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(Un)sichtbar Chronisch

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Dieser Podcast hat
33 Episoden
Sprache
German
Explizit
Nein
Erstellt am
2026/02/16
Neueste Episode
2026/10/09
Durchschnittsdauer
52 min.
Veröffentlichungsintervall
9 Tage

Beschreibung

„Du siehst doch gar nicht krank aus!“ – Doch was, wenn unsichtbare Krankheiten wie Morbus Menière, Hashimoto oder Migräne den Alltag bestimmen? Andrea, Physiotherapeutin und Resilienz-Trainerin, ist selbst betroffen. Gemeinsam mit ihrem Mann Marc spricht sie über den Weg zurück ins Leben. Hier findest du authentische Einblicke, Expertenwissen und mentale Strategien, um trotz chronischer Erkrankung wieder sichtbar zu werden. Von Tipps für den Arztbesuch bis zum Umgang mit Hilflosigkeit – wir schenken dir Kraft und Mut. Jeden 2. Dienstag neu! Dieser Podcast ersetzt keine ärztliche Beratung.

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#33 - Vestibuläre Migräne: Symptome, Diagnose und was wirklich hilft
2026/10/09
Melanie ist 41, kommt aus dem Rheinland und hat Migräne mit Aura, seit sie 15 ist. Vor gut vier Jahren kam etwas dazu, das ihr Leben komplett umgekrempelt hat: vestibuläre Migräne. Auf Instagram klärt sie als dizzy_migraines darüber auf — weil kaum jemand diese Form kennt. Angefangen hat alles mit einem Tagestrip nach Göteborg. Auf der Rückfahrt Windstärke 10. Nach der Schifffahrt konnte sie nicht mehr geradeaus laufen. Bei ihrem Mann war das nach drei Tagen vorbei, bei ihr nicht. Am Anfang kam sie nicht einmal mehr allein zur Toilette. Was danach folgte, kennen viele: ein Neurologe, der ihr sagte, eine vestibuläre Migräne gebe es nicht, das sei psychosomatisch, hier haben Sie ein Antidepressivum. Der Job in der Probezeit war weg. Die Erwerbsminderungsrente wurde abgelehnt — sie sei doch noch so jung und fit. In dieser Folge erzählt Melanie, wie sie sich zurückgekämpft hat. Über die siebte Prophylaxe, die endlich greift. Über Hormone als unterschätzten Faktor. Und über den Satz ihrer Therapeutin, aus dem später ihre eigenen Selbsthilfegruppen entstanden sind: Ich verstehe neurologisch, was bei Ihnen passiert — nachempfinden kann ich es nicht. Wir haben viel gelacht in diesem Gespräch, obwohl das Thema alles andere als lustig ist. Vielleicht gerade deshalb. Was Dich in dieser Folge erwartet: Was vestibuläre Migräne eigentlich ist — und warum sie ganz ohne Kopfschmerzen auftreten kannWarum die Diagnose fast nur über ein gutes Anamnesegespräch läuftMelanies Symptome rund um die Uhr: Schwankschwindel, Benommenheit, Kopfdruck, GangunsicherheitMal de Débarquement — wenn der Körper nach der Reise nicht wieder an Land ankommtHormone als Trigger: zwölf Jahre Ruhe durch die Spirale, dann die PerimenopauseIhre Trigger: Licht, Lärm, Bewegung, Schlafmangel, Alkohol — und der VollmondWarum Einkaufen für sie eine Trainingseinheit istNordic Walking und Gleichgewichtstraining als SicherheitsnetzDer Weg durch sieben Prophylaxen bis zum GamechangerWelche Supplemente ihr helfen — und warum Blutwerte allein nichts aussagenDurchs Raster gefallen: Krankengeld, Nahtlosigkeit, und was dann?Die Entscheidung gegen den Rechtsstreit und für die eigene GesundheitWenn die eigene Mutter nicht versteht, warum das Dorffest eine Symptomparty istFreunde, die mitdenken — und warum das so viel wert istMelanies Rat: Sei so liebevoll zu Dir wie zu Deiner besten FreundinMelanie findest Du auf Instagram — dort klärt sie über vestibuläre Migräne auf und organisiert ihre Selbsthilfegruppen: https://www.instagram.com/dizzy_migraines/ Erwähnt in der Folge: Der Infoflyer zur vestibulären Migräne der Deutschen Hirnstiftung, die Migräne Liga, das Schwindelzentrum Essen 🆕 Tipps & Tricks zum Download: Zu jeder Folge gibt es die wichtigsten Erkenntnisse als kompakte PDF-Seite — hier holen: unsichtbarchronisch.de/podcast-lp Mein Coaching-Angebot: 30 Minuten kostenloses Erstgespräch — alle Infos auf unsichtbarchronisch.de Folg mir auf Instagram: @andrea_unsichtbar_chronisch Schau uns auf YouTube: @UnsichtbarChronisch
#32 - Medical Gaslighting — Wenn Dir Deine Symptome abgesprochen werden
2026/10/02
Zwischen den Stühlen — Sarah über zu gesund für Hilfe, zu krank fürs Arbeiten Sarah ist 33, kommt aus Hamburg und war Werbefotografin — international unterwegs, Marathonläuferin, 100 Kilometer Training pro Woche, 50-Stunden-Wochen. Heute ist sie froh, wenn sie drei Stunden am Stück etwas schafft. Nach einer Operation entwickelte sie ein CRPS, ein komplexes regionales Schmerzsyndrom. Dazu kommen Symptome, die denen von ME/CFS ähneln. Sie läuft an Unterarmgehstützen. Und trotzdem gilt sie offiziell weder als schwerbehindert noch als gehbehindert. In dieser Folge sprechen wir über ein Thema, das viele chronisch Kranke kennen: zu gesund, um Ansprüche durchzusetzen, zu krank, um voll leistungsfähig zu sein. Sarah führt aktuell vier Verfahren gegen verschiedene Institutionen. Ihre Berufsunfähigkeitsversicherung wurde über eine Klausel für nichtig erklärt — jahrelang eingezahlt, im Schadensfall fristlos gekündigt. Wir reden auch über Medical Gaslighting, über die sieben Minuten Behandlungszeit pro Termin und darüber, warum so selten jemand im weißen Kittel sagt: Ich weiß es nicht. Und Sarah bringt einen Satz mit, der hängenbleibt: Nur weil wir es noch nicht messen können, heißt