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Produktmanagement Im.puls

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Dieser Podcast hat
63 Episoden
Sprache
German
Erstellt am
2024/03/05
Neueste Episode
2026/09/22
Durchschnittsdauer
51 min.
Veröffentlichungsintervall
14 Tage

Beschreibung

Hier geht es um modernes Produktmanagement, strategisches Wissen für Produktleadership, Transformation zu mehr Marktorientierung, oder kurz: wie Du den nächsten Umsatzbringer kreierst. Dieser Podcast richtet sich an ambitionierte Produktmanager*innen und Führungskräfte, die mit ihrer Arbeit und ihren Produkten mehr Impact für sich, das Unternehmen, die Kunden und Anwender erreichen wollen. Wir sind deine Podcast-Hosts: Bernadette von Wittern ist Expertin und Trainerin für Produktmanagement. Mit ihrer PRODUCT LOUNGE bringt sie Produktmanager*innen vorwärts, damit sie besser arbeiten und persönlich erfolgreich sind. Anselm Zebner ist Gründer der Evolute CX GmbH, der ersten Software, die speziell für Produktmanager*innen in der Industrie entwickelt wird und 30x schnellere Kundenbefragungen ermöglicht.

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063: Industrielle Dienstleistungen im Produktmanagement: Wie ihr die größte ungenutzte Umsatzquelle hebt
2026/09/22
Peter Schönle und Bernadette von Wittern klären, warum Service-Umsatzpotenzial trotz jahrzehntelanger Bekanntheit ungelöst bleibt. Peter ordnet ein, warum ein Großteil der Service-Calls am Kunden-Enablement liegt statt an der Maschine, und was der Design-to-Service-Ansatz dagegen unternimmt. Anhand von Praxisbeispielen erklärt er, wie Firmen ihren Service intern durchsetzen und extern bepreisen. Zum Schluss zeigen Bernadette und Peter, wie Produktmanager:innen Techniker:innen als Marktforschungsquelle nutzen. **Key Takeaways** - Im Service bleibt oft ungenutztes Umsatzpotenzial. Der Produktverkauf lief über Jahre gut, für eine Systematisierung des Service gab es nie einen Anlass. - Etwa 70 % der Service-Calls entstehen laut Peter Schönle nicht durch Maschinenfehler: Kunden kommen mit den Rahmenbedingungen vor Ort nicht zurecht. Serviceability gehört deshalb schon in die Produktentwicklung. - Der Customer Value Iceberg trennt Features von echtem Kundennutzen. Was auf der Website oder im Flyer steht, ist meist nur die Spitze. Der eigentliche Mehrwert liegt unter der Oberfläche und wird selten bepreist. - In nur 10 bis 15 % der Industrieunternehmen gibt es laut Peters Einschätzung eine dedizierte Stelle für Service-Produktmanagement, bei etwa der Hälfte fehlt sogar eine klare Aufgabenzuordnung. - Bevor Service extern verkauft wird, muss er intern überzeugen: Techniker:innen und Vertrieb geben Leistungen nur weiter, wenn sie selbst an deren Wert glauben. - Servicetechniker:innen liefern Produktmanager:innen oft ehrlichere Markteinblicke als der Vertrieb. Sie sind mit den tatsächlichen Problemen der Kunden konfrontiert. **Über den Gast** Peter Schönle ist Co-Owner und Managing Director der Si2-Group. Die Beratung ist auf Service im Maschinenbau spezialisiert. Er bringt über 25 Jahre Erfahrung in Serviceorganisationen des Maschinenbaus mit, davon über zehn Jahre international im Service Business Management. Peter und Bernadette kennen sich seit Bernadettes Masterarbeit vor über 15 Jahren. Das Thema damals: Produktmanagement für industrielle Dienstleistungen. **CTA:** Willst du das Thema Service und produktbegleitende Dienstleistungen bei euch strukturiert angehen? In unserem Training PM UPGREAT bringen wir dir genau dieses strategische Handwerkszeug fürs Produktmanagement bei. Noch mehr Impulse gibt es regelmäßig in unserem Newsletter – jetzt anmelden unter https://productlounge.net/newsletter/
062: Vom Verwalter zum Gestalter: Rollen und Aufgaben im technischen Produktmanagement
2026/09/08
Jonathan erklärt die vier großen Stellhebel im technischen Produktmanagement: den Entwicklungsplan, das Anforderungsmanagement, die Produktvalidierung und das Risikomanagement. Für jeden Stellhebel klärt er, welche Rolle der Produktmanager übernimmt und warum die Initiative dazu im eigenen Interesse liegt. Bernadette und Jonathan grenzen dabei zentrale Begriffe wie Entwicklungsplan versus Projektplan oder Verifizierung versus Validierung klar voneinander ab. Am Ende ordnen sie fünf weitere Themenfelder ein, darunter technische Dokumentation, reguliertes Umfeld und kontinuierliches Feedback. **Key Takeaways** - Ein Entwicklungsplan legt zu Beginn jeder Produktentwicklung die Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit fest – Rollen, Entscheidungsbefugnisse, Kommunikationswege und Fehlerkultur. Das schafft Struktur und verhindert spätere Konflikte im Team. - Nutzeranforderungen gehören in die Verantwortung des Produktmanagers und sollten strikt vom Nutzer aus gedacht werden, nicht von der Technik. Nur so kann das Entwicklungsteam daraus saubere technische Anforderungen ableiten. - Bei der Produktvalidierung zählt der Grundsatz „teste früh und teste viel". Wer Anforderungen frühzeitig mit echten Nutzern prüft, erkennt unnötige Features und Fehlentwicklungen, bevor sie teuer werden. - Risikomanagement betrifft jedes leistungs- und sicherheitsrelevante Produkt in Industrie und B2B. Der Produktmanager bringt hier die Perspektive der Nutzerrisiken ein. - Aus Risikobewertungen entstehen konkrete Anforderungen ans Produkt. Kommen diese zu spät in die Entwicklung, drohen teure Nacharbeiten oder Haftungsfragen nach dem Marktstart. - Wer diese Themen aktiv moderiert und mitgestaltet, reduziert die Zahl vermeidbarer Probleme in der Produktentwicklung und gewinnt dadurch Zeit für strategische Arbeit. **CTA:** Du willst technisches Produktmanagement in deinem Unternehmen souverän steuern? Im TECH PM Programm arbeitest du zehn Termine lang live online an den Themen aus dieser Episode – direkt an deinem eigenen Produkt, mit Jonathan als Sparringspartner. Der erste Durchgang startet im Herbst. TECH PM ist eine Vertiefung zum strategischen Pendant PM UPGREAT. Alle Infos und Anmeldelinks findest du in den Shownotes.
