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Heiligenschein

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Dieser Podcast hat
100 Episoden
Sprache
German
Herausgeber
Der SONNTAG
Explizit
Nein
Erstellt am
2024/01/08
Neueste Episode
2026/02/03
Durchschnittsdauer
2 min.
Veröffentlichungsintervall
8 Tage

Beschreibung

Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

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3. Februar: Heiliger Blasius
2026/02/03
Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Blasius lebte zu Beginn des vierten Jahrhunderts in Sebaste in der heutige Türkei. Von Beruf war er Arzt und derart hilfsbereit, dass ihn die Bevölkerung zum Bischof wählte. Blasius und die Entstehung seines Patroziniums gegen Halsschmerzen Da seine Bischofswahl in eine Zeit der Christenverfolgung fiel, musste er fliehen, wurde aber bald gefasst, gefoltert und ermordet. Sein Patrozinium gegen Halsschmerzen geht auf zwei Legenden zurück. Eine besagt, Blasius soll während seiner Gefangenschaft einen Mann, der eine Fischgräte verschluckt hatte, vor dem Erstickungstod gerettet haben. Nach einer anderen bat er vor seiner Hinrichtung um Heilung für alle, die mit Halsschmerzen in seinem Namen darum bitten würden. Eine Stimme vom Himmel soll ihm die Bitte gewährt haben. Blasius und der Februar Dass der Blasiussegen mit zwei gekreuzten Kerzen gespendet wird, geht wieder auf eine andere Legende zurück: Eine arme Frau soll durch sein Gebet ihr vom Wolf geraubtes Schwein zurückerhalten haben. Sie schlachtete es für den Heiligen und brachte es ihm mit Brot und Kerze. Blasius bat sie, jährlich in seinem Namen eine Kerze zu seinem Gedächtnis zu opfern. Sein Gedenktag wird am 3. Februar gefeiert. Der Februar ist auch als Fiebermonat bekannt. Bernadette Spitzer Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit365 Heiligen durchs Jahr. Wiener Dom-Verlag. ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im ⁠Webshopdes Wiener Dom-Verlags⁠.
26. Jänner: Heiliger Titus
2026/01/26
Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Wenn Sie in der kalten Jahreszeit von Sonne und Wärme träumen, könnte Kreta genau das richtige Ziel für Ihre nächste Reise sein. Dort können Sie auf den Spuren eines berühmten Schülers des Apostels Paulus wandeln: Titus.  Er war der erste Bischof auf der Insel. Paulus erwähnt ihn mehrmals in seinen Schriften, demnach war Titus ein Heidenchrist. Er wurde nicht als Jude geboren und war wohl einer der ersten, die zum christlichen Glauben auf anderen Wegen kamen. Der Legende nach lernte der hochgebildete Grieche Paulus in Jerusalem kennen und wurde sein engster Mitarbeiter. Paulus bezeichnet ihn als „rechtmäßiges Kind“ und als „Gefährten und Mitarbeiter“. Er nahm ihn zum Apostelkonzil mit und zeigte, dass Heiden ohne jüdische Gesetze glauben konnten. Außerdem half Titus Paulus in Korinth, sammelte Spenden, überbrachte einen Brief und vermittelte bei Konflikten. Nach alter Tradition wurde Titus Bischof von Kreta und errichtete im heutigen Iraklio auf Kreta eine Bischofskirche, wo er nach seinem Tod mit über 90 Jahren begraben wurde. Die heutige Tituskirche mit der Schädelreliquie des Titus steht allerdings an einer anderen Stelle und ist übrigens orthodox.  Heilige, das sind beeindruckende Persönlichkeiten auf allen Kontinenten, in allen Jahrhunderten: Herrscher und Sklaven, Brave und Aufmüpfige, Geistliche und Laien. Diese bunte Schar porträtiert Autorin Bernadette Spitzer in kurzweilig-informativen Geschichten, wobei sie die Besonderheit der jeweiligen Persönlichkeit treffend hervorkehrt. Sie übersetzt die teils sperrigen Quellen in eine heutige Sprache und spart dabei nicht mit einem Augenzwinkern. Die tägliche Auswahl dieser „Vorbilder“ reicht von in der breiten Öffentlichkeit weniger bekannten, bis hin zu solchen, die erst vor kurzem heilig- oder seliggesprochen wurden. Aufgefrischt durch moderne Illustrationen und bemerkenswerte  Zitate wird das Buch zur täglichen Inspirationsquelle.   Bernadette Spitzer Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr. Wiener Dom-Verlag. ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.
