
Werben im Podcast: Karriere-Podcast fĂŒr neue Perspektiven und alle, die ihren eigenen Weg im Gesundheitswesen gehenđ
Dieser Podcast hat
81 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
Anja Pötzsch - multicareer GmbHExplizit
Nein
Erstellt am
2021/03/02
Neueste Episode
2026/08/23
Durchschnittsdauer
71 min.
Veröffentlichungsintervall
16 Tage
Beschreibung
Hier ist dein Karriere-Podcast fĂŒr Menschen im Gesundheitswesen. Bei uns geht es nicht (nur) um schnelle Tipps zum nĂ€chsten Job, sondern um ehrliche GesprĂ€che ĂŒber das, was bleibt und das, was sich verĂ€ndern darf. Zwischen BerufsrealitĂ€t und Sinnfragen, Karrierewunsch und innerem Zweifel â dieser Podcast schenkt Orientierung, stĂ€rkt Haltung und erzĂ€hlt Geschichten, die unter die OberflĂ€che gehen. FĂŒr alle, die ihre Arbeit nicht nur machen, sondern leben. đïž von und mit Anja Pötzsch CCO multicareer GmbH â aus der Praxis der Personalberatung, mit echten Stimmen und klarem Blick.
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#80 Mit 30 Verantwortung fĂŒr sechs Kliniken â warum Karriere kein Zufall ist | Alexander Koch
2026/08/23
Wie wird man mit 30 Jahren Ressortleiter fĂŒr sechs Kliniken?
Ganz ehrlich: Genau diese Frage habe ich mir gestellt.
Kennengelernt haben Alexander Koch und ich uns eigentlich mit einem völlig anderen Thema. Mich hat interessiert, worin sich das Controlling in einem Industrieunternehmen vom Medizincontrolling im Krankenhaus unterscheidet.
Je lĂ€nger wir darĂŒber gesprochen haben, desto klarer wurde mir: Eigentlich geht es gar nicht um Controlling.
Es geht um Verantwortung.Um FĂŒhrung.Um Menschen, die Chancen erkennen und nutzen.Und um die Frage, warum manche Karrieren ganz anders verlaufen, als es ein Lebenslauf auf den ersten Blick vermuten lĂ€sst.Alexander ist 30 Jahre alt und verantwortet heute als Ressortleiter Medizinisches Erlösmanagement beim Klinikverbund SĂŒdwest gemeinsam mit seinem Team die Bereiche Medizincontrolling und Patientenmanagement fĂŒr sechs Klinikstandorte mit rund 1.500 Planbetten und etwa 6.000 Mitarbeitenden. Bereits mit 25 Jahren wurde er zudem der jĂŒngste Dozent an der Dualen Hochschule Gera fĂŒr das Modul Medizinwissen.
Was mich an diesem GesprĂ€ch besonders beeindruckt hat: Alexander spricht nicht nur ĂŒber Erfolge. Er spricht auch ĂŒber Zweifel, Fehler, seine Zeit in der SelbststĂ€ndigkeit, den Einfluss eines auĂergewöhnlichen Mentors, seine chronische Erkrankung Morbus Crohn und darĂŒber, warum gerade diese Erfahrungen ihn als FĂŒhrungskraft geprĂ€gt haben. Genau diese Offenheit macht dieses GesprĂ€ch so wertvoll.
warum Karriere selten mit perfekten Noten beginnt,weshalb ein Mentor den entscheidenden Unterschied machen kann,was Medizincontrolling im Krankenhaus wirklich bedeutet und warum es weit mehr ist als Zahlen und Controlling,wie junge FĂŒhrungskrĂ€fte Vertrauen bei erfahrenen ChefĂ€rzten und Mitarbeitenden aufbauen,warum Fehler, Krisen und RĂŒckschlĂ€ge oft die wertvollsten Lehrmeister sind,wie Morbus Crohn Alexanders Blick auf Gesundheit, Karriere und PrioritĂ€ten verĂ€ndert hat,welche Chancen KĂŒnstliche Intelligenz fĂŒr Krankenhausmanagement und Medizincontrolling bietet,und warum Netzwerke, Lernbereitschaft und Eigenverantwortung oft wichtiger sind als der perfekte Lebenslauf.
Ich habe aus diesem GesprĂ€ch vor allem eines mitgenommen: Karriere entsteht selten am ReiĂbrett.
Oft sind es die Umwege, die richtigen Menschen und auch schwierige Phasen, die den gröĂten Einfluss auf den weiteren Weg haben.
Alexander zeigt eindrucksvoll, dass Verantwortung nicht mit einer Position beginnt. Sondern mit der Bereitschaft, Chancen anzunehmen, Entscheidungen zu treffen und kontinuierlich an sich selbst zu arbeiten.
Wenn Sie sich zu Krankenhausmanagement, Medizincontrolling, FĂŒhrung oder den Herausforderungen im Gesundheitswesen austauschen möchten, finden Sie Alexander Koch auf LinkedIn.
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Wir freuen uns ĂŒber Ihre Bewertung auf Spotify oder Apple Podcasts und darĂŒber, wenn Sie die Folge mit Kolleginnen und Kollegen teilen, die sich ebenfalls mit der Zukunft unseres Gesundheitswesens beschĂ€ftigen.
Was aus diesem GesprÀch bleibt: Gute Verbindungen entstehen nicht zufÀllig. Sie entstehen, wenn Entscheidungen bewusst getroffen werden.
Wenn Sie merken, dass es an einer Stelle nicht mehr passt â oder besser passen könnte â lassen Sie uns darĂŒber sprechen. Vertraulich und auf Augenhöhe.
Vielen Dank fĂŒrs Zuhören!
#79 Die Apotheke der Zukunft: Telemedizin, Impfungen & neue Karrierewege | Robert HĂŒttner
2026/07/28
Die Apotheke ist fĂŒr viele Menschen noch immer der Ort, an dem Medikamente abgeholt werden. Doch dieses Bild verĂ€ndert sich gerade grundlegend. Welche Rolle werden Apotheken kĂŒnftig im Gesundheitswesen spielen â und wie können sie dazu beitragen, Patientinnen und Patienten besser zu versorgen?
In dieser Folge des Karriere Podcasts spreche ich mit Robert HĂŒttner ĂŒber die Zukunft der Pharmazie und darĂŒber, warum sich das Berufsbild des Apothekers derzeit so stark verĂ€ndert wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Gemeinsam werfen wir einen Blick auf neue Versorgungsmodelle, die Chancen einer engeren Zusammenarbeit zwischen Gesundheitsberufen und die Frage, wie Gesundheitsversorgung kĂŒnftig patientenorientierter gestaltet werden kann.
