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Dini Mundart - Schnabelweid

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Bewertung
★★★★★
5
von
2 Bewertungen
Dieser Podcast hat
51 Episoden
Sprache
German
Erstellt am
2013/01/25
Neueste Episode
2026/04/23
Durchschnittsdauer
57 min.
Veröffentlichungsintervall
7 Tage

Beschreibung

«Dini Mundart – Schnabelweid» ist die Sendung für alle, die Mundart lieben. Wir bringen die Mundartvielfalt der deutschen Schweiz zum Klingen. Lesungen von MundartautorInnen, Lieder von MundartsängerInnen, Geschichten und Beiträge zur Mundartkultur von Freiburg bis ins St.Galler Rheintal und von Schaffhausen bis zu den Walsern.

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Flurnamenforschung auf der Zielgeraden
2026/04/23
Mit Band 6 zur Amtei Bucheggberg-Wasseramt ist das Solothurnische Namenbuch nun abgeschlossen - nach 36 Jahren Projektarbeit und gegen 50'000 behandelten Flur- und Siedlungsnamen. Die Herausgeberinnen erklären kuriose Flurnamen wie Maccaronibach oder Fröschekäti und denken über die Zukunft nach. Rund 11'000 Flurnamen aus der Amtei Bucheggberg-Wasseramt auf über 1500 Seiten umfasst der 6. Band des Solothurnischen Namenbuchs. Er ist Anfang Jahr erschienen und schliesst damit die 36-jährige Forschungsarbeit zum Kanton Solothurn ab. Das Forschungsteam um Begründer Rolf Max Kully und die aktuellen Herausgeberinnen Jacqueline Reber und Rebekka Schifferle haben damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt dieses immateriellen Kulturguts geleistet. Namen, die nur in mittelalterlichen Urkunden oder in der Erinnerung von Förstern und Bäuerinnen vorhanden waren, finden sich nun, alphabetisch geordnet, im Namenbuch. Zu den meisten Namen steht auch, was das Namenmotiv war (oder gewesen sein könnte - nicht immer ist der Fall klar). Unter den 11'000 Namen gibt es auch etliche kuriose, wie den «Maccaronibach», das «Fröschekäti», das «Elsässli» oder den «Chneubrächer». Die beiden Herausgeberinnen erklären in der Sendung, wie diese Namen zustande kamen und wie sich Elemente wie die Topografie oder die wirtschaftliche Entwicklung eines Gebiets in der jeweiligen Flurnamenlandschaft niederschlägt. Ausserdem blicken sie zurück auf die Fortschritte der Flurnamenforschung in den letzten Jahrzehnten und auf die eher schwierige Zukunft dieses Forschungszweigs in der Schweiz. Familienname Trittibach/Trittenbach und Schweizermeisterschaft im Poetry Slam Später in der Sendung erklärt Idiotikon-Redaktor Matthias Friedli den Solothurner Familiennamen «Trittibach». Gibt es allenfalls eine Verwandtschaft mit den Thurgauer «Trittenbach»? Zum Schluss der Sendung hören Sie den Siegerinnentext der frischgebackenen deutschsprachigen Schweizermeisterin im Poetry Slam Karla Lamešić. Buch-Tipp: Solothurnisches Namenbuch, Band 6: Die Siedlungs- und Flurnamen der Amtei Bucheggberg-Wasseramt. Herausgege ben von Jacqueline Reber und Rebekka Schifferle, Schwabe-Verlag 2026 (ca. 1500 Seiten in zwei Büchern).
