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schneeweiss & rosenrot

Werben im Podcast: schneeweiss & rosenrot

Dieser Podcast hat
38 Episoden
Sprache
German
Herausgeber
Cora und Shake
Explizit
Nein
Erstellt am
2025/04/02
Neueste Episode
2026/10/26
Durchschnittsdauer
85 min.
Veröffentlichungsintervall
17 Tage

Beschreibung

schneeweiss & rosenrot Rock’n’Roll, Heavy Metal, Kultur und das Leben! Der fetzige Podcast mit Cora und Shake

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Folge 35: "Die bedeutet Ärger"
2026/10/26
Es war die Nacht, als der Punkrock starb. Vor allem aber war es die Nacht, in der Nancy Spungen starb. Am 12. Oktober 1978 findet man die Frau erstochen im Badezimmer des Chelsea Hotels in New York City. Dort lebte sie in Zimmer 100 mit ihrem Freund Sid Vicious, dem Bassisten und Aushängeschild der Sex Pistols. Was genau in dieser Nacht geschah, ist bis heute ein Rätsel, das die Rock- und Punkszene beschäftigt. Und Nancy Spungen bis heute eine jener Frauenfiguren, die äußerst kritisch gesehen werden. Weil sie vermeintlich Einfluss auf ihren berühmten Boyfriend nahm. Weil sie als schwierig galt. Als crazy Anhängsel. Doch wer war Nancy Spungen eigentlich wirklich? Was ist ihr in ihrem kurzen Leben zugestoßen? Und warum durfte sie nur 20 Jahre jung werden? Wir erzählen die Geschichte einer psychisch kranken Frau, deren Flamme hell und viel zu kurz loderte. Triggerwarnung: In dieser Folge werden psychische Erkrankungen, Suizidalität und Mord angesprochen.
Folge 34: Die Frau mit der Axt
2026/10/12
"Lizzie Borden took an axe and gave her mother fourty whacks…" Was für ein schöner Seilspring-Kinderreim. Gut, ein bisserl makaber vielleicht. Vor allem, da der Sing-Sang auf einem echten True-Crime-Fall aus dem Jahr 1892 beruht. Damals wird das angesehene Ehepaar Andrew und Abby Borden in seinem Haus in Fall Rivers, Massachusetts aufgefunden. Grausam von einem Beil erschlagen. Der Verdacht fällt schnell auf die 32-Jährige Tochter von Andrew: Lizzie Borden. Wir eröffnen die Spooky Season mit einem für unseren Podcast eher ungewöhnlichen Fall und tauchen ein in die Geschichte von Lizzie Borden und die springende Frage: War sie's nun oder war sie's nicht? Aufgrund seiner vielen Ungereimtheiten bleibt dieser Fall bis heute tief in das kollektive Gedächtnis der US-amerikanischen (Pop-)Kultur gefräst – und wirft die Frage auf, ob Sexismus und patriarchales Denken hier ausnahmsweise Mal für eine Frau gearbeitet haben. Taucht mit uns ein ins Jahr 1892 und helft uns bei den Ermittlungen! PS: Rückbezüge zur Rock- und Metalwelt natürlich inklusive.
Folge 33: Baby Groupies
2026/09/28
Wenn der männliche Blick alles ist, was zählt. Wenn eine Mischung aus Vernachlässigung und Langeweile junge Mädchen ins sündige Nachtleben treibt und sie dort auf rücksichtslose, größenwahnsinnige Rockstars treffen lässt, die doppelt so alt sind wie sie. Was kommt dabei raus? Nicht viel Gutes, wie wir in dieser Folge erfahren. In den 70er Jahren bildete sich in L.A. eine Gruppe Minderjähriger heraus, die schnell den Titel "Baby Groupies" erhielt. Mädchen, zwischen 13 und 16, denen Dinge passiert sind, die Mädchen nicht passieren sollten. Und dazu erwachsene Männer, die Dinge anvisierten, die sie nicht anvisieren sollten. Was in der Geschichtsschreibung des Rock'n'Roll bis heute oft als lustige Anekdoten oder unter "das waren andere Zeiten" abgestempelt wird, hatte damals System. Und war illegal. Warum also hat man sich als Szene darauf verständigt, diese Männer nicht zur Rechenschaft zu ziehen? Ihnen nicht wenigstens ein Stück ihrer Unantastbarkeit zu nehmen? Wenigstens eine Reflexion, einen Kommentar, eine Entschuldigung, eine Einsicht zu verlangen? Warum betrachten wir diese Fälle durch die rosa Nostalgiebrille? Und was ist damals eigentlich passiert?Wir betreten die Welt von Lori Lightning und Sable Starr, den angesagtesten "Baby Groupies" des Jahres 1973. Außerdem dabei in dieser Episode: Jimmy Page, David Bowie, Iggy Pop, Steven Tyler, Ted Nugent und mehr. Achtung, das ist eine wütende Folge. Triggerwarnung: Es werden Suizidalität, sexuelle Ausbeutung von Minderjährigen und übergriffiges Verhalten thematisiert. Lasst uns gerne eure Gedanken dazu da. In den Kommentaren, per PN oder Mail an [email protected]
Folge 32: Welcome to Dollywood!