Wir sprechen darĂŒber,
warum das Apothekenversorgungs-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) den Apothekerberuf nachhaltig verÀndern kann,
weshalb Impfungen in Apotheken weit mehr sind als ein zusÀtzliches Angebot,
wie pharmazeutische Dienstleistungen Patientinnen und Patienten bei ihrer Arzneimitteltherapie unterstĂŒtzen,
welche Möglichkeiten die assistierte Telemedizin kĂŒnftig eröffnet,
warum Zusammenarbeit zwischen Ărzten, Pflege und Apotheken wichtiger wird als klassische Berufsgrenzen,
welche Chancen individualisierte Arzneimitteltherapien kĂŒnftig bieten und
weshalb Pharmazie heute deutlich vielfÀltigere Karrierewege eröffnet, als viele vermuten.
Robert berichtet offen von seinem eigenen beruflichen Weg â von der öffentlichen Apotheke ĂŒber die Krankenhauspharmazie bis hin zu FĂŒhrungsaufgaben und Managementverantwortung.
Besonders spannend fand ich seinen Blick auf die Zukunft: Nicht die Frage, welche Berufsgruppe welche Aufgaben ĂŒbernimmt, sollte im Mittelpunkt stehen, sondern wie Patientinnen und Patienten möglichst schnell, sicher und unkompliziert die richtige Versorgung erhalten. Genau darin liegt aus meiner Sicht eine der gröĂten Chancen fĂŒr unser Gesundheitswesen.
Eine Folge fĂŒr Apothekerinnen und Apotheker, Pharmaziestudierende, Ărztinnen und Ărzte, PflegefachkrĂ€fte, Entscheider im Gesundheitswesen sowie alle, die sich fĂŒr die Zukunft der Gesundheitsversorgung interessieren.
Vernetzen Sie sich gerne mit Robert HĂŒttner auf LinkedIn und erfahren Sie mehr ĂŒber seine Arbeit und sein Engagement fĂŒr die Weiterentwicklung der Pharmazie.
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#78 Hausarztmangel auf dem Land: Können Kommunen die Gesundheitsversorgung selbst sichern? | Mit Jannis Fey
2026/07/14
Immer mehr HausĂ€rztinnen und HausĂ€rzte gehen in den Ruhestand. Gleichzeitig wird es fĂŒr viele Gemeinden immer schwieriger, freie Arztsitze nachzubesetzen und die medizinische Versorgung langfristig zu sichern. Doch welche Lösungen gibt es, wenn klassische Konzepte an ihre Grenzen stoĂen?
In dieser Folge des Karriere Podcasts spreche ich mit Jannis Fey ĂŒber das Regionale Versorgungszentrum (RVZ) SĂŒdheide â ein kommunales Modellprojekt, das zeigt, wie Gesundheitsversorgung im lĂ€ndlichen Raum neu gedacht werden kann.
Wir sprechen darĂŒber,âą warum die Gemeinde SĂŒdheide nicht auf den nĂ€chsten Hausarzt gewartet, sondern selbst gehandelt hat,âą worin sich ein Regionales Versorgungszentrum (RVZ) von einem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) unterscheidet,âą weshalb immer mehr Ărztinnen und Ărzte eine Anstellung der klassischen Niederlassung vorziehen,âą wie Kommunen medizinische Versorgung aktiv gestalten können,âą welche Rolle KĂŒnstliche Intelligenz, Telemedizin und digitale Prozesse kĂŒnftig in Arztpraxen spielen,âą warum wirtschaftliche TragfĂ€higkeit und gute Patientenversorgung kein Widerspruch sein mĂŒssen undâą welche Chancen dieses Modell auch fĂŒr andere StĂ€dte und Gemeinden bietet.
Jannis gibt spannende Einblicke in die Entstehung des RVZ SĂŒdheide â von der ersten Idee ĂŒber Fördermittel, BĂŒrokratie und Personalgewinnung bis hin zu den ersten Erfolgen. Gleichzeitig sprechen wir darĂŒber, welche Voraussetzungen Kommunen mitbringen sollten, welche Herausforderungen auf sie warten und warum Zusammenarbeit hĂ€ufig erfolgreicher ist als Konkurrenz.
Eine Folge fĂŒr BĂŒrgermeisterinnen und BĂŒrgermeister, Kommunen, KlinikgeschĂ€ftsfĂŒhrungen, MVZ-Betreiber, Ărztinnen und Ărzte sowie alle, die sich mit der Zukunft der ambulanten Gesundheitsversorgung beschĂ€ftigen.
Vernetzen Sie sich gerne mit Jannis Fey auf LinkedIn und erfahren Sie mehr ĂŒber die Arbeit der Hospital Management Group.
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#77 Ărztemangel im Dorf: Kann Telemedizin die ambulante Versorgung retten? | Mit Maraike Krey
2026/07/04
Was passiert, wenn eine Region keinen Hausarzt mehr findet? Und wie kann die ambulante Versorgung im lÀndlichen Raum langfristig gesichert werden?
In dieser Folge spreche ich mit Maraike Krey, Medizinische Fachangestellte mit groĂer Leidenschaft fĂŒr moderne Versorgungsstrukturen. Aus ihrer Erfahrung in Arztpraxis, Notaufnahme und ambulanter Pflege hat sie zwei innovative Konzepte entwickelt, die zeigen, wie Telemedizin, qualifizierte Medizinische Fachangestellte (MFA), Physician Assistants und interdisziplinĂ€re Zusammenarbeit die ambulante Versorgung nachhaltig stĂ€rken können â ohne die Ă€rztliche Verantwortung zu ersetzen.
Wir sprechen ĂŒber den Hausarztmangel, den FachkrĂ€ftemangel im Gesundheitswesen, Digitalisierung, WertschĂ€tzung fĂŒr Medizinische Fachangestellte und die Frage, warum viele gute Ideen weniger an der Technik als an bestehenden Strukturen scheitern. AuĂerdem geht es um neue Arbeitsmodelle fĂŒr Ărztinnen und Ărzte, die Zukunft von Hausarztpraxen sowie konkrete LösungsansĂ€tze fĂŒr die medizinische Versorgung im lĂ€ndlichen Raum.
