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Druckausgleich

Werben im Podcast: Druckausgleich

Dieser Podcast hat
50 Episoden
Sprache
German
Explizit
Nein
Erstellt am
2021/02/24
Neueste Episode
2025/11/30
Durchschnittsdauer
60 min.
Veröffentlichungsintervall
42 Tage

Beschreibung

Der Storypodcast über den Berufsstart in der Medienbranche, die Kunst der Prokrastination und gegen den Druck, alles und ständig perfektionieren zu müssen. Druckausgleich ist ein Podcast des journalists – dem Magazin für Journalist*innen in Deutschland

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Die nervige Arbeit mit uns Journalist:innen
2025/11/30
Wir kommen in den Schnitt, in die Onlineredaktion, zur Tonaufnahme, den Jurist:inenn oder der IT – und zack, kommt es zu Reibungen. Wohl kein einziger Journalist:in kann heutzutage komplett auf sich alleine gestellt arbeiten, an jeder Ecke haben wir mit anderen Gewerken und Fachleuten zu tun. Doch am Ende tragen oft diejenigen, die sich um die Inhalte kümmern die Verantwortung – und werden ihr nicht gerecht. So erleben es auch Luca und Annkathrin. Immer wieder haben die beiden Druckausgleich-Hosts an sich selbst oder Kolleg:innen Verhaltensweisen beobachtet, die auch aus Überforderung oder der am Ende machtvolleren Position heraus entstanden sein können. Gerade im Schnitt – wenn sich entscheidet, wie gut eine monatelang recherchierte und produzierte Geschichte wird – wird das besonders deutlich. Denn wenn (junge) Medienschaffende hier nicht ausreichend Verantwortung übernehmen, werden die Tage schnell 16 Stunden lang, Cutter:innen frustiert und Projekte schlechter als notwendig. Doch wie umgehen mit dem Druck, den Erwartungen und all den Anforderungen? Luca und Annkathrin betrachten sich selbst kritisch, aber fragen auch die Gegenseite: Wie können wir es besser machen?
Ist die Krise überwunden?
2025/11/02
Während Unruhen, Wirschaftskrise(n) und Stadtbild-Debatten den medialen Alltagspessismus so beständig füttern, als wäre er eine übergewichtige Hauskatze, versuchen Luca und Annkathrin in dieser Folge, auf die Pausetaste der Welt zu drücken und nach vorne, aber auch wohlwollend zurückzuschauen. Denn: Druckausgleich wird 50! Im fünften Jahr, nach 49 Folgen voll Auf's und Ab's, (mehr oder weniger) strukturiertem und (manchmal) konstruktiven Gemecker, blicken die beiden Hosts gemeinsam mit gern gehörten Gesprächspartner:innen zurück: Was hat sich getan? Wo stehen sie heute und wieso? An welchen Stellen können junge Journalist:innen schon nach einigen Jahren im Beruf sanfter mit sich sein – und wo lohnt sich der Biss? Diesen kleinen und manchmal eben doch ganz großen Fragen gehen Luca und Annkathrin nach. Außerdem versuchen sie herauszufinden, ob Chefredakteur Matthias Daniel überhaupt existiert, wenn ja wo und ob es jetzt ein neues ARD-Format gibt, das Luca so gern und intensiv empfiehlt, dass es sich zum neuen Traumjob-Projekt des Podcast-Duos entwickeln könnte. Aber keine Sorge: Das alles heißt noch lange nicht, dass dieser Rückblick auch ein Abschied ist …
Ausbeutung im Community Management?
2025/09/28
Kommentare löschen oder verbergen, die Netiquette verlinken – mehr ist Community Management doch nicht, oder? Zumindest herrscht dieses Klischeebild in vielen Köpfen vor. So auch bei Luca, der sich in dieser Woche eines Besseren belehren lassen will. Denn, wie auch in dieser Folge die Gesprächspartner:innen und selbst die Wissenschaft zeigen: Unzureichende Betreuung, ungewöhnliche Arbeitszeiten und teilweise extremen mentalen Belastungen gehören zur Normalität für Community Manager:innen. Doch die Empathie dafür fehlt gerade vonseiten der Redaktionen und Autor:innen häufig, wie auch Annkathrin zugeben muss. Das alles findet die seinen traurigen Höhepunkt in fragwürdigen Stellenausschreibungen, in deren Ende doch Nachwuchskräfte, Werkstudierende oder gar unterbezahlte Praktis die Hauptverantwortung für tausende Kommentare am Tag tragen. Wie kann das sein? Gibt es überhaupt Raum (und Geld) für Senior-Positionen? Und warum brauchen wir die für guten Journalismus unbedingt? Das wollen die beiden Druckausgleich-Hosts in dieser Folge herausfinden.
