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Augen zu

Werben im Podcast: Augen zu

Bewertung
★★★★★
4.9
von
15 Bewertungen
Dieser Podcast hat
67 Episoden
Sprache
German
Herausgeber
DIE ZEIT
Explizit
Nein
Erstellt am
2021/05/20
Neueste Episode
2026/09/02
Durchschnittsdauer
34 min.
Veröffentlichungsintervall
33 Tage

Beschreibung

Was macht große Kunst aus? Darf man Beuys einen Scharlatan nennen? Muss man Botticelli lieben? Mit Leidenschaft, Fachwissen und Witz entführen die beiden Gastgeber einmal im Monat ihre Zuhörerinnen und Zuhörer in die wunderbare Welt der Kunst. Jede Folge widmet sich einem Künstler oder einer Künstlerin, ihren biografischen Wendungen, ihren besten Werken, ihren seltsamsten Ansichten. Überraschende Telefonjoker bieten jeweils neue Einblicke. Und am Ende hat jeder – auch mit geschlossenen Augen – einen Kopf voller Bilder. Florian Illies schreibt, seit er denken und sehen kann, über Kunst. Er gründete nach seinem Kunstgeschichtsstudium das Magazin “Monopol” und war lange Jahre Leiter des Auktionshauses Villa Grisebach. Er ist Autor der Bücher “1913" und “Generation Golf” und Mitglied des Herausgeberrats der ZEIT. Giovanni di Lorenzo ist Chefredakteur der ZEIT und ein leidenschaftlicher Kunstliebhaber. Dieser Podcast wird produziert von Pool Artists.

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Die Welt mit David Hockneys Augen sehen
2026/09/02
Er kam aus dem verregneten Norden Englands, der Arbeiterstadt Bradford, wo er 1937 geboren wurde. Aber dann wurde er zum Maler des Lichts und der bunten Farben: David Hockney. Die neueste Folge des Podcasts »Augen zu« von Florian Illies und Giovanni di Lorenzo widmet sich dem britischen Exzentriker, der in diesem Sommer gestorben ist.  Seine Haare waren platinblond gefärbt und seine legendären Anzüge ein Leben lang geprägt von den schrillen Tönen des Swinging London. Ihn aber zog es von dort nach Kalifornien, wo ihm in den 1960er-Jahren ikonische Bilder einer selbstbewussten Homoerotik und des neuen »American Way of Life« in Los Angeles gelangen.  Ein Leben lang war Hockney technischen Neuerungen auf der Spur – erst der Camera obscura, dann der Fotografie, schließlich dem Malen mit dem Finger auf dem iPad. Er blickte auf die Welt und malte, was er sah – diese Neugier, dieser Witz und dieser Wunsch nach Schönheit machen ihn zu einer der großen Künstlerfiguren nach 1945. Lob, Kritik, Anmerkungen? Schreiben Sie uns gern an [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Die blaue Reiterin – wer war Marianne von Werefkin?
2026/07/01
Sie hat ein Leben geführt, das wie ein russischer Roman klingt: Behütet aufgewachsen in einer adligen Offiziersfamilie der Zarenzeit, hat die junge Marianne von Werefkin selbst im Sommerhaus der Familie ein eigenes Ateliergebäude. Sie ist so begabt, dass sie der berühmteste Maler der Zeit, Ilja Repin, unter seine Fittiche nimmt. Sie wird schnell so gut und berühmt, dass man vom »russischen Rembrandt« spricht. Aber dann lernt sie im Atelier ihres Lehrers den jungen Maler Alexej von Jawlensky kennen – und ihr ganzes Leben verändert sich.  Sie liebt ihn – und fördert ihn dermaßen, dass sie selbst für ein Jahrzehnt ihr eigenes Malen einstellt. Schließlich zieht es die beiden um 1900 nach München, gemeinsam mit Mariannes Dienstmädchen Helene. Wenig später bekommt Helene ein Kind von Jawlensky – aber sie leben bis zum Ersten Weltkrieg in dieser unglücklichen Dreiecksbeziehung zusammen. Vor allem aber werden sie Teil des Blauen Reiters. Genau wie bei einem anderen berühmten Paar, Wassily Kandinsky und Gabriele Münter, steht auch hier die Frau sehr lange im Schatten des Mannes. Heute aber werden ihre traumverlorenen Landschaften der Einsamkeit, ihre kühnen Farbsetzungen und ihre malerischen Formulierungen von auswegloser Sehnsucht immer mehr gefeiert – ab Oktober zum Beispiel in einer großartigen Ausstellung, die im Museum Wiesbaden erstmals die Werke aller »Blauen Reiterinnen« zeigen wird. Von all dem erzählen Florian Illies und Giovanni di Lorenzo in der neuesten Folge des Podcasts Augen zu. Lob, Kritik, Anmerkungen? Schreiben Sie uns gern an [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Was ist deutsch an Anselm Kiefer?