Der Ankelappi im Eländ! (W)
2026/04/16
Ein Gespräch über Flurnamen zwischen Host Nadia Zollinger und dem früheren Namenforscher und SRF-Mundartexperten Markus Gasser. Was bedeuten Flurnamen, was erzählen sie von früher (und was nicht), wie führen sie uns in die Irre und warum tönen sie oft so witzig? «Der Ankelappi im Eländ» klingt wie ein Dorfschwank aus den 70ern. Aber es handelt sich um zwei Flurnamen! Für Mundartredaktor Markus Gasser, der fast ein Vierteljahrhundert Flurnamen wissenschaftlich erforscht hat, ist dieses Gespräch ein Heimspiel. Kollegin Nadia Zollinger merkt schnell, dass hinter dem vermeintlich trockenen Thema viele witzige Anekdoten und spannende Geschichten stecken. Aber Flurnamen wie «Kuss», «Sankt Jodel» oder «Dofel» führen sie regelmässig auf falsche Fährten. Wiederholung der Sendung vom 31.05.2021 Der Familienname Forster Forster ist ein Berufsname zu mittelhochdeutsch «vorstære» für einen Förster, Waldhüter. Es gibt auch die Schreibvarianten Foster, Foerster und Förstler. Forster ist gleich in mehreren Kantonen altverbürgert, so in Bern, Freiburg, Luzern, Sankt Galle, Schaffhausen, Thurgau und Zürich.
Mundart-Briefkasten: Wem sagen wir «Schimmel und Bless»?
2026/04/09
In dieser Sendung beantworten wir Ihre Fragen zu Mundart, Sprache und Namen. Von der Redewendung «Öpperem Schimmel und Bless säge» über die Wollkappe namens «Beanie» bis zu den Familiennamen Krebs und Krebser. Diese Fragen werden in der Sendung beantwortet: · Was ist die «richtige» schweizerdeutsche Formulierung für «einen Brief einwerfen»? · Warum sagt man in einigen Dialekten «disi» statt «di anderi»? · Welche Geschichte steckt hinter dem Mundartwort «arig» («komisch, merkwürdig»)? · «Öpperem Schimmel und Bless säge» heisst, dass man jemandem Schimpf und Schande sagt. Was haben die beiden Tiere (Schimmel und Bless) in der Redensart verloren? · Was hat die englische Bezeichnung «Beanie» für eine Wollmütze mit Bohnen zu tun? · In manchen Regionen sagt man «jehar» statt «diesseits von ...». Was hat es mit diesem Wort «jehar» auf sich? · Wie kamen Menschen, die Krebs oder Krebser mit Nachnamen heissen, zu ihrem Familiennamen?
Schwyzer Familiennamen: (K)ein Volk von Bauern
2026/04/02
Eine neue Untersuchung der Schwyzer Landleutegeschlechter rüttelt am demokratischen Gründungsmythos des Kantons Schwyz. Ein Gespräch darüber, was Familiennamen über die Geschichte verraten. Über Jahrhunderte gab sich Schwyz einen bescheiden Gründungsmythos: Einfache Bauern hätten sich gegen die bösen Habsburger Vögte zur Wehr gesetzt und die Schweizer Demokratie begründet. Dieses Bild wurde in den letzten Jahrhzehnten von der Geschichtsforschung revidiert. Und nun zeigt auch eine Untersuchung der Schwyzer Familiennamen, dass die führenden Geschlechter des mittelalterlichen Schwyz kaum alle Bauern waren. Es dürften auch Adlige darunter gewesen sein - etliche davon sogar von ausserhalb des heutigen Kantons. Und mit Demokratie hatten die Anfänge des Standes Schwyz auch nicht viel zu tun: Wenige Familien regierten, viele hatten nichts zu bestellen. Der Familienname spielte hier eine entscheidende Rolle - an ihm hingen existenzielle Rechte. Wer nicht Teil der sogenannten Landleutegeschlechter war, durfte kein Land besitzen oder pachten und auch politisch nicht mitbestimmen. Die Autorin dieser neuen Untersuchung, die Schwyzer Namenforscherin Nathalie Henseler erzählt im Gespräch mit Mundartredaktor André Perler, wie die Schwyzer ihr Herrschaftsgebiet skrupellos erweiterten und dafür auch Familiennamen systematisch nutzten. Im zweiten Teil der Sendung erklärt der ehemalige Idiotikon-Chefredaktor Hans-Peter Schifferle, was hinter dem Aargauer Familiennamen Schweri steckt. Buch-Hinweis: Nathalie Henseler: Die Schwyzer Familiennamen. Deutung und Bedeutung der Landleutegeschlechter des Kantons Schwyz. Schwabe-Verlag 2026, 559 Seiten.