es nicht, dass es nicht da ist. Was Dich in dieser Folge erwartet: Was CRPS ist — und warum es nach rund 5 % aller orthopädischen OPs auftrittDie Überschneidungen zwischen CRPS und ME/CFSPacing bei schwankenden BelastungsgrenzenWarum psychosomatische Diagnosen eigentlich am Ende stehen sollten, nicht am AnfangSarahs Erfahrung mit der Berufsunfähigkeitsversicherung und den GesundheitsfragenWarum sie heute Rechtsschutz vor BU empfehlen würdeWie man einen Rollstuhl verweigert bekommt, weil man „zu gesund" istDer Unterschied zwischen einem schlechten Tag und dem, was andere davon sehenWege zu schnellerer psychologischer Hilfe: Dringlichkeitsüberweisung, 116 117, sozialpsychiatrische DiensteWarum Sarah Arztgespräche heute höflich abbrichtIhre wichtigsten Tipps: dokumentieren, filmen, Symptomtagebuch führenEine Folge für alle, die schon einmal gehört haben, dass es doch nicht so schlimm sein kann. Und für alle, die gerade mitten in einem Antragsverfahren stecken. Sarahs Community: Auf Instagram, mit Schwerpunkt Medical Gaslighting und unsichtbare Erkrankungen 🆕 Tipps & Tricks zum Download: Zu jeder Folge gibt es die wichtigsten Erkenntnisse als kompakte PDF-Seite — hier holen: unsichtbarchronisch.de/podcast-lp Mein Coaching-Angebot: 30 Minuten kostenloses Erstgespräch — alle Infos auf unsichtbarchronisch.de Folg mir auf Instagram: @andrea_unsichtbar_chronisch Schau uns auf YouTube: @UnsichtbarChronisch
#31 - „Da kommt nichts mehr" — Uta über plötzlichen Hörverlust und ihr CI
2026/09/24
„Da kommt nichts mehr" — Uta über plötzlichen Hörverlust und fünf Wochen Hoffnung Uta ist 51, kommt aus Esslingen, leitet ein Team im Jugendamt und arbeitet nebenbei als Kinderwunschberaterin. Vor drei Jahren, mit 48, verlor sie von heute auf morgen das Gehör auf einem Ohr. Die Ursache: eine ganz normale Mittelohrentzündung. Die Entzündung war so stark, dass sie Gehör, Trommelfell und Gleichgewichtsorgan zerstörte. Ein Satz eines Arztes hat sich eingebrannt: „Da kommt nichts mehr." In dieser Folge erzählt Uta, wie es ihr in dem halben Jahr bis zum Cochlea-Implantat ging. Sie dachte zuerst, so schlimm sei das doch nicht — sie habe ja noch ein gutes Ohr. Dann kam die Erschöpfung, die sie nie erwartet hätte. Abends nach der Arbeit ging nichts mehr, Restaurants und Partys wurden unmöglich. Besonders bewegend fand ich ihren Umgang mit der Wartezeit. Nach der OP sagte ihr Arzt, es sei nicht klar, ob sie mit dem Implantat überhaupt hören könne — es habe Komplikationen gegeben. Und dann: „Aber es gibt immer noch die Hoffnung." Aus diesem Satz machte Uta fünf Hoffnungswochen. Jeden Tag ein Zitat, ein Bild, ein Vers in ihrem WhatsApp-Status. Irgendwann schickten ihr Freunde eigene Hoffnungsbilder zurück. Aus dieser Zeit ist ein Buch entstanden: „Hören verloren und Hoffnung gefunden." Wir sprechen auch über etwas, das Uta erst durch ein Coaching gelernt hat: dass sie trauern darf. Vorher hat sie sich gesagt, stell dich nicht so an, andere haben Krebs, es ist doch nur ein kleines Ohr. Erst als sie den Verlust als Verlust anerkannte, wurde die Akzeptanz möglich. Was Dich in dieser Folge erwartet: Wie eine Mittelohrentzündung drei Organe zerstören kannLeben mit nur einem Gleichgewichtsorgan — und was der Körper ausgleichen kannWarum die Erschöpfung bei einseitiger Ertaubung so unterschätzt wirdDer Zeitdruck bei Entzündungen: Warum die OP schnell passieren mussUtas fünf Hoffnungswochen und was daraus wurdeTrauern dürfen: Warum „stell dich nicht so an" der falsche Weg istDer Moment der Erstaktivierung nach fünf Wochen UngewissheitWarum Hörtraining bei einseitiger Versorgung besonders wichtig istUtas Buch und warum sie es zunächst nicht veröffentlichen wollteWas sie sich von der Gesundheitspolitik wünschtUtas Buch: „Hören verloren und Hoffnung gefunden" Utas Engagement: Sie ist Ansprechpartnerin der Selbsthilfe für einseitige Ertaubung in Baden-Württemberg Erwähnte Hörtrainings: Schallwelle, Soundstep — eine Übersicht findest Du im Hörwiki 🆕 Tipps & Tricks zum Download: Zu jeder Folge gibt es die wichtigsten Erkenntnisse als kompakte PDF-Seite — hier holen: unsichtbarchronisch.de/podcast-lp Mein Coaching-Angebot: 30 Minuten kostenloses Erstgespräch — alle Infos auf unsichtbarchronisch.de Folg mir auf Instagram: @andrea_unsichtbar_chronisch Schau uns auf YouTube: @UnsichtbarChronisch
#30 - Glaub mir einfach — Was chronisch Kranke sich wirklich wünschen
2026/09/17
„Mich gibt es nur im Gesamtpaket" — Simona über Freundschaften, Familie und das, was bleibt Simona ist zum zweiten Mal bei uns zu Gast. Sie lebt mit Mukoviszidose, einem speziellen insulinpflichtigen Diabetes und einer Hochtonschwerhörigkeit — und arbeitet in der Hamburger Kulturbehörde als Referentin für Kinder- und Jugendkulturprojekte. Diesmal geht es um eine Frage, die viele chronisch Kranke beschäftigt: Was macht eine Erkrankung mit den Beziehungen zu den Menschen um uns herum? Simona erzählt offen, dass aus ihrer Schulzeit keine einzige Freundin übrig geblieben ist. Dass Menschen sich nicht laut verabschieden, sondern sich ausschleichen — nicht mehr anrufen, nicht mehr einladen, weil „die kommt ja sowieso nicht". Sie erzählt von ihrer ersten Ehe, in der so getan wurde, als sei sie gesund. Und von ihrem jetzigen Mann, mit dem sie seit rund 23 Jahren zusammen ist und der sie mit ihrem Gesamtpaket nimmt. Ein Thema