
Werben im Podcast: Meditationsszene Schweiz
Dieser Podcast hat
50 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
Lukas WidmerExplizit
Nein
Erstellt am
2022/09/14
Neueste Episode
2026/10/02
Durchschnittsdauer
103 min.
Veröffentlichungsintervall
31 Tage
Beschreibung
Stressreduktion - oder Erleuchtung? Etwas mehr innere Ruhe - oder tiefgreifende Erkenntnis? In diesem Podcast führe ich Gespräche mit Menschen, die schon lange meditieren, die Meditation unterrichten oder in ihren Beruf einbauen. Wer sind sie? Wie sind sie zur Meditation gekommen? Und was zeichnet ihre Praxis aus? Viele der Gäste haben einen buddhistischen Hintergrund - weil ich mit diesen Meditationstraditionen am besten vertraut bin. Der Blick in andere Formen ist aber sehr bereichernd und wichtig für mich. Website mit weiteren Infos: www.meditationsszene.ch
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Feuer, Yoga und das Medizinrad der Göttinnen mit Bettina Baumgartner
2026/10/02
Bettina Baumgartner, geboren 1978, wuchs in einer katholisch geprägten Familie in Nidwalden auf. Nach einer Tourismusfachausbildung arbeitete sie von 2008 bis 2019 in der Organisationsentwicklung bei den Kantonen Luzern und Zürich. Parallel dazu bildete sie sich ab 2012 zur Yogalehrerin und ab 2013 in schamanischer Praxis bei Carlo Zumstein aus. Seit 2021 leitet sie gemeinsam mit Susanna Maeder die Fachschule für Rituale in Rüti ZH und amtiert als Präsidentin des Ritualverbands Schweiz. Ihr erstes Buch, «Das Medizinrad der Göttinnen», erscheint im November 2026. Sie lebt im Kanton Nidwalden.
Im Gespräch erzählt Bettina Baumgartner, wie ein Feuererlebnis auf dem Uetliberg in ihren Zwanzigern zum Ausgangspunkt einer jahrzehntelangen spirituellen Suche wurde – parallel zu einer ganz konventionellen Karriere. Was mich besonders beeindruckt hat: wie offen sie über eigene Grenzen und Zweifel spricht.
Wir sprechen über:
🔥 Das Erwachen an einem Feuer auf dem Uetliberg in ihren frühen Zwanzigern⛪ Aufwachsen in einer katholischen Familie, ein Internat mit 16 und der Kirchenaustritt mit 18💼 Zehn Jahre Organisationsentwicklung beim Kanton – und was es heisst, als einzige Frau am Tisch zu sitzen🧘 Der Weg zum Yoga über das Buch «Sport und Yoga» von Yesudian und Haich🪘 Schamanische Praxis und Vision Quests bei Carlo Zumstein🕉️ Tantra jenseits von Klischees🔱 Die Begegnung mit Kali und den zehn tantrischen Weisheitsgöttinnen🕯️ Die Fachschule für Rituale und die Präsidentschaft im Ritualverband Schweiz🌀 Eine Vision während einer Ayurveda-Kur in Indien als Ursprung ihres Buchs📖 «Das Medizinrad der Göttinnen» – Aufbau, Zielpublikum und der Weg zum Verlag🙏 Warum es ihr wichtig ist, dass mehr Frauen spirituelle Bücher schreiben
Ein Gespräch, das neugierig macht auf eine Tradition, die sich selbst nicht als geschlossen versteht – und auf eine Frau, die ihren eigenen Weg durch Kirche, Business und Göttinnen-Verehrung gegangen ist, ohne sich dabei mit fremden Federn zu schmücken.
bettina-baumgartner.chfachschule-rituale.chritualverband.chBuch: «Das Medizinrad der Göttinnen – Das europäische Jahresrad verwebt mit den tantrischen Weisheitsgöttinnen», erscheint November 2026
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Inhalt
00:00:00 Intro
00:02:05 Biografie
00:05:32 Indische Hebamme - Mystik in der Wiege?
00:09:33 Wendepunkt am Feuer auf dem Üetliberg
00:12:39 Meditation und die Versöhnung mit dem Christlichen
00:15:41 Beruflicher Weg
00:22:40 Yoga und die Suche nach Zugehörigkeit
00:24:49 Tantra - Alltagstaugliche Spiritualität und mehr als Sex
00:29:39 Entdeckung der zehn Weisheitsgöttinnen
00:35:03 Was ist Yoga?
00:38:00 Der schamanische Weg mit Carlo Zumstein
00:45:51 Besuch der Fachschule für Rituale
00:48:32 Das Lebensrad
00:53:07 Der Mythos von Einheit und Vielfalt
00:56:53 Rolle der Gemeinschaft bei Ritualen
00:59:44 Buddhistische Meditation und ihre Bedeutung für Bettina
01:03:20 Die Idee zum Buch
01:12:24 Worum es in Bettinas Buch geht
01:24:06 Wann braucht man eine Lehrerin oder sonstige Unterstützung?
01:28:19 Was machte das Buch mit Bettina?
01:32:32 Weitere Infos zu Bettinas Angebot
Schattenboxer im Reich der Lichtgestalten mit Martin Frischknecht
2026/09/04
Martin Frischknecht ist Herausgeber und Chefredaktor des Magazins SPUREN sowie Verleger der Edition Spuren.
In diesem Gespräch nimmt uns Martin mit auf eine vierzig Jahre lange Reise zwischen kritischer journalistischer Distanz und echter spiritueller Neugier – von einer WOZ-Recherche, die zum Schlüsselerlebnis wurde, über Lehrer, die enttäuschten, bis zu einer stillen Begegnung, die bis heute geblieben ist. Martin erzählt so offen wie selten von seiner Grundüberzeugung, dass wir alle «spirituelle Analphabeten» sind – eine Haltung, die erklärt, warum er eine Szene seit vierzig Jahren begleitet und gleichzeitig nie aufgehört hat, sie zu hinterfragen.
Wir sprechen über:
🥊 Schattenboxer im Reich der Lichtgestalten – was der Begriff für ihn bedeutet⛪ Kirchenaustritt und Anarchismus – der erste Befreiungsschritt mit 18🧘 Die dynamische Meditation – wie aus einer WOZ-Recherche ein Wendepunkt wurde🎭 Chögyam Trungpa – wenn ein grosser Lehrer nicht hält, was er verspricht🌾 Fred von Allmen – der unscheinbare Lehrer, dem er bis heute treu blieb🚶 Claude AnShin Thomas – Strassenretreats, eine Pilgerreise durch die USA und Bearing Witness in Buchenwald📰 Die Gründung von SPUREN 1986 – zwischen Anzeigenmarkt und journalistischem Anspruch🍃 Steven Harrison und «Nichts Tun» – Spiritualität ohne Verkrampfung🔤 «Spirituelle Analphabeten» – Frischknechts Grundhaltung als Redaktor💡 Erleuchtung und Erwachen – und warum ihm ein Lehrer mit Rückenschmerzen mehr Vertrauen gibt als einer ohne🍄 Psychedelika – warum sie auf seinem eigenen Weg nie eine Rolle gespielt haben🕊 Vierzig Jahre SPUREN – Wünsche für die Zukunft des MagazinsEin Gespräch über eine Szene, die Martin seit vierzig Jahren begleitet, ohne sich ihr je ganz anzuschliessen – neugierig, kritisch, und mit dem Ziel, dass wir gemeinsam ein Stück besser lesen lernen, was um uns herum passiert.