«Schwoobe», «Zücchin» und «Wälschi»
2026/03/26
Mit Bezeichnungen für die Bevölkerung von Kontinenten, Ländern, Regionen, Städten oder Dörfern balancieren wir oft auf der Grenze zwischen liebevoll-neckisch und herabwürdigend-rassistisch. Wie kommt es zu diesen sogenannten Ethnophaulismen und warum brauchen wir sie so gern? Am Einfachsten kann man über Fremdbezeichnungen reden, die einem selber betreffen - dann verletzt man niemanden und muss nur mit sich selbst aushandeln, wie abwertend man es empfindet. Zum Beispiel der chinesische Begriff Changbizi, der wörtlich «Langnase» heisst und ein Ethnophaulismus für uns Westler ist. Oder die Beschimpfung «Kuhschweizer». Klingt harmlos, schliesslich verstehen wir uns noch heute als Bauernvolk. Aber dahinter steckt eine deftige spätmittelalterliche Beleidigung, die damals Saubannerzüge aus der Eidgenossenschaft nach Süddeutschland auslöste... Motive für Ethnophaulismen können jede Art von vermeintlicher Typizität sein: Personennamen wie «Fritz», womit Engländer und US-Amerikanerinnen Deutsche bezeichnen. Kulinarisches wie bei «Maiser», einem Spitznamen für Italiener wegen der Polenta. Die Herkunft, etwa wenn man in Bayern alle Norddeutschen als «Preissn» bezeichnet. Eigenschaften wie Dickköpfigkeit, die man im Tessin den Deutschschweizern nachsagt und sie deshalb «Zücchin» schimpft, wörtlich «Kürbiskopf». Oder auch, oft auf der Ebene von spöttischen Bezeichnungen zwischen den Dörfern, sagenhafte Tätigkeiten. Zürichseegemeinden bezeichnen einander als «Lungesüüder», «Gäissehänker» oder «Chrotteschätzer». Und nicht zuletzt beziehen sich Spottnamen auf sprachliche Eigenheiten der Bezeichneten. Schon die alten Griechen nannten alle Nichtgriechen Barbaren - weil sie in ihren Augen keine richtige Sprache hatten und nur stottern konnten. Viel Humor, viel Augenzwinker, nicht selten am Rand der Rassismusstrafnorm. Welche Funktionen Ethnophaulismen im Zusammenleben haben, erläutert in der Sendung die Soziologin Lea Stahel. Familienname Schlup Der Familienname Schlup ist (zusammen mit seinen graphischen Varianten Schluep, Schlub, Schlueb und Schlupp, ein Übername nach einem mundartlich noch in oberdeutschen Dialekten erhaltenen Wort für den Schmollmund oder herabhängende Mundwinkel. Er stand also für eine Person, die aus dem Blickwinkel des Benennenden öfters den Mund verzog oder unzufrieden dreinblickte.
