte“, mit Schwergewicht auf Natur-basierten Lösungen: Übersicht Städte   Allgemeine Hinweise in eigener Sache: •      Webseite:  Home - Nature and the city •      Webseite, Episodenübersicht:  Episoden - Nature and the city •      Blog:  Blog - Nature and the city •      Newsletter, alle drei Wochen:  Home - Nature and the city  (siehe den Button dazu)   Soziale Medien:  •      TikTok: www.tiktok.com/@ntc0131 •      LinkedIn:  https://www.linkedin.com/company/67081818/admin/?msgControlName=reply_to_sender&msgConversationId=6446321696608649216&msgOverlay=true •      Instagram: @ntc/nature/and/the/city,  https://www.instagram.com/ntc_nature_and_the_city/ •      Facebook:  https://www.facebook.com/claudia.acklin.2/ •      YouTube:@NTC-Natureandthecity   Die Staffel 4 wird durch die Christoph Merian Stiftung, SWISSLOS - Fonds Basel-Stadt, die Ernst Göhner Stiftung, die IWB und durch meine Eigenleistungen finanziert.   Copyright, Claudia Acklin, 2026
Gerechtes Stadtgrün
2026/09/17
Städte auf der ganzen Welt werden grüner. Parks entstehen, Fassaden werden begrünt, Böden entsiegelt. Das klingt nach einer Erfolgsgeschichte — und das ist es auch. Es gibt ein Aber... Denn ausgerechnet jene Massnahmen, die das Leben in der Stadt für alle besser machen sollen, können für die Schwächsten der Gesellschaft zum Problem werden: Ein neuer Park erhöht die Attraktivität eines Quartiers — und damit die Bodenpreise. Eine energetische Sanierung senkt den CO₂-Ausstoss — und erhöht die Miete. Grüne Gentrifizierung ist kein Nebeneffekt. Sie ist oft eine strukturelle Folge erfolgreicher Stadtentwicklung. Und in Städten wie Zürich oder Basel hat ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung kein Stimmrecht. Gerade jene, die am stärksten von Mieterhöhungen, Verdrängung und ungerechter Umweltpolitik betroffen sein können, können sich nicht wehren. Eine Analyse der Stiftung Durabilitas zeigt: Die Schweizer Umweltpolitik klammert Gerechtigkeitsfragen bisher weitgehend aus. Die harten Fragen sind: Wer zahlt die Kosten der grünen Transformation — und wer erntet den Nutzen?   Shownotes Weiterführende Links: •      Stiftung Durabilitas: Nachhaltigkeit denken & gestalten •      Just Transition: Just Transition •      ETH Wohnforum: Startseite •      Studie Green Gentrification: Green Gentrification in Zürich – ein Bericht aus der Werkstatt - NSL – Netzwerk Stadt und Landschaft •      Buch über “Grüne Städte“, mit Schwergewicht auf Natur-basierten Lösungen: Buch   Allgemeine Hinweise in eigener Sache: •      Webseite: Home - Nature and the city •      Webseite, Episodenübersicht: Episoden - Nature and the city •      Blog: Blog - Nature and the city •      Newsletter, alle drei Wochen: Home - Nature and the city  (siehe den Button dazu)   Soziale Medien:  •      TikTok: www.tiktok.com/@ntc0131 •      LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/67081818/admin/?msgControlName=reply_to_sender&msgConversationId=6446321696608649216&msgOverlay=true •      Instagram: @ntc/nature/and/the/city,  https://www.instagram.com/ntc_nature_and_the_city/ •      Facebook: https://www.facebook.com/claudia.acklin.2/ •      YouTube: @NTC-Natureandthecity   Die Staffel 4 wird durch die Christoph Merian Stiftung, SWISSLOS - Fonds Basel-Stadt, die Ernst Göhner Stiftung, die IWB und durch meine Eigenleistungen finanziert.copyright, Claudia Acklin, 2020
Hitzeschutz – oder die Hierarchie der Wichtigkeit
2026/09/03
