1555708124
Breakdown

Werben im Podcast: Breakdown

Dieser Podcast hat
32 Episoden
Sprache
German
Erstellt am
2021/02/26
Neueste Episode
2026/03/11
Durchschnittsdauer
33 min.
Veröffentlichungsintervall
55 Tage

Beschreibung

Das soziale Sicherheitsnetz der Schweiz. Ist es sozial? Ist es sicher? In «Breakdown» stellen wir Fragen, Expertinnen und Experten antworten. Der Politpodcast des Luzerner Forums für Sozialversicherungen und Soziale Sicherheit.Staffel 1 (2021 - 2024): Hannes Blatter und Linus Bürgi stellen die Fragen.Staffel 2 (ab 2025): Hannes Blatter und Mirjam Breu stellen die Fragen.

Freischalten Breakdown Podcast E-Mail-Kontaktdaten,
Hoerer- und Zielgruppendetails

E-Mail-Kontaktinformationen

Direkte Podcast-Kontaktdaten

Hoerer

Zielgruppenzahlen und Engagement-Einblicke

Zielgruppendetails

Podcast-Einblicke

Soziale Medien

Pruefen Sie die Social-Media-Praesenz von Breakdown


Podcast-Episoden

Neueste Episoden von Breakdown Podcast ansehen


Was soll der Staat, was bleibt privat, Hannes Blatter?
2026/03/11
Fünf Jahre Breakdown – das heisst fünf Jahre Polit-, Wirtschafts- und Wissenschaftsprominenz am Podcastmikrofon. Zu Gast waren unter anderem Philomena Colatrella, Lukas Engelberger, Flavia Wasserfallen oder Katrin Crameri. Die Themen waren stets brisant und aktuell: Medikamentenmangel, der Umgang mit Long Covid oder die Umsetzung der Pflegeinitiative – um nur einige zu nennen.  In der letzten Folge wechselt Hannes Blatter die Perspektive: vom Co-Host zum Gast. Denn mit der finalen Episode der zweiten Staffel endet auch sein Mandat als Geschäftsführer des Luzerner Forums. Fünf Jahre Breakdown – was bleibt? Mirjam und Hannes gehen auf Spurensuche nach Themen, die für die sozialen Sicherungssysteme auch in Zukunft zentral sein werden. Im Zentrum steht eine grundlegende Frage: Welche Aufgaben soll der Staat übernehmen, welche Verantwortung bleibt beim Einzelnen? Oder anders formuliert: Wie lassen sich Solidarität und Eigenverantwortung austarieren? Denn, so Hannes Blatter im Gespräch: «Die Kernfrage – wie viel Solidarität wir über unsere sozialen Sicherungssysteme leisten wollen – wird künftig noch dringlicher gestellt werden.» Welche Herausforderungen stehen den sozialen Sicherungssystemen bevor? Gibt es heimliche Stars im System? Wer gehört zum Fanclub der Ergänzungsleistungen? Wie beeinflussen gesellschaftliche Entwicklungen die sozialen Sicherungssysteme – und umgekehrt? Welche Rolle spielen Finanzierung und Föderalismus? Wie könnte die Situation in 15 Jahren aussehen? Klar ist: Die Systeme entwickeln sich nie im Gleichschritt mit der Gesellschaft. «Die sozialen Sicherungssysteme hinken gesellschaftlichen Entwicklungen immer hinterher», sagt Blatter. «Gut ist es, wenn sie nur einen Schritt hinterher sind – und nicht zwei.» Und schliesslich: Mit welchem Song verabschiedet sich Hannes Blatter aus diesem Podcast? Mirjam Breu im Gespräch mit Hannes Blatter,  Geschäftsführer des Luzerner Forums von 2012 – 2026.   Aufgezeichnet am 5. März 2026 Veröffentlicht am 17. März 2026   Kurzportrait Hannes Blatter Hannes Blatter ist selbständiger Politik- und Kommunikationsberater (www.schalltter.ch), Dozent HSLU – Wirtschaft, Verwaltungsrat Viva Luzern AG, Stiftungsrat PKG Pensionskasse und leitet die Projektkoordination für die Entwicklung der neuen Tarifstrukturorganisation EFAS Pflege im Auftrag der Tarifpartner. Er lebt mit seiner Familie in Sursee und spielt Bass bei Jolly & the Flytrap.