061: KI im Produktmanagement: Vom Chat-Buddy zum Werkzeug
2026/08/25
Bernadette und Jonathan sprechen darüber, warum KI als Chat-Buddy oft frustrierende Ergebnisse liefert und stattdessen Struktur braucht, angelehnt an die Aufbau- und Ablauforganisation von Unternehmen. KI-Profile bilden Expertenrollen ab, z.B. Regulatory Affairs, und liefern fundiertes Wissen, das Produktmanagerinnen und Produktmanager selbst nicht abrufen können. KI-Instructions automatisieren wiederkehrende operative Aufgaben im Produktmanagement. Beide Elemente werden vor dem Einsatz validiert. Am Ende ordnen Bernadette und Jonathan das Ganze in den Kontext des EU AI Acts ein: Wer mit Profilen und Instructions arbeitet, erfüllt viele der gesetzlichen Anforderungen bereits organisch. **Key Takeaways** - KI als Chat-Buddy zu nutzen bringt inkonsistente Ergebnisse und kostet am Ende oft mehr Zeit, als sie spart. - KI-Profile bilden Expertenrollen ab und liefern eine fundierte Einschätzung, wenn interne Expertise fehlt oder gerade nicht verfügbar ist. - KI-Instructions funktionieren nur mit kleinteiligen, konkret formulierten Aufgaben – große, offene Anweisungen liefern schlechte Ergebnisse. - Validierung und Versionierung von Profilen und Instructions vermeiden Halluzinationen und sichern reproduzierbare Qualität. - Wer mit Profilen, Instructions und Validierung arbeitet, erfüllt viele EU-AI-Act-Anforderungen wie Dokumentation, Risikoabschätzung und ethische Beurteilung bereits organisch. - Profile und Instructions sind unabhängig vom gewählten KI-Tool und lassen sich teamübergreifend einsetzen. **CTA** Die KI Mastery ist praxisnah aufgebaut: Du lernst das System und die Denkweise hinter KI-Profilen und KI-Instructions und baust dir im 6-wöchigen Live-Online-Programm dein eigenes Set, zugeschnitten auf deine Rolle, deine Produkte und deine Prozesse. Du testest deine Profile und Instructions direkt im Training und nimmst sie fertig mit in dein Unternehmen. Die Anmeldung ist ab sofort möglich, mit Early-Bird-Preis. Alle Termine findest du
060: Das war’s! Highlights aus 60 Folgen und wie es weitergeht
2026/08/11
Wir nutzen diese Folge um auf unsere Highlights aus 2 Jahren Podcasting zu besprechen und “Auf Wiedersehen” zu sagen. Anselm verlässt schweren Herzens das Produktmanagement Im.puls Team. Wir schwelgen gemeinsam in Erinnerungen und schauen nach vorn. Denn es geht natürlich weiter. Viel Spaß beim Hören. Wenn du auch zukünftig keine News und weitere Impulse zu Produktmanagement verpassen willst, dann abonniere unseren PRODUCT LETTER auf https://productlounge.net/. Hier bekommst du regelmäßig von uns kostenfreie Tipps, Tools und Templates fürs Produktmanagement, außerdem exklusive Einblicke, Updates und Einladungen zu unseren Events, Meetups und Webinaren. Außerdem meldet euch gerne mit Feedback oder Themenwünschen bei Bernadette und Jonathan.