Weitere Informationen: www.spuren.ch
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Inhalt
00:00:00 Intro
00:01:30 Biografie
00:03:38 Schattenboxer: Martins Selbstverständnis
00:05:40 Martins Kirchenaustritt
00:08:04 Einstieg in den Journalismus
00:09:51 Meditation und Erinnerungen an Osho
00:24:40 Chögyam Trungpa und der Buddhismus
00:30:28 Gründung des Magazins SPUREN
00:40:16 Redaktionelle Prinzipien
00:47:45 40 Jahre Wandel des Magazins
00:51:16 Claude AnShin Thomas
01:07:39 Bearing Witness in Buchenwald
01:09:13 Das Buch «Doing Nothing»
01:17:19 «Nichts tun» in der Praxis
01:23:46 Was ist Erleuchtung?
01:29:43 Psychedelika
01:33:21 Martins Praxis und die Zukunft der Spiritualität
Klimakrise - wenn Meditation nicht reicht (Summer Special)
2026/08/07
Diese Folge ist ein Sommer-Special anstelle einer regulären Folge: Statt eines neuen biografischen Gesprächs treffen sich Dapel Rahel Gertsch – buddhistische Dharmalehrerin mit Schwerpunkt Ökodharma, bereits einmal zu Gast bei Meditationsszene Schweiz – und Lukas diesmal zu einem Gespräch unter Freunden statt zu einem klassischen Interview. Sie widmen sich einem Thema, das im ersten Gespräch kaum Platz hatte: der ökologischen Krise. Getroffen haben sie sich im Botanischen Garten Zürich, mitten in einer Hitzewelle im Juni 2026.
Anders als in einem klassischen Interview erzählen in dieser Folge beide: Lukas von seinem «Oh-shit-Moment» 2019, und Dapel von ihrem eigenen Weg: von einem früh vorhandenen Umweltinteresse über die Bedeutung dieses Themas in ihrer Zeit als Nonne bis zur Arbeit von Joanna Macy. Im Zentrum steht die Frage, wie man mit den Gefühlen der Klimakrise umgeht, ohne in Ohnmacht oder spirituellem Bypass zu landen – und wie buddhistische und meditative Werkzeuge dabei helfen können, aus einem Ort der Kraft statt des Mangels zu handeln.
Wir sprechen über:
😱 Der «Oh-shit-Moment»– wann die Klimakrise für beide wirklich real wurde🌲 Kindheit zwischen Yanomami-Schulvortrag, Waldsterben und Tschernobyl☸️ Böntraditionen im tibetischen Buddhismus – Naturgeister, Rituale und Klöster als Umweltbildner🌱 Vom monastischen Rückzug zur erneuten Öffnung für die ökologische Krise💧 Angst, Trauer und Ohnmacht – der emotionale Verlauf einer Klimakrisen-Konfrontation🧭 Warum Fakten allein nichts verändern – und welche Werkzeuge es auf der Gefühlsebene braucht🔥 Wut als Energie – zwischen Mitgefühl, Handlungskraft und Ausbrennen🧘 Spiritueller Bypass – wenn Meditation zur Weltflucht statt zur Erdung wird📖 Verzicht, Wachstum und die Geschichten, die wir uns über Wohlstand erzählen🌊 Die Wasser-Metapher und die Polykrise – was wir von indigenen Völkern lernen können🌀 Joanna Macys Spiralarbeit und das Öko-Sattva-Training⏳ Vergänglichkeit als Trost und als Falle🤝 Nachbarschaft, Gemeinschaft und lokale Resilienz als konkrete AntwortEin Gespräch, das weniger fertige Antworten liefert als Räume öffnet. Platz für Trauer, für Wut, für Dankbarkeit und für die Frage, was jede und jeder von uns gerade dort beitragen kann, wo er oder sie steht.
Weitere Informationen:
bodhibaum.choneearthsangha.org – Ressourcen-Sammlung zu spirituellen Wegen und Klimakrisewww.theweek.ooo – Online-KursOnline-Kurse, Bücher und Audio zum Umgang mit der Krise in Rubrik «Action» auf meiner WebsiteBücher: ÖkoDharma von David Loy; Active Hope von Joanna Macy & Chris Jonstone; Generation Dread von Britt Wray
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Inhalt
00:00:00 Intro
00:02:30 Warum ausgerechnet die Klimakrise?
00:04:56 Dapels Weg zur Umweltfrage
00:06:14 Von den Yanomami zu Lukas' Oh-Shit-Moment
00:10:43 Welchen Platz hat die Natur im Kloster?
00:15:27 Dapels Oh-Shit-Moment
00:17:48 Nicht jeder kann sich Klimasorgen leisten
00:20:01 Wie mit starken Gefühlen umgehen?
00:28:31 Andere ins Thema involvieren
00:35:50 Wo beginnt Veränderung? Die Rolle der Spiritualität
00:45:03 Kann Meditation passiv machen?
00:50:03 Darf man wütend sein?
00:56:12 Vergänglichkeit: Trost oder Bypass?
01:04:52 "The Week": Warum Gemeinschaft trägt
01:16:15 Bücher, Kurse, Werkzeuge: was wirklich hilft
01:21:52 Wir können die Zukunft mitgestalten
Mystik, Vipassana und Mahamudra mit Heidi Pfäffli-Bachmann
2026/07/03
Heidi Pfäffli-Bachmann ist Meditationslehrerin in der frühbuddhistischen Tradition und lebt in Luzern. Ausgebildet als Primarlehrerin, arbeitete sie als Heilpädagogin, studierte später Philosophie und Religionswissenschaft an der Universität Luzern und war Gründungsmitglied der Philosophischen Praxis Schweiz. Seit über zwanzig Jahren ist die frühbuddhistische Tradition ihr meditatives Zuhause; ihr Hauptlehrer ist Sayadaw U Vivekananda. Sie verbrachte viereinhalb Monate in seinem Kloster in Lumbini und assistierte über mehrere Jahre bei Retreats im Pian dei Ciliegi in Norditalien. Ausgebildet ist sie zudem als MBSR-Lehrerin am Institut für Achtsamkeit bei Linda Lehrhaupt. Aktuell vertieft sie sich im Teacher Training am Ekayana-Institut bei Lama Tilmann Lhündrup.
Im Gespräch erzählt Heidi von einem Weg, der sich nicht planen liess. Von der Faszination, mit der sie als Kind den singenden Nonnen in Eschenbach lauschte, über die Lektüre der christlichen Mystiker:innen in der Jugend und Jahre als Heilpädagogin und Philosophin bis hin zum Einstieg in die systematische Meditationspraxis. Wir sprechen über die Vertiefung dieser Praxis bei Sayadaw U Vivekananda – über Retreats in Norditalien, viereinhalb Monate im Kloster in Lumbini und das, was man als Assistentin sieht. Und über die Frage, warum dogmatische Vorstellungen in der Praxis eher hindern als helfen – und warum sich die Praxis von selbst entfaltet, wenn man sie lässt.