IGEL – Integrierte Gesundheitsversorgung Luzern, Michaela Tschuor?
2026/01/26
In dieser Breakdown-Folge sprechen wir mit der Luzerner Gesundheits- und Sozialdirektorin Dr. iur Michaela Tschuor über IGEL, die Integrierte Gesundheitsversorgung Luzern. IGEL steht für ein Versorgungsmodell, bei dem Spitäler, Hausärztinnen, Pflege, Spitex, Psychiatrie und weitere Akteure im Gesundheitswesen ihre Organisation und Zusammenarbeit neu aufstellen.  Ziel ist, Patientinnen und Patienten besser koordiniert, effizienter und durchgängiger zu betreuen. Michaela Tschuor findet dieses Projekt besonders wichtig, weil es den Menschen ins Zentrum stellt und nicht die einzelnen Institutionen.  Sie sieht darin die Chance, Doppelspurigkeit zu vermeiden und die Qualität der Behandlung zu erhöhen. Gleichzeitig soll IGEL helfen, die Kostenentwicklung im Gesundheitswesen langfristig zu bremsen.  Es geht aber nicht nur um neue Strukturen oder die Digitalisierung, sondern vor allem um einen Kulturwandel in den Köpfen der Fachpersonen. Michaela Tschuor betont, dass Vertrauen, Zusammenarbeit und das Aufbrechen von Silos entscheidend sind, damit IGEL sein volles Potenzial entfalten kann. Hannes Blatter und Mirjam Breu im Gespräch mit Dr. iur Michaela Tschuor,  Luzerner Gesundheits- und Sozialdirektorin.  Aufgezeichnet am 17. Dezember 2025 Veröffentlicht am 27. Januar 2026
Schaffen wir die Digitalisierung im Gesundheitswesen, Katrin Crameri?
2025/12/18
Ja, wir sind top. Wenn es um die digitalen Systeme einzelner Akteurinnen und Akteure geht. Zum Beispiel um die Klinikinformationssysteme von ausgewählten Spitälern. Eher auf der Seite flop ist die Schweiz dann, wenn es um die Vernetzung dieser Systeme geht. Das hat viel mit unserem liberalen Gesundheitswesen, aber auch mit Kantönligeist und Föderalismus zu tun. Jeder kann, wie er will, gesteuert wird wenig.  Das libarale und föderalistische System nicht aushebeln und trotzdem dafür sorgen, dass Daten zwischen den Systemen A und B oder auch C einfacher und gleichzeitig sicher fliessen können – dem widmet sich das nationale Projekt DigiSanté. Kopf dieses Projekts ist Katrin Crameri, die Co-Leiterin der Abteilung Digitale Transformation beim BAG. Sie ist zu Gast bei Breakdown und erklärt Hannes Blatter und Mirjam Breu dieses mehrere hundert Millionen Franken teure und auf zehn Jahre ausgelegte Projekt.
Ist das Modell Suva fit für die Zukunft, Felix Weber?
2025/11/17
Skifahren, umfallen, Bein brechen. Oder: Säge bedienen, ausrutschen, Schnittwunde in der Hand. Klassische Unfälle, Fälle für die Unfallversicherung. Oft kommt hier die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt Suva ins Spiel, Teilmonopolistin und grösste Versicherung auf diesem Gebiet. Rund die Hälfte aller Arbeitnehmenden ist bei der Suva obligatorisch gegen Unfall in Beruf und Freizeit versichert. Wie tickt und funktioniert der Schweizer Unfallversicherungsmarkt, und wie das Modell Suva? Und warum ist ein Unfall nicht immer das was er zu sein scheint, sondern manchmal eben auch eine Krankheit? Und warum kann das weitreichende Folgen haben für mich als Versicherte? Diese Fragen klären Hannes Blatter und Mirjam Breu in der aktuellen Folge von Breakdown mit Felix Weber, dem CEO der Suva. Von ihm wollen wir auch wissen, ob dieses Modell, das auch schon als «Schweiz im Kleinen» bezeichnet wurde, fit ist für die Zukunft.
Bilaterale III – Sind unsere Sozialversicherungen zu attraktiv, Stephan Cueni?
2025/10/27
