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Dieser Podcast hat
36 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
Alexander Butscher und Simon HommelExplizit
Nein
Erstellt am
2024/01/24
Neueste Episode
2026/09/13
Durchschnittsdauer
37 min.
Veröffentlichungsintervall
28 Tage
Beschreibung
Die faszinierende Frage nach Gott ist tief verwurzelt in der Geschichte der Philosophie. Aber wie nähern wir uns dieser Frage in unserer modernen Welt? In diesem Podcast tauchen Alex und Simon in die zeitgenössische Philosophie ein, um die Gottesfrage zu durchdenken. Jede Episode ist eine Entdeckungsreise durch spannende Gedankenwelten, die Brücken zwischen Philosophie und Glauben schlagen. Ganz gleich, ob du gläubig, skeptisch oder auf der Suche bist – in unserem Podcast findest du spannende Perspektiven. Hast du Feedback oder Anregungen? Schreib uns gerne: [email protected]
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Horrende Übel und ein liebender Gott? | Marilyn McCord Adams Teil 2/2 (Theodizee)
2026/09/13
In diesem zweiten Teil wenden wir uns Marilyn McCord Adams' eigener Lösung zu. Im ersten Teil hat sie gezeigt, warum klassische Theodizee-Ansätze an horrenden Übeln zerbrechen. Jetzt stellt sie die Frage neu: Nicht mehr „Hat Gott moralisch hinreichende Gründe, Leid zuzulassen?" – sondern „Wie kann Gott zu jeder einzelnen Person gut sein, die Furchtbares durchlitten hat?" Mit spezifisch christlichen Ressourcen – Inkarnation, Kreuzestod, Auferstehung – entwirft Adams ein Szenario, in dem horrende Übel für jede betroffene Person überwunden werden. Ihr Fazit: Gott und horrende Übel lassen sich somit widerspruchsfrei zusammendenken.
Quelle: Adams, Marilyn McCord. Horrendous Evils and the Goodness of God. Cornell University Press, 1999.
00:00 Intro
01:23 Wiederholung: Definition horrendes Leid, Helen Keller, Überwindung vs. Aufrechnen
06:26 Wie kann das horrende Leid für jede Person überwunden werden?
07:49 1. Vorbemerkung: Kein abstrakter Gott der Philosophen (Brüder Karamasow, Jesusbezug)
11:54 2. Vorbemerkung: Die Beziehung zu Gott als das unermesslich Gute (Thomas von Aquin)
16:02 Die Beziehung zu Gott als Schlüssel für das Überwinden von horrendem Leid (Analogie zu Helen Keller)
18:40 Gottes Kreativität
22:21 Jesu Inkarnation und der Kreuzestod
23:38 Gottes Identifikation und Solidarität mit den horrend Leidenden
27:07 Gott und die Täter
32:43 Das Überwinden der Gottesferne (Jürgen Moltmann)
37:08 Einwand 1: Zwingt sich Gott auf? Übergeht er unseren freien Willen?
40:09 Einwand 2: Der christliche Gott ist unwahrscheinlicher als der Gott der Philosophen
42:34 Zusammenfassung
#Theodizee #Leid #Gott #Glaube #Atheismus #Philosophie #Religion
Horrende Übel – Warum klassische Theodizee-Antworten versagen | Marilyn McCord Adams Teil 1/2 (Leid und Gott)
2026/08/16
In dem ersten Teil tauchen wir ein in das Denken von Marilyn McCord Adams und ihre schonungslose Kritik an den klassischen Antworten auf das Problem des Leids. Wir stellen uns einer Frage, die viele Theodizee-Ansätze außen vor lassen: Was, wenn Leid nicht einfach nur unangenehm ist, sondern so extrem, dass es den Sinn eines ganzen Lebens zu zerstören droht? Adams nennt solches Leid horrende Übel – und zeigt, warum weder die Theodizee der Charakterbildung noch rein global gedachte Rechtfertigungen oder klassische Free-Will-Defenses dem gerecht werden. Ihr methodischer Neustart verschiebt den Blick auf die Frage, ob und wie horrende Übel für den Betroffenen selbst überwunden werden können – nur so lassen sich, laut Adams, Gott und die Existenz horrender Übel widerspruchsfrei zusammendenken.