«Vo s Lunzifranze und em Ludiseppedurslisjoggi» (W)
2026/03/19
In vielen Dörfern haben die alteingesessenen Familien einen Zunamen. Damit lassen sich die Familienmitglieder eindeutig zuordnen. Wie sind diese Namen entstanden? Welche Aufgaben haben sie? Antworten an den Beispielen Nunningen SO und Villmergen AG. Traditionell lebten in den Dörfern der Deutschschweiz jeweils einige wenige alteingesessene Familien. Da ausserdem die Kinder aus Traditionsgründen sehr oft nach dem Vater oder der Mutter benannt wurden und der Vornamenbestand insgesamt überschaubar war, hiessen viele Menschen genau gleich. Deshalb bekamen die Familien und ihre Mitglieder eindeutige Zunamen. «Dr Grüngefranz» ist der Franz vom Hof Grünge, «s Lunzifranze» ist die Sippe von Franz, dem Sohn von Leontius respektive Lunzi. Heute sind diese dörflichen Namen-Netzwerke, mit deren Hilfe man jeden Einheimischen «häi tue» konnte, am Verschwinden. Die Dörfer sind durch Zuwanderung unübersichtlicher geworden. Der Fundus der Vornamen ist so gross geworden, dass es kaum noch Gleichnamigkeit gibt. Die Familien-Zunamen sind eine Art immaterielles Kulturgut. Solange die Erinnerung daran noch lebendig ist, entstehen deshalb immer häufiger Sammlungen und Publikationen dazu, meist auf Basis von Laien- und Freiwilligenarbeit. Zwei solche Bücher und ihre Macher werden in der Schnabelweid vorgestellt: «Nunniger Dorfnämme» von Albert Pflugi und Liliane Müller-Hänggi und «Villmerger Zunamen. Eine Spurensuche» von Otto Walti. Wiederholung der Sendung vom 26.05.2016 Familienname Dubach Dubach ist ein Wohnstättename zu einem Gewässer- oder Flurnamen Dubach, Tubach, Dübach usw. Der Name ist an mehreren Orten im Kanton Bern und Luzern sowie in Tecknau BL altverbürgert. Buchtipp * Villmerger Zunamen. Eine Spurensuche von Otto Walti. Sprüngli Druck AG, Villmergen, 2011 * Albert Pflugi und Liliane Müller-Hänggi: Nunniger Dorfnämme. Eigenverlag Verein Dorfmuseum Nunningen 2016
Mundart-Briefkasten: Warum «putzt» uns der Strom eins?
2026/03/12
In dieser Sendung beantworten wir Ihre Fragen zu Mundart, Sprache und Namen. Vom «Putzen» des Stroms über schweizerdeutsche Wörter für «Klugscheisser» bis zum Familiennamen «Läber». Diese Fragen werden in dieser Sendung beantwortet: · «Es het mer eis putzt.»: Was hat ein Stromschlag mit «putzen» zu tun? · Warum kann berndeutsch «süngge» sowohl 'schmerzen' als auch 'gurgelnd schmatzen, von Schuhen im Schlamm' bedeuten? Und was hat das alles mit 'brennen' zu tun? · Welche schweizerdeutschen Varianten gibt es für das Wort «Klugscheisser»? · Sind schweizerdeutsch «Ramsele» u.ä. und englisch «Ramson» für den Bärlauch tatsächlich verwandt? · Hat der Bach «Biberze» seinen Namen tatsächlich von Bibern? · Warum heissen der Thurgauer Weiler «Uerenbohl» und das Haus «zum wiisse Güggel» so wie sie heissen? · Was steckt im Flurnamen «Germatt»? · Und was verrät der Familienname «Leber» bzw. «Läber» über den ersten Träger dieses Namens? Zum Schluss der Sendung stellen wir Ihnen das neue Album der «Mundart-Folk-Rock-Polka-Countryband für Kinder und Eltern» Marius und die Jagdkapelle vor.
