Werben im Podcast: Irgendwas mit Nachhaltigkeit?
Dieser Podcast hat
80 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
Nils GiesenExplizit
Nein
Erstellt am
2025/09/01
Neueste Episode
2026/10/12
Durchschnittsdauer
82 min.
Veröffentlichungsintervall
9 Tage
Beschreibung
„Irgendwas mit Nachhaltigkeit?“ ist ein Podcast über Nachhaltigkeit, Transformation und den ganzen anderen Kram, der sich leider nicht davon trennen lässt. Klima, Wirtschaft, Politik, Technologie, Gesellschaft und Macht. Mal erklärend, mal im Gespräch mit Gästen. Kritisch, verständlich, persönlich und gelegentlich unangemessen zynisch. Keine einfachen Antworten. Dafür Fakten, Meinung, Geschichten und Einordnung mit Haltung. irgendwasmitnachhaltigkeit.de
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S3 E22 - Die mit dem Kamin
2026/10/12
Es wird wieder kälter. Beim Gas denken viele an Versorgungssicherheit, beim Heizöl an die nächste Rechnung. Holz liegt im Schuppen. Warum also nicht einfach damit heizen?
Weil der Schornstein zur Rechnung gehört. Was im Wohnzimmer Wärme und Gemütlichkeit bringt, kann draußen die Luft der Nachbarschaft belasten. Und „Bäume wachsen nach“ beantwortet noch nicht die Klimafrage. Entscheidend ist auch, welches Holz verbrannt wird, was es tatsächlich ersetzt und wie viel Zeit der Wald braucht.
Jörg Kachelmann beispielsweise kritisiert Holz- und Pelletöfen seit Jahren lautstark. Wie groß ist ihr Beitrag zum Feinstaub? Was zeigen Messstationen und was zeigen sie uns nicht? Wo liegen die Unterschiede zwischen offenem Kamin, altem Ofen und Pelletheizung? Und was lässt sich ändern, wenn der Ofen schon im Haus steht?
Shownotes
Zahlen und Einordnung:
Das Umweltbundesamt beziffert für 2024 die PM2,5-Emissionen aus allen kleinen Feuerungsanlagen auf 15,4 Tausend Tonnen, davon 14,2 Tausend Tonnen aus Holz. Das sind Emissionen, keine persönliche Dosis. Holzrauch trägt laut UBA typischerweise etwa 10 bis 20 Prozent zur winterlichen Feinstaubkonzentration bei; lokal kann das abweichen. Die WHO empfiehlt für PM2,5 fünf Mikrogramm pro Kubikmeter im Jahresmittel. Das ist ein gesundheitlicher Leitwert, kein geltender deutscher Grenzwert.
Quellen:
Jörg Kachelmann, X-Beitrag vom 11.03.2025:https://x.com/Kachelmann/status/1899552030102090017RONZHEIMER., Gespräch mit Jörg Kachelmann vom14.08.2026, ab 43:19:https://ronzheimer.podigee.io/804-der-grosse-hitze-irrtum-der-deutschen-mit-jorg-kachelmannUBA, Emissionen aus Kleinfeuerungsanlagen, Inventar 2024 / Submission 2026: https://www.umweltbundesamt.de/daten/umweltzustand-trends/luft/emissionen-emissionsminderung-beiUBA, Feinstaub aus Kaminen und Holzöfen,Quellenzuordnung: https://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/luftschadstoffe/feinstaub/feinstaubemission-aus-kaminen-holzoefenUBA, Fragen und Antworten zu Holzfeuerungen: https://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/emissionen-von-luftschadstoffen/quellen-der-luftschadstoffe/fragen-antworten-weiterfuehrende-informationen-zuUBA, Kleinfeuerungsanlagen und Bestandszahlen: https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/industriebranchen/feuerungsanlagen/kleinfeuerungsanlagenUBA, Heizen mit Holz: https://www.umweltbundesamt.de/themen/heizen-holzWHO, Global Air QualityGuidelines 2021: https://www.who.int/westernpacific/publications/i/item/9789240034228EU, Luftqualitätsrichtlinie 2024/2881: https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/?uri=CELEX:32024L2881EU-Kommission/JRC, Wald-Bioenergie: https://joint-research-centre.ec.europa.eu/jrc-news-and-updates/environmental-sustainability-energy-generation-forest-biomass-2021-01-26_en1. BImSchV: https://www.gesetze-im-internet.de/bimschv_1_2010/BJNR003800010.html
S3 E21 - Die mit dem Meer
2026/10/05
Das Meer sieht aus wie immer. Nur ist Vertrautheit leider kein Messinstrument.
Auf Borkum war ich dutzende Male, auf Helgoland vielleicht zwei- oder dreimal. An der Nordsee selber? Kann ich gar nicht mehr zählen. Diesmal führt der Weg von der vertrauten Nordseeküste zu einer weniger vertrauten Frage: Was passiert mit einem Meer, das einen großen Teil unserer zusätzlichen Wärme und einen Teil unseres Kohlendioxids aufnimmt?