2026/06/03
Er begann seine Karriere mit einer unerhörten Aktion: Er reiste zu allen Schlachtfeldern Europas aus dem Zweiten Weltkrieg, wo das deutsche Wesen Vernichtung hinterlassen hatte, und posierte genau dort für Fotografien mit dem Hitlergruß. Er wollte, wie er später sagte, noch einmal die Verführbarkeit der Vorgängergeneration durch den eigenen Körper hindurchgehen lassen. Seit diesen ersten »Besetzungen«, wie er das Werk von 1969 nannte, hat Anselm Kiefer dieses Thema nicht mehr losgelassen. Kein Wunder bei jemandem, der in den letzten Kriegstagen des Jahres 1945 geboren wurde – und zwar genau an der deutsch-französischen Grenze. Der Epochenbruch dieses Zweiten Weltkrieges durchzieht von Anfang das Œuvre Kiefers, das nicht nur durch seine schiere Anzahl, sondern auch durch seine Dimensionen monumental ist. Mit Gerhard Richter und dem gerade verstorbenen Georg Baselitz ist Kiefer der berühmteste deutsche Künstler der Gegenwart – aber zugleich sind es meist die großen Museen im Ausland, die ihm die wichtigsten Ausstellungen einrichten. Warum ist das so? Das fragen Florian Illies und Giovanni di Lorenzo in der neuesten Folge des Podcasts »Augen zu«. Er überzieht seine Werke mit alten alchemistischen Materialien wie Blei und reichert sie an mit Stroh und Worten aus den Untiefen der Geschichte. Aber selbst die größten Hinweise auf deutsche Schuld auf seinen Bildern geschehen in der unschuldigen Kinderschrift, die charakteristisch für Kiefers Werk geworden ist. »Augen zu« erzählt die Lebensgeschichte Kiefers und die seines Werkes und fragt, warum er glaubt, mit der Monumentalität seiner Kunst auf die Monumentalität der deutschen Geschichte antworten zu müssen.   Lob, Kritik, Anmerkungen? Schreiben Sie uns gern an [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Gian Lorenzo Bernini: Der Mann, der Rom erfunden hat
2026/05/06
Erstmals sprechen Giovanni di Lorenzo und Florian Illies in »Augen zu«, dem Kunstpodcast der ZEIT, über einen Architekten und Bildhauer: Der große Barockkünstler Gian Lorenzo Bernini hat den Petersdom durchgestaltet, die Skulptur neu belebt – und zugleich den vielleicht schönsten Brunnen Roms geschaffen. Die markantesten Punkte der italienischen Hauptstadt tragen die Handschrift dieses wilden Genies.  Er lebte von 1598 bis 1680 und arbeitete in dieser Zeit gleich für acht verschiedene Päpste. Vor allem die Aufträge von Papst Urban VIII. machten ihn weltberühmt. Doch seine Kunst war so bezwingend, seine Fähigkeit, Marmor lebendig zu erscheinen und Kirchenräume neu zu gestalten, dass auch dessen Nachfolger nicht um Berninis Werke herumkamen.  Als Person war er offenbar furchtbar: hochnäsig, gefallsüchtig, cholerisch. Als ihn seine Geliebte mit seinem Bruder betrog, ließ er ihr das Gesicht zerschneiden. Daraufhin ging seine eigene Mutter zum Papst und bat ihn, ihren Sohn in seinem genialischen Wahn zu mäßigen. Ihr Sohn, so klagte sie, halte sich wohl für Gott. Aber selbst das beeindruckte Gottes Stellvertreter auf Erden nicht – und er beauftragte Bernini gleich mit dem nächsten Umbau des Petersdoms.  Lob, Kritik, Anmerkungen? Schreiben Sie uns gern an [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Paul Klee, bitte tröste uns!