Wir sprechen über:
🏔️ Kindheit in Eschenbach – das Zisterzienserinnenkloster und der Gesang vom Himmel
📖 Lektüre der Mystiker:innen in der Jugend – Meister Eckhart, Teresa von Ávila und eine schwere Krise
🔍 Die Suche – Sesshin, hinduistische Tradition und warum Vipassana blieb
🪷 Sayadaw U Vivekananda – erste Begegnung, Pian dei Ciliegi und viereinhalb Monate in Lumbini
👁 Was man als Assistentin sieht, das man als Schülerin nicht sieht
🌱 Dogmatische Vorstellungen als Hindernis – Praxis als etwas, das sich von selbst entfaltet
🧘 MBSR – die Ausbildung bei Linda Lehrhaupt und der MBSR-Kreis Luzern
⚖️ Vita activa und Vita contemplativa – wie beides zusammengeht
☸️ Mahamudra als Wiedererkennen – der Dharma-Grundkurs bei Lama Tilmann Lhündrup
🌧️ Meditation als kein Regenschutz – und was sie trotzdem trägt
Ein Gespräch über einen Weg, der sich nicht planen liess – und über eine Praxis, die trägt, ohne alles zu versprechen.
Weitere Informationen: achtsamamfluss.ch
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Inhalt:
00:00:00 Intro
00:02:32 Biografie
00:04:06 Mystik als Kind
00:09:58 Primarlehrerin und Heilpädagogin
00:15:01 Familie und Studium
00:22:58 Erste Begegnung mit Zen
00:25:46 Theravada und Abhidharma bei Rewata Dhamma
00:28:13 Die Bewegung der Philosophischen Praxis
00:39:17 Der Tod ihres Mannes – und die Vertiefung der Praxis
00:52:11 Erleuchtung: Ziel oder Hindernis?
00:59:43 Einsichtsstufen – und die Gefahr, sie zu konstruieren
01:06:09 Vorträge als Textauslegung
01:07:04 Die ersten Schritte als Assistentin
01:09:47 Weitere prägende Lehrende
01:12:48 MBSR-Ausbildung und die Rolle der Ethik
01:20:51 Der Weg zum Mahamudra
01:27:30 Wenn die Praxis den Alltag durchdringt
01:33:39 Das Zendo am Fluss und Heidis Angebote
01:36:26 Zum Schluss: Ein Wegweiser für die eigene Praxis
Rituale, Körper und Stille mit Jürg Fassbind
2026/06/05
Jürg Fassbind ist Organisationsberater, Coach und diplomierter Ritualfachmann. Aufgewachsen in einem dichten katholischen Festkalender in Schwyz, fand er über Umwege – Beinahe-Burnout, Suchphase, christliche Mystik, Lassalle-Haus – zu einer Praxis, die Meditation, Alltag und Ritualarbeit verbindet. Seit 2016 ist er selbstständig. Im September 2025 erschien sein Buch «Rituale in Teams und Organisationen – Innehalten, Verbinden, Transformieren» im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht.
Wir sprechen darüber, wie ein einziges Ritual während der 9/11-Anschläge Jürg für immer überzeugt hat, dass Rituale in Organisationen wirken – und was seither seinen Weg geprägt hat.
Wir sprechen über:
🕯️ Ritual vs. Routine – warum Intention alles verändert🫀 Körper, Seele, Herz – warum ein Ritual nicht im Kopf gemacht werden kann💥 9/11 in Wien – wie ein Ritual eine ganze Gruppe verwandelte🔄 Übergangsrituale – Ankommen, Abschliessen, Neubeginn in Teams⚠️ Manipulation – wo die Grenze liegt, wenn Führungspersonen Rituale einsetzen🌱 Veränderung braucht Irritation – warum Transformation unbequem sein muss🍂 Organisationen im Jahresrhythmus – warum Herbst und Winter auch sein dürfen🤝 Stille als verbindendes Element – Erfahrungen aus den Sommerwochen mit Niklaus Brantschen🌲 Alltag als Praxis – Gehmeditation, Schwellen und Innehalten vor dem Rotlicht📖 Das Buch – Entstehung und was Jürg damit bewegen möchteEin Gespräch über die Kraft des Innehaltens – und darüber, wie kleine, bewusste Gesten mitten im Alltag etwas Wesentliches berühren können.
🔗 Weitere Informationen:
www.juergfassbind.chwww.fachschule-rituale.chwww.ritualverband.chwww.pilgerkapellehaggenegg.ch🎙 Dieser Podcast ist ein Herzensprojekt.
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Inhalt
00:00:00 Intro
00:01:59 Wer ist Jürg Fassbind?
00:04:36 Aufgewachsen in einer Welt voller Rituale
00:06:51 Der Hühnerhautmoment als Ministrant
00:11:01 Die spirituelle Suche beginnt
00:15:47 Warum Geschichte – und nicht Theologie?
00:20:04 Meditation, Beruf und die Rückkehr zum Katholizismus
00:30:23 11. September 2001: Rituale in der Krise
00:35:33 Rituale im Business – geht das überhaupt?
00:38:48 Vom Manager zum diplomierten Ritualfachmann
00:46:06 Was ist eigentlich ein Ritual?
00:53:44 Ein Ritual bei einer Trennung – ein konkretes Beispiel
00:57:25 Rituale in Organisationen
01:01:33 Die unsichtbaren Rituale in Unternehmen
01:03:42 Das Rad der Balance: Frühling, Sommer, Herbst, Winter
01:07:57 Rituelle Interventionen und Change-Rituale – was ist der Unterschied?
01:16:43 Was das Buchschreiben mit Jürg gemacht hat
01:19:58 Heikle Begriffe: weglassen oder stehen lassen?
01:25:22 Zusammenarbeit mit Zen-Meister Niklaus Brantschen
01:32:00 Jürgs eigene Morgenpraxis
01:34:35 Rituale im öffentlichen Raum – das neue Herzensprojekt
01:40:16 Jürgs Angebot und wie ihr ihn erreicht
Schamanismus, Geister und Samadhi mit Philip Trumpler
2026/05/01
Philip Trumpler, geboren 1972 in Zürich, machte eine kaufmännische Lehre – und brach dann aus allem aus. Mit 19 erlebte er seine ersten Astralreisen und verbrachte Zeit als Laie im ältesten Kloster des Bergs Athos. Danach reiste er nach Westafrika, wo er in Ghana und Gabun in spiritistische und initiatorische Traditionen eingeweiht wurde. Es folgten Mexiko, der peruanische Amazonas und nach weiteren Stationen schliesslich der Himalaya, wo er mit 39 seinen Guru fand und in Kriya Yoga initiiert wurde. Heute lebt er auf Madagaskar, wo er in den Stamm der Mikea aufgenommen wurde – einer der letzten Jäger-und-Sammler-Gemeinschaften der Insel.
Im Gespräch erzählt Philip von einem Leben zwischen den Welten. Er beschreibt, wie er als Kind Geister sah, wie man ihm sagte, das gebe es nicht – und wie er diesen Faden mit 19 wieder aufnahm. Was alle Stationen verbindet, ist eine beharrliche Neugier: Philip will nicht glauben, sondern sehen. Und was er sieht, ist so weit ausserhalb des Normalen, dass er es selbst kaum fassen kann – ohne aber daran zu zweifeln.