21. Jänner: Heilige Agnes von Rom
2026/01/21
Am 21. Jänner hat eine der längstverehrten Märtyrerinnen Gedenktag, nämlich Agnes von Rom. Sie lebte in der Mitte des 3. Jahrhunderts, und der 21. Jänner wird bereits im Jahr 354 als ihr Gedenktag erwähnt. Agnes stammte aus einer reichen christlichen Familie und soll sehr schön gewesen sein. Agnes und ihre standhafte Weigerung trotz drohender Strafen Der Sohn des Stadtpräfekten machte ihr einen Heiratsantrag, den die Zwölfjährige ablehnte, mit der Begründung, dass sie mit Jesus Christus verlobt sei. Daraufhin zeigte der Mann sie an. Da das römische Recht die Hinrichtung von Jungfrauen verbot, versuchte man zunächst, sie einzuschüchtern. Es gibt eine ganze Reihe von Schilderungen darüber, was man ihr alles antun wollte und wie dies jeweils verhindert wurde. Schließlich wurde Agnes ein Schwert durch die Kehle gestoßen; sie wurde wie ein Lamm getötet. Aus diesem Grund wird sie häufig zusammen mit einem Lamm dargestellt, das zugleich ein Symbol des Opfertodes Christi ist. Das lateinische Wort „agnus“ bedeutet ebenfalls Lamm. In der römischen Kirche Sant’Agnese fuori le mura werden jährlich zwei Lämmer gesegnet, deren Wolle zur Herstellung der Pallien für neu ernannte Erzbischöfe dient.
15. Jänner: Heiliger Arnold Janssen
2026/01/15
Arnold Janssen wurde 1837 in Nordrhein-Westfalen in eine arme Familie geboren. Er war ein Deutscher mit österreichischer Staatsbürgerschaft und gilt als Pionier der modernen Missionsbewegung. Arnold und sein Weg vom Priester zum Ordensgründer Es gelang ihm aufgrund seines Fleißes, ins Gymnasium aufgenommen zu werden. Er wurde Priester, Lehrer und Verleger. Im Alter von 38 Jahren gründete Arnold den Missionsorden Gesellschaft des göttlichen Wortes und eröffnete ein Missionshaus im holländischen Steyl. Seiner Überzeugung nach steht die Verkündigung an erster Stelle der Mission. Daher nützte er die Medien und gab Zeitschriften zu Missionsthemen heraus, aus deren Erlös er seine bald in alle Welt aufbrechenden Missionare unterstützte. Um in Österreich ein Haus eröffnen zu dürfen, wurde er österreichischer Staatsbürger. Somit konnten die Standorte Sankt Gabriel in Mödling und Sankt Rupert in Bischofshofen errichtet werden. Er gründete auch zwei Frauenorden: die Steyler Missionsschwestern und die Anbetungsschwestern. Arnold starb am 15. Jänner 1909. Mittlerweile zählt die Steyler Ordensfamilie über 10.000 Frauen und Männer aus 70 Nationen. Im Jahr 2003 wurde er heiliggesprochen.