In dieser Folge erfahren Sie:
âą Warum immer mehr Patientinnen und Patienten in der Notaufnahme landen
⹠Wie Telemedizin Hausarztpraxen sinnvoll ergÀnzen kann
âą Welche Aufgaben Medizinische Fachangestellte und Physician Assistants kĂŒnftig ĂŒbernehmen können
âą Warum Kommunikation und WertschĂ€tzung entscheidend fĂŒr eine gute Patientenversorgung sind
⹠Welche Ideen helfen könnten, Arztsitze langfristig zu sichern
⹠Warum innovative Versorgungsmodelle nicht an der Technik, sondern hÀufig an bestehenden Strukturen scheitern
Kapitel
00:00 EinfĂŒhrung
03:00 Wer ist Maraike Krey?
12:00 Kommunikation im Praxisalltag
24:00 FachkrÀftemangel oder Strukturproblem?
37:00 Das telemedizinisch unterstĂŒtzte Praxismodell
53:00 FachÀrztliche Versorgung digital vernetzen
01:15:00 Was mĂŒsste sich politisch verĂ€ndern?
01:23:00 Ausblick auf die ambulante Versorgung der Zukunft
đ€ Vernetzen Sie sich mit Maraike Krey
Wenn Sie sich mit den Themen ambulante Versorgung, Telemedizin, Praxisorganisation oder der Zukunft des Gesundheitswesens beschÀftigen, vernetzen Sie sich gerne mit Maraike Krey auf LinkedIn und begleiten Sie ihre Ideen und Impulse.
đ https://www.linkedin.com/in/maraike-krey-549ab930a/
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#76 Wer entscheidet eigentlich? Warum Digitalisierung und KI im Krankenhaus oft an Prozessen scheitern | mit Sandy Liebold
2026/06/12
Alle sprechen ĂŒber KI.
Ăber Automatisierung.Ăber neue Tools.Ăber digitale Lösungen fĂŒr KrankenhĂ€user.
Doch bevor kĂŒnstliche Intelligenz Prozesse beschleunigen kann, braucht es etwas anderes: funktionierende Prozesse.
In dieser Folge spreche ich mit Sandy Liebold ĂŒber Digitalisierung im Gesundheitswesen und die Herausforderungen, die viele KrankenhĂ€user aktuell beschĂ€ftigen.
Gemeinsam sprechen wir darĂŒber,
âą warum Digitalisierung selten an der Technik scheitertâą weshalb unklare Verantwortlichkeiten Prozesse ausbremsenâą wie Candidate Experience und Bewerbermanagement zusammenhĂ€ngenâą warum DatenqualitĂ€t die Grundlage jeder Automatisierung istâą welche Rolle FĂŒhrungskrĂ€fte bei Digitalisierungsprojekten spielenâą und weshalb KI nur so gut sein kann wie die Prozesse dahinter
Besonders spannend fand ich einen Gedanken, der sich durch die gesamte Folge gezogen hat:
Neue Software löst keine organisatorischen Probleme.
Wenn Prozesse unklar sind, Entscheidungen ausbleiben oder Verantwortlichkeiten fehlen, wird durch Digitalisierung oft nur sichtbar, was vorher schon nicht funktioniert hat.
In dieser Folge beantworten wir unter anderem folgende Fragen:
âą Wie kann KI im Krankenhaus sinnvoll eingesetzt werden?âą Warum scheitern Digitalisierungsprojekte im Gesundheitswesen?âą Wie lassen sich HR-Prozesse und Bewerbungsprozesse effizienter gestalten?âą Welche Rolle spielen FĂŒhrungskrĂ€fte bei der Digitalisierung?âą Warum ist DatenqualitĂ€t die Grundlage jeder Automatisierung?âą Wie können KrankenhĂ€user schneller und transparenter entscheiden?
Diese Folge richtet sich an GeschĂ€ftsfĂŒhrungen, HR-Verantwortliche, FĂŒhrungskrĂ€fte und alle, die Digitalisierung im Krankenhaus nicht nur einfĂŒhren, sondern erfolgreich gestalten möchten.
00:00 Warum Digitalisierung selten an der Technik scheitert
01:20 Wer ist Sandy Liebold?
03:10 Wenn neue Software auf alte Prozesse trifft
09:30 Digitalisierung, Automatisierung und DigitalitÀt einfach erklÀrt
15:20 Prozesse neu denken statt digital nachbauen
20:00 Kulturwandel statt Softwareprojekt
26:00 Self Service, Transparenz und Mitarbeiterverantwortung
30:30 Wie digital ist das Gesundheitswesen wirklich?
35:30 DatenqualitĂ€t als Grundlage fĂŒr KI und Automatisierung
42:00 Candidate Experience: Was Bewerber wirklich erleben
48:00 Warum Prozesse immer komplexer werden
53:00 Wie HC&S KrankenhĂ€user unterstĂŒtzt
57:00 FĂŒhrungskrĂ€fte als SchlĂŒssel erfolgreicher Digitalisierung
01:00:00 Fazit: Was KrankenhÀuser jetzt tun sollten
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Vielen Dank fĂŒrs Zuhören.
Ihre Anja Pötzsch
#75 Demografischer Wandel: Warum wir FachkrĂ€fte verlieren, obwohl wir sie dringend brauchen â mit Uwe-Matthias MĂŒller
2026/05/26
Wir sprechen stĂ€ndig ĂŒber FachkrĂ€ftemangel â und ĂŒbersehen dabei ein zentrales Problem:Wir sortieren die falschen Menschen aus.
In dieser Folge spreche ich mit Uwe-Matthias MĂŒller ĂŒber demografischen Wandel, Altersdiskriminierung und die Frage, warum wir den FachkrĂ€ftemangel selbst verschĂ€rfen.
Wir sprechen ĂŒber FachkrĂ€ftemangel.Aber wir sprechen zu wenig darĂŒber, warum er ĂŒberhaupt entsteht.
Denn wÀhrend Unternehmen hÀnderingend Personal suchen, passiert gleichzeitig etwas anderes:Erfahrene FachkrÀfte werden systematisch aus dem Arbeitsmarkt gedrÀngt.
In dieser Folge von Multicareer meets spreche ich mit Uwe-Matthias MĂŒller, GeschĂ€ftsfĂŒhrer und Vorstand des Bundesverbandes Initiative 50 plus Europa.
đ Warum verschĂ€rfen wir den FachkrĂ€ftemangel selbst?