ADHS und Autismus als "Superkräfte"?!
2025/07/12
In der Medienbranche wird gerne und viel Diversität gefordert. Dazu gehört auch immer mehr die Neurodivergenz: autistische Kolleg:innen oder jene mit ADHS sollen Einzug in die Redaktionen halten. Super – oder? Naja. Was häufig in der Rechnung fehlt: das Bewusstsein darüber, dass Neurodivergenzen in Teams auch bedeuten, dass eventuell nicht alles gleich für alle funktioniert. Geräuschempfindlichkeit, Probleme mit unausgesprochenen, sozialen Regeln, Herausforderungen in der Kommunikation oder der Selbstorganisationen sind nur einige Beispiele für meist unsichtbare Schwierigkeiten, die neurodivergente Kolleg:innen oft haben. Wie gut funktioniert es, das in Häusern oder Projektteams anzusprechen? Danielle Dörsing tut genau das regelmäßig, seit sie als Volontärin in verschiedenen Redaktionen arbeitet. Immer wieder selbstoffenbaren, Aufklärungsarbeit, Missverständnisse ausräume – das kostet Kraft. Auch Manuel Stark tut dies seit Jahren. Denn anders als die beiden hat sich die Branche wenig bis gar nicht auf neurodivergente Menschen eingestellt. Es gibt kaum spezielle Förderungen, keine Preise – aber was gibt es dann? Werden Neurodivergenz, ihre Stärken überhaupt ernst genommen? Oder bleibt es bei Tokenism?
Bei all den Problemen: Warum sollte ich trotzdem im Lokaljournalismus anfangen?
2025/05/12
Lokaljournalismus ist antiquiert, verstaubt, Kaninchenzuchtverein-Berichterstattung – so das Klischee. Was ist da noch dran? Auf der Spurensuche begeben sich Annkathrin und Luca nach Erfurt. Bei der CORRECTIV.Lokal-Konferenz 2025 kommen so viele junge, motivierte Medienschaffende zusammen wie selten im Land. Der perfekte Ort also, um sich umzuhören: Was macht Lokaljournalismus noch attraktiv für den Nachwuchs? Mehr als einmal wird das Druckausgleich-Team von den Antworten überrascht – und motiviert. Denn in einem sind sich alle einig: Es gibt mehr als zu tun für unsere Demokratie, unseren Zusammenhalt, die strukturellen Probleme auch in vermeintlich kleineren Kosmen. Und glücklicherweise mehr als ein Vorbild dafür, wie man Erfüllung, Karriere und stabile Jobs auch im Lokalen findet – trotz komplizierter(er) Rahmenumstände.
Kündigen oder gekündigt werden? Ein Guide, wann du gehen solltest
2025/03/30
Nein, das ist nicht der schlechteste Cliffhanger der Welt. Druckausgleich lebt und atmet natürlich – es geht uns gut, und niemand will den Podcast beenden! Doch so eindeutig, wie wir das sagen können, ist es leider oft nicht. Wenn die Stimmung im Team kippt, sich die Kürzungsmitteilungen häufen und nicht mal mehr die Konzernspitze weiß, wohin der Tanker gesteuert werden soll – ja, dann ist es manchmal auch für junge Medienschaffende an der Zeit, langsam mal auf Jobausschreibungen zu schielen. Doch was so leicht klingt, ist in der Realität alles andere als einfach. Das weiß Annkathrin aus erster Hand. Sie erinnert sich noch gut an das “Townhall-Meeting”, das sich im Nachhinein als nichts anderes als eine Massenkündigung entpuppte – voller Kalkül, mit wenig bis gar keiner Empathie. Das saß. Auch Malina Florentine Sternberg war vor Kurzem in einer ähnlichen Situation. Obwohl sie selbst schon lange spürte, dass die Umstände nicht mehr passten, blieb die Hoffnung: Irgendwann kommt hier – bei diesem Sender / in diesem Verlag / mit diesem Format – mein Durchbruch! Gemeinsam mit ihren Gesprächspartner:innen wollen Luca und Annkathrin herausfinden: Wann ist der richtige Zeitpunkt, zu gehen? Und wie kann man es „gesund“ tun?
