
Werben im Podcast: Zwischen Blende und Zeit - Der Fotografie-Talk der fotocommunity
Dieser Podcast hat
521 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
Falk Gustav Frassa & Lars IhringExplizit
Nein
Erstellt am
2021/11/04
Neueste Episode
2026/10/21
Durchschnittsdauer
39 min.
Veröffentlichungsintervall
4 Tage
Beschreibung
Irgendwo zwischen Blende und Zeit sind sie verborgen, die eigentlichen Besonderheiten, diese kleinen Feinheiten auf den zweiten Blick, die die Fotografie so besonders machen. Und genau das ist unser Thema hier im Fotografie-Podcast der fotocommunity. Wir möchten Dich einladen, gemeinsam mit uns auf die Reise durch die spannende Welt der Fotografie zu gehen! Wir freuen uns auf Dich! Falk & Lars
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521 - Warum wollen plötzlich alle wieder schlechtere Kameras?
2026/10/21
Eine fast 20 Jahre alte Canon 5D bekommt plötzlich neue Filmsimulationen, die Fujifilm X-Half begeistert ausgerechnet damit, dass sie uns weniger Kontrolle über unsere Fotos gibt, und Kameras, die technisch längst überholt sind, werden wieder interessant. Was ist da eigentlich los?
Ausgehend von unseren Urlaubserlebnissen sprechen wir über eine Entwicklung, die uns zunehmend auffällt: Offenbar verändert sich gerade, was wir von unseren Kameras erwarten. Dabei stellen wir fest, dass wir selbst ziemlich unterschiedliche Vorstellungen davon haben, was Fotografieren heute angenehm macht. Während Falk begeistert davon erzählt, ein Foto erst viel später sehen zu können, möchte Lars seine Bilder am liebsten sofort fertig haben. Und trotzdem steckt hinter beiden Wünschen vielleicht derselbe Gedanke.
Wir fragen uns, warum freiwillige Einschränkungen plötzlich attraktiv werden, ob der Drang nach immer neuer Ausrüstung tatsächlich nachlässt und weshalb eine alte Kamera heute möglicherweise interessanter sein kann als ihr hochmoderner Nachfolger.
Und am Ende steht eine Frage, die weit über Kameratechnik hinausgeht: Was verändert sich an unserer Fotografie, wenn wir irgendwann nicht mehr das Gefühl haben, etwas verbessern zu müssen?
520 - Vergiss, was wir Dir über Fotografie beigebracht haben!
2026/10/18
Was würden wir einem Anfänger in der Fotografie heute auf keinen Fall mehr raten? Und wie viele der vermeintlichen Wahrheiten, die wir über Jahre weitergegeben haben, würden wir inzwischen selbst infrage stellen?
In dieser Sonntagsfolge schauen wir auf unsere eigenen fotografischen Anfänge zurück und stellen fest, wie sehr sich unser Blick auf die Fotografie verändert hat. Früher ging es oft um die richtige Technik, den manuellen Modus, die perfekte Belichtung und klare Regeln. Heute fragen wir uns viel häufiger, was ein Foto eigentlich mit uns macht.
Wir sprechen darüber, warum technische Perfektion nicht automatisch zu bedeutungsvollen Bildern führt, weshalb wir manche unserer früheren Fotos heute kaum noch zeigen würden und warum es vielleicht sinnvoller ist, erst einmal neugierig zu fotografieren, statt alles richtig machen zu wollen.
Dabei geht es nicht nur um Anfänger, sondern auch um uns selbst. Um die Bereitschaft, alte Überzeugungen loszulassen, andere fotografische Wege zu akzeptieren und zu erkennen, dass unsere Bilder immer auch etwas darüber erzählen, wer wir gerade sind.
Eine Folge über fotografische Erfahrungen, vermeintliche Wahrheiten und die Freiheit, Fotografie auf die eigene Weise zu entdecken.
519 - Nie wieder eine neue Kamera – wärst Du glücklicher?
2026/10/14
**Was wäre, wenn Du Dich für den Rest Deines Lebens auf eine einzige Kamera festlegen müsstest?** Keine Neuanschaffungen, keine Alternativen, kein Wechsel mehr. Welche Kamera würdest Du wählen – und was sagt diese Entscheidung darüber aus, warum Du eigentlich fotografierst?
