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Kulturplatz Talk

Werben im Podcast: Kulturplatz Talk

Dieser Podcast hat
100 Episoden
Sprache
German
Erstellt am
2025/08/18
Neueste Episode
2026/10/22
Durchschnittsdauer
30 min.
Veröffentlichungsintervall
2 Tage

Beschreibung

Relevant, aktuell, vielseitig: Der «Kulturplatz Talk» ist das Gesprächsformat rund um Gesellschafts- und Kulturthemen. «Kulturplatz Talk» will für Kultur begeistern und behält dabei die wichtigsten Akteure und Ereignisse des Kulturbetriebes im Blick. Hier kommen Stimmen aus Literatur, Musik, Kunst und Gesellschaft zu Wort. Persönlich, pointiert und nah an der Gegenwart – der «Kulturplatz Talk» sucht den Dialog mitten im Leben und bringt Kultur ins Gespräch. Montag bis Freitag auf Radio SRF 2 Kultur.

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Bünzli, Konsens, Kompromiss – was die Schweiz zusammenhält
2026/10/22
Typisch Schweiz! Gibt es das überhaupt? Der Politologieprofessor Markus Freitag hat sich auf die Suche nach den mentalen Eigenheiten des Landes gemacht. Im «Kulturplatz Talk» spricht er mit Host Felix Münger über Zugehörigkeit, Identität und die Frage, was die Schweiz im Innersten ausmacht. Sind Schweizerinnen und Schweizer besonders pünktlich, vorsichtig und kompromissbereit? Und was verraten solche Eigenschaften über das Land? Markus Freitag, Professor für politische Soziologie an der Universität Bern, hat sich in seinem aktuellen Sachbuch «Wie viel Schweiz steckt in Ihnen?» auf die Suche nach der Schweizer Mentalität gemacht. Im Gespräch erklärt der Forscher, warum das Bünzlitum sowohl Tugend als auch Klischee ist. Und was die mentalen Voraussetzungen sind für die Schweizer Konsensdemokratie. Buchhinweis: Markus Freitag: Wie viel Schweiz steckt in Ihnen? Hier und Jetzt, 2026.
Christoph Geiser: Ein Autorenleben gegen das Schweigen
2026/10/21
Vom Familiengeheimnis über das queere Coming-out bis zum Zusammenbruch politischer Utopien: In Christoph Geisers Literatur schlugen sich die Erfahrungen einer ganzen Generation nieder. Nun liegt die Gesamtausgabe dieses eigenwilligen Werks vor. Der Autor ist zu Gast bei Host Felix Münger. Was bleibt von einem Menschen? Bei Christoph Geiser liegt zumindest ein Teil der Antwort in Buchform vor: Seine 13-bändige Werkausgabe ist kürzlich vollständig erschienen. Der 77-jährige Schriftsteller spricht über die Bedeutung dieses literarischen Vermächtnisses, über die prägenden Konflikte mit seiner Herkunftsfamilie, sein Schreiben als Akt der Befreiung und seine Rolle als Pionier der queeren Literatur. Zur Sprache kommen auch seine Erfahrungen während der Aids-Krise, seine politischen Überzeugungen und die Frage, was von den grossen Utopien des 20. Jahrhunderts geblieben ist. Ein Gespräch über Erinnerung, Freiheit, Alter und Vergänglichkeit. Buchhinweis: Christoph Geiser: Werkausgabe in 13 Bänden. Secession, 2022-2026.
Bilanz der Direktorin: Nina Zimmer verlässt das Kunstmuseum Bern
2026/10/20
Nina Zimmer hat zehn Jahre lang das Kunstmuseum Bern und das Zentrum Paul Klee geleitet. Mit ihrer klaren Haltung hat sie sich im Fall Gurlitt einen Namen gemacht. Nun übernimmt sie in Wien das Riesenmuseum Belvedere. Zeit für eine Bilanz im Kulturplatz Talk.
