
Werben im Podcast: Stichwort Drehbuch
Bewertung
3von
Dieser Podcast hat
100 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
Stichwort DrehbuchExplizit
Nein
Erstellt am
2008/03/12
Neueste Episode
2026/09/30
Durchschnittsdauer
55 min.
Veröffentlichungsintervall
19 Tage
Beschreibung
Der Podcast zum Thema Drehbuch
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Nest: "Wir geben mehr als Geld"
2026/09/30
Im Programm Nest geht es um mehr als Geld. Zehn ausgewählte Projekte pro Runde entwickeln ihre frühen Ideen fünf Tage lang in einem geschützten Raum an der Ostsee, begleitet von der französischen Initiative Le Groupe Ouest. Über die Auswahl entscheidet kein klassisches Gremium, sondern die Alumni. Wir sprechen mit Helge Albers und Sonja Heinen über die Gründe für den Neustart, Fördersummen zwischen 50.000 und 90.000 Euro, das Missverständnis vom Nachwuchsprogramm, den Chatbot Nessie und den Ableger Nordic Nest.
Das Werk ist größer als das eigene Ego
2026/09/10
Zwei Projekte, zwei völlig verschiedene Arbeitsweisen. Für „Vaterland" arbeitete Henk Handloegten mit Paweł Pawlikowski monatelang an einem zehnseitigen Treatment, aus dem ein Drehbuch von 55 Seiten wurde, das anschließend fast unverändert gedreht worden ist. Er erzählt, warum der Film bewusst von den Fakten abweicht und weshalb Erika für ihn die Zugangsfigur war. Bei „Babylon Berlin" dagegen schrieb er mit Achim von Borries und Tom Tykwer rund 3.500 Seiten für 48 Episoden, jede Szene mehrfach durch alle Hände. Außerdem: warum die Serie im Februar 1933 endet und was Hitlers Krankenakte damit zu tun hat.
Neue Drehbuchförderung: Der Weg zum Geld
2026/08/20
Seit Jahren wird über die Reform der Filmförderung verhandelt, abgeschlossen ist sie bis heute nicht. Gerrit Hermans ordnet ein, was für Autorinnen und Autoren erreicht wurde: Buch und Regie sind erstmals an den Referenzmitteln der FFA beteiligt, in der jurybasierten Kulturförderung stehen jetzt 15.000 Euro für ein Treatment und 40.000 Euro für zwei Drehbuchfassungen bereit, dazu bis zu 10.000 Euro für dramaturgische, juristische oder wissenschaftliche Beratung. Kritisch sieht er den Deckel von 30.000 Euro bei den Referenzmitteln und die Zersplitterung in Kleinstbeträge, die kaum neue Stoffe anstoßen. Offen bleiben Steueranreizmodell und Investitionsverpflichtung.
Das Drehbuch und die Regie - Christian Alvart
2026/07/30
In unserer Reihe über das Drehbuchlesen anderer Gewerke ist diesmal die Regie an der Reihe. Oliver Schütte spricht mit Christian Alvart (Antikörper, Dogs of Berlin, Sløborn, Oderbruch) darüber, wie er als Regisseur, Autor und Produzent Drehbücher liest. Alvart erzählt von seiner Zeit in Hollywood, in der er bis zu drei Bücher am Tag las, erklärt, warum die erste Seite die wichtigste ist, was gute Figuren ausmacht und wie er mit Autorinnen und Autoren zusammenarbeitet. Dazu gibt es klare Gedanken zu Notes, Fassungen und der Frage, wann man ein Projekt besser verlässt.
Erwähnte Bücher, Filme und Serien
Filme und Serien von Christian Alvart
Antikörper (2005)
Dogs of Berlin (Netflix)
Sløborn
Oderbruch
Borowski und der stille Gast (Tatort, Buch: Sascha Arango)
Bücher
William Goldman: Adventures in the Screen Trade (dt. Das Hollywood-Geschäft)
William Goldman: Which Lie Did I Tell? (dt. Wer hat hier gelogen?)