2026/09/14
Eine Person, auf die sich alle einigen können, muss eigentlich ohne Ecken und Kanten sein. Unauffällig. Profillos. Vielleicht auch opportunistisch. Denkt Shake. Zumindest bis sie die Geschichte von Dolly Rebecca Parton recherchiert, nach deren Tod am 25.08.2026 gefühlt die gesamte westliche Welt für einige Minuten in Einheit verweilte. Und das, obwohl die meisten Menschen sich derzeit in tiefster Spaltung gegenüberstehen. Wie kann es sein, dass eine Sängerin und Songwriterin mit hoher Mädchenstimme, aufgetürmten Perücken, abgedrehten Glitzeroutfits und langen Acrylnägeln das schafft, was keinen Politiker*innen gelingen mag? Was steckt dahinter? Wer war Dolly Parton eigentlich, warum wurde sie Everybody's Darling? Sie war eine grandiose Songwriterin, so viel ist klar. Eine großartige Performerin. Ein buntes Image. Eine Vorreiterin. Eine Geschäftsfrau. Eine Philanthropin. Und so vieles mehr. Taucht mit uns ein in Dollywood! In unserer neuen Episode nach der Sommerpause gedenken wir einem der größten Superstars unserer Zeit. Rest In Peace, Dolly Parton.
Folge 31: Die wunderbare Welt der Bonnie Tyler
2026/08/10
Gaynor Hopkins wächst im beschaulichen Skewen in Wales auf. Sie singt zu den Schallplatten ihrer älteren Geschwister und schaut, wie so viele ihrer Altersgenossinnen, ‘Top Of The Pops’. Ob sie es vielleicht selbst einmal dorthin schaffen würde? Ein spritziger Gedanke, aber so utopisch, so fern für die kleine Gaynor, dass sie ihn nicht mehr weiter verfolgt, sondern einfach ihre Kindheit und Jugend genießt, die, glaubt man den Beschreibungen ihrer Autobiographie, so sorgenfrei und glücklich waren, dass man argwöhnisch, aber erfolglos nach dunklen Stellen sucht. Schnell entdeckt dieses walisische Mädchen mit der außergewöhnlichen Stimme die Bühne für sich: zuerst auf einem Talentwettbewerb, bei dem sie den zweiten Platz ergattert (den ersten bekam ein Akkordeonspieler), dann in der Dixie-Harmonyband “Bobby Wayne and The Dixies”, später mit ihrer eigenen Band “Imagination”. Ein Faible für Künstlernamen hatte sie dabei von Anfang an. Zuerst war sie “Shereen Davis”. Dann, mit Mitte Zwanzig, wird sie zu “Bonnie Tyler”. Von da an kennt ihre Karriere kein Halten mehr. Mit Songs wie “Total Eclipse Of The Heart” und “Holding Out For A Hero” erreicht Bonnie Tyler Weltruhm. Ein Rückblick auf das Leben einer Ikone, die uns nun mit 75 Jahren verlassen hat.