Wir beleuchten:
die RealitĂ€t im deutschen ArbeitsmarktAltersdiskriminierung im Recruitingstrukturelle Fehler in Unternehmen und Politikinternationale LösungsansĂ€tzekonkrete Handlungsmöglichkeiten fĂŒr Arbeitgeber und FachkrĂ€fteEin zentrales Learning:đ Der FachkrĂ€ftemangel ist nicht nur ein Mangel â er ist in vielen FĂ€llen eine Folge falscher Entscheidungen.
Diese Folge richtet sich an:
Entscheider im GesundheitswesenHR-Verantwortliche und RecruiterĂrztinnen und Ărzte in VerĂ€nderungsprozessenalle, die verstehen wollen, wie sich Arbeit und Gesellschaft verĂ€ndernDer demografische Wandel wirkt bereits heute massiv auf den Arbeitsmarkt
FachkrĂ€ftemangel und Altersdiskriminierung existieren gleichzeitigUnternehmen verschenken wertvolle Erfahrung und Know-howPolitische Entscheidungen wurden zu lange aufgeschobenInternationale Beispiele zeigen konkrete LösungswegeDie Generation 50+ ist ein entscheidender Teil der Lösungđ Vernetzen Sie sich mit Uwe-Matthias MĂŒller auf LinkedIn
đ Mehr zum Thema Demografie (DNews24)
đ Abonniere den Podcast, teile die Folge und bringe dich aktiv mit ein.
Beste GrĂŒĂe
Deine Anja Pötzsch
#74 FachkrĂ€ftemangel im Krankenhaus? Die unbequeme Wahrheit ĂŒber FĂŒhrung, Systeme und Verantwortung | mit Steffi Lehn
2026/05/12
KrankenhÀuser stehen unter massivem Druck: FachkrÀftemangel, Reformen, steigende Kosten.
Aber ist das wirklich das eigentliche Problem?
In dieser Folge spreche ich mit Steffi Lehn, die ĂŒber 25 Jahre Erfahrung im Gesundheitswesen mitbringt â von der Verwaltung bis zur Personalleitung und heute als Beraterin tĂ€tig ist.
Wir sprechen ĂŒber das, was in der öffentlichen Debatte oft fehlt:
Warum viele Probleme im System hausgemacht sindWarum FĂŒhrung der entscheidende Hebel istUnd warum Zahlen allein keine Lösung bringen
đĄ Eine ehrliche, differenzierte Folge fĂŒr Entscheider und Ărzt:innen, die verstehen wollen, wie VerĂ€nderung im Gesundheitswesen wirklich funktioniert.
Warum FachkrĂ€ftemangel oft nur ein Symptom istDie gröĂten strukturellen Probleme in KrankenhĂ€usernSilodenken zwischen Medizin, Pflege und VerwaltungFĂŒhrung im Spannungsfeld von Wirtschaftlichkeit und VersorgungWarum Kommunikation ĂŒber Erfolg oder Frust entscheidetKonkrete Beispiele aus dem KlinikalltagVernetz dich gern direkt bei LinkedIn mti Steffi Lehn:Wenn dir die Folge gefallen hat: đ Abonniere den Podcast undđ Teile die Folge mit Kolleg:innen im Gesundheitswesen
Beste GrĂŒĂe
Deine Anja Pötzsch
#73 Warum Hygiene im Krankenhaus oft scheitert und was das fĂŒr Patientensicherheit bedeutet | mit Gerda Cencipere
2026/04/28
Heute spreche ich mit Gerda Cencipere, leitende Fachkraft fĂŒr Hygiene und InfektionsprĂ€vention am Institut fĂŒr Hygiene und Umwelt in Hamburg.
Ihr Weg fĂŒhrt ĂŒber mehr als 30 Jahre durch das Gesundheitswesen â von der Pflege ĂŒber Dialyse und Wundmanagement bis hin zu einem Bereich, der oft unterschĂ€tzt wird und gleichzeitig entscheidend ist: Hygiene.
Wir sprechen darĂŒber, warum Hygiene im Krankenhaus weit mehr ist als Sauberkeit und warum sie im Alltag trotzdem hĂ€ufig nicht konsequent umgesetzt wird.
Gerda gibt Einblicke in die RealitĂ€t hinter Hygienestandards:Zeitdruck, Personalmangel und komplexe AblĂ€ufe fĂŒhren dazu, dass kleine Unterbrechungen im Alltag groĂe Auswirkungen haben können.
Es geht um die Frage, wo Infektionen tatsĂ€chlich entstehen, warum InfektionsprĂ€vention oft nicht sichtbar ist â und genau deshalb unterschĂ€tzt wird.
Ein weiterer Schwerpunkt der Folge ist die Rolle von HygienefachkrĂ€ften.Was sie konkret tun, wo ihre Grenzen liegen und warum sie im System eine SchlĂŒsselrolle einnehmen.
Wir sprechen auch ĂŒber die Zukunft:Multiresistente Erreger nehmen zu, Anforderungen steigen â und gleichzeitig wird klar, dass Hygiene nicht am Wissen scheitert, sondern an der Umsetzung im Alltag.
Diese Folge ist ein ehrlicher Blick auf Anspruch und RealitĂ€t im Gesundheitswesen â und auf die Verantwortung, die jede einzelne Person im System trĂ€gt.
Diese Episode ist besonders relevant fĂŒr:â GeschĂ€ftsfĂŒhrungen und Klinikleitungenâ Ărztinnen und Ărzteâ PflegefachkrĂ€fteâ Hygienebeauftragteâ Entscheider im Gesundheitswesen
Themen dieser Episode:â Hygiene im Krankenhausalltagâ InfektionsprĂ€vention und Patientensicherheitâ Nosokomiale Infektionenâ Multiresistente Erreger (MRE)â Zeitdruck und Personalmangelâ Prozesse und Verantwortung im Gesundheitswesen
HĂ€ufige Fragen zur Folge:
Warum ist Hygiene im Krankenhaus so wichtig?Weil sie direkt ĂŒber Patientensicherheit entscheidet und Infektionen verhindert, die oft erst spĂ€ter sichtbar werden.
Warum werden Hygienestandards im Alltag nicht eingehalten?HĂ€ufige GrĂŒnde sind Zeitdruck, Personalmangel und fehlende Struktur in den ArbeitsablĂ€ufen â nicht mangelndes Wissen.
Was macht eine Hygienefachkraft konkret?Sie berĂ€t, schult und analysiert Prozesse, erstellt HygieneplĂ€ne und unterstĂŒtzt Einrichtungen dabei, Infektionen zu vermeiden.
Warum nehmen multiresistente Erreger zu?Durch hÀufigen Antibiotikaeinsatz und unzureichende PrÀvention entwickeln Erreger Resistenzen und werden schwer behandelbar.