10. Jänner: Heilige Leonie
2026/01/10
Am 10. Jänner wird der Gedenktag der Heiligen Leonie Aviat gefeiert. Eine Brille spielte im Leben der Heiligen eine entscheidende Rolle. 1864, Sézanne, Frankreich.  Wie Leonie aus einer Begegnung eine Bewegung machte Die 20-jährige Leonie Aviat, Tochter aus gutbürgerlichem Haus, holt für ihre Mutter eine Brille aus der örtlichen Brillenfabrik. Dort sieht sie erstmals die Auswirkungen der Industrialisierung. Leonie ist entsetzt über die Arbeitsbedingungen der Arbeiterinnen. Spontan beschließt sie, zu helfen. Sie geht zu ihrem früheren Lehrer, dem Kaplan Louis Brisson. Dieser unterstützt sie. Er hat nämlich ähnliche Ideen. Zunächst leitet Leonie für Louis Brisson Unterstützungseinrichtungen für Textilarbeiterinnen, später gründet sie mit ihm die Gemeinschaft der Oblatinnen des heiligen Franz von Sales. Die Kongregation kümmert sich um Mädchen, die als billige Arbeitskräfte in den Industriebetrieben arbeiten. Für sie werden Wohnheime gegründet, später auch Werkstätten und Schulen. Bald schon gesellen sich zu Leonie weitere junge Frauen, auch in Österreich. 1904 werden die Oblatinnen im Zuge der Säkularisierung Frankreichs vertrieben. Leonie verlegt das Mutterhaus nach Perugia in Italien. Dort stirbt sie 10 Jahre später im Alter von 70 Jahren am 10. Januar 1914. 2001 wurde Leonie Aviat heiliggesprochen. 
28. Dezember: Heiliger Julius
2025/12/28
Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Der 28. Dezember ist der Gedenktag der Unschuldigen Kinder. Ursprünglich bezog er sich auf die Opfer des Kindermords von Betlehem. Inzwischen ist er ausgeweitet worden auf das Gedenken an alle leidenden Kinder.  Aber an diesem Tag ist auch Gedenktag eines Heiligen, der nur zehn Jahre alt wurde und dann als Märtyrer starb. Julius von Rom wurde Opfer der ersten Christenverfolgungen in Rom im 2. oder 3. Jahrhundert. In Wien hat er eine Gedenkstätte, denn seine Gebeine befinden sich in der Michaelerkirche. Wie das kam? Es begann mit einer päpstlichen Schenkung an den Wiener Kaiserhof. Kaiserin Maria Theresia ließ die Gebeine zur öffentlichen Verehrung in die Kirche am Hof bringen, die damals den Jesuiten gehörte. Kardinal Sigismund Kollonitz legte das Fest des Heiligen mit dem Tag der Unschuldigen Kinder zusammen. Daraus wurde ein regelrechter „Juliuskult“ mit Kinderprozessionen. Er wurde zum Schutzpatron der Wiener Kinder. Seine Verehrung verbreitete sich von Wien aus über die Jesuitenmissionen in die ganze Welt. Nach Auflösung des Jesuitenordens im Jahr 1773, übergab Maria Theresia die Reliquien schließlich der Hofpfarrkirche St. Michael, wo sie sich noch heute befinden. Schauen Sie sich das an!  Bernadette SpitzerVon Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Jetzt bestellen unter: https://www.domverlag.at/unit/domverlag/shop/detail/shop.item/821.html
22. Dezember: Heilige Franziska
2025/12/22
Francesca Cabrini war ursprünglich Italienerin. Sie wurde vom Papst mit einem originellen Auftrag in die USA geschickt, erhielt dort die Staatsbürgerschaft und wurde durch ihre Kanonisierung die erste heiliggesprochene Bürgerin der USA. Franziska gründete eine Gemeinschaft für Herz und Mission Sie kam 1850 in der Nähe von Mailand als jüngstes von 13 Kindern zur Welt und wurde Lehrerin und Ordensfrau. Als der Orden aufgelöst wurde, gründete sie mit 30 Jahren ihren eigenen: die Missionsschwestern vom Heiligsten Herzen Jesu. Mission war Francescas Leidenschaft, deshalb fügte sie ihrem Vornamen den ihres Vorbilds Franz Xaver an, des großen Missionsheiligen, und kreierte damit die weibliche Form Franziska Xaviera. Papst Leo XIII. schickte sie in die USA, wo sie sich um die Italiener kümmern sollte. Sie gründete innerhalb von 30 Jahren fast 70 Schulen, Krankenhäuser, Waisenhäuser und Klöster mit dem Ziel, den Italienern die Integration in die neue Heimat zu erleichtern. Franziska Xaviera Cabrini starb am 22. Dezember 1917 im Alter von 77 Jahren im Mutterhaus ihres Ordens in Chicago.