Quellen:
- Adams, Marilyn McCord. Horrendous Evils and the Goodness of God. Cornell University Press, 1999.
- Rasmussen, Joshua. How Reason Can Lead to God: A Philosopher's Bridge to Faith. InterVarsity Press, 2019.
0:00 Intro
0:56 Die Kluft zwischen der existentiellen und philosophischen Leidfrage
4:06 Wer war Marilyn McCord Adams?
5:21 Was sind horrende Übel?
11:10 Was macht eine gute Geschichte aus?
14:36 Klassische Theodizee-Ansätze: Warum lässt Gott Leid zu?
18:31 Inwiefern sind die klassischen Antworten zufriedenstellend?
20:09 Adams' Kritik Nr. 1: Theodizee der Charakterbildung (Soul Building)
21:49 Adams' Kritik Nr. 2: Globaler Fokus in klassischen Ansätzen (Iwan Karamasow)
23:39 Adams' Kritik Nr. 3: Free Will Defenses wälzen zu viel Verantwortung auf den Menschen ab
31:21 Adams' methodischer Neustart
34:38 Aufrechnen vs. Überwinden von Übeln
41:35 Fallbeispiel Helen Keller
49:03 Gott muss sicherstellen, dass horrende Übel für jeden überwunden werden
52:23 Zusammenfassung
#Theodizee #Leid #Gott #Glaube #Atheismus #Philosophie #Religion
Das sinnlose Leid – Das stärkste Argument gegen Gott? | Van Inwagen Teil 2/2 (Theodizee, Leid, Atheismus)
2026/07/19
In diesem zweiten Teil tauchen wir weiter ein in Peter van Inwagens „The Problem of Evil". Wir stellen uns einer noch unbequemeren Frage: Nicht nur warum es Leid im Allgemeinen gibt – sondern warum es dieses konkrete, scheinbar sinnlose Leid gibt, das sich mit keinem höheren Zweck rechtfertigen lässt. Van Inwagen spricht hier vom lokalen Theodizeeproblem – und es stellt möglicherweise die größere philosophische Herausforderung dar.
Quelle: Peter van Inwagen, The Problem of Evil, Oxford University Press, 2006.
0:00 Intro
1:15 Rückblick auf das Inwagens Ansatz zur Theodizeefrage
7:05 William Rowe: Der "friendly" Atheist
9:21 Das lokale Theodizeeproblem nach William Rowe
10:15 Der skeptische Theismus zweifelt an Prämisse 1
11:56 Peter van Inwagen zweifelt Prämisse 2 an
12:38 Hiob
14:38 Wo muss die Grenze des realisierten Leides verlaufen? Inwagens These: Die Grenze ist arbiträr
19:45 William Hasker: Unterminiert sinnvolles Leid unsere moralische Motivation?
22:12 Ist Gott ein kalter Utilitarist?
28:31 Wie versteht Inwagen den evolutionären Prozess und den Fall des Menschen?
31:46 Das Problem des Tierleides
32:53 Ist eine Welt mit höherentwickelten Lebewesen möglich, in der kein Leid vorkommt?
33:58 Eine regellose Welt hat Defizite
41:23 Ist eine gesetzmäßige Welt möglich, in der es höherentwickelte Tiere gibt und in der kein Leid vorkommt
42:23 Inwagen ist skeptisch, ob unsere modalen Urteile in kosmischen Fragen verlässlich sind.
44:17 Ist Leid in einer indeterministischen Welt unvermeidbar (ohne massives Eingreifen Gottes)?
45:36 Ist eine deterministische physikalische Welt möglich?