Hier kannst du dich mit Gerda vernetzen:LinkedIn: Institut fĂŒr Hygiene und Umwelt Hamburg
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Damit hilfst du, dass Multicareer meets besser gefunden wird und diese Themen die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen.
#72 Karriere am Limit Warum viele die Apotheke verlassen und Entwicklung woanders finden
2026/04/14
Ăber 15 Jahre hat Diana Stier in öffentlichen Apotheken gearbeitet. Sie kennt den Alltag hinter dem HV-Tisch genauso wie die fachlichen Anforderungen, die Verantwortung und die enorme Lernkurve, die dieser Beruf mit sich bringt. Von Rezeptur bis Menschenkenntnis, von Kundenservice bis Krisenmanagement, von Schadensbegrenzung bis Wunderheilung. Die Apotheke war fĂŒr sie eine Schule fĂŒrs Leben.
In dieser Folge sprechen wir darĂŒber, warum fachliche Entwicklung in der Apotheke sehr weit gehen kann und warum sie trotzdem fĂŒr viele irgendwann nicht mehr ausreicht. Nicht, weil das Fachliche fehlt. Sondern weil klassische Karrierewege und echte FĂŒhrungsoptionen begrenzt sind. Diana beschreibt offen, was es bedeutet, fachlich exzellent zu sein und gleichzeitig zu merken, dass Verantwortung, Gestaltung und Weiterentwicklung strukturell kaum wachsen können.
Nach fast 15 Jahren in der Apotheke wechselte sie zu einem Softwareunternehmen fĂŒr Apotheken und Arztpraxen, baute dort eine eigene Abteilung auf und ĂŒbernahm erstmals umfassende FĂŒhrungsverantwortung. Prozesse entwickeln, Teams fĂŒhren, Service neu denken. Ein wichtiger Schritt, um Kompetenzen einzusetzen, fĂŒr die es im Apothekenalltag wenig Raum gibt.
Heute leitet Diana Stier beim Studienkreis das Gebiet Sachsen. Sie verantwortet 20 Standorte, mehrere Hundert Mitarbeitende und viele Tausend SchĂŒlerinnen und SchĂŒler. Lernen ist fĂŒr sie dabei mehr als Wissensvermittlung. Lernen ist Beziehung, Vertrauen, Struktur und oft auch Entlastung fĂŒr Kinder, Eltern und LehrkrĂ€fte in einem ĂŒberlasteten Bildungssystem.
Wir sprechen ĂŒber moderne Lernmodelle, ĂŒber Hybridunterricht, ĂŒber den Einsatz von KI und Virtual Reality und darĂŒber, warum Nachhilfe heute oft systemische LĂŒcken schlieĂt. Es geht um Sinn, um Wirksamkeit und um die Frage, wie berufliche Entwicklung aussehen kann, wenn klassische Karrierepfade enden.
Diese Folge ist fĂŒr alle, die fachlich sehr gut sind und trotzdem spĂŒren, dass da noch mehr möglich sein muss. FĂŒr Menschen im Gesundheitswesen, die Verantwortung ĂŒbernehmen wollen. Und fĂŒr alle, die glauben, dass Lernen auch auĂerhalb der Apotheke die beste Medizin sein kann.
Vernetze dich direkt mit Diana bei LinkedIn
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Empfiehl diese Folge besonders dann weiter, wenn du jemanden kennst, der fachlich stark ist und gerade an einem beruflichen Wendepunkt steht. Danke fĂŒrs Zuhören und fĂŒrs Weitertragen dieser GesprĂ€che.
#71 Heilen heiĂt verbinden: Naturheilkunde als Teil moderner Klinikmedizin
2026/03/31
Mir war bis vor kurzem nicht bewusst, dass es KrankenhĂ€user gibt, in denen Naturheilkunde ganz selbstverstĂ€ndlich Teil der stationĂ€ren Versorgung ist.Nicht als Alternative zur Schulmedizin â sondern als ErgĂ€nzung.
In dieser Folge spreche ich mit Dr. Robert Schmidt, Ă€rztlicher Direktor und Chefarzt am Krankenhaus fĂŒr Naturheilweisen (KfN) in MĂŒnchen.
Das KfN ist ein gemeinnĂŒtziges Stiftungskrankenhaus mit fast 200-jĂ€hriger Geschichte und gilt als eines der bekanntesten HĂ€user fĂŒr integrative Medizin in Deutschland. Hier wird moderne Schulmedizin mit bewĂ€hrten naturheilkundlichen Verfahren verbunden â evidenzbasiert, strukturiert und patientenzentriert.
Wir sprechen unter anderem darĂŒber,
wie Robert eher zufĂ€llig zur Naturheilkunde kam und warum er sich bewusst fĂŒr diesen Weg entschieden hatwas ein Krankenhaus fĂŒr Naturheilweisen heute ausmacht â historisch, organisatorisch und im klinischen Alltagwarum hier ganz bewusst von integrativer Medizin gesprochen wird und nicht von âalternativerâ Medizinwelche Patient:innen stationĂ€r im KfN behandelt werden, insbesondere Menschen mit chronischen Erkrankungenwelche naturheilkundlichen Verfahren konkret eingesetzt werden, darunter ErnĂ€hrungstherapie, Bewegung, Ordnungstherapie, Phytotherapie, Kneipp-Anwendungen, Neuraltherapie und moderne MikronĂ€hrstoffkonzeptewarum Zeit, GesprĂ€ch und aktive Mitarbeit der Patient:innen zentrale Bestandteile der Therapie sindwie Naturheilkunde dabei helfen kann, Selbstwirksamkeit und Gesundheitskompetenz zu stĂ€rkenwie die Akzeptanz integrativer Medizin innerhalb der Ărzteschaft heute aussieht und was sich in den letzten Jahren verĂ€ndert hatwelche Rolle KomplementĂ€r- und Naturheilkunde kĂŒnftig im deutschen Gesundheitssystem spielen könnteIntegrative Medizin ist kein Gegenentwurf zur Schulmedizin.Sie versteht sich als verbindender Ansatz, der medizinische Wirksamkeit, PrĂ€vention und Eigenverantwortung zusammendenkt. Gerade bei chronischen Erkrankungen entsteht dadurch etwas, das viele Patient:innen vermissen:â
das GefĂŒhl, nicht nur behandelt zu werden, sondern aktiv an der eigenen Gesundheit mitzuwirken.