Wir sprechen über:
🌿 Kindheit und Vergessen – Geister sehen und schweigen lernen
✨ Astralreisen und der Himmel – Engelwesen, Lichtfrequenzen und Rückkehr
⛪ Megisti Lavra – Askese, Herzgebet und der direkte Zugang
👻 Poltergeist und Geisterkontakt – wenn Dosis nichts mehr bedeutet
🥁 Ghana und die Ashanti – Spiritismus, Hilfsgeister und eine Meerjungfrau
🌑 Gabun und der Mbiri-Kult – Iboga und die Begegnung im Ahnenland
🌵 Die Huichol in Mexiko – Zufall, Zugehörigkeit und die Pilgerfahrt nach Wirikuta
🐍 Die Shipibo im Amazonas – Diäta, Ayahuasca und Chips aus einer verzauberten Welt
🏔️ Der Himalaya – ein Heiliger erscheint im Schnee und gibt die Diksha
🧘 Kriya Yoga – derselbe Raum, andere Werkzeuge
🌲 Die Mikea auf Madagaskar – aufgenommen als «der weisse Mikea»
🌍 Cultural Appropriation – was verlorenging und was bleibt
Die Erfahrungen, die Philip beschreibt, liegen weit ausserhalb meines Erfahrungshorizonts. Ich begegne ihnen so, wie ich allen Erfahrungen im Podcast zu begegnen versuche: neugierig, ohne Vorurteil – und ohne Bestätigung.
🎙 Dieser Podcast ist ein Herzensprojekt.
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Inhalt
00:00:00 Intro
00:01:58 Philip Trumpler – Biografie
00:03:05 Als Kind Geister gesehen – und vergessen
00:08:39 Askese im ältesten Kloster des Bergs Athos
00:12:03 Ein Poltergeist in der Stereoanlage
00:18:58 Ghana – Initiation bei den Ashanti
00:27:41 Geister haben Charaktere, Macken und Grenzen
00:31:37 Gabun – vier Tage Iboga-Initiation beim Mbiri-Kult
00:40:22 Was eine Einweihung an Pflichten mitbringt
00:42:54 Geister können Gutes tun – und Böses
00:45:30 Mexiko – gestrandet bei den Huichol
00:54:49 Den Tod kennen – aus eigener Erfahrung
00:56:52 Die Pilgerfahrt nach Wirikuta
00:59:54 Peru – Ayahuasca, Diäta und Chips aus einer verzauberten Welt
01:12:21 Himalaya – ein Heiliger erscheint im Schnee
01:21:03 Meditation und Psychedelika – derselbe Raum, andere Werkzeuge
01:25:41 Madagaskar – aufgenommen als weisser Mikea
01:30:43 Cultural Appropriation – was verlorenging und was bleibt
Stille, Erschütterung und Engagement mit Dapel Rahel Gertsch
2026/04/03
Dapel Rahel Gertsch, geboren 1980, ist buddhistische Dharma- und Meditationslehrerin. Sie begann ihre Praxis im Meditationszentrum Beatenberg bei Fred von Allmen. 2006, nach einer Begegnung mit dem Dalai Lama, gab sie ihren Beruf als Primarlehrerin auf und reiste mit einem One-Way-Ticket nach Indien. 2008 wurde sie zur Nonne ordiniert. Über 15 Jahre lebte sie in der Gemeinschaft «Dharmadatta», die sie mitgegründet hatte – in Indien, Mexiko und den USA. Nach einer tiefen Erschütterung in ihrer Tradition und einer Erkrankung an Long Covid kehrte sie 2024 in die Schweiz zurück. 2026 legte sie die Robe ab. Heute lehrt sie mit Fokus auf Ökodharma. Zu ihren Quellen zählen Joanna Macy und David Loy. Das Meditationszentrum Beatenberg bleibt ihre spirituelle Heimat.
Im Gespräch erzählt Dapel von einer Reise, die im Schulzimmer begann und in die radikale Hingabe eines klösterlichen Lebens führte. Sie beschreibt den Weg zur Ordination, das Leben ohne Privatsphäre und die Kraft, die sie über viele Jahre trug. Ein zentrales Thema ist der Bruch des Vertrauens: Wie geht man um mit Missbrauch in der eigenen Linie? Wie zerbricht ein Ideal – und was bleibt? Wir sprechen über das Loslassen der Robe, der Rolle und der Gesundheit. Und darüber, wie gerade Krankheit und Krisen zu einer tieferen Praxis führen können. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Ökodharma: Wie können buddhistische Methoden uns helfen, der Klimakrise mit Präsenz statt Ohnmacht zu begegnen?
Wir sprechen über:
🪑 Der Einstieg im Beatenberg – Fred von Allmen und die Freiheit der Stille🎨 Vom Dadaismus zum Dharma – Kunst, Präsenz und der Ruf der Meditation🧘♀️ Die Praxis der Grünen Tara – Archetypen und die Kraft der Visualisierung🏔️ One-Way-Ticket nach Indien – Unterweisungen beim Dalai Lama und Ordination🏠 Leben in der Gemeinschaft «Dharmadatta» – Zwischen Indien, Mexiko und den USA⚖️ Machtmissbrauch und Erschütterung – Wenn das Fundament der Tradition wackelt🤒 Long Covid als Lehrmeister – Pacing, Körperweisheit und radikales Vereinfachen🧥 Das Ablegen der Robe – Identität, Abschied und ein neuer Weg im Alltag🌿 Ökodharma – Handeln ohne Anhaften am Ergebnis in Zeiten der Polykrise
Ein Gespräch über den Mut zur Veränderung, die Integration von Schattenseiten und die Suche nach einem Dharma, der sich mitten in den Herausforderungen unserer Welt verkörpert.
📌 Weitere Informationen: https://www.bodhibaum.ch
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Inhalt
00:00:00 Intro00:02:09 Wer ist Dapel Rahel Gertsch?00:05:05 Was bedeutet der Name «Dapel»?00:06:48 Erster Kontakt mit Meditation00:14:02 Sylvia Wetzel und feministische Traditionen00:22:07 Die Begegnung mit dem Dalai Lama als Wendepunkt00:28:44 Entscheidung zur Ordination als buddhistische Nonne00:36:23 15 Jahre Gemeinschaft Dharmadatta00:49:08 Von Indien nach Mexiko: Dharma auf Spanisch00:54:05 Wie Sprache und Kultur die Lehre verändern00:58:59 Weiterzug in die USA01:00:59 Erschütterung, Krise und Long Covid01:16:15 Verlassen der Gemeinschaft und Rückkehr in die Schweiz01:21:13 Ablegen der Robe nach 18 Jahren01:28:28 ÖkoDharma: Von Ohnmacht zu weisem Mut01:47:40 Infos und Angebote von Dapel
Zen zwischen Disziplin und Loslassen mit Philipp Funk
2026/03/06
Philipp Funk ist Zen-Mönch und Zen-Lehrer in der Sōtō-Zen-Tradition. Er praktiziert Zazen seit 1996 und wurde 2001 formell ordiniert. Geprägt wurde sein Weg durch seinen Lehrer Missen Michel Bovay, einen engen Schüler von Taisen Deshimaru. Gemeinsam mit Weggefährt*innen gründete Philipp 2012 das Mushin Zen Dojo Zürich, das er bis heute mitverantwortet. Neben seiner Zen-Praxis arbeitet er im Bereich Kommunikation und Marketing und verantwortet an der ZHAW die Online- und Social-Media-Kommunikation im Departement Gesundheit. Dort initiierte er auch das Format Zen @ Work. Seine Praxis vertiefte er unter anderem in mehrmonatigen Aufenthalten in japanischen Ausbildungstempeln der Sōtō-Tradition.
