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Württembergische Landesbibliothek – Bibliothek für Zeitgeschichte

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Dieser Podcast hat
77 Episoden
Sprache
German
Erstellt am
2021/11/01
Neueste Episode
2026/07/13
Durchschnittsdauer
55 min.
Veröffentlichungsintervall
18 Tage

Beschreibung

Die Bibliothek für Zeitgeschichte in der Württembergischen Landesbibliothek veranstaltet regelmäßig in Stuttgart öffentliche Vorträge zu Politik und Zeitgeschichte. Auch Lesungen, Gespräche und Podiumsdiskussionen gehören zum Programm. Historiker kommen dabei ebenso zu Wort wie Journalisten, Publizisten, Schriftsteller und andere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Die Reihe richtet sich zugleich an Fachwissenschaftler wie an historisch Interessierte.

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Die Weimarer Republik und die erste Krise der Globalisierung
2026/07/13
Eine Demokratie, die nach einer tödlichen Pandemie mit vielfältigen Krisenphänomenen konfrontiert ist und ihren Platz in einer von massiven globalen Umbrüchen gekennzeichneten Welt sucht — diese Beschreibung der Weimarer Republik klingt aus heutiger Sicht recht vertraut. Der Vortrag diskutiert die Auseinandersetzung der Weimarer Republik mit der ersten Krise der Globalisierung nach dem Ersten Weltkrieg. Dabei geht es auch um die globalen Bedingungsfaktoren der Zerstörung der Demokratie und des Aufstiegs des Nationalsozialismus. Gleichzeitig verweist der Vortrag aber auf durchaus existierende alternative Reaktionen auf die vielfältigen Krisenphänomene der Zwischenkriegszeit. Weimars Kollaps und der Triumph der rechtsradikalen Kräfte war demnach keinesfalls unvermeidbar — auch darin liegt eine der Lehren Weimars für unsere Gegenwart. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/bfz_weimar_globalisierung_biess
Polens Wirtschaftswunder. Wie wurde aus dem Sorgenkind ein Erfolgsland?
2026/06/28
Vortrag von Dr. hab. Sebastian Płóciennik (Warschau) in der Vortragsreihe „Verlieren wir Osteuropa?!“ Polen hat in nur einer Generation einen bemer­kens­­werten wirt­schaft­lichen Aufstieg vollzogen. Aus einem der ärmsten Länder Europas wurde eine dynamische Wachs­tums­­öko­no­mie, die heute zu den 20 größten Volkswirtschaften der Welt zählt und deren Markt für deutsche Exporte inzwischen wichtiger ist als China. Der Vortrag zeichnet nach, welche Stärken, Reformen und wirtschafts­poli­tischen Ideen diesen Erfolg ermöglicht haben. Vielleicht ist es an der Zeit, aus dem polnischen Wirtschafts­wunder auch Lehren für den Standort Deutschland zu ziehen? Dr. hab. Sebastian Płóciennik ist Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit und Professor für Ökonomie am Institut für Wirtschaft der Akademie für Finanzen und Business Vistula in Warschau. Er studierte Rechts­wissen­schaften und erwarb einen Doktortitel sowie eine Habilitation in Wirtschafts­wissen­schaften an der Wirtschafts­uni­versi­tät Breslau. Seine wissen­schaft­liche Arbeit begann am Willy Brandt-Zentrum für Deutschland- und Europa­studien in Breslau. An der Universität Breslau leitete er das internationale Master­studien­pro­gramm Global Studies – a European Perspective. Er hat an Universitäten in Deutschland, Kanada, Südkorea, Südafrika und Indien gelehrt. Seine Spezia­li­sie­rung liegt in der Erforschung der deutschen Wirtschaft, der wirtschaftlichen Inte­gra­tions­pro­zesse in Europa sowie der institutionellen Ökonomie. Die Veranstaltung fand am 16. April 2026 in der Württembergischen Landes­biblio­thek Stuttgart statt. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/vortraege_zur_zeitgeschichte_sebastian_p_ociennik_polen
Europa im Krieg: Determinanten von Krieg und Frieden
2026/05/31