Beschrieb Basel gehört laut BAFU-Monitoring zu jenen Schweizer Regionen mit der höchsten hitzebedingten Sterberate – 9–10 Fälle pro 100'000 Menschen, nach dem Tessin und der Genfersee-Region. Tropennächte sind dabei der eigentliche Kipppunkt: Fehlt die nächtliche Erholung, wird die Belastung kumulativ. Im Moment leiden alle, aber gewisse Gruppen mehr als andere wie ältere Menschen, Kranke, Kinder oder Obdachlose. Für diese Gruppen wären kühle Räume eine wichtige Infrastruktur. - Doch warum reagieren wir auf eine seit über einem Jahrzehnt bekannte Gefahr so langsam? Tanja Herdt, Professorin für Städtebau an der Fachhochschule OST und Projektleiterin des Berichts «Kühle Räume in der Stadt», eine Studie, die der Verein Schwarzer Peter initiiert hat, ordnet ein: weshalb der Bund in dieser Sache wenig Einfluss auf die Kantone hat, weshalb wir Klimaanpassung und Hitzeschutz oft verwechseln – und weshalb Hitzetote gesellschaftlich noch immer weniger zählen als Verkehrstote. Ein Gespräch über die Hierarchie der Wichtigkeit von Themen wie Hitzeschutz und Klimaanpassung, darüber, welche Massnahmen es jetzt bräuchte, und wie einfach es eigentlich wäre, diese umzusetzen.   Shownotes Weiterführende Links: •      BAFU-Bericht Hitze in Städten (2018): https://www.bundespublikationen.admin.ch/de/product/000000000862668813/hitze-in-st%C3%A4dten •      Bericht Kühle Räume in der Stadt: https://www.bwo.admin.ch/de/publication?id=2QeqCT4nyHOl •      Hitzemassnahmenplan Basel: https://www.bs.ch/medienmitteilungen/gd/2025-hitzemassnahmenplan-basel-stadt-gesundheit-schuetzen-informiert-und-vorbereitet-durch-den-sommer •      Buch über “Grüne Städte“, mit Schwergewicht auf Natur-basierten Lösungen: Übersicht Städte   Allgemeine Hinweise in eigener Sache: •      Webseite:  Home - Nature and the city •      Webseite, Episodenübersicht:  Episoden - Nature and the city •      Blog:  Blog - Nature and the city •      Newsletter, alle drei Wochen:  Home - Nature and the city  (siehe den Button dazu)   Soziale Medien:  •      TikTok: www.tiktok.com/@ntc0131 •      LinkedIn:  https://www.linkedin.com/company/67081818/admin/?msgControlName=reply_to_sender&msgConversationId=6446321696608649216&msgOverlay=true •      Instagram: @ntc/nature/and/the/city,  https://www.instagram.com/ntc_nature_and_the_city/ •      Facebook:  https://www.facebook.com/claudia.acklin.2/ •      YouTube:@NTC-Natureandthecity   Die Staffel 4 wird durch die Christoph Merian Stiftung, SWISSLOS - Fonds Basel-Stadt, die Ernst Göhner Stiftung, die IWB und durch meine Eigenleistungen finanziert.   Copyright, Claudia Acklin, 2026
Unsere Siedlungen – werden sie wirklich grüner?
2026/08/20
Grüne Siedlungen – sind sie Ausnahme oder Anfang eines echten Wandels? Klar ist, in unseren Städten und Agglomerationen wächst das Bewusstsein: Mehr Natur im Siedlungsraum ist nicht nur schön, sondern notwendig — für die Klimaanpassung, die Förderung der Biodiversität und die Gesundheit der Menschen. Doch wer entscheidet eigentlich über die Umgebungsgestaltung von Siedlungen, in denen wir wohnen und arbeiten? Zu einem grossen Teil sind es institutionelle Investoren wie Pensionskassen, Firmen oder Arealentwickler — Akteure, die oft nach wirtschaftlicher Logik entscheiden und deren Zeithorizonte, Anreize und interne Strukturen darüber bestimmen, ob ein Biotop entsteht oder ein Kiesplatz. – Ich spreche mit Dietlind Haarbrücker von der Stiftung Natur & Wirtschaft, die Verantwortliche für Siedlungen berät und zertifiziert, und mit Lena Wunderlin von der Sophie und Karl Binding Stiftung, die jährlich wegweisende Biodiversitätsprojekte im Siedlungsraum auszeichnet. Beide kennen die Treiber und die Hindernisse aus der Praxis, aus der Beratung und vielen Projekteingaben.   