
Werben im Podcast: Fernverbindung - Der Auslands-Podcast der taz
Dieser Podcast hat
58 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
tazExplizit
Nein
Erstellt am
2025/07/31
Neueste Episode
2026/10/07
Durchschnittsdauer
22 min.
Veröffentlichungsintervall
8 Tage
Beschreibung
Der Auslandspodcast der taz: Wöchentliches Gespräch mit Korrespondent*innen über das internationale Thema der Woche. Moderiert wird abwechselnd von Judith Poppe, Anastasia Zejneli, Tanja Tricarico, Fabian Schroer und Leon Holly
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Schulproteste in Frankreich: Steigt der Druck auf Macron?
2026/10/07
Sie blockieren Schulen, zünden Böller, Eingangshallen brennen. In Frankreich geht die Jugend auf die Straße. Sie protestieren gegen schlechte Ausstattung, schwierige Lernbedingungen und die Bildungspolitik der Regierung. Doch ihre Wut reicht tiefer.
Bei den Protesten kommt es zu Gewalt, gleichzeitig wächst die Solidarität von Lehrkräften, Eltern und Studierenden. Denn der Haushaltsplan der Regierung benachteiligt auch Lehrkräfte enorm.
Warum eskaliert der Konflikt? Woher kommt die Wut der Jugendlichen und welche Rolle spielen Polizei, Opposition und die Protestkultur Frankreichs? Und könnte die Bewegung sogar die Präsidentschaftswahl 2027 beeinflussen?
taz-Redakteurin Anastasia Zejneli spricht mit taz-Frankreich-Korrespondent Rudolf Balmer über die Hintergründe der Proteste und ihre politische Bedeutung.
Diese Folge der fernverbindung wurde am 07. Oktober um 8.30 Uhr MEZ aufgezeichnet.
Brasilien wählt - droht der nächste Rechtsruck in Lateinamerika?
2026/09/30
Brasilien wählt und die ganze Welt schaut zu – so titeln international etliche Medien. Und tatsächlich geht es um viel, wenn die Brasilianer:innen an diesem Wochenende unter anderem einen neuen Präsidenten wählen. Offiziell treten 13 Kandiat:innen an, in Wahrheit geht es um ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem bisherigen Präsidenten Lula da Silva und seinem stärksten Kontrahenten Flávio Bolsonaro – dem Sohn von Ex-Präsident Jair Bolsonaro.
Droht mit Bolsonaro ein weiterer Rechtsruck in Lateinamerika, in einem Land wie Brasilien, das wirtschaftlich und politisch enorm relevant ist? Was erhoffen sich die Menschen vor Ort? Und kann der Hoffnungsträger der Linken, Lula da Silva, eine weitere Amtszeit antreten?
Über das Machtgebaren links gegen rechts, über den Machtkampf alt gegen jung, und arm gegen Elite, darüber spricht Tanja Tricarico aus dem Auslands-Ressort der taz mit Brasilien-Korrespondentin Christine Wollowski.
Die Folge wurde aufgezeichnet am 29.09.2026 um 11.00 MEZ.
Nach der Sturzflut in Nepal - wie geht es den Menschen vor Ort, wenn die Medien kaum noch berichten?
2026/09/24
Einen Monat ist es her, dass gigantische Wasser- und Geröllmassen in Nepal und Tibet ganze Dörfer unter sich begraben haben. Für ein paar Tage lief diese Katastrophe auf allen Kanälen, mittlerweile aber ist die mediale Aufmerksamkeit der Medien längst weitergezogen. Unsere Korrespondentin für Indien und Südasien ist vor einigen Tagen nach Nepal gereist, um zu sehen, was von der Katastrophe einen Monat später noch zu spüren ist und um mit den Menschen darüber sprechen, wie es jetzt weitergeht.
Wie geht man damit um, wenn die internationale Aufmerksamkeit nachlässt? Wie sieht der Wiederaufbau aus? Und was erlebt eine Reporterin, wenn sie einen Monat nach einer solchen Katastrophe dorthin reist, wo die Folgen noch überall sichtbar sind?
Um diese Fragen dreht sich die aktuelle fernverbindung. taz-Auslandsredakteurin Judith Poppe spricht dafür mit der taz-Korrespondentin für Indien und Südasien, Natalie Mayroth.