#Theodizee #Leid #Gott #Glaube #Atheismus #Philosophie #Religion
Wie kann Gott das zulassen? – Das Problem des Übels | Van Inwagen Teil 1/2 (Theodizee, Leid, Atheismus)
2026/06/21
In dieser Folge beschäftigen wir uns mit dem Buch „The Problem of Evil" des Philosophen Peter van Inwagen. Er argumentiert, dass das Theodizeeargument gegen Gottes Existenz erfolglos bleibt – und liefert dabei spannende, teils unerwartete Gedanken.
Quelle: Peter van Inwagen, The Problem of Evil, Oxford University Press, 2006.
0:00 Intro
1:05 Rückblick: Die Theodizeedebatte zwischen Mackie und Plantinga
2:08 Das Erdbeben von Lissabon
3:39 Peter Van Inwagens Anspruch
6:47 Was bedeutet gut und böse?
9:39 Inwagens Kriterium für ein erfolgreiches/erfolgloses philosophisches Argument
14:26 Wann wäre das Theodizee-Argument gegen Gottes Existenz erfolgreich?
16:10 Das globale Argument des Übels
16:44 Die einfache Free-Will Defense
18:22 Einwand 1: Gott könnte freie Wesen schaffen, die immer das Richtige tun, wenn der Kompatibilismus stimmt
24:19 Einwand 2: Ist Gottes Allwissenheit mit der menschlichen Freiheit kompatibel?
31:01 Einwand 3: Der Freie Wille rechtfertigt das Ausmaß und die Intensität des Leides nicht.
32:03 Die erweiterte Free-Will Defense
36:55 Bewertung der erweiterten Free-Will Defense aus Sicht des Agnostikers
40:20 Einwand: Ist die erweiterte Free-Will Defense bizarr?
43:53 Fazit und Ausblick
#Theodizee #Leid #Gott #Glaube #Atheismus #Philosophie #Religion
Sind Gott und Leid logisch widersprüchlich? Mackie vs. Plantinga (Theodizee, Freier Wille, Philosophie)
2026/05/24
J.L. Mackie formulierte das Theodizeeproblem besonders scharf und argumentierte, dass der Theist einen logischen Widerspruch akzeptieren müsse – und damit letztlich fundamental irrational sei. Doch hat Mackie recht? Alvin Plantinga stellte sich dieser Herausforderung in einer bemerkenswerten Debatte und konnte Mackies Argument entkräften.
Du möchtest persönlich mit uns Kontakt aufnehmen? Dann schreib uns gerne an: [email protected]
1:55 Was bedeutet Theodizee?
3:20 Die Leidfrage in der analytischen Philosophie
4:03 J.L. Mackie vs. Alvin Plantinga
5:46 Was wollte J.L. Mackie zeigen?
10:31 Mackies logisches Argument gegen die Existenz Gottes
12:17 Zu Prämisse 1: Hat ein allmächtiger Gott keine Grenzen? Descartes vs. Aquin
15:13 Mackies 2. Prämisse hinterfragt: Eliminiert eine gute Person das Übel sofern sie es kann?
18:35 Mackie muss zeigen, dass es unmöglich ist, dass Gott gute Gründe hat Leid zuzulassen
21:41 Was kann der Theist tun, um das logische Problem zu lösen?
22:15 Plantingas Free Will Defense
26:21 Kann Gott einen Welt schaffen in der freie Wesen immer das Richtige tun?
31:33 Kennt Gott die Zukunft?
36:15 Transworld Depravicy
38:38 Zusammenfassung
#Gott #Leid #Theodizee #Atheismus #Plantinga #Mackie #Philosophie #Religion
Die existenzielle Wucht der Leidfrage bei Dostojewski (Theodizee)
2026/04/26
In den kommenden Folgen widmen wir uns der Theodizeefrage aus der Perspektive der modernen analytischen Philosophie. Bevor wir jedoch in logische Argumente und systematische Analysen einsteigen, möchten wir einen Schritt zurücktreten.