2026/04/01
Es hat lange gebraucht, bis er seinen eigenen Stil gefunden hat, er hat vieles probiert, er war in München beim Blauen Reiter um Kandinsky, er fuhr nach Paris und lernte die Moderne um Picasso und Delaunay kennen, doch erst nach seiner Tunisreise mit August Macke im Jahre 1914 wusste Paul Klee, worin seine eigentliche Mission liegt: Die Welt in einen Farbteppich zu verwandeln, mit dem die Betrachterinnen und Betrachter auf alle Zeiten in eigene Traumwelten fliegen können. Auch als er nach dem Krieg am Bauhaus in Weimar und Dessau war, blieb er der Geige spielende Eremit, der mit dem Pinsel feine Töne anschlug und den Bildern immer so warmherzige Titel gab, dass schon seine Zeitgenossen bei ihnen einziehen wollten.  Klee holte aus den Farben das Äußerste an Leuchtkraft, Tiefe und Atmosphäre heraus und hat Stimmungen von euphorischer Helligkeit und Heiterkeit geschaffen, die uns bis heute zu trösten vermögen. Aber sein Werk kennt auch all die anderen Emotionen – die Angst, die Zweifel, die fiebrige Unruhe. Und auch für all das findet er Farben und Formen. Paul Klees Farbteppiche und feinen Zeichnungen sind durchdrungen von milder Süße und entspannter Ruhe. Über allem liegt eine große Melancholie, ein Versprechen, was große Kunst zu leisten vermag. Florian Illies und Giovanni di Lorenzo haben Paul Klee die neueste Folge ihres Podcasts Augen zu gewidmet. Lob, Kritik, Anmerkungen? Schreiben Sie uns gern an [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Yayoi Kusama verzaubert Punkt für Punkt die ganze Welt
2026/03/04
Schon ihr allererstes Selbstbildnis mit zehn Jahren ist von jenem Stilmerkmal überzogen, das ihr ganzes Leben und Werk überstrahlen wird: Den Punkten. Ihnen bleibt sie treu - und sich selbst. Ganz früh findet Yayoi Kusama in der Kunst ein Mittel, der Halluzinationen und inneren Dämonen Herr zu werden. Erst in Japan und dann, ab 1957, in New York. Früh lernt sie dort Andy Warhol kennen, Donald Judd und Joseph Cornell - alle erkennen ihr unnachahmliches Talent. In der neuesten Folge von Augen zu, dem Kunstpodcast der ZEIT, erzählen Florian Illies und Giovanni di Lorenzo von Kusamas wilden Jahren in Amerika, als sie zu einer Pionierin der Performance-Kunst und der Happenings wird. 1977 dann kehrt sie nach Japan zurück und weist sich selbst in eine psychiatrische Klinik ein, in der sie bis heute lebt. Und zugleich überzieht sie ihre Leinwände und Skulpturen, vor allem ihre bekannten Kürbisse, mit ihren berühmten Punkten und Netzen. Alles verknüpft sie so mit allem, von einer großen Liebe zur Ganzheitlichkeit getrieben. Nach langen Jahren der Vergessenheit ist Kusama zurzeit die bekannteste Künstlerin der Gegenwart. Das Museum Ludwig in Köln lädt ab März dazu ein, dieses gepunktete Universum zu entdecken. Lob, Kritik, Anmerkungen? Schreiben Sie uns gern an [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Warum wird Paul Cézanne so geliebt?
