
Werben im Podcast: Helm ab - Der Veteranencast
Dieser Podcast hat
90 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
Wolf GregisExplizit
Nein
Erstellt am
2022/02/12
Neueste Episode
2026/10/22
Durchschnittsdauer
44 min.
Veröffentlichungsintervall
25 Tage
Beschreibung
Hunderttausende Soldaten und Einsatzveteranen sowie Millionen Veteranen leben in Deutschland. Das hier ist ihr Podcast. Welche Erfahrungen haben diese Männer und Frauen gemacht? Wie gehen sie damit um? Wie erinnern sie an die gefallenen und verwundeten Kameraden der Auslandseinsätze? Und wie schauen sie auf eine Gesellschaft, die nur wenig Notiz von ihnen nimmt? Wolf Gregis – ehemaliger Offizier der Bundeswehr, Afghanistan-Veteran und Autor – sucht Antworten auf diese Fragen. Alle Infos zu ihm in den sozialen Medien und unter www.wolf-gregis.de
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Prägung Bundeswehr: Leistung und Verantwortung
2026/10/22
Schon in jungen Jahren sich und andere auch unter besonderer Belastung zu führen, prägt einen Menschen. Die Bundeswehr stellt diese Ansprüche an alle Soldaten und insbesondere ihren Führungsnachwuchs: Leistung und Verantwortungsübernahme.
Dieser Anspruch kann zu großen Leistungen befähigen und weit über die Dienstzeit hinaus Früchte tragen. Er hat aber auch seine Kehrseite, wenn äußerer Druck zu innerem wird. In dieser Folge erzähle ich von meinen Erfahrungen: Wie bin ich sowohl mit Leistungsanspruch als auch mit Verantwortungsübernahme konfrontiert worden und wie bestimmen diese auch als Veteran mein Leben in der zivilen Welt?
Ich bin Wolf Gregis, Bundeswehr- und Afghanistan-Veteran, SPIEGEL-Bestseller-Autor und Gastgeber von „Helm ab – Der Veteranencast“. Jeden Donnerstag lade ich dich an meinen Tisch ein, um mit mir die Fragen von Dienst und Einsatz zu besprechen und was davon danach für immer bleibt.
Beteilige dich gern mit deinen Erfahrungen in den Kommentaren.
Niemand sonst wird kommen, es liegt an uns.
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Soldaten und Veteranen - Täter oder Opfer?
2026/10/15
KORREKTUR: Wenn du an die Stelle kommst mit den 0,04 % kommst, es sind 0,4 %. Ich habe falsch abgelesen und es erst zu spät bemerkt. Die absolute Zahl von 740 Soldaten bleibt.
Trennung.
Rechtsextreme Täter oder kranke Opfer – das ist das Bild, was die deutschen Medien allzu oft von Soldaten und Veteranen der Bundeswehr zeichnen. Auch die Filmbranche springt gern auf: der Beschützer wird zur Bedrohung. Dazwischen gibt es selten etwas, wenn Medien berichten.
Aber war das wirklich schon alles? Woher kommt dieses Bild und sind wir vielleicht sogar selbst daran schuld? Geht es in der Bundeswehr tatsächlich radikaler zu als im Rest der Gesellschaft?
Ich habe in den letzten Jahren einiges an Erfahrungen mit den Medien gesammelt und sage, es wird Zeit für einen dritten Ansatz – einem der den Soldaten und Veteranen der Bundeswehr gerechter wird.
Ich bin Wolf Gregis, Bundeswehr- und Afghanistan-Veteran, SPIEGEL-Bestseller-Autor und Gastgeber von „Helm ab – Der Veteranencast“. Jeden Donnerstag lade ich dich an meinen Tisch ein, um mit mir die Fragen von Dienst und Einsatz zu besprechen. Und was davon danach für immer bleibt.