Maria Lauber: Muetersprach, du luubi Sprach (W)
2026/03/05
Die Frutigtaler Dichterin Maria Lauber (1891-1973) war eine Pionierin der Mundartliteratur. Sie beschrieb ihr Frutigtal, die Menschen, die Landschaft, auch Heimweh-Gefühle, die Liebe und der Tod kommen immer wieder vor. Die Wirkung der Stille war der Meisterin in der Kunst des Andeutens wichtig. Ein Lesebuch mit Gedichten, Erzählungen, Sagen, Briefauszügen und Worterklärungen bringt uns die ehemalige Primarlehrerin und Schriftstellerin wieder näher. Auf einer beigelegten CD sind Frutigdeutsche Geschichten von Maria Lauber und vertonte Gedichte von Christoph Trummer, Nadja Stoller und dem Trio Rehblick zu hören. Buchhinweis: Maria Lauber: Ischt net mys Tal emitts. (Hg. v. Kulturgutstiftung Frutigland). Lesebuch. Zytglogge 2016. Ausserdem von Maria Lauber verfügbar: - Chüngold. (Hg. v. Kulturgutstiftung Frutigland). Zytglogge 2018. - Chüngold in dr Stadt. (Hg. v. Kulturgutstiftung Frutigland). Zytglogge 2021. - Gedichte. (Hg. v. Kulturgutstiftung Frutigland). Zytglogge 2023. Wiederholung der Sendung vom 17.11.2016 Familienname Henzirohs Der Familienname Henzirohs (alt eingesessen nur in Niederbuchsiten SO) ist eine erst 1966 erfolgte Umformung des Namens Henziross. Dieser ist nicht ganz geklärt; aller Wahrscheinlichkeit nach steht im ersten Namenteil der Ruf- oder Familienname Henzi (eine Koseform von Heinrich) und im zweiten der Familienname Ross. Der Name könnte als Dorfübername in den Familiennamenschatz übergegangen sein oder auch eine scherzhafte Bildung sein.
Zeedellesung 2026
2026/02/26
Neben den «Schnitzelbängg» hat die Basler Fasnacht auch andere Ausdrucksmittel. Die sogenannten «Cliquezeedel» zum Beispiel, filigran gearbeitete Verse zu Themen, die die Menschen im zurückliegenden Jahr beschäftig haben. Eine spezielle Basler Fasnachtskunst – gereimt und in Versform natürlich. Düster sind die Themen der aktuellen Basel Fasnacht. Und damit auch des «Zeedel»-Jahrgangs 2026. Der Krieg in der Ukraine, der nun ins fünfte Jahr geht, unberechenbare US-Präsident mit seinen autokratischen Anwandlungen, die grosse Unsicherheit am Arbeitsplatz in Zeiten von Optimierung und KI, all das findet seinen Niederschlag auch in den aktuellen «Zeedel». Doch der Umstand, dass die «Zeedel» der Basler Fasnacht entstammen und daher voller Witz und Humor sind, macht die Lektüre der von Michael Luisier zusammengestellten und von Urs Bihler gelesenen «Zeedel» trotz allem zu einem Vergnügen.
«Schenk mir eine Geschichte»: Muttersprache für die Kleinsten
2026/02/19
Im Rahmen des Projekts «Schenk mir eine Geschichte» unterstützt das Schweizer Institut für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM) Eltern, deren Kinder mehrsprachig aufwachsen, bei der Sprach- und Leseförderung in der Muttersprache. Ein Besuch zum 20-Jahr-Jubiläum. Seit 20 Jahren bietet das Schweizerische Institut für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM) unter dem Titel «Schenk mir eine Geschichte» Veranstaltungen für Eltern und Kinder zwischen 2 und 5 Jahren an. Mittlerweile über 70 Orten in Deutschschweiz und Romandie – und in über 20 verschiedenen Sprachen, von Albanisch über Japanisch, Tigrinya und Türkisch bis Chinesisch und Urdu. Gemeinsames Geschichtenhören, Bilderbuch-Anschauen oder Singen in der Muttersprache sollen die kleinen Kinder schon früh in ihrer Alphabetisierung unterstützen – und damit die bestmögliche Basis für den Erwerb weiterer Sprachen bilden, was gerade für Kinder, die in der Schweiz mehrsprachig aufwachsen, zentral ist. In unserer Reportage besuchen wir einen «Schenk mir eine Geschichte»-Nachmittag in Zürich, sprechen mit teilnehmenden Familien über ihre Motivation, hinzugehen, und mit SIKJM-Projektleiterin Gina Domeniconi über die Hintergründe des Projekts und die Frage, warum auch das gezielte Fördern der verschiedenen Muttersprachen einen positiven Effekt auf Integrationsbestrebungen haben kann. Am Ende der Sendung erklären wir ausserdem die sprachliche Herkunft der Familiennamen Galli, Gallusser und Gallmann.
