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Leitorchester – der medienkritische Podcast

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Dieser Podcast hat
9 Episoden
Sprache
German
Erstellt am
2021/02/26
Neueste Episode
2022/01/18
Durchschnittsdauer
59 min.
Veröffentlichungsintervall
41 Tage

Beschreibung

Einmal im Monat schauen wir uns verschiedene mediale Blickwinkel auf ein aktuelles Stück Zeitgeschehen an und stellen uns die Fragen: Welche Perspektiven und Meinungen sind akzeptiert? Welche Standpunkte werden kaum bis gar nicht besprochen? Und vor allem: Ist Journalismus noch kritisch genug?

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#8 Wie geht es weiter mit dem Leitorchester? Versuch eines Rück- und Ausblicks
2022/01/18
Im Leitorchester rezipieren wir einmal monatlich zu einem bestimmten Thema Artikel aus bekannten Leitmedien. Ziel jeder Folge ist es, zu beurteilen, ob die Texte kritisch und objektiv genug sind. Nach nun fast einem Jahr Sendezeit fragen wir uns: Wie hat dieses Podcast-Konzept für uns funktioniert? Müssen wir uns wirklich sklavisch an einen festen Publikationsturnus halten? Und: Sollten wir das Konzept über den Haufen werfen und völlig neu gestalten? In dieser Folge reflektieren wir all diese Aspekte. Doch noch wichtiger für uns ist: Was haltet Ihr von unserem bisherigen Podcast-Konzept? Was haben wir gut gemacht? Was sollten wir ändern? Schreibt uns Eure Meinung an: [email protected] Wir freuen uns auf Euer Feedback!
#7 Korruptionsaffäre um Sebastian Kurz – wenn sich Politik und Medien zu nahekommen
2021/10/28
Anfang Oktober 2021 tritt Sebastian Kurz als österreichischer Bundeskanzler zurück. Ihm wird vorgeworfen, Umfragen und Medien zu seinen Gunsten manipuliert zu haben. Trotz dieser Vorwürfe zieht sich Kurz nicht aus der Politik zurück. Nach seinem Rücktritt setzt er den ihm nahestehenden Alexander Schallenberg als Bundeskanzler und sich selbst als Parteiobmann der konservativen ÖVP ein.  Wir haben uns gefragt: Wie bewerten die Medien die strategischen Schachzüge des ehemaligen Bundeskanzlers? Gibt es einen Unterschied in der Berichterstattung zwischen deutschen und österreichischen Medien? Und haben Medienmanipulation und Korruption in der Alpenrepublik Tradition?   Besprochene Medien: Ab 11:45: Österreichische Beinarbeit, Xaver von Cranach, Spiegel online, 11.10.2021Ab 25:45: „Mafiöse Strukturen“: Österreich steckt seit Jahren im Sumpf der „Freunderlwirtschaft“, Matthias Brüggmann & Ivo Mijnssen, Handelsblatt, 23.10.2021Ab 37:35: Viele wollten (wollen?) Kurz nicht realistisch sehen, Hans Rauscher, Der Standard, 12.10.2021Ab 56:50: ÖSTERREICH hat nie Umfragen manipuliert, oe24.at/Österreich, 24.10.2021Zusätzliche Informationen & Artikel: Dokumentiert: Die Chatprotokolle der Causa Kurz, Renate Graber & Fabian Schmid, Der Standard, 16.10.2021CAUSA KURZ: DIE #CHATPROTOKOLLE. Eine Lesung des Burgtheater-Ensembles, Burgtheater Wien, YouTube, 16.10.2021
#6 Spähsoftware Pegasus – wo bleibt der Skandal?