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GENANNTE QUELLEN
ZMSBw (2025): Armee in der Demokratie – Studie zu politischen Einstellungen in der Bundeswehr. Forschungsbericht 138: https://zms.bundeswehr.de/resource/blob/5927864/00d738c873b8bbeea8d3ac4e6a78b9f4/30-05-01-zmsbw-forschungsbericht-138-armee-in-der-demokratie-data.pdf
Friedrich-Ebert-Stiftung (2025): Die angespannte Mitte. Rechtsextreme und demokratiegefährdende Einstellungen in Deutschland 2024/25: https://www.fes.de/mitte-studie
MOTRA-Monitor 2024/25 (veröffentlicht 2026). Enthält die Ergebnisse der Studie Menschen in Deutschland: https://www.jura.uni-hamburg.de/media/die-fakultaet/aktuelles/motra-monitor-2024-25-buch-kemmesies-et-al-2026.pdf
Anja Seiffert und Julius Heß (2020): Leben nach Afghanistan. Die Soldaten und Veteranen der Generation Einsatz der Bundeswehr: https://zms.bundeswehr.de/resource/blob/5323792/8ce75408d9ca64ce4784ab7b23bea0b8/studie-leben-nach-afghanistan-data.pdf
Christian Weber (2018): Ist jeder Soldat ein Veteran? Einekritische Analyse der Veteranendefinition vom Volkstrauertag 2018. BAKS-Arbeitspapier 32/2018: https://www.baks.bund.de/sites/baks010/files/arbeitspapier_sicherheitspolitik_2018_32.pdf
Dienst und Krieg: Töten und Sterben
2026/10/08
Es ist die hässliche Seite von Dienst, Einsatz und Krieg und doch unvermeidlich für Streitkräfte – auch für die Bundeswehr: Das Töten und Sterben gehört zu den Pflichten eines Soldaten im Einsatz und Krieg. Und doch wird dieses Thema in Deutschland nur mit der Kneifzange angefasst.
In dieser Folge frage ich mich, wann das Töten und Sterben in meiner Dienstzeit Thema war und wie Afghanistan meinen Blick darauf verändert hat? Wie haben das die Kameraden im Karfreitagsgefecht erlebt und warum muss man sich gerade als Veteran – mit und ohne Gefechtserfahrung – in diese weitgehend vermiedene Debatte einbringen?
Wolf Gregis ist Bundeswehr- und Afghanistan-Veteran, SPIEGEL-Bestseller-Autor und Gastgeber von „Helm ab – Der Veteranencast“. Jeden Donnerstag lädt er dich an seinen Tisch ein, um mit ihm die Fragen von Dienst und Einsatz und was davon bleibt zu besprechen.
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GENANNTE QUELLEN
Regierungspressekonferenz vom 25. Juni 2025: bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/regierungspressekonferenz-vom-25-juni-2025-2358000
Veteranen: Sieg - Was nun?
2026/10/01
Afghanistan interessiert kein Schwein mehr. Das muss nichts Schlechtes sein. Für mich ist es eher ein gutes Zeichen: Der zwanzigjährige Kampf deutscher Veteranen um grundlegende Wahrnehmung, Anerkennung und Versorgung ist im Kern gewonnen.
Ich prüfe das anhand von drei Feldern: Kultur, Gesellschaft und Politik. Es geht um Medien über den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr, das Verständnis des Veteranenbegriffs, das Engagement der Veteranenvereine, gesetzliche Verbesserungen, die parlamentarische Aufarbeitung Afghanistans und den Nationalen Veteranentag.
Die Lage deutscher Veteranen hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert, wenn auch nicht zwangsläufig für jeden Einzelnen. Damit beginnt aus meiner Sicht trotzdem eine neue Phase der Veteranenarbeit: Wir müssen nicht mehr fordern, wir können wieder geben. Und zwar aus einer Position der Stärke heraus – oder nicht?
GENANNTE QUELLEN
ZMSBw – Bevölkerungsbefragung 2024:zms.bundeswehr.de/resource/blob/5855536/3afdc801d2623b20679b4a44eacfd1d2/zmsbw-forschungsbericht-137-bevbefragung-2024-data.pdf
Soldatenentschädigungsgesetz: gesetze-im-internet.de/seg
Soldatenversorgungsgesetz:gesetze-im-internet.de/svg_2025
Einsatz-Weiterverwendungsgesetz: gesetze-im-internet.de/einsatzwvg
Abschlussbericht der Enquete-Kommission „Lehren ausAfghanistan“: bundestag.de/webarchiv/Ausschuesse/ausschuesse20/weitere_gremien/enquete_afghanistan/Berichte
Abschlussbericht des UntersuchungsausschussesAfghanistan:bundestag.de/webarchiv/Ausschuesse/ausschuesse20/untersuchungsausschuesse/ua01
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Wolf Gregis - Bruch und Brücke
2026/10/01
Die Rückkehr aus dem Auslandseinsatz in Afghanistan und der Wechsel von der Bundeswehr in die zivile Welt war für mich ein Bruch. Zur Brücke wurden – erst Jahre später – das Schreiben, der Austausch mit anderen Veteranen und schließlich „Helm ab“.
