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Narzissmus und toxische Beziehungen - jetzt sprechen wir

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Dieser Podcast hat
54 Episoden
Sprache
German
Erstellt am
2024/11/11
Neueste Episode
2026/10/25
Durchschnittsdauer
92 min.
Veröffentlichungsintervall
14 Tage

Beschreibung

„Narzissmus und toxische Beziehungen – Jetzt sprechen wir“ ist der Podcast für alle, die sich in einer toxischen Beziehung befinden, eine solche Beziehung hinter sich haben oder unsicher sind, ob ihre aktuelle Beziehung toxisch ist. Ich bin Jennyfer, Coach und Beraterin für Menschen in und nach toxischen Beziehungen. Mit einem Master in Coaching und Beratung und meiner wissenschaftlichen Forschung zu Trennungen von narzisstischen Partnern kombiniere ich fundiertes Wissen zu toxischen Beziehungen mit meinen eigenen Erfahrungen als ehemals Betroffene. In jeder Folge hören wir zunächst die Geschichte einer Person, die sich noch in einer toxischen Beziehung befindet oder diese verlassen konnte. Im Anschluss daran ordne ich die typischen Muster der Geschichte ein, erkläre die Mechanismen dahinter und zeige Wege auf, wie man sich befreien oder einen besseren Umgang damit finden kann. Die Menschen, die hier ihre Geschichten teilen, berichten offen von Selbstzweifeln, Manipulation und emotionalem Missbrauch in ihren Beziehungen – und davon, wie sie es geschafft haben, sich daraus zu lösen. Die Geschichten sind dabei so vielfältig wie die Beziehungen selbst: schwierige Beziehungen zu Müttern und Vätern, komplexe Eltern-Kind-Beziehungen, die bis ins Erwachsenenalter nachwirken; Partnerschaften, in denen Menschen systematisch klein gemacht und kontrolliert werden; Vorgesetzte, die ihre Machtposition missbrauchen; und Freundschaften, die mehr nehmen als geben. Sie zeigen Facetten von emotionalem und körperlichem Missbrauch, von Gaslighting, emotionaler Erpressung, Kontrollverhalten und weiteren Formen von Gewalt. Betroffene schildern, wie sie in diese Beziehungen geraten sind, die Manipulation erkannt haben und welche Wege sie fanden, damit umzugehen oder sich zu befreien. Dieser Podcast richtet sich an: | Menschen in toxischen Partnerschaften | Erwachsene Kinder narzisstischer Eltern | Betroffene von Missbrauch und Manipulation | Menschen, die sich fragen „Bin ich in einer toxischen Beziehung?“ | Personen, die unter Gaslighting und emotionaler Gewalt leiden | Angehörige und Freunde von Betroffenen | Menschen auf dem Weg der Heilung nach narzisstischem Missbrauch Die Geschichten zeigen: Du bist nicht allein. Was du erlebst, hat einen Namen. Und es gibt auch für dich einen Weg aus der toxischen Beziehung. Deine Jennyfer von www.narzissmus-coach.de Trigger-Warnung: In diesem Podcast sprechen wir über psychische und körperliche Gewalt. Zum Schutz der Betroffenen werden alle Namen und identifizierenden Details geändert. Neue Folgen erscheinen alle zwei Wochen.

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Bianca: „Du hast dir einfach nicht genug Mühe gegeben"
2026/10/25
Bianca lernt ihre Partnerin auf einer Party kennen, an dem Abend, an dem sie sich zum ersten Mal traut, eine Frau zu daten. Aus großen Worten wie „das Universum hat dich mir geschickt" wird innerhalb weniger Wochen eine Beziehung, in der sie ständig etwas falsch macht, ohne je zu erfahren, was genau. „Du weißt doch genau, was los ist", bekommt sie zu hören, sobald sie nachfragt. In dieser Folge: - Gaslighting ohne offenen Vorwurf, nur mit ständigem Signal, dass etwas nicht stimmt - Schuldumkehr bei den kleinsten Alltagsdingen, von einer Bäckerei-Rechnung bis zum Fahrradtempo - Bindungstests, bei denen immer nur eine Seite etwas beweisen muss - Ein Vater, der die beste Freundin für die eigentliche Partnerin hält - Biancas Sachen fliegen aus einem Fenster im zweiten Stock auf die Straße Diese Folge zeigt, wie eine Beziehung jemanden klein halten kann, ohne dass je ein einziger klarer Vorwurf fällt.