Im Gespräch sprechen wir über Zen als konsequent praxisorientierten Weg: Zen ist Zazen – Sitzen ohne Ziel, ohne Absicht, ohne Versprechen. Philipp beschreibt, wie er aus einer Phase der Orientierungslosigkeit heraus «von null auf Sesshin» in ein Winterlager in Frankreich einstieg und warum ihn gerade diese Einfachheit, Strenge und Gemeinschaft nachhaltig geprägt haben. Ein zentrales Thema ist Mushotoku, die Absichtslosigkeit: Wie kann Praxis ohne Absicht sein, wenn man sich doch immer wieder bewusst aufs Kissen setzt?
Wir sprechen über die Meister-Schüler-Beziehung im Zen, über Vertrauen, Projektionen und das notwendige Nein-Sagen – ebenso über Krankheit, Sterben und Abschied am Beispiel seines Lehrers. Weitere Themen sind Zen-Training in Japan, Verantwortung nach der Dharma-Übertragung (Shihō) sowie die Frage, wie sich Zen jenseits von Esoterik, Selbstoptimierung und Heilsversprechen im Alltag verkörpert.
Wir sprechen über:
🪑 Zen ist Zazen – Praxis statt Philosophie🧭 Einstieg in Zen – Krise, Suche und der Sprung ins Sesshin⚖️ Mushotoku – Ziellosigkeit und Motivation im Spannungsfeld🤝 Sangha – Gemeinschaft, Verantwortung und Alltagspraxis🧑🏫 Meister–Schüler-Beziehung – Nähe, Reibung und Emanzipation🕯️ Krankheit & Tod – Begleitung des Lehrers und Abschied🚲 Pilgerschaft auf zwei Rädern – langsames Loslassen des Lehrers⛩️ Zen in Japan – Ausbildungstempel, Rituale und Grenzerfahrungen📜 Dharma-Übertragung (Shihō) – Verantwortung ohne Rezept🎶 Zen & Kunst – Begegnungen mit Musik und Improvisation
Ein Gespräch über Zen ohne Verklärung – über Sitzen, Loslassen und die Frage, wie Praxis trägt, wenn nichts erreicht werden will.
📌 Weitere Informationen:
🌐 https://www.zen-zurich.ch🎬 https://www.youtube.com/@myosanfunk
🎙 Dieser Podcast ist ein Herzensprojekt.
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Inhalt:
00:00:00 Intro00:02:11 Biografischer Hintergrund von Philipp Funk00:05:12 Was bedeutet «Zen ist Zazen»?00:12:20 Erste Sesshin: Einstieg ins Zen ohne Vorerfahrung00:20:05 Bodai Shin – was trägt über Jahre in der Praxis?00:23:22 Die Bedeutung der Lehrer-Schüler-Beziehung im Zen00:26:56 Absichtslosigkeit im Zen: Deshimaru und Mushotoku00:35:26 Missen Michel Bovay: Lehrer, Mensch, Wegbegleiter00:52:28 Den Lehrer durch Krankheit begleiten00:56:07 Abschied, Übergang und Veloweltreise00:59:55 Leben und Praxis im japanischen Ausbildungstempel01:17:01 Erweckung im Zen – und ihre Wirkung im Alltag01:23:49 Einsicht und Alltagspraxis01:28:28 Dharmaübertragung: Bedeutung und Verantwortung01:46:31 Zen, Musik und künstlerische Praxis01:54:20 Hinweise zu Philipps Arbeit und Angeboten
Pflege, Einsicht und Herzqualitäten mit Ingeborg Mösching
2026/02/06
Ingeborg Mösching (*1953) ist Meditationslehrerin, MBSR-Lehrerin und ehemalige Pflegefachfrau. Über viele Jahre arbeitete sie mit schwerkranken und sterbenden Menschen und integrierte Achtsamkeit später auch in klinische Kontexte, unter anderem am Universitätsspital Basel. Ihre Meditationspraxis begann 1986 in der christlichen Zen-Tradition und vertiefte sich später in Vipassana und den Herzqualitäten (Brahma-Vihāras). Prägend waren lange Schweigeretreats – unter anderem an der Insight Meditation Society und im Kloster Shwe Oo Min in Myanmar – sowie die Schulung und Autorisierung durch Fred von Allmen.
Im Gespräch sprechen wir über Pflege als Schulungsraum, über lange Retreats und das Üben von Gleichmut im Angesicht von Leid. Ingeborg beschreibt eindrücklich, was sie unter «Nicht-Einsteigen» versteht – ein praktisches Loslassen von Identifikation, ohne Verdrängen. Es geht um Einsicht als gelebte Erfahrung, um Herzqualitäten jenseits von Idealisierung und um eine Meditationspraxis, die nicht auf aussergewöhnliche Zustände zielt, sondern im Alltag trägt.
Wir sprechen über:
🧒 Kindheit & Sinnsuche – frühe Grundfragen, religiöse Prägung und innere Zuflucht
🔥 Krise als Wendepunkt – Trennung, Überforderung und die ersten Retreat-Erfahrungen
🩺 Pflege als Praxisfeld – Nähe zu Leid, Sterben und Mitgefühl im Alltag
⏳ Lange Retreats – Monate im Schweigen, alte Muster und tiefere Einsicht
🌊 «Nicht einsteigen» – Gefühle halten, ohne Identifikation oder Verdrängen
🪷 Herzqualitäten (Brahma-Viharas) – Metta, Mitgefühl, Mitfreude und Gleichmut
⚖️ Gleichmut – Kapazität für Unangenehmes jenseits von Gleichgültigkeit
🇲🇲 Sayadaw U Tejaniya – Geistzustand, rechte Haltung und entspannte Praxis
🧭 Praxis im Alltag – Rolltreppe, Ungeduld und die Erinnerung an die Absicht
🧑🏫 Linie und Ethik – Autorisierung, Verantwortung und Demut im Unterrichten
🧠 Körper, Trauma und Nervensystem – Somatic Experiencing als Ergänzung
🩹 Schmerz & Einsicht – Neuroplastizität, Konditionierung und Anatta
Ein Gespräch über Praxis ohne Heilsversprechen – und darüber, wie sich Vertrauen, Freude und Verantwortung über Jahrzehnte vertiefen können.
📌 Weitere Informationen zu Ingeborg Mösching:
🔗 https://www.ingeborgmoesching.ch
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Inhalt:
00:00:00 Intro
00:02:21 Biografischer Hintergrund
00:05:08 Frühe existenzielle Fragen
00:15:03 Einstieg in Zen- und Vipassana-Meditation
00:20:25 Lange Retreats und Praxisintensität
00:21:28 Warum lange Retreats?