In dieser Vorfolge der neuen Staffel blicke ich auf meinen Weg und die Entwicklung der deutschen Veteranenkultur: vom Afghanistan-Einsatz und dem schwierigen Ankommen in der zivilen Welt über „Sandseele“, Wunstorf und Kabul 2021 bis zur Entstehung des Veteranencasts und zur Aufarbeitung des Karfreitagsgefechts.
„Helm ab“ geht künftig als Solo-Podcast weiter, die Fragen aber bleiben: Wie geht man mit Dienst und Einsatz um? Wie mit Erinnerung und einer neuen Veteranenkultur in Deutschland? Wie lebt man mit militärischer Prägung in einer zivilen Welt?
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#85 Quo vadis, Veteran? Unliebsame Antworten | Wolf Gregis
2026/04/01
Was bleibt dem deutschen Veteranen? Stell dir vor, alle großen Ziele der deutschen Veteranenschaft wären erreicht: mehr Anerkennung, mehr Wertschätzung, eine bessere Betreuung und nachhaltige Fürsorge. Was wäre, wenn das längst erreicht ist?
Was bleibt dem Veteranen dann noch? Die Kameradschaft und Tradition oder nur Identitätskrise und schwarzes Loch?
In dieser Folge rede ich über den Stand der Veteranenarbeit in Deutschland im Jahr 2026, über die neuen Aufgaben der Bundeswehr und was das für alte Kameraden bedeutet. Ich lege den Finger in die Wunde, wo wir uns als Veteranenschaft neu orientieren müssen, wenn wir nicht zu verschrobenen Nörglern werden wollen. Ich gebe meine (unliebsamen) Antworten auf die Frage: Wohin gehst du, Veteran?
Das ist die letzte Folge vor meiner Veröffentlichungspause. Im Frühsommer wird „Das Karfreitagsgefecht“ unter dem Titel „The Good Friday Battle“ in den USA auf Englisch veröffentlicht. Das geht leider nicht ohne Vorbereitung und nicht ohne den Autor.
Falls du dich zum Karfreitagsgefecht vom 2. April 2010 bei Isa Khel, Kunduz, Afghanistan, informieren möchtest, hier die versprochenen Links:
Kurzvideo (Bundeswehr): Die Bundeswehr hat das Video leider mittlerweile offline genommen.
Langvideo (Casus Belli): youtube.com/watch?v=Y2gNaOWlFJQ
Hier findest du die ganze Geschichte des Karfreitagsgefechts aus Sicht der Beteiligten:
Als Buch: amazon.de/Das-Karfreitagsgefecht-Deutsche-Bundeswehr-Afghanistan/dp/3430211174
Als Hörbuch bei Audible: amazon.de/Das-Karfreitagsgefecht-Deutsche-Soldaten-Taliban/dp/B0DYDQM5T4
Als Hörbuch bei Spotify: https://open.spotify.com/intl-de/album/6Q0YnLi2YY8uGTsYK7DWWK
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#84 Robert Müller: Verwundetenabzeichen – Anerkennung oder Stigma?
2026/03/18
Kabul am 6. März 2002. Eine russische SA-3-Rakete detoniert. Zwei deutsche und drei dänische Soldaten sterben. Robert Müller und sein Kamerad Lancer werden verwundet und traumatisiert. Ein halbes Jahr später ist Robert wieder in Afghanistan. Statt Therapie gibt es eine Re-Traumatisierung.
Bis heute liegt keine belastbare Zahl über die tatsächliche Anzahl der körperlich und psychisch verwundeten deutschen Soldaten in Auslandseinsätzen vor. Auch eine besondere Anerkennung dieses Opfers im Dienst für Deutschland gibt es nicht. Daher häufen sich zuletzt die Forderungen nach einem deutschen Verwundetenabzeichen. Sie erreichen mittlerweile den Bundestag. Aber braucht Deutschland tatsächlich eine Medaille für Verwundete? Und für welche?
Darüber rede ich mit dem ehemaligen Hauptfeldwebel Robert Müller, einem der bekanntesten deutschen Veteranen und selbst mehrfach Verwundeter. Mit vier Einsätzen auf dem Balkan und am Hindukusch hat er eine klare Haltung und viel politische Erfahrung. Seit über fünfzehn Jahren kämpft er für eine bessere Versorgung von einsatzgeschädigten Soldaten der Bundeswehr.
