1683758895
Orte und Worte

Werben im Podcast: Orte und Worte

Dieser Podcast hat
99 Episoden
Sprache
German
Explizit
Nein
Erstellt am
2023/04/21
Neueste Episode
2026/10/09
Durchschnittsdauer
49 min.
Veröffentlichungsintervall
13 Tage

Beschreibung

Der Bücherpodcast vom rbb. Ein Buch, ein Ort, eine Begegnung: Wir sprechen mit Autorinnen und Autoren über ganz persönliche Themen, ihre aktuellen Bücher, das Schreiben und die kreative Arbeit. Unsere Hosts Nadine Kreuzahler, Anne-Dore Krohn und Stephan Ozsváth verabreden sich an Orten, die wichtig sind als Schauplatz oder zur Inspiration, mit dem Schwerpunkt in Berlin und Brandenburg. Alle Tipps, Empfehlungen und Orte findet Ihr in den Beschreibungen und Shownotes der Podcast Folgen.

Freischalten Orte und Worte Podcast E-Mail-Kontaktdaten,
Hoerer- und Zielgruppendetails

E-Mail-Kontaktinformationen

Direkte Podcast-Kontaktdaten

Hoerer

Zielgruppenzahlen und Engagement-Einblicke

Zielgruppendetails

Podcast-Einblicke

Podcast-Episoden

Neueste Episoden von Orte und Worte Podcast ansehen


Mit Lutz Seiler auf der Frankfurter Buchmesse
2026/10/09
Lutz Seiler ist mit seinem neuen Roman "Das tickende Herz" auf die Frankfurter Buchmesse gereist und hat mit Nadine auf der Literaturbühne von ARD, ZDF und 3Sat darüber gesprochen . Der Büchnerpreisträger, Lyriker und Schriftsteller erzählt von Trennungsschmerz und neuer Liebe, von radioaktiver Strahlung in Thüringen, und einem Dichter und einer Schamanentochter auf einer Reise bis ins winterlich eisige Kasachstan. Wer seine Bestseller "Kruso" und "Stern 111" gelesen hat, wird hier einiges an Personal und Themen wieder erkennen. Das Buch Lutz Seiler: "Das tickende Herz", Suhrkamp, 464 Seiten, 28,00 Euro. Der Autor Lutz Seiler wurde 1963 in Gera in Thüringen geboren, die Region war in der DDR ein Uran-Abbaugebiet. Strahlung und Radioaktivität spielen in Lutz Seilers Werk schon seit seinem Gedichtband "pech und blende" immer wieder eine wichtige Rolle. Seine Romane "Kruso" (2014) und "Stern 111" (2020) sind preisgekrönte Bestseller. Der Ort Frankfurter Buchmesse
Mit Ilija Matusko beim Kroaten zum Essen
2026/10/01
Djuvec-Reis, Pleskavica und Pommesduft sind die Gerüche von Ilija Matuskos Kindheit. Damit ist er aufgewachsen, sie sind Makel, Leistungsmerkmale und Schichtmerkmal zugleich. Immer waren die Gäste die Nummer Eins, die Dienstleistung oberste Priorität. "Jugo" ist eine zärtliche Annäherung zwischen Vater und Sohn, eine Würdigung der Lebensleistungen des Migranten, der nach der Rückkehr an die Adria keine Heimat findet, sondern im "Dazwischen" lebt. Nicht mehr dort, nicht mehr hier. Zwei Männer ringen um ihren Platz und um die Liebe, die Vater und Sohn verbindet. Eine Reflexion über der Speisekarte. Das Buch Ilija Matusko: Jugo, Suhrkamp, 191 Seiten, 24 Euro. Die Bücher, über die Stephan und Ilija sonst noch sprechen: Ilija empfiehlt: Lejla Kalamujic: Nennt mich Esteban, Eta-Verlag, 120 Seiten, 17,90 Euro. Stephan empfiehlt: David Vajda: Diamanten, Hanser Berlin, 176 Seiten, 24 Euro. Manik Sarkar: Ochsenkopf, Zsolnay, 177 Seiten, 24 Euro. Der Autor Ilija Matusko, 1980 in München geboren. Er ist gleichsam im Pommesduft groß geworden. Sein bosnisch-kroatischer Vater und seine deutsche Mutter haben eine Gastwirtschaft in Bayern betrieben. In seinen Texten setzt er sich immer wieder mit seiner Herkunft auseinander. Er selbst studierte in München Soziologie, Politikwissenschaften und Sozialpsychologie. Er schreibt für die "taz". Sein erstes Buch "Verdunstung in der Randzone" ist eine Collage aus der Gastro-Szene. In seinem Debütroman "Jugo" geht es um die Beziehung von Vater und Sohn. Der Ort Restaurant "Split" am Blücherplatz in Berlin-Kreuzberg. Podcast-Tipp Alexandra Bidian: Schon lange kein Frühling. Unser Vater, das Haus in Rumänien und wir. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:60a8ef6817c9121b/