00:24:48 Konditionierungen und meditative Einsicht
00:30:05 Erleuchtung und Befreiung vom Leiden
00:32:24 Herzqualitäten, Gleichmut und Abgrenzung
00:38:07 Brahmaviharas und Geisteskultivierung
00:45:18 Praxis im Stil von Sayadaw U Tejaniya
00:55:47 Kontinuität der Praxis im Alltag
01:01:23 Geburt und Tod als Erfahrungsräume
01:04:46 Tod als Teil der Praxis
01:11:25 Ausbildung zur Dharma-Lehrerin
01:14:35 Lehrerlaubnis, Linie und Verantwortung
01:18:47 MBSR, Somatic Experiencing und Integration
01:23:46 Veränderung der Praxis über die Jahre
01:30:49 Angebote von Ingeborg Mösching
Spiritualität, Psychotherapie und Stabilität mit Ulla Schoch
2026/01/02
Ulla Schoch ist Psychotherapeutin, klinische Psychologin und Ritualbegleiterin. Sie hat viele Jahre in psychiatrischen Institutionen gearbeitet und führt heute eine eigene Praxis in Zürich. Neben ihrer therapeutischen Tätigkeit hat sie sich intensiv mit spirituellen Traditionen auseinandergesetzt – von christlicher Mystik über den kaschmirischen Shivaismus bis hin zum tibetischen Buddhismus und Zen in der Sōtō-Tradition. Ein zentrales Leitmotiv ihres Weges ist Krishnamurtis Satz: «Truth is a pathless land.»
Im Gespräch spricht Ulla offen und persönlich über ihren spirituellen Werdegang, über die lange Trennung von Therapie und Spiritualität in ihrem Berufsleben und über die Frage, wie Meditation, Selbsterkenntnis und psychische Stabilität zusammenhängen. Sie erzählt von prägenden Jahren in Indien, vom Verlust ihres Mannes, von der Bedeutung von Struktur und Praxis im Alltag – und davon, warum Spiritualität ohne psychologische Arbeit aus ihrer Sicht riskant sein kann.
Ein differenziertes, ehrliches Gespräch über Meditation jenseits von Wellness, über Leid, Verantwortung und Reife – und über die Notwendigkeit, spirituelle Praxis und psychotherapeutische Arbeit zusammenzudenken.
Wir sprechen über:
🧭 Spirituelle Biografie – christliche Prägung, Suche, Brüche und Übergänge
🕉️ Indien & kaschmirischer Shivaismus – gegenstandslose Meditation, Sanskrit und das göttliche Prinzip
🧘 Buddhismus als Praxis – Leid als Ausgangspunkt, Anwendbarkeit im klinischen Alltag
🪷 Zen & Lehrerfrage – Zugehörigkeit, Praxisgemeinschaft und menschliche Meister
🧠 Therapie & Selbsterkenntnis – Veränderung, Struktur und emotionale Stabilität
⚠️ Risiken der Meditation – Überforderung, Retreats und die Bedeutung von Begleitung
🕯️ Ritual & Alltag – Struktur, Rhythmen, kleine Anker und gelebte Praxis
🌀 Astrologie & I Ging – Zyklen, Demut und der Umgang mit dem Nicht-Wissen
🌱 Entwicklung ohne Ziel – Geduld, Unvollkommenheit und lebenslange Praxis
🤍 Integration – warum Meditation Psychotherapie nicht ersetzt, sondern ergänzt
Ein Gespräch über Wachheit ohne Heilsversprechen, über spirituelle Praxis mit Bodenhaftung – und darüber, was es heisst, mit dem eigenen Leben zu leben, ohne es lösen zu wollen.
📌 Weitere Informationen zu Ulla Schoch:
🔗 https://www.praxisfuertherapie.ch
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Inhalt
00:00:00 Intro
00:02:04 Biografische Hintergründe und beruflicher Weg
00:04:45 Krishnamurti und das Prinzip des weglosen Pfades
00:06:29 Christliche Prägung als spirituelle Grundlage
00:09:57 Indien, Hinduismus und kaschmirischer Shivaismus
00:19:15 Körper, Seele und psychische Struktur
00:26:43 Partnerschaft, Verlust und Trauererfahrung
00:32:26 Buddhismus und kognitive Verhaltenstherapie
00:35:01 Übergang vom tibetischen Buddhismus zum Zen
00:41:42 Einflüsse von Brad Warner und Zen-Praxis
00:48:03 Emotionale Prozesse in der Meditation
00:56:52 Zen-Praxis und die Erfahrung des Ziellosen
00:58:39 Akzeptanz und Leben mit dem Gegebenen
01:00:28 Alltagsaktivitäten und meditative Qualität
01:01:37 Gemeinschaft und Praxisumfeld
01:03:49 Wiedereintritt in die reformierte Kirche
01:05:37 Pluralität und Grenzen kirchlicher Angebote
01:07:42 Astrologie, I-Ging und zyklische Perspektiven
01:15:43 Rituale, Rhythmen und alltägliche Verankerung
01:20:17 Spiritualität im Alltag und innere Praxis
01:34:36 Weiterführende Informationen zu Ulla
Zen, Aikido und Ritual Groove mit Nik Bärtsch
2025/12/05
Nik Bärtsch ist Pianist, Komponist, Produzent, Aikidoka und Autor – und ein Künstler, der Musik, Bewegung und Bewusstsein zu einem kohärenten Weg verbindet. Aufgewachsen in Zürich, geprägt von Rhythmus, Minimalismus, Zen und japanischer Ästhetik, entwickelte er seinen eigenen Stil: Ritual Groove Music oder Zen-Funk. Mit seinen Ensembles Mobile und Ronin erforscht er seit Jahrzehnten die Verbindung von Präzision, Flow und gemeinschaftlicher Präsenz.
Im Gespräch erzählt Nik, wie Rhythmus sein Fundament wurde, wie Lehrer, Zen und Aikido seine Kunst formten – und warum Musik für ihn nie Selbstzweck, sondern ein Dienst an der Gemeinschaft ist. Wir sprechen über Kindheit, Körper, Kultur, Training – und darüber, wie Fehler, Disziplin und Hingabe zu Klarheit führen.
Wir sprechen über:
🥁 Frühe Prägung – Rhythmus als Ursprung, Klavier als Maschine und Universum
🏫 Bildung & Wendepunkte – Scheitern, Förderung, strenge Lehrer und der Weg ins Konservatorium
🎎 Japanische Ästhetik & Zen – Kurosawa, Sesshins und Präsenz als Haltung
⚔️ Aikido & Körperpraxis – Balance geben statt Balance verlieren
🔧 Modulmusik – klare Strukturen, offene Form, Minimalismus, Groove und Ritual
🌀 Mobile & Ronin – Zenfunk, Ensemblegeist, kollektive Energie
⏱️ 36-Stunden-Rituale – Musik als gemeinschaftliche Praxis jenseits von Eventlogik
🎹 Philosophie des Spielens – Präzision statt Perfektion, Fehler als Impuls
🧠 Forschung am MIT – Bewegung, Intention, Effortless Mastery
🌬️ Körper & Atem – Hara, Gewicht, Geschmeidigkeit und Klangqualität
🏠 Training im Alltag – Meditation, Bewegung und Präsenz als Lebensgrundlage
✈️ Stress & Verantwortung – Reisen, Organisation, Risiko und Gemeinschaft
🌏 Musik als Beitrag – Hingabe als Weg, Resonanz als Wirkung
Ein waches, offenes Gespräch über Kunst als Praxis, über Klarheit im Tun und über die Kraft gemeinsamer Präsenz – und darüber, warum Musik erst in der Gemeinschaft wirklich entsteht.