Die neuen EU-Verträge sorgen in der Schweiz für hitzige Diskussionen – auch beim Thema Zuwanderung. Politikerinnen und Politiker befürchten, dass unser Sozialsystem durch neue Regelungen stärker belastet werden könnte. Doch wie berechtigt sind diese Sorgen wirklich? In der aktuellen Episode sprechen Mirjam und Hannes mit Stephan Cueni, Vizedirektor des Bundesamts für Sozialversicherungen, der im BSV für internationale Angelegenheiten zuständig ist. Cueni erklärt, weshalb die Schweiz auch mit den neuen EU-Verträgen keine massive Zunahme an Sozialhilfefällen erwartet. Zudem zeigt er auf, welche Rolle Familiennachzug und Daueraufenthalt künftig spielen könnten. Wir sprechen über Zahlen, Risiken – und darüber, warum EU-Bürgerinnen und -Bürger bisher eher Nettozahlende in unsere Sozialversicherungen waren. Ist der oft zitierte «Sozialhilfetourismus» also bloss ein Mythos? Antworten gibt’s im Gespräch mit Stephan Cueni – ab dem 28. Oktober 2025 überall, wo es Podcasts gibt. Hannes Blatter und Mirjam Breu diskutieren, ordnen ein und klären Details mit Stephan Cueni, Botschafter und Vizedirektor BSV, zuständig für Internationale Angelegenheiten.
Rentenbemessung bei der IV – Wie gerecht ist dieses System, Thomas Gächter?
2025/08/25
In dieser Folge von Breakdown geht es um die Rentenbemessung der IV und deren Fallstricke. Die zentrale Kritik richtet sich gegen die heutige Bemessung, die von einer Lohn-Tabelle ausgeht, die nicht angemessen ist und von einer Praxis, die von einem «ausgeglichenen» Arbeitsmarkt ausgeht und reale Gegebenheiten oft ignoriert. Für Betroffene kann das dazu führen, dass sie trotz attestierter Invalidität keine oder eine sehr tiefe Rente erhalten und keine Möglichkeit haben, das fehlende Einkommen zu erwirtschaften, weil es im realen Arbeitsmarkt keine Stellen für sie gibt.  Dr. Prof. Thomas Gächter, Professor für Sozialversicherungsrecht und Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät an der Uni Zürich, erläutert, wie LSE-/Referenzlohn-Tabellen funktionieren und wo sie scheitern. Zu hohe Referenz-Löhne und fehlende realistische Arbeitsmöglichkeiten führen zu Ungerechtigkeiten. Stossend ist, dass für Einkommen unter 100'000 Franken jährlich – das dürfte die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung sein – das Leistungsversprechen der IV kaum noch eingelöst wird. Das fehlende Einkommen aus Renten wird in der Regel über die sozialen Familiensysteme oder über die Sozialhilfe aufgefangen.    Die Probleme sind sowohl den Fachpersonen als auch der Politik bekannt. Eine Reform der Bemessungsgrundlagen, damit das System fairer ausgestaltet werden kann, würde aber zu deutlich höheren Kosten in der Invalidenversicherung führen. Dies ist politisch kaum mehrheitsfähig. Aktuell werden politische Vorstösse im Parlament diskutiert, doch die Umsetzung bleibt schwierig. Der Druck dürfte zunehmen, da insbesondere psychische Erkrankungen weiterhin deutlich zunehmen. Hannes Blatter und Mirjam Breu diskutieren, ordnen ein und klären Details mit dem Experten Dr. Prof. Thomas Gächter.
Gesundheitsversorgung der Zukunft – Was bringt Health 2040, Manuela Oetterli?
2025/06/16
