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Dieser Podcast hat
106 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
Blätter-VerlagExplizit
Nein
Erstellt am
2021/07/19
Neueste Episode
2026/09/04
Durchschnittsdauer
65 min.
Veröffentlichungsintervall
31 Tage
Beschreibung
Die »Blätter für deutsche und internationale Politik« sind die größte politisch-wissenschaftliche Monatszeitschrift im deutschen Sprachraum. Parallel zu jeder neuen »Blätter«-Ausgabe erscheint jeden Monat auch eine neue Folge des Blätter-Podcasts: Autor*innen und Redakteur*innen in der Debatte – kostenlos und werbefrei.
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KI außer Kontrolle, China-Schock 2.0, Geheimdienste ohne Grenzen
2026/09/04
Der internationale Wettlauf um immer leistungsfähigere KI ist zur **Sicherheitsfrage** geworden. Blätter-Redakteur **Ferdinand Muggenthaler** erklärt, was hinter dem jüngsten Ausbruch von KI-Agenten steckt und warum eine globale Regulierung dringend nötig ist, um die Technologie einzuhegen.
Der sogenannte **China-Schock 2.0** schürt in Deutschland Angst vor einer Deindustrialisierung. Die politische Ökonomin **Merle Groneweg** analysiert, warum Chinas Erfolg bei E-Autos, Batterien und Solartechnik auch die Versäumnisse der deutschen Industrie- und Wirtschaftspolitik offenlegt.
Die Regierungskoalition will das Bundesamt für Verfassungsschutz und den Bundesnachrichtendienst mit neuen weitreichenden Kompetenzen ausstatten. Der Sicherheitsexperte und grüne Bundestagsabgeordnete **Konstantin von Notz** erklärt, wieso der Gesetzentwurf aus seiner Sicht über das Ziel hinausschießt und rechtsstaatliche Grundsätze berührt.
Grün gegen die Hitzewelle, Fußfessel im Élysée-Palast?, Rechtsruck in Kolumbien
2026/07/24
Hitzewellen wie in diesem Sommer nehmen mit dem Klimawandel weiter zu. ***Ute Scheub*** erklärt, wie Begrünung, Bodenschutz und kluges Wassermanagement unsere Städte kühlen und widerstandsfähiger gegen Extremhitze machen.
Trotz ihrer Verurteilung strebt die Rechtsextremistin Marine Le Pen nach der französischen Präsidentschaft. ***Steffen Vogel*** analysiert, ob Linke und Konservative sie noch aufhalten können.
Mit dem ultrarechten Präsidenten Abelardo de la Espriella reiht sich Kolumbien in den Rechtsruck Lateinamerikas ein. ***Kristina Dietz*** erläutert, welche Rolle der Kampf gegen die Drogenmafia dabei spielt.
Queerfeindlicher Backlash, Machtkampf in Ankara, Spielball Transnistrien
2026/06/26
Queere Menschen haben sich in den vergangenen Jahrzehnten Rechte und Freiheiten erkämpft, die heute vielen als selbstverständlich gelten. Doch diese Errungenschaften geraten zunehmend unter Druck. Weltweit mobilisieren autoritäre Bewegungen gegen sexuelle Diversität und treiben so den Backlash voran, warnt der ehemalige Kultursenator und queerpolitische Sprecher der Berliner Linksfraktion ***Klaus Lederer***.
Die Türkei-Korrespondentin ***Sabine Küper-Büsch*** analysiert die machtpolitischen Manöver des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan, der die Justiz benutzt, um die Opposition zu spalten und damit zunehmend die Bevölkerung gegen sich aufbringt.
Die Osteuropa-Expertin ***Yelizaveta Landenberger*** berichtet von ihrer Reise nach Transnistrien, einem international nicht anerkannten pro-russischen Mini-Staat zwischen der Ukraine und der Republik Moldau, der zum Spielball der Geopolitik geworden ist.
