
Werben im Podcast: Teske Podcast
Kategorien
Dieser Podcast hat
21 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
Alexander TeskeExplizit
Nein
Erstellt am
2026/08/07
Neueste Episode
2026/10/20
Durchschnittsdauer
66 min.
Veröffentlichungsintervall
5 Tage
Beschreibung
Dies ist der private Kanal von Alexander Teske, Journalist und Autor.
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Handysucht, Null Bock und Kopftuch - ein Lehrer über den Schulalltag
2026/10/20
Wenn Sie mich für eine Moderation, eine Lesung oder einen Vortrag buchen, oder mein Buch "Inside Tagesschau" bzw. das neue Buch "Die Wochenkinder" mit einer Widmung bestellen wollen, schreiben Sie gern an:
[email protected]
Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, würde ich mich sehr freuen, wenn Sie meine Arbeit mit einer Schenkung unterstützen können. Zahlung sind möglich per IBAN an:
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Hier geht es zur Homepage von Jonas Schreiber, wo es auch Informationen zum Buch gibt:
https://jonas-schreiber.com/
7 bis 11 Stunden am Handy – jeden Tag. Eine Schülerin, die vollverschleiert im Unterricht sitzt. Ein Vater, der wegen schlechter Noten mit dem Anwalt zum Gespräch erscheint. Das erlebt Jonas Schreiber im Schulalltag. Der frühere Bundesliga-Nachwuchsspieler ist heute Realschullehrer in Bayern und hat darüber das Buch „Real Talk: Lehreralltag – Ein Blick hinter die Schulkulissen“ geschrieben.
Im Gespräch mit Alexander Teske erzählt er:
📱 wie sich die Handysucht auf Konzentration und Aufmerksamkeit auswirkt
⚖️ warum Lehrer aus Angst vor Anwalt und Anzeige nicht mehr eingreifen
🧕 wie die Schule mit Kopftuch und Vollverschleierung umgeht
📉 weshalb Anforderungen sinken, im Sport wie bei den Noten
🏫 wie sich Eltern zwischen Desinteresse und Helikopter-Haltung bewegen
🤝 was Inklusion im Klassenzimmer bedeutet
Ein ehrliches Gespräch über Schule, Verantwortung und die Frage, wer eigentlich noch erzieht.
Und hier ist die Kapitelübersicht zur Folge:
00:00 Intro und Begrüßung: Vom Bundesliga-Nachwuchs zum Realschullehrer
01:33 Handynutzung: 8 Stunden am Tag und die Folgen für die Konzentration
04:38 Handyverbote: Handygaragen an der Schule und das Beispiel Australien
12:30 Eltern in die Pflicht nehmen
16:35 Lehreralltag und Digitalisierung: Verwaltung, iPads und digitale Kompetenz
27:29 Disziplin: Warum Konsequenzen kaum noch durchgesetzt werden
33:26 Krankmeldungen und Schulabsentismus
37:04 Sportunterricht: Warum Schüler nicht mehr mitmachen und Benotung sinkt
42:09 Warum das Niveau sinkt: Vater kommt mit Anwalt
46:32 Angst vor Anzeigen: Warum Lehrer nicht mehr eingreifen
50:33 Eltern zwischen Helikopter und Desinteresse, Sprachbarrieren im Klassenzimmer
55:08 Religion in der Schule: Kopftuch und Vollverschleierung
1:06:14 Verhärtete Fronten und Meinungsvielfalt im Lehrerzimmer
1:08:46 Inklusion: Chancen und Grenzen
1:14:14 Abschluss und Buchtipp
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Ist die alternative Buchmesse Seitenwechsel in Halle "rechts"? Susanne Dagen im Gespräch
2026/10/14
"Versuchen Sie mal, mit zehn rechten Verlagen eine Buchmesse zu gestalten" – mit diesem Satz widerspricht Susanne Dagen, Buchhändlerin, Verlegerin und Dresdner Stadträtin, dem Vorwurf, ihre Buchmesse "Seitenwechsel" sei ein rechtes Projekt.
