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NDR Kultur - Das Gespräch

Werben im Podcast: NDR Kultur - Das Gespräch

Dieser Podcast hat
103 Episoden
Sprache
German
Herausgeber
NDR Kultur
Explizit
Nein
Erstellt am
2007/01/08
Neueste Episode
2026/10/04
Durchschnittsdauer
26 min.
Veröffentlichungsintervall
9 Tage

Beschreibung

Bei "Das Gespräch" kommen Menschen zu Wort, die Stellung beziehen und Positionen vertreten: kulturell oder gesellschaftlich, kenntnisreich, vielfältig und nicht selten provokant. Mal sind sie prominent und in aller Munde, mal ausgewiesene Experten auf ihrem Gebiet. Gemein ist ihnen allen, dass sie Inspirierendes zu sagen haben zu den Themen unserer Zeit - und oft auch sehr Persönliches. Wir stellen drängende Fragen und rollen nicht einfach den roten Teppich aus.

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"Kulturkampf" um die Sprache treibt Mathias Brodkorb "zum Wahnsinn"
2026/10/04
Der "geistig-moralische Kulturkampf" um die Sprache, wie Mathias Brodkorb ihn beschreibt, eskaliert immer weiter. Dabei hätten Wörter, die man heutzutage besser nicht mehr benutzen sollte, "keine Absichten und keine magischen Fähigkeiten". Die Wörter seien neutral und nicht "böse". Deshalb sei der Eifer, mit dem Sprachaktivistinnen und -aktivisten solche Wörter aus dem Gebrauch verbannen wollen, "moralische Gängelung von oben".Ähnlich sieht es der streitfreudige Publizist beim Gendern, das von einem Großteil der Bevölkerung abgelehnt wird. Zur „Sichtbarmachung“ von Frauen oder Gleichstellung der Geschlechter trügen Gendersterne oder Gendergaps nicht bei. Im kontroversen Gespräch mit Jürgen Deppe plädiert der studierte Sprachphilosoph Mathias Brodkorb dafür, der Sprache ihre Freiheit zu lassen und sich stattdessen lieber auf die Lösung der eigentlichen Probleme zu konzentrieren.
Jüdisch sein in Norddeutschland: Rabbi Ufferfilge im Gespräch
2026/09/20
Nach Jahren in Berlin arbeitet Levi Israel Ufferfilge seit dem vergangenen Jahr als Rabbiner der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg. Über das Gemeindeleben hinaus engagiert er sich zudem bei der Organisation „Jüdisches Leben in Europa“, geht in Schulen und in den Austausch. Den mitunter entstehenden Diskussionen weicht er nicht aus. Ufferfilge ist überzeugt, dass der persönliche Kontakt eine wichtige, wenn nicht die wichtigste Säule ist, um vielleicht irgendwann zu einer Normalität im Alltag zu finden. Seine Erlebnisse und Erfahrungen hat Levi Israel Ufferfilge in dem Buch „Nicht ohne meine Kippa. Mein Alltag in Deutschland zwischen Klischees und Antisemitismus.“ aufgeschrieben. Im Gespräch mit Martina Kothe macht er sich Gedanken darüber, was gegen Hass hilft. Wie fängt man die Gemeinde auf, wenn etwas Schreckliches geschieht, wie am 07. Oktober 2023? Woraus schöpft man Mut? Denn ein gemeinsamer Alltag ist noch lange nicht alltäglich.
Elisa von Hof im Gespräch über "Unsichtbare Musen"
2026/09/13
Das Genie und die dazugehörige Muse, ohne die nichts geht, die sich – bitte schön – aufopfern darf, die der Kunst und in den allermeisten Fällen dem Künstler zu Diensten zu sein hat: Dieses Konzept ist über Jahrhunderte gewachsen und hat sich bis in die Gegenwart erhalten. Die Frauen hinter- oder auch neben berühmten Dichtern, Schriftstellern, Komponisten, Malern, Filmregisseuren und Musikern holt die Journalistin Elisa von Hof in ihrem Buch ins Rampenlicht. Im Gespräch mit Martina Kothe erzählt die stellvertretende Leiterin des Kulturessorts des SPIEGELS, was sie an diesem Thema so fasziniert und vor allem auch frustriert.
Frauke Brosius-Gersdorf: Demokratie braucht gute Politik
2026/09/06
Als angesehene Verfassungsrechtlerin galt Frauke Brosdius-Gersdorf bis zum Sommer 2025 in Fachkreisen als Koryphäe für Verfassungsrecht. Deshalb schlug die SPD sie für den Posten einer Verfassungsrichterin vor. Doch dann sorgte eine mit gezielten Desinformationen gespickte Internet- und Medienkampagne von äußerst rechts für ihren Rückzug von der Kandidatur.Im Gespräch mit Doris Maull spricht Brosius-Gersdorf jetzt offen über ihre gescheiterte Wahl zur Verfassungsrichterin, ihre oft falsch dargestellte Haltung zu Schwangerschaftsabbrüchen und ein mögliches AfD-Verbot. „Ich glaube, eine gute Politik, bei der die Menschen den Eindruck haben, dass die an ihrem Wohlergehen, dass die an Vernunft, an Sachlichkeit orientiert ist, dass sie ihre individuelle Situation verbessert, das ist der beste Schutz gegen extreme Kräfte.“