Ich folge dieser Frage ins Mittelmeer, zu veränderten Lebensräumen, zur Chemie unter der Oberfläche und zu den Folgen an Land. Warum können Tiere in warmem Wasser verhungern, obwohl sie die Temperatur eigentlich aushalten? Was haben Medicanes mit dem Meer zu tun, und weshalb reicht warmes Wasser allein für einen Sturm nicht aus? Und wann hilft ein Schutzgebiet tatsächlich?
Eine Folge über unsichtbare Veränderungen, sehr sichtbare Abhängigkeiten und die begründete Hoffnung, dass Entlastung etwas bewirken kann. Mit Messungen aus der Nordsee, Forschung zu Fischerei und Meereschemie sowie konkreten Erholungsbeispielen aus Schottland und Frankreich.
Das Meer nimmt uns viel ab. Es nimmt uns nicht die Folgen ab.
Shownotes/Quellen:
Nordsee-Sommer 2026 | Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie:https://www.bsh.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE-ohne-EN/2026/Pressemitteilung-2026-07-09.htmlDer Ozean im globalen Energiehaushalt | WMO, State of theGlobal Climate 2025:https://wmo.int/publication-series/state-of-global-climate/state-of-global-climate-2025Mittelmeer: Erwärmung, Arten und Extremwetter —Deutschlandfunk:https://www.deutschlandfunk.de/mittelmeer-klimawandel-erwaermung-artensterben-extremwetter-100.htmlMedicane-Prognose | Spektrum:https://www.spektrum.de/news/wetterphaenomen-mittelmeerstaaten-droht-ein-medicane/2344642Medicane Daniel 2023 | ECMWF:https://www.ecmwf.int/en/newsletter/179/earth-system-science/medicane-daniel-extraordinary-cyclone-devastating-impactsOzeanversauerung erklärt | NOAA:https://www.noaa.gov/education/resource-collections/ocean-coasts/ocean-acidificationÜberdüngung der Ostsee | HELCOM:https://stateofthebalticsea.helcom.fi/findings/pressures/pollution/eutrophication/Fangrückgänge und kombinierte Klimaextreme | Cheung et al.,Nature Communications (2026):https://www.nature.com/articles/s41467-026-77077-zUneinheitliche Wirkungen auf bodennahe Fischgemeinschaften | Fredston et al., Nature (2023):https://www.nature.com/articles/s41586-023-06449-yErholung in Loch Carron | NatureScot:https://www.nature.scot/flame-shell-beds-make-full-recovery-after-marine-protected-area-designationMeeresschutz und Calanques | Französische Nationalparks, Presseunterlagen 2025:https://www.parcsnationaux.fr/sites/parcsnationaux.fr/files/2025-06/DP_annee_mer_UNOC_parcs_nationaux.pdf
S3 - E20 - Die mit dem Eigentum auf Widerruf
2026/09/28
Bezahlt. Ausgepackt. Abhängig.
Gehört dir. Sagt zumindest die Rechnung.
Die Waschmaschine steht bei dir. Über ihre Zukunft entscheidet womöglich der Preis eines Ersatzteils. Bei vernetzten Geräten redet auch noch ein fremder Server mit. Eigentum mit Mitbewohnern. Die zahlen nur keine Miete.
In dieser Folge von „Irgendwas mit Nachhaltigkeit?“ geht es darum, warum Kaufen oft erstaunlich einfach ist – und Behalten zur organisatorischen Zusatzqualifikation wird.
Wir schauen auf Reparaturrechnungen, die vernünftige Menschen zum Wegwerfen bringen, und auf die Frage, wann längere Nutzung der Umwelt tatsächlich hilft. Auf ältere Nest-Thermostate, denen die App-Anbindung abhandenkam. Und darauf, was die neuen Reparaturregeln in Deutschland verändern.
Denn zwischen „Das gehört mir“ und „Darüber kann ich bestimmen“ passt inzwischen eine ziemlich lange Geschäftsbeziehung.
S3 E19 - Die ohne Jobs
2026/09/21
IRGENDWAS MIT NACHHALTIGKEIT?
S3 E18 - Die ohne Jobs
Im März habe ich hier eine Folge über „Jobs mit Sinn“ gemacht. (Staffel 2, Folge 18..)
Über Nachhaltigkeitsjobs, einen boomenden Arbeitsmarkt, erste Zeichen der Ernüchterung und die Frage, ob Nachhaltigkeit überhaupt ein eigener Beruf sein muss.
Sechs Monate später ist es Zeit für die Fortsetzung.
Diesmal geht es um die... nunja die ohne Jobs.
Denn irgendetwas ist in den letzten zwei Jahren gekippt. Nachhaltigkeitsabteilungen werden kleiner, Budgets enger, Projekte verschoben und aus dem regulatorischen Rückenwind der letzten Jahre ist spätestens mit dem Omnibus ein ziemlich kräftiger Gegenwind geworden. Gleichzeitig ist die Arbeit erstaunlicherweise nicht verschwunden.
PPWR, Lieferketten, Scope 3, Energie, Rohstoffe, Kundenanforderungen, Klimarisiken, EcoVadis, SBTi, Produktdaten und geopolitische Abhängigkeiten interessieren sich nur begrenzt dafür, ob gerade noch jemand „Sustainability Manager“ auf der Visitenkarte stehen hat.