Wenn wir nicht intim werden, gehe ich wieder fremd": Antonias Partner hatte immer eine Ausrede
2026/10/11
Antonia ist siebzehn, als sie ihren ersten festen Freund kennenlernt, und froh, dass ihr endlich jemand Aufmerksamkeit schenkt. Was harmlos beginnt, wird über sechs Jahre zu einer Beziehung, in der sie sich selbst kaum noch wiedererkennt. Als sie ihm anvertraut, dass sie als Kind sexuell missbraucht wurde, fragt er sie: „Wie kann es sein, dass du dich nicht wehren konntest? Das muss man doch können." In dieser Folge erzählt Antonia ihre Geschichte, und ich ordne die Muster dahinter ein: von sekundärer Viktimisierung über die wechselnden Rechtfertigungen für Kontrolle bis zur Verbindung zwischen Tierquälerei und Gewalt in Beziehungen. In dieser Folge: Wie ihr Partner ihr die Schuld an einem Missbrauch gibt, den sie als Kind erlebt hat Wie er Eifersucht erst mit seiner Herkunft, später mit der Bibel rechtfertigt Die Katze, die er aus dem zweiten Stock wirft Finanzielle Ausbeutung, wiederkehrende Trennungen und Versöhnungen Der Moment, der für Antonia am Ende den Ausschlag gibt Diese Folge macht deutlich, wie ein fehlender Vergleichsmaßstab und immer neue Begründungen dazu führen können, dass Kontrolle sich über Jahre wie Liebe anfühlt. In dieser Folge geht es um sexuellen Missbrauch in der Kindheit, körperliche Gewalt und sexuelle Nötigung in einer Partnerschaft. An einer Stelle wird außerdem der Suizidversuch einer dritten Person erwähnt. Achte beim Hören gut auf dich und mach eine Pause, wenn es zu viel wird. Falls dich das Thema Suizidalität selbst betrifft, findest du Hilfe bei der Telefonseelsorge, kostenfrei und rund um die Uhr unter 0800 111 0 111.
Nach der Fehlgeburt sollte Anna so tun, als sei nichts gewesen
2026/09/27
Anna lernt ihren späteren Partner über eine Dating-App kennen, und schon in den ersten Wochen sagt er zu ihr: „Von einer Frau wie dir muss man die Finger lassen", und lässt trotzdem nicht von ihr ab. Was folgt, sind viereinhalb Jahre zwischen Love Bombing und plötzlicher Kälte, zwischen einem Mann, der sich selbst als den eigentlich Leidenden inszeniert, und einer Frau, deren eigene Bedürfnisse dabei immer kleiner werden. In dieser Folge ordne ich unter anderem das Konzept des false self, die Retterinnen-Falle rund um seine angebliche Bindungsangst und reaktiven Missbrauch ein. In dieser Folge: Wie eine frühe Abwertung zum Köder wurde Ein Streit um einen Steintisch als erstes Warnsignal Eine Fehlgeburt kurz vor den Flitterwochen, die keinen Raum für Trauer ließ Kontrolle bis in den Alltag der Schwangerschaft hinein Die Bestätigung durch seine Ex-Freundin nach der Trennung Annas Geschichte zeigt, wie tief sich Selbstzweifel festsetzen können, wenn Zuneigung und Abwertung im ständigen Wechsel kommen, und wie befreiend der Moment sein kann, in dem jemand anderes die eigene Wahrnehmung bestätigt. Ein Hinweis vorab: In dieser Folge geht es unter anderem um psychische und sexualisierte Grenzüberschreitungen sowie eine Fehlgeburt. Achte beim Hören gut auf dich und mach eine Pause, wenn es zu viel wird.