Im Gespräch mit Alexander Teske erklärt Dagen, warum die zweite Auflage der Messe in Halle (7./8. November) auf 150 Aussteller und fast 100 Veranstaltungen wächst, und schildert die Widerstände des Vorjahres: ein Caterer, dessen Belegschaft kündigte, weil sie "keine Bockwürste auf einer rechten Buchmesse verkaufen" wollte, ein MDR-Interview, das nie gesendet wurde, sowie ein Gegenfestival und hohe Sicherheitskosten.
Weitere Themen sind der Strukturwandel im Buchhandel, ihre Kritik am Deutschen Buchpreis, ihr Austritt aus dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels sowie der bis heute nicht aufgeklärte Buttersäure- und Brandanschlag auf ihr Haus im Jahr 2021. Zudem spricht Dagen über ihre politische Entwicklung seit 2015 und ihre heutige Rolle als kulturpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Dresdner Stadtrat.
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Hier die Kapitelübersicht für die Folge mit Susanne Dagen:
00:00 Intro: Wie Alexander Teske Susanne Dagen kennenlernte
02:09 Begrüßung: Buchhändlerin, Verlegerin und Kulturpolitikerin aus Dresden
02:18 Seitenwechsel in Halle, zweite Auflage: Stand der Vorbereitungen
03:38 Fast 100 Veranstaltungen und 150 Aussteller
07:00 „Rechte Buchmesse"? Das Framing und die Lücke im Markt
08:55 Frankfurter Buchmesse, Awareness-Stand und Besucheransturm
12:32 Buchhandlungen geben auf: Wenn Magnete besser laufen als Bücher
13:21 Vom Leser zum Fan: Wie sich das Messepublikum verändert
16:29 Warum viele Verlage noch zögern
22:17 Das Gegenfestival „Wir" in Halle
28:05 Gegenproteste 2026 und fehlende Resonanz der Öffentlich-Rechtlichen
31:08 „Rechtsextrem"? Die Berichterstattung über die Buchmesse
34:36 Druck auf die Messehalle: Der Caterer kündigt
39:10 Deutscher Buchpreis: Die Gegenfestival-Organisatorin in der Jury
44:03 Zu abgehoben oder zu trivial: Was der Literatur fehlt
45:08 Börsenverein: Warum Susanne Dagen ausgetreten ist
51:05 Ein eigener Preis für die Buchmesse Seitenwechsel?
53:33 Sicherheitskosten und Angst vor Störaktionen
56:15 Der Brandanschlag auf ihr Haus: Buttersäure 2021
58:55 Der Bruch 2017: Offener Brief nach Frankfurt
59:54 2015: Wie Pegida und die Medien Susanne Dagen politisierten
1:03:22 Brandanschlag: Ermittlungen eingestellt, Täter nie gefasst
1:07:13 Verhältnis zur AfD: Freie Wähler im Stadtrat, Kulturausschuss
1:09:42 Kulturpolitik in Dresden: Was lässt sich bewegen?
1:13:43 Leben ohne Fernseher: Wie sie zum Lesen kommt
1:14:08 Buchempfehlungen und Monika Maron
1:19:17 Abschluss: Buchmesse am 7. und 8. November in Halle
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Die Krippenlüge: "Das System ist krank und schadet allen!" sagt Dr. Anke Ballmann
2026/10/06
"Jede vierte Interaktion ist gewaltvoll" - warum frühe Fremdbetreuung Kindern schadet - Dr. Anke Ballmann im Gespräch
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Hier die Kapitelübersicht für die Folge mit Dr. Anke Ballmann:
0:00:00 – Begrüßung und Vorstellung
0:00:41 – Ist "Die Krippenlüge" alarmistisch?
0:01:02 – Hauptkritikpunkte: Betreuungsschlüssel in der Praxis
0:03:22 – Wäre eine gute Krippe überhaupt bezahlbar?
0:05:30 – Fehlende Wahlfreiheit für Familien
0:07:05 – Warum Eltern ihre Kinder in die Krippe geben
0:09:14 – Ab welchem Alter profitieren Kinder von anderen Kindern?
0:11:53 – Ab wann ist Fremdbetreuung mit gutem Gewissen vertretbar?