Diese Folge der fernverbindung wurde aufgezeichnet am 22.09.2026 um 16.00 MEZ.
KI im Griff? Was China anders macht
2026/09/17
Kontrolle über die Menschheit, Ausbruchsgefahr, autonome Agentenschwärme: Um die Künstliche Intelligenz gibt es gerade viel Geraune. Die Tech-Bosse der US-amerikanischen KI-Unternehmen (Anthropic, Open AI) haben jüngst zu mehr Regulierung von KI aufgerufen und malen düstere Visionen an die Wand. Die Szenarien reichen bis zur Auslöschung der Menschheit – und das in nicht einmal sehr ferner Zukunft. Seitdem diskutiert die ganze Welt, wie realistisch diese Möglichkeiten sind. Und fragt sich, wie eine Regulierung aussehen könnte.
China hat sich derweil längst zum größten Konkurrenten in Sachen KI entwickelt – und reguliert die KI-Systeme schon - auf seine eigene Weise. Stellt sich also die Frage: Können wir uns was von China abgucken bei der Regulierung? Ist das chinesische Modell möglicherweise gar das Modell der Zukunft? Unser Korrespondent für China und Korea, Fabian Kretschmer, hat im Gespräch mit Judith Poppe Antworten darauf. Genauso wie auf die Frage, warum man chinesische KI-Systeme nicht nach Xi Jinping fragen sollte.
Diese Folge der fernverbindung wurde aufgezeichnet am 16. September um 13.00 Uhr MESZ.
Siedlergewalt im Westjordanland - Wie arbeiten Reporter:innen vor Ort?
2026/09/10
Seit dem 7. Oktober 2023 häufen sich die Übergriffe auf Palästinenserinnen und Palästinenser im israelisch besetzten Westjordanland. Besonders in den vergangenen Monaten kommt es immer wieder zu gewalttätigen Aktionen durch extremistische Siedler. 18 Palästinenser wurden 2026 bereits bei Siedlerangriffen getötet.
Serena Bilanceri berichtet als Korrespondentin für die taz aus Israel und Palästina und beschäftigt sich insbesondere mit dem Thema Siedlergewalt. In dieser Folge der Fernverbindung spricht sie mit taz-Auslandsredakteur Fabian Schroer darüber, wie ihre Recherchen in den besetzten Gebieten ablaufen.
Auf welche Probleme stoßen sie und ihre Kollegen? Wie verläuft der Kontakt mit Siedlern und der palästinensischen Bevölkerung? Und welche Rolle spielt die Siedlungspolitik für Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu vor den Parlamentswahlen im Oktober?
Die aktuelle Folge wurde aufgezeichnet am 9. September um 11.30 Uhr MESZ.
Wirklich nur Fisch? - Warum Island nicht in die EU will
2026/09/01
In Island gab es am Wochenende viel Jubel – und viel Enttäuschung. Die Isländer haben gegen die Wiederaufnahme von Verhandlungen über einen EU-Beitritt gestimmt. Das Nein-Lager hat das Referendum am Ende sehr knapp gewonnen.
Ein Thema hat die Debatte dabei besonders geprägt: die Fische – genauer gesagt die Fischereiquoten. Denn die Sorge vor einer gemeinsamen europäischen Fischereipolitik war eines der wichtigsten Argumente der Gegner eines EU-Beitritts. Aber wie war die Stimmung vor Ort? Was sind die Gründe, aus denen die Isländer der EU skeptisch gegenüberstehen? Und geht es dabei wirklich nur um Fische?
Darüber spricht ich in dieser Woche Auslandsredakteurin Judith Poppe mit der Skandinavien-Korrespondentin der taz, Anne Diekhoff.
Diese Folge der Fernverbindung wurde am 31. August um 15 Uhr MEZ aufgezeichnet.
Was folgt aus dem Erdbeben in Kolumbien?
2026/08/20
Vor rund einer Woche erschütterte Kolumbien ein Erdbeben. Mit einer Stärke von 7,4 war es wohl das schwerste registrierte Erdbeben dieses Jahrzehnts. Rund 300 Menschen sind tot, Tausende sind verletzt und etliche Menschen werden noch vermisst. Schätzungen zufolge werden mehr als 8 Milliarden Euro benötigt für den Wiederaufbau. Unsere Korrespondentin Katharina Wojzcenko, die in Kolumbien lebt, hat sich in kürzester Zeit auf den Weg gemacht um für die taz über die Katastrophe zu berichten.