2021/09/23
Im Juli 2021 wurde bekannt, dass die Spionage-Software Pegasus nicht wie behauptet nur zur Terror-Abwehr und bei schwersten kriminellen Delikten genutzt wird, sondern dass damit auch weltweit Journalist:innen und Regierungskritiker:innen abgehört werden. Wie kurze Zeit später bekannt wurde, setzt sogar das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) Pegasus ein. Wie genau und in welchen Fällen ist nicht bekannt. Wir haben uns gefragt: Wie gehen die Medien mit diesem sensiblen Thema um? Bekommt die Affäre um die Abhöraktionen von Oppositionellen wirklich genügend Aufmerksamkeit? Und müssen auch wir uns Sorgen machen, dass unsere privaten Messenger-Nachrichten mitgelesen werden?  Besprochene Medien: Ab 12:11: Einladung für Kriminelle und Spione?, Sabina Wolf, tagesschau.de, 28.07.2021Ab 26:01: Digitales Gift für die Meinungs- und Pressefreiheit, Heribert Prantl, Deutschlandfunk, 24.07.2021Ab 40:15: Willkommen in der Ohnmacht, Sibylle Berg, Spiegel Online, 04.09.2021Ab 51:47: BKA kaufte heimlich NSO-Spähsoftware, Holger Stark, Zeit Online, 07.09.2021Zusätzliche Informationen & Artikel: Enthüllungsartikel: Pegasus Project: Cyberangriff auf die Demokratie, Chefredaktion: Wolfgang Krach & Judith Wittwer, Süddeutsche Zeitung, 18.07.2021
#5 Der Bahnstreik in der medialen Kritik – GDL-Chef Claus Weselsky als liebstes Feindbild
2021/08/26
Die Lokführer:innen wollen mehr Geld: 3,2 Prozent mehr Lohn und eine Corona-Prämie über 600 Euro. Die Deutsche Bahn stimmt einer Lohnerhöhung zwar zu, allerdings in zwei Schritten, die über fast zwei Jahre ausgedehnt werden sollen. Zu wenig für die Beschäftigten: Mit einer überwältigenden Mehrheit von 95 Prozent stimmten die Mitglieder der GDL (Gewerkschaft Deutscher Lokführer) für den Streik. Die Medien zeigen wenig Verständnis für die streikenden Beschäftigten. Die Bahnstreiks werden wahlweise als „schäbig“ (SZ) oder „verantwortungslos“ (RND) bezeichnet. Vor allem GDL-Chef Weselsky wird persönlich angegriffen und als „Gruppenegoist“ (Handelsblatt) oder „Egomane“ (ntv) betitelt.  Wir haben uns gefragt, wie Weselsky es zum „meistgehassten Gewerkschafter“ (RP online, 2014) gebracht hat, ob die Medien die einseitige Berichterstattung zugunsten der Deutschen Bahn reflektiert haben und warum sich kaum ein Artikel mit den Arbeitsbedingungen und Forderungen der Lokführer:innen beschäftigt.  Besprochene Medien: Ab 03:30: Weselsky unter Beschuss, Kristian Stemmler, junge Welt, 19.08.2021Ab 15:15: Corona-Krise? Ist doch den Lokführern egal, Alexander Hagelüken, Süddeutsche Zeitung, 10.08.2021Ab 29:20: König der Lokführer: Claus Weselsky wird gehasst, dabei ist er ein Vorbild, Maximilian Both, Berliner Zeitung, 13.08.2021 (Paywall)Ab 46:02: Fast so viel wie Piloten – so viel verdienen Lokführer wirklich, Daniel Eckert, Welt.de, 18.08.2021 (Paywall)Zusätzliche Informationen & Artikel: FAQ: Auswirkungen des Lokführer-Streiks: Wie schlimm wird es für Reisende diesmal?, Detlev Landmesser, tagesschau.de, 10.08.2021Deutsche Bahn bietet Lokführern Corona-Prämie, tagesschau.de, 22.08.2021Versagt das Tarifeinheitsgesetz?, Katrin Aue, tagesschau.de, 12.08.2021Video-Interview: Claus Weselsky, Vorsitzender Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer, zu den Streiks im Nah- und Fernverkehr, tagesschau.de, 11.08.2021Lauterbach erwartet mehr Corona-Infektionen durch Lokführerstreik, dts Nachrichtenagentur, Oldenburger Onlinezeitung, 18.08.2021Kritik an Streik in Corona-Pandemie – Weselsky greift Karl Lauterbach an, B. Z., 20.08.2021GDL-Chef macht Ansage "Gesundheitspapst der SPD": Als Weselsky Bahn-Streik verkündet, geht er auf Lauterbach los, focus.de, 21.08.2021Nach Kritik am Streik: GDL-Chef greift Lauterbach an, t-online.de, 20.08.2021