Gespaltenes Großbritannien, Vermachteter Fußball, Verbotsdebatte um Social Media
2026/05/29
In London kämpft der unpopuläre Premier Keir Starmer um sein politisches Überleben. Doch das, argumentiert ***Annette Dittert***, ist nur Ausdruck einer größeren Krise um die Ausrichtung - und sogar die Existenz des britischen Königreichs.
Von der Fußball-WM der Männer profitiert vor allem einer: der Weltfußballverband FIFA unter seinem Präsidenten und Trump-Freund Gianni Infantino, analysiert ***Martin Krauss***.
Ein Social-Media-Verbot für Jugendliche ist die Forderung der Stunde und gilt als Allheilmittel gegen Radikalisierung und Online-Sucht. Aber damit macht man es sich zu einfach, warnt ***Nina Kolleck***. Viel wirksamer wäre eine Regulation der Plattformen.
Venezuela ohne Maduro, Männer gegen Missbrauch, Flüchtlinge ohne Schutz
2026/04/27
***Ferdinand Muggenthaler*** berichtet über die politische und wirtschaftliche Situation in Venezuela 100 Tage nach der Entführung von Nicolás Maduro. Seit ihrer Militärintervention kontrollieren die USA die Rohstoffexporte des erdölreichen lateinamerikanischen Staates, trotzdem handele es sich nicht um einen »Kolonialismus des 21. Jahrhunderts«.
***Pia Stendera*** fordert nicht nur rechtliche und politische Konsequenzen aus den jüngsten Missbrauchs-Skandalen, sondern eine gesellschaftliche Diskussion über Rollenbilder. Statt auf prominente Fälle zu starren, sollten sich Männer und Frauen mit misogynen Strukturen im Alltag auseinandersetzen.
***Vanessa Barisch*** setzt sich mit der ab Juni geltenden Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems auseinander, das die Ideen der Genfer Flüchtlingskonvention aushöhle. Sie kritisiert insbesondere die geplanten Asylrechts-Verschärfungen in Deutschland.
Weltgeist auf Papier | Sonderfolge zum Erbe von Jürgen Habermas
2026/03/30
Thema dieser Sonderfolge ist das Leben und Wirken des jüngst verstorbenen Sozialphilosophen und Blätter-Mitherausgebers ***Jürgen Habermas***, eine der wichtigsten intellektuellen Stimmen der Nachkriegszeit. Blätter-Redakteur ***Albrecht von Lucke*** spricht mit dem Soziologie-Professor und Habermas-Freund ***Hauke Brunkhorst*** über die weitreichenden Debatten, die der streitlustige Sozialphilosoph in der Bundesrepublik angestoßen hat, und was von seinem lebenslangen Ringen um die Konsequenzen aus dem Nationalsozialismus bleibt.
Superwahljahr in Deutschland, Melonis zwei Gesichter, Renaissance der Atomkraft
2026/02/27
***Albrecht von Lucke*** analysiert, warum das Superwahljahr 2026 die Parteienlandschaft in Deutschland grundlegend verändern wird. Das politikverdrossene Bürgertum müsse sich entscheiden, ob es die AfD stärker machen oder Verantwortung für den Erhalt der Demokratie übernehmen will.
***Maike Albath*** rät, die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni nicht zu unterschätzen. Die Postfaschistin gibt zwar die charmante Powerfrau, aber sie plant langfristig einen autoritären Umbau der italienischen Republik.
15 Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima und 40 Jahre nach Tschernobyl erklärt ***Jochen Ahlswede***, warum der weltweite Hype um Mini-Atomkraftwerke illusionär und gefährlich ist. Er warnt davor, dass Staaten ihre Sicherheitsstandards für neue Nuklearprojekte lockern, um den Interessen der Wirtschaft entgegenzukommen.