Anerkennung oder Stigma? – Ein Gespräch mit Robert Müller über seine Einsätze und ihre Folgen, über das Für und Wider eines Verwundetenabzeichens und wer sie als Medaille verliehen bekommen sollte.
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Das Buch „Soldatenglück.Mein Leben nach dem Überleben“ findest du hier: www.amazon.de/Soldatenglück-Mein-Leben-nach-Überleben
Hier kannst du dir die Doku über Robert und den „Lauf des Lebens“ ansehen: youtu.be/jzk9LwywLZo?si=Z1vo9zIeWRV8mc9X
Das erste Gespräch mit Robert kannst du dir hier noch einmal anhören: open.spotify.com/episode/0T1c8NUUzGme22TSg3CvJ4?si=NEDuO2rVTg674vBeevFq_Q
Und hier findest du meine Solo- und Hintergrundfolge zum Verwundetenabzeichen: open.spotify.com/episode/5ANrrHFqkeSBYkAQVZ0qTd?si=IKh4mALcQdSvoDXuoaHLrw
Wenn du jetzt mit Robert Müller Verbindung aufnehmen möchtest, findest du ihn hier:
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Facebook: www.facebook.com/robert.sedlatzekmuller
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#83 16K3: Deutschlands größter Veteranen-Gedenkmarsch zum Karfreitagsgefecht | Catherina Lehmann (Café Viereck)
2026/03/04
Am 2. April 2010 droht eine Infanteriekompanie der Bundeswehr aus Seedorf und Oberviechtach bei Isa Khel in Afghanistan eingeschlossen und aufgerieben zu werden. Drei deutsche Soldaten fallen an jenem Tag im bekanntesten Gefecht in der Geschichte der Bundeswehr: dem Karfreitagsgefecht.
Seit 2020 wird den drei Gefallenen mit den K3-Märschen gedacht: Nils Bruns, Robert Hartert und Martin Augustyniak. Pierre Lindholm und Catherina Lehmann vom Café Viereck gelten als Initiator und Organisatorin der jährlichen Spendenmärsche. Was als Idee und mit 100 Patches angefangen hat, bewegt heute als größter deutscher Veteranen-Marsch über 21.000 Soldaten, Veteranen und ihre Freunde. Und trug so allein im Jahr 2025 knapp 180.000 € Spendengelder zusammen.
Mit Catherina Lehmann rede ich über die Anfänge dieser verrückten Idee und welchen riesigen Bedarf diese in der Soldaten- und Veteranenschaft aufzeigt. Wir sprechen darüber, wie jeder am 16K3-Marsch teilnehmen kann und ob es um mehr geht als „nur“ drei Gefallene. Und auch darüber, wie Catherina mit der Kritik und den Angriffen auf sie und den Marsch umgeht.
Ein Gespräch über das Traditionsverständnis in der Bundeswehr, das aktive Gedenken und die Frau, die diesen Marsch jedes Jahr ehrenamtlich möglich macht.
Helm ab – Der Veteranencast und Deutschlands größter Veteranen-Gedenkmarsch: die jährlichen K3-Märsche - mit Catherina Lehmann vom Café Viereck.
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Wenn du dich jetzt für den 16K3-Marsch anmelden möchtest:Alle Informationen dazu, auch zu den Marschgruppen und Hintergründen findest du auf der Internetseite vom Café Viereck: cafe-viereck.de/spendenaktionen/16k3-spendenmarsch/
Wenn du mit uns in Hamburg marschieren möchtest, alle Infos beim Reservistenverband: reservistenverband.de/hamburg/termine/16k3-gedaechtnismarsch/
Anmeldung (bis 20.03.206) per Mail an: [email protected]
Die Podcast-Folgen zu den Hintergründen des Marsches und des Karfreitagsgefechts findest du hier:
Initiator der Märsche Pierre „NATOVET“ Lindholm: open.spotify.com/episode/Pierre_LindholmZugführer im Gefecht Mario Kunert: open.spotify.com/episode/Mario_KunertGruppenführer im Gefecht Henner Gaworski: open.spotify.com/episode/Henner_GaworskiSanitäterin im Gefecht Annika Schröder: open.spotify.com/episode/Annika_Schroeder
Wenn du wissen willst, was am 2. April 2010 im Karfreitagsgefecht wirklich geschehen ist, findest du unsere Aufarbeitung hier:
Als Buch: amazon.de/Das-Karfreitagsgefecht-Deutsche-Bundeswehr-Afghanistan
Als Hörbuch:www.amazon.de/Das-Karfreitagsgefecht-Deutsche-Soldaten-Taliban/Hoerbuch
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#82 Die Bundeswehr in Mali – Als Sanitäter auf dem Medevac-Hubschrauber NH90 | Benjamin Pohl
2026/02/18
Afrika im Hochsommer 2017: Staub, Hitze und Anspannung – der UN-Einsatz MINUSMA in Mali ist alles andere als ein ruhiger Blauhelm-Einsatz. Islamistische Terrormilizen, Separatisten und die Militärregierung kämpfen in dem verwundeten afrikanischen Land um die Vorherrschaft. Zwischen den Parteien stehen auch die Bundeswehr und Oberfeldwebel Benjamin Pohl.