2026/02/04
Seine Bilder aus der Provence, seine Aquarelle von Äpfeln, seine Landschaften, die nur noch aus grünen und braunen Pinselstrichen gebaut zu sein scheinen, haben Paul Cézanne (1839–1906) zur wichtigsten Künstlerfigur zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert gemacht. In der neuesten Folge des Podcasts Augen zu erzählen Florian Illies und Giovanni di Lorenzo aus dem Leben dieser Ausnahmefigur, seinen frühen Malerfreundschaften mit Paul Gauguin, Renoir und Pissarro, seinem Aufbruch und seinem Scheitern in Paris und seiner Rückkehr in die Heimat der Provence, wo er seinen eigenen Stil und seinen späten Ruhm finden wird. Cézanne ist dafür berühmt, dass er in der Kunst etwas sah, was sich "parallel zur Natur" verhält – und dass er in der Landschaft geometrische Formen erkannte, Zylinder, Kegel, Kreise und damit nicht nur in seiner Malerei den Kubismus vorbereitete, sondern auch den Konstruktivismus. Kein Wunder also, dass sich fast alle späteren Stile der Moderne im 20. Jahrhundert auf Cézanne als Vaterfigur berufen. Picasso schwärmte genauso von ihm wie Vincent van Gogh, und noch die großen abstrakten Maler nach 1945 wie Mark Rothko sehen in ihm ihren Ursprung. Florian Illies aber macht das skeptisch – er glaubt, wie er im Podcast erläutert, eher daran, dass Cézanne derjenige ist, der die großen malerischen Tendenzen des 19. Jahrhunderts, also den Naturalismus wie den Impressionismus vollendet – und reinigt, damit die Bühne frei ist für die ganz andere Kunst, die dann in der Zeit seines Todes 1906 am Horizont von einem neuen Zeitalter erzählt. Eine großangelegte Ausstellung in der Fondation Beyeler in Basel gibt gerade ideale Gelegenheit, diese Frage zu überprüfen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Eine Ankündigung
2026/01/10
In einigen Tagen werden wir das Archiv von "Augen zu?" und vielen weiteren Podcasts der ZEIT exklusiv für unsere Abonnenten zugänglich machen. Die drei aktuellsten Folgen bleiben kostenlos und frei verfügbar. Alle älteren Folgen können Sie künftig mit einem Digital- oder Podcastabo der ZEIT hören, unter www.zeit.de/augen-zu, auf Apple Podcasts oder Spotify. Wenn Sie noch kein Abo haben, können Sie unter www.zeit.de/podcastabo ein kostenloses Probeabo bestellen. Nach der Probephase kostet es 4,99 Euro im Monat. Sie erhalten damit nicht nur Zugriff auf das komplette Podcastarchiv der Zeit, sondern auch auf regelmäßige Bonusfolgen von "OK, America?", "Das Politikteil", "Verbrechen" und weiteren Podcasts. Außerdem können Sie mit dem Abo unsere teils preisgekrönten Podcastserien wie "Irma. Das Kind aus Srebrenica" oder "Friedrich Merz: Sein langer Weg zur Macht" hören. Wenn Sie die ZEIT nicht nur hören, sondern auch lesen wollen, können Sie außerdem unter www.zeit.de/mehr-hoeren unser Digitalabo ebenfalls kostenlos für einen Monat testen. Wenn Sie bereits ein Abo haben, können Sie es direkt in Ihrer App mit Apple Podcasts oder Spotify verbinden und wie gewohnt weiterhören. Bei Fragen und Problemen schreiben Sie uns gerne an [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Was man kennt, war gestern: Raoul Hausmann
2026/01/07