059: Gehälter im Produktmanagement: Marktwert erkennen, richtig verhandeln
2026/07/28
Jürgen Bühler ordnet zunächst die aktuelle Marktlage ein: Trotz Umbrüchen in Leitindustrien wie dem Automobilbau ist die Zahl der PM-Stellen insgesamt nicht eingebrochen, allerdings verschieben sich die Chancen in andere Branchen wie Verteidigung, Kältetechnik oder Energieinfrastruktur. Anschließend geht es um konkrete Gehaltsgrößenordnungen für Einsteiger, erfahrene und seniorige Produktmanager sowie um die Frage, wie ein Branchenwechsel gelingt, ohne beim Gehalt große Abstriche zu machen. Den größten Raum nimmt die Gehaltsverhandlung selbst ein: Jürgen erklärt, wie man intern wie extern einen überzeugenden Business Case für sich aufbaut, welche Rolle Ankerwerte spielen und warum Timing entscheidend ist. Zum Abschluss ordnet er die Ergebnisse seiner Umfrage zu Future Skills im Produktmanagement ein. **Key Takeaways** - Der PM-Arbeitsmarkt ist nicht geschrumpft, aber er verschiebt sich: Branchen wie Automobilbau und Zulieferindustrie bauen ab, während Verteidigung, Energieinfrastruktur, Bau und Kältetechnik gerade Produktmanager suchen. - Ein Branchenwechsel ist möglich, wenn mindestens drei von vier Kernkompetenzen erhalten bleiben: Methodenwissen im Produktmanagement, technisches Verständnis, Applikationswissen und Branchennetzwerk. - Gehälter bewegen sich laut Jürgens Erfahrung bei Einsteigern und Quereinsteigern zwischen 60.000 und 75.000 Euro, bei erfahrenen PMs zwischen 80.000 und 100.000 Euro, mit Luft nach oben in den sechsstelligen Bereich bei entsprechender Verantwortung und Sichtbarkeit. - Eine erfolgreiche Gehaltsverhandlung basiert auf einem selbst erarbeiteten Business Case: konkrete Erfolge, übernommene Verantwortung und der eigene Beitrag zum Unternehmenserfolg zählen mehr als reine Kostenargumente. - Teilzeit ist im Produktmanagement selten und wirkt sich häufig negativ auf die Karriereentwicklung aus – ein struktureller Faktor, der Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen eher erklärt als individuelles Verhandlungsverhalten. - Für die Zukunft zählen laut Jürgens Umfrage vor allem Datenkompetenz, Technologie- und KI-Verständnis, Applikationswissen sowie Storytelling, Kommunikation und Change-Management-Fähigkeiten. **Über den Gast** Unser heutiger Gast weiß, was Produktmanager wert sind — und zwar nicht aus Gehaltsportalen, sondern aus hunderten von Gesprächen mit PM-Profis und Hiring Managern. Jürgen Bühler ist geschäftsführender Inhaber von CAVISIO, einer Personalberatung mit klarer Spezialisierung: ausschließlich Produktmanagement. Er vermittelt Produktmanager und Führungskräfte im PM, vor allem in der Industrie und im B2B, und versteht die Rolle von innen. Was jemanden wirklich zum guten Produktmanager macht, welche Skills gerade gefragt sind, was Unternehmen zahlen und was nicht — das ist sein tägliches Geschäft. Die in dieser Folge angesprochenen Future Skills lassen sich alle erlernen. Und genau dafür gibt es bei PRODUCT LOUNGE passende Formate, zum Beispiel die KI MASTERY oder das PM UPGREAT Trainingsprogramm. Beide starten im Herbst wieder.
058: Buyer's Journey im B2B: Wie KI-Suche das Kaufverhalten deiner Kunden verändert
2026/07/14
Thorsten Krebs und Bernadette von Wittern besprechen, wie sich die Buyer's Journey im B2B-Umfeld durch zunehmende Informationsverfügbarkeit verlängert und wie sich das Buying Center in den letzten Jahren vergrößert hat. Ein zentrales Thema ist die zunehmende Rolle von KI-Suche: Wenn strukturierte, themenbezogene Inhalte fehlen, tauchen Anbieter in KI-generierten Antworten gar nicht erst auf. Am Beispiel variantenreicher und konfigurierbarer Produkte zeigt Thorsten, warum Produktfinder und Konfiguratoren nicht erst am Ende, sondern bereits während der Produktentwicklung mitgedacht werden müssen. ### Key Takeaways - **Die Kaufentscheidung fällt vor dem ersten Kontakt.** B2B-Käufer legen zwei Drittel bis drei Viertel ihrer Kaufreise eigenständig zurück, bevor sie einen Anbieter kontaktieren – wer hier nicht sichtbar ist, wird gar nicht erst in Betracht gezogen. - **Erklärungsbedarf ist relativ.** Ob ein Produkt erklärungsbedürftig ist, hängt vom Wissensstand des jeweiligen Suchenden ab – nicht vom Produkt selbst. Unternehmen brauchen deshalb unterschiedliche Kontaktpunkte für unterschiedlich informierte Zielgruppen. - **Das Buying Center ist gewachsen.** Kaufentscheidungen werden heute oft von fünf bis sieben Personen getroffen, die jeweils unterschiedliche Kriterien anlegen (Technik, Preis, ROI) – überzeugt werden müssen am Ende alle. - **KI-Suche verändert die Sichtbarkeit grundlegend.