Auch in der Schweiz: Neue Erkenntnisse zu Epsteins Netzwerk
2026/10/19
Der verurteilte Sexualstraftäter Jeffrey Epstein missbrauchte Frauen und hatte mächtige Freunde. Was die Schweiz mit Epsteins Netzwerk zu tun hat, recherchierten Julian Schmidli und Vanessa Ledergerber für den SRF-Podcast «Epsteins Netz – bis in die Schweiz». Sie sind zu Gast im Kulturplatz Talk. Nach der Veröffentlichung der Epstein-Akten überschlugen sich Medien und soziale Netzwerke mit Deutungen. Die Teams von SRF Data und SRF News Plus nahmen das Material genauer unter die Lupe und stiessen auf Spuren, die bis in die Schweiz führen. Über ihre Recherchen für den Podcast «Epsteins Netz – bis in die Schweiz» sprechen Julian Schmidli und Vanessa Ledergerber bei Host Barbara B. Peter im Kulturplatz Talk. Im Zentrum steht auch die Schweizer Ex-Miss-Finalistin Béatrice Keul. Sie berichtet von ihren Erfahrungen im Modelmilieu der 1990er-Jahre und von einem Übergriff durch den heutigen US-Präsidenten Donald Trump, den dieser bestreitet. Ihre Geschichte und die von weiteren Betroffener zeigen, wie Macht, Reichtum und Abhängigkeiten das Umfeld prägten, in dem Jeffrey Epstein sein Netzwerk aufbaute. Hinweis: Epsteins Netz 1/4: American Dream (13.10.2026) Die Schweizerin Béatrice Keul ahnt nicht, dass die glamouröse Modelwelt für sie zum Albtraum wird. Mit 22 Jahren nimmt sie an Donald Trumps Schönheitswettbewerb in den USA teil. Sie trifft auf superreiche Männer wie Jeffrey Epstein und Donald Trump, die hier die Fäden ziehen. Epsteins Netz 2/4: In Jeffreys Visier (15.10.2026) Schwere Vorwürfe von Béatrice Keul: Sie erzählt von einem sexuellen Übergriff durch Donald Trump im New Yorker Plaza Hotel. Sie ist nicht die Einzige - und bringt das Erlebte mit Sexualstraftäter Jeffrey Epstein in Verbindung. Die Folge 3 wird am 20.10.2026 und die Folge 4 am 22. Oktober 2026 veröffentlicht auf https://www.srf.ch/audio/news-plus-hintergruende. Die Links zu den SRF-Podcasts «Epsteins Netz – bis in die Schweiz» finden Sie unter «Mehr zum Thema».
Stiftungen: Viel Geld – und trotzdem zu wenig?
2026/10/16
Die Schweiz ist ein Land der Stiftungen. Doch wer steckt hinter den Milliardenvermögen? Wohin fliesst das Geld – und wer geht leer aus? Am Beispiel der Musik sprechen Rahel Giger und Musikjournalist Benjamin Herzog über private Geldgeber, ihre Motive und ihren Einfluss. Rund 14'000 gemeinnützige Stiftungen gibt es in der Schweiz. Ihr Vermögen wächst, gleichzeitig wird der Kampf um Fördergelder härter. Warum gibt es hierzulande so viele Stiftungen? Wer gründet sie, und mit welchen Absichten? Welche gesellschaftlichen Bereiche profitieren besonders? Neue Generationen setzen zunehmend andere Schwerpunkte, etwa beim Umweltschutz. Was bedeutet das für die Kultur? Während grosse Institutionen oft zusätzlich private Gelder erhalten, kämpfen kleinere Projekte um Unterstützung. Der «Kulturplatz Talk» beleuchtet die weitgehend unbekannte Stiftungswelt und fragt, wer mit dem Geld auch Einfluss gewinnt.
Vergessener Schweizer Opernstar: Emilie Herzog
2026/10/15
Als «Königin der Nacht» begeisterte Emilie Welti-Herzog die Opernwelt. Die Schweizerin machte ab 1880 internationale Karriere. Dann wurde sie vergessen, bis Reto Knöpfel sie wiederentdeckte und ihren Nachlass erforschen konnte. Ein ungewöhnliches Stück Musikgeschichte.
Kreative Küsse? Elisa von Hof zeigt, was Musen wirklich leisten
2026/10/14
Musen waren einst Schutzgöttinnen der Künste. Später wurden daraus reale Frauen, die Kulturschaffende inspirieren – und nebenher noch allerlei Arbeit übernehmen. Was Musen bis heute in der Kultur leisten, darüber spricht Barbara B. Peter mit der Journalistin Elisa von Hof.