Shownotes Weiterführende Links: ·       Binding Stiftung: Umwelt | Sophie und Karl Binding Stiftung •      Areal Bach St. Gallen: Areal Bach •      Stiftung Natur und Wirtschaft: Home | Stiftung Natur & Wirtschaft •      Buch über “Grüne Städte“, mit Schwergewicht auf Natur-basierten Lösungen: Übersicht Städte    Allgemeine Hinweise in eigener Sache: •      Webseite: Home - Nature and the city •      Webseite, Episodenübersicht: Episoden - Nature and the city •      Blog: Blog - Nature and the city •      Newsletter, alle drei Wochen: Home - Nature and the city  (siehe den Button dazu)   Soziale Medien:  •      TikTok: www.tiktok.com/@ntc0131 •      LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/67081818/admin/?msgControlName=reply_to_sender&msgConversationId=6446321696608649216&msgOverlay=true •      Instagram: @ntc/nature/and/the/city,  https://www.instagram.com/ntc_nature_and_the_city/ •      Facebook: https://www.facebook.com/claudia.acklin.2/ •      YouTube:@NTC-Natureandthecity   Die Staffel 4 wird durch die Christoph Merian Stiftung, SWISSLOS - Fonds Basel-Stadt, die Ernst Göhner Stiftung, die IWB und durch meine Eigenleistungen finanziert.copyright 2026, Claudia Acklin
Partizipation mit Hebelwirkung
2026/07/23
Partizipation ist in aller Munde. Stadtbewohner*innen stimmen ab, unterschreiben Petitionen, engagieren sich in Begleitgruppen für Siedlungsprojekte oder lancieren eigene Initiativen. Und trotzdem: Auf beiden Seiten — in Zivilgesellschaft wie bei Behörden — herrscht oft Frustration. Die einen kämpfen nach gewonnenen Abstimmungen weiter. Die anderen fragen sich, ob mehr Beteiligung nicht alles langsamer und mühsamer macht. Dabei hat sich etwas Grundlegendes verändert: Wer heute eine Initiative lanciert, kommt nicht mit leeren Händen. Er oder sie kommt mit Daten, Studien und internationalen Beispielen. Das alte Modell — Experten entscheiden, Bürger*innen werden angehört — greift nicht mehr. Und neue, informellere Modelle der Partizipation, bei denen nicht die "usual suspects" mitmachen, sind weniger gut etabliert. Was braucht es, damit Partizipation nicht Pflichtübung bleibt, sondern echte Hebelwirkung entfaltet? Was muss zusammenspielen, von unten und oben, was muss zusammenfinden? - Darüber spreche ich mit Lukas Ott, Leiter der Kantons- und Stadtplanung Basel und mit Beni Schwarzenbach, Präsident des Vereins Stadtgrün Zürich. Zwei Perspektiven, zwei Städte.   Shownotes   Weiterführende Links: •      Kantons- und Stadtentwicklung: Kantons- und Stadtentwicklung •      Superblocks Basel: https://gruenesuperblocks.ch/superblocks/ •      Verein Stadtgrün: https://stadtgruen.jetzt/ •      Buch über “Grüne Städte“, mit Schwergewicht auf Natur-basierten Lösungen: https://natureandthecity.ch/zum-buch/   Allgemeine Hinweise in eigener Sache: •      Webseite: Home - Nature and the city •      Webseite, Episodenübersicht: Episoden - Nature and the city •      Blog: Blog - Nature and the city •      Newsletter, alle drei Wochen: Home - Nature and the city  (siehe den Button dazu)   Soziale Medien:  •      TikTok: www.tiktok.com/@ntc0131 •      LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/67081818/admin/?msgControlName=reply_to_sender&msgConversationId=6446321696608649216&msgOverlay=true •      Instagram: @ntc/nature/and/the/city,  https://www.instagram.com/ntc_nature_and_the_city/ •      Facebook: https://www.facebook.com/claudia.acklin.2/ •      YouTube:@NTC-Natureandthecity   Die Staffel 4 wird durch die Christoph Merian Stiftung, SWISSLOS - Fonds Basel-Stadt, die Ernst Göhner Stiftung, die IWB und durch meine Eigenleistungen finanziert.   Copyright, Claudia Acklin, 2026
In Resonanz 5: Wildwechsel - Geschichten von Begegnungen mit Wildtieren in der Stadt
2026/07/09
Was geschieht, wenn eine Frau auf dem Bahnhofsplatz von Visp einer Viper begegnet? Wenn sich jemand in Brooklyn den Zeh an einem urzeitlichen Pfeilschwanzkrebs stösst? - Franziska Witschi, Biologin und Autorin in Bern, erzählt in ihrem Erzählband Wildwechsel. Geschichten aus der Stadt (Verlag Die Brotsuppe, 2026) von 21 solchen Begegnungen in unterschiedlichen Städten der Welt - kleine Momente, in denen Menschen unverhofft auf etwas Wildes treffen und merken, dass diese Erlebnissem, etwas mit ihnen zu tun haben könnte. In dieser Folge von In Resonanz spreche ich mit Franziska