
Werben im Podcast: Neustart
Bewertung
3von
Dieser Podcast hat
43 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
DIE ZEITExplizit
Nein
Erstellt am
2025/08/25
Neueste Episode
2026/09/24
Durchschnittsdauer
43 min.
Veröffentlichungsintervall
14 Tage
Beschreibung
Wir alle sind jeden Tag viele Stunden im Internet, manchmal, ohne es zu merken. Künstliche Intelligenz wird immer schlauer, soziale Netzwerke immer ätzender und Smartwatches wissen mehr über unsere Gesundheit als der Hausarzt. Aber mal ganz ehrlich: Wie gut verstehen wir die digitale Welt wirklich? Darum geht es in „Neustart“ dem Digitalpodcast der ZEIT. Jeden Donnerstag besprechen die Hosts Meike Laaff und Henrik Oerding, was gerade in der Digitalwelt passiert, und was das für die Offline-Welt bedeutet. Mit anderen Expertinnen aus der Redaktion reden sie über alles – von großen Konzernen zu kleinen Apps. Auch, aber nicht nur für Nerds.
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Was das Social-Media-Verbot der EU wirklich bringt
2026/09/24
Australien hat längst ein Social-Media-Verbot, Deutschland will eines.
Jetzt legt die Europäische Union nach: In der vergangenen Woche stellte
Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ihre Pläne für ein
entsprechendes Gesetz vor. Keine eigenen Social-Media-Konten für Kinder
unter 13 Jahren, Mini-Accounts für Jugendliche bis 15 und
Jugendschutzauflagen für Online-Gaming und KI-Chatbots stehen da unter
anderem drin.
Was die Europäische Union plant, sei einerseits folgerichtig – und
greife trotzdem an vielen Stellen zu kurz, kritisiert Lisa Hegemann,
Leiterin des Ressorts Digital, im ZEIT-Podcast Neustart. Im Gespräch mit
Neustart-Host Meike Laaff ordnet sie ein, warum die EU ein solches
Gesetz anstrebt, obwohl die Erfolge in Australien mau sind – und warum
die Technologien, die für Alterskontrollen zur Verfügung stehen, leider
wenig helfen.
Links zum Weiterhören und -lesen:
- Lisa Goldschmidtböing, Lisa Hegemann, Jakob von Lindern und Julius
Tröger (DIE ZEIT): So viel Zeit verbringen Teenies vor dem
Bildschirm – Minute für Minute
- Jochen Wegner und Lisa Hegemann (DIE ZEIT): Are our children happier
without social media, Jonathan Haidt?
- Lisa Hegemann (DIE ZEIT): Wie die EU das Internet für Kinder zähmen
will
- EU-Kommission (ec.europa.eu): Pressemitteilung zum EU Kids Act und
Gesetzesentwurf
- Lisa Hegemann (DIE ZEIT): »Ein riesiges Experiment«
- Chris Köver (netzpolitik.org): Dieses Gesetz macht es für Eltern
nicht besser, sondern schlimmer
- Instagram-Feed von Amaury Guichon
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Im ZEIT-Podcast »Neustart« ordnen die Hosts Henrik Oerding und Meike
Laaff mit ihren Kolleginnen und Kollegen ein, was gerade in der
Digitalwelt passiert – und was dies für die Offlinewelt bedeutet. Auch,
aber nicht nur für Nerds. Jeden zweiten Donnerstag erscheint eine neue
Folge. Dieser Podcast wird produziert von Pool Artists.
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Was Sam Altman wirklich über die Risiken von KI denkt
2026/09/17
Mehrere wichtige Firmenchefs in den USA haben sich für eine KI-Bremse
ausgesprochen – aus Sorgen um die Sicherheit. Einer von ihnen ist Sam
Altman, der Chef von OpenAI.
Gemeinsam mit dem Kollegen Johannes Dudziak hat unser KI-Korrespondent
Nicolas Killian den Mann hinter dem Chatbot ChatGPT kurz zuvor zum
Interview getroffen. Im ZEIT-Digitalpodcast »Neustart« erzählt Killian,
wo Altman die Risiken künstlicher Intelligenz sieht und wie er auf die
ausgebüxten KI-Agenten seiner Firma schaut. Das vollständige Gespräch
mit Altman ist in der aktuellen Ausgabe des ZEITmagazins (40/2026)
erschienen.