geht besonders nah: Simona hat den Kontakt zu ihrer Familie abgebrochen. Erst professionelle Hilfe hat ihr geholfen zu verstehen, was da eigentlich lief — und dass Familie nicht automatisch Rückhalt bedeutet. Wir sprechen über den Satz, den fast alle chronisch Kranken kennen: „Man sieht Dir doch gar nicht an, dass Du krank bist." Über das absurde Vorurteil, eine Schwerbehinderung bringe „Vorteile". Und über das Gefühl, mitten unter Menschen einsam zu sein. Simona nennt sich selbst eine „Über-die-Grenzen-Seglerin". Sie weiß meistens, dass sie am nächsten Tag dafür bezahlen wird. Und tut es trotzdem — bewusst. Was Dich in dieser Folge erwartet: Was Simona in einer Beziehung wirklich braucht — und warum Lösungen nicht immer helfenWie Freundschaften sich verändern, wenn man nicht mehr „einfach handelbar" istIhre erste Ehe: Wenn beide überfordert sind und einer verschwindetDer Unterschied zwischen Nachteilsausgleich und „Vorteilen"Warum Simona bei neuen Bekanntschaften selbst recherchiertEinsamkeit mitten unter Menschen — und das Gefühl, mit dem eigenen Thema zu nervenDer Ärztemarathon als zweiter VollzeitjobWann professionelle Hilfe der richtige Schritt istWarum die Schuldfrage in die Sackgasse führtZuhören, das keins ist: Wenn das Gegenüber nur auf seinen Einsatz wartetWas Simona tun würde, wenn eine Freundin plötzlich erkranktEine Folge für alle, die schon mal gemerkt haben, dass sie seltener eingeladen werden. Und für alle, die jemanden im Leben haben und nicht wissen, wie sie fragen sollen. 🆕 Tipps & Tricks zum Download: Zu jeder Folge gibt es die wichtigsten Erkenntnisse als kompakte PDF-Seite — hier holen: unsichtbarchronisch.de/podcast-lp Mein Coaching-Angebot: 30 Minuten kostenloses Erstgespräch — alle Infos auf unsichtbarchronisch.de Folg mir auf Instagram: @andrea_unsichtbar_chronisch Schau uns auf YouTube: @UnsichtbarChronisch
#29 - Darth Vader im Ohr — Wie sich ein CI wirklich anhört
2026/09/08
Ines ist 36, verheiratet, zwei Kinder, selbstständig als Online-Business-Managerin. Und seit knapp zwei Jahren auf dem linken Ohr ertaubt. Nicht schleichend, sondern an einem Sonntagmorgen beim Möbelaufbau mit der Familie. Was danach kam, war ein Marathon: Hörsturz, 24 Stunden später der Ausfall des Gleichgewichtsorgans, zwölf Stunden Erbrechen bei jeder kleinsten Bewegung, stationäre Behandlung, eine Tympanoskopie zur Diagnostik — und am Ende der Satz des Chefarztes: „Wir können aktuell nichts mehr für Sie tun, informieren Sie sich über das CI." In dieser Folge erzählt Ines, wie sie diesen Weg gegangen ist. Sieben Monate bis zur OP, dann die Erstaktivierung. Sie beschreibt es bis heute so, als läge noch ein Deckel drauf — aber das Original hört sie dahinter. Und ihr Satz, der vielen Unentschlossenen Mut macht: „Eins ist besser als null. Wenn ich gar nichts mehr höre, habe ich nichts zu verlieren." Wir sprechen auch über das, was zwischen Ines und mir eine besondere Verbindung schafft: Wir sind beide links ertaubt, beide CI-Trägerinnen, beide Linkshänderinnen. Aber unsere Wege dorthin waren völlig verschieden — ich bin über 20 Jahre unversorgt geblieben, Ines hat nach sieben Monaten gehandelt. Und wir räumen mit einem Irrtum auf, der noch immer verbreitet ist: Einseitige Ertaubung kann heute mit einem CI versorgt werden. Vor zehn oder fünfzehn Jahren hieß es oft noch „Sie haben ja noch ein Ohr". Ines bekommt regelmäßig Nachrichten von Menschen, die davon nie erfahren haben. Was Dich in dieser Folge erwartet: Wie sich ein Hörsturz anfühlen kann — und warum Ines ihn zunächst nicht ernst nahmDer Ausfall des Gleichgewichtsorgans und warum der Schwindel alles andere überdeckteKortison als Tablette oder intravenös: Ines' BehandlungswegWarum bei einem Hörsturz oft keine Ursache gefunden wird — und warum „das kommt vom Stress" zu kurz greiftDer Weg zum Cochlea-Implantat: Voruntersuchung, OP, ErstaktivierungWie es klingt: Darth Vader, Micky Maus — und was daraus mit der Zeit wirdWarum ein Akustiker ihr das CI ausreden wollte und Ines trotzdem dranbliebHörtraining im Alltag statt unter Druck: Musik und Podcasts direkt aufs CI streamenWarum das Gehirn „clever, aber faul" ist und die gute Seite bevorzugtGrad der Behinderung 20 bei einseitiger Ertaubung — und warum das zu niedrig gegriffen istDas schlechte Gedächtnis, das keins ist: Wenn alle Kapazität ins Verstehen gehtDer Moment, in dem es nicht mehr geht — und warum Ines dann gehtWas ihr Mann getan hat, das den größten Unterschied machteEine Folge für alle, die gerade einen Hörsturz haben und nicht wissen, wie es weitergeht. Und für alle, die jemanden begleiten, dem man nichts ansieht. Ines findest Du auf Instagram (@ineskasuch)— dort nimmt sie ihre Community mit auf ihre Hörreise und klärt über einseitige Ertaubung und das CI auf. 🆕 Tipps & Tricks zum Download: Zu jeder Folge gibt es die wichtigsten Erkenntnisse als kompakte PDF-Seite — hier holen: unsichtbarchronisch.de/podcast-lp Mein Coaching-Angebot: 30 Minuten kostenloses Erstgespräch — alle Infos auf unsichtbarchronisch.de Folg mir auf Instagram: @andrea_unsichtbar_chronisch Schau uns auf YouTube: @UnsichtbarChronisch
#28 - Ines' Weg aus der Neurodermitis
2026/09/01