Ausgangspunkt dieser Folge sind Gespräche auf der B.A.U.M.-Jahrestagung: offiziell viel Aufbruch, in den Gesprächen dazwischen aber auch Unsicherheit, Überlastung und die Frage, wie viel echte Transformation zwischen Regulierung, Reporting und Krisenmanagement eigentlich noch übrig bleibt.
Wir schauen auf den Nachhaltigkeitsarbeitsmarkt, sinkende Gehälter und veränderte Rollen, auf Omnibus und regulatorisches Whac-A-Mole, auf Beratung nach dem CSRD-Goldrausch und auf eine Wirtschaft, die gleichzeitig mit Energiepreisen, geopolitischen Risiken, schwachem Exportgeschäft und neuen Abhängigkeiten umgehen muss.
Also: Vielleicht erleben wir gerade gar nicht das Ende der Nachhaltigkeitsarbeit.
Vielleicht erleben wir gerade die endgültige Entkopplung von Nachhaltigkeitsarbeit und Nachhaltigkeitsjobs.
Die Stelle ist weg. Die Aufgabe leider nicht.
S3 E 18 - Die mit dem Selbsttest: Welcher Klimarisikoanalyse-Typ bist du?
2026/09/14
Eine knappe Stunde Podcast. Und: Drei bis vier Stunden Arbeit!
Und am Ende weißt du hoffentlich ziemlich genau, welche Klimarisiken deinem Unternehmen wirklich auf die Füße fallen können.
In dieser Folge machen wir keinen weiteren theoretischen Ausflug in Klimarisiken.
Wir machen einen Selbsttest.
Gemeinsam gehst du Schritt für Schritt durch dein Unternehmen und seine Wertschöpfungskette. Dafür gibt es ein Workbook mit vier Arbeitsblöcken und klaren Pausenpunkten.
Wir schauen auf:
Unternehmen & Wertschöpfung
Risiken identifizieren
Risiken bewerten
Maßnahmen & nächste Schritte
Dabei geht es um physische und transitorische Klimarisiken, eigene Standorte, Lieferanten, Logistik, Märkte, Abhängigkeiten und die Frage, was eigentlich passiert, wenn aus einem abstrakten Risiko plötzlich ein echtes Geschäftsproblem wird.
Du wählst 6 bis 8 Top-Risiken aus und bewertest sie für 2026, 2032 und 2046.
Dazwischen heißt es mehrfach:
Podcast anhalten.
Workbook aufmachen.
Selbst arbeiten.
Als Fallbeispiel begleitet uns eine vollständig fiktive Version der ehemaligen Praktiker-Baumarktkette. Nicht das heutige Unternehmen, nicht als Werbung und nicht als historische Ursachenanalyse. Einfach als Baumarkt auf dem Labortisch.
Am Ende stehen:
eine vereinfachte Wertschöpfungskarte,eine Klimarisiko-Longlist,6 bis 8 priorisierte Top-Risiken,eine Bewertung für 2026, 2032 und 2046,erste Maßnahmen und Datenlücken,ein Management-One-Pagerund natürlich die wissenschaftlich wichtigste Frage:
Welcher Klimarisiko-Typ bist du?
Vom Klimarisiko-Verdränger über den Wetter-App-Optimisten und den Excel-Schamanen bis zum resilienten Pragmatiker und Klimarisiko-Streber.
Das Workbook zur Folge findest du auf:
https://irgendwasmitnachhaltigkeit.de/selbsttest
Wichtig:
Der Selbsttest ersetzt keine vollständige professionelle Klimarisikoanalyse, keine standortbezogene Gefahrenmodellierung, keine technische Begutachtung und keine regulatorische Prüfung.
Er soll dir helfen, strukturiert anzufangen, Risiken sichtbar zu machen und ziemlich schnell herauszufinden, wo du genauer hinschauen musst.
Teste dein Unternehmen, bevor das Klima es tut!
S3 E17 - Die mit der Wut, der Müdigkeit und den 43,8 Prozent
2026/09/07
S3 · Folge 17: Die mit der Wut, der Müdigkeit und den 43,8 Prozent
Ich wollte diese Folge am Wahlabend aufnehmen. Zum Glück habe ich erst mal eine Nacht darüber geschlafen. Danach war ich immer noch müde und wütend. Mütend eben. Immerhin gab es Ostfriesentee.
In Folge 17 geht es um die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Persönlich, politisch und stellenweise ziemlich ungehalten. Warum reicht „Protestwahl“ als Erklärung nicht aus? Was erklären die Erfahrungen nach der Wiedervereinigung und wo machen wir es uns damit zu bequem? Warum wird ausgerechnet Grün zum Feindbild für alles, was sich verändert?
Es geht um Russland und Europa, um bezahlbare Veränderung und eine schwierige Regierungsbildung. Und um die Frage, warum Unternehmen gern Menschenrechte auf ihre Website schreiben, beim ersten unangenehmen Gespräch aber plötzlich unpolitisch sein wollen.
Dabei gilt: Demokratieverteidigung bedeutet nicht Regierungsschutz. Man darf die Politik von Friedrich Merz kritisieren und trotzdem sehr gute Gründe haben, keine rechtsextreme Partei zu wählen.