Folge 30: Introvertiert und wütend
2026/07/27
Mit 11 Jahren nimmt die kleine Alanis ihre erste selbst finanzierte Single auf. Und weil kein Label diesen Song veröffentlichen will, agiert sie mit 13 auch noch gleich als Plattenfirma. Nach einem vielversprechenden Start und einem Juno-Award in der Kategorie "Most Promising Female Vocalist" dann erst einmal: nichts. Der erwartete Erfolg bleibt aus. Und Alanis Morissette hat keinen Bock mehr auf Kanada und Teenie-Pop. Sie zieht nach Los Angeles, kanalisiert ihren Schmerz, ihre Ängste und gießt sie in ihr erstes internationales Album "Jagged Little Pill", das heute ungefähr so oft verkauft wurde wie Nirvanas "Nevermind". Wir sprechen über die Biographie einer außergewöhnlichen Frau, darüber, wie Alanis viel zu früh als junges Mädchen unter erwachsenen Männern im Musikbusiness litt, über die Heimtücke des von vielen herbeigesehnten Ruhms über Nacht, über öffentlichen Druck, Grooming, weibliche Wut und Heilung.
Folge 29: Lizard Queen
2026/07/13
1969. Patricia Kennealy arbeitet als eine der ersten Rockjournalistinnen überhaupt für das New Yorker Magazin “Jazz & Pop”. Ihre Lieblingsbands sind JEFFERSON AIRPLANE, THE GRATEFUL DEAD und die DOORS. Jetzt steht ein Interview mit Jim Morrison an - und Patricia ist so schüchtern, dass sie am liebsten zuhause bleiben würde. Doch zwischen ihr und Jim funkt es von der ersten Begegnung an gewaltig. Die beiden reiten während des Gesprächs auf einer intellektuellen Welle, die eine Begierde nach mehr weckt. Dass Patricia von einer alten irischen Schamanenlinie abstammt und in einem Hexenorden praktiziert, zieht Morrison, den selbsternannten spirituellen Führer der Counter Culture, in den Bann. Die beiden beginnen eine amour fou, die in einer keltischen Handfasting-Hochzeitszeremonie ihren Höhe- und in einem Schwangerschaftsabbruch ihren absoluten Tiefpunkt findet. Die Affäre nimmt mit Morrisons mysteriösem Tod im Juni 1971 ein jähes Ende. Und bis zu ihrem eigenen Ableben im Jahr 2021 bleibt Patricia, die sich nun Kennealy-Morrison nennt, ihrem verstorbenen Ehemann loyal - allen toxischen Dynamiken zum Trotz. Cora und Shake tauchen ein in die Irrungen und Wirrungen eines Liebeswahns, den vielleicht nur die Sechziger zustande bringen konnten.
Folge 28: Die Furchtlose
2026/06/29
1956 schwingt Elvis Presley gemein gefährlich seine Hüften in der Ed Sullivan Show und ganz Amerika schaut zu. Auch die kleine Susan aus Detroit, die vor dem Fernseher klebt und ab diesem Zeitpunkt weiß: DAS will sie auch machen. Als sie diese Entscheidung trifft, ist sie sechs Jahre alt. Und sie hat Glück, denn sie darf eine musikverliebte und progressive Familie ihr eigen nennen. Ihr Vater ermöglicht ihr Klavier- und Percussionunterricht und als Susan mit 14 Jahren unbedingt Bass lernen möchte, da kauft er ihr einen Fender Precision Bass. Als Suzi Soul spielt sie mit ihren Schwestern in einer der ersten All Female Rockbands namens The Pleasue Seekers und bekommt später ein Angebot, das sie nicht abschlagen kann: Produzent Mickie Most will Suzi groß rausbringen. In England. Und so packt Suzi kurzerhand ihr Zeug und zieht mit 21 ins UK um dort als Suzi Quatro mit ihrer Solokarriere durchzustarten. Selbstzweifel? Ängste? Sorgen? Kennt Suzi Quatro nicht. Diese Frau fürchtet nichts und niemanden. In dieser Erfolge erfahrt ihr einiges über Miss Quatros Lebensweg und außerdem, warum Shake mal eine private Therapiestunde bei Suzi Quatro hatte.