Mit Jaroslav Rudiš auf den Friedhöfen in der Bergmannstraße Berlin-Kreuzberg
2026/09/24
"Sie stehen mit ihrem weißen Sarg irgendwo in Brandenburg." So fängt der neue Roman des in Berlin lebenden tschechischen Schriftstellers Jaroslav Rudiš an. Ein Satz, der Nadine sofort neugierig gemacht hat. Drei Freunde, ein alter, weißer Saab, Trauer, Traumata, viel Musik und tote Dichter sind die Zutaten für einen Road-Trip durch Europa. Die Friedhofsgärtnerin Miss Detroit aus Berlin sitzt dabei am Steuer. Sie kann mit den Toten sprechen - aber nicht nur sie. Wieso Eisenbahn-Fan Jaroslav gerne auch mal in alte Autos umsteigt, wie er auf dem Friedhof auf seine Figur Miss Detroit gestoßen ist und warum Literatur und Humor für ihn immer zusammengehören, erzählt er Nadine dort, wo er seinen Roman "Wo die Toten sprechen" geschrieben hat: Zwischen Gräbern. Das Buch Jaroslav Rudis: "Wo die Toten sprechen", 236 Seiten, Luchterhand Die Bücher, über die Nadine und Jaroslav sonst noch sprechen: Jaroslav empfiehlt: Alice Horáčková: "Geteiltes Haus", aus dem Tschechischen von Sophie Marzolff, Diogenes, 880 Seiten. Nadine empfiehlt: Han Kang: "Der Goldene Faden", aus dem Koreanischen von Ki-Hyang Lee, Claassen, 176 Seiten. Andere Bücher von Jaroslav: Jaroslav Rudiš: "Winterbergs letzte Reise", Luchterhand Verlag, 544 Seiten. Jaroslav Rudiš: "Gebrauchsanweisung fürs Zugreisen", Piper Verlag, 256 Seiten, 16 Euro. Jaroslav Rudiš: "Gebrauchsanweisung für Bier", Piper Verlag, 256 Seiten, 16 Euro. Der Autor Jaroslav Rudiš schreibt Romane, Theaterstücke und Drehbücher, und spielt in der Kafka-Band zusammen mit Comiczeichner und Musiker Jaromir 99. Er wurde 1972 in Turnov, in der Tschechoslowakei geboren, und lebt heute in Jičín im Böhmischen Paradies und Berlin-Kreuzberg. "Winterbergs letzte Reise" (2019) war für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert und der erste Roman, den er auf Deutsch geschrieben hat. Der Ort Die Friedhöfe in der Bergmannstraße
Mit Detlef Reinsberg an den Kindheitsorten in Hohenschönhausen
2026/09/17
Martin Kasbohm ist Bauernsohn aus einem Dorf bei Mecklenburg-Vorpommern. Um der Enge zu entfliehen, entschließt er sich, beim Wachregiment Feliks Dscherdschinski in Berlin seinen Wehrdienst abzuleisten. Dort will ihn ein Stasi-Offizier zum Spion ausbilden. Er übernimmt erste Aufträge, scheitert aber. Auf den Montagsdemonstrationen trifft er seine Jugendfreundin wieder. Zurückgekehrt ins Dorf kommen die Umbrüche: Wende, Treuhand, holländische Bodenspekulanten, Junker, Reichsbürger. Von seinem Bruder und dessen Frau wird Martin Kasbohm ausgebootet, die Hoffnung ist sein Sohn, der auf Schafe und Solarpanele setzt. “Kopfsteinpflaster” ist Familien-Saga und Wende-Roman aus der Kuhstallperspektive, eben nicht aus Leipzig oder Berlin. "Denen hört halt keiner zu", sagt Detlef Reinsberg über die Leute im Norden, "außer den Rechten". So erklärt er den Vertrauensverlust in die etablierten Parteien. Er spricht über seine Erfahrungen als Spätberufener im Literaturbetrieb, die Stasi als Nachbarn und die Treuhand-Jahre. Das Buch: Kopfsteinpflaster, Wieser, 500 Seiten, 24 Euro. Die Bücher, über die Stephan und Detlef sonst noch sprechen: Detlef empfiehlt: Michael Köhlmeier: Mein privates Glück. Hanser. 