📌 Weitere Informationen zu Nik Bärtsch:
🔗 https://www.nikbaertsch.com
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Inhalt
00:00:00 Intro
00:02:43 Biografie
00:04:52 Musik in der Kindheit
00:06:47 Boogie-Woogie und erste Kompositionen
00:10:57 Vom ruppigen Quartier ins Gymnasium
00:23:32 Japan, Ästhetik und spiritueller Anker
00:32:27 Studium am Konservatorium
00:40:41 Vertiefung der Meditation
00:48:07 Gründung von Mobile und Ronin
00:52:39 Modulmusik erklärt
00:59:55 Intellekt und unmittelbare Energie
01:02:37 Was passiert beim Spielen?
01:07:13 Zugang zum Aikido
01:11:55 36-Stunden-Konzerte
01:19:04 Musik und Meditation – Parallelen
01:21:51 Fehlerkultur: Präzision statt Perfektion
01:26:34 Bewegung, Klang und Intention
01:33:55 Meditation und Kampfkunst im Alltag
01:36:49 Herausforderungen im Musikerberuf
01:40:27 Soll Musik die Welt verbessern?
01:46:38 Persönlicher Kontakt und Community
Chan und Stilles Gewahrsein mit Hildi Thalmann
2025/11/07
Hildi Thalmann (Chang She) ist Chan-Lehrerin, Ärztin a. D., Mutter und Grossmutter – und eine Praktizierende, die ihren Weg vom katholischen Dorf über die Kinderneurologie bis zur chinesischen Wurzel des Zen gegangen ist. Geprägt von Kontemplation, Zen und der Begegnung mit Meister Sheng Yen leitet sie heute das Zentrum Chan Bern. Ihr Fokus: stilles Gewahrsein – nüchtern, präzise, alltagsnah.
Im Gespräch erzählt Hildi, wie eine Lebenskrise sie zur Meditation führte, warum sie Erlebnis-Jagd hinter sich liess und wie Chan für sie zur stimmigen Heimat wurde. Wir sprechen über stille Praxis ohne Technik, über Durchbrüche und Demut – und darüber, wie Einsicht im Alltag gelebt wird.
Wir sprechen über:
🙏 Vom katholischen Glauben zum Sitzen ohne Objekt
🩺 Medizin & Meditation – wenn Schmerz sich auflöst
💔 Krise & Kontemplation – der Anfang des Wegs
🌬️ Holotropes Atmen & Vipassana – Öffnung & Integration
🍄 Psychedelika – Türöffner, aber kein Weg
🧘 Zen-Erfolge & Chan-Klarheit – von Dogen zu Sheng Yen
🪷 Stilles Gewahrsein – Sammlung und Einsicht zugleich
❓ Huatou – die Frage «Was ist Nichts?»
🔄 Zustände & Modus – «just a state» ist nicht das Ziel
🧭 Lehrer & Ethik – Kohärenz vor Charisma
👧 Enkel & Emotionen – Praxis im Alltag
⚰️ Tod & Loslassen – stilles Glück und Gelassenheit
🏛️ Humanistischer Chan – geerdet, engagiert, klar
Ein stilles, ehrliches Gespräch über Erfahrung, Reifung und Vertrauen – und darüber, warum es genügt, vor der eigenen Tür zu wischen.
📌 Weitere Informationen zu Hildi Thalmann / Chan Bern:
🔗 www.chan-bern.ch
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Inhalt
00:00:00 Intro
00:02:31 Biografie
00:04:35 Frühe Spiritualität, Studium und Beruf
00:10:53 Erste Kontakte mit Kontemplation
00:14:37 Puristische erste Meditationsanleitung
00:19:15 Breite spirituelle Suche, inkl. holotropes Atmen
00:23:04 Psychedelika: Erfahrungen mit Ayahuasca
00:31:17 Kultivierung von Bewusstseinszuständen
00:38:16 Was ist Erkenntnis? Beispiel Schmerz
00:41:57 Zwei Leben – als Zen-Praktizierende und als Ärztin
00:44:02 Pensionierung, Chan und Zweitstudium
00:48:37 Begegnung mit Meister Sheng Yen
00:54:19 Unterschiede in den Anleitungen zum Zen
01:00:12 Gründung des Ordens der Dharma-Trommel
01:01:07 Humanistischer Aspekt von Sheng Yens Linie
01:04:34 Beschreibung der Methode «Stilles Gewahrsein»
01:10:02 Bleibt die Einsicht ins Nicht-Selbst?
01:15:17 Erhalt der Lehrerlaubnis
01:29:51 Herausforderungen im Alltag
Liebe, Spiritualität und Schwulenbewegung mit Ernst Ostertag
2025/10/03
Ernst Ostertag, Jahrgang 1930, war Primarlehrer und Heilpädagoge – und ist bis heute eine Ikone der Schweizer Schwulenbewegung. Zusammen mit seinem Lebenspartner Röbi Rapp lebte er über 60 Jahre in Partnerschaft und engagierte sich seit den 1950er-Jahren unermüdlich für Gleichberechtigung, Erinnerungskultur und Menschenwürde. Weniger bekannt ist: Seit den 1960er-Jahren ist Ernst praktizierender Buddhist. Seine Praxis verbindet Gelassenheit und Mitgefühl mit einem lebenslangen Engagement – in Schule, Gesellschaft und Politik.
Im Gespräch erzählt Ernst von frühen Erfahrungen des Andersseins, vom Ringen um Würde und Respekt, von Liebe und Verlust. Er spricht über die Bedeutung von Meditation in seinem Leben – nicht als Rückzug, sondern als Quelle für Klarheit und Mut.
Wir sprechen über:
🚶 Anders sein: Kindheitserfahrungen jenseits von Mehrheitsnormen🏫 Lehrer und schwul sein: Zwischen Erfolg und Verborgenheit⚖️ Demokratie und Menschenwürde: Von Polizeigewalt zum Kampf für Respekt🎬 Der Kreis: Ein Film zwischen Dokumentation und Dramaturgie🪷 Buddhistischer Weg seit den 1960er-Jahren: Inspiration aus Indien und Praxis ohne Rückzug🌸 Meditation und Mitgefühl: Quelle für Ruhe, Gelassenheit und Engagement💔 Liebe und Verlust: Weiterleben nach dem Tod von Röbi Rapp🌍 Erinnerungskultur: Warum Geschichte erzählt werden muss
Ein Gespräch mit einem Zeitzeugen, das Spiritualität, Gesellschaft und persönliche Integrität auf einzigartige Weise verbindet.
📌 Weitere Informationen zu Ernst Ostertag:🔗 Film Der Kreis (Doku-Fiction)🔗 Biografie (Verborgene Liebe. Die Geschichte von Röbi und Ernst))🔗 www.schwulengeschichte.ch
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Inhalt:00:00:00 Intro00:04:57 Verfilmung des Lebens00:12:21 Anfang der Ächtung gleichgeschlechtlicher Liebe00:15:24 Protestantische Kindheit00:22:18 Schule und Entdeckung der sexuellen Orientierung00:33:05 Gandhi und gewaltloser Widerstand00:44:47 Entdeckung des Buddhismus über Gandhi und D.T. Suzuki00:49:28 Spirituelle Erfahrungen im Christentum00:56:54 Beginn der Meditationspraxis01:04:51 Einheitserfahrung im Zen01:13:10 Veränderung im Alltag01:15:58 Das Ego beim Unterrichten in der Schule01:19:44 Hilfsorganisation ROKPA und Patenschaft01:26:46 Treffen mit grossen tibetischen Lehrenden01:35:24 Fliesst meditative Erfahrung ins Leben?01:50:54 Als schwuler Mann muss man sich oft rechtfertigen01:53:22 Wie Ernst den Tod seines Partners erlebt hat02:00:13 Website www.schwulengeschichte.ch02:03:59 Begegnung mit Giovanni02:10:08 Ernsts buddhistische Bücher02:24:45 Buch «Der Grottenzyklus von Dazu»02:32:04 Vergleich zur christlichen Ikonografie02:37:06 Führen alle Religionen zum Gleichen?