Folge 27: Zu kool, um stark zu sein
2026/06/15
Kim Gordon wird seit jeher, spätestens seit Gründung ihrer Noise Rock Band SONIC YOUTH im Jahr 1981, als eine der coolsten Frauen im Musikbiz gehandelt. “Abgeklärt, teilnahmslos, unnahbar”*, schüchtern und distanziert - auch das sind Attribute, die ihr zugeschrieben werden. Und trotzdem, oder gerade weil sie genau so ist, wie sie ist, undurchschaubar und ambivalent, hat sich Kim Gordon eine Karriere aufgebaut, die ihresgleichen sucht: als Musikerin, Producerin, bildende Künstlerin, Modedesignerin, Schauspielerin und Mutter einer Tochter. In ihrer Autobiographie “Girl in a Band” zeigt sie uns ein anderes, zutiefst ehrliches und im positivsten Sinne uncooles Bild von sich. Ihre Sicht der Dinge ist dabei geradezu entwaffnend. Sie stellt uns die Frage: Was genau ist “Coolness” eigentlich? Was verbirgt diese? Da ist etwas hinter Kims vermeintlicher Abgeklärtheit, das sich Bahn brechen will. Und das geht nur, und wirklich nur, durch laute, schrille und dissonante Musik. #sonicyouth #kimgordon #koolthing #playme #nowave *aus "Girl in a Band"
Folge 26: Die junge Wilde
2026/06/01
Grace Bowers spielt Gitarre und ist dabei sehr jung. Für einige scheinbar Trigger genug, um ihre Youtube-Videos unangebracht zu kommentieren. Unangebracht heißt: wütend, herablassend, se**istisch, auf die Optik reduzierend, mansplainend. Doch Grace hat schnell keine Lust mehr, sich von den "old ass creeps" da draußen im Internet die Laune verderben zu lassen und haut ihren Kanal mit zigtausend Followern einfach mal eben zum Teufel. Sie will sich umorientieren, den Altherren-Bluesrock gegen Musik für ihre eigene Generation eintauschen. Grace Bowers hat eine Entscheidung getroffen. Eine Entscheidung über sich und ihre Karriere. Und das Internet internetet eben vor sich hin und ist natürlich postwendend voll von Reaktionen und Meinungen. Und weil wir finden, dass diese Reaktionen und Meinungen nicht ausgewogen genug sind, legen wir unsere Perspektive heute auch mal in die Waagschale. Oder auf gut bayerisch: Wir geben unseren Senf dazu! Habt ihr schon mal von Grace Bowers gehört? Habt ihr die Diskussion mitbekommen? Was haltet ihr von der Geschichte? Wir gehen rein, bringen unsere eigenen Erfahrungen mit ein und sind gespannt auf eure Einschätzungen! Gerne hier, als dm oder per Mail an [email protected]
Folge 25: In Südamerika mit Lucifer
2026/05/18
In der 25. Folge von schneeweiss&rosenrot erzählt Cora aus dem Nähkästchen ihrer Südamerika-Tour mit Lucifer. Survival Top 3 inklusive! #tourlife #occultrock #heavyrock #gibsonguitars #musikpodcast
Folge 24: Heartbreakerin
2026/04/27
Mit Blumen im Haar und Liebe in den Augen eroberte sie einen Rockstar nach dem nächsten. Michele Overman war mit Steven Tyler, Gram Parsons und Robert Plant zusammen. Das Hippie-Mädchen aus dem Greenwich Village mit der langen blonden Mähne und den großen blauen Augen ließ die Herzen der Rock'n'Roller in den 60s und 70s höher schlagen. In einer kleinen Solo-Folge erzählt euch Shake heute ein paar Geschichten aus dieser Zeit und verweilt somit noch ein wenig im Groupie-Kosmos. Auf Coras Anregung hin setzen wir uns diesmal noch stärker mit der Motivation hinter dem Groupie-Dasein auseinander und stellen uns diese eine zentrale Frage: Was hat die Frauen damals dazu bewegt, sich mit Leib und Seele an die gefährliche Spezies Rockmusiker auszuliefern? Die Antwort ist fast schon transzendental... TRIGGERWARNUNG: In dieser Folge geht es u.a. um das Thema Missbrauch von Minderjährigen.