Im Gespräch mit »Neustart«-Host Meike Laaff analysiert Nicolas Killian,
warum die Debatte um KI-Sicherheit gerade jetzt hochkocht. Die beiden
sprechen über Sam Altmans Blick auf den Hugging-Face-Vorfall, bei dem
KI-Agenten von OpenAI aus einer sicheren Testumgebung ausbrachen und
mehrere Firmen attackierten. Sie erörtern, wie auch andere in den USA
auf die jüngsten Vorstöße zur KI-Bremse reagieren. Und sie sprechen über
die Frage von Regulierung und Altmans Ankündigung, den Börsengang von
OpenAI aufs kommende Jahr zu verschieben.
Links zum Weiterlesen und -hören:
- Johannes Dudziak und Nicolas Killian: »Ich bin Team Mensch« (Das
ausführliche Interview mit Sam Altman)
- Lisa Hegemann: Ihre Sorge: Eine Explosion der Intelligenz
- Nicolas Killian: »Der Staat muss eingreifen« (Interview mit
Microsoft-Gründer Bill Gates)
- Eva Wolfangel: Es ist wirklich so gefährlich, wie sie sagen
- Nicolas Killian und Meike Laaff: Gibt es die gute KI? Besuch beim
Claude-Entwickler Anthropic
- Nicolas Killian und Henrik Oerding: Wie das Silicon Valley wirklich
tickt
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iPhone Duo: Was das faltbare iPhone kann
2026/09/10
Seit Apple das erste iPhone vorgestellt hat, umgibt der Nimbus des
grandiosen Innovateurs das Unternehmen. Das war immer schon auch Folge
cleveren Marketings, und doch scheint der gute Ruf sich nicht
abzunutzen. Als das Unternehmen am Mittwochabend sein erstes faltbares
Smartphone, das iPhone Duo, vorstellte, waren die Social-Media-Kanäle
voll damit. Gerade so, als wäre es das erste faltbare Smartphone, das
jemals erschienen ist. Dabei bringt der große Konkurrent Samsung seit
mehr als sieben Jahren regelmäßig neue Iterationen seines Klapphandys
heraus.
Dass das iPhone Duo mit seinem reisepassartigen Format und den zwei
Bildschirmen (deswegen: Duo) so viele Menschen zu interessieren scheint,
liegt wahrscheinlich auch daran, dass Apple verspricht, dass es »anders«
ist als bisherige faltbare Smartphones. Vor allem auf eins ist das
Unternehmen merklich stolz: Den Falz soll das iPhone Duo besonders gut
kaschieren. Mit anderen Worten: Bei aufgeklapptem Bildschirm soll man
den Knick nicht mehr erkennen können.
Gadgetredakteur Henrik Oerding war für die ZEIT in Cupertino live bei
der Vorstellung des neuen iPhones dabei und durfte es schon einmal
ausprobieren. In einer neuen Folge des Digitalpodcasts »Neustart«
erzählt er Gastmoderatorin Lisa Hegemann, warum ihn besonders die
Details des neuen Geräts überzeugen und wieso dennoch die neuen nicht
faltbaren iPhone-Modelle, die Apple am Mittwochabend ebenfalls
vorgestellt hat, möglicherweise die größeren Kassenschlager werden
könnten. Außerdem reden sie über Henriks Begegnung mit dem Mann, der das
Apple-Event das erste Mal präsentierte, dem neuen CEO John Ternus.
Im »Rabbithole der Woche« geht es dieses Mal um Zahnzwischenräume. Die
soll die neue Dyson-Zahnbürste nämlich besonders gut säubern. Zumindest,
wenn man bereit ist, einen stattlichen Preis zu zahlen.
Zum Weiterlesen:
- Henrik Oerding: »Ein iPhone zum Falten? Könnte klappen«
- Henrik Oerding, Lisa Hegemann: »Apple stellt faltbares iPhone vor«
- Eike Kühl: »Ein echter Ingenieur für Apple«
- Henrik Oerding: »Klappt schon ganz gut«
- Henrik Oerding: »Das sind die interessantesten und absurdesten
Gadgets der IFA«
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Im ZEIT-Podcast »Neustart« ordnen die Hosts Henrik Oerding und Meike
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»GTA 6« – auf dieses Videospiel wartet die Welt seit 13 Jahren
2026/08/28
Das am sehnlichsten erwartete Kulturprodukt des Jahres ist kein Film,
keine Serie, kein Buch. Sondern ein Computerspiel. Seit 13 Jahren warten
Fans auf den neuen Teil von »Grand Theft Auto (GTA)«. Nun soll er im
November endlich kommen.