So frech sein wie GenZ?
2025/03/02
100k frei im Journalismus? Wir machen den großen Kassensturz für 2024
2025/01/26
Ein neues Jahr, ein neuer Blick auf unsere Finanzen. Was haben wir 2024 verdient? Annkathrin und Luca legen nicht nur ihren eigenen Verdienst offen, sondern haben auch wieder eine Umfrage gestartet – und, klar, die Ergebnisse wieder sehr ernüchternd. Doch dieses Mal liegt das nicht nur an den blanken Zahlen. Es ist aber etwas komplizierter als das. Denn wer über Gehalt reden, muss auch über fehlende Erhöhungen, Inflationsausgleiche, Vertragsmodelle und Mehrarbeit sprechen. Genau das wollen die beiden Podcasts-Host tun. Und holen sich dafür auch Unterstützung von denen, die finanziell kaum weiter kommen können – und jenen, die das System ausgedribbelt zu haben scheinen – oder...? Während Luca sich dieses Jahr finanziell ans sichere Ufer retten will, zweifelt Annkathrin daran, dass "viel verdienen" im (freien) Journalismus für alle richtig möglich ist.
Populismus vs. Journalismus – können wir das schaffen?
2024/12/01
Zum Ende des Jahres stehen die Zeichen der Welt weiterhin auf Weltuntergang. Bei allem Idealismus, bei aller Motivation, mit Berichten die Zustände ein klein wenig zu verbessern: Wer soll da denn durchhalten? Medienschaffende jedenfalls nicht, glaubt zumidenst so langsam das Druckausgleich-Duo. Zwischen Burnout und News-Burnout versuchen sie sich momentan einfach bis zum Ende des Jahres zu retten. Denn selbst Stephan Weichert, Resilienz-Coach und Medienwissenschaftler, sagt: "So schlimm wie jetzt war es noch nie." Zudem werden neue Zahlen der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention öffentlich, die nahelegen, dass fast ein Viertel der Bevölkerung in Deutschland an Depressionen erkrankt war oder noch ist. Was also tun? Wie sich durchbeißen? Luca und Annkathrin begeben sich auf die Suche nach dem Pauseknopf – und lassen in der letzten Folge des Jahres nochmal ordentlich Dampf ab.
Lebensplanung als Journalist:in? Ciao!
2024/10/27
Jeden Sonntagabend plant Annkathrin ihre Woche – und scheitert häufig daran, diesen Plan dann erfolgreich umzusetzen. Kaum auszudenken, da eine langfristige Zukunftsplanung Haus, Baum, Hund anzugehen. Gleichzeitig fangen inner- und außerhalb der Branche viele genau damit an – während die andere Hälfte zwischen Reformbeschlüssen, fehlenden Einnahmen und Kurzarbeit um die eigene Karriere fürchtet. Woher kommen diese krassen Unterschiede? Das will Luca vor allem von Leonie Sontheimer wissen. Als freie Filmautorin hat es es einfach gewagt (!), aus Berlin in den Süden von Deutschland zu ziehen. Wie hat sich das auf ihre Auftragslage ausgewirkt? Während Leonie in den Bergen ihr Glück zu finden scheint, berichtet Druckausgleich-Hörer Gianluca davon, für weitere Lebenssschritte den Job als Journalist aufgeben zu müssen. Wie passt das zusammen? Erstmals in der Druckausgleich-Geschichte nehmen Luca und Annkathrin die K-Frage in den Mund und gehen der Sache auf den Grund: Geht das im Journalismus überhaupt mit der Lebensplanung?
Einfach kündigen – ohne Plan? (mit Helene Reiner)
2024/09/29
Sechs Jahre lang hat Helene Reiner die News-WG auf Instagram entwickelt, aufgebaut, täglich mit Inhalten gefüllt. Doch seit Kurzem ist Schluss damit – und Helene zieht weiter. Warum würde man so einen Job aufgeben? Und wie geht es Helene mit ihrer Entscheidung? Für Luca und Annkathrin ist diese Entscheidung nicht nur beeindruckend, sondern auch ein wenig angsteinflößend. Zeit, dass sie sich selbst fragen: Wie plant man eigentlich eine Karriere? Wann sollte man weiterziehen? Und wie spürt man, ob es die richtige Entscheidung ist, zu kündigen? Im Gespräch mit Helene, aber auch Druckausgleich-Hörern wird deutlich: Es gibt mehr als einen Weg, die eigene Karriere zu managen – aber auch mehr als eine Angst, was am Ende einer Kündigung auf uns wartet.