Was das mit Nachhaltigkeit zu tun hat? Auch demokratische Institutionen, Vertrauen und gesellschaftlichen Zusammenhalt kann man verschleißen. Und irgendwann reicht es nicht mehr, sich über den Zustand zu beschweren.
Zur Transparenz: Die Wahlangaben beziehen sich auf das vorläufige Ergebnis; Stand der Folge ist der 7. September 2026, 9h
S3 E16 – Die mit der Studie, die keiner gelesen hat
2026/08/31
Eine noch nicht öffentlich verfügbare TUM-Arbeit soll zeigen, dass Elektroautos über ihren Lebenszyklus „nur“ 41 Prozent weniger CO₂ verursachen als Verbrenner. BILD berichtet exklusiv, andere Medien übernehmen, Markus Söder kennt bereits die politische Konsequenz... und die Öffentlichkeit wartet noch auf das eigentliche Whitepaper.
In dieser Folge geht es deshalb nicht nur um Elektroautos. Es geht um die Frage, wie aus einer vorab verbreiteten Zahl eine wissenschaftliche Sensation, aus einem Whitepaper eine „Studie“ und aus einer methodischen Diskussion politische Munition wird.
Wir schauen auf:
die Klimabilanz von Elektroautos über den gesamten Lebenszyklus,
die Bedeutung von Systemgrenzen, Strommix und Laufleistung,
den Unterschied zwischen „0 Gramm am Auspuff“ und echter Klimaneutralität,
die Logik der europäischen Flottenregulierung,
Medienframing, Pressemacht und politische Wissenschaftskommunikation,
und natürlich die entscheidende Frage: Woher kommen eigentlich diese 41 Prozent?
Wichtig: Die Folge wurde vor Veröffentlichung des TUM-Whitepapers aufgenommen. Wenn ihr sie hört, soll das Papier gerade vorgestellt werden. Die Episode ist daher eine bewusst transparente Momentaufnahme: Was wissen wir? Was wird in der Presse behauptet? Und was können wir ohne die Originalquelle lediglich vermuten?
Sobald ich das Whitepaper in Ruhe gelesen habe, folgt möglicherweise ein kurzes Update oder eine Extra-Folge. In diesem altmodischen Verfahren wird erst gelesen und anschließend eine Meinung gebildet.
Quellen, Medienberichte und weiterführende Informationen
TUM/CirculaTUM – Ankündigung des Whitepapers:https://www.mission-networks.tum.de/circular-economy/startseite/aktuelles/article/fair-climate-assessment-beyond-the-tailpipe-towards-the-full-lifecycle/
EU-Verordnung 2019/631 – CO₂-Flottenstandards und Lebenszyklusberichterstattung:https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2019/631/
Umweltbundesamt – Klimavorteil von Elektroautos über den Lebenszyklus:https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/klimavorteil-fuer-e-autos-bestaetigt
Fraunhofer ISI – Batterien für Elektroautos: Faktencheck und Handlungsbedarf:https://www.isi.fraunhofer.de/de/presse/2025/presseinfo-07-policy_brief_batterien_elektroautos_update_faktencheck_handlungsbedarf.html
ICCT – Life-cycle greenhouse gas emissions from passenger cars in the European Union, 2025 update:https://theicct.org/wp-content/uploads/2025/07/ID-392-%E2%80%93-Life-cycle-GHG_report_final.pdf
Europäische Kommission – Automotive Package und vorgeschlagene Änderungen der Flottenregulierung:https://transport.ec.europa.eu/transport-themes/action-plan-future-automotive-sector/automotive-package_en
BILD – Vorabbericht zur angekündigten TUM-Arbeit:https://www.bild.de/politik/ausland-und-internationales/e-auto-forscher-ruetteln-an-klimabilanz-markus-soeder-fordert-wende-von-eu-6a93e075518a586e1855cfe5
Focus Online – „Forscher zerlegen Klimaschutz-Politik der EU im Auto-Sektor“:https://www.focus.de/auto/forscher-zerlegen-klimaschutz-politik-der-eu-im-auto-sektor_0d4cad14-3805-491d-9a48-a22ef7dc1a20.html
Merkur – Politische Einordnung der angekündigten Arbeit:https://www.merkur.de/wirtschaft/soeder-sicher-studie-stellt-eu-regeln-fuer-elektroautos-infrage-zr-94466976.html
Die Medienberichte werden hier als Gegenstand der Framing-Analyse aufgeführt, nicht als wissenschaftliche Primärquellen.
S3 E15 - Die mit dem Frieden
2026/08/27
Sind wir eigentlich noch im Frieden?
Keine Panzer an der Grenze. Keine Kriegserklärung. Kein Luftalarm. Und trotzdem: Sabotage, Cyberangriffe, Desinformation, Drohnen über kritischer Infrastruktur, mutmaßliche Wegwerfagenten und Anschlagspläne gegen Menschen aus der deutschen Rüstungsindustrie.
Vielleicht ist Krieg im 21. Jahrhundert nicht mehr nur der Moment, in dem jemand mit Waffen eine Grenze überschreitet. Vielleicht beginnt das Problem schon viel früher.