Er ist Forward Air Medevac, Sanitäter auf dem Hubschrauber NH90. Wann immer es draußen knallt, Benni und seine Crew sind die ersten draußen, auch wenn die Landezone noch nicht sicher ist. Leben retten: egal wessen, egal wo, egal wann.
„We will be there“, ist das Motto der Medevac. Das muss Benni im Juli 2017 beweisen. Innerhalb von fünf Tagen muss er zu seinen zwei schwersten Rettungsflügen aufbrechen: Ein schwerer Sprengstoff-Anschlag verwüstet am 21.07. einen UN-Konvoi und Benni muss entscheiden – wen soll er prioritär behandeln? Nur wenige Tage später, am 26.07., verschwindet ein Kampfhubschrauber Tiger von allen Schirmen und mit ihm seine Crew: Major Jan Färber und Stabshauptmann Thomas Müller. Benni und die Medevacs brechen auf, um die deutschen Kameraden von „Gismo“ zu retten. An der Absturzstelle wird klar, es wird eine Bergung: unter Vollschutz, zwischen glühenden Wrackteilen und explosiver Munition.
Mit Benni Pohl rede ich über:
den Einsatz MINUSMA im roten Sand Malis und was Afrika im Hochsommer für einen deutschen Soldaten bedeutetseine Aufgabe als Forward Air Medevac und wie er vorgeht, wenn es zum Schlimmsten kommtwas in jenen fünf schicksalhaften Tagen im Juli 2017 geschehen ist und warum Benni doch stolz auf die Leistung seines Teams istwie ihn die traumatisierenden Ereignisse in Afrika Jahre später einholen und er sich den Einsatzfolgen und einer PTBS heute erstmals öffentlich stellt.
Ein Gespräch über die Bundeswehr, Mali, die Einsatzrealität in einer UN-Mission, über medizinische Evakuierung, über Tod und Verantwortung – und über die Frage, wie einen Menschen solche Erfahrungen verändern.
Helm ab – Der Veteranencast mit Benjamin Pohl: Die Bundeswehr in Mali – Als Sanitäter auf dem Medevac Hubschrauber NH90.
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Wenn du nach dem Gespräch mit Benni Verbindung aufnehmen möchtest, findest du ihn hier:
Website: www.bodydefencewerder.de
Instagram: www.instagram.com/body.defence
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#81 Der Hüter des Waldes der Erinnerung | Michael Eichstaedt
2026/02/04
Ein unscheinbarer Wald bei Potsdam. Und doch ist er für viele Soldaten und Veteranen der Bundeswehr einer der „härtesten“ Orte in Deutschland.
Im September 2021 stehe ich zum ersten Mal im Wald der Erinnerung – mit pochendem Herzen. Vor mir: ein massiver Findling aus Afghanistan. 27 Tonnen schwer. Herzstück des deutschen Ehrenhains aus dem Feldlager Mazar-e-Sharif. Ich kriege weiche Knie. Denn dieser Ort ist kein Denkmal „zum Anschauen“. Er ist ein Ort zum Aushalten.
In dieser Folge spreche ich mit Stabsfeldwebel Michael Eichstaedt – Besucherführer, Angehörigenbegleiter, Einsatzveteran und einer der Hüter dieses Waldes. Michael war fünfmal im Auslandseinsatz, 1053 Einsatztage lang, fast drei Jahre seines Lebens. Heute begleitet er Menschen durch einen Ort, an dem Trauer, Kameradschaft, Schuld, Ohnmacht, aber auch Würde ganz nah beieinanderliegen.