»Grand Theft Auto« setzte mit seiner detailverliebten offenen Welt, dem
Gangster-Setting und seiner US-Gesellschaftskritik immer wieder Maßstäbe
dafür, was Spiele alles erzählen können. »GTA 5«war das sich am
schnellsten verkaufende Unterhaltungsprodukt der Geschichte.
Henrik Oerding hat bereits einen ersten Blick auf das »GTA 6« werfen
können. Der Games-Redakteur der ZEIT hat den Entwickler Rockstar im
schottischen Edinburgh besucht und ist mit dem Chefentwickler Rob Nelson
schon einmal ins Spiel eingetaucht. In der neuen Folge des
ZEIT-Digitalpodcasts »Neustart« erzählt er der Moderatorin Meike Laaff,
was ihm besonders gut gefallen hat, was passiert, wenn man seinen
Protagonisten zu viel Fastfood futtern lässt – und er erklärt, wie aus
einer Spielreihe übers Autoklauen ein derart gigantisches
Popkulturphänomen wurde.
Im »Rabbit-Hole der Woche« berichtet Henrik Oerding von seinem Ausflug
in die Welt der Klapphandys. Und verrät, warum besonders das
ungewöhnliche Format des Samsung Galaxy Z Fold 8 es ihm angetan hat.
Zum Weiterlesen:
- Neues »GTA 6«-Video: »Grand Theft Auto VI – ein ausführlicher Blick«
- Henrik Oerding: »Auf dieses Videospiel wartet die Welt seit 13
Jahren«
- Henrik Oerding und René Wiesenthal (Video): »Wir haben mehr gesehen
als den Netflix-Trailer – drei Erkenntnisse«
- Henrik Oerding: »Zur Karre, zur Freiheit«
- Denis Gießler: »Auf dieses Lebenszeichen haben sehr viele sehr lange
gewartet« (über den GTA-6-Trailer von 2023)
- Achim Fehrenbach: »GTA 5 – große Gangster, große Welt«
- David Hugendick: »Der Himmel ist leer« (über »Red Dead Redemption
2«)
- Henrik Oerding: »Klappt schon ganz gut«
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Skibidi, 6-7, Pepe? Wie Memes längst nicht nur das Netz regieren
2026/08/13
Eine mürrisch guckende Katze, ein Frosch namens Pepe, Köpfe, die aus
Toilettenschüsseln emporsteigen, und eine Zahlenfolge, mit der Kinder
Lehrkräfte zur Verzweiflung treiben: Memes wirken auf den ersten Blick
wie beiläufige Gags, doch dahinter steckt eine der größten politischen
Kräfte im Netz. Davon ist Magdalena Pulz überzeugt. Sie ist freie
Journalistin und Host beim Podcast »Browser History«, in dem es um
legendäre Internetgeschichten geht. Als Meme-Fachfrau ist Pulz
überzeugt: Memes entscheiden mit über Wahlen. Es ist kein Zufall, dass
Donald Trump sie ganz selbstverständlich benutzt. Und sie erzählt auch:
In Indien haben sie in diesem Jahr zum Rücktritt eines Ministers
beigetragen.
Gemeinsam mit »Neustart«-Host Henrik Oerding bespricht sie, wie aus
Memes politische Werkzeuge geworden sind. Waren das nicht ungefähr
gestern noch tanzende Babyanimationen gewesen?
Die beiden gehen der Frage nach, was ein Meme überhaupt zum Meme macht
und weshalb hinter den lustigsten Bildern manchmal tragische Geschichten
stecken. Sie sprechen über die dunkle Seite der Memekultur – über
Provokation und Wut als Köder für Aufmerksamkeit, über russische
Trollarmeen und darüber, wie der Streit über die Rettung des in der
Ostsee gestrandeten Buckelwals Timmy zu einem regelrechten Meme-Krieg
wurde. Außerdem diskutieren sie, warum gerade das Hässliche in der
Netzkultur wieder Konjunktur hat – und ob die ältere Generation von
Meme-Lords tatsächlich Probleme hat, die jüngere überhaupt noch zu
verstehen.
Im Rabbit-Hole der Woche erzählt Magdalena Pulz von einem der frühesten
deutschen Memes: dem Staplerfahrer Klaus.