Wie stellen wir eine gute medizinische Versorgung sicher, wenn Hausärzte fehlen, die Bevölkerung altert und Pflegepersonal knapp wird? Der Aktionsplan Health 2040 gibt Antworten. Statt zentraler Lösungen setzt das Modell auf lokal organisierte Versorgungsnetzwerke – zugeschnitten auf rund 10.000 Personen pro Quartier.     Dabei wird Gesundheit nicht isoliert betrachtet, sondern im Zusammenspiel mit dem sozialen Umfeld gedacht. Koordinationszentren, neue Rollen im Gesundheitswesen und niedrigschwellige Angebote sollen insbesondere vulnerable Gruppen besser erreichen – etwa Menschen mit Sprachbarrieren oder Seniorinnen und Senioren.  Public-Health-Expertin Manuela Oetterli erklärt im Podcast Breakdown, warum jetzt der richtige Zeitpunkt ist, die Weichen zu stellen. Der Aktionsplan will nicht nur auf dem Papier überzeugen, sondern konkrete Lösungen für den Alltag liefern – menschennah, praxisnah, generationenübergreifend. Ein Modell mit Zukunft?  Hannes Blatter und Mirjam Breu diskutieren, ordnen ein und klären Details mit der Expertin Manuela Oetterli. Aufgezeichnet am 05. Juni 2025 Veröffentlicht am 17. Juni 2025
Sind IV-Gutachten Glückssache, Karin Hansen und Andreas Dummermuth?
2025/05/05
Die Invalidenversicherung ist immer häufiger mit komplexen Fällen konfrontiert. Waren es früher beispielsweise Hüft – oder Knieleiden, die einfach zu diagnostizieren waren, gehen heute schon mehr als die Hälfte der Renten an Menschen mit psychischen Leiden. Zunehmend sind die zuständigen Stellen auch mit diffusen Krankheitsbildern wie zum Beispiel Long Covid konfrontiert.  Medizinische Gutachten spielen bei Entscheidungen über einen Rentenanspruch oft das Zünglein an der Waage. Dabei gilt der Grundsatz: Je diffuser die Diagnose, desto aufwändiger und langwieriger wird das Gutachten und desto mehr Personen sind involviert. Karin Hansen, Geschäftsführerin der Pensionskasse Rheinmetall, und Andreas Dummermuth, Leiter der IV-Stelle Schwyz, geben im Gespräch mit Mirjam Breu spannende Einblicke. Andreas Dummermuth spricht offen über die Glücks- und Pechmomente im System und über Missstände. So kann es entscheidend sein, welche Gutachterfirma den Fall beurteilt. Je nachdem liegt die Chance auf eine Rente zwischen knapp 3 oder knapp 30 Prozent.  Karin Hansen erläutert die Sichtweise der Pensionskassen und fordert bessere Begleitung der Betroffenen. Beide setzen auf Prävention – und blicken auch auf Zukunftstechnologien wie KI. Denn: Ein Gutachten kann über das Leben einer Person entscheiden.  Hannes Blatter und Mirjam Breu diskutieren, ordnen ein und klären Details mit Karin Hansen und Andreas Dummermuth.
Gibt es ein Rezept gegen den Mangel von Medikamenten, Dr. Enea Martinelli?
2025/04/14
Ob Ibuprofen oder ein Mittel zur Krebsbekämpfung: Die Medikamentenmangellage ist ein Dauerzustand. Die Hände in den Schoss legen und nichts dagegen tun, das ist keine Option. Eine Initiative verlangt eine bessere Planung im Medikamentenschrank der Nation. Wir fragen: Wo liegen die Gründe für den Medikamentenmangel und wie lösen wir das Problem langfristig am besten?  In der Schweiz fehlt es an immer mehr Medikamenten – doch warum? In dieser Episode sprechen wir mit Dr. Enea Martinelli, dem "Mister Medikamentenmangel", der eine eigene Liste mit fehlenden Medikamenten führt. Während das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung etwa 70 nicht lieferbare Substanzen meldet, sind es bei Martinelli über 500. Wir klären, warum sich diese Zahlen so unterscheiden und wie sich der Mangel auf Spitäler, Arztpraxen und Apotheken auswirkt. Der Medikamentenmangel bedeutet nämlich nicht nur Engpässe, sondern auch enormen Mehraufwand für das Gesundheitswesen. Wo liegen die Ursachen? Neben globalen Lieferproblemen spielen auch politische und wirtschaftliche Faktoren eine Rolle. Andere Länder steuern stärker, während die Schweiz bisher vor allem reagiert statt agiert. Doch es gibt Lösungsansätze: Eine neue Heilmittelplattform, politische Initiativen und Forderungen nach einer stärkeren inländischen Produktion. Wie realistisch ist das – und was plant der Bund?  Hannes Blatter und Mirjam Breu diskutieren, ordnen ein und klären Details mit dem Experten für die Medikamentenmangellage Dr. Enea Martinelli.