Ines Gerecht ist Heilpraktikerin für Psychotherapie mit Schwerpunkt Psychosomatik. Sie arbeitet online aus Berlin und begleitet Menschen dabei, hinter ihre Symptome zu schauen — auf das, was seelisch darunter liegt. Ines kennt den Weg aus eigener Erfahrung. Mit 19 hatte sie Neurodermitis am ganzen Körper, das Gesicht offen, Kortison half nicht mehr. Ihre erste Heilpraktikerin fragte nicht nach der Haut, sondern nach ihrer Familie — und riet ihr auszuziehen. „Eben hatte ich noch ein Hautproblem, jetzt habe ich ein Immobilienproblem", dachte Ines damals. Rückblickend war es der Anfang von allem. Wir sprechen über Prägungen, die über Generationen weitergegeben werden. Über Kinder als Symptomträger im Familiensystem. Über den Unterschied zwischen Schuld haben und sich schuldig fühlen. Und über Ines' Beobachtung aus zehn Jahren Praxis: dass hinter Migräne oft Perfektionismus und ein hoher innerer Leistungsdruck stehen. Ich habe an einigen Stellen bewusst nachgehakt — etwa bei der Frage, wie weit der seelische Anteil bei Infektionen, bei Kindern oder bei Krebs reicht. Ines betont dabei klar: Es geht nie um Schuld, und die schulmedizinische Abklärung steht immer an erster Stelle. Ohne Kortisoncreme, sagt sie, wäre sie damals nie in der Lage gewesen, überhaupt auf die seelische Ebene zu schauen. Ein Thema, das uns beide besonders beschäftigt: Was tun, wenn Ärztinnen und Ärzte nichts finden und alles als „psychosomatisch" abtun? Ines' Antwort: bei sich bleiben, nicht an der eigenen Wahrnehmung zweifeln, weitere Meinungen einholen. Was Dich in dieser Folge erwartet: Was Psychosomatik für Ines bedeutet — und warum sie Schulmedizin und seelische Arbeit als „sowohl als auch" verstehtWarum das Wort Schuld in ihrer Arbeit keinen Platz hatKinder als Spiegel und Symptomträger im FamiliensystemEpigenetik: Was wir von Eltern, Großeltern und Urgroßeltern in uns tragenNutzen und Preis: Warum wir an Mustern festhalten, die uns eigentlich schadenDer eigene „Seismograf" — welches Symptom bei Dir zuerst anspringt und was es Dir zeigtWarum Akzeptanz kein Ziel ist, das man erreicht — und man auch den Widerstand annehmen darfInes' Weg: von 18 Jahren Versicherung zur eigenen PraxisWas tun, wenn Ärzte nichts finden und alles ins Psychische schiebenIhre Einladung zum Schluss: Wie fühlst Du Dich mit Deinem Symptom — und woher kennst Du dieses Gefühl? Ines findest Du hier: https://inesgerecht.de/ 🆕 Tipps & Tricks zum Download: Zu jeder Folge gibt es die wichtigsten Erkenntnisse als kompakte PDF-Seite — hier holen: unsichtbarchronisch.de/podcast-lp Mein Coaching-Angebot: 30 Minuten kostenloses Erstgespräch — alle Infos auf unsichtbarchronisch.de Folg mir auf Instagram: @andrea_unsichtbar_chronisch Schau uns auf YouTube: @UnsichtbarChronisch
#27 - Wenn die Migräne aussieht wie ein Schlaganfall — Josis Geschichte
2026/08/11
„Nur eine Migräne" — Josi über 18 Schmerztage im Monat und den Kampf um Anerkennung Josi ist 23, kommt aus Bremen und lebt mit chronischer Migräne. 18 bis 19 Schmerztage im Monat, davon gut 15 Migränetage. Mit und ohne Aura. Und medikamentös austherapiert — sie hat alles durchprobiert, was es gibt. In dieser Folge erzählt Josi von ihrer ersten Attacke im Sportunterricht mit 13, als sie dachte, sie würde blind. Von den zehn oder elf Notaufnahme-Besuchen, weil ihre Symptome wie ein Schlaganfall aussahen — hängende Gesichtshälfte, Beine, die nicht funktionieren, Worte, die nicht mehr kommen. Und von dem Satz, den sie danach jedes Mal hört: „Ist alles super, ist nur eine Migräne." Wir sprechen darüber, wie ein Leben aussieht, das komplett auf Routine gebaut ist — und was passiert, wenn man an einem guten Tag doch mal länger sitzen bleibt. Über einen Ex-Freund, der mit ihr Schluss machte, weil sie sich „nur anstelle". Und über ihren jetzigen Partner, dem sie von Anfang an gesagt hat: Lern erst mich und meine Attacken kennen, dann entscheiden wir. Und dann wird es politisch: Josi kämpft seit zweieinhalb Jahren um ihren Grad der Behinderung. Der Begutachtungstermin ist drei Stunden Fahrt entfernt, ihr Partner muss sich freinehmen, ein Hotel steht im Raum. Wenn sie an dem Tag eine Attacke hat, wartet sie ein weiteres Jahr. Ihre Ärztin sagt: Am besten geht es Dir bis November genauso schlecht wie jetzt. Was Dich in dieser Folge erwartet: Chronische Migräne: ab wann gilt sie als chronisch, und was heißt das im AlltagJosis erste Attacke im Sportunterricht — und wie ihre Mutter die Diagnose auf die Spur brachteWarum Migräne-Symptome regelmäßig in der Notaufnahme landenAustherapiert mit 23: Antikörperspritzen, Gepante, Betablocker — nichts hat gehaltenDer schmale Grat der Spontanität: Warum ein guter Tag den nächsten kosten kannJosis Trigger: blaues Blaulicht, schrille Töne, TemperaturwechselIhr Akut-Gadget: Kühlpack auf der Stirn, Wärmflasche im NackenWarum bei ihr leise Musik läuft statt völliger StilleSchmerzmittelentzug in der Schmerzklinik Kiel — wie das warZweieinhalb Jahre Kampf um den Grad der BehinderungWarum Physiotherapie an einer 72-Stunden-Absagefrist scheitertJosis Tipps: Etappen statt Marathon, und ein Umfeld, das trägtEine Folge für alle, die schon mal „nur eine Migräne" gehört haben. Und für alle, die verstehen wollen, wie viel Kraft es kostet, in Deutschland als chronisch krank anerkannt zu werden. 🆕 Neu: Zu jeder Folge gibt es jetzt die Tipps & Tricks als kompakte PDF-Seite zum Download: https://unsichtbarchronisch.de/podcast-lp/ Mein Coaching-Angebot: 30 Minuten kostenloses Erstgespräch — alle Infos auf unsichtbarchronisch.de Folg mir auf Instagram: @andrea_unsichtbar_chronisch Schau uns auf YouTube: @UnsichtbarChronisch