14. Dezember: Heiliger Johannes
2025/12/14
Johannes könnte Patron all jener Eltern sein, die verzweifeln, weil ihre Kinder lebensuntüchtig scheinen und in der Schule nichts zusammenbringen, denn er war bis ins Erwachsenenalter Analphabet. Die mystische Reise des Johannes vom Kreuz Heute ist er Patron der spanischsprachigen Dichter und sogar Kirchenlehrer: Johannes vom Kreuz. Er wurde 1542 in Spanien geboren und wuchs in armen Verhältnissen auf, daher lernte er weder Lesen noch Schreiben. Auch handwerklich war Johannes ungeschickt. Endlich fand man dann doch etwas, was ihm Spaß machte und wofür er begabt schien: Er wurde Pfleger in einem Krankenhaus. Ab seinem 17. Lebensjahr besuchte er Kurse im örtlichen Jesuitenkolleg, wodurch er dann doch noch Lesen und Schreiben lernte. Johannes schloss sich dem Karmeliterorden an und wurde Priester. Gemeinsam mit Teresa von Ávila wollte er den Orden reformieren, was zu Konflikten führte, denn die Inquisition sperrte ihn ein. Im Gefängnis erlebte er mystische Visionen, die er später in Gedichten verarbeitete. Schließlich löste man den Konflikt durch eine Spaltung des Ordens. Johannes leitete die „unbeschuhten“ Karmeliten und starb 1591 mit 49 Jahren.
7. Dezember: Heiliger Ambrosius
2025/12/07
Ambrosius zählt zu den vier großen Kirchenvätern des Abendlandes. Er war nicht nur Politiker und Heiliger, sondern auch ein Spätberufener. Der Weg des Ambrosius vom Politiker zur Kirche Sein Vater war römischer Statthalter und er folgte dieser Tradition, indem er selbst Politiker wurde. Ambrosius war so erfolgreich, dass er Statthalter von Oberitalien mit Sitz in Mailand wurde. Er war ein Politiker, den das Volk liebte. Als 374 ein neuer Bischof für Mailand gewählt werden sollte, konnte man sich nicht einigen. Ambrosius nahm an der Wahl als Beobachter Teil, beeindruckte jedoch so sehr, dass alle Parteien ihn zum Bischof wünschten. Zu diesem Zeitpunkt war er noch nicht einmal getauft. Die Kirche reagierte schnell, indem Ambrosius sofort getauft wurde und nur eine Woche später, am 7. Dezember, zum Priester und Bischof geweiht. Die 23 Jahre seines Bischofsamtes sind in dem Bienenstock, mit dem er dargestellt wird, symbolisiert: Er war flott, fleißig und gelehrsam wie die Bienen, und sein Reden und Handeln war kostbar und wohlschmeckend für die Menschen wie Honig. Ambrosius starb 397.
3. Dezember: Heilige Emma
2025/12/03
Ihr Name erlebt im Moment ein Revival: Emma, die Erhabene. Für alle Deutschen unter Ihnen: Sie ist die erste namentlich nachweisbare Einwohnerin von Bremen. Emma als Wohltäterin und Kirchenstifterin im frühen Mittelalter Emma von Lesum war Gräfin und wurde um 980 in Sachsen geboren. Sie heiratete Liudger, den Sohn des sächsischen Herzogs, und bekam einen Sohn, der später Bischof von Paderborn wurde. 1001 wurde dem Paar vom deutschen Kaiser der Königshof in Stiepel geschenkt. Er ist heute ein Stadtteil von Bochum. Emma ließ dort eine Kirche errichten, und zwar eine, die nicht dem Bischof unterstellt war. Nach dem frühen Tod ihres Mannes im Jahr 1011 zog Emma ins heutige Bremen, nach Lesum, das heute der Stadtteil Burglesum ist. Als Witwe kümmerte sie sich um Bedürftige und um die Kirche. Dem Dom in Bremen machte sie reiche Stiftungen, dem Domkapitel schenkte sie auch ihr Eigengut samt Kirche in Stiepel. Ihre Fürsorge galt aber besonders den Armen. Emma starb am 3. Dezember 1038. Schon bald wurde sie als Heilige verehrt, aber nie heiliggesprochen. Ihr Grab soll noch im 16. Jahrhundert im Bremer Dom vorhanden gewesen sein, wurde aber nicht gefunden.