Wir sprechen auch darĂŒber,
warum groĂe randomisierte Studien in der Naturheilkunde strukturell herausfordernd sindweshalb PrĂ€vention viel frĂŒher ansetzen mĂŒsste â idealerweise bereits im Alltag und in der Bildungund warum integrative Medizin einen wichtigen Beitrag leisten kann, wenn wir Versorgung langfristig sichern wollenNaturheilkunde im Krankenhaus ist weder RĂŒckschritt noch Luxus.Sie ist ein ernstzunehmender Teil moderner Medizin â dort, wo sie evidenzbasiert, verantwortungsvoll und integrativ eingesetzt wird.
âą Vernetze dich mit Dr. Robert Schmidt auf LinkedInâą Erfahre mehr ĂŒber das Krankenhaus fĂŒr Naturheilweisen MĂŒnchenâą Wenn dir diese Folge gefallen hat:ââ abonniere den Podcastââ teile die Episodeââ und lass gern eine Bewertung da
Danke, dass du zugehört hast und offen bleibst fĂŒr neue Perspektiven im Gesundheitswesen.
#70 Warum Elternsein leichter sein darf â ĂŒber Klarheit, Grenzen und echte Verbindung
2026/03/17
Karriere, Verantwortung, FĂŒhrung â darĂŒber sprechen wir oft.Doch es gibt einen Bereich, der uns mindestens genauso fordert, manchmal sogar mehr: unsere Familie.
In dieser Folge von spreche ich mit Ulrike Gillert, KinderĂ€rztin, GrĂŒnderin der Elternakademie und Autorin.Ein GesprĂ€ch ĂŒber Elternschaft jenseits von Perfektionismus, ĂŒber Sprache, Haltung und darĂŒber, warum gute FĂŒhrung oft genau dort beginnt, wo wir lernen, gut fĂŒr uns selbst zu sorgen.
Ulrike teilt sehr offen, warum sie trotz jahrzehntelanger medizinischer Erfahrung als junge Mutter an ihre Grenzen kam und wie genau daraus ihr Weg in die Elternarbeit entstand.Wir sprechen darĂŒber, warum Elternsein keine Intuition allein braucht, sondern Wissen, Ăbung und Erlaubnis zur Unvollkommenheit.
Themen dieser Folge:đ§ Warum âZuerst komme ichâ kein Egoismus ist, sondern FĂŒrsorgeđŁïž Die Macht von Sprache: sagen, was wir wollen â nicht, was wir nicht wollenđ§© Grenzen setzen ohne SchuldgefĂŒhleâ€ïž Was Kinder wirklich brauchen, um sich sicher zu fĂŒhlenđ± Medien, Aufmerksamkeit und echte Begegnungđ± Warum das Wichtigste im Alltag oft ânebenbeiâ passiert
Ein GesprĂ€ch, das nicht nur Eltern berĂŒhrt, sondern alle, die mit Menschen arbeiten. Im Team, in FĂŒhrung oder im eigenen Leben.
đ Ulrike ist Autorin des Buches Eltern sein leicht gemacht und GrĂŒnderin der Elternakademie, in der sie Eltern begleitet, ihren Familienalltag klarer, entspannter und verbindlicher zu gestalten.
đ Mehr zu Ulrike und ihrer Arbeit findest du hier: Vernetz dich gern direkt auf LinkedIn!
đ Zum Schluss: Wenn dich diese Folge berĂŒhrt hat, dann teil sie gern mit Menschen, die genau das gerade hören sollten.Abonniere den Podcast, lass eine Bewertung da und bleib uns weiter gewogen.
#69 Pflege zwischen Anspruch und RealitĂ€t â Arzt, Unternehmer, Verantwortung
2026/03/03
Heute spreche ich mit Noah Alsaria, Arzt in Weiterbildung und GrĂŒnder eines ambulanten Pflegedienstes in Berlin. Sein Weg verbindet Medizin, Migration und Unternehmertum und macht sichtbar, wo das deutsche Pflegesystem im Alltag an seine Grenzen stöĂt.
Noah kam 2012 aus dem Jemen nach Deutschland, lernte die Sprache, studierte Medizin an der CharitĂ© und finanzierte sich sein Studium ĂŒber Jahre hinweg durch Arbeit in der Pflege. Diese doppelte Perspektive prĂ€gt seinen Blick bis heute: als Arzt, der medizinische Verantwortung trĂ€gt, und als Unternehmer, der tĂ€glich mit den wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen der Pflege konfrontiert ist.
Wir sprechen darĂŒber, warum ambulante Pflege ein zentraler Baustein im Gesundheitswesen ist und gleichzeitig unter massivem Druck steht. Themen sind Pflegegrade, Budgets, steigende Personalkosten, Tarifvorgaben und politische Entscheidungen, die den Handlungsspielraum von Pflegediensten stark einschrĂ€nken. Noah erklĂ€rt anschaulich, warum Pflege kein freier Markt ist und weshalb gute QualitĂ€t hĂ€ufig nicht ausreichend refinanziert wird.
Ein weiterer Schwerpunkt der Folge ist das Pflegesystem insgesamt. Wir sprechen ĂŒber den FachkrĂ€ftemangel in der Pflege, ĂŒber frĂŒhe und spĂ€te Versorgung, ĂŒber Zuzahlungen fĂŒr PflegebedĂŒrftige und darĂŒber, warum viele Menschen erst sehr spĂ€t Hilfe in Anspruch nehmen â oft mit gravierenden Folgen fĂŒr Gesundheit und SelbststĂ€ndigkeit. Auch die Unterschiede zwischen ambulanter und stationĂ€rer Pflege werden verstĂ€ndlich eingeordnet.
Ein zentrales Thema ist zudem die Rolle der Mitarbeitenden. Wir sprechen offen ĂŒber Krankmeldungen, Fehlzeiten, Arbeitsmoral und Teamdynamiken. Noah schildert seine Sicht als Arzt und Unternehmer sachlich und reflektiert. Es geht nicht um Schuldzuweisungen, sondern um ein besseres VerstĂ€ndnis fĂŒr ZusammenhĂ€nge und Verantwortung auf allen Ebenen: bei Politik, Arbeitgebern, Mitarbeitenden und im System insgesamt.
Gleichzeitig geht es um Perspektiven und mögliche Lösungen. Wir sprechen ĂŒber Digitalisierung in der Pflege, effizientere Strukturen, digitale Dokumentation und ĂŒber multikulturelle Teams. Noah berichtet, warum Quereinsteiger ein groĂes Potenzial fĂŒr die Pflege haben und weshalb Vielfalt im Team eine echte StĂ€rke sein kann.