Ausgehend von Falks neuester analoger Errungenschaft stellen wir uns genau dieser Frage. Und stellen ziemlich schnell fest, dass unsere Antworten kaum unterschiedlicher sein könnten. Während Falk von einer analogen Hasselblad träumt, die ihn zu wenigen, besonders intensiven Aufnahmen führt, würde Lars lieber bei einer kleinen, flexiblen Digitalkamera bleiben, mit der er seinen Alltag entdecken und spontane Momente festhalten kann.
Doch hinter dieser scheinbar einfachen Kamerafrage steckt viel mehr. Geht es uns beim Fotografieren darum, Erinnerungen zu bewahren, die Welt bewusster wahrzunehmen oder einen Zustand zu erreichen, in dem wir ganz bei uns selbst sind? Brauchen wir technische Einschränkungen, um langsamer und achtsamer zu fotografieren, oder ist das letztlich eine Frage unserer inneren Haltung?
Wir sprechen über fotografische Sehnsüchte, unterschiedliche Lebensphasen und die Freiheit, nicht jeden Moment festhalten zu müssen. Und darüber, warum die Kamera, die uns heute glücklich macht, vielleicht nicht diejenige ist, mit der wir für den Rest unseres Lebens fotografieren möchten.
Eine Folge über zwei sehr unterschiedliche Wege zur fotografischen Zufriedenheit – und eine Frage, die Ihr Euch vielleicht selbst einmal stellen solltet.
518 - Nebel, Herbst und ein verdächtig scharfer Mond
2026/10/11
Ein Mondfoto vom Smartphone, das aussieht, als wäre es mit einem Supertele aufgenommen, bringt Falk und Lars zu einer Grundsatzfrage: Wie viel Rechnerei darf in einem Foto stecken, bevor es etwas anderes ist? Die beiden gehen die Stufen durch. Der Film bildet Licht ab, der digitale Sensor misst es und übersetzt es in Zahlen, und inzwischen setzt eine KI aus den Rohdaten das Bild erst zusammen. An einer Stelle kippt das Ganze in eine Neuinterpretation, etwa wenn man ein Foto durch ChatGPT schickt, und dann liegt die Frage nahe, ob das eigene Foto danach noch existiert. Lars fragt außerdem, was es mit einer Community macht, wenn jedes besonders gelungene Bild unter KI-Verdacht gerät, und wie weit sich die Entstehung eines Bildes aus der Ferne überhaupt beurteilen lässt. Eine Antwort darauf, wo die Grenze verläuft, gibt es in dieser Folge nicht, wohl aber den Gedanken, dass jede und jeder sie für sich selbst ziehen muss. Setz Dich gern zu uns, wenn Du Deine eigene Grenze noch suchst.
517 - Die fotocommunity im Wandel: neue App und Kategorie für Analogfotografie
2026/10/07
Manchmal verändert sich Fotografie nicht durch eine neue Kamera oder eine neue Technik, sondern dadurch, wie und wo wir ihr begegnen. In dieser Folge schauen wir auf eine ganze Reihe von Veränderungen, die gerade rund um die Fotografie und die fotocommunity passieren. Die Imaging World zieht 2027 nach Köln und bringt ein Stück photokina-Gefühl zurück. Die fotocommunity hat eine neue App, neue Mitgliedschaften und mit der analogen Fotografie einen eigenen Bereich, der weit mehr sein soll als ein nostalgischer Blick zurück.
Wir sprechen darüber, warum eine Community sich verändern muss, ohne ihre Geschichte zu verlieren, wie neue und alte fotografische Welten voneinander profitieren können und warum Veränderung nicht automatisch bedeutet, Bewährtes hinter sich zu lassen. Außerdem geht es um das neue fotocommunity-Magazin und einen Fotowettbewerb, der gezielt die Perspektiven von Fotografinnen sichtbar macht.
Eine Folge über Aufbruch und Herkunft, analog und digital – und über die Frage, wie viel Veränderung Fotografie eigentlich braucht.
516 - Das kannst Du keinem erzählen - vom Wutzippel und anderen Facetten.
2026/10/04
Auf der Hundewiese kommt Falk mit einem jungen Fotografen ins Gespräch, der für charakterstarke Porträts bekannt ist und an diesem Tag mit seinem neuen Teleobjektiv Flugzeuge fotografiert hat. Sein Satz „Das kannst Du keinem erzählen“ lässt Falk nicht mehr los. Mit halbkaltem Kaffee und einer Capri-Sonne auf der Parkbank landen die beiden schnell bei der Frage, warum wir fotografische Ausreißer lieber verstecken oder gleich in einen zweiten Account auslagern. Von dort ist es nur ein kleiner Schritt zu den letzten Wochen hier im Podcast und zu dem Moment, in dem Lars ihn einen Wutzipfel genannt hat. Setz Dich gern mit auf die Bank und hör einmal in Dich hinein, welche Facette Deiner Fotografie bisher keinen Platz bekommen hat.
