
Werben im Podcast: Sapere Audio - Philosophie für Alle!
Dieser Podcast hat
66 Episoden
Sprache
GermanExplizit
Nein
Erstellt am
2021/07/18
Neueste Episode
2026/09/27
Durchschnittsdauer
37 min.
Veröffentlichungsintervall
28 Tage
Beschreibung
Das Podcast Projekt Sapere Audio macht akademische Philosophie anhand kurzer Texte für ein breites Publikum zugänglich. Wir verstehen Philosophie als lebendigen Dialog. In 20 - 50 minütigen Episoden, diskutieren wir schlaglichtartig bedeutende Denker:innen und prägende Theorien quer durch die Philosophiegeschichte. Viel Spaß beim reinhören und mitdenken!
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Benjamin: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit
2026/09/27
Heidegger - "Die Frage nach der Technik"
2026/08/30
In der aktuellen Folge beschäftigen wir uns mit Martin Heideggers 1954 erschienen Text „Die Frage nach der Technik“. In diesem Aufsatz versucht der aufgrund seiner Verstrickung in den Nationalsozialismus umstrittene deutsche Philosoph (*1889; † 1976) das Wesen der Technik zu ergründen und kritisiert dabei eine Auffassung von Technik als ein bloßes Gegenüber des Menschen dem wir uns als Werkzeug bedienen können. Diese kritische Auseinandersetzung führt Heidegger zu einer eigenen Konzeption dessen was Technik für uns Menschen bedeutet. In unserer Episode wird dieses Konzept Heideggers erläutert und auf aktuelle Fragen wie das Thema Künstliche Intelligenz angewendet. Viel Spaß beim Hören!
Saussure/ Benveniste - „Problems in General Linguistics“
2026/07/27
In dieser Episode befassen wir uns mit Ferdinand de Saussure, er gilt als der Begründer der modernen Linguistik und seine Zeichentheorie hat bis heute großen Einfluss auf die kontinentale Philosophie, insbesondere auf philosophischen Strömungen der Postmoderne. Da Saussure seine Zeichentheorie zu Lebzeiten nicht in Form eines gedruckten Werkes veröffentlicht hat beziehen wir uns als Grundlage für die Diskussion auf den Text „Problems in General Linguistics“ des Linguisten Emile Benveniste, der die zentralen Konzepte Saussures vorstellt und eine eigene Interpretation vorlegt. Wir versuchen herauszuarbeiten worauf es Saussure in seiner Zeichentheorie ankam und setzen uns kritisch mit Benvenistes Auslegung auseinander. Viel Vergnügen beim Hören!
Friedrich Nietzsche: Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinne
2026/06/28
In seinem post mortem veröffentlichten Aufsatz „Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinne“ arbeitet sich Friedrich Nietzsche an der philosophischen Tradition von Platon bis Kant ab. Durch Kritik und Polemik behandelt er klassische philosophische Fragestellungen, wie das Zustandekommen von Sprache, die Bedingungen von Wahrheit und die Stellung des Menschen in der Welt. Dabei ist ihm eine besondere Weitsicht zu eigen; sein Text gilt als Weichenstellung für die moderne Philosophie. In dieser Folge werden besonders Nietzsches Auffassung von Sprache, sein frühzeitiges Verständnis von (ontologischer) Relativität und sein berauschender Schreibstil mit einem neuen Gast besprochen: dem 21 Jahre alten Philosophiestudenten und Praktikanten bei Sapere Audio: Julius Püttner.
Jaegwon Kim: Emergenz
2026/05/31
Dieses Mal beschäftigen wir uns mit der Frage was man in der Philosophie unter dem Konzept Emergenz versteht. Als Grundlage dient uns Jaegwon Kims einflussreicher Text „Supervenient and yet Not Deducible: Is There a Coherent Concept of Ontological Emergence?“, der 2029 erschienen ist. Emergenz beschreibt kurzgefasst das Phänomen, dass aus dem Zusammenspiel vieler einfacher Einzelteile eines Systems völlig neue, unerwartete Eigenschaften entstehen. Kim unterscheidet in seinem Essay zwischen ontologischer/starker und epistemischer/schwacher Emergenz und erörtert diverse Schwierigkeiten mit dem Begriff der ontologischen Emergenz – deren Annahme er dennoch für unverzichtbar in der Philosophie des Geistes hält. Viel Vergnügen beim Hören!