«Schwizerdütsch» für Expats (W)
2026/02/12
Die Welt zu Gast in der Deutschschweiz! Viele ausländische Fachkräfte arbeiten einige Jahre hier für eine international tätige Firma. Diese sogenannten Expats kommen mit Hochdeutsch oder Englisch gut durch. Aber einige lernen auch Schweizerdeutsch. Der Sprachlehrer Marco Fenaroli hat jahrelange Erfahrung als Leiter für Schweizerdeutschkurse. Von ihm wollte Mundartredaktor Markus Gasser unter anderem wissen, mit welcher Muttersprache man Vorteile hat beim Schweizerdeutschlernen – und mit welchen weniger. Das führt zur Frage, wie man die Distanz zwischen Schweizerdeutsch und anderen Sprachen überhaupt messen kann. Kollegin Nadia Zollinger hat sich mit Melissa Tan aus Singapur ausgetauscht. Sie lebt seit anderthalb Jahren in Zürich und spricht schon jetzt ein beachtliches «Züritüütsch». Aber was motiviert sie überhaupt, Mundart zu lernen? Die Antworten der beiden helfen, allfällige Vorurteile gegenüber Expats, etwa, dass sie sich nicht integrieren wollen, zu hinterfragen. Wiederholung der Sendung vom 31.3.2022 Familienname Duttwiler und Duttweiler Der Familienname Duttwiler mit den Schreibvarianten Duttwiler und Duttweiler ist ein Herkunftsname, der zum thurgauischen Dorfnamen Tuttwil (Gemeinde Wängi) gebildet ist. Ein Wernherus de Tuotewilere lebte um 1150 nachweislich in Tuttwil.
Mundart-Briefkasten: Woher kommt «toi, toi, toi»?
2026/02/05
Warum wünscht man sich mit «toi, toi, toi» Glück? Wie heisst das Löwenweibchen auf Schweizerdeutsch? Und woher kommen eigentlich «Choder» und «Spöiz»? Die Antworten geben wir in dieser Sendung. In dieser Stunde stehen Ihre Mundartfragen im Vordergrund: Wir beginnen mit der Frage, wie man dem Löwenweibchen auf Schweizerdeutsch sagt. «Löwin», «Löiin» oder vielleicht doch «Löiefrau»? Weiter geht es mit den Adjektiven «hübsch» und «schön»: In vielen Dialekten wird «hübsch» nur für Menschen verwendet. Im Prättigau oder in Davos bekommt man aber statt einem schönen Abend «än hübschän Aabed» gewünscht. Woher kommt das? Unter «Tschäppi» verstehen die meisten eine Dächlikappe. Eine Hörerin nennt aber auch das Fangis-Spiel «Tschäppi». Wie kommt dieses Mundartwort zu derart unterschiedlichen Bedeutungen? In der Emmentaler Gemeinde Alchenstorf gibt es einen Weiler mit dem merkwürdigen Namen «Tumli». Wir erklären, woher dieser Ortsname kommen könnte. Woher kommen eigentlich die Wörter «Choder» und «Spöiz»? Und ist «Choder/chodere» mit «Chuder/chudere» verwandt? Wir haben die Antwort. Wer seine Fähigkeiten nicht zeigt und nutzt, «stellt sein Licht unter den Scheffel». Woher kommt diese Redewendung? Und was muss man sich überhaupt unter einem «Scheffel» vorstellen? Eine weitere bekannte Redewendung kommt aus dem Theaterbetrieb: «toi, toi, toi» wünscht man jemandem vor einem Auftritt. Warum eigentlich? Könnte «toi, toi, toi», wie eine Hörerin vermutet, eigentlich «Teufel, Teufel, Teufel» meinen? Auch hier schafft die Mundartredaktion Klarheit. Für 'heiraten' sagte man früher auch «i s läng Jahr dinge». Wir erklären, was diese Redewendung mit Knechten und Mägden zu tun hat. Und zum Schluss der Sendung erklärt This Fetzer die Herkunft der Familiennamen Brühwiler, Ziswiler und Grosswiler.