515 - Fotografierst du noch selbst? – Wie Technik unseren Blick beeinflusst
2026/09/30
Wie frei fotografieren wir eigentlich? Ausgangspunkt dieser Folge ist eine ziemlich kleine Sache: ein neues JPEG-Rezept. Lars probiert es aus, mag den Look – und stellt irgendwann fest, dass er plötzlich anders fotografiert. Motive, die ihn sonst interessiert hätten, übersieht er. Stattdessen sucht er nach Bildern, die zu seinem Rezept passen.
Und damit landen wir bei einer größeren Frage: Treffen wir unsere fotografischen Entscheidungen wirklich selbst? Oder lassen wir uns stärker von Kameras, Objektiven, Presets, Filmen, Trends und neuen technischen Möglichkeiten beeinflussen, als uns bewusst ist?
Falk sieht darin allerdings nicht nur eine Einschränkung. Denn manchmal kann genau diese Begrenzung den Blick schärfen. Nur eine Brennweite, nur Schwarzweiß, nur ein bestimmter Film oder Look – vielleicht nehmen uns solche Entscheidungen nicht Freiheit, sondern helfen uns dabei, genauer hinzusehen.
Wir sprechen darüber, wann Reduktion zur kreativen Entscheidung wird und wann sie unbemerkt beginnt, unsere Wahrnehmung zu steuern. Und darüber, warum es sich lohnen kann, sich hin und wieder selbst dabei zu beobachten, warum man eigentlich gerade genau dieses Foto macht.
Eine Folge über fotografische Freiheit, bewusste Einschränkung und die überraschende Erkenntnis, wie leicht sich unser Blick beeinflussen lässt.
514 - Wir sprechen über das Foto "morgens..." von Dirk Bee
2026/09/27
Heute wagen wir ein kleines Experiment: Wir sprechen nacheinander über dasselbe Foto, ohne zu wissen, was der andere dazu gesagt hat. Auf der Fotobühne steht „morgens...“ von Dirk Bee aus Bergneustadt. Drei Frauen stehen unbekleidet mit dem Rücken zu Dir am Strand, direkt vor einem tiefschwarzen Hintergrund, der ihnen den Blick aufs Meer versperrt. Falk hört in dem Bild die Ostsee plätschern und fragt sich, wie viel von einem Ort in ein Porträt einfließt, auch wenn man ihn am Ende gar nicht sieht. Lars entdeckt in der Szene drei Menschen, die gemeinsam ins Ungewisse gehen, und findet über Richard Avedon und Lee Myoung Ho zu der Frage, was ein Studiohintergrund mitten in der Landschaft eigentlich abgrenzt. Schau Dir das Foto gern vorher in Ruhe an und erzähl uns, ob sich unsere beiden Blicke für Dich ergänzen oder aneinander vorbeilaufen.
513 - Ein guter Fotograf weiß, wann ein Foto nicht gemacht werden muss. - Wirklich?
2026/09/23
Wann wissen wir eigentlich, dass ein Foto es nicht wert ist, gemacht zu werden?
Ausgangspunkt dieser Folge ist ein Satz aus einer unserer letzten Episoden: Ein guter Fotograf weiß auch, welches Foto er nicht machen muss. Doch woher soll dieses Wissen kommen? Gerade am Anfang müssen wir doch ausprobieren, Fehler machen und manchmal genau die Fotos aufnehmen, von denen andere längst behaupten würden, dass sie nicht funktionieren.
Wir sprechen darüber, wie sich unser eigener Blick mit den Jahren verändert, warum fotografische Regeln und die Erfahrungen anderer hilfreich sein können – aber auch darüber, wann sie anfangen, uns einzuengen. Und wir fragen uns, wie viel Macht wir Kommentaren, Lehrsätzen und vermeintlichen fotografischen Wahrheiten über unsere eigenen Bilder geben wollen.