Kuhfladen, Panik und Klarheit mit Samuel Theiler
2025/09/05
Samuel Theiler ist Dharma-Lehrer, Vater, Grossvater – und ein Mensch mit einem ungewöhnlichen Weg vom Werkzeugmacher zur spirituellen Begleitung. Schon in der Jugend spürte er, dass das Leben, wie es gewöhnlich läuft, für ihn nicht stimmte. Auf der Suche nach Sinn begegnete er LSD, Bioenergetik, Meditation – und später dem buddhistischen Weg. Er praktiziert seit über 30 Jahren vorwiegend in der Vipassana-Tradition, geprägt von südostasiatischen Lehrer*innen und intuitiv wahrnehmenden Frauen.
Im Gespräch erzählt Samuel, wie sich aus frühem Unmut eine tiefe Praxis entwickelt hat – getragen von psychonautischen Erfahrungen, langen Retreats und der schrittweisen Integration von Trauma, Angst und Nichtwissen. Er spricht über spirituelle Lehrerinnen ohne Tradition, seine Arbeit in der Sterbebegleitung, über Mitgefühl als Folge von Nicht-Ich und über die Kraft, die darin liegt, sich dem Leben ganz hinzugeben.
Wir sprechen über:
🔍 Orientierungslosigkeit & Sinnsuche: Von der Verweigerung zur Frage nach dem Leben
🍄 LSD & Kuhfladen: Wie Psychedelika Türen zur Sinnlichkeit öffnen können
🧘 Vipassana & Jhana: Vom Aushalten zur geistigen Sammlung
😨 Panik & Trauma: Angst nicht besiegen, sondern begleiten
🦶 Erdung & weibliche Intuition: Mit den Füssen auf dem Boden stehen
🧕 Lehrerinnen & Wahrnehmung: Drei spirituelle Frauen ausserhalb des Kanons
🫱 Dienen statt Streben: Eine Frage, die alles verändert hat
👶⚰️ Enkel & Sterbende: Leben an den Rändern begleiten
🪔 Tod & Meditation: Sprachlosigkeit, Präsenz und Leere
📉 Retreats & Krisen: Wenn es besser ist, zu gehen
💬 Gruppenprozesse: Sicherheit, Vertrauen und heilsames Miteinander
🌀 Dunkle Nächte: Warum auch das Leiden zum Weg gehört
🌍 Weltlage & Hoffnung: Zwischen Niedergang und Lichtfunken
Ein offenes, erfahrungsnahes Gespräch über spirituelle Reifung, das ganze Spektrum menschlicher Erfahrung – und darüber, wie gelebte Achtsamkeit über die Matte hinauswirkt.
Weitere Informationen zu Samuel Theiler:
🔗 www.samueltheiler.ch
🎙 Dieser Podcast ist ein Herzensprojekt.
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Inhalt
00:00:00 Intro
00:01:58 Biografie
00:03:54 Was bei Samuel die spirituelle Suche auslöste
00:13:03 Meditation mit ADHS
00:15:27 Sammlung / Konzentration in Retreat und Alltag
00:20:33 Begegnung mit weisen Frauen
00:27:24 Weniger Anhaftung macht mitfühlender
00:29:25 Fehlt im Theravāda der weibliche Aspekt?
00:31:55 Spiritualität als junger Vater
00:35:47 Auf- und Ab im Praxisweg
00:43:42 Tod und Betrachtung des Todes in der Meditation
00:46:23 Freiwilliges Engagement in der Palliative Care
00:53:02 Entscheid, Meditationslehrer zu werden
00:56:54 Was tut ein Lehrer bei Krisen von Retreatteilnehmenden?
00:59:28 Samuels Umgang mit Angstzuständen
01:05:04 Braucht es Schicksalsschläge für einen spirituellen Weg?
01:12:49 Wie schaut Samuel auf die Welt?
01:15:29 Rolle der Meditation in einer schwierigen Welt
01:17:19 Welche Einsicht hätte Samuel gerne früher gehabt?
01:21:57 Weitere Infos zu Samuel und seinem Angebot
Bonus: PRONTO - Meditation im Alltag mit Stephan Ebner
2025/08/01
In dieser Bonusfolge stellt Stephan Ebner sein Modell PRONTO vor – eine alltagstaugliche Praxis zur Kultivierung von Bewusstheit, die ohne religiöse Begriffe auskommt, aber tief in kontemplativen Traditionen wurzelt. PRONTO steht für:
Pause – Recognize – Open – Notice – Trust – Ongoing
Die sechs Schritte bilden ein Rad, das nicht einmal durchlaufen wird, sondern sich immer wieder dreht – mitten im Leben: beim Zähneputzen, auf dem Hundespaziergang, an der Kasse. Stephan verbindet psychologisches, meditationsbasiertes und spirituelles Erfahrungswissen zu einem säkularen Bewusstseins-Training, das sowohl zugänglich als auch substanziell ist.
Mit dabei ist auch eine kurze geführte Meditation, die die Atemwahrnehmung als Zugang zum Erkennen des Bewusstseins nimmt.
Wir sprechen über:
🛑 Pause: Innehalten, bevor der Autopilot übernimmt
🌦️ Innerer Wetterbericht: Erkennen, respektieren, erinnern, neu gestalten
👃 Atem & Sinneswahrnehmung: Präsenz durch Öffnung nach aussen
🌌 Bewusstsein: Atemlücken, non-duales Erleben & mittelpunktloses Spüren
🌀 Vertrauen & Dankbarkeit: Wie sich Erfahrung wandelt, wenn wir das Feld berühren
🔄 Ongoing: Tätigsein aus Fülle statt aus Mangel
🧠 Denken & Gewahrsein: Warum Sprache verstellt – und Erfahrung befreit
🪞 Säkularer Dharma: Ein Zugang, der niemanden ausschliesst
🌊 Linie, Raum, Meer: Metaphern für das Formlose im Wandel
📿 Quellen & Lehrer*innen: Was in PRONTO mitschwingt, auch wenn es nicht genannt wird
PRONTO ist keine Instantlösung – aber eine Einladung zum Üben, Entdecken und Erinnern. Eine Praxis, die nicht noch mehr fordert, sondern an etwas erinnert, das immer schon da ist.
📎 Weitere Informationen & Onlinekurs:
🔗 www.pronto.ch
Inhalt:
00:00:00 Intro
00:02:10 Überblick Pronto
00:19:15 Wie wird PRONTO nicht zu einem weiteren To-Do auf der Liste?
00:21:11 Ist PRONTO komplex?
00:26:55 Vertiefung "Respect": Umgang mit Unangenehmem
00:30:41 Reshape und Remember: Ausweichen vs. Ausrichtung
00:34:06 Non-duales Bewusstsein inkl. geführter Übung
00:44:26 Beschreibung des Bewusstseins
00:45:18 Mittelpunktloses Erleben
00:50:18 Warum übersehen wir das Bewusstsein so oft?
01:00:14 Basis und Ursprünge von PRONTO
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