über das Schreiben an der Schnittstelle von Naturwissenschaft und Literatur, über die behutsame Kunst der zufälligen Begegnung und über ihre Forderung nach einer neuen Gemeinsamkeit mit nicht-menschlichen Lebewesen. Wir fragen uns: Was sieht die Biologin, was die Autorin nicht sieht - und umgekehrt? Wo grenzt der eine Teil den anderen ein, wo öffnet er ihn? Und welche Geschichten braucht es, damit wir die Stadt mit anderen Augen wahrnehmen? Shownotes   Weiterführende Links: •      Zum Buch: https://diebrotsuppe.ch/publikationen/alle-titel/wildwechsel-geschichten-aus-der-stadt •      Büro Witschi: https://www.buerowitschi.ch/   Allgemeine Hinweise in eigener Sache: •      Webseite:  Home - Nature and the city •      Webseite, Episodenübersicht:  Episoden - Nature and the city •      Zu meinem Buch: https://natureandthecity.ch/buch-gruene-staedte/ •      Newsletter, alle drei Wochen:  Home - Nature and the city  (siehe den Button dazu)   Soziale Medien:  •      TikTok: www.tiktok.com/@ntc0131 •      LinkedIn:  https://www.linkedin.com/company/67081818/admin/?msgControlName=reply_to_sender&msgConversationId=6446321696608649216&msgOverlay=true •      Instagram: @ntc/nature/and/the/city,  https://www.instagram.com/ntc_nature_and_the_city/ •      Facebook:  https://www.facebook.com/claudia.acklin.2/ •      YouTube: @NTC-Natureandthecity   Die Staffel 4 wird durch die Christoph Merian Stiftung, SWISSLOS - Fonds Basel-Stadt, die Ernst Göhner Stiftung, die IWB und durch meine Eigenleistungen finanziert. Copyright 2026, Claudia Acklin
Grünes Gallustal - ein Verein und eine Stadt machen vorwärts
2026/06/25
St. Gallen hat in 45 Jahren 383 Fussballfelder Grünfläche verloren — ohne dass die Bevölkerung wesentlich gewachsen wäre. Gleichzeitig leben 60 Prozent der Stadtbewohnerinnen und -bewohnerInnen in der Talsohle, wo die Hitze am stärksten ist und der Zugang zum Grün am knappsten. Angestossen durch den WWF hat sich eine Interessengruppe (IG) daran gemacht, grüne Lösungen zu entwickeln. Dass daraus kein Gutachten für die Schublade wurde, sondern ein heute verbindliches Leitbild mit 14 Massnahmen, ist eine der bemerkenswertesten Leistungen einer BürgerInnen-Initiative in der Schweiz. Die IG, die sich mittlerweile als Verein organisiert hat und die Bevölkerung von ihren Ideen überzeugen konnte, traf auf eine Stadtregierung, die sich für die Vorschläge offen gezeigt hat. – Ich spreche mit Aurelia Winter, Architektin und Mitglied der Geschäftsstelle des Vereins Grünes Gallustal, über den Weg von einer Idee aus der Zivilgesellschaft zum Stadtratsbeschluss, über mutige Projekte wie den geplanten Grünzug durch die Talachse — und über die Frage, was andere Städte von St. Gallen lernen können.
Wildnis in der Stadt – Mensch und Natur zuliebe
2026/06/11
Erfahren Sie von Eva Stengel, was es mit dem Begriff „Miniwildnis“ auf sich hat und wie Sie auch in städtischen Gebieten kleine Rückzugsorte für die Natur schaffen können. Unsere Städte wirken oft naturfern – doch eine wachsende Bewegung zeigt, wie wir Biodiversität zurückgewinnen können, etwa durch die gezielte Auswahl heimischer Pflanzen und mehr Mut zur Wildnis. Warum das so wichtig ist? Ein blühendes Ökosystem verschönert nicht nur unsere Umgebung, sondern spielt auch eine entscheidende Rolle für unser Wohlbefinden – und ganz besonders für die Entwicklung von Kindern. – Eva Stengel engagiert sich seit Jahren für dieses Thema und hat gemeinsam mit Michael Altmoos das Buch „Miniwildnis für alle. Was Natur kann, wenn man sie machen lässt“ veröffentlicht. Darin zeigen die Autoren zahlreiche Beispiele aus dem deutschsprachigen Raum, darunter auch zwei Projekte aus Zürich. In diesem Beitrag teilt Eva Stengel ihr Wissen und erklärt, warum auch kommunikative Anstrengungen eine wichtige Säule des Naturschutzes und der Biodiversitätsförderung sind.