Ist Baseldeutsch museumsreif?
2026/01/29
Anlässlich der Museumsnacht Basel diskutiert SRF-Mundartredaktor Markus Gasser auf dem Münsterplatz live vor Publikum mit seinen zwei Gästen Flo Baeriswyl und Felix Rudolf von Rohr über Baseldeutsch. Die Kernfrage dabei: Wem gehört Baseldeutsch überhaupt? Man kann in Basel fragen, wen man will: Praktisch niemand wagt zu sagen, er oder sie spreche astreines Baseldeutsch. Die Vorstellung eines «korrekten» Stadtdialekts ist durch die Fasnacht, durch aktive Sprachpfleger und durch das zur Norm gewordene Baseldeutsch-Wörterbuch von Rudolf Suter aus dem Jahr 1984 so stark in den Köpfen verankert, dass die eigene Sprache immer davon abweicht. Wer sagt noch «allewyyl», «Zmoorge dringge» oder «Schungge»? Eben. Aber stimmt diese Beobachtung auch für die junge Generation? Oder hat diese ein ganz anderes Verhältnis zum Baseldeutsch? Wem «gehört» dieser Dialekt eigentlich? Wir reden darüber mit der jungen Autor*in und Journalist*in Flo Baeriswyl und dem Fasnächtler und Berufsbasler Felix Rudolf von Rohr - und wir beziehen Stimmen aus dem Publikum mit ein. Familiennamen Inauen, Indermaur, Inderwildi Alle drei Namen sind sogenannte präpositionale Wohnstättennamen: Zur lokalisierenden Präposition «in» kommt jeweils eine Ortsbezeichnung als Ergänzung. «Au» bedeutet 'Land am Wasser'); «Muur» oder «Mauer» benennt seinen ersten Namensträger wohl als Bewohner eines ummauerten Siedlungs- und Pflanzplatzes; «Wildi» bezeichnet im alpinen Gebiet der Schweiz in der Regel abgelegene, unkultivierte und raue Gebiete oberhalb oder am Rand von Siedlungen, die als Weideland und zur Gewinnung von Wildheu genutzt werden.
«Fremdwörter sind nicht mein Rechaud!» (W)
2026/01/22
Manchmal sind Wörter nicht das, was sie zu sein scheinen. Das Wetterleuchten zum Beispiel hat etymologisch gar nichts mit «leuchten» zu tun. Aber unser Sprachempfinden knüpft gern Verbindungen, wo sprachlich keine existieren. Das Phänomen nennt sich Volksetymologie. (Wiederholungssendung) Volksetymologie ist wie die Verballhornung und der Malapropismus eine Art, absichtlich oder unabsichtlich Wörter zu verwenden, die zwar korrekt tönen, mit denen man aber knapp daneben liegt. Besonders mit Fremdwörtern kann man sich leicht plombieren! Diese Falschverwendung eines Wortes heisst Malapropismus. «Afflikat» dagegen, wie man früher im Dialekt für Advokat sagte, zählt zu den Verballhornungen. Ein Thema wie geschaffen für Nadia Zollinger und Markus Gasser von der Mundartredaktion. Hinter den Fachbegriffen stecken nämlich oftmals schöne Wortgeschichten! Das Wetterleuchten, in der alten Mundart «wätterläichne» ausgesprochen, ist nämlich ursprünglich und wörtlich ein «Wettertanz»! Familiennamen Madöry und Madörin Die Familiennamen Madörin und Madöry sind im Kanton Baselland einheimisch gehen vermutlich auf einen lateinischen Rufnamen Madorinus zurück, der seinerseits auf den Namen Maternus, Materninus zurückzuführen ist.