** KI-Systeme bewerten primär, was ihnen an strukturierten, thematisch verknüpften Inhalten vorliegt – wer hier keine gut aufbereiteten Informationen liefert, wird in KI-generierten Antworten schlicht nicht genannt. - **Die häufigste Ursache für gescheiterte Produktneuheiten ist keine Technikfrage.** Bis zu drei Viertel aller neuen Produkte erfüllen nicht die Erwartungen – meist, weil die Markteinführung erst nach Produktfertigstellung mitgedacht wird statt von Anfang an. - **Bei variantenreichen Produkten braucht es einen Produktfinder statt eines Datenblatts.** Kunden suchen nach ihrem Anwendungsfall, nicht nach technischen Spezifikationen – ein guter Produktfinder führt vom Kundenproblem zur passenden Lösung, ohne Fachwissen vorauszusetzen. ### Über den Gast Dr. Thorsten Krebs beschäftigt sich seit über 25 Jahren mit Variantenmanagement und Produktkonfiguration – zunächst wissenschaftlich, seit 2009 bei encoway, dem führenden CPQ-Anbieter in der D-A-CH-Region. Dort unterstützt er in seiner Rolle als Head of Consulting Unternehmen dabei, ihre Produktvielfalt strategisch zu analysieren, marktgerecht anzubieten und effizient zu steuern. Sein Ziel: die passende Varianz für die Zielgruppe finden – und intern schlank abbilden. Wenn dich das Thema Buyer's Journey und KI-Sichtbarkeit im Produktmanagement genauso beschäftigt wie uns, trag dich gerne in den **PRODUCT LOUNGE Newsletter** (https://productlounge.net/ ) ein. Dort teilen wir regelmäßig Infos und Impulse rund um das Thema Produktmanagement. Und wenn du Fragen an Thorsten hast oder deine eigenen Erfahrungen teilen möchtest, melde dich gerne bei uns.
057: Warum Ziele scheitern und was Produktmanager stattdessen tun sollten
2026/06/30
Radhika erklärt, dass Zielsysteme wie MBOs und OKRs ihre Wurzeln in der Fabrikarbeit des frühen 20. Jahrhunderts haben und weshalb diese Logik für komplexe Produktarbeit nicht funktioniert. Sie stellt den Mindset-Shift von Zielsetzung zu Puzzle Setting vor: Statt Targets zu verfolgen, formulieren Teams offene Fragen und lösen diese iterativ mit dem OHLA-Framework (Objectives, Hypotheses, Learnings, Adaptations). Am Beispiel einer maritimen Softwareplattform zeigt sie, wie Puzzle-Solving-Wochen mit nur fünf bis acht Kundeninterviews zu echten Durchbrüchen führen – und wie dieser Ansatz auch ohne Executive Buy-in von unten wachsen kann. **Key Takeaways** - **OKRs sind kein neues Framework.** Sie gehen auf Peter Druckers Management by Objectives aus den 1940ern zurück – entwickelt für angelernte Fabrikarbeit, nicht für komplexe Produktentwicklung. Was damals revolutionär war, ist heute ein veraltetes Dogma. - **Ziele erzeugen das falsche Verhalten.** Wenn Teams auf Targets optimieren, werden schlechte Zahlen versteckt statt analysiert. Führungskräfte sind dadurch systematisch die Letzten, die die Wahrheit erfahren. - **Puzzle Setting schafft anderen Fokus.** Statt eines Ziels steht eine offene Frage im Mittelpunkt: Was passiert hier eigentlich, und warum? Das aktiviert Neugier und Eigenverantwortung – statt Druck und Compliance. - **OHLA ersetzt den Zielzyklus durch einen Lernzyklus.** Observe, Hypothesize, Learn, Adapt – das Framework strukturiert Iteration ohne den Umweg über starre Targets und ermöglicht Kurskorrekturen in Echtzeit. - **Fünf bis acht Kundeninterviews in einer fokussierten Woche reichen.** Eine Puzzle-Solving-Woche ist kein Luxus, sondern effizienter als wochenlange Zielplanungs- und Reviewmeetings – mit direktem Lerneffekt für das Team. - **Puzzle Solving ist der menschliche Differentiator gegenüber KI.** Empathie, Kreativität und das Formulieren der richtigen Fragen lassen sich nicht automatisieren. Genau das macht Puzzle Setting zur Kernkompetenz für Produktmanager in der KI-Ära. **Über unseren Gast** Radhika Dutt ist Autorin des Buchs *Radical Product Thinking* und hat damit ein praktikables Framework zur Entwicklung kundenorientierter Produktstrategien geschaffen. Sie ist Unternehmerin, Produktstrategin und Speaker und hat in ihrer Karriere fünf Unternehmensübernahmen begleitet, zwei davon als Gründerin. Heute berät sie unter anderem die Monetary Authority of Singapore und arbeitet mit Organisationen unterschiedlichster Größe, von Startups bis zu multinationalen Konzernen. Ihr Hintergrund ist breit: Sie hat Produkte in Bereichen wie Robotik, Broadcast, Adtech und sogar Wein verantwortet. Ausgebildet wurde sie am MIT in Elektrotechnik – und spricht nebenbei neun Sprachen. Gerade entsteht ihr zweites Buch, über dessen Inhalt wir in dieser Episode sprechen.