Marlene lernte früh, dass ihre Grenzen niemanden interessierten
2026/09/13
Marlene wächst in einem Zuhause auf, in dem niemand ihre Grenzen respektiert, weder als Kind noch später, wenn sie sich endlich traut zu sprechen. Ihre Mutter sagt ihr offen ins Gesicht: „Ihr seid meine Rentenabsicherung." Der neue Partner ihrer Mutter erklärt ihr, wie man schlägt, ohne dass es jemand sieht, und behauptet später in der Familientherapie, das alles sei nur väterlich gemeint gewesen. In dieser Folge geht es um: Vernachlässigung, die von außen sichtbar wird und trotzdem übersehen wird fehlende Grenzen und wie ein Kind lernt, sich nicht zu wehren Täter-Opfer-Umkehr, wenn nicht die Tat, sondern die Person infrage gestellt wird wie früher psychischer Druck bis ins Erwachsenenleben körperlich nachwirkt In Marlenes Geschichte greifen viele Formen von Vernachlässigung ineinander, bis ein Kind kaum noch eine Möglichkeit hat, sich selbst zu schützen. Ein Hinweis vorab: In dieser Folge geht es um Vernachlässigung von Kindern, körperliche Gewalt und sexualisierte Gewalt. Achte beim Hören gut auf dich und mach eine Pause, wenn es zu viel wird.
Hoovering vor Publikum: Wie Miris Ex die halbe Stadt einspannte
2026/08/30
Miri trifft ihn nach Jahren wieder, und was als intensive, fast berauschende Verliebtheit beginnt, wird über fast fünf Jahre zu einer Beziehung aus Kontrolle, Schweigen und Rückholversuchen. „Du bist nicht ganz sauber". Oder "Du hast ja niemanden außer mich", sagt er ihr in einem besonders dunklen Moment, kurz nachdem er ihr eine Glasflasche vor die Füße geworfen hat. In dieser Folge ordnen wir ein, wie Coercive Control als System aus vielen kleinen Eingriffen funktioniert, warum Schuldumkehr Betroffene zum Schweigen bringt, wie Hoovering und Future Faking eine Trennung immer wieder rückgängig machen und warum am Ende ausgerechnet eine erfundene Notlüge schafft, woran die Wahrheit scheiterte. In dieser Folge geht es um psychische und körperliche Gewalt sowie um eine Phase, in der Miri Suizidgedanken hatte. Falls dich das selbst betrifft, erreichst du die Telefonseelsorge rund um die Uhr kostenfrei unter 0800-1110111 oder rufe dir bitte den Notarzt.
Helene schlief im Keller, aus Angst, dass er nachts zu ihr kommt
2026/08/16
Helene lernt ihn auf einem Winterball kennen, charmant, aufmerksam, genau der Mann, für den sich das unscheinbare Mädchen von damals endlich interessiert fühlt. Dreißig Jahre und zwei Söhne später sagt er zu ihr: „Wenn du nicht sofort aufhörst, mir vor anderen Leuten zu widersprechen, dann breche ich dir den kleinen Finger." Kein einziger Schlag fällt in dieser Beziehung, und genau das macht sie so schwer zu fassen, für Helene selbst, für ihre Ärztin, am Ende sogar für eine Paartherapeutin. Es geht um ein Ultimatum, das sich wie eine Konsequenz anhören kann, statt wie eine Drohung. Und es geht um das Gespür dafür, wann eine Partnerin gehen will, und um einen Körper, der irgendwann übernimmt, was die Stimme nicht mehr durfte. Helenes Geschichte zeigt, wie schwer es ist, eine Gewalt zu benennen, die keine sichtbaren Spuren hinterlässt. Ein Hinweis vorab: In dieser Folge geht es um psychische und körperliche Gewalt in einer langjährigen Ehe.