Denn vielleicht ist ein Foto, das wir heute nicht mehr machen würden, trotzdem eines, das wir morgen nicht missen möchten. Eine Folge über fotografische Entwicklung, das Vertrauen in den eigenen Blick und den Mut, ein Bild manchmal einfach trotzdem zu machen.
512 - fotocommunity in eigener Sache: Im Gespräch mit Leo Steinberg, zu neuen Mitgliedschaften und zukünftigen Plänen
2026/09/20
Bei Lars sitzt heute jemand im virtuellen Studio, der bei der fotocommunity inzwischen ziemlich viele Fäden in der Hand hält: Leonard Steinberg, seit Mai 2025 Director fotocommunity and Digital Solutions bei der Five Monkeys Group. Die beiden blicken kurz zurück auf die Zeit, als die fc noch die große Bühne auf der photokina war, und dann nach vorn auf die neuen Mitgliedschaften Plus, Elite und Infinity, die frisch gestartete Vorteilswelt mit Rabatten und Kursen aus der Fotobranche und ein neues Format, in dem Mitgliederfotos künftig live besprochen werden.
Es geht um das, was hinter den Kulissen an der Technik hängt, um die anstehende Imaging World in Nürnberg mit der Jubiläumsfeier zu 25 Jahren fc, und um die Frage, wie ein Team von unter zehn Personen eine so große Plattform am Laufen hält. Setz Dich gern dazu, wenn Du wissen willst, was sich bei der fc gerade alles bewegt.
511 - Der Spazierclub und die Sehnsucht nach echten Gesichtern
2026/09/16
Diesmal reden wir über etwas, das eigentlich nichts mit Kameras zu tun hat – und dann doch mit allem: dem Wunsch, sich wieder wirklich zu treffen. Ausgangspunkt ist ein Spazierclub in Leipzig, von dem wir gerade erst gehört haben, und die Frage, was diesen Drang gerade so stark macht, aus der App heraus und Menschen in echt zu begegnen.
Von dort gehen wir zurück zu den letzten Photokina-Jahren, als der Weg zur Messe oft gar nicht der Technik galt, sondern den Online-Kontakten, die wir endlich persönlich treffen wollten. Und weiter zur Fujikina in Köln, nach Zingst und zur Analog Art Fair, wo unverbindliche Fotowalks und zufällige Begegnungen bei uns mehr hängen geblieben sind als jedes fertige Bild.
Dazwischen erzählen wir, warum die fotocommunity für uns inzwischen genau dieser Ort ist – ein Platz, an dem Du nicht sofort um Sichtbarkeit kämpfen musst, weil kein Algorithmus entscheidet, wer Dir begegnet. Und wir überlegen laut, ob wir es dieses Jahr endlich schaffen, uns selbst mal wieder zu treffen.
Am Ende bleibt offen, ob es die Verabredung braucht, damit aus digitalen Kontakten wieder echte Gesichter werden, oder ob gerade das Ungeplante die besseren Begegnungen bringt. Setz Dich gern dazu und überleg mit, wann Du zuletzt jemanden getroffen hast, mit dem Du vorher nur geschrieben hattest.
510 - Wie viel Inszenierung verträgt ein ehrliches Foto?
2026/09/13
Manchmal meldet sich jemand, der schon lange zuhört, mit einer Frage, die eine alte Folge zurückholt: Habt ihr eure Position seitdem verändert? Lukas hat eine Episode über [Alltagsfotografie](https://www.fotocommunity.de/podcast/episode/249) ausgegraben, in der wir uns uneinig waren, ob man eine Szene vor dem Auslösen aufräumen darf oder ob sie so bleiben muss, wie sie war. Wir setzen uns noch einmal an den imaginären Kaffeetisch und schauen nach, wo jeder von uns heute steht – und ob sich in zweieinhalb Jahren wirklich etwas bewegt hat.
Steffen bringt eine zweite Frage mit, die weiter zurückreicht: Vor über fünfzehn Jahren hat Lars an einem Posing-Ratgeber mitgeschrieben, den er heute mit anderen Augen liest. Wir sprechen darüber, was von diesen alten Anweisungen für gestellte Porträts heute noch trägt und was eher im Weg steht, wenn es um Momente und echte Begegnung gehen soll. Setz Dich gern zu uns, wenn zwei alte Fragen neues Gewicht bekommen.
509 - Meine Fotos sind für die Tonne? Wer entscheidet das eigentlich?