Und dann wird es für einen Nachhaltigkeitspodcast unangenehm.
Denn ausgerechnet SDG 16 fordert Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen. Aber was bedeutet das, wenn Frieden nicht nur geschaffen, sondern auch verteidigt werden muss? Kann militärische Abschreckung zum Erhalt einer nachhaltigen Gesellschaft beitragen? Darf Defence dann nachhaltig sein? Oder bauen wir uns gerade eine ziemlich komfortable Begründung dafür, Waffen plötzlich grün anzumalen?
Wir sprechen über Russlands hybride Bedrohung, Wegwerfagenten und Desinformation, über Rheinmetall und Donaustahl, über VW-Werke, die plötzlich für Defence interessant werden, über die neue Karriere des Wortes „Resilienz“ und über eine Nachhaltigkeitsdebatte, deren einfache Antworten gerade ziemlich zuverlässig kaputtgehen.
Und irgendwann lande ich bei einer Friedenstaube, an der ich seit Jahrzehnten vorbeilaufe, ohne groß darüber nachzudenken.
Vielleicht ist Frieden nämlich gar kein Zustand.
Vielleicht ist Frieden Arbeit.
🎧 Eine Folge über Krieg, ohne Krieg zu erklären. Über Waffen, ohne sie gutzufinden. Über Nachhaltigkeit, ohne so zu tun, als hätte sie auf alles eine einfache Antwort.
Und über die vielleicht wichtigere Frage:
Nicht: Sind wir im Krieg?
Sondern: Was tun wir eigentlich dafür, dass wir im Frieden bleiben?
S3 - E14 - Die aus dem Sommerloch
2026/08/13
Seit dem 20. Juli war hier Ruhe. Urlaub, Sommerloch, keine Lust.
Die Welt hat meine Podcastpause allerdings nicht respektiert. Die PPWR gilt, Europa rüstet auf, Drohnen testen deutsche Zuständigkeiten und selbst Schutzwesten bekommen inzwischen einen Digitalen Produktpass.
Es wird also doch mal Zeit für ein Lebenszeichen.
In dieser Zwischenfolge geht es um Unternehmen, die zuverlässig von jahrelang angekündigten EU-Verordnungen überrascht werden, um Sustainable Defence jenseits des grün lackierten Panzers und um die Frage, was Resilienz eigentlich wert ist, wenn sie nur in PowerPoint funktioniert.
Dazu gibt es Balkan-Folk-Punk für das arbeitende Sommerloch, schweren Stoner Rock für den ersten Stromausfall und die beruhigende Erkenntnis: Ich war weg. Die Welt leider nicht.
Keine große Comeback-Folge. Nur ein akustisches Provisorium mit erstaunlich viel Weltlage.
SHOWNOTES:
- Die Verordnung (EU) 2025/40 über Verpackungen und Verpackungsabfälle gilt nach Artikel 71 grundsätzlich seit dem 12. August 2026. [EUR-Lex, Verordnung (EU) 2025/40](https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2025/40/oj/eng)
- Die Kommission veröffentlichte im Juni 2026 zusätzliche Anwendungshinweise zur PPWR. [EUR-Lex, Commission Notice C/2026/3084](https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/PDF/?uri=OJ%3AC_202603084)- Die Europäische Verteidigungsagentur beschreibt Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Speicher, Digitalisierung und den Schutz kritischer Energieinfrastruktur als Bestandteile resilienterer Verteidigung. [European Defence Agency, CF SEDSS Phase IV](https://eda.europa.eu/what-we-do/eu-policies/consultation-forum/phase-iv)
- Der EDA-Jahresbericht nennt einen Digitalen Produktpass für Schutzwesten als Projekt der Kreislaufwirtschaft im Verteidigungsbereich. [European Defence Agency, Annual Report 2025, Seiten 25 bis 26](https://eda.europa.eu/docs/default-source/applicants/eda-2026-annual-report-2025_web.pdf)
- Die NATO untersucht Klimafolgen für das strategische Umfeld, Infrastruktur, Einsätze und militärische Fähigkeiten. [NATO, The Effects of Climate Change on Security, Januar 2026](https://www.sto.nato.int/document/the-effects-of-climate-change-on-security-report/)
- Copernicus meldete für Westeuropa den heißesten kombinierten Juni und Juli der entsprechenden Datenreihe sowie außergewöhnliche Trockenheit und Waldbrandaktivität. [Copernicus Climate Change Service, August 2026](https://climate.copernicus.eu/copernicus-highest-july-global-ocean-surface-temperatures-exceptionally-hot-dry-conditions-fuel)
- Die EDA beziffert die Verteidigungsausgaben ihrer 27 Mitgliedstaaten für 2025 auf rund 418 Milliarden Euro und die Projektion für 2026 auf etwa 454 Milliarden Euro. [European Defence Agency, Defence Data 2025/2026](https://eda.europa.eu/news-and-events/news/2026/07/16/eu-defence-spending---418-billion-in-2025--projected-to--454-billion-in-2026)
- Die Bundesregierung erläuterte am 10. August 2026 Ausstattung, Zuständigkeiten und laufende Vergaben bei der Drohnenabwehr an deutschen Flughäfen. [Bundesregierung, Regierungspressekonferenz vom 10. August 2026](https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/regierungspressekonferenz-vom-10-august-2026-2449330)
S3 E13 - Die mit der Nachhaltigkeit im Untergrund
2026/07/20
Nachhaltigkeit? Das ist doch diese ziemlich "radikale" Idee, dass nicht nur diejenigen zählen, die heute am lautesten brüllen. Sondern auch die Menschen mit weniger Macht, die Menschen außerhalb unserer Grenzen und auch die Menschen, die noch gar nicht geboren sind.