Warum Ostdeutschland uns alle angeht: Marieke Reimann im Gespräch
2026/08/23
Marieke Reimann verbindet in ihrem Buch „Zweite Wende. Warum Ostdeutschland uns alle angeht“ persönliche Reportagen mit soziologischer, ökonomischer und politischer Analyse. 1987 in Rostock geboren und im Plattenbau aufgewachsen, kennt sie die Brüche aus erster Hand. Als Journalistin und ehemalige Chefredakteurin kämpft Reimann seit Jahren für mehr Sichtbarkeit Ostdeutscher. Warum werden in den Medien Ostdeutsche meistens nur als Witzfiguren oder AfD-wählende „Jammer-Ossis“ dargestellt? Warum sind im Osten bis heute so viele Führungsposten in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft mit Wessis besetzt – und warum ist es ein Karrierenachteil aus dem Osten zu stammen? Können Angela Merkel und Tokio Hotel Vorbilder sein?Im Gespräch mit Alexandra Friedrich bestärkt Marieke Reimann ihren Appell für den Osten – und für eine Zukunft, in der unsere Demokratie nur gewinnen kann, wenn die Wende endlich bei allen ankommt.
Jenseits der Brandmauer: Gespräch mit Punksänger Monchi
2026/08/16
„Sollte ich alt werden, werde ich hier alt“. Diese Zeilen singt der Sänger der Punkband „Feine Sahne Fischfilet“ immer noch gern. Aber seine Heimat macht es ihm gerade nicht einfach. Er ist zurückgezogen ins vorpommersche Jarmen, wo er aufgewachsen ist. 54% haben hier bei der letzten Bundestagswahl AfD gewählt. Monchi erzählt in seinem neuen Buch „Jenseits der Brandmauer“ vom Zusammenleben auf dem Land. Von den vielen Gesprächen mit AfD-Wählern. Davon, wie weit er sich entfernt fühlt von den moralischen Forderungen der linken urbanen Szene. Er wirbt für das Leben in den Kleinstädten und Dörfern, denn da könne man etwas verändern: Einen Skatepark bauen wie in Jarmen oder ein Festival organisieren – ohne Förderung! Ein Gespräch mit Lenore Lötsch über die ambivalente Liebe zur Heimat kurz vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern.
Pop-Papst Udo Dahmen: Musiker und Professor, Enthusiast und Lobbyist
2026/08/09
Es ist maßgeblich dem Schlagzeuger Udo Dahmen zu verdanken, dass Popmusik in Deutsch-land Hochschulreife besitzt. Und das nun schon seit Jahrzehnten. 1983 wurde Udo Dahmen an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg Dozent des damals neu gegründeten Studiengangs „Popularmusik“. Was anfangs noch ein Modellversuch war, wurde – auch dank Udo Dahmen – im Laufe der Jahre so erfolgreich, dass Dahmen 2003 ins Gründungsteam der „Popakademie“ in Mannheim berufen wurde – inzwischen die erfolgreichste Talentschmiede für Popmusik in Deutschland. Zwei Jahrzehnte lang war Udo Dahmen dort künstlerischer Direktor, Geschäfts-führer und Professor – parallel dazu auch Vizepräsident des Deutschen Musikrats.Im Gespräch mit Markus Brock erinnert sich der mittlerweile 75-Jährige an seine Zeit als Schlagzeuger der Jazz-Rockband Kran und seine spätere Zusammenarbeit u.a. mit Achim Reichel, Sting, Lake, Nina Hagen, Inga Rumpf und vielen anderen. Dahmen erklärt, warum sich Arbeit für die Popmusik nicht aufs rein Musikalische beschränkt und Innovation das A und O der Popmusik ist.
Jana Hensel: Warum sich der Osten von der Demokratie verabschiedet
2026/08/02
Die AfD ist im Osten klar stärkste Partei. Nach den anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern könnte sie sogar die Regierung übernehmen. Die aus Leipzig stammende Journalistin und Autorin Jana Hensel geht in ihrem jüngsten Buch „Es war einmal ein Land“ der Frage nach, warum sich der Osten nach der friedlich erstrittenen Demokratie 1989 jetzt desillusioniert von ihr verabschiedet. Dabei blickt Jana Hensel auf das gebrochene Versprechen von „blühenden Landschaften“, auf Deindustrialisierung, Abwanderung, Hartz IV und mangelnde Anerkennung. Diese Erfahrungen entschuldigten nicht das Wahlverhalten, so Hensel. Sie müssten aber verstanden werden, wenn demokratische Parteien Menschen zurückgewinnen wollten.Mit Sebastian Friedrich spricht Jana Hensel über die Grenze zwischen Empathie und Verharmlosung, über politische Fehler seit 1989 und darüber, warum Ost und West unterschiedlich angesprochen werden müssten.