Magdas Partner schrieb einer anderen: Ich habe von dir geträumt
2026/08/02
Magda lernt ihren Partner in einem beruflichen Kontext kennen, in einem Sommer, der sich für sie anfühlt wie eine Trance. Innerhalb weniger Wochen ist da ein "Ich liebe dich", und ein Partner, der sofort Urlaub nimmt, um bei ihr sein zu können. "Ich schwöre bei meiner Mutter, ich habe nie mit einer anderen Frau was gehabt", sagt er später, als sie ihn das erste Mal mit Beweisen konfrontiert. Es bleibt nicht die einzige Lüge dieser Art. In dieser Einordnung geht es um Love Bombing durch Vereinnahmung statt Geschenke, um einen sich mehrfach wiederholenden Zyklus aus Entdeckung und Ausrede, um Täter-Opfer-Umkehr und um die Frage, welche Rolle ein Freundeskreis spielt, der Untreue nicht nur toleriert, sondern feiert. In dieser Folge: – Ein Sommer, der sich anfühlt wie eine Trance – Verschwindende Kondome und eine Lüge, die nicht standhält – Ein Chatverlauf mit seinem besten Freund, der ein Jahr zurückreicht – Der Abend, an dem er die Tür abschließt und sagt, sie käme hier nicht raus – Magdas Plan, sicher zu gehen Diese Folge zeigt, wie schwer es ist zu gehen, wenn die Beweise sich häufen, aber die Reaktion darauf immer gleich bleibt. Ein Hinweis vorab: In dieser Folge geht es um psychische Kontrolle, wiederholte Untreue und eine Szene, in der Magda gegen ihren Willen an einem Ort festgehalten wird. Achte beim Hören gut auf dich und mach eine Pause, wenn es zu viel wird.
Wenn vor Gericht aus dem Opfer die Schuldige wird
2026/07/19
Was passiert, wenn die Trennung vollzogen ist und die Gewalt trotzdem weitergeht? In dieser Expertinnenfolge spreche ich mit Olha Latikaynen über Nachtrennungsgewalt: darüber, wie Kontrolle sich nach dem Ende einer Beziehung oft in Sorgerechtsverfahren, Gutachten und Gerichtssäle verlagert, und warum Betroffene, meistens Mütter, dabei häufig selbst zu den Beschuldigten werden.Olha lebt in Österreich, arbeitet hauptberuflich in IT und Cybersecurity und engagiert sich seit Jahren ehrenamtlich für Menschen in Obsorge- und Kontaktverfahren. Sie kennt dieses Thema auch aus eigener Erfahrung, sie hat selbst jahrelang vor Gericht um ihre Kinder gekämpft.Wir sprechen über Begriffe wie Bindungsintoleranz und Parental Alienation Syndrome, über die Rolle von Jugendamt und Gutachten, und darüber, was sich in Deutschland und Österreich gerade gesetzlich bewegt, und wo es weiterhin viel zu langsam geht. Alle Links, Kontaktdaten und weiterführenden Informationen findest du in den Shownotes.Wenn du Unterstützung suchst.