Emojis: Hassrede in Geheimsprache
2026/10/13
Hinter dem Symbol eines Glases Milch oder einer verwelkten Rose kann eine gewaltverherrlichende Botschaft stecken. Philip Bessermann von der Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus (GRA) erläutert im Gespräch den Leitfaden, der dazu kürzlich publiziert wurde. Hate-Speech-Decoder heisst das Werkzeug, das die Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus gratis und für alle Interessierten zur Verfügung stellt. Es enthält 168 Symbole und Abkürzungen, die für rassistische, antisemitische, antifeministische und queerfeindliche Kodierungen stehen. Diese Symbolsprache hat insbesondere in rechtsextremen Kreisen und bei Anhänger:innen von Verschwörungstheorien eine lange Tradition. Im Kulturplatz Talk zeigt Philip Bessermann auf, woher sie kommen, wie sie eingesetzt werden und warum es wichtig ist, dass Lehrpersonen und Eltern darüber Bescheid wissen. Hinweis: Artikel «Auch harmlose Emojis können Hass verbreiten» vom 13.10.26. Die Links zum Artikel und zum «Hate-Speech-Decoder» finden Sie unter «Mehr zum Thema» auf dieser Sendungsseite.
Fazit Frankfurter Buchmesse 2026
2026/10/12
Neue Bücher, scharfe Kontroversen: Wer in der Buchbranche wichtig ist – oder sich dafür hält, war letzte Woche auf der Buchmesse in Frankfurt. SRF-Literaturredaktor Michael Luisier blickt im Kulturplatz Talk zurück auf die wichtigsten Themen, die heissesten Trends – und die neusten Entdeckungen.
Literaturnobelpreis für Anne Carson
2026/10/09
Der diesjährige Nobelpreis für Literatur geht an die kanadische Dichterin Anne Carson. Die Auszeichnung sei «hoch verdient», sagt der Literaturwissenschafter Andrew Shields: Carsons Literatur sei «in jeder Beziehung herausragend». Andrew Shields ist zu Gast bei Host Felix Münger. Die Literatur der 76-jährigen Kanadierin ist im Urteil der Schwedischen Akademie in Stockholm, die den Nobelpreis vergibt, «kühn und erfinderisch». Tatsächlich spielt Anne Carson in ihren Werken immer wieder mit klassischen Traditionen bis hin zur Antike und überträgt sie in zeitgenössische Literatur. Carson hat über ein Dutzend Bücher veröffentlicht. Allesamt ungewöhnlich, mutig und sprachlich-formal experimentell. Als ihr Meisterwerk gilt «Autobiography of Red», das auf Deutsch unter dem Titel «Rot» herausgekommen ist. Für Andrew Shields, der an der Universität Basel lehrt, ist es «nur logisch», dass diese Autorin nun mit dem höchsten Literaturpreis ausgezeichnet worden ist.
Bleiben, obwohl man gehen könnte?
2026/10/08
Viele fragen sich irgendwann: Soll ich in meiner Beziehung bleiben oder gehen? Die Philosophin Svenja Flasspöhler plädiert in ihrem neuen Buch überraschend fürs Bleiben. Zu Gast bei Host Felix Münger ist die «Sternstunde Philosophie»-Moderatorin Olivia Röllin. Wie entscheide ich richtig? In einer Zeit, in der Wahlfreiheit, Selbstverwirklichung und die Suche nach dem vermeintlich perfekten Gegenüber hoch im Kurs stehen, verteidigt Svenja Flasspöhler die feste Paarbeziehung. In ihrem Buch «Zusammenbleiben» geht sie der Frage nach, ob nicht gerade im Bleiben eine besondere Form von Freiheit liegt. Ausgangspunkt sind ihre eigene Lebensgeschichte und ihre langjährige Beziehung. Die Philosophin und «Sternstunde Philosophie»-Moderatorin Olivia Röllin hat sich mit Fragen der Paarbeziehung beschäftigt und Svenja Flasspöhler interviewt. Woher kommt die Sehnsucht nach dem «richtigen» Gegenüber? Und warum kann sich nur frei binden, wer auch gehen könnte? Buchhinweis: Svenja Flasspöhler: Zusammenbleiben. Von der Freiheit fester Bindungen. Klett-Cotta, 2026. Den Link zur Sendung «Sternstunde Philosophie» mit Svenja Flasspöhler finden Sie unten bei «Mehr zum Thema».