Zum Weiterhören und -lesen:
- »Browser History«: der Podcast von Magdalena Pulz und Dennis Kogel
- »Browser History« (mit Henrik Oerding): 50 Jahre Apple – die Firma,
die niemand kaufen wollte
- Alles Memes zum Nachlesen in der Meme-Datenbank Know Your Meme
- Rose Tremlett (DIE ZEIT): Warum Ihr Kind wegen einer Nummer
ausrastet
- Rose Tremlett (DIE ZEIT): Die große Meme-Rückkehr
- Sara Geisler und Noelle Konate (DIE ZEIT): »Ich war auch mal ein
Klingelton«
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So gefährlich war der OpenAI-Vorfall wirklich
2026/07/30
Es klingt wie eine Szene aus einem Science-Fiction-Film: Eine künstliche
Intelligenz (KI) verselbstständigt sich und tut Dinge, die niemand von
ihr verlangt hat. Vergangene Woche berichtete das ChatGPT-Unternehmen
OpenAI in einem Blogpost, dass mehrere seiner Modelle in einer
Testumgebung genau das getan haben: Sie brachen aus der isolierten
Umgebung aus und führten einen Cyberangriff auf die Server des
Unternehmens Hugging Face durch – unaufgefordert. Ist das der Moment, in
dem die Warnungen der sogenannten Doomer – also der Menschen, die den
Weltuntergang durch KI vermuten – wahr werden?
Neustarthost Henrik Oerding spricht mit ZEIT-Cybersicherheitsexpertin
Eva Wolfangel darüber, was in dem Test wirklich vorgefallen ist. Sie
sprechen darüber, ob Nick Bostroms Gedankenexperiment vom Paperclip
Maximizer hier taugt, was das über die versprochene Zukunft der
selbstständigen KI-Agenten sagt und welche realen Gefahren sich bei dem
Vorfall zeigen. Außerdem diskutieren sie, wie viel an der Sache
Marketing ist, was nun Europas Rolle sein könnte und was der Fall über
OpenAI verrät, das wohl eine Woche lang nichts von dem Ausbruch
mitbekam.
Diese Folge wurde am 29. Juli 2026 aufgenommen. Danach wurde bekannt,
dass die OpenAI-Modelle im gleichen Test noch vier weitere Onlinedienste
attackiert hatten.
Zum Weiterlesen:
- Eva Wolfangel (DIE ZEIT): Es ist wirklich so gefährlich, wie sie
sagen
- Eva Wolfangel (DIE ZEIT): Höchste Zeit
Im Rabbit-Hole der Woche geht es um Tilly Norwood: Die
»KI-Schauspielerin« soll bald in Filmproduktionen mitspielen. Wer steckt
dahinter, und was heißt das für die Filmindustrie?
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Wie das Silicon Valley wirklich tickt
2026/07/16
Das Silicon Valley steht wie kein anderer Ort für die Zukunft: Hier
sitzen Techunternehmen wie Google, Apple oder OpenAI, dazu unzählige
Start-ups. Von hier kommt ein Großteil der Technik, die wir täglich
nutzen, vom iPhone über Instagram bis zu ChatGPT. Der gesellschaftliche
und wirtschaftliche Hype um künstliche Intelligenz verändert diese
Region gerade massiv: Wie denkt man dort über die Gegenwart – und vor
allem über die Zukunft?
Neustarthost Henrik Oerding spricht mit Nicolas Killian,
ZEIT-Korrespondent in San Francisco, über das Weltbild des Silicon
Valley. Die beiden reden darüber, was Deutschland über die Techbranche
regelmäßig falsch versteht, wie der KI-Boom San Francisco verändert und
was Artificial General Intelligence (AGI) und Singularität sind, über
die dort so viele reden. Sie sprechen über rivalisierende Fraktionen in
der KI-Welt, von Doomern über effektive Altruisten bis zu
Akzelerationisten. Außerdem ordnen sie ein, wo diese politisch stehen,
und diskutieren, wie man im Valley auf Europas Wunsch nach digitaler
Souveränität und auf China blickt.
Im Rabbit-Hole der Woche erzählt Henrik Oerding von Gadgets, die den
Sommer besser machen. Darunter: das vielleicht vernünftigste
Smarthome-Gadget, ein Sensor, der teure Wasserschäden verhindern soll.
In der vorherigen Folge: Braucht Europa ein eigenes ChatGPT?
Zum Weiterhören: Wann fährt mich endlich ein Robotaxi nach Hause?
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Braucht Europa ein eigenes ChatGPT?