Wir reden über die schwierigen Fragen, die der Dienst an einem solchen Ort mit sich bringt:
Wie verändert sich der Blick auf Dienst, Auftrag und Politik, wenn man täglich Tod, Trauma und Hinterbliebene vor Augen hat? Warum nennt Michael diese Verwendung die schönste und ehrenvollste, aber zugleich härteste seiner gesamten Dienstzeit?Was leistet dieser Wald, was das offizielle Gedenken an anderen Ehrenmalen nicht leisten kann?Wie erinnert man würdig an 120 gefallene Kameraden – als Soldaten und Menschen?Und was hat Michael aus seinen Einsätzen mitgenommen und rät es heute jungen Kameraden?
Helm ab – Der Veteranencast. Wolf Gregis im Gespräch mit dem Hüter des Waldes der Erinnerung: Kamerad, Veteran und Mensch Michael Eichstaedt.
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Alle Infos zum Wald der Erinnerung (Hintergrund, Anfahrt, Anmeldung, Besuchszeiten) findest du auf der offiziellen Seite der Bundeswehr: www.bundeswehr.de/wald-der-erinnerung
Eine ausführliche Broschüre darüber hier: www.bmvg.de/resource/der-wald-der-erinnerungen-data.pdf
Wenn du jetzt mit Michael Eichstaedt persönlich Verbindung aufnehmen möchtest, findest du ihn hier:
Facebook: www.facebook.com/profile.php?id=100077563826175
Instagram: www.instagram.com/michael.eichstaedt1978/
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#80 Leben und sterben lassen. Die letzten Tage der Bundeswehr in Afghanistan | Marc Hinzmann
2026/01/21
Am 30. Juni 2021 landet das letzte deutsche Kontingent aus Afghanistan in Wunstorf. Der Einsatz scheint vorbei. Doch nur wenige Wochen später sammeln sich wieder deutsche Soldaten: Rückkehr nach Afghanistan – nach Kabul, in eine Lage aus Chaos, Schüssen und Menschenmassen am Flughafen.
Marc Hinzmann ist einer dieser Bundeswehr-Soldaten. Er ist Feldjäger und Zugführer. Als junger Offizier wird er alarmiert - und glaubt zunächst, er werde die Evakuierung „von außen“ unterstützen. Dann sieht er eine Flugliste. Ziel: Kabul. „Ins Auge des Hurricans“. Dieser Befehl verändert alles.
Denn Marc landet nicht irgendwo im Hintergrund, sondern im Zentrum der Evakuierungsoperation auf dem Flughafen Kabul - an der Schleuse. Dort muss er schwere Entscheidungen fällen: An Bord oder nicht. Leben oder sterben lassen. Entscheidungen, die bis heute nachwirken – persönlich, militärisch und politisch.
Marc hat seine Erinnerungen aufgeschrieben: „Leben und sterben lassen. Die letzten Tage der Bundeswehr in Afghanistan“ (als Buch und Hörbuch). Und er spricht darüber, was viele diskutieren, aber nur wenige wirklich erlebt haben: Führen unter maximalem Druck, moralische Dilemmata, Verantwortung ohne echte Leitplanken - und die Frage, was Aufarbeitung leisten kann, wenn es um reale Menschen und Entscheidungen geht.
Denn die Geschichte endet nicht 2021: 2024 wird Marc im Kontext der politischen Aufarbeitung vor den Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages geladen. Plötzlich sitzt er selbst „auf dem heißen Stuhl“ - und muss erklären, was es bedeutet, wenn Entscheidungen von damals im Rückspiegel verhandelt werden.
Wir sprechen über:
Kabul 2021: die Alarmierung, Einsatzrealität, erste Eindrücke - und warum diese Lage anders war.Die Schleuse: Kriterien, Zeitdruck, Teamführung - und der Moment, in dem aus Regeln Schicksal wird.Gefahr wissen versus Gefahr fühlen: Was Dauerbedrohung mit Führung, Moral und Handlungsfähigkeit macht.Rückkehr und Nachhall: Was bleibt, wenn der Auftrag endet - und wie man wieder Boden unter die Füße bekommt.Der Untersuchungsausschuss: Aufarbeitung, Verantwortung, politischer Blick - und die Reibung zwischen System und Individuum.Das Buch: Warum Marc schreibt, für wen er schreibt - und was beim Schreiben am schwersten war.