Wie bereitet man sich auf einen solchen Einsatz vor in einem Krisengebiet, in dem in einer solchen Lage eigentlich gar nichts vorhersehbar ist. Und wie geht es jetzt weiter, da das Erdbeben und dessen Folgen in den hiesigen Medien fast wieder aus den Schlagzeilen verschwunden sind? Was tut die Regierung? Kommt ausreichend Hilfe, wenn sogar Popstar Shakira, die selbst aus Kolumbien kommt, anreist und beim Wiederaufbau von Schulen helfen will?
Darüber spricht Tanja Tricarico aus dem Auslandsressort der taz mit Kolumbien-Korrespondentin Katharina Wojczenko.
Diese Folge der Fernverbindung wurde am 19. August um 14 Uhr MEZ aufgezeichnet.
Wer steckt hinter der Ceuta-Krise?
2026/08/14
Am 30. und 31. Juli passierten zehntausende meist junge Menschen die Grenze zur spanischen Exklave Ceuta, die an Marokkos nördlicher Mittelmeerküste liegt. Viele ertranken oder wurden zu Tode getrampelt. Die Bilder gingen um die Welt, und dienten vielen als Vorlage, um die liberale Migrationspolitik von Spaniens Premier Pedro Sánchez scharf zu kritisieren.
Während zunächst von kriminellen Schleuserbanden als Drahtzieher der Aktion die Rede war, wurde schnell auch über ein Mitwirken Marokkos, Russlands, der USA oder Israels spekuliert. Vermutet wird, dass Migration hier instrumentalisiert wird, um die linke spanische Regierung unter Druck zu setzen.
Was ist dran an den Spekulationen? Welche Interessen verfolgen Marokko und internationale Akteure? Und wie geht es den Menschen vor Ort jetzt?
Über diese Fragen spricht taz-Auslandsredakteur Fabian Schroer mit Nordafrika-Korrespondent Mirco Keilberth, der gerade für die taz aus Marokko und Ceuta berichtet.
Die aktuelle Folge wurde aufgezeichnet am 12. August um 11.30 Uhr MEZ.
Ebola in Zentralafrika - warum bekommt die DR Kongo das tödliche Virus nicht in den Griff?
2026/08/06
Ebola - das tödliche Virus ist zurück und wütet derzeit in einer extremen Intensität und enormen Wucht in der Demokratischen Republik Kongo in Zentralafrika. Mittlerweile ist die Rede von rund 300 Menschen, die pro Woche sterben, mehr als 60 Prozent davon zu Hause in ihren Betten. Diese Menschen können Behandlungszentren gar nicht mehr erreichen und die Gefahr der weiteren Verbreitung ist enorm. Es sind traurige Rekordzahlen und offenbar ist Ebola in der Region völlig außer Kontrolle geraten.
Wie konnte es überhaupt zu diesem Ausbruch kommen? Warum ist die DR Kongo derart betroffen? Was wird vor Ort getan, in einem Land, in dem seit Jahrzehnten Krieg herrscht? Gibt es Hoffnung auf neue Impfstoffe und auf weitere Unterstützung?
Darüber spricht Tanja Tricarico aus dem Auslandsressort der taz mit Simone Schlindwein, der taz-Korrespondentin für das Gebiet der Großen Seen und Ostafrika.
Diese Folge der Fernverbindung wurde am Mittwoch, 5. August 2026 um 11 Uhr MEZ aufgenommen.
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Queeres Überleben im Senegal
2026/07/30
Das Leben für queere Menschen wird gefährlicher: Denn im westafrikanischen Senegal soll Homosexualität künftig mit bis zu zehn Jahren Haft bestraft werden können. Damit verdoppelt sich das Strafmaß. Zuvor waren gleichgeschlechtliche Beziehungen mit ein bis fünf Jahren strafbar.
Die Regierung in Dakar steckt in einer politischen und ökonomischen Krise. „Die Stimmung in der Gesellschaft ist bereits sehr anti-LGBTQ. Mit der Verschärfung, versucht die Regierung zu punkten und von den Problemen abzulenken“, erklärt
Afrika-Korrespondentin Helena Kreiensiek. Mit Betroffenen zu sprechen ist nun kaum mehr möglich.