2026/07/02
Spitzen-KI aus den USA gibt es erst mal nur für Staatsbürger: Das ist
offenbar der Kurs, auf den die Trump-Regierung setzt. Schon vor einigen
Wochen entschied sie, dass Mythos, das Spitzenmodell der KI-Entwickler
Anthropic, Ausländern nicht mehr zur Verfügung stehen darf. Und auf
Geheiß der Regierung darf nun auch GPT 5.6, die neueste Entwicklung des
Konkurrenten OpenAI, nur von ausgewählten US-Firmen genutzt werden.
Mythos und die abgespeckte Variante für die breite Öffentlichkeit, Fable
5, sind seit dieser Woche wieder freigegeben. Für Europa ist das Ganze
dennoch eine bedrohliche Situation. Denn hierzulande hängt im KI-Sektor
fast alles an Modellen aus den USA.
Wie können sich die EU und Deutschland aus dieser Lage befreien? Wie
kann auch die hiesige Wirtschaft sicher vom KI-Boom profitieren? Fehlt
es hierzulande an einem eigenen KI-Spitzenmodell – oder sollten sich
europäische Firmen lieber auf Nischen-Anwendungen spezialisieren? All
diese Fragen zur richtigen KI-Strategie bespricht Neustart-Host Meike
Laaff mit dem Digital-Ressortleiter Jakob von Lindern.
Sie reden darüber, welche KI-Fähigkeiten Europa eigentlich schon hat,
was noch fehlt – und was genau an diesen Leerstellen gefährlich ist.
Jakob von Lindern erklärt, warum er das ständige Reden von einer
Jahrhundertanstrengung im KI-Bereich für etwas überzogen hält und
berichtet von eustella, einer neuen KI-App aus Österreich, die eine
unabhängigere Chatbot-Alternative aus Europa werden will.
Im Rabbithole der Woche erzählt Jakob von Lindern vom wundersamen
Aufstieg von Freddy, einem deutschen Fußballfan, der auf der Plattform X
begeistert seine WM-Reise durch die USA dokumentiert. Was wiederum
US-Amerikaner so elektrisiert, dass seine euphorischen Posts über
Countrymusik, Fast-Food-Ketten und die schiere Größe von Tankstellen
millionenfach angesehen werden.
Links zum Weiterlesen:
- Eva Wolfangel (DIE ZEIT): »Es kann eine gefährliche Waffe sein«
- Jakob von Lindern (DIE ZEIT): »Donald Trump zeigt, dass er am
längsten KI-Hebel sitzt«
- Rose Tremlett (DIE ZEIT): »WWW-Weltmeisterschaft«
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Kann Apple mit der neuen Siri noch aufholen?
2026/06/11
Vor zwei Jahren kündigte Apple an, seine Sprachassistentin Siri solle
schlauer werden – und dann passierte lange nichts. Jetzt, nach der
Apple-Entwicklerkonferenz WWDC, soll sie wirklich kommen. Die neue
Version von Siri soll Weltwissen beherrschen, den Bildschirm seiner
Nutzerinnen und Nutzer verstehen, auf persönliche Daten wie Kalender und
Mails zugreifen und selbst Aktionen auf dem Gerät ausführen. Hat Apple
damit einen Knaller präsentiert – oder hinkt der Konzern der Konkurrenz
nur hinterher?
»Neustart«-Host Meike Laaff spricht mit ZEIT-Digitalredakteur Henrik
Oerding in Cupertino, Kalifornien, wo er die WWDC besucht hat. Die
beiden gehen der Frage nach, warum die KI-Aufholjagd bei Apple so lang
gedauert hat, was die neue Siri wirklich kann – und warum sie
ausgerechnet auf Googles KI-Modell Gemini aufbaut. Sie diskutieren,
weshalb Software-Chef Craig Federighi gegen OpenAI austeilte – und warum
Nutzerinnen und Nutzer in Europa die neue Siri vorerst nicht aufs iPhone
bekommen.
Im Rabbithole der Woche spricht Henrik Oerding über smarte
Kaffeemaschinen, die er für die ZEIT getestet hat. Das sind
halbautomatische Geräte, die einem das mühselige Einstellen abnehmen
sollen – Henrik aber erzählt: Manchmal ist manuelles Kaffeemachen doch
einfach schöner.
Zum Weiterlesen und -schauen:
- Henrik Oerding (DIE ZEIT): Das sind die Neuheiten von Apple
- Henrik Oerding (DIE ZEIT): Jetzt muss Siri Gas geben
- Henrik Oerding (DIE ZEIT): Wie smart kann eine Siebträgermaschine
sein?