„Leben und sterben lassen“ – ein Gespräch über Kabul, über Dienst und Gewissen, über Auftrag und Moral. Und über die Frage, was eine Gesellschaft ihren Soldaten zumuten darf - und was sie ihnen danach schuldet.
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Bestelle das Buch jetzt vor, es erscheint am 29. Januar. Marc schließt damit einen Einsatz ab, der nach dem 11. September 2001 vor über zwanzig Jahren begann.
Amazon: www.amazon.de/Leben-sterben-lassen-Afghanistan-Erlebnisbericht
Thalia: www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1077153523
Hugendubel: www.hugendubel.de/de/buch_kartoniert/marc_hinzmann-leben_und_sterben_lassen
Wenn du jetzt mit Marc Hinzmann Verbindung aufnehmen möchtest, findest du ihn hier:
Website: marc-hinzmann.com/
Instagram: instagram.com/marc_hinzmann/
LinkedIn: linkedin.com/in/marchinzmann/
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#79 Bundeswehr-Veteranen im Zivilleben – Warum Veteranen anecken und trotzdem führen | Thomas „Mo“ Apelt
2026/01/14
Warum komme ich nicht klar? Was stimmt mit mir nicht? Warum ecke ich immer wieder an – im Beruf, in der Beziehung, im Alltag?
Vielleicht kennst du das Gefühl als Soldat oder Veteran: Dubist noch derselbe Mensch – aber du bist „anders verdrahtet“. Dienstzeit, Ausbildung, Einsatz, Verantwortung: Das bleibt nicht folgenlos. Und manchmal merkt es die Welt um dich herum zuerst.
In dieser Folge spreche ich mit Thomas „Mo“ Apelt über diesen Übergang: vom Soldaten zum Zivilisten – und darüber, warum Veteranen oft anecken, aber trotzdem (oder gerade deshalb?) führen.
Mo war acht Jahre Soldat der Bundeswehr, zweimal mit SFOR im Einsatz und ist heute Reservist. Zivil ist er Werkstattleiter in Potsdam – und Vorsitzender der Guardians League Germany e.V.: einem Netzwerk aus aktiven und ehemaligen Soldaten, Polizisten, Feuerwehrleuten und Rettungskräften, das Familien und Angehörige in Krisen unbürokratisch unterstützt.
Wir sprechen über:
Das Anecken im Zivilleben: Wenn Klarheit, direkte Sprache und Struktur plötzlich „zu viel“ sind.Das Veteranen-Mindset im Job: Verantwortung übernehmen, Probleme lösen, Führung im Alltag.Beziehung und Familie: Warum „Wer macht was bis wann?“ nicht immer romantisch klingt.Soldatische Tugenden im Alltag: Kameradschaft, Disziplin, Tapferkeit – und wo sie ihre Grenzen finden.Unrechtsempfinden und Konflikte: Warum manche Veteranen Streit nicht meiden – sondern annehmen.
Bundeswehr-Veteranen im Zivilleben – Was heißt das wirklich? Ein Gespräch mit Thomas „Mo“ Apelt von der Guardians League Germany.
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Wenn du jetzt mit der Guardians League Verbindung aufnehmen möchtest, findest du sie hier:
Website: guardiansleaguegermany.de
Instagram: instagram.com/guardiansleaguegermany
Mo erreichst du direkt hier:
Instagram: instagram.com/mo_tango_alpha
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Helm ab – Der Veteranencast.
#78 Ukrainische Kriegsveteranen in Deutschland – UA Veterans Germany | Mit Viktoria
2025/12/19
Was passiert, wenn der Krieg nicht „vorbei“ ist, nur weil manin Sicherheit ist – sondern erst dann richtig beginnt?
In dieser Folge spreche ich mit Viktoria vom Bund ukrainischer Veteranen und Familien, den UA Veterans Germany: einem Netzwerk, das ukrainische Soldaten, Kriegsveteranen und ihreFamilien in Deutschland unterstützt – bei Behandlung, Reha, Integration und dem Leben mit Verwundung, Verlust und Trauma.
Der russische Großangriff auf die Ukraine hat vieles verändert – auch den Blick auf die Veteranenarbeit in Deutschland. Beim Treffen mit ukrainischen Veteranen wurde mir klar: Nach dem Krieg stehen Veteranen überall vor denselben Kernfragen. Wie lebt man weiter? Wie gehen Familien mit PTBS, Verwundung und Tod um? Und welche Verantwortung hat eine Gesellschaft,die Unterstützung diskutiert, aber selten die Folgen trägt?