#26 - Wer profitiert davon, dass wir uns schämen? Tanias politischer Blick auf chronische Erkrankung
2026/08/04
„Jeder will ein Dorf haben, aber keiner will das Dorf sein" — Tania über chronische Migräne, Scham und Solidarität Tania ist 40, lebt seit elf Jahren mit chronischer Migräne — und macht auf Instagram etwas, das mich sofort bewegt hat: Sie spricht nicht nur über ihre Erkrankung, sondern über die politischen Strukturen dahinter. Ihr Account heißt @chronischpolitisch, und genau darum geht es in dieser Folge. Tania lebt mit therapieresistenter chronischer Migräne, täglichem Dauerkopfschmerz und regelmäßigen Status Migrenosus — Attacken, die länger als 72 Stunden dauern und irgendwann auf keine Medikation mehr ansprechen. Sie erzählt, wie sie gelernt hat, damit umzugehen: mit einem Mantra, das sie sich laut vorsagt — „Es hört irgendwann auf. Bleib cool." Und über Tanias radikale Erkenntnis: Die Scham verschwindet nur, wenn wir darüber reden. Nicht wir Betroffenen sollten uns schämen — das System, das uns im Stich lässt, sollte es. Tania bringt eine Perspektive mit, die ich in unserem Podcast so noch nicht hatte: Kapitalismus und Patriarchat als Ursachen dafür, dass wir uns für unsere Erkrankung schämen. Und ihre Vision: eine solidarische Gemeinschaft, in der wir uns brauchen dürfen. Was Dich in dieser Folge erwartet: Der Unterschied zwischen episodischer und chronischer Migräne — und was Status Migrenosus wirklich bedeutetTanias Mantra für die schweren MomenteWarum radikale Akzeptanz kein Aufgeben istLeben mit chronischer Migräne und Kleinkind: Was Priorität hat und was nicht mehr gehtGrenzen setzen als jahrelanger Lernprozess — und warum es sich lohntWarum unsichtbare Behinderung so schwer verstanden wird„Wer profitiert davon, dass ich mich schäme?" — Tanias politische AnalyseNeun von zehn Behinderungen werden im Laufe des Lebens erworben, nicht angeborenDer Schamforscher Dr. Stephan Marks: Warum Reden das einzige Mittel istDer Unterschied zwischen Scham (Gefühl) und Schuld (Fakt)Migräne-Mythen: Warum Schokolade und Käse NICHT die Auslöser sindWas Tania sich von der Politik wünscht: „Weniger über uns, mehr mit uns"Die Angry Cripples-Bewegung und was chronisch Erkrankte davon lernen könnenTanias Kanal: @chronischpolitisch auf Instagram 🆕 Neu: Ab sofort gibt es die Tipps und Tricks aus jeder Podcast-Folge zum Download! Hier der Link: https://unsichtbarchronisch.de/podcast-lp/ Mein Coaching-Angebot: 30 Minuten kostenloses Erstgespräch — alle Infos auf unsichtbarchronisch.de Folg mir auf Instagram: @andrea_unsichtbar_chronisch Schau uns auf YouTube: @UnsichtbarChronisch
#25 - Q10, Wetterwechsel und Kauderwelsch — Mein Leben mit Migräne
2026/07/28
Migräne im Deep Dive — Was hilft wirklich zwischen Attacke und Alltag? Eigentlich hätten wir heute eine Interviewgästin gehabt. Aber wie es mit unsichtbaren chronischen Erkrankungen so ist: Man wacht auf, hat eine Migräne-Attacke, und der Tag ist gelaufen. Genau darum passt das Thema heute umso besser — denn Josefine ist selbst wegen einer akuten Migräne-Attacke ausgefallen. Also machen Marc und ich eine spontane Deep-Dive-Folge zum Thema Migräne. Wir tauchen tiefer ein, als wir es in den bisherigen Migräne-Folgen konnten. Ich erzähle, wie es sich bei mir tatsächlich abspielt: mal mit Aura, mal ohne. Mal sind es nur „Pünktchen" beim Arbeiten am Laptop, mal wird plötzlich alles unerträglich hell. Und manchmal wird es richtig gruselig — wenn ich meinem Sohn ein Schlaflied singen möchte und nur noch Kauderwelsch rauskommt. Wir sprechen über die Migräne-Brille mit Blaufilter, die mir im Alltag Entlastung gibt. Über meine Prophylaxe mit Q10, Magnesium und Vitamin B. Über Wetterfühligkeit als vielleicht größten Trigger bei mir. Und darüber, warum ich als Selbstständige manchmal froh bin, meine Zeit selbst einteilen zu können — auch wenn das im Krankheitsfall seine eigenen Tücken hat. Was Dich in dieser Folge erwartet: Migräne mit und ohne Aura — und warum jede Attacke anders aussehen kannEpisodische vs. chronische Migräne: Der Unterschied und was er im Alltag bedeutetWas Migräne-Brillen mit Blaufilter leisten können und wo Du sie bekommstMeine Hormonhypothese: Warum ich in der Vormenopause mehr Attacken habeProphylaxe im Detail: Q10 für die Mitochondrien, Magnesium, Vitamin B, AusdauertrainingWarum Krafttraining ab 30 ein Muss ist — auch bei MigräneMeine wichtigsten Trigger: Licht, Geräusche, Wetterwechsel, Parfüm, SchlafmangelAkutmedikation: Triptane, NSAR und die neuen Gepante seit Sommer 2024Wenn nichts mehr geht: Warum Migräne laut WHO zu den behinderndsten Erkrankungen zähltAngestellt oder selbstständig mit Migräne — was ist eigentlich einfacher?Warum ich früher immer arbeiten gegangen bin — und heute anders damit umgeheDrei-Dinge-Übung: Wie Du auch an schlechten Tagen den Fokus verschieben kannst Wichtig: Wir sind kein medizinischer Podcast. Sprich bitte immer mit Deiner Ärztin oder Deinem Apotheker, bevor Du Medikamente oder Nahrungsergänzung ausprobierst. Die Erfahrungen hier sind persönliche Erfahrungen und Impulse. ⚡ Sonderangebot bis 31.07.: 50 % Rabatt auf mein Coaching. Schnell sein lohnt sich! Mein Coaching-Angebot: 30 Minuten kostenloses Erstgespräch — alle Infos auf https://unsichtbarchronisch.de Neu: Wir sind jetzt auch auf YouTube. Hier der Link: https://www.youtube.com/@UnsichtbarChronisch Folg mir auf Instagram: @andrea_unsichtbar_chronisch