Thomas Claviez: Populismus
2026/04/26
Thomas Claviez beschäftigt sich in seinem 2019 erschienenen Aufsatz „Where are Jacques and Ernesto when you need them? Ranciere and Laclau on populism, experts and contingency“ mit der Frage wie mit dem zunehmenden Populismus in demokratischen Gesellschaften umgegangen werden kann. Dazu bezieht er sich auf Ideen des argentinischen politischen Theoretikers Ernesto Laclau und des französischen politischen Philosophen Jacques Ranciere. Zentral sind für die Analyse des Phänomens Populismus sind die Begriffe Kontingenz und das Konzept des „Leeren Signifikanten“, Viel Vergnügen beim Hören!
Edmund Gettier: Is Justified True Belief Knowledge?
2026/03/29
Bernard Williams: Moral Luck
2026/03/01
In dieser Episode diskutieren wir über den Begriff des Moralischen Zufalls (Moral Luck) der vom englischen Moralphilosophen Bernard Williams geprägt wurde und seit der Veröffentlichung seines Textes „Moral Luck“ 1981 einen prominenten Gegenstand der philosophischen Debatte darstellt. Williams stellt die traditionelle Vorstellung infrage, dass nur kontrollierbare Handlungen moralisch relevant sind, indem er anhand von Beispielen aufzeigt, dass Glück oder Pech, sowie Erfolg und Misserfolg eine Rolle bei der moralischen Bewertung unserer Handlungen spielen. Damit greift er die besonders im deutschsprachigen Raum sehr verbreitete ethische Konzeption Immanuel Kants an, der moralische Verantwortung auf den guten Willen und Handlungen unter eigener Kontrolle beschränkt. Zufällige Faktoren, wie Folgen oder Umstände, sollten laut Kant keinen Einfluss auf moralische Bewertung haben. Viel Spaß bei zuhören!
Sapere Interview: Lena Schützle - "Compassion"
2026/02/15
Lena Schützle setzt sich in ihrer Doktorarbeit intensiv mit dem Begriff des Mitgefühls auseinander. Im Zentrum ihrer Untersuchung steht insbesondere die Idee der „Compassion“, wie sie von Ryōsuke Ōhashi im Spannungsfeld zwischen buddhistischer Theorie und der westlichen phänomenologischen Tradition entwickelt wurde.
Im Gespräch wird unter anderem der Begriff der „Leere“ heraus gearbeitet, wie er in der Kyoto-Schule geprägt wurde, um Ōhashis Verständnis von Compassion besser zu verstehen. Diese „Leere“ zeichnet sich durch eine Auflösung der Grenze zwischen dem eigenen Selbst und den Anderen aus und beschreibt ein grundlegendes Mit-Sein, das über ein bloß moralisches Mitgefühl hinausgeht.
Vielen Dank an Lena für das tolle Interview!
Viel Spaß beim Zuhören
Nicolas Langlitz: Is there a Place for Psychedelics in Philosophy?
2026/01/25
In der aktuellen Episode diskutieren wir über den Text „Is there a Place for Psychedelics in Philosophy?“ des deutschen Philosophen und Historikers Nicolas Langlitz. Er hat sich der Aufgabe verschrieben philosophische Feldforschung zu betreiben und untersucht wie sich Alltagserfahrungen und Erkenntnisse aus verschiedenen empirischen Wissenschaften, wie z.B. der Neurowissenschaft in die Philosophie integrieren lassen. Die Auseinandersetzung mit psychedelischen Erfahrungen die durch psychoaktive Substanzen induziert werden dienen Langlitz und uns als Ausgangspunkt um zu fragen: Was ist eigentlich Philosophie?
Weihnachtsfolge: A Christmas Carol
2025/12/21
Im diesjährigen Weihnachtsspecial beschäftigen wir uns wieder einmal mit Charles Dickens bekanntestem Werk „A Christmas Carol“. Dieses im 19 Jh. entstandene Werk stellt bis heute den zentralen Fokus für die philosophische Auseinandersetzung mit dem Thema Weihnachten in der angelsächsischen Welt dar. Hintergrund unserer Interpretation ist das Kapitel „Sympathy and Spectacle in Dickens a Christmas Carol“ aus dem 2000 erschienen Buch „Scenes of Sympathy; Identity and Representation in Victorian Fiction“ der kanadischen Philosophin Audrey Jaffe.