Wer wissen will, wie radikal "Dada" wirklich war, der muss sich das Leben von Raoul Hausmann (1886–1971) anschauen – dieser Visionär und Provokateur glaubte nur an das Morgen und hielt alles Gegenwärtige bereits für gestrig. Er hat in Berlin im Ersten Weltkrieg entscheidend dazu beigetragen, die Dada-Bewegung zu etablieren, er hat Collagen von brutaler Härte geschaffen und danach Fotografien von seltsamer Zartheit. Raoul Hausmann ist der große Unbekannte der deutschen Kunst der Zeit zwischen den beiden Kriegen – ihm ist die neueste Folge von Augen zu, dem Kunstpodcast der ZEIT gewidmet. Die Berlinische Galerie in Berlin widmet Hausmann gerade (bis zum 16. März) eine exzellente Ausstellung, die – erarbeitet von Ralf Burmeister – alle Werkphasen und Lebensbereiche des wilden Genies beleuchtet. Sie und der dazugehörige Katalog sind der Ausgangspunkt dieses Podcasts von Augen zu. Florian Illies und Giovanni di Lorenzo fragen danach, worin die spezifische kunsthistorische Bedeutung Hausmanns bestand, warum ihn der große Fotograf August Sander gleich dreimal porträtierte und warum er seine Partnerinnen regelmäßig fast in den Wahnsinn trieb, etwa Hannah Höch, mit der er acht Jahre zusammen war, und die in dieser intensiven Phase ihres Lebens selbst einige ihrer wichtigsten Werke schuf. Lob, Kritik, Anmerkungen? Schreiben Sie uns gern an [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Blau, blau, blau blüht der Tizian
2025/12/03
Lange Zeit stand sein Name ein wenig im Schatten des großen Dreigestirns der italienischen Renaissancemalerei, doch inzwischen zeigt sich, dass nicht Leonardo, nicht Michelangelo und nicht Raffael die Menschen des 21. Jahrhunderts noch immer mit all ihren Werken in den Bann ziehen, sondern: Tizian. In der neuesten Folge des Podcasts "Augen zu" fragen Florian Illies und Giovanni di Lorenzo nach dem Warum. Während die drei anderen Genies der Hochrenaissance von der Linie her kamen, dachte der Venezianer Tizian (1488–1576) immer aus der Farbe heraus: Seine Rottöne glühen, und sein Blau überstrahlt das Blau jedes anderen Malers seiner Zeit, ja, seine Farben entfalten eine Magie, die sich bis heute erhalten hat. Daneben aber – das ist auch das Thema des Podcasts – gelang es Tizian auch immer wieder, in seinen Bildern die klassischen Kompositionen für biblische oder mythologische Geschichten neu zu denken. Doch wahrscheinlich, da sind sich Florian Illies und Giovanni di Lorenzo einig, sind es weder seine Farbwahl noch sein Kompositionsgeschick, die Tizian seinen fortwährenden Ruhm schenkten, sondern seine besondere Fähigkeit, Menschen zu malen. Päpste in vollem Ornat genauso wie die berühmte nackte Venus von Urbino. Sie scheinen zu atmen, aus Fleisch und Blut zu sein. Und wirken deshalb auch heute noch so lebendig. Lob, Kritik, Anmerkungen? Schreiben Sie uns gern an [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Das Leid von der Seele malen – Maria Lassnig
2025/11/05
In der neuesten Folge des Podcasts "Augen zu" geht es um eine außergewöhnliche österreichische Malerin, die eine Ikone der feministischen Malerei ist: Maria Lassnig. Die 1919 geborene Malerin erlebte eine Kindheit in Armut und emotionaler Kälte. Sie fühlte sich abgelehnt von der Mutter und dem Vater und musste ein Leben lang gegen dieses Trauma anmalen. Sie hat es trotzdem gewagt, sich immer wieder selbst zu porträtieren: in aller Verletzlichkeit, in aller Wut, in aller Erbärmlichkeit, in aller Sehnsucht. Und am Ende hat genau diese radikale Selbstbefragung mit den Mitteln der modernen Malerei dazu geführt, ihrem Werk eine große Eigenständigkeit zu verleihen. Florian Illies und Giovanni di Lorenzo sprechen in dem Podcast über den langen Weg dorthin – und der spezifisch österreichischen Tradition einer selbstentblößenden Kunst von Egon Schiele über Arnulf Rainer bis zu Maria Lassnig. Lob, Kritik, Anmerkungen? Schreiben Sie uns gern an [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Der Farbzauberer vom Wannsee: Max Liebermann
2025/10/01