056: Make it S****y: Warum Produkte durch Enshittification absichtlich schlechter werden und was Produktmanagement dageg
2026/06/16
Bernadette und Jonathan erklären, was Enshittification bedeutet, und zeigen anhand von drei konkreten Mustern – dem Verfall digitaler Plattformen, Bloatware bei Hardware-Produkten und Feature Creep – wie Mehrwert systematisch vom Nutzer zum Unternehmen verschoben wird. Sie analysieren die drei zentralen Hebel, die dabei zum Einsatz kommen: steigende Wechselkosten, maximale Intransparenz sowie Lock-in-Effekte. Abschließend diskutieren sie, was Produktmanagerinnen und Produktmanager konkret tun können, um diese Entwicklung transparent zu machen und gegenzusteuern. **Key Takeaways** - **Enshittification folgt einem Muster:** Zuerst wird echter Nutzen geboten, um Vertrauen und Nutzerbasis aufzubauen. Dann werden Nutzer instrumentalisiert, um Geschäftskunden anzulocken und schließlich werden auch diese ausgepresst. Am Ende verdient nur noch die Plattform. - **Bloatware verkürzt Produktlebenszyklen künstlich:** Software-Updates machen Hardware mit begrenzten Ressourcen schleichend unbrauchbar, z.B. Smartphones, Smart-TVs und zunehmend auch softwarelastige Autos sind davon betroffen. - **Feature Creep erhöht Kosten ohne proportionalen Nutzen:** Was als exklusive Individualisierung beginnt, wird zum teuren Standard – mit mehr Fehleranfälligkeit, höheren Servicekosten und einem Lock-in, aus dem Kunden kaum mehr herauskommen. - **Drei Hebel treiben Enshittification an:** Hohe Wechselkosten, intransparente Preismodelle und Lock-in-Effekte sorgen dafür, dass Kunden nicht mehr kaufen, weil das Produkt das beste ist, sondern weil sie keine echte Alternative mehr haben. - **Produktmanager können Transparenz schaffen:** Der Hebel liegt nicht in der Entscheidungsgewalt, sondern in der richtigen Wahl von KPIs – Kundenzufriedenheit, Serviceanfragen, Beschwerden – und darin, bei jedem Produktupdate sichtbar zu machen, welchen Nutzen oder Schaden es für den Anwender tatsächlich erzeugt. - **Nachhaltiges Geschäft braucht ausgeglichene Wertverteilung:** Produkte mit echtem Mehrwert, transparenten Preisen und niedrigen Wechselkosten sind kein Widerspruch zu wirtschaftlichem Erfolg – sie sind die stabilere Grundlage dafür. Was denkst du? Eerkennst du Enshittification in Produkten, mit denen du täglich zu tun hast? Schreib uns, wir freuen uns über deine Gedanken und Beispiele. Und wenn du regelmäßig Impulse rund um Produktmanagement bekommen möchtest, trag dich in den **PRODUCT LOUNGE Newsletter** (https://productlounge.net/) ein.
055: Vom Produktmanager zur Führungskraft: Mindset, Selbstführung und die ersten 100 Tage in der disziplinarischen Führu
2026/06/02
Bernadette von Wittern spricht mit Jasmin Schweiger, Führungskräfte-Coach und Mentorin, über den Wechsel von der lateralen zur disziplinarischen Führungsrolle. Sie diskutieren, welche typischen Fehler Führungseinsteiger machen, warum Selbstführung der notwendige Ausgangspunkt ist und wie das Modell des „Inneren Führungsteams" dabei helfen kann, das eigene Führungsverständnis zu schärfen. Ergänzend beleuchten sie, wie man mit einem Team aus autonom arbeitenden Produktmanagerinnen und Produktmanagern umgeht, welche Rolle Bedürfnisse im Teamkontext spielen und worauf es in den ersten Wochen in der neuen Rolle wirklich ankommt. **Key Takeaways** - **Der Wechsel zur Führungskraft ist ein echter Rollenbruch.** Die Beziehung zu ehemaligen Kollegen verändert sich strukturell – Nähe und Distanz müssen neu kalibriert werden. Wer zu lange Kollege bleiben will, zahlt später den Preis. - **Führung ist ein eigener Job.** Fachexpertise allein trägt die Führungsrolle nicht. Der zentrale Shift: nicht mehr Probleme selbst lösen, sondern Probleme durch andere lösen – und dafür die richtigen Rahmenbedingungen schaffen. - **Das Innere Führungsteam als Reflexionswerkzeug.** Das Konzept beschreibt vier Rollen, die jede Führungskraft einnimmt: Unternehmerrolle, Fachexpertenrolle, mitarbeiterorientierte Rolle und die eigene Persönlichkeit als Mensch. Wer diese vier bewusst reflektiert, bekommt Klarheit über das eigene Führungsverständnis. - **Selbstführung beginnt mit Persönlichkeitskenntnis.** Führungsverhalten ist lernbar – Persönlichkeit nicht ablegbar. Wer seine Stressmuster, Motive und Verhaltenspräferenzen kennt, kann seinen Führungsalltag gezielt darum herum bauen. - **Bedürfnisse statt Konflikte managen.** Das SCARF-Modell (Status, Certainty, Autonomy, Relatedness, Fairness) bietet einen praktischen Rahmen, um Teamdynamiken und Widerstände zu verstehen und konstruktiv zu adressieren. - **Drei Fragen für den Start als Teamlead:** Warum arbeiten wir daran? Wie arbeiten wir zusammen? Und: Sehen wir Ergebnisse – und wenn nicht, woran liegt das? **Über den Gast** Jasmin Schweiger ist Mentorin und Ausbilderin für Führungskräfte-Coaches sowie wissenschaftlich fundiertes Leadership. Sie hat einen Master of Science in Wirtschaftspsychologie & Leadership, war selbst Personalleiterin in mittelständischen Unternehmen und begleitet heute Führungskräfte sowie Coaches, die sich auf Führungsthemen spezialisieren. Ihr Ansatz verbindet Erkenntnisse aus der Führungsforschung mit Wirtschaftspraxis und Coaching-Methodik. Sie ist Hochschuldozentin, Business Trainerin und Gründerin der Leadership Coaching Akademie.