Blake Snyder: Save the Cat
Lena Dunham: Famesick (Autobiografie, Sommer-Lesetipp)
Weitere erwähnte Filme und Drehbücher
Butch Cassidy and the Sundance Kid (Buch: William Goldman)
Marathon Man (Buch: William Goldman, mit Laurence Olivier)
Unstoppable (Regie: Tony Scott, Buch: Mark Bomback)
Stirb langsam 4.0 (Buch: Mark Bomback)
Höllenfahrt der Poseidon
Kurz und schmerzlos (Fatih Akin)
Passengers (unverfilmtes Spec Script in Ich-Erzählform)
Girls und Too Much (Lena Dunham)
Die Hamburg Media School
2026/07/09
In unserer Reihe mit Gesprächen über deutsche Filmhochschulen widmen wir uns heute dem Filmstudiengang der Hamburg Media School. Der Masterstudiengang findet in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Bildenden Künste (HfBK) statt und umfasst vier Studienbereiche: Produktion, Kamera, Regie und Drehbuch. Letzterer wird seit drei Jahren von Petra Lüschow und Toks Körner gemeinsam geleitet.
Deutsche Filmpodcasts United
2026/07/02
Yugen Yah, einer der Herausgeber des Indiefilmpodcasts, hatte die Initiative zu einer gemeinsam Folge aller Podcasts, die sich mit der Filmproduktion in Deutschland beschäftigen. Auf diese Weise können sich alle einen Überblick verschaffen. Dabei sind: MasterCut, Stichwort Drehbuch, Alles ist Film, Filmreif und Indiefilmtalk. Das übergreifende Thema für die Sammelfolge ist die Ankunft der KI.
Das Begehren der Anderen
2026/06/18
In dieser Folge sprechen wir mit den Dramaturginnen Johanna Faltinat und Letícia Milano, Gründerinnen des „Büros für vielfältiges Erzählen", über ihr Buch "Das Begehren der Anderen". Das Praxishandbuch stellt ein eigenes dramaturgisches Modell vor, das weit über Sensibilisierung und Casting-Fragen hinausgeht: eine machtkritische Methode zur Figurenentwicklung, die auf klassischen Ansätzen aufbaut und sie erweitert. Im Gespräch geht es um die Entstehung des Modells, konkrete Werkzeuge für Autor:innen und Dramaturg:innen, Beispiele von Arthouse bis Animationsfilm. Ein Plädoyer für neugieriges, demokratisches Erzählen.
LinkedIn: Johanna Faltinat, Letícia Milano und Büro für vielfältiges Erzählen
Instagram: @buerovielfaeltigeserzaehlen @jofalti @milano.leticia
Das Buch: https://tidd.ly/3RFSiyF
Foto: © Jelena Ilić
Mama ist die Best(i)e
2026/05/28
Uli Bree ist einer der Stars unter den österreichischen Fernsehautoren und glänzt im gesamten deutschen Sprachraum mit seiner speziellen Handschrift. Wir sprechen mit ihm über Österreichs besonderen Humor und wie er das Krimiformat nutzt, um seine Charakterstudien zu treiben.
Filmemachen mit KI: Mark Wachholz
2026/05/07
Was passiert, wenn Autor:innen nicht mehr auf Produzenten, Sender oder Millionenbudgets warten müssen? Mark Wachholz zählt zu den international bekanntesten KI-Filmemachern und gibt tiefe Einblicke in seinen Kurzfilm „Ceremony" – Top-12-Finalist beim mit einer Million Dollar dotierten AI Film Award 2026. Ein Gespräch über kreative Freiheit, neue Teamstrukturen und darüber, warum KI für Autor:innen keine Bedrohung ist, sondern die größte Befreiung seit Jahrzehnten. Am Ende: Marks konkrete Tipps für den eigenen Einstieg.