Diese Folge ist kein einfacher Blick auf Pflege. Sie ist ein ehrliches GesprĂ€ch ĂŒber Anspruch und RealitĂ€t, ĂŒber Idealismus und Systemgrenzen und ĂŒber die Frage, wie Versorgung in Zukunft gelingen kann, wenn Verantwortung nicht weiter verschoben, sondern gemeinsam getragen wird.
Diese Episode ist besonders relevant fĂŒr:â Menschen im Gesundheitswesenâ Ărztinnen und Ărzte in Weiterbildungâ PflegekrĂ€fte und Praxisanleitendeâ Unternehmerinnen und Unternehmer im Pflegebereichâ Entscheider im Gesundheitswesenâ Alle, die verstehen möchten, wie Pflege wirklich funktioniert
Themen dieser Episode:â Migration und medizinische Ausbildung in Deutschlandâ Arbeiten in Pflege und Medizinâ Ambulante Pflege im deutschen Pflegesystemâ Pflegegrade, Budgets und Pflegepolitikâ FachkrĂ€ftemangel in der Pflegeâ Wirtschaftliche RealitĂ€t von Pflegedienstenâ Krankmeldungen, Arbeitsmoral und Teamkulturâ Digitalisierung in der Pflegeâ Multikulturelle Teams und Quereinstiegâ Verantwortung im Gesundheitswesen
Hier kannst du dich mit Nooh vernetzen:LinkedIn
Pflegedienst
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#68 Wie gute Ausbildung FachkrĂ€fte bindet â FĂŒhrung, Mentoring und Willkommenskultur im Krankenhaus
2026/02/17
In dieser spreche ich mit Dr. Thomas Ihmann, Chefarzt der AnĂ€sthesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie am GLG Werner-ForĂmann-Klinikum in Eberswalde. Gemeinsam gehen wir einer der zentralen Fragen im Gesundheitswesen nach: Wie gelingt es KrankenhĂ€usern, FachkrĂ€fte nicht nur zu gewinnen, sondern sie auch langfristig zu halten und weiterzuentwickeln?
Das GLG Werner-ForĂmann-Klinikum wurde 2024 mit dem Preis fĂŒr das beste Praktische Jahr in Deutschland ausgezeichnet. Diese Auszeichnung steht fĂŒr faire Ausbildungsbedingungen, klare Strukturen, ein durchdachtes Mentoringkonzept und eine gelebte Willkommenskultur. In dieser Folge sprechen wir darĂŒber, warum genau diese Faktoren heute entscheidend sind, wenn es um Mitarbeiterbindung, Ă€rztliche Weiterbildung und FĂŒhrung im Krankenhaus geht.
Dr. Ihmann berichtet, wie er seit seinem Start als Chefarzt im Jahr 2021 bestehende Konzepte weiterentwickelt und neu strukturiert hat. FĂŒr ihn beginnt FachkrĂ€ftesicherung nicht bei kurzfristiger Rekrutierung, sondern bei Ausbildung als Teil der Unternehmenskultur. Gute Lehre, transparente Lernziele und echte WertschĂ€tzung sind fĂŒr ihn FĂŒhrungsaufgabe.
Wir sprechen darĂŒber, was Studierenden im Praktischen Jahr wirklich wichtig ist. Dazu gehören scheinbar einfache Dinge wie Spinde, Berufskleidung, IT-ZugĂ€nge und eine faire VergĂŒtung â aber auch klare Curricula, definierte Lernziele, regelmĂ€Ăige FeedbackgesprĂ€che und persönliche Begleitung. Das Klinikum hat diese Kriterien nicht nur umgesetzt, sondern sich extern ĂŒberprĂŒfen lassen und zertifizieren lassen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Folge ist das strukturierte Onboarding. Neue Mitarbeitende werden bereits vor dem ersten Arbeitstag abgeholt, erhalten klare Informationen, detaillierte EinarbeitungsplĂ€ne und feste Ansprechpartner. Besonders fĂŒr BerufsanfĂ€nger gibt es strukturierte Einarbeitungskonzepte mit Lernzielen, Selbststudienanteilen und regelmĂ€Ăigen GesprĂ€chen. Das sorgt fĂŒr Sicherheit, Orientierung und einen gelungenen Start im Krankenhausalltag.
Ein zentrales Thema ist auĂerdem das Simulationstraining in der AnĂ€sthesie. In einem geschĂŒtzten Rahmen trainieren Ă€rztliches und pflegerisches Personal gemeinsam kritische Situationen. Dabei geht es nicht nur um Technik, sondern vor allem um Kommunikation, Teamarbeit und Patientensicherheit. Fehler dĂŒrfen gemacht werden, um daraus zu lernen â ohne Bewertung und ohne Angst. Ein Ansatz, der aus der Luftfahrt bekannt ist und heute aus der modernen Medizin nicht mehr wegzudenken ist.
Wir sprechen auch ĂŒber Mentoring und transparente Facharztweiterbildung. Mithilfe digitaler Tools und eines Ampelsystems können Weiterbildungsassistentinnen und -assistenten ihren eigenen Fortschritt einschĂ€tzen, Entwicklungspotenziale erkennen und WĂŒnsche fĂŒr die weitere Ausbildung formulieren. Das schafft Fairness, Klarheit und Motivation und trĂ€gt wesentlich zur Mitarbeiterzufriedenheit bei.
Besonders spannend ist der Blick auf das Thema Offboarding. Dr. Ihmann macht deutlich, warum wertschĂ€tzende Abschiede, strukturierte AbschlussgesprĂ€che und das bewusste Offenhalten von TĂŒren wichtig sind. Viele ehemalige Mitarbeitende kehren spĂ€ter zurĂŒck â weil sie das Haus als fairen und verlĂ€sslichen Arbeitgeber erlebt haben.
Diese Podcastfolge zeigt, dass gute Ausbildung kein Nice-to-have ist, sondern eine strategische FĂŒhrungsaufgabe. Moderne KrankenhĂ€user sind nur dann zukunftsfĂ€hig, wenn sie Menschen entwickeln und nicht nur Stellen besetzen.