054: Risikomanagement und Produktsicherheit: Was Produktmanager wissen und tun müssen
2026/05/19
Bernadette und Jonathan analysieren, warum Produktsicherheit in vielen Unternehmen zum Bauchgefühl verkommt und was dagegen hilft. Sie zeigen, wie eine strukturierte Risikostrategie mit gemeinsamer Sprache und klaren Kriterien das Spannungsfeld zwischen Risikoaversion und Marktdruck auflöst. Der Schwerpunkt liegt auf der konkreten Rolle des Produktmanagements: als Moderator zwischen den Lagern, als Stimme des Nutzers in der Risikoanalyse und als treibende Kraft hinter sicherheitsrelevanten Anforderungen – von der ersten User Research bis zur Marktzulassung. ### Key Takeaways - **Produktsicherheit ist ein Geschäftsrisiko.** Nutzerrisiken werden immer auch zu Reputations- und Haftungsrisiken – das sollte jeder im Unternehmen verstehen, nicht nur die Entwicklung. - **Die Risikostrategie gehört zur Produktstrategie.** Ein Risikomanagementplan definiert Schweregrade, Auftretenswahrscheinlichkeiten und akzeptable Restrisiken – und beeinflusst damit direkt, was das Produkt kann und darf. - **Produktmanager sind Moderatoren im Spannungsfeld.** Zwischen risikoaverser Entwicklung und umsatzorientiertem Management braucht es jemanden, der Interessen ausgleicht und Entscheidungen auf eine gemeinsame Grundlage stellt. - **Nutzerrisiken sind das ureigene Thema des Produktmanagements.** Versehentliche Fehlbedienung, bewusste Regelabweichung, Missverständnisse durch die UI und vorhersehbare Fehlanwendung – diese vier Szenarien muss der Produktmanager aktiv mitdenken und in Anforderungen übersetzen. - **Ohne Risikoanalyse keine Marktzulassung.** Bei regulierten Produkten ist Risikomanagement keine Kür – und wer es erst kurz vor der Zulassung angeht, hat ein Problem. - **Früh rein, nicht warten.** Nutzerrisiken klären sich nicht am Schreibtisch. Echte Szenarien, echte Nutzer, echte Umgebungen – das beginnt schon im Design Sprint, nicht erst beim Usability-Test.
053: 40 Jahre Produktmanagement: Erfolgsfaktoren, Methodenkritik und der Kern, der bleibt – mit Erwin Matys
2026/05/05
## Text für Shownotes / Beschreibung **Inhalt der Episode** Erwin Matys und Bernadette von Wittern diskutieren, warum der Perspektivwechsel und das Verständnis von Interessen – nicht Positionen – die Kernkompetenz im Produktmanagement sind. Sie sprechen über das klassische Spannungsfeld: Produktverantwortung ohne Weisungskompetenz, über die technologiegetriebene Beschleunigung der letzten Jahrzehnte und darüber, was das für Fokus und Führung bedeutet. Ein zentrales Thema ist außerdem, warum technische Exzellenz allein keinen Markterfolg schafft – und warum KI im Marketing weniger eine Produktionshilfe ist als eine Nivellierungskraft, der man mit echter Einzigartigkeit begegnen muss. **Key Takeaways** - **Limits sitzen im Kopf, nicht im Umfeld.** Wer als Produktmanager etwas bewegen will, findet die größten Hindernisse oft in eigenen Glaubenssätzen – nicht in externen Rahmenbedingungen. - **Perspektivwechsel ist die Schlüsselkompetenz.** Wer versteht, was andere wirklich wollen – Kollegen, Stakeholder, Kunden – kann ohne Weisungsbefugnis führen und Konflikte über Interessen statt Positionen lösen. - **Signal vom Rauschen trennen.** In einer schneller drehenden Welt ist es die Aufgabe von Produktmanagern, nicht jedem Hype zu folgen, sondern den Fokus auf das Wesentliche zu halten und Teams immer wieder auf das gemeinsame Ziel auszurichten. - **Methoden sind Lernwerkzeuge, keine Kochrezepte.** Frameworks helfen dabei, ein Verständnis für Zusammenhänge zu entwickeln. Wer sie blind anwendet, verliert den Geist dahinter. Das Ziel ist eine internalisierte Kompetenz – keine ausgefüllte Vorlage. - **Technische Exzellenz ≠ Markterfolg.