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Gerichtsreporter Morling im Kriminalgericht Moabit

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Dieser Podcast hat
25 Episoden
Sprache
German
Explizit
Nein
Erstellt am
2021/01/30
Neueste Episode
2023/09/05
Durchschnittsdauer
28 min.
Veröffentlichungsintervall
80 Tage

Beschreibung

Seit über 25 Jahren berichtet Gerichtsreporter Ulf Morling aus dem Kriminalgericht. Er erlebt die Tragödien, die sich täglich dort abspielen und kennt die Menschen, deren Schicksale im Gerichtssaal entschieden werden. Er berichtet authentisch, was er sieht in anfangs mindestens monatlichen Podcasts. Er spricht mit denen, die nie vergessen werden, was man ihnen antat und jenen, die in Moabit arbeiten und richten.

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"Der gefährlichste Mensch im Leben einer Frau ist leider ihr Partner oder Ex-Partner"
2023/09/05
"Gegen Frauenhass" heißt das soeben erschienene Buch von Christina Klemm, die seit knapp dreißig Jahren als Fachanwältin Frauen als Opfer von männlicher Gewalt in der Partnerschaft, aber auch die Familien der Opfer von Femiziden, strafrechtlich und familienrechtrlich vertritt. Sie stellt im Interview zu ihrem Buch "Gegen Frauenhass" fest: - "Wenn wir die Zahlen ansehen, wenn wir die Verurteilungsquoten ansehen, wenn wir die Dunkelfeldforschung ansehen verändert sich im Kern, was geschlechtsbezogene Gewalt angeht, nichts." -"Der gefährlichste Ort, der gefährlichste Mensch im Leben einer Frau ist leider ihr Partner oder Ex-Partner. Statistisch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit nocheinmal, dass er gefährlich wird, wenn man heiratet." -"Wenn Mandantinnen möchten, dass jemand eine hohe Haftstrafe bekommt meistens aus dem Motiv heraus, um sicher zu sein. Nicht, damit der Täter im Gefängnis ist." -"Wir müssen über andere Formen der Bewältigung dieser Gewalt nachdenken und nicht immer alles auf das jetzt bestehende Strafrechtssystem ausrichten." Gerichtsreporter Morling im Gespräch mit Christina Clemm zu ihrem Buch "gegen Frauenhass".
"Letzte Generation": "Wo Politik nach Strafrecht ruft, endet ein Diskurs"
2023/07/09
"Politische Antworten sind im politischen Raum zu finden, aber nicht im Strafrecht zu suchen!" Rechtsanwalt Stefan Conen Er finde es besorgniserregend, dass man den § 129 StGB jetzt heraushole, um die „Letzte Generation“ fast exemplarisch zu labeln, sagt der renommierte Strafrechler und bereits im Rechtsausschuss des Bundestages und erst kürzlich im Bundesverfassungsgericht als Sachverständiger gehörte Jurist im Interview mit Gerichtsreporter Morling. "Man könnte sich umgekehrt ja auch fragen, warum im sogenannten „Abgasskandal“ beispielsweise meines Wissens noch niemand auf die Idee kam, Manager von Mercedes oder VW als „Kriminelle Vereinigung“ zu verdächtigen?" Beim "Dieselskandal" würden die Tatbestandsmerkmale jedenfalls genau auf die Voraussetzungen des § 129 passen, sagt der erfahrende Jurist, dessen Einschätzungen auch in Kommentaren zum Strafrecht aufgenommen wurden. Der Unterschied zwischen einigen Automanagern und Klimaaktivisten sei, dass sich die Mitarbeiter der Autokonzerne nicht darauf berufen könnten, ein verfassungskonformes Fernziel verfolgt zu haben, weil sie durch den mutmaßlichen Betrug die Umwelt ja nicht schützen wollten... Wie durch Vorverurteilungen der Klimaaktivisten und ihrer Aktionen durch Politik und Medien die Demokratie Schaden nehmen und die unabhängige Justiz delegitimiert werden könnte, beschreibt der Strafverteidiger, der sowohl Industriemanager als auch sog. Clanangehörige in seiner 20-jährigen Karriere erfolgreich verteidigte. U.a. lehrt der Rechtsanwalt auch an der "Freien Universität Berlin". Conens Credo: Im Strafprozess gehe es um individuelle Schuld. "Politische Antworten sind im politischen Raum zu finden, aber nicht im Strafrecht zu suchen!"
Aktionen der "Letzten Generation": Wer hat Recht? Richter und Verteidiger diskutieren
2022/12/05
Wir sind bereits mitten im Klimawandel, daran besteht in Wissenschaft und Politik kaum ein Zweifel. Dass die deutsche Regierung bisher zu wenig tue, um das 1,5 Grad-Ziel zu erreichen, diagnostiziert auch der Expertenrat für Klimafragen (ERK), der von der Bundesaregierung ernannt wurde. Die Aktivisten der "letzte Generation" besetzen seit Januar 2022 u.a. Straßen und kleben sich dort fest. Der erste Berliner Richter, der einen Klimaaktivisten der "Letzten Generation" verurteilte und der Verteidiger des angeklagten 20-jährigen Stundenten diskutieren im Podcast.
Klage abgewiesen im 1. Prozess wegen Verletzung des Berliner Antidiskriminierungsgesetzes
2022/09/23