#4 Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock – vom gefeierten Politstar zum Jagdziel
2021/05/26
Seit Annalena Baerbock von Bündnis 90/Die Grünen Mitte April 2021 zur Kanzlerkandidatin gekürt wurde, berichten die Medien ausschweifend und wohlwollend über sie. Zumindest bis einige ihrer „Verfehlungen“ bekannt wurden. Seitdem wird sie von manchen Journalist:innen geradezu verrissen.   Wir haben uns gefragt: Wie konnte es zu diesem Stimmungswechsel kommen? Warum spielt Baerbocks Familienleben eine außergewöhnlich bedeutende Rolle in der Berichterstattung? Und warum werden ihre politische Ambitionen im medialen Kreuzfeuer kaum beachtet?  Besprochene Medien: Ab 00:46: Eine wie keine, Caroline Rosales & Hannah Scherkamp, Zeit Online, 21.04.2021Ab 15:54: Endet der Hype?, Katharina Schuler, Michael Schlieben & Malte Born, Zeit Online, 21.05.2021Ab 32:03: »Mein Mann übernimmt die volle Verantwortung und Arbeit zu Hause«, Jean-Pierre Ziegler, dpa/AFP, Spiegel Online, 16.05.2021Ab 38:13: Bei Laschet wäre der Teufel los gewesen, Berthold Kohler, Frankfurter Allgemeine, 21.05.2021Zusätzliche Informationen & Artikel: Nebentätigkeit Bundestag, Christian Fuchs & Martin Reyher, Zeit Online, 20.05.2021Baerbock will den Pflegevorsorgefonds plündern, Christoph Schäfer, Frankfurter Allgemeine, 30.04.2021Baerbock will Kurzstreckenflüge abschaffen, tagesschau, 16.05.2021Baerbocks Zustimmungswerte als Kanzlerin sacken ab, Welt, Reuters/AFP, 21.05.2021Politische Ziele von Annalena Baerbock, annalena-baerbock.de, 2021
#3 Historiker René Schlott über die Debattenkultur in Zeiten von Corona
2021/04/30
Wir haben uns gefragt: Wie begegnen wir einander im Rahmen eines demokratischen Diskurses? Haben Medien und Politik in einem Jahr Pandemie dazugelernt? Und: Wie viel Kritik verträgt unsere „nervöse“ Gesellschaft? Ein Gespräch über die Berichterstattung zu den Corona-Maßnahmen, das Manifest für die offene Gesellschaft und den Aufreger #allesdichtmachen.    Quellenhinweise: Um jeden Preis?, René Schlott, Süddeutsche Zeitung, 17.03.2020Mehr Diktatur wagen, Thomas Brussig, Süddeutsche Zeitung, 09.02.2021Studie: Die Verengung der Welt: Zur medialen Konstruktion Deutschlands unter Covid-19 anhand der Formate ARD Extra - Die Coronalage und ZDF Spezial, Dennis Gräf / Martin Hennig, August 2020Zur Erläuterung: „There is no Alternative“: TINA-Prinzip, edition libicaManifest für die offene Gesellschaft, Ulrike Guérot, Jürgen Overhoff, Markus Gabriel, Hedwig Richter und René Schlott, 25.03.2021René Schlott über das Manifest der offenen Gesellschaft, 3sat Kulturzeit, 29.03.2021#allesdichtmachen, Jan Josef Liefers, YouTube, 22.04.2021Kritik nach Schauspieler:innen-Protest an Corona-Politik, Tagesschau, 23.04.2021
#2 Über die da unten – die Wiederentdeckung der Arbeiterklasse
2021/03/25