Mark Wachholz auf YouTube: youtube.com/@ParticlePanic
KI.Lab der Master School Drehbuch (26.09.26–15.04.27): masterschool.de/lehrgaenge/kilab-werkstatt-fuer-filmentwicklung-mit-ki
IFS Köln
2026/04/16
In unserer Reihe über Filmhochschulen im deutschsprachigen Raum besuchen wir diesmal die Internationale Filmschule Köln (IFS) im quirligen Stadtteil Mühlheim. Magnus Vattrodt, seit drei Jahren Professor für Drehbuch und Dramaturgie, erklärt, warum er solide Grundlagen für wichtiger hält als frühe Meisterwerke – und warum Scheitern an der Filmschule der beste Lehrmeister sein kann. Das Gespräch dreht sich um die Balance zwischen gewerkeübergreifenden Projekten und eigenständigem Schreiben, um die Chancen auf dem öffentlich-rechtlichen Markt und um die Frage, wie Studierende den Einstieg in die Branche finden. Außerdem geht es um den Umgang mit KI in der Drehbuchausbildung, um alte Filme mit problematischen Rollenbildern im Unterricht und um die Sensibilität einer neuen Generation.
Vertical Drama - Will Buckingham
2026/03/26
Vertical Drama oder auch Minidrama ist ein neues Serienformat speziell für Mobiltelefone und ihren kleinen, aufrechten Bildschirm. Will Buckingham hat als Autor bereits einige Erfahrungen gesammelt mit dem schnellen und Cliffhanger betonten Format. Wie sieht der Markt aus, wie wird gearbeitet, welche Genres funktionieren hier?
Will Buckingham machte seinen MFA in Dramatic Writing an der NYU Tisch School of the Arts Asia in Singapur. Er arbeitete in der Entertainment Industry in den USA, Asien und Europa. Seit 2019 lebt er in Berlin. Er schrieb TV Movies u. a. für Amazon Prime und SkyTV. Er arbeitete auch als lead writer für die immersive Fiction App Galatea und schrieb Romane für den Ebook-Verlag Scribd.
Will Buckingham: Vertical Drama
2026/03/26
Vertical Drama oder auch Minidrama ist ein neues Serienformat speziell für Mobiltelefone und ihren kleinen, aufrechten Bildschirm. Will Buckingham hat als Autor bereits einige Erfahrungen gesammelt mit dem schnellen und Cliffhanger betonten Format. Wie sieht der Markt aus, wie wird gearbeitet, welche Genres funktionieren hier?
Will Buckingham machte seinen MFA in Dramatic Writing an der NYU Tisch School of the Arts Asia in Singapur. Er arbeitete in der Entertainment Industry in den USA, Asien und Europa. Seit 2019 lebt er in Berlin. Er schrieb TV Movies u. a. für Amazon Prime und SkyTV. Er arbeitete auch als lead writer für die immersive Fiction App Galatea und schrieb Romane für den Ebook-Verlag Scribd.
Die Seele der Figur
2026/03/05
Schauspielerin Inka Friedrich ("Sommer vorm Balkon“, „Tatort: Unten im Tal“) spricht über ihre Arbeit mit Drehbüchern – vom ersten Lesen bis zum Drehtag. Wann weiß sie, dass eine Rolle ihre ist? Was macht Figuren für sie spannend? Und warum sollten Frauen im Drehbuch nicht immer nur weinen? Inka erzählt von der Zusammenarbeit mit Andreas Dresen, von improvisierten Szenen und dem Wunsch nach Dialogen, die weniger erklären und mehr erleben lassen. Außerdem: Warum der direkte Austausch zwischen Autoren und Schauspielern so wertvoll ist.
IM GESPRÄCH ERWÄHNTE FILME
„Rose" (2026) – Drehbuch: Markus Schleinzer, Alexander Brom. Mit Sandra Hüller. Silberner Bär (Beste schauspielerische Leistung), Berlinale 2026.