Gabriele L. sitzt oben ohne auf der Liegewiese eines Berliner Wasserspielplatzes mit ihrem sechsjährigen Sohn. Auch einige Männer tragen in der Hitze im Juni 2021 auf der Liegewiese kein T-Shirt. Plötzlich erscheint der Sicherheitsdienst und dann die Polizei: die 38-jährige Mutter solle hre Brust bedecken oder gehen. Sie geht mit ihrem Kind. Seit dem 21. Juni 2020 ist Berlin das einzige Bundesland, in dem ein Antidiskriminierungsgesetz in Kraft gesetzt wurde. Gabriele L. hat es nicht geholfen: ihre Klage wegen Diskriminierung als Frau wurde in dieser Woche abgewiesen. Warum?
Prozess um Terroranschlag 2016 in Nizza mit 86 Toten beginnt in Paris
2022/09/04
Am französischen Nationalfeiertag am 14. Juli 2016 fuhr ein 31-jähriger mutmaßlicher Islamist mit einem LKW in die feiernde Menschenmenge auf der "Promenade des Anglais".in Nizza. Es gab u.a. 86 Tote aus 21 Nationen. Auch eine Lehrerin und zwei Schülerinnen aus Berlin waren darunter. Der Anschlag soll als Vorbild gedient haben für den Anschlag im Dezember 2016 auf einem Berliner Weihnachtsmarkt. .Ab Montag, den 05.09.22, beginnt in Paris der Prozess gegen 7 Männer und eine Frau (27-48 Jahre alt) wg. Unterstützung des Täters von Nizza. Der deutsch-französische Anwalt mit Terrorprozesserfahrung in beiden Ländern redet über den Beginn des Nizza-Prozesses im Interview.
"Es gibt auch falsche Urteile"
2022/07/05
"Das nächste Mal bekommt ihr sie als Leiche zurück!"
2022/05/28
"Das nächste Mal bekommt ihr sie als Leiche zurück!". So soll der 39-jährige Wasim A.gegenüber den Verwandten seiner früheren Ehefrau gedroht haben. Rechtsanwältin Christina Clemm vertritt die frühere Ehefrau des Angeklagten Wasim A. Die Anwältin arbeitet als Rechtsanwältin in Berlin, ist sowohl im Familienrecht als auch dem Strafrecht Expertin und war Mitglied der Expertenkommission zur Reform des Sexualstrafrechts des (BMJV). Hat sich die Lage der Opfer häuslicher Gewalt spürbar gebessert?
Lebenslang für Vater, der aus Rache an Ehefrau kleine Tochter tötete
2021/07/09
Tomasz S. hat seine 3-jährige Tiochter erstochen, als sie gerade mit Glasperlen spielte und ihre Bilderbücher ansah. Der 32-jährige tat es laut Urteil aus Rache, denn seine Frau trennte sich endgültig vom ihm.Wegen Mordes seiner angeblich von ihm geliebten Tochter muss der Vater jetzt lebenslang hinter Gitter. Gerichtsreporter berichtet und sprach mit den Beteiligten..
Prozess um sexuellen Missbrauch von Mädchen auf den Philippinen via Internet
2021/06/25
Andreas S. missbrauchte von Berlin aus phillipinische Mädchen und bot den Müttern ein paar Dollar dafür. Staatsanwältin Hubberten erzählt von dem "Fall" und ihrer Arbeit bei der Berliner Staatsanwaltschaft. Erst im April 2021 war eines der größten weltweiten kinderpornografischen Netzwerke "Boystown" ausgehoben. 400.000 Mitglieder hatte die Darknetseite weltweit. Kann man die Kinder besser schützen?
Irakischer Kindersoldat zu knapp sechs Jahren verurteilt
2021/06/11
Gilt die UN-Kinderrechtskonvention von 1989? Oder im Fall von Abbas, zur Tatzeit 15 Jahre alt, das deutsche Strafrecht? Oder beides? Abbas soll an einer Hinrichtung des IS im Irak aktiv beteiligt gewesen sein. Das Berliner Kammergericht verurteilte ihn zu knapp sechs Jahren Jugendstrafe, sein Vater wurde wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt.
Opfer zweiter Klasse? Betroffene schwerer Verkehrsunfälle fordern bessere Hilfe
2021/04/30
Sind die Opfer von fahrlässigen Straftaten wirklich "Opfer zweiter Klasse"? Während es bei vorsätzlichen Taten wie Mord und Totschlag oder Terrorismus für die Leidtragenden inzwischen eine Fülle von Hilfsmöglichkeiten in Anspruch zu nehmen, scheinen beispielsweise die Angebote für Eltern, deren Kinder unter ein Auto geraten und den Tod ihres Liebsten in ihr restliches Leben integrieren müssen, unzureichend: ihr Kind stirbt und sie müssen mindestens monatelang warten, um ihr Trauma mit Psycholog*innen bewältigen zu können. Warum wird die Hilfe für Opfer und Hinterbliebene nicht auch bei solchen Taten endlich den Opfern gerecht? Gerichtsreporter Morling spricht mit betroffenen Eltern und einer Frau, die überwiegend allein sich durchkämpfen musste, nachdem ein LKW sie mehrfach überrollt hatte. Der Zustand sei "nicht fair", sagt Berlins Opferbeauftragter.
Prozess um islamistischen Anschlag auf Berliner Stadtautobahn
2021/04/16
"Wahnhaft religiös und islamistisch gesprägt" soll das Motive des 30-jährigen Irakers gewesen sein. Der abgelehnte und eigentlich ausreisepflichtige Asylbewerber war im August 2020 über die Stadtautobahn A 100 in Berlin. Lt. Generalstaatsanwaltschaft wollte er so viele "Ungläubige" töten, wie möglich. Vor allem drei Motorrad- bzw. Rollerfahrer verrletzte er schwer beim Zusammenstoß. Podcast über die Tat, Täter und Opfer und den Vorwurf des dreifachen versuchten Mordes. Der 30-jährige gilt als psychisch krank und soll in der Psychiatrie untergebracht werden.

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