#24 - „Die Scham muss die Seite wechseln" — Sabine über PTBS nach sexualisierter Gewalt
2026/07/21
„Die Scham muss die Seite wechseln" — Sabine über posttraumatische Belastungsstörung nach sexualisierter Gewalt ⚠️ Triggerwarnung: In dieser Folge geht es um sexualisierte Gewalt in der Kindheit und ihre Folgen. Wenn Dich das Thema belastet, hör bitte nur, wenn Du Dich sicher fühlst. Hilfetelefone findest Du unten in den Show Notes. Sabine ist 43, arbeitet für die Bundesagentur für Arbeit und lebt mit einer posttraumatischen Belastungsstörung. Die Ursache: ein sexueller Übergriff in ihrer Kindheit. Eine Erfahrung, die man nicht sieht — und die sie ihr Leben lang begleitet. In dieser Folge erzählt Sabine offen, wie es ist, mit einer PTBS durch den Alltag zu gehen. Warum sie sich als Kind nicht wehren konnte — und warum sie sich das nicht zum Vorwurf machen darf. Wie die Traumatherapie ihr geholfen hat, einen inneren „Tresor" zu bauen, in dem die belastenden Erinnerungen sicher verwahrt sind. Und warum sie heute manchmal einfach nur „therapiemüde" ist. Wir sprechen über das Freezing in bedrohlichen Situationen, über den langen Weg zurück zum Vertrauen — auch zu Männern —, über die Rolle ihres Mannes als sicherer Anker und über die Herausforderung, im Arbeitsleben zwischen Sachebene und Beziehungsebene zu navigieren. Und über einen Satz, der Sabine trägt: „Die Scham muss die Seite wechseln." Sabine engagiert sich heute auf LinkedIn für Inklusion und teilhabe. Aus ihrer eigenen Geschichte hat sie einen Antrieb gemacht: Anderen soll nicht passieren, was ihr passiert ist. Was Dich in dieser Folge erwartet: Wo sexualisierte Gewalt für Sabine anfängt — und was das mit Empathie zu tun hatDas Freezing: Warum sich Betroffene in Bedrohungssituationen oft nicht wehren könnenWarum Selbstvorwürfe der falsche Weg sind — und wie man sie loslässtDer lange Weg zurück zum Vertrauen, gerade in männlichen BeziehungenWie Sabines Familie und ihr Mann ihr Halt geben — jeder auf seine ArtAnlaufstellen und erste Schritte: An wen kann man sich wenden?Warum Wartezeiten für Therapieplätze zur echten Gefahr werden könnenSabines Strategien im Alltag: Atmen, Stopp sagen, sich Räume schaffenHomeoffice als Grundsicherheitsbedürfnis — und warum sie sich dafür nicht rechtfertigen möchteDer Tresor als therapeutisches Werkzeug: Wie man Belastendes sicher verwahrtWas Du tun kannst, wenn Du im Umfeld jemanden vermutest, der Hilfe brauchtWarum Akzeptanz kein einmaliger Akt ist — sondern lebenslange ArbeitWichtige Hilfetelefone: Hilfetelefon Sexueller Missbrauch: 0800 22 55 530 (kostenlos, anonym)Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: 116 016 (24/7, kostenlos, anonym)Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 (24/7, kostenlos)Weißer Ring Opfer-Telefon: 116 006 Mein Coaching-Angebot: 30 Minuten kostenloses Erstgespräch — alle Infos auf https://unsichtbarchronisch.de Folg mir auf Instagram: @andrea_unsichtbar_chronisch
#23 - Wenn Scham zum Käfig wird — Und wie Du wieder rauskommst
2026/07/14
„Ich kann das keinem zumuten, mich so zu sehen." Diesen Gedanken hatte ich jahrelang, wenn ich einen Menière-Anfall hatte. Und ich weiß, dass viele chronisch Erkrankte diesen Satz kennen. Deshalb reden Marc und ich heute über ein Gefühl, das uns kleiner macht, als wir sind: Scham. Scham ist kein Gefühl, mit dem wir geboren werden. Es wird uns antrainiert — durch Erziehung, durch gesellschaftliche Normen, durch das Fingerpointing um uns herum. Die gute Nachricht: Was antrainiert werden kann, kann auch abtrainiert werden. Nicht komplett, aber so weit, dass es Dich nicht mehr klein macht. In dieser Folge sprechen wir darüber, warum chronisch Erkrankte besonders oft mit Scham zu kämpfen haben. Warum das Bild „ich funktioniere nicht mehr" so tief sitzt. Und warum ich mich als Physiotherapeutin doppelt schwer damit tue, plötzlich in der Patientenrolle zu sein. Ich erzähle, wie ich mich lange nicht getraut habe zu sagen, dass ich schlecht höre — weil ich mit Mitte 20 ausgelacht wurde, als ich es das erste Mal offen aussprach. Marc und ich diskutieren, was wirklich hilft: Sprechen statt schweigen. Selbstmitgefühl statt Selbstverurteilung. Die Komfortzone erweitern statt sich verstecken. Und die Erkenntnis, dass eine chronische Erkrankung kein Fehler ist — Du hast sie Dir nicht ausgesucht. Was Dich in dieser Folge erwartet: Was Scham eigentlich ist und warum sie ein antrainiertes Gefühl istWarum chronisch Erkrankte besonders oft mit Scham kämpfenDie Rolle des Umfelds: Wie Eltern, Partner und Kollegen Scham verstärken oder abmildern könnenTabu-Symptome: Warum Gerüche, „Unfälle" und psychische Erkrankungen besonders schambehaftet sindMein persönlicher Kampf: Als Therapeutin plötzlich hilflos vor PatientinnenWarum die deutsche Fehlerkultur das Problem verschärft — und wir sie besser Lernkultur nennen solltenKonkrete Wege raus aus der Scham: Sprechen, Selbstmitgefühl, Grenzen setzen, Coaching, KörperarbeitWarum ein bisschen Scham okay ist — aber sie Dich nicht regieren darfDie wichtigste Erkenntnis: Du bist nicht allein damit Eine Folge für alle, die sich schon mal in einem Moment ihrer Erkrankung so klein gefühlt haben, dass sie am liebsten unsichtbar geworden wären. Und die endlich einen anderen Umgang damit lernen wollen. Du willst dranbleiben? Tritt meinem Telegram-Kanal bei — dort teile ich regelmäßig Tipps, Motivation und Impulse rund ums Leben mit chronischen Erkrankungen (Link in den Show Notes). Du hast selbst eine Geschichte zu erzählen? Melde Dich gern bei uns — per Instagram (@andrea_unsichtbar_chronisch) oder per Mail an [email protected] Mein Coaching-Angebot: 30 Minuten kostenloses Erstgespräch — alle Infos auf unsichtbarchronisch.de