„Anatomie eines Falls" (2023) – Drehbuch: Justine Triet, Arthur Harari. Mit Sandra Hüller. Goldene Palme Cannes 2023, Oscar für das Beste Originaldrehbuch 2024.
„The Secret Agent" (2025) – Drehbuch: Kleber Mendonça Filho. Mit Wagner Moura, Udo Kier. Preise für Beste Regie und Besten Darsteller, Cannes 2025. Zwei Golden Globe Awards 2026.
„Sentimental Value" (2025) – Drehbuch: Joachim Trier, Eskil Vogt. Mit Stellan Skarsgård, Renate Reinsve, Elle Fanning. Europäischer Filmpreis 2026 (Bester Film). Acht Golden-Globe-Nominierungen.
„Labaule & Erben" (2019) – Miniserie, 6 Folgen, SWR. Idee: Harald Schmidt. Drehbuch: Richard Kropf, Anneke Janssen, Bob Konrad, Hanno Hackfort, Elena Senft. Mit Uwe Ochsenknecht und Inka Friedrich.
True Crime
2026/02/13
True Crime Geschichten sind im Trend - im Fernsehen, als Podcasts oder Reportagen. Wir sprechen darüber mit zwei Autoren, die herausragende Drehbücher auf diesem Gebiet geschrieben haben: Robert Hummel schrieb gemeinsam mit Martina Mouchot die "Slow-Crime" Miniserie "Spuren," die sich eng an realen Fällen orientiert. Jan Schomburg leistete Schwerarbeit, indem er den berüchtigten Cum-Ex-Skandal ebenfalls als Miniserie auf den Bildschirm hievte.
Robert Hummel wuchs in Ost-Berin auf und studiert zunächst Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. Er spielte an verschiedenen Theatern, etwa dem Deutschen Theater Berlin unter Heiner Müller, in Wuppertal, Lübeck, am Rennaissancetheater Berlin und anderen. In Filmen spielte er unter anderem unter der Regie von Heiner Carow und Margarethe v. Trotta. Seit ca. 2004 verlegte er sich zunehmend aufs Schreiben von Krimidrehbüchern. So etwa "SOKO 5113," "Der Alte," "Letzte Spur Berlin" oder die Reihe "Die Jägerin."
Jan Schomburg studierte Visuelle Kommunikation an der Kunsthochschule Kassel, Audiovisuelle Medien Kunsthochschule für Medien Köln und absolvierte die Drehbuchwerkstatt München. Er schrieb überwiegend Kinofilme: "Über uns das All," "Vergiss mein Ich;" gemeinsam mit Maria Schrader schrieb er "Vor der Morgenröte" und "Ich bin dein Mensch." "Die Affäre Cum-Ex" ist seine erste Fernsehserie.
Vertrauen steht nicht im Vertrag
2026/01/20
Ein neuer Bremer Tatort, ein eingespieltes Duo und eine Produktion, die die Forderungen von Pro-Quote mehr als erfüllt: An den entscheidenden Positionen sind ausschließlich Frauen beteiligt. Besonders Elisabeth Herrmann findet zum Schluss deutliche Worte für die Missstände in der Branche. Sie kontrastiert ihre Freiheit als Romanautorin mit der Realität beim Film und kritisiert Regisseure, die Drehbücher ohne Rücksprache umschreiben, scharf: „Wir sind nicht die Hiwis der Regie“. Zudem prangert sie die Unsicherheit durch sogenannte „Trittbrettverträge“ an, bei denen Zahlungen vom Drehbeginn abhängen und das wirtschaftliche Risiko allein beim Autor liegt. Ihr Fazit: Da Vertrauen oft enttäuscht wird, braucht es härtere vertragliche Regeln und mehr Schutz für das Gewerk Buch.
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