Frieden für die Ukraine?, Massaker in Iran, Venezuela unter Trump
2026/01/30
Der Ukrainekrieg geht ins fünfte Jahr und noch immer ist kein Frieden in Sicht. Woran das liegt und was die europäischen Staaten tun können, erläutert ***Steffen Vogel***.
Die Proteste in Iran scheinen nach der massiven Gewalt des Regimes vorerst verstummt. Doch hat die Islamische Republik ihren Rückhalt in der Bevölkerung weitgehend verloren, analysiert ***Gilda Sahebi***.
Mit dem Militärschlag gegen Venezuela und der Entführung von Nicolás Maduro haben die USA ihren Dominanzanspruch in der westlichen Hemisphäre untermauert. Was das für Venezuela und die Region bedeutet, erklärt ***Ferdinand Muggenthaler***.
Öl als Sicherheitsrisiko, Chinas autoritäre Weltordnung, Serbien im Umbruch
2025/12/19
***Susanne Götze*** erklärt, warum die Abhängigkeit von Öl und Gas Europas Sicherheit gefährdet: Weil wir uns von autoritären Staaten abhängig gemacht haben, sind wir auch politisch erpressbar.
***Krsto Lazarević*** schildert, wie sich die Proteste in Serbien nach dem Einsturz des Bahnhofsvordachs von Novi Sad vor einem Jahr zu einer Oppositionsbewegung ausgeweitet haben, die heute das ganze Land erfasst.
***Lucas Brang*** analysiert die wachsende geopolitische Bedeutung der Wirtschaftsmacht China und seine Vision einer multipolaren Ordnung, die autoritäre Systeme weltweit fördert.
Schwarz-rotes Chaos, Klimaungerechtigkeit, Russlands hybrider Krieg in Osteuropa
2025/11/28
***Albrecht von Lucke*** analysiert das Chaos in der schwarz-roten Koalition nach nur einem halben Jahr. Wie schon in der Ampelkoalition arbeiten die Regierungsparteien Union und SPD eher gegen- als miteinander, während Kanzler Friedrich Merz keine klare Führung zeigt. Davon profitiere vor allem eine Partei – die AfD.
Die Klimaforscherin ***Friederike Otto*** bilanziert die Ergebnisse der UN-Klimakonferenz COP30 in Brasilien, bei der das Thema Klimagerechtigkeit erstmals prominent verhandelt wurde. Denn die Folgen der Erderwärmung treffen vor allem jene besonders hart, die auch sonst benachteiligt sind: Arme, Alte, Frauen.
***Yelizaveta Landenberger*** spricht über die hybride Kriegführung, mit der der Kreml versucht, die Gebiete des ehemaligen Warschauer Pakts wieder unter Kontrolle zu bekommen. Sie beschreibt, wie die kleine Republik Moldau es trotz russischer Einflussnahme schafft, ihren Kurs Richtung Europa fortzusetzen.
MAGA in Großbritannien, Positive Kipppunkte, Zivilgesellschaft im Sudan
2025/10/24
***Annette Dittert*** beschreibt, wie die amerikanische MAGA-Bewegung gezielt Einfluss auf Großbritannien nimmt, um das demokratische System zu destabilisieren. Denn die britische Demokratie ist gegen solche Angriffe schlechter gewappnet als andere Länder in Europa. Davon profitiert der britische Rechtspopulist Nigel Farage, der mit seiner Reform-Partei aktuell die Umfragen anführt.
***Benjamin von Brackel*** analysiert, wie es zehn Jahre nach dem Pariser Abkommen um das globale Klima steht. Er beschreibt, wie negative Kipppunkte den Klimawandel beschleunigen, wie aber positive Kipppunkte auch eine Wende einleiten könnten.
***Andrea Böhm*** berichtet über den verheerenden Krieg im Sudan. Die aktuell größte humanitäre Katastrophe weltweit erhält kaum Aufmerksamkeit. Umso wichtiger sei es, die mutige sudanesische Zivilgesellschaft zu unterstützen, die nicht nur humanitäre Hilfe leistet, sondern sich für Demokratie und ein Ende des Krieges einsetzt.