#22 - 12 Jahre ohne Kortison: Wie Marc sein Asthma in den Griff bekam
2026/06/30
Asthma ohne Kortison — Wie Marc seit über 12 Jahren ohne Spray lebt Heute hat Marc den Mikrofonplatz getauscht. Statt zu moderieren, sitzt er auf dem Interviewstuhl — und erzählt von seiner eigenen chronischen Erkrankung: Asthma bronchiale. Eine Diagnose, die ihn seit über 25 Jahren begleitet. Und ein Weg, der ihn seit über 12 Jahren ohne Kortisonspray durchs Leben trägt. Marc erzählt, wie alles begann: Mit empfindlichen Bronchien während seiner Ausbildung zum Kommunikationselektroniker, ständigem Räuspern, einem Anruf seines alten Musiklehrers, dem die veränderte Stimme auffiel. Wie er Anfang 20 erstmals beim Pulmologen landete und ein Kortisonspray verschrieben bekam. Und wie er Jahre später entschied: Das soll nicht der Endpunkt sein. Der Wendepunkt war die Buteyko-Methode — eine Atemtechnik des russischen Arztes Dr. Buteyko, die auf einer überraschenden Erkenntnis basiert: Asthmatiker atmen nicht zu wenig, sondern zu viel. Wir sprechen darüber, was wirklich hinter Asthma steckt, warum CO2 so wichtig ist und wie ein dreitägiger Kurs in Braunschweig Marcs Leben verändert hat. Was Dich in dieser Folge erwartet: Marcs Diagnose-Geschichte: Vom Lötzinn-Nebel zur Asthma-DiagnoseWarum Blasmusik (in Marcs Fall Saxophon) ein natürliches Lungentraining istDie Buteyko-Methode erklärt: Warum weniger atmen mehr istDer CO2-Trick: Wie Du Deine verstopfte Nase ohne Spray frei bekommstWarum das Buch allein nicht reichte — und wann ein Präsenzkurs sinnvoll istKonkrete Übungen: Schnapsglasatmung, Naseatmung, Mundpflaster nachtsWie Kaltduschen und Eisbaden Marcs Immunsystem transformiert habenWarum Selbstwirksamkeit das beste Mittel gegen Verzweiflung istWann ein Notfall-Kortisonspray trotzdem sinnvoll istMarcs ehrlicher Umgang mit dem Genervtsein über die täglichen ÜbungenEine Folge für alle, die Asthma haben und sich fragen, ob es einen Weg gibt, der weniger Medikamente braucht. Und für alle, die endlich verstehen wollen, warum Atmung mehr ist als „Luft rein, Luft raus". Erwähnte Methode: Buteyko-Atemtechnik (entwickelt von Dr. Konstantin Buteyko) Andreas Telegram-Kanal: Tritt unserer Community bei für Tipps, Motivation und Austausch: https://t.me/unsichtbarchronisch Mein Coaching-Angebot: 30 Minuten kostenloses Erstgespräch — alle Infos auf unsichtbarchronisch.de Folg mir auf Instagram: @unsichtbarchronisch Nächste Woche: Sarah ist wieder zu Gast — Thema: Angst bei Hörschädigung. Bleib dran!
#21 - Meine fünfte Diagnose: Morbus Crohn — und trotzdem nicht aufgeben
2026/06/23
Diagnose Morbus Crohn — Wenn der Darm dauerhaft entzündet ist Eineinhalb Jahre Wartezeit auf die Darmspiegelung. Dann die Diagnose: Morbus Crohn. Eigentlich hatte ich gehofft, dass die Kontrollspiegelung im Mai etwas anderes zeigt. Hat sie nicht. Die Entzündung an der Bauhin'schen Klappe sitzt da — unverändert. In dieser Solo-Folge nehme ich Dich mit auf meine über 20-jährige Reise mit chronischen Darmproblemen. Von den ersten Bauchkrämpfen kurz nach der Geburt meines ersten Sohnes über das Spaziergänge-Abbrechen mit Kinderwagen bis zur ersten Darmspiegelung, die damals nichts gefunden hat. Und ich erzähle Dir, wie es ist, jetzt mit der fünften chronischen Erkrankung umzugehen. Wir reden offen — sehr offen — über das, worüber sonst niemand spricht: Durchfälle in der Öffentlichkeit. Die Angst, es nicht rechtzeitig zur Toilette zu schaffen. Den aufgeblähten Bauch, der so groß wird, dass Patientinnen mich fragen, ob ich schwanger bin. Das ständige Wechselbad zwischen Verstopfung und Durchfall. Was Dich in dieser Folge erwartet: Was Morbus Crohn ist und wie er sich von Colitis ulcerosa unterscheidetWarum Autoimmunerkrankungen oft im Rudel auftreten (bei mir Hashimoto, jetzt Morbus Crohn)Meine 20-Jahres-Diagnose-Odyssee: Von der ersten Darmspiegelung ohne Befund bis heuteSchubweise verlaufen — warum man die Krankheit zwischendurch fast vergisstDie Realität jenseits der Toilette: Krämpfe, Blähungen, der schwangerschaftsähnliche BauchMein Selbstversuch mit Weizenverzicht — und wie tückisch Weizen in Lebensmitteln versteckt istWarum „arme Du" mir nicht hilft — und was stattdessen wirklich unterstütztWie ich trotz fünf chronischer Erkrankungen lösungsorientiert bleibeWann ein Coaching sinnvoll ist und warum es kein Ersatz, aber eine wertvolle Brücke zur Psychotherapie sein kannMein Coaching-Angebot: 30 Minuten kostenloses Erstgespräch — alle Infos auf https://unsichtbarchronisch.de Folg mir auf Instagram: @andrea_unsichtbar_chronisch Erhalte alle Updates als Erste/r: https://t.me/unsichtbarchronisch Du hast selbst Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa und möchtest Deine Geschichte teilen? Melde Dich gern bei uns — wir suchen Interviewpartner:innen für kommende Folgen.