Was Namen verraten
2026/10/07
Drei Bände zählte der neue Familiennamenatlas der Deutschschweiz. Nachzulesen ist dort, dass Nachnamen oft auf männliche Vornamen Bezug nehmen oder auf Körperteile, z.B. Petermann oder Hirni. Warum sie überhaupt entstanden sind und was der neue Atlas bringt, ist Thema für den Kulturplatz Talk. Hinweis: Familiennamenatlas der Deutschschweiz mit Ausblicken auf die romanischen Sprachgebiete (Hrsg. Luise Kempf) 2026. Den Link zum kostenlosen E-Book finden Sie unten bei «Mehr zum Thema».
Salzburger Stier 2027 für Judith Bach alias «Claire alleene»
2026/10/06
Judith Bach verbindet zugespitztes Erzählen mit humoristischen Blitzlichtern und philosophischen Gedanken. Die Schweizer Kabarettistin mit Berliner Wurzeln erhält 2027 den Kabarettpreis Salzburger Stier. Judith Bach spricht bei Barbara B. Peter über die Kunst, komisch und kritisch zugleich zu sein. Mit ihrer Bühnenfigur, der quirligen Claire aus Berlin, trat Judith Bach zuerst im Duo Luna-Tic auf. Als «Claire alleene» ist sie seit 2018 auch solistisch erzählend, singend und Klavier spielend unterwegs. Im Geiste immer mit dabei ihre Grossmutter Fritz aus Berlin, der sie inzwischen drei Programme gewidmet hat. Hinweise: Judith Bach – Portrait der Gewinnerin des Salzburger Stiers 2027: Sendung «Spasspartout» vom 7.10.2026. «Aus lauter Lebenslust» von Judith Bach vom 27.3.2020: Man kennt die Claire (alias Judith Bach) als die eine Hälfte des Duos Luna-Tic. Im Duo wirbelt die «Kleene mit de kurze Beene» seit mehr als zehn Jahren über die Schweizer Kleinkunstbühnen. Jetzt singt und plaudert sie zum ersten Mal alleine auf der Bühne. Die Links zu den Sendungen finden Sie unter «Mehr zum Thema».
Peter Mettlers Mammutfilm
2026/10/05
Ein filmisches Tagebuch in sieben Teilen, sieben Stunden lang: das ist «While The Green Grass Grows», das Opus Magnum des kanadisch-schweizerischen Filmemachers Peter Mettler. Warum Mettler so viel Zeit braucht und wie sich sieben Stunden Film anfühlen, ist Thema für den Kulturplatz Talk.
Ein Pferd entthront die Künstliche Intelligenz
2026/10/02
Kann ein Pferd denken? Die erstaunliche Geschichte des «Klugen Hans» vor über hundert Jahren führt direkt zu den grossen Fragen unserer Zeit: Wie funktionieren Bewusstsein und Künstliche Intelligenz? Darüber spricht Host Felix Münger mit dem Wissenschaftsjournalisten und Buchautor Reto U. Schneider. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts sorgte der «Kluge Hans» für Schlagzeilen: Das Berliner Pferd schien rechnen zu können und faszinierte Wissenschaft und Öffentlichkeit. In seinem neuen Buch «Das Pferd, das zu viel wusste» erzählt Reto U. Schneider die Geschichte dieses berühmten Tiers und zeigt, weshalb sie heute aktueller denn je ist: Nicht weil Hans tatsächlich rechnen konnte, sondern weil er uns die Augen öffnet für unsere Wahrnehmung und die Grenzen unseres Wissens. Kann die Künstliche Intelligenz tatsächlich denken? Oder täuscht sie uns, indem sie nur so tut, als ob? Buchhinweis: Reto U. Schneider: Das Pferd, das zu viel wusste. Wie der kluge Hans zu Weltruhm kam und heute die KI entzaubert. Molden, 2026.

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