Naturschutz – mehr heimische Pflanzen für die Stadt
2026/05/29
Naturschutz – da denkt man an Alpweiden, Moorlandschaften, eingezäunte Reservate. Nicht an Städte. Dabei liegt das älteste Naturschutzgebiet der Schweiz ausgerechnet im Stadtkanton Basel: die Rheinhalde. Naturschutz in der Stadt funktioniert anders. Oft beginnt er mit der Nutzung von heimischen Pflanzen, denn die Förderung von Biodiversität ist bereits goldrichtig. Oder mit der Unterstützung von seltenen Arten und wilderen Lebensräumen. Im Ausland spricht man in diesem Zusammenhang von «Rewilding»: dem aktiven Zulassen von mehr Wildnis mitten in der Stadt. Alle können einen Beitrag leisten – mit Futterpflanzen für Insekten, mit naturnahen Gärten, mit kleinen Trittsteinbiotopen. - Aber wie gelingt das konkret? In dieser Folge hören wir eine Stimme aus der angewandten Wissenschaft und eine aus der Gartenbranche. Sie ergänzen sich, aber manchmal wollen fast zu viele helfen. Was wenn heute Behörden, Stiftungen, Vereine und Praktiker alle beraten wollen, aber nicht immer am gleichen Strang ziehen?
In Resonanz 3: Mit dem Biber gegen den Klimawandel
2026/05/14
Hast du dich schon mal gefragt, was Biber gegen den Klimawandel tun können? In den letzten Jahren haben sie sich zu wichtigen Akteuren im Wassermanagement entwickelt, mit letztlich positiven Auswirkungen auf unsere Städte. Ihre natürlichen baulichen Fähigkeiten tragen dazu bei, Wasser zurückzuhalten, und verringern so das Risiko von Überschwemmungen durch Starkregen oder überlaufende Bäche. So gut sind sie, dass man heute ihre „Kernkompetenz“ in Form von künstlichen Biberdämmen kopiert. - Vielleicht auch weil die Populationen in der Schweiz in den letzten Jahren auf fast 5.000 gestiegen ist, erleben wir einen Wandel in der Art und Weise, wie wir diese Tiere sehen. Erstmal werden die Biber im „Konzept Biber Schweiz“, einer Vollzugshilfe des BAFU, als Landschaftsgestalter wert geschätzt, die Lebensräume bauen: Die Arbeit der Biber schafft reichhaltige, dynamische Ökosysteme, die im Kampf gegen den Klimawandel entscheidend sind. Indem sie Flüsse aufstauen, verlangsamen sie den Wasserfluss, sodass das Wasser in den Boden sickern kann, Grundwasserleiter auffüllt und Kohlenstoff speichert! - Cool, nicht? - Christof Angst ist nicht nur für seine Fachstelle für Biber, er ist auch ein Fan!
Revitalisierung von Gewässer in der Stadt?
2026/04/30
Unsere Flüsse und Bäche wurden über Jahrzehnte begradigt, eingedolt, in Betonkorsette gezwängt. Was einst lebendig war, wurde zum Kanal oder gar zu Kanalisation. Die Folgen spüren wir heute: Überschwemmungen auch in Städten, bei Hitze fehlen die kühlenden Wasseradern. Fische, Vögel, Pflanzen haben ihre Lebensräume eingebüsst – und wir Menschen unsere Erholungsräume am Wasser. Die Schweiz nennt sich das Wasserschloss Europas. Aber wie gehen wir eigentlich mit dieser wertvollen Ressource um? Und was hätten wir davon, wenn wir unseren Gewässern wieder mehr Raum geben würden – gerade in den Städten, wo der Platz knapp und die Hitze am grössten ist? Und wie kann die Revitalisierung der Gewässer der Landschaften um die Stadt herum zu lebendigen Oekosystemen beitragen? In dieser Folge erfahren von Philipp Schuppli von Apiaster GmbH nicht nur etwas über die Vorteile der Revitalisierung von Gewässern für Mensch und Ökosysteme, sondern auch, was es oft schwierig macht, solche Projekte trotz guter Gründe umzusetzen.