Mit seinem Haus am Wannsee hat sich der Maler Max Liebermann kurz vor dem Ersten Weltkrieg ein verträumtes Refugium fern des explodierenden Berlin geschaffen – und mit den Gemälden und Pastellen, die er in den nächsten zwanzig Jahren malte, hat er es zum Teil der Kunstgeschichte gemacht. Die Birkenallee, der Blick aufs Wasser, die Gemüsebeete, dahinter das gelb leuchtende Landhaus – selten ist der deutsche Impressionismus schöner zu fassen als hier. Und glücklicherweise kann man das Haus und den Garten heute als Museum wieder besichtigen – und so den Maler Max Liebermann an seinem Lieblingsort kennenlernen. Florian Illies und Giovanni di Lorenzo erzählen in der neuesten Folge Ihres Kunstpodcasts "Augen zu" von der außergewöhnlichen Persönlichkeit Liebermann – er begann als Realist und Naturalist, machte Holland zu seiner "Malheimat", um dann ab der Jahrhundertwende in Berlin zur zentralen Figur des Kunstgeschehens zu werden, als Funktionär genauso wie als Maler. Und als Sammler – nirgendwo in Deutschland konnte man vor 1914 eine schönere Kollektion der französischen Impressionisten sehen als in seinem Haus am Brandenburger Tor.  "Augen zu" erzählt von all dem – und warum bei seinem Tod 1935 der Grabredner das Gefühl hatte, mit Liebermann gehe eine ganze Epoche zu Ende. Lob, Kritik, Anmerkungen? Schreiben Sie uns gern an [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
"Krieg böse" - Martin Kippenbergers Kampf gegen die Scheinheiligkeit
2025/09/03
Er kam aus dem Ruhrgebiet, brach Schulen, Lehren und Studien ab, um dann im wilden Kreuzberg der späten Siebzigerjahre zu landen – und sich als Künstler zu erfinden: Martin Kippenberger. Im Podcast "Augen zu" von Florian Illies und Giovanni di Lorenzo dreht sich alles um das große "enfant terrible" der deutschen Kunst der 1980er und 1990er Jahre. Sein Künstlertum war ein dauernder Exzess – als er 44 Jahre alt war, versagte seine Leber. Seitdem feiert ihn die Kunstwelt weltweit mit großen Ausstellungen – seine Mischung aus anarchischem Witz, großer Melancholie und einer grundsätzlichen Befragung der Rolle des Künstlers in der Gegenwart habe eine zeitlose Kraft.  Mit Bildern wie "Die sympathische Kommunistin", "Krieg böse" und "Ich kann beim besten Willen kein Hakenkreuz erkennen" unterwanderte er die großen politischen Debatten der 70er- und 80er-Jahre und ihre Scheinheiligkeit. Mit seiner Serie "Lieber Maler, male mir" stellte er die Frage nach der Authentizität als Grundlage von großer Kunst. "Augen zu" erzählt das außergewöhnliche Leben dieses traurigen Künstlers, der zeitlebens davon träumte, dass die Menschen sich an ihn als einen erinnern, der "gute Laune" verbreitete. Lob, Kritik, Anmerkungen? Schreiben Sie uns gern an [email protected]. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Heißer Sommertag, mittags: Wie Camille Pissarro die Tageszeit zur Kunst macht
2025/07/02
Erst malte er nur Palmen, denn der Vater der Impressionisten wuchs in der Südsee auf – vielleicht haben ihn diese vielen Jahre in der Karibik so neugierig auf Frankreich gemacht. Vielleicht hatte er so viel Sonne gesehen, dass er ab den 1860er-Jahren in Frankreich damit beginnen konnte, den dunklen Zauber eines Wintertages einzufangen und die trübe Stille eines wolkenverhangenen Julitages. Ja, sehr viele von Camille Pissarros Bildern tragen diese Bezeichnungen, er will genau benennen, zu welcher Jahreszeit und zu welcher Tageszeit sie entstanden sind, damit wir das Licht darauf verstehen. Und die Farben, die das Licht in der Natur im April so anders hervorzaubert als im August. Im neuesten Podcast "Augen zu" der ZEIT diskutieren Florian Illies und Giovanni di Lorenzo live