Vortrag von Prof. Dr. Andreas Heinemann-Grüder (Bonn) in der Vortragsreihe „Verlieren wir Osteuropa?!“ Den Erwartungen an eine „Rückkehr nach Europa“ folgten in den letzten Jahren Populismus, Ethno­natio­na­lis­mus, Enttäuschung über die EU, Korruption, teilweise autoritäre Regression und Orientierung an Putin. Welche Konflikte prägen die Gesell­schaften, was beeinflusst den Werte­wandel, wie hängen wirt­schaft­liche Ent­wick­lung und Ein­stel­lungs­muster miteinander zusammen? Schließlich: Was ist an den ost­euro­pä­ischen Entwicklungen „östlich“, welche übergreifenden euro­pä­ischen Trends lassen sich identifizieren? Das Bild ist vielschichtig. Andreas Heinemann-Grüder ist Senior Fellow beim CASSIS und außer­plan­mäßiger Professor für Politik­wissen­schaft an der Universität Bonn. Seine Forschungs­schwer­punkte sind Politik und Konflikte im postsowjetischen Raum, vergleichender Föderalismus, das Wiederaufleben des Autoritarismus und gewaltsame politische Krisen mit irregulären bewaffneten Gruppen. Heinemann-Grüder studierte Geschichte, Politik­wissen­schaft und Germanistik an der Freien Universität Berlin und absolvierte ein Postgraduierten­studium an der Lomonossow-Universität in Moskau. Er promovierte 1989 an der Freien Universität Berlin und habilitierte sich 1999 an der Humboldt-Universität. Er ist Mitglied des Beirats der Bundes­regierung für zivile Konflikt­präven­tion und Friedens­för­de­rung. Die Veranstaltung fand am 26. März 2026 in der Württembergischen Landes­biblio­thek statt. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/europa_im_krieg_determinanten_von_krieg_und_frieden?nav_id=13106
Hitler übersetzen. Über die Sprache des Faschismus und ihre unheilvolle Wirkmacht
2026/05/22
Buchvorstellung mit Olivier Mannoni | Bibliothek für Zeitgeschichte Zehn Jahre lang übersetzte Mannoni Hitlers „Mein Kampf“ für eine kritisch-wissenschaftliche Edition ins Französische. Das Werk, mit dem Hitler seine antisemitischen Thesen und nationalsozialistische Weltanschauung auf über 700 Seiten in eine für den Normalbürger kaum zugängliche Prosa ergoss und sie dennoch „salonfähig“ machte. Zwölf Millionen Exemplare waren bis 1945 im Umlauf. Was macht es mit einem Menschen, sich jahrelang in die Tiefen von Hitlers Sprache zu versenken? Angesichts einer politischen Realität, in der rechtspopulistische Parteien Regierungen stellen, demagogische Reden ein Revival erleben und nationalsozialistisches Vokabular in unseren Alltag zurückkehrt, warnt uns Olivier Mannoni vor der Wirkmacht sprachlich irreführender Überfrachtungen und dem damit einhergehenden suggestiven Kalkül. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/bfz_sprache_faschismus_mannoni
Eltern – Kinder – Bildung. Wie Herkunft und Familie Chancen prägen
2026/05/02
Bildung ist in Deutschland immer noch eine Frage der sozialen Herkunft. Warum eigentlich? Und lässt sich daran etwas ändern? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Vortrags von Prof. Dr. Sandra Buchholz (Hannover). Es wird gezeigt, wie ungleich die Bildungschancen in Deutschland nach wie vor verteilt sind. Ein Beispiel: Haben die Eltern studiert, nehmen 78 von 100 Kindern im Laufe ihres Lebens selbst ein Studium auf. Haben die Eltern nicht studiert, sind es hingegen nur 25 von 100 Kindern. Haben die Eltern keine berufliche Ausbildung abgeschlossen, finden sogar nur 8 von 100 Kindern den Weg an die Hochschule. Wie sich die Forschung das Fortbestehen sozialer Ungleichheiten erklärt, wird diskutiert. Dabei zeigt sich, es sind nicht nur Unterschiede in den schulischen Leistungen, die den Ungleichheiten zugrunde liegen. Selbst bei Leistungen macht die soziale Herkunft einen großen Unterschied. Die Veranstaltung fand am 25. Februar 2026 in der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart statt. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/sandra_buchholz_eltern_kinder_bildung
Ist die Formel vom „Weniger, älter, bunter“ zu revidieren? Neue und alte Facetten des demographischen Wandels in ländlichen Räumen
2026/04/19