#20 - Drehschwindel, Taubheit, Sprachverlust — Die unsichtbaren Seiten der Migräne
2026/06/16
Über 30 Jahre Migräne. Neun verschiedene Migräneformen. Hirnstamm-Aura, vestibuläre Migräne, Morbus Menière — alles parallel. Ivi (@ivigrimm auf Instagram) ist eine der erfahrensten Stimmen, die ich kenne, wenn es um chronische Migräne geht. Und sie teilt heute alles, was sie weiß. In dieser Folge sprechen wir über Hirnstamm-Migräne — eine seltene, oft unverstandene und potenziell gefährliche Form der Migräne mit Aura. Yvi erzählt von dem Moment, in dem sie das erste Mal im Büro einen Anfall hatte und nicht mehr laufen, nicht mehr sprechen, nichts mehr koordinieren konnte. Vom Drehschwindel, der sich anfühlt wie totale Trunkenheit. Vom kompletten Kontrollverlust über den eigenen Körper. Und davon, warum die Symptome so leicht mit einem Schlaganfall verwechselt werden können. Wir reden offen über die dunklen Seiten: Mobbing am Arbeitsplatz, ein eineinhalbjähriger Arbeitsgerichtsprozess, Suizidgedanken, die schwere Entscheidung gegen ein eigenes Kind. Aber auch über das, was trägt: ein Ehemann, der versteht. Ein Hund aus dem spanischen Tierschutz, der wie ein Kind ist. Eine Selbsthilfegruppe, die zur Familie wurde. Und ein Neurologe, der zur Lebensader wurde. Und wir sprechen über das neue Medikament, das für Yvi nach 30 Jahren tatsächlich ein Wundermittel war: das Atogepant. Was Dich in dieser Folge erwartet: Was Hirnstamm-Migräne genau ist (früher: Basilarismigräne) und warum die alte Triptan-Warnung heute überholt istDie typischen Symptome: extremer Drehschwindel, Sprachstörungen, Taubheit, Bewusstseinsstörungen, grüne AuraWarum Hirnstamm-Migräne so oft mit einem Schlaganfall verwechselt wird — und warum jede Erstattacke unbedingt ärztlich abgeklärt gehörtYvis Notfall-Kärtchen für die Handtasche: Was draufsteht und warum es Leben retten kannÜber 30 Jahre Diagnose-Odyssee: Von Ibuprofen wie Bonbons bis zum Game-Changer AtogepantWie zwei Migräne-Attacken parallel laufen können — ein Aha-Moment Der Kampf um den Arbeitsplatz: Was passiert, wenn der Arbeitgeber nicht mitspieltWarum „austherapiert" kein Wort ist, das es geben sollteTopiramat-Demenz: Wenn Medikamente, die helfen sollen, neue Probleme schaffenKonkrete Tipps zur Selbsthilfe, zu Selbsthilfegruppen und zum Integrationsfachdienst (IFD)Yvis wichtigster Rat: Bleib zu Hause, wenn die Migräne kommt. Auch mit schlechtem Gewissen.Eine Folge für alle Migränikerinnen, die sich nach 30 Jahren immer noch fragen, ob sie sich „nur anstellen". Und für alle, die jemanden im Leben haben mit Hirnstamm-Migräne und endlich verstehen wollen, was da wirklich passiert. Wo Du Yvi findest: Instagram: @ivigrim (Hauptaccount)Instagram: @migraene.monster (Migräne-Schwerpunkt)Selbsthilfegruppe „Gemeinsam Stark" über die Migräne Liga: www.migraeneliga.deHilfreiche Anlaufstellen: Integrationsfachdienst (IFD) — kostenlose Unterstützung bei Schwerbehinderung am ArbeitsplatzMigräne-App der DMKG für Trigger- und Medikamenten-TrackingVdK für sozialrechtliche UnterstützungMein Coaching-Angebot: 30 Minuten kostenloses Erstgespräch — alle Infos auf unsichtbarchronisch.de Erhalte alle Updates als Erste/r: ⁠https://t.me/unsichtbarchronisch⁠ Folg mir auf Instagram: @andrea_unsichtbar_chronisch
#19 - Vom Karteikärtchen bis Coenzym Q10: Mein kompletter Werkzeugkasten gegen Migräne
2026/06/09
Letzte Woche hast Du gehört, was Migräne eigentlich ist. Heute gehen wir tiefer. Es geht um das, was Migräne mit Dir macht — emotional, mental, mitten im Alltag. Um die Ängste, die niemand sieht. Und darum, was Du konkret tun kannst. Ich erzähle Dir, wie sich eine Migräne bei mir ankündigt — oft Tage vorher. Mit Heißhunger, Gereiztheit, plötzlicher Hyperaktivität. Bis jemand den Stecker zieht und gar nichts mehr geht. Wir reden über die Angst, im Auto die Aura zu bekommen. Über die Angst, vor Klientinnen nicht mehr sprechen zu können. Über Altersarmut, Verzweiflung und Wut darüber, dass es einfach nicht weggeht. Und dann reden wir über das Wichtigste: Akzeptanz. Warum sie kein einmaliger Akt ist, sondern ein lebenslanger Prozess. Warum „ich verdränge das einfach" nicht funktioniert. Und warum Du Dein Umfeld unbedingt mit ins Boot holen musst. Im zweiten Teil bekommst Du meine kompletten Werkzeuge: Was hilft konkret, ohne Medikamente, mit Medikamenten, mit Nahrungsergänzung — und wann ein Coaching der richtige Schritt ist. Was Dich in dieser Folge erwartet: Die Vorboten-Phase: Warum Migräne oft Tage vor den Kopfschmerzen beginnt2,5- bis 5,8-fach erhöhtes Depressionsrisiko bei Migräne — und warum das niemanden überraschen sollteHirnstamm-Migräne im Alltag: Taubheit, Sprachprobleme und der Trick mit dem KarteikärtchenDie großen Ängste: Aura im Auto, Sprachverlust bei der Arbeit, AltersarmutWarum Akzeptanz kein Schalter ist — sondern tägliche ArbeitWie Du Dein Umfeld mit einbeziehst (und wer dann übrig bleibt)Selbstwirksamkeit als Therapie: Was Du selbst tun kannstKonkrete Dosierungen: Vitamin B2, Coenzym Q10, Magnesium-DizitratAkut-Tools ohne Medikamente: Kälte, Minzöl, doppelter Espresso mit ZitroneYin-Yoga in der Attacke: Warum „Faultier-Yoga" funktioniertWann Coaching sinnvoll ist und wie meine Pakete aufgebaut sindMein Coaching-Angebot: 30 Minuten kostenloses Erstgespräch — alle Infos auf https://unsichtbarchronisch.de Hilfreiche Links: Migräne-App der DMKG für Trigger-Tracking und MedikamentenüberblickKopfschmerzexperten finden: www.dmkg.deFolg mir auf Instagram: @andrea_unsichtbar_chronisch Erhalte alle Updates als Erste/r: ⁠https://t.me/unsichtbarchronisch⁠ Wenn Dir diese Folge etwas gegeben hat: Schenk uns 5 Sterne auf Spotify. Das sind 10 Sekunden Deiner Zeit — und es hilft genau den Menschen, die diese Folge gerade brauchen, sie auch zu finden.

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