Taggeldversicherung – kommt der Lohn, auch wenn ich krank bin, Prof. Peter Mösch Payot?
2025/03/03
Dass der Lohn auch bei längerer Krankheit weiter auf dem Konto landet, ist unter Umständen ein Trugschluss. Eine Krankentaggeldversicherung ist in der Schweiz nicht obligatorisch. Nun kommt auf politischer Ebene Bewegung in die Sache. Sollen alle Arbeitnehmenden in der Schweiz obligatorisch versichert sein, falls sie wegen einer körperlichen oder psychischen Erkrankung länger ausfallen? Zu dieser Frage verlangt das Eidgenössische Parlament aktuell Fakten. Denn die Datenlage ist dünn.  Unklar ist, wie viele erwerbstätige Schweizerinnen und Schweizer überhaupt versichert sind.  Auch wenn sie versichert sind, geniessen sie bei weitem keinen einheitlichen Versicherungsschutz. Versicherungen sind nicht verpflichtet, mit einer Arbeitgeberin eine Versicherung abzuschliessen, oder sie können diese ändern oder kündigen, falls in einer Firma viele teure, langwierige Krankheitsfälle zusammenkommen. «Für viele Arbeitnehmende gibt es sehr rasch Deckungslücken. Vor allem Personen, die noch nicht lange an einem Ort arbeiten, häufig die Stelle wechseln oder im Tieflohnbereich tätig sind, sind betroffen», sagt Prof. Peter Mösch Payot, er ist Professor für Sozialrecht an der Hochschule Luzern - Soziale Arbeit. Auch für Arbeitgebende kann es rasch teuer werden. Dann nämlich, wenn sie das Krankentaggeld aus der eigenen Tasche bezahlen müssen, weil sie nicht versichert sind. Hier möchte das Parlament Gegensteuer geben. Eine Motion verlangt ein Obligatorium. Der Nationalrat befürwortet dieses Anliegen. Der Ständerat möchte mehr Zahlen zu dieser Versicherung, die in Zeiten von steigenden Zahlen krankheitsbedingter Ausfälle am Arbeitsplatz an Relevanz gewinnt.  Hannes Blatter und Mirjam Breu diskutieren, ordnen ein und klären Details mit dem Experten für Sozialversicherungen Prof. Peter Mösch Payot.
Einheitliche Finanzierung von ambulant und stationär (EFAS), Dr. Reto Dahinden?
2024/11/12
«Einheitliche Finanzierung von ambulant und stationär (EFAS)», über eine Vorlage mit diesem technischen Titel stimmt die Schweizer Stimmbevölkerung am 24. November 2024 ab.  Kurz erklärt: Ambulante Behandlungen, etwa Hausarztbesuche oder Operationen im Spital ohne anschliessende Übernachtung, werden anders finanziert als stationäre Behandlungen, etwa Operationen mit anschliessender Übernachtung oder psychiatrische Aufenthalte. Nochmals anders werden die Kosten in der Langzeitpflege, etwa bei der Spitex oder in Pflegeheimen, verteilt.  EFAS soll dies nun vereinheitlichen. Nach dem persönlichen Anteil an den Kosten sollen die Kantone ab 2032 von allen drei Behandlungsarten mindestens 26.1 Prozent bezahlen, die Krankenkassen maximal 73.1 Prozent. Laut den Befürwortern der Vorlage können so bis zu 400 Millionen Franken im Jahr gespart werden.  «EFAS hat das Potenzial gewachsene Strukturen zu vereinfachen und so die Kostensteigerung zu dämpfen.», sagt Dr. Reto Dahinden, CEO des Krankenversicherers SWICA. Die einheitliche Finanzierung könne Fehlanreize beseitigen, Strukturen vereinfachen und die Qualität zu fördern. Was die Kostenentwicklung angeht, ist Dr. Reto Dahinden dennoch vorsichtig:  «Ich mache mir wenig Hoffnung, dass wir das Kostenwachstum längerfristig unter den Schnitt von drei bis vier Prozent pro Jahr senken können.»  Wie kann EFAS unser Gesundheitswesen verändern? Hannes Blatter im Gespräch mit Dr. Reto Dahinden, CEO der Krankenversicherung SWICA.
