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SWR2 Glauben

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Bewertung
★★★★★
5
von
1 Bewertungen
Dieser Podcast hat
58 Episoden
Sprache
German
Herausgeber
SWR
Explizit
Nein
Erstellt am
2011/11/09
Neueste Episode
2022/06/26
Durchschnittsdauer
26 min.
Veröffentlichungsintervall
6 Tage

Beschreibung

In SWR2 Glauben geht es um Auseinandersetzungen zu Glauben, Ethik und Sozialem. In hintergründigen Reportagen fragen wir nach, wie Menschen den Sinn ihres Lebens und ihren Kompass finden, wo sie integriert oder benachteiligt sind.

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Humanist und Vorbild für eine multireligöse Gesellschaft -
2022/06/26
Johannes Reuchlin gehörte zu den größten Humanisten Europas. Er war ein Kenner der jüdischen Schriften. In einem Klima von Hass und Ausgrenzung trat er im 15./16. Jahrhundert gegen Antisemitismus und für mehr Toleranz ein. "Verbrennt nicht, was ihr nicht kennt", forderte er. Und: "Erkundet das Fremde, zerstört es nicht". Seine Maxime gilt auch heute noch, besonders für seine Heimatstadt Pforzheim, wo heute Menschen aus 136 Nationen leben. Eine Stadt, die mit einem Reuchlin-Jahr dafür sorgt, dass das Erbe des berühmten Humanisten nicht in Vergessenheit gerät.
Kinder des Gebotes - erwachsen werden im Judentum
2022/06/19
Wenn Mädchen zwölf und Jungen dreizehn Jahre alt werden, gelten sie in der jüdischen Gemeinde als erwachsen. Sie sind dann Bat- oder Bar Mitzwa-Tochter oder Sohn des Gesetzes. Das bringt Rechte und Pflichten mit sich und wird in ihren Familien groß gefeiert. In manchen Gemeinden dürfen sie zum ersten Mal das Gebet leiten oder aus der Tora vorlesen. Auf den neuen Lebensabschnitt bereiten sie sich monatelang vor. Dabei lernen sie nicht nur viel über ihre Religion, sondern auch eine Menge über sich selbst. Wir begleiten Jugendliche durch diese aufregende Zeit.
Umzug mit gemischten Gefühlen
2022/06/16
Wer eine bezahlbare Wohnung hat, wird sie nicht einfach aufgeben. Doch manchmal geht es nicht anders: Der Vermieter hat Eigenbedarf angemeldet; es steht eine Luxusmodernisierung an; oder man muss berufsbedingt umziehen. Selbst wenn man leicht eine neue Wohnung findet, löst der Umzug spätestens beim Packen eine gewisse Wehmut aus. Viele Dinge wecken Erinnerungen. Soll ich mich von ihnen trennen? Grundlegende Fragen tun sich auf: Was bedeuten mir mein Zuhause, meine Nachbarn, der Blick aus dem Fenster, die vertraute Umgebung? Wird die neue Wohnung sich auch irgendwann wie Heimat anfühlen? (rbbKultur 2021)
Freiheit durch Vergebung – Von der Kraft des Neubeginns
2022/06/12
Wer Opfer eines Angriffs wird, reagiert oft aggressiv und sinnt auf Rache. Doch Hass verhindert Heilungsprozesse, kann Menschen sogar psychisch zerstören. Der einzige Weg zur Rückkehr in ein erfülltes Leben heißt Vergebung. Sie fällt in der Regel schwer, scheint oft unmöglich. Dennoch entdecken heute Theologen wie auch Psychologen, welche Chancen auf Heilung und Befreiung das Vergeben freisetzt. Das Thema ist eine Herausforderung quer durch alle Kulturen und Religionen. Menschen unterschiedlichen Glaubens machen ähnliche Erfahrungen.
Ein Leben als Nonne oder Mönch - Warum entscheiden sich junge Menschen für ein Klosterleben?
2022/06/06
"Warum zieht es mich so zu Gott, den ich doch kaum kenne?" fragt eine junge Ordensschwester. Andere sprechen direkt von 'Berufung' als Voraussetzung für ihr Leben im Kloster. Jährlich sind das rund 30 Männer und 40 Frauen. Die meisten werden zu den Jüngsten im Kloster gehören, denn meist sind Nonnen oder Mönche älter als 65 Jahre. Angelika Schmidt-Biesalski besucht junge Frauen und Männer in Klöstern und spricht mit Ihnen über ihre Motive ins Kloster zu gehen. Auch Priester kommen zu Wort, die sich gegen ein Leben im Kloster entschieden haben.
Neue Heimat, alter Glaube – Wie Heimatvertriebene die Kirche im Südwesten verändert haben
2022/06/05
Man nannte sie "Rucksackdeutsche": Menschen, die ihr Hab und Gut auf dem Rücken trugen und aus Schlesien, Pommern, Ostpreußen oder dem Sudetenland nach Deutschland geflohen sind. Im unsichtbaren Gepäck hatten sie nicht nur ihre andersdeutsche Kultur, sondern auch ihren Glauben, mit dem sie in den Kirchengemeinden der neuen Heimat auf Ablehnung stießen: Katholische Flüchtlinge mit Heiligenbildern und Rosenkranz kamen in evangelische Städte oder Dörfer etwa auf die Schwäbische Alb, umgekehrt fanden protestantische Vertriebene in katholischen Gemeinden Zuflucht. Zeitzeugen erinnern sich.