Seit geraumer Zeit rückt eine „neue“ Diskriminierungsform ins Blickfeld von Soziolog:innen, Schriftsteller:innen und Medien – der Klassismus, welcher die Diskriminierung aufgrund der sozialen Herkunft beschreibt.    Wir haben uns angeschaut, wie Arbeiterklasse und Prekariat in den Medien rezipiert werden: Halten neben dem Wunsch nach mehr Respekt und Anerkennung auch handfeste Forderungen wie höhere Löhne und bessere Sozialleistungen Einzug in die Berichterstattung, um die ökonomische Lage von Angehörigen der Arbeiterklasse nachhaltig zu verbessern? Und welches Bild zeichnen Medien über „die da unten“?   Besprochene Medien: Ab 02:58: SPD, du Opfer!, Frank Jöricke, neues deutschland, 05.03.2021Ab 19:01: Du gehörst nicht dazu!, Nils Markwardt, Zeit Online, 17.02.2021Ab 59:24: Wenn die Klasse wieder zur Identität wird (Paywall), Isolde Charim, Falter, 17.03.2021Ab 01:15:19: Armes Deutschland, RTL ZWEI, Sozialdokumentation, 19.07.2020  Zusätzliche Informationen/Artikel/Literatur: Arbeiter und Angestellte, Wirtschaftskammer Österreich, 08.01.2018Armut ist Programm, Jana Gioia Baurmann, Zeit online, 28.11.2018„Ein Klassenverräter wie Gerhard Schröder möchte ich nicht sein“, Christian Baron im Gespräch mit Stephan Karkowsky, 30.01.2020Ein Mann seiner Klasse, Christian Baron, Claassen, 2020Rückkehr nach Reims, Didier Eribon, Suhrkamp, 2016Solidarisch gegen Klassismus, Francis Seeck / Brigitte Theißl, Unrast, 2020Replik von Sebastian Schöbel, Twitter, 28.02.2021
Trailer
2021/03/12
Kurz und knapp zusammengefasst: Darüber sprechen wir im Leitorchester.
#1 AstraZeneca – ein Impfstoff zweiter Klasse?
2021/02/26
Der Impfstoff von AstraZeneca soll weniger wirksam sein und schwerwiegendere Nebenwirkungen haben als jene Vakzine von Moderna und BioNTech/Pfizer. Von der Bundesregierung und den Leitmedien wird AstraZeneca dennoch verteidigt. Wir haben uns angeschaut, mit welchen Argumenten der Impfstoff in Schutz genommen wird, wie der Virologe Alexander Kekulé das Vakzin beurteilt und warum Kritik an der Wirksamkeit AstraZenecas unerwünscht ist.  Besprochene Medien: Ab 07:34: Kein Impfstoff zweiter Klasse, Linda Fischer, Theresa Palm und Florian Schumann, Zeit Online, 16.02.2021Ab 29:50: Warum Astrazeneca kein schlechtes Vakzin ist, Hedviga Nyarsik, n-tv.de, 17.02.2021  Ab 43:14: Kekulé #149: AstraZeneca – ein Impfstoff zweiter Klasse, Podcast: Kekulés Corona-Kompass von MDR Aktuell, 19.02.2021Ab 52:54: Niemand hat das Recht auf einen Lieblingsimpfstoff, Sebastian Schöbel, rbb24.de, 17.02.2021Ab 01:07:11: Ärztebund: Wer Astrazeneca schlechtredet, hat Mitschuld an Corona-Toten, RND/dpa, 17.02.2021  Zusätzliche Informationen/Artikel: AstraZeneca-Impfstoff: Hochwirksam und sicher, Bundesregierung, 19.02.2021Si­cher­heit und Wirk­sam­keit des CO­VID-19-Impf­stoffs Astra­Zene­ca, Paul-Ehrlich-Institut, 18.02.2021 COVID-19: Die Datenlage zum Astraze­neca-Impfstoff auf einen Blick, aerzteblatt.de, 17.02.2021 Astrazeneca-Impfstoff: Schweiz will scheinbar Millionen erworbene Dosen wieder verkaufen, merkur.de, 21.02.2021 Emden: Klinik setzt Impfungen aus - 30 Mitarbeiter nach AstraZeneca-Impfung krank gemeldet, DPA/RTL.de, 15.02.2021Wie eine Stiftung Politik macht, Thomas Schmelzer und Nena Schink, wiwo.de, 12.08.2017 Corona: Vorsitzender des Weltärztebundes plädiert für Impfpflicht, kurier.at, 12.01.2021

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