2026. 320 Seiten. 26 Euro. Marcus Clarke: Lebenslänglich. Volk und Welt. 1990. Antiquarisch. Stephan empfiehlt: Iulian Ciocan: Am Morgen kommen die Russen, Velbrück, 240 Seiten. 18 Euro. Iulian Ciocan: Die Königin der Kelche, Edition Noack & Block, 168 Seiten, 20 Euro. Der Autor Detlef Reinsberg ist 1954 in Ost-Berlin geboren. An der Humboldt-Universität hat er Jura studiert. In Mecklenburg-Vorpommern hat er gelebt, in Afrika, jetzt schon eine Weile bei Heidelberg. Arbeit als Wirtschaftsjurist für große Firmen wie ABB, aktuell berät er Firmen u.a. in Lettland. "Kopfsteinpflaster" ist sein zweiter Roman. Seine Afrikajahre und die Zeit bei den DDR-Grenztruppen hat er in seinem ersten Roman "Windflüsterer" verarbeitet. Der Ort Hohenschönhausen, Kiez am Obersee, in Nähe der Stasi-Gedenkstätte Hohenschönhausen.
Mit Dave Eggers auf dem Internationalen Literaturfestival Berlin
2026/09/10
Dave Eggers war in Berlin! Der Bestsellerautor, vor allem bekannt für seinen dystopischen Roman "The Circle", hat beim Internationalen Literaturfestival seinen neuen Roman vorgestellt – im Gespräch mit Anne-Dore. "Contrapposto" ist ein Künstler- und Liebesroman, in dem Eggers zwei Lebenswege über Jahrzehnte beschreibt: Cricket und Olympia lernen sich als Kinder kennen und bleiben für immer verbunden. Beide suchen ihr Glück im Kunstbetrieb, Olympia als Kuratorin, Cricket als Künstler. Über allem schweben große Fragen: Werden sie irgendwann zusammenleben? Was ist Kunst eigentlich, und wie sehr muss man sich verbiegen für den Erfolg? Dave Eggers erzählt, wie er beim Fahrradfahren in Berlin fast verloren ging; spricht über seine Kunstausbildung, die Schwierigkeit von Sex-Szenen und seine gewitzte Reaktion auf das Verbot von "The Circle" an einer US-amerikanischen Schule. Und er hält ein flammendes Plädoyer für einen achtsamen Umgang mit KI und Digitalisierung. Die Lesung Die deutschen Passagen las der Schauspieler Ulrich Matthes. Die Simultandolmetscherinnen Astrid Geese und Silvia Schreiber übersetzten live vor Ort. Der Ort Mehr zum Internationalen Literaturfestival Berlin unter www.literaturfestival.com Das Buch Dave Eggers "Contrapposto", übersetzt von Andrea O’Brian, Kiepenheuer & Witsch, 496 Seiten, 25,00 Euro. Der Autor Dave Eggers wurde 1970 geboren. Sein Debut „Ein herzzerreißendes Werk von umwerfender Genialität" kam 2000 heraus und wurde zum Bestseller, seither erschienen u.a. "Zeitoun" (2009), "Ein Hologramm für den König" (2023), "The Circle" (2014) (mit u.a. Tom Hanks und Emma Watson verfilmt), "Der Mönch von Mokka" (2018) und "The Every" (2021). Dave Eggers setzt sich u.a. mit der Schreibwerkstatt "826 Valencia" für Kinder und Jugendliche ein, fördert Künstlerinnen und Künstler und hat den Verlag McSweeneys gegründet.
Mit Tamara Štajner im Wiener Arnold Schönberg Centrum
2026/07/02