25. November: Heilige Katharina
2025/11/25
Der Legende nach war Katharina die wunderschöne, hochgebildete und eingebildete Tochter des Königs von Zypern, der nicht einmal der Sohn des Kaisers als Ehemann gut genug war, bis sie ein Einsiedler bekehrte, der ihr von Christus als wahrem Bräutigam erzählte. Glaube, Weisheit und Legende um Katharina In Alexandria verlangte der römische Kaiser Maxentius während eines Militärzugs Opfer. Katharina weigerte sich und wollte ihre Argumente in einer Diskussion präsentieren. Der Kaiser lud die 50 besten Philosophen ein, aber am Ende der Diskussion ließen sie sich auch taufen. Katharina gilt deshalb als besonders gelehrt. Sie ist eine der nur drei Nothelferinnen. Ihr Symbol, das Rad, war einst ein grausames Folterinstrument mit Sägen und Nägeln. Ein Engel zerstörte es der Legende nach mit solcher Wucht, dass die Folterknechte getötet wurden. Katharina wurde später enthauptet, doch ihr Mut beeindruckte die Menschen tief. Ihr Martyrium soll sie um 307 erlitten haben. 500 Jahre später wurden ihre Gebeine am Berg Sinai gefunden und das Katharinenkloster erbaut. Ab dem 13. Jahrhundert war Katharina die beliebteste Heilige nach Maria. Nach ihr ist außerdem ein Mondkrater benannt.
15. November: Heiliger Leopold
2025/11/15
In Klosterneuburg geht es wieder rund beim Leopoldimarkt. Und in Wien und Niederösterreich ist schulfrei, denn der Patron besagter Bundesländer wird gefeiert: Markgraf Leopold III. Leopold – vom jungen Markgraf zum Heiligen Besonders Niederösterreich ist mit ihm verbunden, denn seine Schädelreliquie wird im von ihm gegründeten Stift Klosterneuburg ausgestellt. Zudem zeigt das Stift einen Ornat mit fünf Adlern, den man für Leopolds Mantel hielt und den Herzog Rudolf IV. als Vorbild für sein Wappen nahm. Heute ist es das niederösterreichische Landeswappen. Leopold wurde 1073 in Melk oder Gars geboren und wurde mit 22 Jahren Markgraf. In 41 Jahren Regentschaft führte er keinen einzigen Krieg, sondern erweiterte sein Territorium durch Heirat. Zuerst Adelheid von Perg/Machland und dann die deutsche Kaisertochter Agnes. Seine Ehe mit Agnes galt als eine sehr glückliche Ehe. Ebenso sorgte er für Arme und Notleidende. Leopold gründete die Stifte Klosterneuburg, Heiligenkreuz und Kleinmariazell. Er starb am 15. November 1136 nach einem Jagdunfall. 1485 wurde er heiliggesprochen, seit 1663 gilt er als Patron von Österreich sowie Landespatron von Wien, Niederösterreich und Oberösterreich.