Vortrag von Annett Steinführer in der Reihe "Im Umbruch!": Es ist stiller geworden um das Thema des demographischen Wandels in ländlichen Räumen. Die noch vor wenigen Jahren verbrei­teten Untergangs­zenarien und Forderungen nach der „Schließung“ von Dörfern wurden von anderen Aufmerk­sam­keits­kon­junk­tu­ren verdrängt. Doch schreiten die Verände­run­gen der Zahl und der Zusammensetzung der Bevölkerung fort, und neue Wande­rungs­mus­ter tragen zu sozialer Vielfalt bei. Der Vortrag von Prof. Dr. Annett Steinführer (Braunschweig) beleuchtet die unter­schied­lichen Facetten des demographischen Wandels in ländl­ichen Räumen in Deutschland und ihre Folgen für das Zusammen­leben, das Wohnen und die Daseins­vor­sorge genauer, wobei gleichzeitig der großen regio­na­len und lokalen Vielfalt der Wanderungsprozesse und der natürlichen Bevöl­ke­rungs­ent­wick­lung Rechnung zu tragen ist. Die Veranstaltung fand am 10. Februar 2026 in der Württembergischen Landes­biblio­thek Stuttgart statt. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/annett_steinfuehrer_laendliche_raeume
Unerwünscht. Die westdeutsche Demokratie und die Verfolgten des NS-Regimes
2026/04/06
Stefanie Schüler-Springorum stellt erstmals die westdeutsche Nachkriegsgesellschaft aus Sicht der Menschen dar, die im Nationalsozialismus verfolgt wurden. Damit erzählt sie eine bislang weitgehend ausgeblendete Geschichte. Sie schildert die Erfahrungen von überlebenden Juden und Sinti und Roma, von ehemaligen Zwangsarbeitern und Homosexuellen im westlichen Teil Deutschlands in den ersten Nachkriegsjahrzehnten. Das gängige Bild von der gelungenen Demokratisierung der Bundesrepublik bekommt durch diese Geschichten einen Riss. Die Erfahrungen der ehemals Verfolgten zeigen, dass der Hass und die Ressentiments gegen sie nicht einfach verschwanden, sie waren tief im Denken der Menschen verankert und sind es zum Teil bis heute. Die Gründe und Funktionen dieser Einstellungen mögen sehr unterschiedlich sein, doch sie haben eines gemeinsam: den Wunsch der Mehrheitsgesellschaft, dass die betroffenen Menschen nicht da sein sollten. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/bfz_verfolgte_ns_bundesrepublik_schueler_springorum
Hochqualifiziert und äußerst skeptisch? Wie qualifizierte Zuwanderer Deutschland erleben
2026/03/22
Die Zuwanderung von Hochqualifizierten wird ökonomisch und kulturell als wenig bedrohlich betrachtet. Aber was zeichnet das besondere Verhältnis von hochqualifizierten Einwanderern zum Zielland aus? Sind hier Muster erkennbar, etwa im Bereich der tatsächlichen und wahrgenommenen Akzeptanz oder der emotionalen Bindung an das Zielland? Und gilt dies für alle Herkunftsgruppen gleichermaßen? Diese Fragen werden anhand einer Befragung von Neuzuwanderern nach Deutschland diskutiert. Claudia Diehl ist Professorin für Mikrosoziologie an der Universität Konstanz und Co-Sprecherin des Exzellenzclusters The Politics of Inequality. Sie hat Soziologie und Psychologie in Mannheim studiert, wo sie 2001 auch promoviert wurde. Bevor sie im April 2013 dem Ruf nach Konstanz folgte, hatte sie eine Stelle als Professorin an der Universität Göttingen inne und war am Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung tätig. Sie nahm zahlreiche Auslandsaufenthalte wahr; zuletzt war sie 2019/2020 als Hannah-Arendt-Gastprofessorin des DAAD an der Munk School of Foreign Affairs and Public Policy in Toronto (Kanada) tätig. 2021 wurde Claudia Diehl in die Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder berufen und ist Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat für Familienfragen, der das Bundesfamilienministerium berät. Sie ist seit 2023 ferner Mitglied der Heidelberger sowie seit 2025 der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Claudia Diehl befasst sich in ihrer Forschung mit Migration, Integration und ethnischer Diskriminierung. Die Veranstaltung fand am 15. Januar 2026 in der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart statt. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/claudia_diehl_hochqualifiziert_und_skeptisch
Demografie macht Politik. Repräsentation, Populismus, Perspektiven
2026/02/15