Iva fliegt zur Beerdigung ihres Kindermädchens nach Ohrid in Nordmazedonien. Der slowenische Vater hat hier einst ein jugoslawisches Ferienhotel geleitet, während die Mutter in Slowenien blieb. "Luft nach unten" erzählt von einer Spurensuche - in der eigenen Vergangenheit, in der Vergangenheit Jugoslawiens, und im Inneren der Protagonistin Iva: sie will verzweifelt Mutter sein, aber auch Geliebte. Das eine versucht sie - tragikomisch - mit ihrem Mann und der Hilfe einer Kinderwunschklinik. Das andere bei den sporadischen Treffen mit ihrem Geliebten. Die Protagonistin ist Musikerin wie Tamara Štajner. Stephan Ozsváth hat die Autorin im Wiener Arnold Schönberg Center getroffen. Zwischen Artefakten und am rekonstruierten Arbeitszimmer des Komponisten haben sie über Kinderwunsch, Religion, die jugoslawische Gulag-Insel Goli Otok, Lampenfieber und das Schreiben gesprochen. Das Buch Luft nach unten, Zsolnay, 336 Seiten, 25 Euro. Die Bücher, über die Stephan und Tamara sonst noch sprechen: Tamara empfiehlt: Siri Hustvedt. Ghost Stories. Rowohlt. 400 Seiten. 26 Euro. Stephan empfiehlt: Dana Vowinckl: Anton und Alma. Suhrkamp. 542 Seiten. 26 Seiten. (erscheint Anfang September 2026) Die Autorin Tamara Štajner ist 1987 in Novo Mesto geboren. Von dort stammt auch Melania Trump. Ihr Großvater war Partisan, fiel in Ungnade und wurde in Goli Otok inhaftiert. Zuvor war er bei Berlin als Zwangsarbeiter eingesetzt. Tamara Štajner hat Bratsche in Ljubljana und Wien studiert. Sie schreibt auf Slowenisch und Deutsch, gestaltet auch Performances. "Luft nach unten" gewann 2024 den Kelag-Preis beim Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt. Im gleichen Jahr wurde die Autorin auch mit dem Lyrik-Preis Meran ausgezeichnet. "Luft nach unten" ist ihr zweiter Roman nach ihrem Debüt "Raupenfell". Tamara Štajner lebt in Wien. Der Ort Das Arnold Schönberg Centrum in Wien
Mit Valerie Springer im Wienerwald
2026/06/25
Elsie, Anfang Vierzig, schreibt Kalendersprüche - positive, bejahende Botschaften. Dann stirbt ihr Mentor, sie verliert ihren Job. Sie macht sich auf, um sein Vermächtnis zu erfüllen, eine alte Spendenaktion des Verlages. Mit einem Kofferraum voller Plüschtiere für Waisenkinder macht sie sich auf in ein Kriegsgebiet auf dem Balkan – sie kommt vom Weg ab, wird buchstäblich aus der Bahn geworfen, die Plüschtiere landen im Dreck und Elsie in einem Dorf, mit Ziege, ohne Internet – und einem Geheimnis. Sie macht sich auf die Suche nach dem, was unter der Decke des Schweigens liegt – und findet Freunde, sich selbst, einen Sinn. Das Buch Eine Ziege, ein Dorf und kein Internet, Milena, 250 Seiten, 25 Euro. Die Bücher, über die Stephan und Valerie sonst noch sprechen: Valerie empfiehlt Berthold Brecht: Leben des Galilei. Edition Suhrkamp. 161 Seiten, 7 Euro. Ilja Trojanow: Nach der Flucht. S.Fischer, 128 Seiten, 19 Euro. Siri Hustvedt: Was ich liebte. Rowohlt. 480 Seiten, 15 Euro. Stephan empfiehlt Ena Katerina Haler: Die Schuldlosen. Folio. 288 Seiten, 25 Euro. Die Autorin Valerie Springer ist 1958 in München geboren, sie hat britisch-tschechische Wurzeln. Ihre Eltern waren nach der Emigration in Großbritannien 1957 nach Mitteleuropa zurückgekehrt. Die Autorin hat in der Schweiz das Abitur gemacht, Studium in Wien. Sie hat in einer Werbeagentur und als Kulturredakteurin für Zeitschriften gearbeitet. Seit 2000 ist sie freischaffende Autorin. Zahlreiche Veröffentlichungen, auch auf Englisch und Spanisch. “Eine Ziege, ein Dorf und kein Internet” ist ihr zehnter Roman. Sie schreibt auch Lyrik und Kurzprosa. Zahlreiche Reisen und Auslandsaufenthalte. Der Ort Der Garten der Schwiegermutter in Neulengbach (Wienerwald) Podcast-Tipp Buchgefühl – Lesung und Gespräch in ARD Sounds https://www.ardsounds.de/sendung/buchgefuehl-lesung-und-gespraech/urn:ard:show:35ac3473ddd03266/
Mit Daniel Zipfel im Donaustrombad Kritzendorf
2026/06/18