Long Covid und die Sozialversicherungen, Sebastian Lorentz?
2024/10/02
Rund 300'000 Menschen leiden in der Schweiz an Langzeitfolgen einer Covid-Erkrankung, so die Schätzungen von Experten. Da sind mehr Menschen als im Kanton Thurgau wohnhaft sind.  Die Auswirkungen einer «Long Covid» Erkrankung können vielfältig sein, laut dem Bundesamt für Gesundheit sind jedoch starke Müdigkeit und Erschöpfung, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme und Atembeschwerden die häufigsten Symptome.  In heftigen Fällen kann die Erkrankung Betroffene stark im Alltag einschränken, sodass diese nur in einem reduzierten Pensum oder gar nicht mehr einer Erwerbstätigkeit nachgehen können. Rund 5000 Personen haben bei der IV eine Rente aufgrund von Long Covid beantragt.  Rechtsanwalt Sebastian Lorentz, welcher verschiedene Long-Covid Betroffene vertritt, sagt: «Die IV hat Schwierigkeiten mit dem Krankheitsbild Long Covid». Trotz medizinisch klarer Diagnose ist Long Covid nicht anhand von objektivierbaren Kriterien wie etwa Biomarkern feststellbar. Dies mache den Antrag einer IV-Rente für Betroffene sehr aufwändig und mühselig. «Ich wünsche mir, dass bei der Beurteilung die wissenschaftliche, medizinische Forschung mehr Gewicht findet», so Lorentz.  Welche Leistungen aus unserem Sozialversicherungssystem können Long Covid Betroffene beantragen? Und was sind Probleme damit? Hannes Blatter und Linus Bürgi im Gespräch mit Sebastian Lorentz, Fachanwalt für Haftpflicht und Versicherungsrecht.
Der Kaufkraftverlust, Aline Masé?
2024/07/03
Lebensmittel, Energiekosten, Miete oder Krankenkassenprämien – vieles ist in den letzten Jahren deutlich teurer geworden. Laut Bundesamt für Statistik sind die Konsumentenpreise seit Januar 2020 im Schnitt um 6.4 Prozent gestiegen. Als Folge des steigenden Referenzzinssatzes können Vermieter die Mietpreise erhöhen. Und die Krankenkassenprämien steigen weiter rasant an – nur schon 2023 sind die Prämien im Schnitt um 6.6 Prozent gestiegen. Ob und inwiefern diese gestiegenen Kosten durch Lohnerhöhungen kompensiert werden, ist schwer zu beurteilen. Verlässliche Zahlen dazu gibt es kaum. So oder so – das Thema Kaufkraftverlust ist auf dem politischen Parkett angekommen. So etwa im Rahmen der Abstimmung zur 13. AHV-Rente Anfang März dieses Jahres. «Armutsgefährdete Personen betrifft dieser Kaufkraftverlust besonders stark», sagt Aline Masé, Leiterin Grundlagen und der Fachstelle Sozialpolitik bei der Caritas Schweiz und erklärt: «Haushalte im untersten Einkommensfünftel geben praktisch ihr ganzes Einkommen für Wohnen, Lebensmittel, Kleidung und Gesundheitskosten aus, der Durchschnittshaushalt gibt dafür hingegen nur gut 50 Prozent des Einkommens aus.»  Was bedeutet dieser Kaufkraftverlust konkret – vor allem für Armutsgefährdete Personen? Und welche Massnahme können dagegen ergriffen werden? Hannes Blatter und Linus Bürgi im Gespräch mit Aline Masé, Leiterin Grundlagen und der Fachstelle Sozialpolitik bei der Caritas Schweiz. Aufgezeichnet am 25. März 2024 Veröffentlicht am 4. Juli 2024