Hilary Putnam: The Meaning of Meaning
2025/11/30
Der einflussreiche Sprachphilosoph Hilary Putnam entwirft in seinem viel diskutierten Aufsatz „the Meaning of Meaning“ das Gedankenexperiment der Zwillingserde. Die Zwillingserde ist eine exakte Kopie unserer Erde und alle verhält sich hier genauso wie auf unserm Planeten, inklusiver aller Menschen, deren Sprache und deren Gedanken und Gefühle. Der einzige Unterschied zu unserer Erde ist die chemische Struktur des Wassers: Während auf unserer Erde die Summenformel H 2 O gilt, trifft auf der Zwillingserde die Formel X Y Z zu. Genau wie H 2 O ist auch X Y Z farblos, geruchlos, nass und löscht den Durst. Die chemische Struktur ist zwar anders, aber das Verhalten ist gleich und die beiden Wässer sind voneinander sonst nicht zu unterscheiden. Putnam will unter anderem mit diesem Gedankenexperiment zeigen, dass nicht die psychischen Zustände in den Köpfen der Menschen allen festlegen was die Bedeutung eines Begriffes ist, es müssen weitere externe Faktoren eine Rolle dabei spielen. Damit begründet er das Konzept des semantischen Externalismus.
Viel Vergnügen bei Hören!
David Chalmers: The Extended Mind
2025/10/26
In seinem 1998 zusammen mit Andy Clark veröffentlichten Paper „The Extended Mind“ befasst sich der einflussreiche australische Philosoph und Kognitionswissenschaftler David Chalmers mit folgender Frage: Wo endet das Bewusstsein und wo beginnt der Rest der Welt? Anhand von Beispielen tritt Chalmers für einen „active externalism“ ein, d.h. er argumentiert dafür, dass der menschliche Geist schon immer von der Welt außerhalb des Kopfes beeinflusst ist, und seinerseits auf die äußere Welt einwirkt. Eine besondere Rolle spielt für diesen Ansatz die Sprache.
Viel Vergnügen mit der Folge!
Iris Marion Young: Responsibility and Global Justice
2025/09/28
In ihren Aufsatz „Responsibility and Global Justice – a social connection model“ untersucht, die amerikanische Politikwissenschaftlerin Iris Marion Young, wie soziale Prozesse und Strukturen globale Ungerechtigkeiten erzeugen und wie moralische Akteure Verantwortung dafür übernehmen können. Mit dem „Social Connection Model“ stellt sein ein Modellvor, das zeigt, dass alle Akteure, die durch ihre Handlungen zu strukturellen Prozessen beitragen, die Ungerechtigkeiten erzeugen, Verantwortung tragen, diese zu beheben. Am Beispiel der global operierenden Textilindustrie illustriert sie dabei ihre Definition von struktureller Ungerechtigkeit und entwirft eine Theorie der globalen Gerechtigkeit, die soziale Verpflichtungen und kollektive Verantwortung berücksichtigt.
Immanuel Kant: Über ein vermeintes Recht aus Menschenliebe zu lügen
2025/08/31
In der aktuellen Episode beschäftigen wir uns mit Immanuel Kants Aufsatz „Über ein vermeintes Recht aus Menschenliebe zu lügen“. Diese Schrift stellt eine Reaktion des Königsberger Philosophen auf einen Einwand dar, den der frankophone Staatstheoretiker Benjamin Constant gegen Kants Moralphilosophie erhebt. Constant behauptet, dass ein unbedingt geltendes Lügenverbot, wie es sich aus der Rezeption der Werke Kants ergibt, jegliche Form von Gesellschaft unmöglich machen würde. Kant arbeitet sich in seiner Antwort an einem kontroversen Beispiel ab und seine Argumentation gewährt tiefe Einblicke in sein systematisches Denken in Bezug auf seine Moraltheorie, in deren Zentrum die verschiedenen Formulierungen des kategorischen Imperativs stehen.
Viel Vergnügen beim Zuhören und Mitdenken!
Link zum Aufsatz:
https://www.academia.edu/43870461/Perspektiven_der_Interpretation_Kant_und_das_Verbot_der_L%C3%BCge
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