Der Roman spielt vor der Kulisse der Flüchtlingskrise 2015. Benjamin Weiß betreut als Jurist das Asylverfahren eines Syrers, dem Kriegsverbrechen vorgeworfen werden. Dabei holt Benjamin Weiß die NS-Vergangenheit seiner eigenen Familie ein. Denn seine Großmutter zieht in das Häuschen am Strombad Kritzendorf ein, versucht dort belastende Dokumente aus der NS-Zeit zu entsorgen. Ein Roman über die Grautöne bei der Bewertung von Tätern und Opfern, die Zeitbomben der Vergangenheit in unseren Familien und die schwierige Suche nach der Wahrheit. Stephan hat sich mit Daniel Zipfel am Donau-Strombad Kritzendorf getroffen, das die Nazis nach dem Anschluss Österreichs "arisierten". Das Buch Daniel Zipfel: "Walküre", Leykam, 256 Seiten, 25,00 Euro. Die Bücher, über die Stephan und Daniel sonst noch sprechen: Daniel empfiehlt Dokupodcast: Deutsche Geister | DIE ZEIT https://www.zeit.de/serie/deutsche-geister Stephan empfiehlt Franco. Der ewige Faschist. Eine Biografie. Beck-Verlag. 376 Seiten. 28,00 Euro. Clara Sánchez:"Lo que esconde tu nombre". Booket. 446 Seiten. Antiquarisch. Auf Deutsch als WDR-Hörspiel in ARD Sounds | Schlechte Gesellschaft - ARD Polit- und Psychokrimis | Was dein Name verbirgt (1/2): KZ-Überlebender jagt NS-Verbrecher https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:e1401ee9f414366c/ Podcast: Gestern ist jetzt – Der Podcast für Familiengeschichte im Nationalsozialismus https://gesternistjetzt.de/ Der Autor Daniel Zipfel. 1983 in Freiburg im Breisgau geboren. Lebt und arbeitet in Wien. Der Jurist ist in der Asylrechtsberatung tätig. Er hat eine Ausbildung am Institut für Narrative Kunst absolviert und ist Mitglied der Grazer Autor*innenvereinigung. "Walküre" ist sein vierter Roman. Zahlreiche Stipendien und Preise. Der Ort Donaustrombad Kritzendorf bei Wien Podcast-Tipp Buchgefühl – Lesung und Gespräch https://www.ardsounds.de/sendung/buchgefuehl-lesung-und-gespraech/urn:ard:show:35ac3473ddd03266/
Mit Muri Darida im Volkspark Rehberge in Berlin
2026/06/11
Lazi bricht von Berlin nach Ungarn auf, um das Gewehr des verstorbenen Großvaters zu finden. Die Mission: Schießen lernen und Rache üben. Dafür muss Lazi aber erst den Verwandten im Dorf gegenübertreten, die Lazi noch unter anderem Namen mit einem anderen Körper kennen. Muri Daridas Debütroman "King Cobra" erzählt von einer Häutung, von Widerstand und Ich-Werdung zwischen dem Órban-geprägten Ungarn und Deutschland. Muri Darida lebt in Berlin und Budapest, und nimmt Nadine mit an den Ort, wo der eigene Hund immer Fleisch vom Grill mopst und die Seele zwischen alten Bäumen, Wildschweinen und Gewässern durchatmen kann: In den Volkspark Rehberge in Berlin-Wedding. Das Buch Muri Darida: "King Cobra", 288 Seiten, dtv. Die Bücher, über die Nadine und Muri sonst noch sprechen: Muri empfiehlt István Örkény: "Familie Tót", übersetzt von Vera Thies, Henschel Verlag, 141 Seiten, nur noch antiquarisch oder in Bibliotheken. Vailes Shepperd: "A Good Ending for Bad Memories", Bold Story Press, 310 Seiten, nur auf Englisch erhältlich. Nadine empfiehlt Angela Steidele: "Ins Dunkel", 360 Seiten, Suhrkamp. Autor*in Muri Darida lebt in Berlin und Budapest, berichtet für deutsche Medien wie Zeit online, arte, taz über Ungarn, Widerstandsbewegungen und rechtspopulistische Verschwörungserzählungen. Muri Darida hat viele Jahre in der Psychotherapie gedolmetscht und Erzählungen in Literaturzeitschriften veröffentlicht. 2024: taz Publikumspreis beim Open Mike in Berlin. "King Cobra" ist der Debütroman. Der Ort Volkspark Rehberge in Berlin Wedding