Am 6. September 2026 wird in Sachsen-Anhalt gewählt. Im Infratest Dimap "Sachsen-AnhaltTREND" vom Mai und den lag die AfD bei 41 Prozent. Ihr Landesverband wird vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistische Bestrebung eingestuft. Man könnte das nun für einen bemerkenswerten Widerspruch halten. Oder für einen ganz normalen Wahlkampf im Jahr 2026.
Diese Folge von "Irgendwas mit Nachhaltigkeit" springt in eine mögliche nahe Zukunft:
Jonas Voss, Nachhaltigkeitsmanager in Magdeburg, erlebt, wie seine Abteilung umbenannt wird, Begriffe und Kolleginnen verschwinden, alte Beiträge zum Risiko werden und aus freiwilliger Vorsicht langsam vorauseilender Gehorsam entsteht.
Jonas und seine Geschichte sind erfunden. Die politische Ausgangslage, die Programme und die ersten Einschüchterungsversuche sind es nicht.
Dabei geht es nicht nur um Windräder, Wärmepumpen und Joghurtdeckel. Nachhaltigkeit umfasst ökologische Tragfähigkeit, wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit und soziale Gerechtigkeit. Sie braucht außerdem Wissenschaft, Menschenrechte, gesellschaftliche Teilhabe und Institutionen, die nicht beim ersten Regierungswechsel vorsorglich ihr Rückgrat einlagern.
Nein, nicht jeder AfD-Wähler ist ein Faschist. Ein Stimmzettel entfaltet seine Wirkung allerdings unabhängig davon, ob das Kreuz aus Überzeugung, Protest, Frust oder wegen einer besonders unangenehmen Talkshow gesetzt wurde.
„Die mit der Nachhaltigkeit im Untergrund“ ist politische Fiktion über die Frage, was übrig bleibt, wenn nicht mehr alle Menschen, Fakten und Zukünfte zählen.
Nachhaltigkeit Undercover wäre ein Notfallplan. Demokratie bleibt Plan A.
Hinweis: Die Folge thematisiert Rechtsextremismus, Bedrohung, Doxxing und körperliche Gewalt.
Shownotes
Wahl und Ausgangslage:
WahlterminUmfrage Mai 2026AfD Wahlkampf gestartetEinstufung der AfD Sachsen-AnhaltHerr Heckel und die AfDOriginalquellen der AfD:
Regierungsprogramm 2026100-Tage-Programm
Bonus: Einordnung des AfD-Programms:
Rechtliche Umsetzbarkeitsanalyse des AfD-Regierungsprogramms
weitere Grundlagen:
Agenda 2030NachhaltigkeitsdefinitionGrundgesetz Art. 20Grundgesetz Art. 20aKlimaschutzbeschlussAllgemeine Erklärung der Menschenrechte
S3 E12 - Die mit der perfekten Hitzewelle
2026/07/14
Es wird heiß. Schon wieder.
Während Deutschland die nächste Hitzewelle erlebt, diskutieren wir über Freibäder, Ventilatoren und Temperaturrekorde. Doch Hitze ist längst mehr als nur Sommerwetter. Sie ist die tödlichste Naturgefahr in Deutschland und ein Stresstest für Menschen, Unternehmen und Städte.
In dieser Folge geht es nicht um die Ursachen des Klimawandels. Es geht um die Frage: Wie gehen wir mit einer Realität um, die längst begonnen hat?
Wir sprechen über:
warum Hitze so gefährlich ist,
was Privatpersonen wirklich tun können,
weshalb Unternehmen Hitze als wirtschaftliches Risiko verstehen sollten,
wie Städte kühler und lebenswerter werden können,
warum Klimaanpassung keine Ideologie, sondern Risikomanagement ist,
und weshalb Hitze auch eine Frage sozialer Gerechtigkeit ist.
Mit praktischen Tipps, wissenschaftlichen Fakten, einem Blick auf Politik und Wirtschaft und wie immer einer ordentlichen Portion Ironie.
Denn eines ist sicher: Die Sonne interessiert sich nicht für Parteiprogramme.
🎙️ Irgendwas mit Nachhaltigkeit.Die Folge mit der perfekten Hitzewelle.
S3 E11 - Die mit der heißen Luft [PPWR]
2026/07/07
S3 E11 – Die mit der heißen Luft
Am 12. August 2026 gilt die neue EU-Verpackungsverordnung (PPWR, Verordnung (EU) 2025/40) – unmittelbar, EU-weit, ohne Wenn und Aber. In dieser Folge klären wir...
warum das Wörtchen „Verordnung" der eigentliche Paukenschlag istwas ab sofort gilt (Konformitätserklärung, PFAS-Verbot in Lebensmittelverpackungen, EU-weite Herstellerverantwortung)was bis 2030/2035/2040 noch kommt (Recyclingfähigkeit, Rezyklatquoten, Leerraumquote, Mehrwegpflichten, Verpackungsverbote)...und wen das alles trifft. Spoiler: vermutlich auch euch.