- Ausschnitte von einem Pressebriefing der EU-Kommission (YouTube)
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Die traurigste Ecke des Internets
2026/06/04
Seit Jahren schon formiert sich im Internet ein Club der Hoffnungslosen:
Männer, meist jung und heterosexuell, die keine Partnerin für Sex und
Liebesbeziehung finden, obwohl sie sich das wünschen. Sie halten sich
für zu hässlich, zu schüchtern, zu wenig liebenswert, als dass sich
jemals etwas daran ändern könnte. Incels nennen sie sich: involuntarily
celibates – unfreiwillig sexuell enthaltsam. Oft schlägt diese
Selbstdiagnose in Selbsthass um, in Wut auf die schönheitsfixierte
Oberflächlichkeit des Online-Dating-Marktes – bei vielen auch in den
Hass auf Frauen. Spätestens seit dem Erfolg der Netflix-Serie
»Adolescence« hat diese digitale Subkultur größere Bekanntheit erlangt.
Nur: Was genau sind eigentlich Incels? Was treibt sie um – und vor
allem: In welchem Verhältnis stehen sie zum Hass auf Frauen im Analogen
und Digitalen? Wie nihilistisch ist das Weltbild, auf das man in ihren
Kreisen trifft, wie viel Angst vor ihnen ist angebracht – und welche
Aussagen lassen sich überhaupt über ihre sehr diverse digitale Community
treffen? Oft wird nur über die Szene gesprochen. Philipp Daum, Redakteur
im Ressort X, hat den Kontakt zu Incels aufgenommen, mit ihnen über ihre
Welt, ihr Frauenbild und ihre Hoffnungslosigkeit gesprochen. Mit
Podcast-Host Meike Laaff bespricht er, was die Incel-Kultur ausmacht,
welche Rolle das Netz für sie spielt und wo ihre Probleme die Probleme
des digitalen Mainstreams berühren.
Im Rabbithole der Woche berichtet Philipp Daum, wie er bei der
Vorbereitung auf die Fußball-WM zurück zu den Wurzeln kehrt – und sich
ein Panini-Sammelheft für Kicker-Sticker besorgt hat.
Zum Weiterlesen:
- Philipp Daum (DIE ZEIT): »Die Könige der Loser«
- Studie vom britischen Evolutionspsychologen Andrew Thomas und
Kollegen über Incels aus dem Jahr 2025: »The Dual Pathways
Hyptothesis of Incel Harm: A Model of Harmful Attitudes and Beliefs
Among Involuntary Celibates«
[Incels: Die traurigste Ecke des Internets]
Künstliche Intelligenz ist die wichtigste Technologie unserer Zeit. Aber
auch ein riesiger Hype. Wie man echte Durchbrüche von hohlen
Versprechungen unterscheidet, lesen Sie in unserem KI-Newsletter.
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Wie retten wir denn jetzt das gute Internet?
2026/05/21
Das Internet war mal besser – zumindest fühlt es sich für viele so an.
Statt Blogs und Foren, statt den Utopien von Demokratisierung durch
offenere Kommunikation im Digitalen dominieren heute Tech-Oligarchen,
algorithmische Feeds und mittels künstlicher Intelligenz (KI)
generierter Billig-Content. »Never gonna give you up« lautete das Motto
der diesjährigen Digitalkonferenz re:publica, die diese Woche in Berlin
stattfand. Nur: welche Ideen hört man denn dort, die das Ruder
herumreißen?
Die Neustart-Hosts Meike Laaff und Henrik Oerding blicken in dieser
Folge auf die re:publica 2026. Laaff berichtet von der Keynote der
US-Journalistin Karen Hao, die trotz KI-Kritik Hoffnung in Widerstand
gegen Tech-Konzerne sieht. Die beiden sprechen über Cory Doctorows
Vision eines enshittification-resistenten Internets und über die
Forderung der italienischen Digitalvordenkerin Francesca Bria nach
eigener europäischer Technologie vom Chip bis zur Plattform. Sie
besprechen, warum sich Sascha Lobo, Markus Beckedahl und Katharina Nocun
schon im Vorfeld der Konferenz über die Frage nach mehr oder weniger
Regulierung in die Haare kriegen – und was die amerikanische
Tech-Journalistin Taylor Lorenz gegen Social-Media-Verbote für
Minderjährige einwendet.