Rückkehr der Machtpolitik, Kurden-Autonomie, Sackgasse Nahost
2025/09/26
***Albrecht von Lucke*** analysiert die Rückkehr der Machtpolitik, in deren Klammer sich Europa seit dem Amtsantritt des US-Präsidenten Trump und dem fortdauernden Angriffskrieg Putins auf die Ukraine befindet, und sucht nach Lösungen für eine europäische Emanzipation.
***Rosa Burç*** erläutert, wie die Umbruchsituation im Nahen Osten das Schicksal der Kurdinnen und Kurden in den Blick rückt und wie der türkische Präsident Erdoğan dies für seinen Machterhalt nutzen will.
***Wolfgang Kraushaar*** fordert eine Wende in der deutschen Nahost-Politik, um das Sterben im Gaza-Streifen zu beenden. Statt an einer nie definierten "Staatsräson" festzuhalten, solle Deutschland Israel helfen, eine politische Lösung für den Konflikt zu finden.
Europa und der Ukrainekrieg, Brennende Wälder, Die Macht der Tech-Oligarchen
2025/09/05
Trump und Putin treffen sich in Alaska – und die Europäer dürfen nur zuschauen. Welche Rolle die EU und ihre Verbündeten im diplomatischen Ringen um den Ukrainekrieg spielen, beleuchtet ***Steffen Vogel***.
In Europa ist in diesem Sommer so viel Wald verbrannt wie noch nie. Ob Deutschland auf die zunehmende Waldbrandgefahr vorbereitet ist, analysiert ***Maike Rademaker***.
Die digitale Öffentlichkeit wird zunehmend von Tech-Oligarchen kontrolliert. Wie das die Demokratie gefährdet und was man dagegen tun könnte, erklärt ***Markus Beckedahl***.
Fossil-Ministerin im Rückwärtsgang, Enttäuschung der Afghanen, Ungarn steht gegen Orbán auf
2025/07/24
Wirtschaftsministerin Katherina Reiche bremst zu Gunsten der Fossil-Lobby die Energiewende aus. Der Journalist ***Yves Venedey*** erklärt, warum dieser energiepolitische Rückwärtsgang nicht nur dem Klima, sondern auch Wirtschaft und Gesellschaft schadet.
Afghanistan ist - vier Jahre nach dem Abzug der NATO - unter den Taliban wieder ein autoritärer, frauenfeindlicher Gottesstaat geworden. Für die Journalistin ***Waslat Hasrat-Nazimi*** ein Ausdruck westlicher Doppelmoral, die das Schicksal der Menschen vor Ort innenpolitischen Strategien opfert.
***Dániel Fehér*** war auf der Pride in Budapest - trotz Verbot wohl die größte Demonstration der ungarischen Geschichte. Der Kommunikationsexperte erläutert, warum die Tage des autoritären Regierungschefs Viktor Orbán gezählt sind.
Westliche Russland-Mythen, Schrecken in Gaza, Tunesien und die Migrationsabwehr
2025/06/27
Auch drei Jahre nach dem Angriff auf die Ukraine wird der russische Imperialismus nach wie vor unterschätzt. Eine reale Gefahrenwahrnehmung scheitert allzuoft an westeuropäischer Ignoranz, so ***Steffen Vogel***.
Das Leiden der Zivilisten im Gazastreifen nimmt kein Ende. ***René Wildangel*** beschreibt die Folgen von Krieg und israelischer Blockadepolitik und fordert die Staatengemeinschaft auf, zu handeln, um eine Hungersnot zu verhindern.
In Tunesien begann vor fast 15 Jahren der Arabische Frühling. Doch heute, so ***Vanessa Barisch***, ist vom demokratischen Aufbruch wenig geblieben. Stattdessen wird das Land zum Vorposten der europäischen Migrationsabwehr.
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