Vortrag von Prof. Dr. Marc Debus (Mannheim) in der Reihe "Im Umbruch!" Die bundesdeutsche Gesellschaft hat sich durch die Zuwanderung in den letzten Jahrzehnten massiv verändert. Beinahe 30% der in Deutschland lebenden Menschen haben einen sogenannten Migrations­hinter­grund. In diesem Bevöl­ke­rungs­anteil verbirgt sich jedoch eine große Heterogenität, die wiederum mit unter­schied­lichen Interessen­lagen verbunden ist. Im Vortrag wird der Frage nach­ge­gan­gen, ob Individuen mit spezifischen ethnischen Hintergründen – sprich: etwa einem türkischen, italienischen, russischem oder russland-deutschen – unterschiedliche Werte und Einstellungen vertreten und ob diese Gruppenzugehörigkeit das Wahlverhalten und die Parteipräferenz beeinflusst. In einem zweiten Schritt wird diskutiert, ob politische Eliten mit Migrationshintergrund dazu tendieren, die Interessen von Migranten verstärkt im politischen Prozess zu repräsentieren. Seit September 2012 ist Marc Debus Professor für Vergleich­ende Regierungs­lehre an der Universität Mannheim. Er hat Politik­wissenschaft, Soziologie, Methoden der empirischen Sozialforschung, Neuere Geschichte und Wirtschafts- und Sozialgeschichte an den Universitäten Marburg und Mannheim studiert und an der Universität Konstanz promoviert. Seine Forschung konzentriert sich auf die Analyse politischer Institutionen, insbesondere in Mehrebenen­systemen, und ihre Aus­wirkungen auf Wahlverhalten und legislative Aktivität sowie auf Parteienwettbewerb, das Regieren in Koalitionen und Entscheidungsprozesse in Parlamenten und Regierungen. Die Veranstaltung fand am 8. Dezember 2025 in der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart statt. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/debus_demografie_macht_politik
Keine Zeit mehr für die Arbeit? Arbeitszeitoptionen als Chance und Herausforderung für Beschäftigte und Betriebe
2026/02/08
Ein Vortrag von Prof. Dr. Ute Klammer (Duisburg-Essen) in der Reihe "Im Umbruch!". Im Zuge des gesell­schaft­lichen Wandels haben arbeitnehmer­bezo­ge­ne Zeitrechte und Wahl­optio­nen zwischen Zeit und Geld in den vergangenen Jahren eine zuneh­men­de Bedeutung in der Arbeitswelt bekommen. Elternzeit, Pflegezeit, (Brücken-)Teilzeit, Sabbaticals, die tarif­vertrag­liche Möglich­keiten, zwischen mehr Geld oder mehr freien Tagen entscheiden zu können … Beschäftigten stehen heute viele Optionen offen, um die Arbeit an die persönlichen Bedürfnisse und Wünsche anzupassen. Doch wer nutzt diese Möglich­kei­ten – und wer springt dafür ein? Wie gehen Betriebe mit den temporären Frei­stel­lun­gen und Arbeitszeit­redu­zie­run­gen ihrer Beschäf­tig­ten um? Werden Arbeit­geber vor kaum zu lösende Probleme gestellt – oder entwickeln sich neue, innovative Konzepte des Personal­manage­ments? Der Vortrag präsentiert hierzu Ergebnisse aus einem kürzlich abge­schlos­se­nen Forschungs­projekt. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/ute_klammer_arbeitszeitoptionen
Öffentliche Reden im Zeitalter generativer KI
2026/01/11
Was die in Chatbots wie ChatGPT verbauten Large Language Models leisten können, bleibt umstritten. Während die einen bereits das Zeitalter der „Textpokalypse“ und der Verdummung gekommen sehen, hoffen andere, in generativer KI ein mächtiges Instrument für Bildung und Demokratisierung zu finden. Diesseits von Hype, Hoffnung und Horror beeinflussen ChatGPT und Co. aber schon heute, wie Menschen recherchieren, lesen, schreiben – und reden. Der Vortrag erschließt anhand von Themen aus Rhetorik, Autorschaft und kommunikativer Kompetenz die Konsequenzen von LLM-Texten für das öffentliche Sprechen und entwirft Szenarien ihrer produktiven Nutzung. Markus Gottschling forscht und lehrt zu Literatur, Rhetorik und Wissenschafts­kommu­ni­ka­tion. Er ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Allgemeine Rhetorik und verant­wort­lich für die Wissenschaftliche Koordination des RHET AI Center. Dort leitet er auch die Arbeitsgruppe “Communicative Competence”, die sich mit Wirkung und Nutzung generativer KI auseinandersetzt. Regelmäßig entwickelt und lehrt er Fortbildungsformate zur Wissenschaftskommunikation. Seit 2025 ist er Co-Direktor der RHET AI Coalition, eines internationalen Forschungsnetzwerks an der Schnittstelle von Rhetorik und Künstlicher Intelligenz. Eine gemeinsame Veranstaltung der Stiftung Bundespräsident-Thedor-Heuss-Haus und der Württembergischen Landesbibliothek. Die Veranstaltung fand am 26. November 2025 in der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart statt. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/bfz_klartext_markusgottschling