vor Publikum über diesen französischen Ausnahmekünstler – und zwar im Museum Barberini in Potsdam, wo bis zum September die große Pissarro-Ausstellung "Mit offenem Blick" zu sehen ist, die auf beeindruckende Weise den Künstler in seiner Tiefe und seiner Vielschichtigkeit zum Leuchten bringt. Vielleicht war Claude Monet virtuoser, vielleicht sind seine Kompositionen kühner – aber niemand hat so demütig auf die Welt geschaut wie Pissarro, niemand eine so große Palette gehabt, niemand so viele Grüntöne gesehen und gemalt wie er. Ja, wahrscheinlich ist die Wahrhaftigkeit der Naturwahrnehmung bei keinem anderen Impressionisten so groß wie bei diesem stillen, bescheidenen Künstler, der lange nicht von seiner Kunst leben konnte – weil ihre Motive so pur und so wahrhaftig sind. Er malte immer eine Natur, die von Menschenhand verändert ist. Er zeigt die Wege, die die Felder durchziehen, die Bauern auf den Feldern, die Nutzgärten der Menschen, oft malt er seine Frau darin, es ist eine erdverwurzelte Kunst, die zeigen will, was ist. Vielleicht kann man das Revolutionäre des Impressionismus an diesem stillen und präzisen Künstler am besten erleben: die weltverändernde Kraft des Lichts und die weltverändernde Präsenz des Menschen in der Natur. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Hannah Höch – die Frau mit den Scherenhänden
2025/06/04
Sie kommt aus der Tiefe der Geschichte und doch ist ihre Kunst von großer Gegenwärtigkeit – das liegt sicherlich am Medium der Collage, das sie sich ab dem Ersten Weltkrieg erobert hat und das in seiner Fragmentierung, seinen Brüchen wie eine Kunst aus unseren Tagen wirkt. In "Augen zu", dem Podcast von ZEIT und ZEIT ONLINE, widmen sich Florian Illies und Giovanni di Lorenzo einer deutschen Ausnahmekünstlerin, vielleicht mit Paula Modersohn-Becker und Käthe Kollwitz einer der bedeutendsten der ersten Jahrhunderthälfte: Hannah Höch. Sie war sehr früh mit der deutschen Dada-Bewegung um Kurt Schwitters verbunden, aber genauso mit der holländischen Gruppe De Stijl um Piet Mondrian. Und mit dem Werk "Schnitt mit dem Küchenmesser. Dada durch die letzte Weimarer Bierbauchkulturepoche Deutschlands" beendete sie die Weimarer Republik im Jahre 1919 bereits, obwohl sie eigentlich gerade erst begonnen hatte. In den Dreißigerjahren war ihre Kunst in Deutschland "entartet", da sollte in der Kunst wieder Realismus herrschen und nicht Dada und Collage, und Höch versteckte sich in ihrem Haus in Berlin-Heiligensee, versuchte, sich mit kleinen Jobs über Wasser zu halten. Nach 1945 setzte sie dann ihre Kunst der Zwanzigerjahre fort – immer wieder gelang es ihr dabei, mit ihrer ungeheuren kompositorischen Begabung das Material so verblüffend und poetisch anzuordnen, dass ihr Collagen von größter Zeitlosigkeit gelangen. Von den Qualitäten dieser Kunst erzählen Florian Illies und Giovanni di Lorenzo in diesem Podcast – und von ihrem traurigen, entbehrungsreichen Leben. Die Aufzeichnung des nächsten Podcasts "Augen zu" findet übrigens live statt – am 25. Juni im Museum Barberini, es geht um den französischen Impressionisten Camille Pissarro, der genau dort gerade mit einer großen Ausstellung gefeiert wird. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

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4.9 von 5
15 Bewertungen
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Hildeundemma 2026/03/13
Ein Vorschlag
Ich genieße Ihre Diskussionen sehr. Was mich sehr beschäftigt zur Zeit ist die Zerstörung von Kunst durch Krieg. Wie wäre eine Episode über UNESCO Wel...
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