So finanzierst du deine Recherche!
2024/08/25
Es ist diese eine Idee, die krasse Recherche, die dich nicht mehr los lässt – doch deine Vorgesetzten wollen nicht dafür bezahlen. Und jetzt? Für Luca war die Antwort 2023 klar: Er zieht alleine los, bezahlt Recherche und Produktion selbst. Verkaufen kann man ja danach noch…? Doch viele – so auch Annkathrin – würden sich das wohl kaum trauen. Oft ist die Angst zu groß oder das finanzielle Polster zu klein. Bedeutet das, dass wir also einfach weiter abhängig von Redaktionen und unwilligen Vorgesetzten sind? Selbst wenn potentiell riesige, wichtige Recherchen somit dann ein bloßer Traum bleiben? Jonas Seufert ist jemand, der das so nicht akzeptieren kann. Mit Autorenteams, Stipendien und viel Überzeugungsarbeit schafft er es immer wieder, an großen Projekten zu arbeiten - und trotzdem noch ein Gehalt rauszubekommen. Doch wie viel Aufwand ist das wirklich? Und wie viel Journalismus bleibt in der Arbeit noch übrig, wenn man den ganzen Tag mit Anträgen und Finanzierung beschäftigt ist?
Mit wem reden, wenn nichts mehr geht?
2024/07/13
Zwischen Micromanaging durch Vorgesetzte, unzuverlässige Produktionsfirmen und einer (gefühlt untergehenden) Demokratie haben Annka und Luca derzeit keinen Nerv mehr, über das bloße Minimum heraus tätig zu sein. (Noch?) Weit entfernt vom Burnout, fällt es den beiden trotzdem schwer, Motivation zu finden. Sind sie damit alleine? Und mit wem können sie darüber reden? Beim Austausch mit anderen in ähnlichen Lagen finden sie die offensichtlichen Lösungen: mit Freund:innen und Familie sprechen, mit ehemaligen oder aktuellen Kolleg:innen. Doch was, wenn das nicht reicht? Hier setzt die Helpline von Netzwerk Recherche an. Sie soll mehr sein als nur ein Ort für akute Notfälle: ein weiteres Instrument für den Weg zur mentalen Gesundheit. Kann das klappen?
Können wir bei BILD arbeiten?
2024/05/26
DORT?! WIR?! NIEMALS! Solche Aussagen sind schnell getätigt, wenn beim Feierabendbierchen halb-ernst gefragt wird, ob man denn nicht bei der BILD anheuern würde. Annkathrin und Luca haben dazu eine eindeutige Antwort und Meinung – eigentlich. Denn in dieser Folge merken sie: Die Praxis ist (mal wieder) deutlich komplizierter, als die Theorie klingt. Denn was ist mit jungen Journalist:innen, die nach Praktika zum Anpacken suchen? Mit renommierten Kolleg:innen, die bei Springer gelernt oder gearbeitet haben? Oder Führungskräften, die versuchen, die Veröffentlichungen von Innen heraus zu verbessern? Kann das alles die oft ethisch fragwürdige Berichterstattung der BILD aufwerten? Im Gespräch mit dem früheren BILD-Redakteur Philipp Blanke wird Luca klar: Hinter der Gretchen-Frage der Medienwelt steckt deutlich mehr, als der erste Impuls der beiden Hosts vermuten lässt.
Karriereboost durch Krisenjournalismus?
2024/04/28
Die glorreichen Kriegsjournalismus-Zeiten, mit gezeichneten Haudegen und ihren Geschichten aus den Gräben sind vorbei – oder? Wenn eine (weitere) Krise ausbricht, sind es jetzt oft junge Kolleg:innen, die darin ihre Chance als Reporter:innen sehen. Selbst in Universitäten scheint der neue alte Berufswunsch wieder hochzukommen. Doch ist das nicht leichtsinnig? Oder braucht es wirklich eine neue Generation junger Auslandsjournalist:innen? Das fragen sich nicht nur Luca und Annkathrin – sondern sprechen mit denen, die früh in ihrer Karriere den Sprung gewagt haben: Stella Männer berichtet bei Druckausgleich über ihr Leben in Beirut, ihre Arbeit in einem Krisenland – und den oft nicht sichtbaren Preis, den sie dafür zahlen muss. Auch Samuel erklärt, warum das nicht jede:r hätte mal machen können.

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