0:13:17 – "Das System ist krank" – warum alle darunter leiden
0:17:00 – Gewalt in Kitas: wie verbreitet ist sie wirklich?
0:20:30 – Ursachen: strukturelles vs. individuelles Problem
0:23:10 – Sollte man Erzieher:innen psychologisch screenen?
0:25:12 – Tricks, mit denen Eltern getäuscht werden
0:28:56 – Warum bleibt der gesellschaftliche Aufschrei aus?
0:31:58 – Der Vorwurf "Nestbeschmutzerin"
0:34:56 – Personalmangel: Ost-West-Unterschiede
0:35:50 – Sinkendes Qualifikationsniveau der Fachkräfte
0:38:09 – Das Schlecker-Beispiel und Ursula von der Leyen
0:40:30 – Wie realistisch ist "Bildung" in der Kita?
0:43:01 – Was taugen Qualitätssiegel wirklich?
0:43:58 – Warnsignale: Woran erkennen Eltern Probleme?
0:46:05 – Wenn die Krippe sicherer ist als das Elternhaus
0:47:44 – Warum Kinder keine Lobby haben
0:50:14 – DDR-Studien und ihre Aussagekraft heute
0:52:07 – Sprachentwicklung in der Krippe
0:53:28 – Resiliente vs. vulnerable Kinder
0:55:08 – Warum das Thema alle angeht
0:56:48 – Angepasste Mitläufer statt kritische Individuen?
0:59:03 – Der Vorwurf: "rechtskonservativ"
1:00:34 – Kindertagespflege als Alternative
1:04:15 – Eine persönliche Eingewöhnungs-Erfahrung
1:05:01 – Resümee: So spät und so selten wie möglich?
1:06:25 – 24-Stunden-Kitas und das 100-Millionen-Programm
1:08:34 – Verabschiedung
"Das ist leider eine realistische Zustandsbeschreibung" – mit diesen Worten widerspricht Dr. Anke Ballmann, promovierte Pädagogin und Psychologin sowie Leiterin der Stiftung Gewaltfreie Kindheit, dem Vorwurf, ihr gemeinsam mit Claudia Stolz verfasstes Buch "Die Krippenlüge" sei alarmistisch.
Ballmann, die nach eigenen Angaben das Innere von über 1.000 Kitas kennt, erläutert, warum der gesetzliche Betreuungsschlüssel in der Praxis selten eingehalten wird und warum sie einen Schlüssel von 1:2 bis 1:3 für wissenschaftlich geboten hält. Sie beschreibt Praktiken wie verzögertes Wickeln vor Elternbesuchen sowie Fälle von Zwangsfütterung und Fixierung, und verweist auf eine Untersuchung, wonach jede vierte Interaktion mit Kindern gewaltvoll sei.
Weitere Themen sind der Zusammenhang zwischen früher Fremdbetreuung und späteren Stresserkrankungen, die Aussagekraft von Qualitätssiegeln, der Personalmangel in Ost- und Westdeutschland sowie 24-Stunden-Kitas. Zum Abschluss ordnet Ballmann ein, warum sie den Vorwurf, ihre Kritik sei politisch motiviert, zurückweist.
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"Ein Imam über Kopftuch, Ehe und Homosexualität"
2026/09/29
„Ich war einer der wenigen, der auf die aufpassen musste, wenn bei Klassenfahrten jemand zu betrunken war." Mit diesem kleinen, fast beiläufigen Satz öffnet Imam Scharjil Khalid in dieser Folge des „Teske Podcast" ein Fenster in sein Leben zwischen zwei Welten. Als jemand, der in der DDR aufgewachsen ist und kaum Berührungspunkte mit dem Islam hatte, frage ich bewusst aus einer säkularen, manchmal auch skeptischen Perspektive.
Khalid erzählt eindringlich von der Verfolgung seiner Glaubensgemeinschaft in Pakistan, der Flucht seiner Eltern und von Online-Hass, den er bis heute persönlich erlebt – besonders drastisch bei Frauen, die durch ihr Kopftuch sichtbar als Musliminnen erkennbar sind. Er berichtet, warum jeder zweite Deutsche laut Umfragen Angst vor dem Islam hat, und erklärt Begriffe wie Jihad und Islamismus, die er für gefährlich missverstanden hält.