2026/09/09
Erste eigene Analogfilme seit über zwanzig Jahren, und beim ersten Blick auf die Scans ist der Gedanke sofort da: alles für die Tonne. Zu dunkel, ein Schleier über fast jedem Bild, nichts von dem, was zwanzig Jahre digitale Gewöhnung als gutes Foto gelernt haben. Falk hört sich die Geschichte an und findet schnell den technischen Grund, ein Film, der zu lange gelegen hat und viel mehr Licht gebraucht hätte, als Lars ihm gegeben hat.
Dahinter steckt aber eine Frage, die mit Analog oder Digital erstmal gar nichts zu tun hat: Woran misst Du eigentlich, ob ein Foto gelungen ist, und wer hat Dir diesen Maßstab eigentlich beigebracht? Ein Kommentar aus der fc bringt Lars dazu, seine Bilder noch einmal anzuschauen, diesmal ohne den gewohnten Vergleich im Kopf, und plötzlich sieht das, was eben noch Ausschuss war, aus wie etwas mit eigener Haltung. Genau dieser Blick sortiert auch am Digitalbild aus, jeden Tag, meistens ohne dass Du ihn bemerkst.
Dazwischen geht es um Kameras, denen man vertrauen kann und solche, bei denen man besser vorher nachliest, um Pushen und Pullen, um Belichtung in die Schatten statt in die Lichter, und um das Tempo, das sich einstellt, wenn zwischen Auslösen und Ergebnis plötzlich Wochen liegen statt Sekunden. Wer nie einen Film eingelegt hat, bekommt trotzdem etwas mit: einen Anlass, den eigenen Aussortier-Reflex noch einmal zu prüfen.
508 - Sprachnachrichten über Porträtfotografie: Spürst Du die Begegnung, oder nur das Ergebnis?
2026/09/06
Diese Folge ist anders entstanden als sonst. Kein Studio, keine gemeinsame Aufnahme, sondern Sprachnachrichten, die Falk und ich uns über mehrere Tage hin und her geschickt haben. Ausgangspunkt war ein Instagram-Posting von Selim Cey, das Falk beim Lesen fast umgehauen hat. Dinge, die in der Porträtfotografie aufhören müssten. Model-Karussell, Coverband-Shootings, Presets, die man für Stil hält.
Wir bleiben an einem einzigen Gedanken hängen und lassen den Rest bewusst liegen: Ist ein Porträt eine Begegnung, oder haben sich am Ende nur zwei Dienstleister getroffen, die gemeinsam ein Produkt abgeliefert haben? Dabei geht es um skulpturalen Akt, um die Frage, ob eine Stimmung beim Shooting überhaupt ins Bild kommt, und darum, was es eigentlich braucht, damit aus einem Fototermin echte Nähe wird.
Am Ende bleibt die Frage offen, für uns beide und für Dich: Wann hast Du bei einem Porträt-Shooting zuletzt gemerkt, ob da wirklich eine Begegnung passiert ist? Schreib uns das gern.
507 - Du bist der Chef – warum Fotografie nicht perfekt sein muss
2026/09/02
Warum zieht es gerade wieder so viele Menschen zur analogen Fotografie – und was finden sie dort, was ihnen digital vielleicht fehlt?
Gemeinsam mit Steffen Schüngel tauchen wir ein in eine Welt aus Film, Dunkelkammer und den vielen kleinen ersten Malen, die Lars und Falk gerade selbst wieder erleben. Wir sprechen darüber, warum ein selbst entwickelter Film plötzlich etwas Besonderes sein kann, was daran so faszinierend ist, einem Bild beim Entstehen in der Entwicklerschale zuzusehen – und warum die Angst, dabei etwas falsch zu machen, meistens größer ist als nötig.
Dabei geht es aber um mehr als Analogromantik. Es geht um die Freude am Prozess, um Gemeinschaft und Abgrenzung innerhalb der Fotografie und um die Frage, warum wir eigentlich immer glauben, etwas perfekt beherrschen zu müssen, bevor wir es einfach ausprobieren dürfen.
Steffen bringt es irgendwann auf einen ziemlich einfachen Satz: „Du bist der Chef.“ Denn ob analog, digital, hybrid, perfekt durchgeplant oder einfach draufgehalten – entscheidend ist am Ende vielleicht weniger, wie wir fotografieren, sondern ob das, was wir tun, uns neugierig macht und Freude bereitet.
Eine Folge über analoge Fotografie, die Magie der ersten Male und die Freiheit, Fotografie einfach wieder neu zu entdecken.
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