Meine Natur und ich: Katrin de Vries offenbart sich ihr Garten
2026/07/26
"Ich habe gemerkt", sagt Katrin de Vries im Gespräch mit Dietrich Brants, "dass ich selbst das Problem bin". Eigentlich hatte sie nur aufgehört, den Rasen zu mähen. Doch dann beobachtet die Ostfriesin plötzlich, was alles sprießt, wo vorher nur eine grüne Wüste war. Sie entdeckt was passiert, wenn Gras wächst, wie es selbst und nicht, wie der Mensch es will, und Pflanzen selbst entscheiden, wo sie am besten gedeihen.Kontrolle abgeben, Herrschaft aufgeben: So entwickelte die Schriftstellerin Katrin de Vries ein neues Verhältnis zur Natur. Und begann, sich demütig als Teil eines großen Ganzen zu verstehen.Schließlich schrieb sie in ihrem Buch „Ein Garten offenbart sich: Erzählung von einem anderen Leben“ auf, was der Garten, in dem andere nur Chaos sehen, ihr offenbart: „Die kleinste größte Welt“.
Liya Yu: "Wir brauchen mehr Hirn und weniger Moral"
2026/07/19
Die neuropolitische Philosophin ist davon überzeugt: Die meisten Haltungen und Handlungen sind im Gehirn festgeschrieben.
Haifischbecken New Adult - Isabelle Herzog übt scharfe Kritik
2026/07/12
Die New Adult-Autorin Isabelle Herzog rechnet in ihrer aktuellen Buchreihe „Bookish“ mit der Szene ab. Das Genre, das vor allem eine junge, weibliche Zielgruppe anspricht, lebt besonders vom Marketing auf Social Media. Auf Booktok, der leseaffinen Community auf der Plattform Tiktok, tauschen sich Tausende über Bücher aus, bewerten diese, sprechen über neue Trends. Das kann eine schöne Gemeinschaft sein, bedeutet für viele Autorinnen aber auch Druck, ständig präsent zu sein und liefern zu müssen.Im Gespräch mit Julia Hercka erzählt die gebürtige Hildesheimerin über den Druck als New-Adult-Autorin und warum sie ihre Kritik trotzdem in einer New-Adult-Reihe verarbeiten wollte.
Konstantin Richter über Aufstieg und Fall der Deutschland AG
2026/06/28
Was verbarg sich hinter der sogenannten Deutschland AG? Wer bestimmte über Jahrzehnte die Geschicke von Banken, Konzernen und Versicherungen – und warum zerbrach dieses System? Anhand von 300 Unternehmern, Bankern und Managern - allesamt Männer - zeichnet Konstantin Richter den Aufstieg und Niedergang der deutschen Wirtschaftselite nach und zeigt, wie eng Wirtschaft, Politik und gesellschaftlicher Wandel miteinander verbunden waren.Im Gespräch mit Verena Gonsch erklärt der 1971 geborene Autor und Journalist, wie die Deutschland AG entstand, weshalb sie lange als Erfolgsmodell galt und was ihr Ende für die deutsche Wirtschaft bis heute bedeutet.
"Förderung gegen Körper": Ingeborg Bachmanns Kampf um Anerkennung
2026/06/14
Dieses Jahr wäre sie 100 Jahre alt geworden. Andrea Stoll zeigt die Nachkriegsdichterin in ihrer neuen Biografie als Suchende zwischen Vater und Übervätern.
Mashood Khan: Vom "Intensivtäter" zum "Intensivhelfer"
2026/06/07
Als Gangmitglied kämpfte Mashood Khan auf der Straße, jetzt gibt er Anti-Aggressionstrainings. Früher hat er sich mit den „Bullen“ angelegt, heute dreht er Filme mit pensionierten Polizeibeamten. Als junger Mann saß er im Gefängnis, inzwischen sitzt er als Experte in Talkshows. Über seine kriminelle Jugend und den Weg zurück ins Leben hat der Norderstedter Sozialpädagoge, Coach und Rapper jetzt ein Buch geschrieben: „Vom Stolz der Straße“. Mit Alexandra Friedrich spricht er über das Gefühl, zwischen zwei Kulturen aufzuwachsen und keiner gerecht werden zu können. Über die Suche nach Anerkennung und die Sprache der Straße. Über zeitgemäße Jugendarbeit und authentische Vorbilder.
Pierrot Raschdorff: Versuch's mal mit mehr Höflichkeit!
2026/05/31
Pierrot Raschdorff, in Ostfriesland aufgewachsener Politikwissenschaftler, Diversity-Experte und Autor, verfolgt die Debatte über unseren Umgang miteinander intensiv und findet: Sie wird nicht konstruktiv genug geführt. Er hat einen Vorschlag, wie wir wieder mehr zueinander kommen können und darüber ein Buch geschrieben: „Die neue Höflichkeit“. Was das Neue an seiner Idee von Höflichkeit ist und wie sie in der Praxis aussehen kann, darüber spricht er mit Alexandra Friedrich. Es geht um Leitkultur und die Bedeutung Sozialer Orte, um die Frage, warum wir mal wieder mit der Familie Abendbrot essen und mit Fremden übers Wetter schnacken sollten.

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