Im Rabbithole stellt Henrik Oerding Amazons neue Alexa+ vor: Sie ist
schlauer als die alte Version, aber hat aber doch einige Haken.
Zum Weiterlesen und -schauen:
- Interview mit Sascha Lobo, Markus Beckedahl und Katharina Nocun (DIE
ZEIT): »Wir sind in einer Dystopie gelandet«
- Cory Doctorow (DIE ZEIT): Die Verschlimmscheißerung von allem
- Cory Doctorow: Vortrag auf der re:publica 26
- Karen Hao: Vortrag auf der re:publica 26
- Taylor Lorenz: Vortrag auf der re:publica 26
- Neustart (DIE ZEIT): Das richtet Social Media im Gehirn an
- Henrik Oerding (DIE ZEIT): Alexa ist jetzt schlau. Na ja, zumindest
schlauer
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Die neue Kriegsbereitschaft des Silicon Valley
2026/05/07
Es ist nicht sonderlich lange her, da war die Mitarbeit an Technologie
für Militärs und Kriege eine Aufgabe, auf die viele Menschen im Silicon
Valley nicht sonderlich erpicht waren. Interne Proteste gegen das
Pentagon-Projekt Maven zum Beispiel waren 2017 bei Google so groß, dass
die Firmenleitung die Zusammenarbeit nicht verlängerte.
Heute dagegen wirkt die Zusammenarbeit sehr viel selbstverständlicher
als noch vor einigen Jahren: Große Tech- und KI-Firmen schließen
reihenweise lukrative Vereinbarungen mit dem US-Kriegsministerium und
der Armee ab, Firmenchefs wie Palantir-Geschäftsführer Alex Karp äußern
sich zutiefst patriotisch, und neue Verteidigungstechnologiefirmen wie
der Drohnenbauer Anduril wachsen rasant.
In einer neuen Folge des ZEIT-Digitalpodcasts Neustart spricht
Digitalredakteur Titus Blome mit Host Meike Laaff, warum sich dahinter
nicht unbedingt ein Richtungswechsel verbirgt, sondern es eine Art
Rückkehr des Silicon Valley zu seinen Wurzeln ist – und warum die
Entwicklung so große Risiken birgt.
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Laaff mit ihren Kolleginnen und Kollegen ein, was gerade in der
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Wie gefährlich ist Anthropics geheimes KI-Modell wirklich?
2026/04/23
Wenn es ein neues KI-Modell gibt, geben Firmen gerne damit an, was das
Modell nun alles besser können soll als seine Vorgänger. Nutzer und
Expertinnen können das dann zügig überprüfen. Anders bei Anthropic: Sein
neues Modell Claude Mythos will das Unternehmen nicht veröffentlichen.
Der Grund: Claude Mythos sei zu gefährlich. Nur knapp 50 ausgewählte
Organisationen – darunter Apple, Google und Microsoft – haben im Rahmen
des sogenannten Project Glasswing Zugang dazu erhalten. Das heißt, die
Behauptungen lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Können sie
stimmen?
Neustart-Host Henrik Oerding spricht mit ZEIT-Cybersicherheitsexpertin
Eva Wolfangel, die sich die Veröffentlichungen von Anthropic zum neuen
Modell genauer angeschaut hat. Die beiden unterhalten sich darüber,
warum die National Security Agency der USA Mythos offenbar nutzt, obwohl
das Pentagon Anthropic zuletzt als Lieferkettenrisiko eingestuft hat.
Sie diskutieren, wie Anthropic vom Narrativ des »gefährlichsten Modells«
profitieren könnte, warum BSI-Chefin Claudia Plattner von einem
»Paradigmenwechsel« spricht – und weshalb mehr als 80 Prozent aller
Cyberangriffe gar keine ausgefeilte KI brauchen.
Im Rabbithole spricht Eva Wolfangel darüber, wie die Demokratisierung
des Programmierens durch KI neue Sicherheitsrisiken schafft: wenn jeder
eine App bauen kann, aber niemand prüft, ob der Code sicher ist.
Zum Weiterlesen:
- Eva Wolfangel (DIE ZEIT): »Es kann eine gefährliche Waffe sein«
- Haya Schulmann, Michael Waidner (FAZ): Wie bedrohlich ist das neue
KI-Modell Mythos wirklich?