Leben teilen – Querschnitt des 102. Katholikentages in Stuttgart
2022/05/29
Der 102. Katholikentag, der in diesen Tagen in Stuttgart stattfindet, steht unter dem Motto "Leben teilen". Das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken als Veranstalter will damit veranschaulichen, dass Teilen eine Grundhaltung christlicher Weltverantwortung ist - und zwar auf ökumenischer Basis und im Austausch auch mit Vertretern anderer Religionen und Weltanschauungen. Zudem ist der Stuttgarter Katholikentag die erste frei zugängliche große Open-Air-Veranstaltung nach der Corona-Pandemie, auf der auch gesellschaftliche, politische Themen öffentlich diskutiert werden.
Halb Gott, halb Playboy – König Rama, der Buddhismus und die Politik in Thailand
2022/05/26
Neun Zehntel der Thailänder bekennen sich zum Buddhismus, einem Glauben, der in Thailand die Autorität des Königs und seine Herrschaft legitimiert. Der Monarch, so die Überzeugung, habe in früheren Existenzen große spirituelle Verdienste erworben und sei damit zum Schützer des Buddhismus geworden. Der derzeitige König, Rama X., macht aber mehr durch Skandale als durch Spiritualität auf sich aufmerksam. Oft verbringt er seine Zeit in Bayern, während sein Volk in Armut lebt und unter der Willkür der Militärregierung leidet. Aktivistinnen, die dagegen protestieren, mussten ins europäische Exil fliehen, sind jedoch auch hier ihres Lebens nicht sicher.
Kämpfen oder austreten? Das Dilemma der katholischen Gläubigen
2022/05/22
Kann katholische Kirche auch anders gehen? Viele Gläubige, die sich aktiv in ihre Gemeinde einbringen, stellen sich seit Jahren diese Frage. Denn noch immer verweigert sich die katholische Amtskirche dem Frauenpriestertum, geht die Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt nur schleppend voran. Angesichts großer Austrittswellen und der schwindenden Bedeutung von Kirche ringen überzeugte Christinnen und Christen um ihre Position. Die einen wollen die Kirche von innen verändern, andere haben sie nach langem, schmerzhaftem Ringen bereits verlassen. Welchen neuen Ort finden sie für ihren Glauben?
Jesus muss laut sein! Die Oberammergauer Passionsspiele bleiben relevant
2022/05/15
"Wir brauchen wieder einen Jesus, der seine Stimme erhebt - für die Schwachen, gegen Armut, Diskriminierung und Gewalt". Passions-Spielleiter Christian Stückl setzt dabei auf die Gemeinschaft: Ein Drittel der Bevölkerung spielt mit, auch Einheimische mit Migrationshintergrund übernehmen wichtige Rollen. 1633 hatten die Oberammergauer ein Gelübde abgelegt: Stirbt niemand mehr an der Pest, würden sie alle zehn Jahre das Leiden und Sterben Christi aufführen. Trotz einer coronabedingten Verschiebung um zwei Jahre haben sie das Versprechen bis heute gehalten.
Evangelische Klöster in Deutschland und ihre vielfältige Nutzung
2022/05/08
Bei Mönchen und Nonnen denken die meisten an katholische Klöster. Doch es gibt in Deutschland auch evangelische. In einigen leben Protestanten als geistliche Gemeinschaft zusammen, beten viermal am Tag und tragen ein Ordensgewand. In anderen treffen sich Menschen, die außerhalb des Klosters leben, um sich spirituell und persönlich auszutauschen. Zudem gibt es Klosterorte, die zu evangelischen Schulen oder Einkehrhäusern wurden. Doch wie passen evangelische Lebensgemeinschaften und Luthers Kritik an Klöstern zusammen? Und was unterscheidet ein evangelisches von einem katholischen Kloster?
Staatskirche gesucht - Zum Streit der orthodoxen Christen in Montenegro
2022/05/01
Drei Viertel der rund 620.000 Einwohner von Montenegro sehen sich als orthodoxe Christen. Ferner gibt es Muslime und eine kleine Gruppe von Katholiken. Seit zwei Jahren tobt in dem kleinen Land ein erbitterter Kampf um Religion und Nationalität. Ausgetragen wird er unter den orthodoxen Christen. Eine kleine Montenegrinisch-Orthodoxe Kirche beansprucht Staatskirche zu sein. Die Geschicke des Landes bestimmt derzeit indes die weitaus stärkere Serbisch-Orthodoxe Kirche mit Rückendeckung aus Belgrad. Montenegro steht nicht nur religiös vor einer Zerreißprobe.

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