** Die Kette von technischer Qualität über Nutzen, Bedarf bis zum persönlichen Bedürfnis des Kaufentscheiders ist lang – und an jeder Stelle kann ein Produkt scheitern. Auch im B2B spielen persönliche Motive eine entscheidende Rolle. - **KI nivelliert den Markt – Einzigartigkeit wird zum Differenzierungsfaktor.** Wer KI nur zur Inhaltserstellung einsetzt, produziert Generisches. Die eigentliche Herausforderung ist, als Anbieter aus einer Wüste ähnlicher Angebote herauszustechen – durch echten Inhalt und sichtbare Einzigartigkeit. **Über den Gast** Erwin Matys ist Kommunikations- und Marketingberater für erklärungsbedürftige Produkte und beschäftigt sich seit über 40 Jahren mit Produktmanagement und der Vermarktung komplexer Lösungen. Er begann seine Karriere als Produktmanager für ein technisches Softwareprodukt und machte sich früh als Trainer und Berater selbstständig. Sein „Praxishandbuch Produktmanagement", vor 25 Jahren erstmals erschienen und heute in der achten Auflage, gilt als Standardwerk in der deutschsprachigen Produktmanagement-Szene. Sein jüngstes Buch „Erklärungsbedürftige Produkte bewerben und verkaufen" ist Anfang 2025 erschienen. Hat dir diese Folge etwas mitgegeben? Dann abonniere den Newsletter des Produktmanagement Im.puls und erhalte regelmäßig Impulse direkt in dein Postfach. Und wenn du Fragen, Feedback oder ein Thema für eine künftige Episode hast – melde dich gerne bei Bernadette. Der Kontakt findet sich auf [productlounge.net](https://productlounge.net/). ## Links zu der Episode **Links zu Erwin Matys:** [https://www.matys.at](https://www.matys.at/) [https://praxishandbuch-produktmanagement.de](https://praxishandbuch-produktmanagement.de/) [https://matys.at/service/Erklaerungsbeduerftige Produkte.pdf](https://matys.at/service/Erklaerungsbeduerftige%20Produkte.pdf)
052: Was unterscheidet Hardware- und Software-Produktmanagement?
2026/04/21
Viele Industrieunternehmen kommen aus der Hardware-Welt und stehen heute vor der Herausforderung, zusätzlich Software-Produkte zu entwickeln und zu vermarkten. Dabei taucht immer wieder die gleiche Frage auf: Funktioniert Produktmanagement für Software eigentlich anders als für Hardware? In dieser Folge ordnen Jonathan und Bernadette genau das ein und zeigen, wo die Unterschiede wirklich liegen und wo nicht. Du bekommst Klarheit darüber, was sich für dich als Produktmanager:in tatsächlich verändert – und was eben nicht. Wir diskutieren, warum die Unterscheidung zwischen Hardware- und Software-Produktmanagement oft überbewertet wird und welche Missverständnisse dahinterstecken. Anhand konkreter Beispiele aus der Industrie zeigen wir, wie Software zunehmend zum zentralen Bestandteil von Lösungen wird. Gleichzeitig arbeiten wir heraus, dass sich die eigentlichen Unterschiede weniger in Rolle und Verantwortung, sondern vielmehr in Methoden, Planungszyklen und im Umgang mit Unsicherheit zeigen. **Key Takeaways** - Die Rolle des Produktmanagements bleibt gleich – unabhängig davon, ob du Hardware oder Software verantwortest - Die größten Unterschiede liegen in Planungszyklen, Time-to-Market und im Umgang mit Änderungen und Fehlern - Hardware-Produktmanagement ist stärker durch Planung, Validierung und langfristige Wirtschaftlichkeit geprägt - Software-Produktmanagement ermöglicht schnelle Iterationen, datenbasierte Entscheidungen und kontinuierliche Anpassung - Viele Probleme entstehen nicht durch den Produkttyp, sondern durch ein unklar definiertes Rollenverständnis im Produktmanagement - Gute Produktmanager kombinieren die Stärken beider Welten und entscheiden situativ, was sinnvoll ist Wenn du dein Produktmanagement weiterentwickeln willst oder Unterstützung für dich oder dein Team suchst, melde dich gerne bei uns. In unseren Trainings und Workshops arbeiten wir genau an diesen Themen – praxisnah und direkt an und mit euren eigenen Produkten.