Folge 23: Groupie mit G(r)ips
2026/04/13
Viele Menschen haben Hobbies. Cynthia Albritton hat sich schon früh eine ganz besondere Freizeitbeschäftigung ausgesucht: Die Kunststudentin aus Chicago fertigte Gipsabdrücke an. Von Rockstar-Penissen. Und machte sich mit dieser ungewöhnlichen Praktik damals schnell einen Namen in der wilden und sexuell befreiten Musik- und Groupieszene Ende der 60er Jahre. Zusammen mit einer Freundin ging sie als die “Plaster Casters” in die Geschichtsbücher ein und hielt in ihrem von Frank Zappa geförderten Rock-C**k-Museum Skulpturen von MC5s Wayne Kramer oder Jimi Hendrix’ bestem Stück bereit. Fun Fact: Letzterer wurde u.a. als “Penis de Milo” bezeichnet. In der neuen Episode von S&R öffnet Shake endlich ihre Büchse der Pandora aka das Thema “Groupies” und nimmt Cora mit in eine mythische Welt, die im Rückspiegel betrachtet oft ziemlich misogyn wirkt. Obwohl diese Folge als “lockeri flockeri” angekündigt wurde, kommen wir leider nicht drum herum, auch ein paar harte Themen anzuschneiden. TRIGGERWARNUNG: Wir sprechen über Frauenfeindlichkeit, Machtgefälle und missbräuchliche sexuelle Kontakte zwischen erwachsenen Männern und minderjährigen Mädchen, außerdem über Schönheitsideale und Essstörungen.
Folge 22: Godmother of Grunge
2026/03/23
Tina Bell ist eine Frau, die heute, 14 Jahre nach ihrem Tod, ein Revival erlebt. In den sozialen Medien wird sie als Begründerin des Grunge gefeiert, einige Reels über sie gingen viral. Und wir raufen uns die Haare: Warum kannten wir sie nicht? Wir erzählen euch die Geschichte einer Woman of Color, die ihre Band BAM BAM verließ, weil sie konstanten rassistischen, sexistischen und misogynen Anfeindungen ausgesetzt war. Sie gab sich selbst auf, verschwand von der Bildfläche, löste sich im allerwahrsten Sinne des Wortes in ihre Bestandteile auf. Trug sie daran die Schuld? Nein. Eine Szenepresse, die damals noch die absolute Macht darüber hatte, über wen erzählt wurde und über wen nicht, schloss Tina und ihre Band bis auf ein paar Randnotizen aus. Und das, obwohl der Sound von BAM BAM wegbereitend war für alle Ausläufer des Grunge, die noch kommen sollten. Kurt Cobain war der Tourroadie der Band. Die MELVINS waren ihre Vorband. Das alles half nichts. Tina war bekannt in der Szene, doch der Fakt allein, dass sie eine schwarze Frau in einer Rockband war, überforderte den größtenteils männlichen, weißen, flannellhemdentragenden Seattler Underground. Was wäre gewesen, hätte Tina Bell die Möglichkeit gehabt, sich wie Millionen von Künstler:innen heute über die sozialen Medien Aufmerksamkeit zu verschaffen? Wir wissen es nicht. Was wir nun wissen ist, dass wir nicht aufhören dürfen zu suchen. Denn dass etwas nicht erzählt wird, bedeutet nicht, dass es nicht da war.
Folge 21: Ein Phönix aus der Asche
2026/03/09
Aufgewachsen in den Zeiten der Segregation, aus einem armen, gewalttätigen Elternhaus stammend, wird die junge Anna Mae Bullock Ende der 50er Jahre Frontfrau der R’n’B-Kombo Ike Turner & The Kings Of Rhythm aus St. Louis. Ihr Chef und baldiger Ehemann Ike Turner verspricht, sich gut um die junge Sängerin zu kümmern, doch dieses Versprechen wird er schon bald in tausend Splitter zerbrechen. Die Beziehung zwischen Ike und – wie er "seine" Schöpfung nennen wird – Tina Turner eskaliert. Ike peitscht seine Frau unter unmenschlichen Bedingungen auf die Bühne und wendet regelmäßig Gewalt an. Mit seinem Terror will er sie kleinhalten. Doch Tina schafft es irgendwann, ihre Flügel zu breiten und flieht. 1976 lässt sie sich scheiden und gibt Ike alles, nur eines nicht: Ihren Namen. Diesen Namen, den Svengali Ike ihr verpasst hat, der sie als sein Produkt markiert. Tina Turner macht ihn sich zu eigen und wird Mitte der 80er Jahre mit ihrer Solokarriere zum unsterblichen Weltstar, Ike hingegen zu einer unwichtigen Randnotiz. In unserer neuen Folge beleuchten wir das unfassbare Leben von Tina Turner, die nicht nur “einfach” eine “starke” Frau war. Tina Turner war eine Überlebende. Ein Phönix aus der Asche. Die Queen of Rock’n’Roll. Eine Superheldin. TRIGGERWARNUNG: In dieser Folge geht es um Rassismus und häusliche Gewalt.

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