Wir sprechen über:
Viktorias Weg von Odessa und Kiew nach Deutschland und warum sie seit 2022 praktisch „im Dauer-Ehrenamt“ ist was die UA Veterans Germany konkret leisten an Beratung, Begleitung, psychologische und sozialer Unterstützung, Integration, Klinik- und Behördengängewarum deutsche Einsatzveteranen der Bundeswehr und ukrainische Kriegsveteranen mehr verbindet, als viele denkenwie man helfen kann: als Unterstützer, Freiwilliger oder über Spenden
Wenn du dich für Ukrainehilfe, Veteranen, Bundeswehr, Traumafolgen, PTBS, Rehabilitation und Solidarität mit Soldatenfamilien interessierst, ist diese Folge Pflichtprogramm.
Ukrainische Kriegsveteranen in Deutschland – Die UA Veterans Germany. Ein Gespräch mit der zweiten Vorsitzenden Viktoria.
---
Wenn du Viktorias Arbeit und die versehrten ukrainischen Kameraden jetzt unterstützen willst, hier findest du die UA Veterans Germany:
Website: ua-veteranen.de
Freiwilliger Helfer werden: ua-veteranen.de/freiwillige
Spenden: feineukraine.de/jetzt-spenden
Instagram: instagram.com/ua_veterans_germany
Facebook: facebook.com/p/UA-Veterans-Germany
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#77 Generation Einsatz und die Veteranenarbeit – Quo vadis?
2025/11/23
Drei Begebenheiten haben mich diese Woche stark beschäftigt: Die Abwahl von Marcel Bohnert aus dem Bundesvorstand des Deutschen Bundeswehr-Verbandes, ein Gespräch mit dem alten Kameraden vom KSK, Markus Gaul, und eine Szene aus dem unerreichbaren Filmklassiker „Das Boot“.
Eine persönliche Folge für diejenigen, die meine Arbeit schon länger begleiten. Wohin geht die Reise der Generation Einsatz? Was nehme ich wahr und wie geht es weiter?
Helm ab – Der Veteranencast und die Frage: Wohin geht nicht nur meine Reise, sondern die der Generation Einsatz der Bundeswehr?
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#76 Spezial: Vom Dienst auf die Straße – Obdachlose Veteranen in Leipzig – Mit Basti Schauer
2025/11/19
Wenn wir Heiligabend unter den warmen Lichtern des Weihnachtsbaums zusammensitzen, ist er auf den kalten Straßen Leipzigs unterwegs: Basti Schauer.
Seit fast zehn Jahren betreibt der Wildeshausener Fallschirmjäger die ehrenamtliche Obdachlosenhilfe in Leipzig. Mit seinem Kältebus verteilt er warme Suppen, Decken, Schlafsäcke und nimmt in den Arm, wen sonst niemand mehr anfasst.
In seiner „zweiten Familie“ befinden sich auch ehemalige Bundeswehr-Soldaten, Einsatzveteranen, verlorene Kameraden. Basti „bestreift“ den Leipziger Hauptbahnhof, kennt alle Unterschlüpfe und kümmert sich als Veteran auch um diejenigen Kameraden, die nur von wenigen verstanden werden.
Mit dem Fallschirmjäger Basti Schauer rede ich darüber, werund was ihm bei seinen Fahrten alles zu Augen kommt, wie er damit umgeht und was wir tun können, wenn Kameraden allen Halt verlieren.
Vom Dienst auf die Straße – Obdachlose Veteranen in Leipzig. Ein Gespräch mit dem Bundeswehr-Veteranen Basti Schauer.
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Wenn du Bastis Arbeit und den Kältebus jetzt unterstützenwillst, das ist das Spendenkonto des Vereins Schulterschluss e.V.
Kontoinhaber: Schulterschluss e.V. (www.schulterschlussverein.de)
IBAN: DE68 8607 0024 0234 4430 00
oderPAYPAL: [email protected]
Basti erreichst du über seine Profile in den sozialen Medien:
Instagram: www.instagram.com/bastischauer
Facebook: www.facebook.com/ba.sti.790
Den Kältebus findest du hier bei Facebook: www.facebook.com/KaeltebusLeipzig
Und falls du selbst Kamerad in Not bist: Die Green Devils haben als Veteranenclub immer ein Ohr für Kameraden. Rund um die Uhr, jeden Tag. Ruf an, sie verstehen dich.
Kameradentelefon: 0152 5439 0303
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