051: Features verkaufen nicht: 5 Hebel für starke Nutzenargumentation im B2B-Produktmanagement
2026/04/07
.Technische Produkte sind oft komplex und genau das macht es schwer, sie überzeugend zu verkaufen. In dieser Episode spricht Bernadette von Wittern mit Katharina Boguslawski darüber, wie Produktmanager erklärungsbedürftige Produkte so kommunizieren, dass sie verstanden und gekauft werden. Wir schauen auf typische Schwächen in der Produktkommunikation, den Umgang mit unterschiedlichen Zielgruppen und den Aufbau einer klaren Kundenreise. Du erfährst, wie du Nutzen statt Features in den Fokus stellst, Vertrauen aufbaust und durch gezielte Produkterlebnisse, etwa auf Messen oder in Demos, die Kaufbereitschaft erhöhst. ### **Key Takeaways** - Der Erklärungsbedarf liegt nicht im Produkt, sondern bei der Zielgruppe und muss aktiv adressiert werden. - Produktkommunikation scheitert oft daran, dass zu viel Vorwissen vorausgesetzt wird und nicht in der Sprache der Zielgruppe gesprochen wird. - Kunden interessieren sich zuerst für ihr eigenes Problem, nicht für Features oder Funktionen. Eine gute Argumentation beginnt immer dort. - Unterschiedliche Stakeholder entlang der Wertschöpfungskette benötigen unterschiedliche Nutzenargumente. - Produkterlebnisse, z. B. durch Demos oder interaktive Formate, erhöhen Verständnis, Vertrauen und Kaufbereitschaft deutlich. - Vertrauen entsteht entlang der Kundenreise – von „kennen“ über „mögen“ bis hin zu „vertrauen“ und schließlich „kaufen“. ### **Über den Gast** Katharina Boguslawski hat Physik studiert und zunächst als Entwicklerin im Bereich Bildverarbeitung und Inspektionssysteme gearbeitet. Später wechselte sie ins Produktmanagement und machte sich nach der Geburt ihres Kindes selbstständig. Heute unterstützt sie insbesondere Technologie-Start-ups dabei, ihre Produkte verständlich zu positionieren und überzeugend zu verkaufen. Ihr Fokus liegt auf klaren Argumentationsketten, wirkungsvollen Pitches und zielgerichteter Produktkommunikation.
050: Strategisches und technisches Produktmanagement: Rollen, Aufgaben und Zusammenarbeit
2026/03/24
Produktmanagement soll strategisch arbeiten. In vielen Industrieunternehmen landet man jedoch schnell mitten im Engineering-Alltag in einer eher operativen Rolle. Besonders bei komplexen technischen Produkten wird die Produktmanagement-Rolle deshalb häufig aufgeteilt: in strategisches und technisches Produktmanagement. In dieser Episode sprechen Jonathan und Bernadette darüber, wann diese Aufteilung sinnvoll ist, welche Aufgaben beide Rollen jeweils übernehmen und wo typische Reibungspunkte entstehen. Außerdem geht es darum, wie strategische und technische Produktmanager zusammenarbeiten müssen, damit aus einer guten Idee tatsächlich ein erfolgreiches Produkt wird. Während strategische Produktmanager vor allem Marktchancen identifizieren und den Business Case entwickeln, steuert das technische Produktmanagement die Umsetzung des Wertangebots im Lösungsraum. Anhand konkreter Aufgaben und Beispiele wird deutlich, wie beide Rollen entlang des Produktlebenszyklus zusammenarbeiten – von Produktvision und Anforderungen über Entwicklung, Validierung und Dokumentation bis zu Produktänderungen und Abkündigungen.
049: Warum der Vertrieb neue Produkte nicht verkauft – und was Produktmanagement dagegen tun kann
2026/03/10
Bernadette und Anselm diskutieren ein häufiges Muster aus der Praxis: Neue Produkte werden entwickelt, investiert und in den Markt eingeführt, doch der Vertrieb verkauft sie nur zurückhaltend. Dahinter stehen oft Erfahrungen aus der Vergangenheit, Unsicherheit über Produktreife oder eine falsch verstandene Kundennähe. Die Folge sind verfehlte Umsatzziele und strategische Fehlentscheidungen im Unternehmen. Im zweiten Teil der Folge geht es darum, wie Produktmanagement aktiv gegensteuern kann: durch klare Kommunikation der eigenen Arbeitsweise und durch konsequente Kundeneinbindung entlang des gesamten Produktentwicklungsprozesses. ### Unsere Themen sind: - Wie entsteht Vertrauen beim Vertrieb, dass das neue Produkt beim Kunden funktioniert? - Welche Konsequenzen hat es für das Unternehmen noch, wenn Innovationen nur zögerlich verkauft werden? - Wie kann das Produktmanagement intern seine Rolle, Methodik und Analysen transparenter im Unternehmen kommunizieren? Warum ist das wichtig? - Inwiefern erhöhen echte Kunden-Insights die Glaubwürdigkeit von Produktentscheidungen und erleichtern anschließend Vertrieb und Marketing? ### So kannst du weiter machen: Wenn du deine Produktmanagement-Kompetenzen weiterentwickeln möchtest und lernen willst, wie du Produkte systematisch erfolgreicher in den Markt bringst, schau dir unsere Trainingsangebote an und trag dich gerne in den Newsletter ein: [https://productlounge.net/](https://productlounge.net/produktmanagement-training/) **Das berufsbegleitende Trainingsprogramm PM UPGREAT startet Ende April in München: https://productlounge.net/produktmanagement-training/** Wenn du eine Tool-Unterstützung für deine Kunden-Insights suchst, schau dich bei Evolute um und buche dir einen unverbindlichen Kennenlern-Termin mit Anselm: https://app.hubspot.com/meetings/anselm-zebner?uuid=b95d1c31-c71f-4670-8f3b-533b69c5a036 ## Ergänzende Links zu der Episode - PRODUCT LOUNGE - Training für Produktmanager:innen https://productlounge.net/ - Evolute - Software für digitalen Anwenderbeirat https://evolute.app/ - Bernadette von Wittern auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/bernadette-von-wittern/ - Jonathan von Wittern auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/jonathan-von-wittern/ - Anselm Zebner auf LinkedIn https://www.linkedin.com/in/faster/

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