Denn die Frage nach dem Leid ist kein rein theoretisches Problem. Sie trifft uns auf einer zutiefst existenziellen Ebene und darf daher unter keinen Umständen leichtfertig behandelt werden.
Um diese existenzielle Wucht sichtbar zu machen, beschäftigen wir uns in dieser Folge mit der Leidfrage im Weltklassiker Die Brüder Karamasow von Fjodor Dostojewski.
Zugleich stellen wir eine grundlegende moralische Frage: Dürfen wir überhaupt versuchen, eine Rechtfertigung Gottes für das Zulassen des Leids zu formulieren – oder verfehlt jede Theodizee notwendigerweise die Erfahrung der Leidenden?
Diese Folge versteht sich als existenzieller Einstieg in eine philosophische Auseinandersetzung, die uns in den kommenden Episoden weiter begleiten wird.
0:00 Intro
1:09 Was bedeutet Theodizee?
1:43 Das Erdbeben von Lissabon
2:45 Die Theodizeefrage in die Brüder Karamasow
8:57 Dostojewskis existenzielle Antwort auf das Leid
11:34 Ivans Reaktion auf das Leid
11:51 Die Auferstehungshoffnung bei Dostojewski
13:50 Analytische Philosophie vs. Dostojewski
14:53 Dürfen wir eine Theodizee aufstellen?
15:54 Anti-Theodizee
18:32 Inwiefern es in Ordnung ist eine Theodizee aufzustellen
23:36 Emotionale Sensibilität in der Leidfrage
25:56 Ausblick
Quellen:
Adams, Marylyn McCord. Horrendous Evils and the Goodness of God, 2000, Cornell University Press
Dostojewski, Fjodor. Die Brüder Karamasow, 1880
#Dostojewski #Weltliteratur #Gott #Atheismus #Theodizee #Philosophie
Warum du Dostojewski lesen solltest
2026/03/29
Fjodor Dostojewski schrieb Weltliteratur und prägte das europäische Denken wie kaum ein anderer Autor des 19. Jahrhunderts. Friedrich Nietzsche bezeichnete seine Werke als einen „Glücksfall“ seines Lebens.
In dieser Folge gehen wir der Frage nach, warum Dostojewski bis heute fasziniert: Wir sprechen über Sinn, Leid und Gott, über seine persönlichen Krisen, Glaubenszweifel und großen Romane wie Schuld und Sühne, Der Idiot und den berühmten „Großinquisitor“ aus die Brüder Karamasow. Außerdem klären wir, warum sowohl Atheisten als auch Theisten Dostojewski lieben – und weshalb sich seine Lektüre auch heute noch lohnt.
Quellen:
Spieker, Markus. Rock Me Dostojewski!, 2021
Dostojewski, Fjodor. Die Brüder Karamasow, 1880
Dostojewski, Fjodor. Der Idiot, 1869
Dostojewski, Fjodor. Schuld und Sühne, 1866
Spieß, Jürgen. Dostojewski Vortrag - Prophet des 20. Jahrhunderts, https://www.youtube.com/watch?v=Ce7nEv6f5dg
0:00 Intro
2:41 Die Frage nach Sinn und Gott
3:49 Dostojewskis Leiderfahrungen
5:08 Warum Atheisten und Theisten Dostojewski lieben
8:19 Roman: Schuld und Sühne
14:05 Dostojewskis Beziehungen
14:39 Dostojewskis Spielsucht
15:54 Dostojewskis Glaubenszweifel
18:15 Romankapitel: Der Großinquisitor
24:36 Roman: Der Idiot
25:52 Dostojewskis Lebensmotto
29:09 Dostojewskis komplexe Handlungsstränge
32:44 Russische Namen
34:07 Ausblick
#Dostojewski #Russland #Weltliteratur #Gott #Atheismus
Ist Menschenwürde ein Indiz für die Existenz Gottes? (Moralisches Argument für Gott, Teil 3/3 – Blackwell Companion)
2026/02/28
In dieser dreiteiligen Serie diskutieren wir ein moralisches Argument für die Existenz Gottes, das Mark Linville in The Blackwell Companion to Natural Theology vorgestellt hat. In dieser Folge stellen wir die Frage, ob der intrinsische Wert eines Menschen auf Gottes Existenz hinweist.