- Maria Curi, Sam Sabin (Axios): NSA using Anthropic's Mythos despite
blacklist
- Davi Ottenheimer: Verification is collapsing trust in Anthropic
- Anthropic: System Card zu Claude Mythos (PDF)
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Wie KI das Internet zumüllt
2026/04/09
Das Internet ist voll mit Grütze. Nicht mit der, die schon immer da war,
sondern neuer Grütze, und zwar Unmengen davon: Videos von Katzen, die
Spiegeleier braten. Texte, die wissenschaftlich klingen, aber eigentlich
inhaltsleer sind. Bilder von Shrimp-Jesus, Songs, für die kein Künstler
je zum Instrument gegriffen hat. Oder ein Video von einem KI-generierten
Donald Trump, der mit einem Kot-Bomber über Demonstranten fliegt. Alles
davon ist erschaffen von künstlicher Intelligenz: sogenannter AI-Slop.
Analysen stellen fest, dass es immer mehr davon gibt. Ist das harmlose
Berieselung – oder ein echtes Problem?
Die "Neustart"-Hosts Meike Laaff und Henrik Oerding sortieren in dieser
Folge, wo AI-Slop nur albern ist und wo er gefährlich werden kann. Sie
sprechen darüber, warum Forscher von "Slopaganda" sprechen, wie
KI-generierte Lego-Videos zur diplomatischen Waffe werden und was Slop
mit Billigprodukten aus der Vergangenheit gemeinsam hat. Die beiden
diskutieren, was das Aus der OpenAI-Videoplattform Sora bedeutet, warum
Gamer wütend auf Nvidia sind – und ob der Begriff AI-Slop selbst
vielleicht schon ein Zeichen von Gegenwehr ist.
Im Rabbithole stellt Henrik Oerding die Website youraislopbores.me vor –
einen Chat, in dem nicht KI antwortet, sondern echte Menschen.
Zum Weiterlesen:
- DIE ZEIT: Stopp den Slop
- DIE ZEIT: Unendlicher Spaß
- DIE ZEIT: Künstlich befruchtet
- "404 Media": Iran Is Winning the AI Slop Propaganda War
- "The New York Times": Who’s a Better Writer: A.I. or Humans? Take
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Digitale Gewalt: Warum es so schwer ist, gegen Deepfakes vorzugehen
2026/03/26
Mehr als 90 Prozent aller täuschend echt aussehenden Videos im Netz
zeigen pornografische Inhalte – etwa 99 Prozent davon Frauen. Was tun
gegen diese Deepfakes und die digitale Gewalt, die vor allem Frauen
erfahren? Auf diese Frage will die Politik in dieser Woche eine Antwort
finden – Bundesjustizministerin Stefanie Hubig hat dafür einen
Gesetzesentwurf angekündigt.
Das Thema digitale Gewalt ist wieder ganz oben auf der Tagesordnung
gelandet, seit die Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes
öffentlich schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen erhoben
hatte. Fernandes beschuldigt Ulmen, in ihrem Namen mit anderen Männern
gechattet und vermeintliche Nacktfotos und Videos von ihr mit ihnen
geteilt zu haben. Darüber hatte der Spiegel zuerst berichtet. Christian
Ulmen lässt die Vorwürfe über seinen Anwalt bestreiten.
Seit Jahren kämpft Fernandes gegen gefälschte Pornobilder im Internet,
sogenannte Deepfakes. Ein Gericht in Spanien bestätigte der ZEIT am
Freitag, dass ein Vorverfahren gegen Ulmen geführt werde, nachdem
Fernandes Anzeige erstattet hatte.
Schon zuvor hatten die massenhafte Verbreitung von sexualisierten
KI-Bildern, die Elon Musks Chatbot Grok generierte, und der Fall einer
jungen Studentin, die gegen sexualisierte KI-Nacktbilder Anzeige
erstattete, Aufmerksamkeit für das Thema digitale Gewalt geschaffen, das
in Deutschland laut einer Studie viele Frauen betrifft.
Wie kann man sich gegen sexualisierte Deepfakes im Netz wehren? Was
genau soll sich nun ändern? Welchen Schutz gibt es – und welche Rolle
spielen Männer in der Debatte um Gewalt gegen Frauen im Netz?
ZEIT-Volontär David Will und Lisa Hegemann, Ressortleiterin Digital der
ZEIT, besprechen die juristischen und gesellschaftlichen Dimensionen
digitaler Gewalt mit Neustart-Host Meike Laaff.
Im Rabbit Hole der Woche erzählt Lisa Hegemann von ihrer Recherche zum
Thema Emojis und wie sie verschiedenen Generationen dabei helfen, sich
misszuverstehen.
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