Am Neuen See mit Gabriele von Arnim
2026/06/04
Für ihr neues Buch hat die Bestsellerautorin Gabriele von Arnim ein Jahr lang Tagebuch geführt. In "Abschied leben. Tagebuch eines Zeitgefühls" denkt sie über persönliche und politische Abschiede nach: von den Jahreszeiten, von Menschen, von früheren Ichs, von vermeintlichen Gewissheiten, von Kontrolle. Anne-Dore und Gabriele von Arnim treffen sich im Berliner Tiergarten, schauen auf den Neuen See und in die Wolken und sprechen über Vorbilder und Zuversicht, das Älterwerden, die kosmische Waage, und über Gabriele von Arnims These, dass ein geöffnetes Herz der beste Schutz ist. Die Autorin Gabriele von Arnim, 1946 in Hamburg geboren, ist u.a. Autorin, Journalistin, Kritikerin und Essayistin. Von ihr erschienen zuletzt "Liebe Enkel oder Die Kunst der Zuversicht" (2024), "Der Trost der Schönheit. Eine Suche" (2023) und "Das Leben ist ein vorübergehender Zustand" (2021). Das Buch Gabriele von Arnim "Abschied leben. Tagebuch eines Zeitgefühls", Rowohlt Verlag. 272 Seiten, 24,00 Euro. Gabriele von Arnim empfiehlt u.a. Daniel Schreiber "Liebe. Ein Aufruf", Hanser Berlin, 160 Seiten, 22,00 Euro. Timothy Snyder "Über Tyrannei. 20 Lektionen für den Widerstand", Taschenbuch bei C.H. Beck, 127 Seiten, 14,00 Euro. Anne-Dore empfiehlt Mirjam Zadoff: "Wie wir überwintern. Den Lebensmut durch die harten Zeiten retten", Hanser, 136 Seiten, 16,00 Euro.
Mit Svenja Leiber in der Gedenkstätte NS-Zwangsarbeit in Berlin-Schöneweide
2026/05/28
Ein harmloser Apfelbaum brachte Svenja Leiber auf die Geschichte einer jungen NS-Zwangsarbeiterin. Aus ihren Recherchen ist ihr Roman "Nelka" entstanden. Eine fiktive Geschichte mit erfundenen Figuren, aber tief verwurzelt in der gewaltvollen Historie des 20. Jahrhunderts. Basierend auf dem Schicksal von Millionen zwangsverschleppter Frauen aus Osteuropa während der Nazi-Zeit. Svenja und Nadine besuchen die Gedenkstätte und lassen sich zeigen, unter welchen Bedingungen Zwangsarbeiter in den Baracken leben mussten. Sie reden über Svenjas Recherchen und aktuelle Lieblingsbücher. Das Buch Svenja Leiber: "Nelka", Suhrkamp, 200 Seiten Svenja empfiehlt Lena Gorelik: "Alle meine Mütter", Rowohlt, 272 Seiten Nadine empfiehlt Jaqueline Scheiber: "Schwimmen / Schweben", Leykam, 144 Seiten Die Autorin Svenja Leiber lebt in Berlin. 1975 wurde sie in Hamburg geboren, wuchs in Norddeutschland auf und verbrachte als Kind einige Zeit in Saudi-Arabien. 2005 veröffentlichte sie ihren ersten Erzählungsband: "Büchsenlicht", seit 2010 hat sie fünf Romane veröffentlicht, zuletzt "Staub" (2018), "Kazimira" (2021) und nun "Nelka". Der Ort Dokumentationszentrum und Gedenkstätte NS-Zwangsarbeit in Berlin Schöneweide. https://www.ns-zwangsarbeit.de/
Mit Johann Reißer auf den Spuren der Berliner Rüstungsindustrie
2026/05/21
Max Duttenhofer hätte die Apotheke des Vaters übernehmen sollen. Aber es kommt anders. Ihn interessiert mehr das Schießpulver. Im Neckartal bei Rottweil baut er eine Pulverfabrik, es ist die Keimzelle zu einem "schwäbischen Kartell" mit Daimler und der Gewehrfabrik Mauser. Johann Reißer erzählt die Geschichte des widersprüchlichen Frauenhelds und weitgereisten, kiffenden Industriellen und Netzwerks, aber er entwirft in seinem Debütroman auch ein Panorama Deutschlands. Vor allem erzählt er, wie die Schießpulverfabrik eine ganze Stadt bestimmt. "Pulver" ist Wimmelbild, Sozialkritik, Industriegeschichte. Stephan Ozsváth ist mit ihm über die Insel Eiswerder in Berlin-Spandau gestreift, einst wichtiges Zentrum preußischer Rüstungsindustrie. Das Buch: Johann Reißer: Pulver, FVA, 480 Seiten, 26,00Euro. Die Bücher, über die Stephan und Johann sonst noch sprechen: Johann empfiehlt Shoshana Zuboff: Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus. Campus Verlag. 