LinkedIn Dr. Thomas IhmannGLG Werner-ForĂmann-Klinikum Eberswalde
https://www.glg-karriere.de/karriere/aerztlicher-dienst/pj
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#67 Thoraxchirurgie zwischen PrÀzision, Teamarbeit und Menschlichkeit
2026/02/03
In dieser Folge spreche ich mit Dr. Ramin Lonnes, Thoraxchirurg, ĂŒber ein medizinisches Fachgebiet, das fĂŒr viele im Verborgenen liegt und doch zu den anspruchsvollsten Bereichen der modernen Medizin gehört. Wir sprechen ĂŒber Thoraxchirurgie, Hightech im OP, interdisziplinĂ€re Teamarbeit und die Frage, wie man unter hoher Verantwortung Mensch bleibt.
FĂŒr alle, die nicht aus der Medizin kommen:Die Thoraxchirurgie befasst sich mit Operationen im Brustkorb, vor allem an der Lunge, am Rippenfell, an der Brustwand und im Mediastinum. Herzoperationen gehören nicht dazu. Thoraxchirurgen operieren unter extremen anatomischen und zeitlichen Anforderungen, oft millimetergenau, immer im Team und hĂ€ufig in Situationen, in denen schnelle und klare Entscheidungen notwendig sind.
In den letzten Jahren hat sich die Thoraxchirurgie stark verĂ€ndert. Minimal-invasive Verfahren, Robotik, KI-gestĂŒtzte Bildgebung und prĂ€zise OP-Planung haben das Fach revolutioniert. Wo frĂŒher groĂe Schnitte nötig waren, ermöglichen moderne Techniken heute schonendere Eingriffe und bessere Heilungschancen â insbesondere bei Lungenkrebs, der die hĂ€ufigste Indikation fĂŒr thoraxchirurgische Operationen ist.
Im GesprĂ€ch mit Ramin geht es nicht nur um Technik, sondern vor allem um Haltung. Er erzĂ€hlt, wie es ist, als junger Facharzt Verantwortung zu ĂŒbernehmen, wie Teamarbeit im OP wirklich funktioniert und warum Vertrauen zwischen den Berufsgruppen entscheidend ist. Wir sprechen darĂŒber, was Marathonlaufen und Operieren gemeinsam haben, wie man mit Druck umgeht und warum Erfahrung, Ruhe und Selbstreflexion im OP mindestens so wichtig sind wie handwerkliches Können.
Diese Folge ist besonders relevant fĂŒr Menschen im Gesundheitswesen. FĂŒr Ărztinnen und Ărzte in Weiterbildung, fĂŒr Pflegefachpersonen, Praxisanleitende und alle, die junge Kolleginnen und Kollegen begleiten. Sie zeigt, wie moderne Chirurgie heute funktioniert: vernetzt, interdisziplinĂ€r, technologiegetrieben â und trotzdem zutiefst menschlich.
Themen dieser Episode:
Was Thoraxchirurgie genau ist und warum sie so anspruchsvoll ist
Wie moderne OP-Techniken, Robotik und KI den Klinikalltag verÀndern
Warum Teamarbeit im Krankenhaus entscheidend fĂŒr gute Medizin ist
Wie Verantwortung sich anfĂŒhlt, wenn man plötzlich selbst entscheidet
Welche Rolle Erfahrung, Stressregulation und Haltung im OP spielen
Warum Social Media fĂŒr Ă€rztliche AufklĂ€rung und Austausch wichtig geworden ist
Wohin sich das Fach mit Blick auf FrĂŒherkennung und neue Technologien entwickelt
Was mir an diesem GesprĂ€ch besonders gefallen hat, ist die Offenheit, mit der Ramin ĂŒber seinen Berufsalltag spricht. Ăber Druck, ĂŒber Verantwortung, aber auch ĂŒber Dankbarkeit und Sinn. Diese Folge gibt einen ehrlichen Einblick in ein Fach, das PrĂ€zision, Mut, Teamgeist und Menschlichkeit vereint.
Vernetz dich gerne direkt mit Ramin auf LinkedIn
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#66 Medizin zwischen Digitalisierung, Verantwortung und Haltung â was das Gesundheitswesen jetzt braucht
2026/01/20
Wie verĂ€ndert Digitalisierung die Medizin wirklich?Was ist technischer Fortschritt und wo braucht es klare Haltung, Verantwortung und menschliche FĂŒhrung?
In dieser Folge spreche ich mit Dr. Tim Böhringer, Arzt, Digital-Health-Experte und Vordenker an der Schnittstelle von Medizin, Technologie und Versorgungssystem.
Gemeinsam werfen wir einen differenzierten Blick auf die Chancen und Grenzen digitaler Innovationen im Gesundheitswesen und auf die Frage, wie Medizin auch in Zukunft menschlich, wirksam und verantwortungsvoll gestaltet werden kann.
In der Folge sprechen wir unter anderem ĂŒber:âą Was Digitalisierung im Gesundheitswesen leisten kann und was nichtâą Warum Technologie kein Selbstzweck ist, sondern Haltung brauchtâą Wie sich Ă€rztliche Rollenbilder durch KI, Daten und Automatisierung verĂ€ndernâą Welche Kompetenzen Ărztinnen und Ărzte kĂŒnftig zusĂ€tzlich brauchenâą Warum Vertrauen, Kommunikation und ethische Verantwortung wichtiger werdenâą Wie Digitalisierung Versorgung verbessern kann â wenn sie sinnvoll eingesetzt wirdâą Wo Risiken liegen, wenn Technik schneller ist als Strukturenâą Weshalb interdisziplinĂ€res Denken im Gesundheitswesen entscheidend istâą Welche Verantwortung FĂŒhrungskrĂ€fte in Medizin und Organisation tragenâą Warum Fortschritt immer auch kulturelle Entwicklung braucht
Diese Folge richtet sich an:âą Ărztinnen und Ărzteâą FĂŒhrungskrĂ€fte im Gesundheitswesenâą Entscheider:innen in Kliniken, MVZ und Praxenâą Menschen mit Interesse an Digital Health, KI und Zukunftsmedizinâą Gestalter:innen von VerĂ€nderung im Gesundheitssystem
Die zentrale Botschaft dieser Folge: Digitalisierung allein macht Medizin nicht besser.Erst Haltung, Verantwortung und kluge FĂŒhrung machen technischen Fortschritt wirksam.
Ăber Dr. Tim Böhringer:Dr. Tim Böhringer ist Arzt und Digital-Health-Experte. Er beschĂ€ftigt sich intensiv mit der Zukunft der medizinischen Versorgung, der Rolle von Technologie im Gesundheitswesen und der Frage, wie Digitalisierung verantwortungsvoll, patientenzentriert und wirksam eingesetzt werden kann.
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Bis zum nĂ€chsten Mal â finde, was zu dir passt. Du gestaltest, was kommt.
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