Mundartbriefkasten: Woher kommt das Wort Chuderwälsch?
2026/01/15
Eine Stunde lang Antworten auf Mundartfragen von SRF-Hörerinnen und -Hörern: unter anderem zu den Wörtern «Wedegeente» für den Muskelkater, «sädle» für 'sich setzen' oder «Chuderwälsch». Und warum sagt man den Schafen eigentlich vielerorts «d Bänze»? In dieser Mundartstunde konzentrieren wir uns ganz auf Ihre Mundartfragen. Zuerst geht es um die «Kante» im ÖV: Warum wird der Abfahrtsort von Bus und Tram nicht «Perron» genannt, sondern «Kante»? Ein SRF-Hörer vermutet den Einfluss von deutschen Ingenieuren. Der Grund für die Bezeichnung liegt aber vielmehr darin, dass ÖV-Kundinnen und -Kunden sich an grossen, Komplexen Haltestellen leicht und unmissverständlich orientieren können. Gibt es die Bezeichnung «Sprützkanta» für die Giesskanne im Bündnerdeutschen? Hat es da wirklich ein «t» in der «Kanne»: «Kanta»? Oder hat die Mutter unserer Hörerin das Wort womöglich einfach erfunden? Wir können die Mutter entlasten. Warum sagt man in der Ostschweiz dem Muskelkater auch «Widergände» oder «Wedegeente»? Ganz klar ist die Antwort nicht, aber es geht wohl um Widerspenstigkeit. Und warum nennen wir eine unverständliche Sprache eigentlich «Chuderwälsch»? Dazu gibt es mehrere Theorien. Wir sagen, welche am wahrscheinlichsten ist. Sagen Sie eher «Nämed Si Platz!», «Sitzed doch ab!» oder «Sädlet nech!»? Letzteres ist vor allem im Kanton Bern zu hören. Wir klären, ob das Verb «sädle» etwas mit einem Sattel zu tun hat oder gar mit dem englischen Verb «to settle down». Vom Wallis über das Berner Oberland bis in die Innerschweiz werden Schafe gerne liebevoll «Bänze» genannt. Wir erzählen, wie aus einer Kurzform der Vornamen Benedikt und Bernhard eine Bezeichnung für Schafe werden konnte. Woher hat der «Stüdelerweg» bei Koblenz AG wohl seinen Namen? Das fragt sich eine SRF-Hörerin. Die Antwort lässt uns in die Rheinschifffahrt vergangener Jahrhunderte abtauchen und führt uns zu einer alten Technik, dank der man sich mit kleinen Schiffen an den Uferstauden flussaufwärts hangeln kann. «Hesch mer non es Giimeli Schoggi?» Das berndeutsche Wort «Giimeli» kennen auch viele Bernerinnen und Berner heute nicht mehr. Es bezeichnet eine ganz kleine Menge einer Essware und ist abgeleitet vom ebenfalls fast vergessenen Wort «Giime» für einen Spalt. Das «Giimeli» ist also gewissermassen ein Spältchen. Gegen Ende der Mundartstunde erfahren Sie auch noch, was das «Giimeli» mit den Wörtern «Gaumen», «Keim», «gähnen» oder «Kiemen» zu tun hat. Und zum Abschluss der Sendung erklären wir traditionsgemäss die Ursprünge eines Familiennamens - dieses Mal sind es sogar zwei Namen: «Rindisbacher» und «Rindlisbacher». Der Namenexperte Hans Bickel vom Schweizerischen Idiotikon geht den Emmentaler Ursprüngen dieser Namen auf den Grund.

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5 von 5
2 Bewertungen
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tbg90016 2021/05/03
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Always interesting, entertaining, and ä guäti Sach! Die Episode zu Sprache & Gender war sehr hilfreich und jüngst die Mundart-Pop Episode brachte viel...
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