Dazu wie immer: Einordnung mit Haltung. Über berechtigte Kritik, fehlende Durchführungsrechtsakte, die Lobbyschlacht um Mehrweg gegen Einweg und den mittlerweile rituellen Ruf nach Verschiebung. Und zum Schluss das Praktische: die Verpackungsinventur in fünf Schritten.
DIE SHOWNOTES / QUELLEN:
Verordnung (EU) 2025/40 über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR) – Volltext im EUR-Lex:
https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2025/40/oj
Europäische Kommission – Packaging Waste (Überblicksseite):
https://environment.ec.europa.eu/topics/waste-and-recycling/packaging-waste_en
IHK Schleswig-Holstein: Pflichten der EU-Verpackungsverordnung (PPWR) ab 12. August 2026:
https://www.ihk.de/schleswig-holstein/international/aussenwirtschaft-aktuell/eu-pflichten-der-eu-verpackungsverordnung-am-august-2026-7013664
IHK Halle-Dessau: PPWR – Neue Pflichten für Unternehmen ab August 2026:
https://www.ihk.de/halle/produktmarken/umwelt-und-energie/verpackungen/ppwr-neue-pflichten-fuer-unternehmen-ab-august-2026-7086270
Gleiss Lutz: Die neue EU-Verpackungsverordnung – die neuen Vorgaben ab August 2026 im Überblick:
https://www.gleisslutz.com/de/know-how/die-neue-eu-verpackungsverordnung-die-neuen-vorgaben-ab-august-2026-im-ueberblick
Umweltbundesamt – Verpackungen (Daten & Fakten zum Verpackungsaufkommen):
https://www.umweltbundesamt.de/themen/abfall-ressourcen/produktverantwortung-in-der-abfallwirtschaft/verpackungen
Passend dazu aus dem Archiv:
S2 E22 – Die mit dem grünen Versprechen (EmpCo)
S3 E4 – Die mit dem Fehler am Anfang (Ökodesign, ESPR, Produktpass)
S1 E7 – Die mit dem Greenwashing
Hinweis: Diese Folge ist journalistische Einordnung und keine Rechtsberatung.
S3 E10 - Die mit den zwei Seiten
2026/06/29
Die mit den zwei Seiten
Eigentlich sollte es für diese Woche eine ganz normale Podcastfolge werden. Dann kam ein Gerichtsurteil gegen TotalEnergies. Und gleichzeitig rollte eine Hitzewelle über Europa.
Also machen wir es heute wie früher auf einer Schallplatte.
Seite A: Ein französisches Gericht stellt die Frage neu, wie weit die Verantwortung von Unternehmen für die Emissionen ihrer Produkte reicht. Ist Scope 3 mehr als eine Bilanzierungskategorie? Und erleben wir gerade die Rückkehr der Produzentenverantwortung?
Seite B: Ich nehme euch mit auf meine Rückfahrt vom Sustainability Summit des TÜV Rheinland in Berlin. Eine gesperrte A2, aufgeplatzter Asphalt, überlastete Umleitungen und die Erkenntnis, dass Klimarisiken längst keine PowerPoint-Folien mehr sind.
Zwei Geschichten.
Zwei Perspektiven.
Am Ende vielleicht doch nur zwei Seiten derselben Platte.
🎙️ Themen dieser Folge:
Das Urteil gegen TotalEnergies und Scope 3CO₂-Fußabdruck und ProduzentenverantwortungKlimarisiken und KaskadeneffekteHitzewelle in EuropaInfrastruktur, Resilienz und UnternehmensrisikenWarum Klimaschutz und Klimaanpassung zusammengehören
Zum Nachlesen und Vertiefen natürlich auch wieder ein paar Shownotes:
TotalEnergies und Scope 3
Reuters: Pariser Gericht verpflichtet TotalEnergies, Klimarisiken der Nutzung seiner Produkte offenzulegen und einen überarbeiteten Vigilanzplan vorzulegen. Reuters: TotalEnergies must report risks caused by emissionsAP News: Einordnung des Urteils und Bedeutung für die Produzentenverantwortung. AP News: Paris court gives TotalEnergies 6 months to tighten its climate policiesHitze und wirtschaftliche Folgen
Handelsblatt-Gastbeitrag: Ein einzelner Hitzetag kostet die deutsche Wirtschaft rund 431 Millionen Euro. Handelsblatt: Ein einzelner Hitzetag kostet rund 431 Millionen EuroSWR: Zusammenfassung der Prognos-Studie und wirtschaftliche Auswirkungen extremer Hitze. SWR: Hitze schadet der WirtschaftReuters: Rekordtemperaturen über 40 °C, Schäden an Straßen und Schienen sowie Auswirkungen auf Infrastruktur und Gesundheit in Deutschland und Europa. Temperature records shattered in Europe as deadly heatwave moves eastEuronews: Deutschland erreicht mit 41,7 °C einen neuen Temperaturrekord, Hitzeschäden unter anderem auf der A2 sowie Schäden an der Leipziger Straßenbahn-Infrastruktur. Germany breaks heat record againBerlin.de: Informationen zur Hitzewelle in Berlin, Hitzewarnungen und Rekordtemperaturen. Heat wave hits Berlin
S3 E9 - Die mit dem Standard, dessen Name nicht genannt werden kann (2026 VS Limited Edition)
2026/06/22
Aus dem VSME wird der VS.