Quelle:
#Moral #Ethik #Kant #Gott #Atheismus
Ist der Mensch intrinsisch wertvoll im Naturalismus? (Moralisches Argument für Gott, Teil 2/3 – Blackwell Companion)
2026/01/23
In dieser dreiteiligen Serie diskutieren wir ein moralisches Argument für die Existenz Gottes, das Mark Linville in The Blackwell Companion to Natural Theology vorgestellt hat. In dieser Folge stellen wir die Frage, ob der Naturalismus mit der kantischen Ethik vereinbar ist.Quelle:
Linville, Mark: The Blackwell Companion to Natural Theology, Kapitel 7, 2012
00:00 Intro
00:45 Der kategorische Imperativ nach Kant: Behandle einen Menschen als Zweck an sich!
03:17 Unsere Ausgangsfrage: Ist der Naturalismus mit dem intrinsischen Wert eines Menschen vereinbar?
03:46 Gibt es das substantielle Selbst im strikten Naturalismus?
11:15 Ist die kantische Ethik vereinbar mit dem gemäßigten Naturalismus - bzw. Eigenschaftsdualismus?
13:26 Die Herausforderung für den Eigenschaftsdualismus
18:41 Der Weltknoten
19:06 Wie sich der neue Atheismus wandelt
23:38 Zusammenfassung
#Moral #Ethik #Kant #Naturalismus #Gott #Atheismus #Harari #Dannett
Ist der Mensch intrinsisch wertvoll? Utilitarismus vs. Kant (Moralisches Argument für Gott, Teil 1/3 – Blackwell Companion)
2025/12/27
In dieser dreiteiligen Serie diskutieren wir ein moralisches Argument für die Existenz Gottes, das Mark Linville in The Blackwell Companion to Natural Theology vorgestellt hat. In dieser Folge stellen wir die Frage, warum es falsch ist, einen Menschen zu misshandeln. Welche Moraltheorie gibt uns die plausibelste Antwort?
Quelle: Linville, Mark: The Blackwell Companion to Natural Theology, Kapitel 7, 2012
0:00 Intro
02:16 Alex’ Erfahrungen in Russland
04:31 Westliche vs. östliche Perspektive auf Moral
11:40 Unsere Ausgangsfrage: Warum ist es falsch, einen Menschen zu misshandeln?
13:35 Ohne moralische Intuition können wir keine Ethiktheorien bewerten
17:40 Ohne moralische Intuition können wir keine Theorien bewerten
18:55 Der moralische Egoismus kann direkte Pflichten nicht abbilden
28:04 Kann der Utilitarismus direkte Pflichten gegenüber Individuen abbilden?
35:33 Kann der Pflichtenutilitarismus direkte Pflichten abbilden?
38:03 Die kantische Ethik kann direkte Pflichten abbilden
43:33 Fazit und Ausblick auf die nächste Folge
#Moral #Ethik #Kant #Utilitarismus #Gott #Atheismus
Ist objektive Moral ein Indiz für die Existenz Gottes? (Kant, Lewis, Nagel, Dannett, Dawkins, Harari, Evolution, Atheismus)
2025/12/02
In dieser Folge schauen wir uns drei Argumente an, die Gottes Existenz auf der Grundlage des moralischen Realismus plausibilisieren sollen.
Quellen:
Kant, Immanuel. Kritik der Urteilskraft. 1790
Kant, Immanuel. Kritik der reinen Vernunft. 1787
Linville, Mark. The Blackwell Companion to Natural Theology, Kapitel 7. 2012
0:00 Intro
1:27 Was ist der moralische Realismus?
6:18 Welche Auswirkung hat der Realismus auf unsere Weltanschauung?