Kerstin dokumentierte jeden Kontaktversuch, bis daraus ein Haftbefehl wurde
2026/07/05
Eine Jugendliebe findet sich nach Jahren über Instagram wieder, und was harmlos beginnt, verwandelt sich Schritt für Schritt in eine Beziehung voller Kontrolle und Eifersucht. Als Kerstin die Trennung vollzieht, ist die Beziehung damit nicht vorbei. Anderthalb Jahre lang wird sie gestalkt, mit tausenden dokumentierten Nachrichten, mehreren parallel laufenden Gerichtsverfahren und am Ende einem Haftbefehl. Kerstin nimmt uns mit durch diese Zeit, und im Anschluss schauen wir gemeinsam genauer hin: Wie Kontrolle sich als Fürsorge tarnen kann, wie aus seinem Verhalten am Ende immer wieder ihre Schuld wurde, und was es rechtlich tatsächlich braucht, um sich vor Stalking zu schützen. Dabei geht es auch um die Frage, was einen Menschen selbst dann noch zurückhält, wenn die Entscheidung zu gehen längst gefallen ist. Ein Hinweis vorab: In dieser Folge geht es um Stalking, Kontrollverlust und die Angst um die eigene Sicherheit. Achte beim Hören gut auf dich und mach eine Pause, wenn es zu viel wird.
Immer wieder sagte er Mia: "Wach doch endlich auf!"
2026/06/21
Über zwei Jahre war Mia die heimliche Frau an der Seite eines verheirateten Mannes. Er versprach ihr eine gemeinsame Zukunft, verschob die Trennung von Frist zu Frist und sprach ihr dabei immer wieder ihre eigene Wahrnehmung ab. „Wach doch endlich auf“, sagte er, wenn sie das Offensichtliche ansprach. In dieser Folge erzählt Mia ihre Geschichte, und ich ordne die Muster dahinter ein, von Love Bombing über Triangulierung bis zu Future Faking und Gaslighting. Es geht um die Frage, warum sich ein Mensch aus so einer Bindung nicht einfach lösen kann, selbst wenn er längst weiß, dass sie ihm schadet. Ein Hinweis vorab: Mia spricht auch über eine schwere seelische Krise und einen Klinikaufenthalt. Achte beim Hören gut auf dich und mach eine Pause, wenn es zu viel wird. Alle Links und Hilfeangebote findest du in den Shownotes.
Lilly musste sich übergeben, sobald er ihre Wohnung betrat (Teil 2)
2026/06/07
Lilly lernt ihren Partner über eine Dating-App kennen. Vom ersten Treffen an ist alles intensiv, aufregend und schnell. Zu schnell, wie sie heute weiß. Doch damals überhört sie ihr Bauchgefühl. Immer wieder. Er taucht unangekündigt an ihrem Arbeitsplatz auf. Er will nach drei Tagen offiziell zusammen sein. Er weint, weil sie abends mit einem Freund ins Kino geht. Und er wechselt über viereinhalb Jahre mehrfach zwischen ihr und seiner Ex hin und her, jedes Mal mit denselben Worten, denselben Versprechen. Am Ende reagiert ihr Körper, weil es ihr Kopf lange nicht konnte: Sie muss sich übergeben, sobald er die Wohnung betritt. Das ist Teil 2 von Lillys Geschichte. Wenn du Teil 1 noch nicht gehört hast, fang am besten damit an.
Lilly musste sich übergeben, sobald er ihre Wohnung betrat (Teil 1)
2026/05/24
Lilly lernt ihren Partner über eine Dating-App kennen. Vom ersten Treffen an ist alles intensiv, aufregend und schnell. Zu schnell, wie sie heute weiß. Doch damals überhört sie ihr Bauchgefühl. Immer wieder. Er taucht unangekündigt an ihrem Arbeitsplatz auf. Er will nach drei Tagen offiziell zusammen sein. Er weint, weil sie abends mit einem Freund ins Kino geht. Und er wechselt über viereinhalb Jahre mehrfach zwischen ihr und seiner Ex hin und her, jedes Mal mit denselben Worten, denselben Versprechen. Am Ende reagiert ihr Körper, weil es ihr Kopf lange nicht konnte: Sie muss sich übergeben, sobald er die Wohnung betritt. Das ist Teil 1 von Lillys Geschichte. Teil 2 erscheint in zwei Wochen.