Kaum hatte die Nachhaltigkeitsbranche gelernt, wofür die vier Buchstaben eigentlich stehen, streicht die EU zwei davon wieder.
Doch hinter der Umbenennung steckt deutlich mehr als ein Rebranding.
Der neue Voluntary Standard (VS) soll künftig für einen Großteil der europäischen Unternehmen die Grundlage freiwilliger Nachhaltigkeitsberichterstattung werden. Gleichzeitig begrenzt er über den Value Chain Cap, welche ESG-Daten große Unternehmen überhaupt noch von ihren Lieferanten verlangen dürfen.
Klingt nach Bürokratieabbau?
Genau darüber wird aktuell gestritten.
Während Wirtschaftsverbände Entlastung feiern, warnen Banken, Investoren und NGOs vor Informationsverlusten. Scope 3, Klimarisiken, Transformationspläne und Lieferkettendaten stehen plötzlich im Zentrum einer Debatte, die weit über Nachhaltigkeitsberichte hinausgeht.
In dieser Folge erfährst du:
Warum aus dem VSME plötzlich der VS wurdeWeshalb der Value Chain Cap möglicherweise wichtiger ist als der Standard selbstWarum Scope 3 zum politischen Zankapfel geworden istWeshalb WWF, Banken und Wirtschaftsverbände völlig unterschiedliche Erwartungen habenWarum der VS eigentlich kein klassischer Nachhaltigkeitsbericht istWas Unternehmen jetzt konkret tun solltenUnd warum vermutlich gerade hunderte Berater ihre Webseiten aktualisierenEine Folge über ESG, CSRD, Omnibus, Lieferketten, Bürokratieabbau, Nachhaltigkeitsmanagement und die Frage:
Wie viele Nachhaltigkeitsinformationen braucht die Wirtschaft eigentlich wirklich?
Shownotes
Europäische Kommission – Sustainability Reporting Standard for Voluntary Use (VS)https://ec.europa.eu/info/law/better-regulation/have-your-say/initiatives/17232-Sustainability-reporting-standard-for-voluntary-use_en
Konsultation und Stellungnahmen zum VShttps://ec.europa.eu/info/law/better-regulation/have-your-say/initiatives/17232-Sustainability-reporting-standard-for-voluntary-use/feedback_en
EFRAG – Voluntary Reporting Standard for SMEs (VSME)EFRAG VSME Projektseite
DRSC – Informationen zum Voluntary Standard (VS)DRSC Nachhaltigkeitsberichterstattung VS
S3 E8 - Die mit dem verflixten ersten Jahr
2026/06/15
Da ist "Irgendwas mit Nachhaltigkeit?" inzwischen ein Jahr alt.
65 Folgen. Unzählige Stunden Recherche, Aufnahme, Schnitt und gelegentliche Diskussionen mit Mikrofonen, Software und der eigenen Motivation.
Eigentlich sollte dieser Podcast nur ein Experiment werden. Schauen, ob jemand zuhört. Schauen, ob es Spaß macht. Schauen, ob Nachhaltigkeit genug Stoff bietet.Ein paar Wochen. Ein, vielleicht zwei "Handvoll" Folgen.
Und dann?
Ein Jahr lang: Jede Woche eine Folge! Dazu CSRD-Specials und aktuelle Themen als Sonderfolgen.
Spoiler: Nachhaltigkeit bietet mehr als genug Stoff.
In dieser Jubiläumsfolge blicke ich zurück auf das erste Podcastjahr. Auf Überraschungen, Irrtümer, Lieblingsfolgen, Gegenwind, Nachhaltigkeitsbürokratie, gesellschaftliche Debatten und die Erkenntnisse, die mir nicht immer gefallen haben.
Warum handeln Menschen oft nicht nach dem, was sie längst wissen? Warum beschäftigen sich manche Organisationen ernsthaft mit ihrer Zukunft, während andere Risiken ignorieren? Warum scheint Nachhaltigkeit plötzlich selbst zum Problem geworden zu sein, obwohl die eigentlichen Probleme weiterhin existieren?
Zwischen Klimakrise, Omnibus, Norbert dem Archivar, Backlash, Wesentlichkeitsanalysen und 65 Folgen hat sich mein Blick auf Nachhaltigkeit verändert. Vielleicht geht es am Ende gar nicht um Nachhaltigkeit. Vielleicht geht es um Menschen.
Danke an alle, die in den vergangenen zwölf Monaten zugehört, kommentiert, diskutiert, widersprochen oder den Podcast weiterempfohlen haben.
Und keine Sorge:
Das erste Jahr ist vorbei.
Der Podcast noch nicht.
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