Gerahmte Gewalt. Fotoalben von Deutschen im „Osteinsatz“ und die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg
2025/12/20
Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/bfz_fotoalben_zweiter_weltkrieg_matthaeus
„Großes Volksrednertum“? Die Reden von Theodor Heuss
2025/11/29
Der erste Bundespräsident galt zu seiner Zeit als eindrucksvoller Redner. Insgesamt hielt Theodor Heuss über 2.300 Reden, allein fast 700 als Staatsoberhaupt. Damit war er stilbildend für dieses Amt. Doch anders als seine Nachfolger entwarf er seine Vorträge selbst und sprach meist frei. Mit seiner direkten Ansprache vermittelte er seinen Zuhörern das Gefühl eines persönlichen Gesprächs und wollte so für die junge Demokratie werben. Heute hingegen wirken sein Stil und seine weitschweifigen Gedankengänge auf manche antiquiert. Was machte damals die Faszination seiner Reden aus? War Heuss wirklich der „große Volksredner“? Prof. Dr. Ulrich Baumgärtner ist außerplanmäßiger Professor am Historischen Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität München und war viele Jahre in der Lehrerausbildung tätig. Publikationen u. a.: Reden nach Hitler. Theodor Heuss – Die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus (2001); Wegweiser Geschichtsdidaktik. Historisches Lernen in der Schule (3. Aufl. 2024). Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/bfz_klartext_ulrichbaumgaertner
Blumen und Brandsätze. Eine deutsche Geschichte, 1989–2023
2025/11/21
Spätestens seit den 1980er Jahren erregt kaum etwas die Öffent­lich­keit so sehr wie die Frage, wie viele und welche Menschen, „die wir nicht gerufen haben“, Deutsch­land aufnehmen sollte. Klaus Neumann beschäftigt sich mit Antworten auf diese Frage: von Forderungen nach der Änderung von Artikel 16 des Grund­ge­setzes in den frühen 1990er Jahren über die sogenannte Willkom­mens­kultur 2015 bis zur Neuauflage der Behauptung, das Boot sei voll, nach der Ankunft von Flücht­lingen aus der Ukraine 2022. Der Historiker untersucht die unterschied­lichen Motivationen, Schutz zu gewähren oder Schutz­suchende abzuweisen. Im Mittelpunkt seiner Betrachtung stehen dabei lokale und lokalpolitische Auseinan­der­setzun­gen: im Westen Hamburgs und im südöst­lichen Sachsen. Er macht anschaulich, wie sehr Aushandlungs­prozesse um die lokale Aufnahme von DDR-Übersiedlern und Asylsuchenden, Aussied­ler­innen und Kriegsflüchtlingen verquickt waren mit Debatten über Rassis­mus und Rechts­extremis­mus, demokratische Teilhabe sowie west- und ostdeutsche Identitäten. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/bfz_blumen_brandsaetze_neumann
Klartext im Parlament?! Zur Verständlichkeit von Bundes- und Landtagsreden
2025/11/09
Verständliche Kommunikation ist eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiche Kommunikation. Fehlt sie, drohen nicht nur Missverständnisse oder fehlendes Verständnis. Eine Kommunikation, die an den sprachlichen Bedürfnissen und Erwartungen ihrer Rezipienten vorbei geht, kann zusätzlich u. a. als unhöflich, unattraktiv oder sogar als böswillig irreführend empfunden werden. Die Politik bringt hierbei ganz eigene Herausforderungen mit sich: Wie macht man komplexe politische Entscheidungen und Zusammenhänge für möglichst viele Menschen nachvollziehbar? Wir beschäftigen uns mit der Verständlichkeit der Abgeordneten in unseren Parlamenten und gehen der Frage nach: Ist das wirklich alles politisches Kauderwelsch? Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/bfz_klartext_claudiathoms

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