Sonderfolge: Was mich wirklich hält
2026/05/21
Vor einigen Tagen hat mit Nina, Hörerin dieses Podcasts, geschrieben. Ihre Freunde können es nicht mehr hören, wenn sie über ihire Beziehung spricht. Wenn sie ihnen erzählen will, was sie erlebt und wie schlimm es ist, fragen sei nur "warum gehst du denn nicht einfach?" Und sie versteht selbst nicht, warum sie immer noch bleibt. Ninas Mail hat mich nicht losgelassen. Weil ich diese Frage so gut kenne. Weil ich sie mehrmals pro Woche höre, gesprochen in verschiedenen Worten, aus verschiedenen Leben. In dieser Sonderfolge spreche ich darüber, was uns wirklich in Beziehungen hält, die uns nicht guttun. Und ich stelle etwas vor, das ich in den letzten Wochen entwickelt habe: einen Selbstreflexions-Test, der dir hilft, deine eigenen Gründe klarer zu sehen. Außerdem: Am 28. Mai 2026 kannst du mich live in Essen treffen.
Sabrinas Tochter schrieb: „Mama, mein Leben hat keinen Sinn mehr"
2026/05/10
Sabrinas Tochter schrieb ihr heimlich Briefe: Mama, mein Leben hat keinen Sinn mehr. Ich will weg. Sabrina wusste, dass es so nicht weitergehen konnte. Aber ihr Mann überwachte jeden ihrer Schritte, las ihre Nachrichten mit, und drohte ihr mit konkreter Gewalt, sollte sie versuchen zu gehen. In dieser Folge erzählt Sabrina, wie digitale Überwachung, psychische Gewalt und jahrelange emotionale Erschöpfung dazu führten, dass ein Ausweg kaum noch vorstellbar schien – und wie sie ihn mit drei Rucksäcken und zerschnittenen SIM-Karten trotzdem gefunden hat. Narzissmus, toxische Beziehung, Kontrolle, Überwachung, emotionale Gewalt, Trennung trotz Bedrohung.Triggerwarnung: Diese Folge enthält Schilderungen von digitaler Überwachung, Drohungen mit körperlicher und sexueller Gewalt sowie Gewalt gegenüber einem Kind.
„Eine gute Ehefrau macht das" - Nele und der Mann, den sie ein Leben lang kannte
2026/04/26
Nele kannte ihn, bevor sie sich selbst kannte. Nachbarkind, bester Freund, große Liebe. Und dann ihr Ehemann. Was danach kam, hat sie lange nicht benennen können. In dieser Folge erzählt Nele, wie aus kleinen Grenzverschiebungen ein System wurde. Wie Kontrolle über Kleidung, Musik und Profilbilder begann. Wie körperliche Gewalt eskalierte. Und wie sie gegangen ist. Mithilfe der Polizei, mit ihren Katzen, mit blauen Flecken unter der Weste. In dieser Folge: Nele erzählt, wie er ihr von Beginn an signalisierte, dass seine Impulsivität die Schuld anderer war und warum sie ihm das geglaubt hat. Sie beschreibt, wie er Streitigkeiten nie klärte, sondern einfach so tat, als wären sie nie passiert. Und was das mit ihrer Fähigkeit gemacht hat, der eigenen Wahrnehmung zu trauen. Nele schildert die Nacht, in der er sie zum ersten Mal körperlich verletzte und was danach kam, als sie noch im Schmerz auf dem Boden saß. Sie erklärt, wie sie irgendwann aufgehört hat, Dinge anzusprechen. Nicht weil sie nichts mehr gesehen hat. Sondern weil Ansprechen teurer war als Schweigen. Und sie beschreibt, was sie raus gebracht hat: Menschen, die ihr so lange den Spiegel hingehalten haben, bis sie hineinschauen konnte. Außerdem die vollständige theoretische Einordnung zu Neles Geschichte. Warum körperliche Gewalt nie beim ersten Schlag beginnt. Und was es bedeutet, dass er sich fast nie entschuldigt hat, und wieso dies ungewöhnlich ist.

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