„Viele trauen sich nicht ihre Häuser zu verlassen oder über ihre Sexualität zu sprechen kaum zu sprechen und NGos, die früher Kontaktstelle waren, halten sich mit ihrer Arbeit bedeckter.“ Auch in anderen Ländern, wie Uganda und Ghana, ist die queerfeindliche Stimmung gestiegen. „Man kann von einer afrikaweiten Kampagne sprechen, die mit Mitteln von evangelikalen Organisationen finanziert wird“, erzählt Korrespondentin Kreiensiek.
Was will die Regierung in Dakar mit ihrer queerfeindlichen Politik erreichen? Und wie geht es der LGBTQ-Bewegung vor Ort? Darüber sprechen Afrika-Korrespondentin Helena Kreiensiek und taz-Redakteurin Anastasia Zejneli.
Die aktuelle Folge wurde aufgezeichnet am 16. Juli um 16 Uhr MEZ.
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Übernehmen jetzt die Sozialist:innen bei den US-Demokraten?
2026/07/22
Bei den US-Demokraten regt sich Widerstand – gegen die Politik von Präsident Donald Trump, aber auch gegen das eigene liberale Parteiestablishment. Bei den Vorwahlen für die Midterms im November gewinnen für die Demokratische Partei reihenweise Mitglieder der Democratic Socialists of America. Deren Kandidat:innen stehen für einen stärkeren Sozialstaat, höhere Steuern für Reiche und Unternehmen sowie ein Umdenken in der US-Nahostpolitik.
Die linke Organisation schafft es mithilfe von Haustürwahlkampf und Social-Media-Kampagnen, breite Unterstützung zu mobilisieren. Medien sprechen bereits vom „Mamdani-Effekt“ – in Anlehnung an den erfolgreichen Instagram-Wahlkampf des New Yorker Bürgermeisters im Jahr 2025.
Aber reicht das alles aus, um moderate und konservative Wähler bei den Kongresswahlen im November zu überzeugen? Oder ist die Angst vor dem Kommunismus in den USA noch immer zu groß? Über diese Fragen sprechen taz-Redakteur Fabian Schroer und Reporter Sebastian Moll, der für die taz aus New York City berichtet.
Die aktuelle Folge wurde aufgezeichnet am 10. Juli um 15 Uhr MEZ.
Morning Glory in Großbritannien?
2026/07/15
In Großbritannien geht es seit einiger Zeit hoch her, und das hat auch viel mit dem Premierminister des Landes zu tun, Keir Starmer.
2024 gelang ihm mit seiner Labor-Partei ein Erdrutschsieg bei den Wahlen, womit er die Ära der konservativen Tories beendete. Doch schon kurz nach seinem Amtsantritt begann der Ärger. Unpopuläre Sparmaßnahmen, Diskussionen um fragwürdige Geschenke – und schließlich natürlich die Mandelson-Affäre. Da kam heraus, dass er Peter Mandelson zum Botschafter in den USA gemacht hatte, obwohl er von dessen Freundschaft mit Sexualstraftäter Jeffrey Epstein wusste. Und während Starmer mit all diesen Probleme gekämpft hat, sind die Rechten von Reform UK mit Nigel Farage auf dem Vormarsch.
Nun hat Starmer vor Kurzem seinen Rücktritt angekündigt, und ein anderer soll es nun richten: Andy Burnham, der Starmer wohl als Premierminister ablösen wird.
Wird es Burnham gelingen, das Land zu befrieden? Wird mit ihm alles besser?
Darüber spricht in dieser Folge der fernverbindung Auslandsredakteurin Judith Poppe mit dem taz-Korrespondenten für Großbritannien, Daniel Zylberstajn-Lewandowski.
Diese Folge wurde aufgenommen am 14.07.2026 um 14.15 Uhr MEZ.
Nato-Gipfel in Ankara - Was steckt hinter der Inszenierung von Gastgeber Erdoğan?
2026/07/09
Die Staats- und Regierungschefs der 32 Nato-Staaten, ihre Delegationen, Vertreter:innen der Rüstunglobby, Sicherheitsexpert:innen versammelten sich in dieser Woche in Ankara zum Nato – Gipfel. In diesem Jahr ging es vor allem darum möglichst viele Deals mit Rüstungsfirmen aller Art in die Wege zu leiten. Einer der besonders davon profitieren will ist der Gastgeber des Nato-Gipfels – der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan.