7:35 Welche moralischen Gesetze gibt es?
8:10 Tierethik
10:04 Argument 1: Das Gesetzgeber Argument für die Existenz Gottes
14:01 Evolution als Grundlage für moralische Pflichten?
15:51 Argument 2: Blinde Evolution führt zur moralischen Skepsis
20:44 Unser Gewissen: Ein innerer Gerichtshof (Kant)
22:12 Argument 2: Unsere Moralvorstellungen wären willkürlich wenn sie durch rein naturalistische Prozesse geformt wären
26:07 Argument 3: Gott als Postulat der praktischen Vernunft (Kant)
28:16 Diskussion von Argument 1 (Gesetzgeber) und 2 (Evolution)
35:53 Alex' Zusammenfassung
37:56 Simons Zusammenfassung
#Dawkins #Atheismus #Gott #Moral #Ethik
Gibt es objektives Gut und Böse? Einwände gegen den moralischen Realismus (Metaethik Teil 3/3, Russ Shafer-Landau, Realismus vs. Relativismus)
2025/10/31
In dieser dreiteiligen Serie gehen wir der Frage nach, ob moralische Aussagen objektiv wahr oder falsch sein können. Der Philosoph Russ Shafer-Landau liefert dazu spannende Impulse für die metaethische Debatte.
Quelle:
Shafer-Landau, Russ. Whatever Happened to Good and Evil?, Oxford University Press, 2003
0:00 Intro
2:10 Einwand 1: Widerlegen widersprüchliche Moralvorstellungen von Kulturen den Realismus?
7:39 Einwand 2: Moral lässt sich Wissenschaftlich nicht erfassen. Also ist es kein reales Phänomen.
10:25 Einwand 3: Schneidet Ockhams Rasiermesser moralische Wahrheiten ab?
14:18 Einwand 4: Moralische Uneinigkeit lässt sich oft nicht auflösen - selbst wenn wir lange diskutieren. Daraus folgt, dass es keine objektive moralische Wahrheit gibt.
20:48 Fazit
#Ethik #Metaethik #Philosophie #Moral #Realismus #Objektivismus #Relativismus #Postmoderne
Wenn Moral relativ wäre... hätten wir ein Problem (Metaethik Teil 2/3, Russ Shafer-Landau, Realismus vs. Relativismus)
2025/10/03
In dieser dreiteiligen Serie gehen wir der Frage nach, ob moralische Aussagen objektiv wahr oder falsch sein können. Der Philosoph Russ Shafer-Landau liefert dazu spannende Impulse für die metaethische Debatte.
0:00 Intro
0:56 Metaethik: Moralischer Realismus vs. Relativismus
2:39 Wer ist Russ Shafer-Landau?
3:38 Relativismus: Moralische Aussagen sind radikal equivalent
4:50 Objektive Moral und Nürnberger Prozesse
6:16 Macht der moralische Relativismus uns tolerant?
11:12 Landau: Toleranz ist schlecht vereinbar mit dem Relativismus, da wir Autorität über die Moral hätten
13:42 Was spricht für den Relativismus? Atheismus
14:58 Seitenbemerkung: Moralischer Expressivismus (Non-Kognitivismus)
15:45 Die pluralistische Gesellschaft
19:00 Kulturelle Konventionen vs. Moral
20:12 Hans Küngs Weltethos - Moralische Ähnlichkeiten zwischen Kulturen
23:05 Entdecken oder konstruieren wir Moral?
25:13 Wie decken wir moralische Regeln auf?