In Resonanz 2: Grünste Stadt der Schweiz
2026/04/15
Winterthur, eine Stadt, die für ihre reiche Industriegeschichte bekannt ist, hat gute Karten für eine biodiverse Stadtentwicklung. Was diese Stadt so speziell macht, erzählt der Leiter Ökologie Michael Wiesner in dieser Episode von "In Resonanz", sind die Flächenverhältnisse: 40% der Fläche Winterthurs sind bewaldet. 25% bestehen aus landwirtschaftlichen Flächen. Nur 34% sind urbanisiert, wobei Gebäude 19% und Straßen 33% ausmachen. Bemerkenswerterweise sind also fast 48% der städtischen Flächen noch nicht versiegelt. Das rasante Bevölkerungswachstum – von 80.000 auf über 120.000 Einwohner – stellt jedoch eine Herausforderung für den Erhalt dieser Lebensräume dar. Dem setzt Wiesner Projekte zur Biodiversitätsförderung entgegen, u.a. die "Pflege" von Grünflächen durch Schafe, die nicht nur „mähen“, sondern auch Artenvielfalt fördern. Ausserdem gibt es eine sehr aktive Naturforschende Gesellschaft dort, die u.a. Citizen Science zur Kartierung der Artenvielfalt betreibt.
Schwammstadt – Was können wir bei Starkregen tun
2026/04/02
In der Schweiz wird pro Sekunde ein Quadratmeter Boden versiegelt. Asphalt, Beton, Pflastersteine – unsere Städte sind zu undurchlässigen Flächen geworden. Wenn dann der Starkregen kommt, hat das Wasser keinen Ort mehr, wohin es fliessen kann. Es schiesst in die Kanalisation, überlastet sie, flutet Strassen und Keller. Und das Wasser, das eigentlich unser Grundwasser speisen könnte, ist verloren. Jahrzehntelang war das Prinzip: Regenwasser so schnell wie möglich abführen. Doch dieses Denken stösst an Grenzen – gerade jetzt, wo Starkregenereignisse häufiger werden. Ein Paradigmenwechsel ist nötig: weg vom Ableiten, hin zum Aufsaugen. Die Schwammstadt ist das Konzept dahinter. Städte wie Kopenhagen oder Wuhan setzen es bereits um. Was bedeutet das für uns? Auch in der Schweiz haben sich viele Städte aufgemacht, die Schwammstadt umzusetzen, und gehen dies auf typisch schweizerische Weise unterschiedlich an. Winterthur setzt unter anderem auf die Unterstützung von Privaten.
In Resonanz: Stadtnatur (Zwischenepisode)
2026/03/19
In diesem Gespräch mit Roland Goetschi geht es um die Bedeutung von Natur in der Stadt, auch um jene, die sie für ihn hat, von Biodiversität, Klimawandel und lokale Initiativen. Ich habe gefragt: Was erwartest Du eigentlich von der Natur in Deiner Stadt? Er teilt seine Erfahrungen aus Grenchen, seine Naturgartenarbeit mit seiner Familie und seine politischen Ansätzen für mehr Grünflächen. Als Gemeinderatsmitglied kennt er sich aus mit Initiativen der Stadt wie die Sensibilisierung der BewohnerInnen für Neophythen oder dem Verbot des Neubaus von sogenannten Schottergärten. Über den Garten der Familie sagt er: „Unser Garten ist wie ein Zimmer mehr.“ Und von Grenchen erzählt er, dass „Grenchen. die Industriestadt im Grünen“ nicht immer auf direktestem Weg zu einer grüneren Stadt ist.
Naturbasierte Lösungen – Natur als Retterin in der Not?
2026/03/05
Naturbasierte Lösungen sind in aller Munde. Die EU hat Milliarden in die Forschung gesteckt, Städte weltweit lancieren grosse Baumpflanzaktionen – jüngstes Beispiel Berlin mit seinem ambitionierten Programm. Bäume sollen uns kühlen, Böden das Wasser speichern, Grünflächen die Gesundheit fördern. Die Natur als Multitalent, als Retterin in der Not. - Aber kann sie das wirklich leisten? Oder überfordern wir sie mit unseren Erwartungen – gerade jetzt, wo der Klimawandel schneller voranschreitet als ein Baum wachsen kann? Und was bedeutet es, wenn wir die Natur vor allem danach bewerten, was sie für uns tut? Ist dieser Trend auch in der Schweiz angekommen? Die zwei ExpertInnen sprechen in dieser Episode vor allem über das Pflanzen von Bäumen, im öffentlichen Raum wie in den Vorgärten der Stadthäuser – und warum das trotz aller berechtigten Zweifel dennoch wichtig ist.

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