3. November: Heiliger Hubertus
2025/11/03
Hubertus, 727 geboren, war Bischof von Maastricht und später Lüttich. Der fränkische Adlige, der nach dem Tod seiner Frau als Einsiedler lebte, widmete sich dem Glauben und drängte das Heidentum in den Ardennen zurück. Hubertus und die Hirsch-Vision Warum gilt er nun als Schutzpatron der Jäger? Seine Legende zählt zu den bekanntesten Heiligengeschichten: Am Karfreitag begegnet Hubertus einem Hirsch mit leuchtendem Kreuz im Geweih – ein göttliches Zeichen, das ihn zur Umkehr bewegt. Er verzichtet auf die Jagd, angeblich ließ er sich nach dieser Begegnung taufen. Diese Vision, ursprünglich dem heiligen Eustachius zugeschrieben, wurde ab dem 11. Jahrhundert mit Hubertus verbunden und prägt bis heute das Bild des „christlichen Jägers“. Hubertus: Gedenktag mit Jagdhörnern An seinem Gedenktag, dem 3. November, wird Hubertus mit Gottesdiensten gefeiert, bei denen traditionell Jagdhörner erklingen. Er ist Patron zahlreicher Berufe und gilt auch als Helfer gegen Tollwut und Tierkrankheiten. Seine Verehrung reicht von Wallfahrtsorten über Ritterorden bis hin zum Logo eines Kräuterlikörs. 
28. Oktober: Heiliger Judas Thaddäus
2025/10/28
Judas Thaddäus wird in aussichtslosen Fällen angerufen – besonders in Wien. Der Apostel missionierte nach dem Tod Jesu im vorderasiatischen Raum und starb dort als Märtyrer. Im Neuen Testament ist von ihm nur ein einziger Satz überliefert. Beim letzten Abendmahl fragt er Jesus: „Herr, warum willst du dich nur uns offenbaren und nicht der Welt?“ (Johannes 14,22). Judas wurde Bischof von Edessa Außerhalb der Bibel erzählt Eusebius von Cäsarea, dass König Abgar V. von Edessa (heute Urfa, Türkei) an Lepra erkrankt war und nach Jesus schickte. Der war aber schon gekreuzigt worden. So schickte man Judas, um ein Bild von Jesus zu malen. Dieser wurde bei der Arbeit vom himmlischen Glanz geblendet, sodass Gott selbst das Bild vollenden musste. Abgar wurde gesund und ließ sich und sein Volk taufen. Judas Thaddäus wurde Bischof von Edessa.  Krimkirche ist dem heiligen Judas geweiht Vor allem in Kirchen findet man seit seiner Bekanntmachung durch einen andern Heiligen, Klemens Maria Hofbauer, Fürbittbücher, in die man Anliegen eintragen kann. Die Krimkirche in Wien-Döbling ist Österreichs einzige Kirche, die ihm geweiht ist.
23. Oktober: Heiliger Severin
2025/10/23
Severin von Köln war im 4. Jahrhundert der dritte namentlich bekannte Bischof der Stadt. Zwei Quellen aus dem 6. Jahrhundert belegen seine Verehrung. Eine später verfasste Vita berichtet von Heiligtümern, die es zu Severins Zeit noch nicht gab. Zudem scheint es eine Verwechslung mit Severin von Bordeaux gegeben zu haben. Es hieß, Severin sei in Bordeaux gestorben und später nach Köln überführt worden.  Da sich in Bordeaux jedoch ein Leichnam im Grab befindet, vermutet man, dass die beiden Bischöfe miteinander verwechselt wurden. Die Severinskirche soll über seinem ersten Grab errichtet worden sein. Grabungen brachten römische Gräber und immerhin eine Apsis aus dem 4. Jahrhundert zutage. Gedenktag vom heiligen Severin Im Schrein der Kirche, zuletzt 1999 untersucht, fanden sich neben Gebeinen auch Textilien, Hölzer, Leder, Weintrauben und Mausknochen. Die Gebeine stammen von einem etwa 55 Jahre alten Mann, der ungefähr 1,59 Meter groß war. Er war vermutlich sozial höhergestellt und dürfte einbalsamiert worden sein. Ein eindeutiger Beweis für seine Identität als Severin fehlt. Jährlich wird sein Gedenktag mit einer Schreinprozession im Viertel begangen.

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