26:35 Objektive Moral als Grundintuition (properly basic belief)
28:33 Moralischer Fortschritt
29:00 Objektive moralische Sätze können situationsabhängig sein
30:12 Ein Problem des Relativismus: Konflikte zwischen Subkulturen
32:23 Die Verfehlungen des alten weißen Mannes
34:26 Fazit
Quelle:
Shafer-Landau, Russ. Whatever Happened to Good and Evil?, Oxford University Press, 2003
#Ethik #Metaethik #Philosophie #Moral #Realismus #Objektivismus #Relativismus #Postmoderne
Gut und Böse: Menschliche Konstruktion oder Teil der Wirklichkeit? (Metaethik Teil 1/3, Russ Shafer-Landau, Realismus vs. Relativismus)
2025/09/26
In dieser dreiteiligen Serie gehen wir der Frage nach, ob moralische Aussagen objektiv wahr oder falsch sein können. Der Philosoph Russ Shafer-Landau liefert dazu spannende Impulse für die metaethische Debatte.
0:00 Intro
1:12 Wir schwimmen im moralischen Wasser
3:02 Was ist Metaethik? Können moralische Aussagen objektiv wahr sein?
5:11 Nihilismus: Alle moralische Aussagen sind falsch (J.L. Mackie)
7:16 Relativismus: Moral als ein menschliches Konstrukt und der Zeitgeist
11:00 Realismus: Es gibt das objektiv Gute/Böse (Russ Shafer-Landau )
12:24 Der 11. September und amerikanische Doppelmoral
13:30 Eine metaethische Debatte: Moralischer Realismus (Objektivismus) vs. Relativismus
17:38 Moralischer Realismus: Moral ist entdeckt und nicht erfunden
18:35 Moralischer Relativismus: Kulturen sind moralisch weder besser noch schlechter
Quelle:
Shafer-Landau, Russ. Whatever Happened to Good and Evil?, Oxford University Press, 2003
#Ethik #Metaethik #Philosophie #Moral #Realismus #Objektivismus #Relativismus #Postmoderne
Ist Gott wahrscheinlich? Bayessche Statistik trifft Philosophie (Richard Swinburne)
2025/08/22
Richard Swinburne zählt zu den einflussreichsten Denkern der Religionsphilosophie. In dieser Folge diskutieren wir, ob Gott angesichts der Phänomene dieser Welt eine wahrscheinliche Erklärung darstellt.
0:00 Intro
1:11 Wer ist Richard Swinburne?
2:00 Wofür argumentiert Swinburne?
3:13 Bayessche Statistik in der Philosophie
5:01 Erklärungskraft (Bayes Faktor) und Einfachheit (a priori Wahrscheinlichkeit)
9:53 Wie untersuchen wir die Gottesfrage nach Bayes?
11:21 Wahrscheinlichkeit des Naturalismus
13:12 Was ist eine gute Erklärung?
17:15 Die Erklärungskraft der Gotteshypothese. Das fein abgestimmte Universum
19:18 Die Erklärungsgüte des Multiversums
20:28 Ist Gott eine einfache Erklärung?
21:54 Die Grenzen der Naturwissenschaft. Was verursachte das Universum?
23:29 Personale Erklärungen sind legitim
24:06 Die Einfachheit Gottes
Zu Richard Swinburne (und seinem Kritiker J.L. Mackie) haben wir ein paar umfangreichere Audiofolgen produziert.
- https://open.spotify.com/episode/2aXfz4Z7Wk6Y6y35v2Ga00?si=acdbc03bf34d43aa
- https://open.spotify.com/episode/42KXqrKxeZ4gpQ98DQmnfy?si=589c228ffc074fe8
- https://open.spotify.com/episode/0QfDr3cy9JMSmyCnyLHf2l?si=98eb9f3b884249a8
- https://open.spotify.com/episode/5pdod67gipHNpkIq8WovbD?si=11bf589da9fd4ff2
- https://open.spotify.com/episode/22hzxamWXiGX26WBWyTiET?si=b055880ce54847dc
Quellen:
Swinburne, Richard. Is there a God?, Oxford University Press, 2010
Swinburne, Richard. The Existence of God, Oxford University Press, 2004
Swinburne, Richard. The Coherence of Theism, Oxford University Press, 2016
#Gott #Atheismus #Glauben #Statistik #Stochastik #Mathematik #Bayes
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