727 Seiten, 25 Euro. Olga Tokarczuk: Spiel auf vielen Trommeln. Kampa Verlag, 386 Seiten, 26,00 Euro. Stephan empfiehlt Yaryna Chornohuz: Dasein: Verteidigung der Präsenz. Mauke-Verlag. 104 Seiten. 20,00 Euro. Der Autor Johann Reißer, geboren 1979 in Regensburg. Ausbildung zum Steuerfachangestellten, Studium der Philosophie und Literaturwissenschaft in Regensburg und Berlin. Er promovierte über Archäologie und Sampling in der deutschen Lyrik nach 1960. Er schreibt Theaterstücke und Performances, seine Auftritte sind oft intermedial. Er lehrt Kreatives Schreiben und Philosophie in Bildungs- und Kultureinrichtungen, moderiert und organisiert Kulturveranstaltungen. 2014 war er Stadtschreiber in Rottweil. "Pulver" ist sein erster Roman. Der Ort Insel Eiswerder, Berlin-Spandau Podcast-Tipp Buchgefühl – Lesung und Gespräch in ARD Sounds https://www.ardsounds.de/sendung/buchgefuehl-lesung-und-gespraech/urn:ard:show:35ac3473ddd03266/
Mit Matthias Nawrat in der Freien Universität
2026/05/14
Die junge polnische Wissenschaftlerin Wanda bekommt 1983 die Erlaubnis, von Krakau nach Venedig zu reisen, um den Systemtheoretiker Mrugalski für ihre Forschung zu befragen. Aber schon bald wird klar, dass es um mehr geht. Sie scheint eine persönliche Rechnung mit dem Landsmann im Exil offen zu haben, die weit in die brutale europäische Vergangenheit führt, in den Zweiten Weltkrieg, sowjetische Gulags und Foltergefängnisse im sowjetisch kontrollierten Nachkriegs-Krakau und ins westeuropäische Exil. Gleichzeitig spürt Wanda im Polen der 80er Jahre, wie die Politik auch in ihr eigenes Leben eindringt. "Das glückliche Schicksal" stellt Fragen nach Schuld, Moral und Verantwortung. Darüber haben Nadine und Matthias gesprochen, als sie sich an der Freien Universität Berlin getroffen haben. Hier hat Matthias gerade eine Gastprofessur, während bei Nadine Erinnerungen an ihre Studienzeit hochkommen. Das Buch Matthias Nawrat: "Das glückliche Schicksal", Rowohlt, 272 Seiten. Die Bücher, über die Nadine und Matthias sonst noch sprechen: Matthias empfiehlt Anna Maria Ortese: "Neapel liegt nicht am Meer", Friedenauer Presse, 231 Seiten. Nadine empfiehlt Peggy Mädler: "Selbstregulierung des Herzens", Galiani Berlin, 304 Seiten. Der Autor Matthias Nawrat wurde 1979 im polnischen Opole geboren. Im Alter von zehn Jahren emigrierte er mit seiner Familie nach Deutschland. Er studierte Biologie in Heidelberg und Freiburg im Breisgau, danach Literarisches Schreiben am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel/Bienne und lebt heute in Berlin. Er hat als Wissenschaftsjournalist gearbeitet, Erzählungen und Essays veröffentlicht, er schreibt Romane und Gedichte. Er wurde mit dem Fontane Literaturpreis und mit dem Berliner Literaturpreis ausgezeichnet und war sowohl für den Deutschen Buchpreis als auch für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Der Ort "Rostlaube" der Freien Universität in Berlin Dahlem.
Mit Sharon Dodua Otoo in Berlin Kreuzberg
2026/05/09