Die Kostenbremse-Initiative, Lorenz Hess?
2024/05/15
Die Gesundheitskosten steigen jährlich an. Schlagzeilen wie «Prämienschock» bei der Bekanntgabe der Krankenkassenprämien im Oktober sind inzwischen Standard. Auf dem Credit Suisse Sorgenbarometer war das Thema der Gesundheitskosten 2023 zuoberst.  Das Thema ist in der Politik längst angekommen, am 9. Juni kann die Stimmbevölkerung gleich über zwei Vorlagen zum Thema abstimmen. Die SP fordert, dass niemand mehr als 10 Prozent des Einkommens für die Krankenkassenkosten ausgeben muss – so sollen die Prämienverbilligungen erhöht werden.  Die Mitte hingegen fordert eine Kostenbremse im Gesundheitswesen; die Gesundheitskosten sollen nicht stärker steigen als die Löhne oder die Gesamtwirtschaft wächst.  Lorenz Hess, Mitte-Nationalrat aus dem Kanton Bern und Verwaltungsratspräsident der Krankenversicherung Visana erklärt: «Immer wenn konkrete Lösungen auf dem Tisch sind kommt einer der Akteure des Gesundheitswesens – etwa Spitäler, Ärzteverbände oder die Kantone – und sagt, so nicht!» So sei es im Moment fast unmöglich Massnahmen zur Kostensenkung zu beschliessen. Lorenz Hess meint: «Mit der Kostenbremse müssen sich die Akteure nun zusammenraufen und Lösungen beschliessen».  Was kann eine Kostenbremse im Gesundheitswesen bewirken?   Hannes und Linus im Gespräch mit Lorenz Hess, Mitte-Nationalrat aus dem Kanton Bern und Verwaltungsratspräsident der Krankenversicherung Visana.
Die AHV-Initiativen, Samira Marti und Andri Silberschmidt?
2024/02/08
Die Alters- und Hinterlassenenversicherung - kurz AHV - ist ein Dauergast in der Schweizer Politik. Seit 2016 kamen nicht weniger als vier Vorlagen zur AHV an die Urne. Dass Reformbedarf besteht scheint klar. In welche Richtung diese gehen sollen - da scheiden sich die Geister.  Laut Prognosen des Bundesamtes für Statistik schreibt die AHV ab 2030 rote Zahlen.  Dies ruft die Jungfreisinnigen auf den Plan. Mit der Renteninitiative wollen sie das Rentenalter sukzessive erhöhen und an die Lebenserwartung koppeln. Mehr Menschen zahlen in die AHV ein, weniger Menschen beziehen eine Rente.  So soll die AHV strukturell entlastet werden.  Über die Initiative entscheidet die Stimmbevölkerung am 3. März.  Am selben Datum kommt auch die Initiative für eine 13. AHV an die Urne. Sie will, dass allen AHV-Bezüger*innen eine zusätzliche Rente, quasi ein 13. Monatslohn ausbezahlt wird. Samira Marti, SP-Nationalrätin und Co-Fraktionschefin der SP aus Baselland erklärt: "Mit einer Durchschnittsrente von rund 1800 Franken im Monat kommt die AHV dem Verfassungsauftrag - die Existenz im Alter zu sichern - nicht mehr nach".  Andri Silberschmidt, Vizepräsident der FDP und Nationalrat aus Zürich sieht die Initiative kritisch: "Die Initiative entzieht der arbeitenden Bevölkerung Kaufkraft und gibt diese an Rentner*innen, welche diese oft gar nicht nötig haben".  Was braucht die AHV nun? Eine 13. Rente, wie die Gewerkschaften dies verlangen? Oder  eine Anpassung des Rentenalters, wie die Jungfreisinnigen dies wollen?  Hannes und Linus im Gespräch mit Samira Marti, SP Nationalrätin Baselland und Andri Silberschmidt, FDP Nationalrat Zürich.  Aufgezeichnet am 19. Januar 2024 Veröffentlicht am 08. Februar 2024

Podcast-Bewertungen

Lesen Sie Breakdown Podcast-Bewertungen


0 von 5
0 Bewertungen

Podcast-Sponsoring-Werbung

Starten Sie Werbung auf Breakdown relevanten Zielgruppen-Podcasts


Was moechten Sie bewerben?