Ankara ist im Ausnahmezustand, es wurde mächtig investiert, damit die Stadt sich im besten Lichte zeigt. Kritik soll es nicht geben. In dieser Folge der Fernverbindung richten wir unseren Blick in die Türkei, speziell Ankara. Was bedeutet der Gipfel für Erdoğan? Darüber spricht Tanja Tricarico aus dem Auslandsressort der taz mit Türkei-Korrespondent Jürgen Gottschlich.
Diese Folge der Fernverbindung wurde am Mittwoch, 8.07.2026 um 11 Uhr MEZ, aufgezeichnet.
Wird Meloni von rechts außen überholt?
2026/07/02
Italien hat eine neue rechtsextreme Kraft. Seit weniger als einem Monat greift die rechtsextreme Futuro Nazionale Parteimitglieder von rechts außen ab. Ihr Gründer Roberto Vannacci sitzt im Europaparlament und war bis Anfang des Jahres Vize der rechten Lega-Partei.
Für den Lega-Vorsitzenden Matteo Salvini ist die Abspaltung ein Verrat, besonders weil Parlamentsabgeordnete zu Futuro Nazionale wechselten und ihre Sitze mitnahmen. Vannacci möchte mit seiner eigenen Partei „klare rechte Kante zeigen“. Er sagt: „Wir sind die authentische Rechte“, erzählt Italien Korrespondent Michael Braun.
Kann Vannacci zu einer ernsten Konkurrenz für Meloni und ihre Fratelli d'Italia werden? Wie groß sind die Zerwürfnisse in der italienischen Rechten? Und wie reagieren die Mitte-links Parteien darauf? Darüber sprechen Auslandsredakteurin Anastasia Zejneli und Italien-Korrespondent Michael Braun in der aktuellen Folge der Fernverbindung.
Diese Folge wurde aufgenommen am 01.07.2026 um 14.30 Uhr MEZ.
140 Tage im Hungerstreik - Wem gehört Athen?
2026/06/25
Seit Anfang Februar befand sich der griechische Aktivist Aristotelis "Aristos" Chantzis im Hungerstreik, nahm nur Wasser, Tee, Vitamine, Mineralstoffe und etwas Zucker zu sich. Inzwischen wiegt er nur noch 35 Kilogramm. Am Montag wurde er in Athen in ein Krankenhaus eingeliefert. Am Mittwochabend wurde bekanntgegeben, dass der Hungerstreik beendet sei.
Chantzis protestiert gegen die Räumung eines autonomen Wohnprojekts in Athen: der Prosfygika, der sogenannten „Flüchtlingsbauten“. Dort leben rund 400 ehemalige Wohnungslose, Migrantinnen und politische Aktivistinnen. Seit Jahren will die Regionalverwaltung den Komplex räumen und attraktiv „neugestalten“ – und bald könnte es so weit sein. Die Vorgänge machen sichtbar, wie die Gentrifizierung die Wohnkosten in Griechenlands Hauptstadt nach oben treibt und langjährige Bewohner*innen immer stärker unter Druck geraten.
Wem gehört Athen nach der Schuldenkrise? Ist Prosfygika ein Relikt vergangener Kämpfe oder ein Modell für die Zukunft? Und was hat die EU mit den Räumungsplänen zu tun? Über diese Fragen sprechen in der aktuellen Folge der Fernverbindung taz-Auslandsredakteur Fabian Schroer und Griechenland-Korrespondent Ferry Batzoglou.
⏰❗️ Diese Folge wurde aufgezeichnet am Mittwoch, 24. Juni 2026, um 11.00 Uhr MEZ. Am Mittwochabend gab die Gemeinschaft der Prosfygika bekannt, dass der Streik im Einvernehmen mit den beiden Hungerstreikenden beendet werde. Der Kampf gehe mit anderen Mitteln weiter. Kurz zuvor hatte der Stadtrat Athen dafür gestimmt, dass ein Dialog zwischen der Regionalverwaltung und der Gemeinschaft eingeleitet werden soll. Der Stadtrat Athen forderte von der Gemeinschaft der Prosfygika als Bedingung, den Hungerstreik zu beenden. Das geschah nach unserer Aufnahme, daher kommen diese Informationen im Podcast nicht vor.
* Im Podcast spricht Ferry Batzoglou von 221 Wohnungen, eigentlich sind es 228
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