Es beginnt mit einem Mord. Amata Haller hat ihren Chef Heinz Brockhaus umgebracht, bei einem gemeinsamen Roadtrip an die Ostsee. Das ist gleich am Anfang klar. Und: Sie hat keine Reue. Die Spannung in Sharon Dodua Otoos zweitem Roman "So in etwa ist es geschehen" entsteht nicht aus der Frage, ob Amata diesen Mann getötet hat – sondern warum. Eine Geschichte, die Rassismus, Macht und Wut verhandelt – und die Frage stellt, wie tief Diskriminierungserfahrungen sitzen können. Anne-Dore und Sharon treffen sich im Berliner Büro der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) und sprechen über May Ayim, Straßenumbenennungen, Männer wie Brockhaus, produktive Diskussionen und Mikroaggressionen, die sich in etwas viel Größeres verwandeln können. Der Ort Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) https://isdonline.de Die Autorin Sharon Dodua Otoo wurde 1972 in London geboren. 2016 gewann sie den Ingeborg-Bachmann-Preis. 2021 erschien ihr Debütroman "Adas Raum". Sie hat vier Söhne und lebt in Berlin. Das Buch Sharon Dodua Otoo: "So in etwa ist es geschehen", S. Fischer, 144 Seiten, 22,00 Euro. Sharon empfiehlt Jessica Mawuena Lawson: "Kekeli", Verbrecher Verlag, 246 Seiten, 24,00 Euro. Anne-Dore empfiehlt Judith Schalansky: "Marmor, Quecksilber, Nebel. Woraus die Welt gemacht ist", Suhrkamp Verlag, 176 Seiten, 24,00 Euro.
Mit Maxim Leo beim Einatmen und Ausatmen in der rbb-Dachlounge
2026/04/23
Marlene Buchholz ist ein "tough cookie", eine erfolgreiche Business-Frau, die zwar effizient ist, aber auch als empathielos gilt. Damit sie die Nachfolge des CEO bei Aviola antreten kann, wird sie zu einem zweiwöchigen Achtsamkeitskurs bei dem erfolgreichen Coach Alex Grow in Brandenburg verdonnert. Sie hat keine Lust, erlebt aber eine Läuterung und trifft wichtige Lebensentscheidungen. Sie begegnet den Menschen um das Schloss herum, aber vor allem sich selbst und den Familientraumata. Ein Buch über vererbte Traumata, Weichenstellungen im Leben, Empathie, Achtsamkeit und die falschen Glücksversprechen einer Wellness- und Coaching-Industrie, die ausgebrannte Leistungsträger wieder fit für das Hamsterrad macht. Das Buch Maxim Leo: "Einatmen – Ausatmen", Kiepenheuer & Witsch, 256 Seiten, 23,00 Euro. Maxim empfiehlt Haruki Murakami: "Die Ermordung des Comendatore", Zwei Bände, zusammen 998 Seiten, Du Mont Verlag, je 23,00 Euro. Der Autor Maxim Leo, 1970 in Ost-Berlin, stammt aus einer Ost-Berliner jüdischen Familie. Seine Mutter ist Journalistin, sein Vater Grafik-Designer. Sein Großvater müttlicherseits hat für die Resistance in Frankreich gekämpft, sein Großvater väterlicherseits war Wehrmachtssoldat und geriet in französische Kriegsgefangenschaft. Über seine Familie hat er mehrere Bücher geschrieben (Wer wir waren. Haltet Euer Herz bereit). Weil er zunächst nicht das Abitur machen durfte, machte Maxim Leo zunächst eine Ausbildung zum Chemie-Laboranten. Zwanzig Jahre arbeitete er für die “Berliner Zeitung”, schrieb mit Jochen Gutsch zusammen Kolumnen. Mit ihm hat er auch einige Bücher verfasst (Frankie u.a.). Maxim Leo ist Bestsellerautor und hat auch das Drehbuch für einen Tatort verfasst. Der Ort Im Studio 14 – DIE rbb-DACHLOUNGE https://www.radiodrei.de/kultursalon Podcast-Tipp Buchgefühl – Lesung und Gespräch in ARD Sounds https://www.ardsounds.de/sendung/buchgefuehl-lesung-und-gespraech/urn:ard:show:35ac3473ddd03266/

Podcast-Bewertungen

Lesen Sie Orte und Worte Podcast-Bewertungen


0 von 5
0 Bewertungen

Podcast-Sponsoring-Werbung

Starten Sie Werbung auf Orte und Worte relevanten Zielgruppen-Podcasts


Was moechten Sie bewerben?