Besonders kontrovers wird es beim Nahost-Konflikt: Khalid spricht offen von einem Genozid in Gaza – eine Position, die ich in diesem Gespräch klar nicht teile. Wir diskutieren außerdem über Homosexualität, das Kopftuch, voreheliche Beziehungen und die Frage, ob Nicht-Muslime wie ich überhaupt ins Paradies kommen können. Ein offenes, streitbares Gespräch, das zeigt: Verständigung beginnt nicht mit Einigkeit, sondern mit dem Mut, zuzuhören.
00:00 – Intro
03:16 – Die Jalsa Salana: 45.000 Muslime in Rheinland-Pfalz
04:50 – Organisation und Mitgliederregister der Ahmadiyya
07:03 – Verfolgung in Pakistan: Die Geschichte der Familie
08:43 – Das Verhältnis zu anderen muslimischen Strömungen in Deutschland
12:02 – Persönliche Erfahrungen mit Online-Hass und Anfeindungen
15:37 – Warum hat jeder zweite Deutsche Angst vor dem Islam?
17:47 – Das Jihad-Verständnis: Der große, mittlere und kleine Jihad
22:03 – Das Verhältnis zu Israel und dem Judentum
26:26 – Kontroverse: Der Genozid-Vorwurf gegenüber Israel
29:04 – Reaktionen auf den CSD-Anschlag in Berlin
32:32 – Homosexualität und die islamische Theologie
34:45 – Mitgliedschaft trotz unterschiedlicher Lebensweisen
36:22 – Der persönliche Glaubensweg zum Imam
38:19 – Die fünf täglichen Gebete im Alltag
41:38 – Deutschsprachige Predigten und Imam-Ausbildung
44:02 – Die Stellung der Frau im Islam
48:52 – Das Kopftuch: Unterdrückung oder Emanzipation?
51:35 – Körperkontakt zu fremden Personen
54:07 – Voreheliche Beziehungen und Bindungstheorie
58:33 – Sünde und das fehlende Beichtkonzept
1:03:41 – Alkohol, Drogen und die Realität in muslimischen Communities
1:05:26 – Mission und Glaubensfreiheit im Islam
1:09:14 – Kommen Nicht-Muslime ins Paradies?
1:11:59 – Verabschiedung
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Das Ende der Satire? Bye bye Böhmermann!
2026/09/24
Ist das das Ende der Geschichte der Satire? Das "ZDF Magazin Royale" wird aufgehört und ich sage: Schade Mann! Jan, wie kannst du mich nur alleine lassen mit den Bosettis dieser Comedywelt? Aber ich verdrücke meine Tränen nicht heimlich - ich nehme euch mit auf dem Weg meiner Trauer und lasse noch einmal die besten Gags von Böhmi Revue passieren: Eine komische Perlenkette der Gemeinheiten. Nach unten treten und dann "Satire" rufen. Das Prinzip Böhmi: Einfach zum Totlachen.Wenn Sie mich für eine Moderation, eine Lesung oder einen Vortrag buchen, oder mein Buch "Inside Tagesschau" bzw. das neue Buch "Die Wochenkinder" mit einer Widmung bestellen wollen, schreiben Sie gern an:[email protected] Ihnen diese Folge gefallen hat, würde ich mich sehr freuen, wenn Sie meine Arbeit mit einer Schenkung unterstützen können. Zahlung sind möglich per IBAN an:DE14 2004 1155 0843 5885 00 (Alexander Teske) oder perPayPal @ATeske812 (bitte Zahlung unter Freunden anklicken).Ich freue mich natürlich auch sehr über Abonnements, Bewertungen und Kommentare zur Folge.
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Was steht in der Stasi-Akte von Angela Merkel? Merkel-Biograf über offene Fragen
2026/09/22
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„Sie kennen mich – nur kannte sie in Wirklichkeit niemand." Mit diesem Satz bringt der Biograf Klaus-Rüdiger Mai in dieser Folge des „Teske Podcast" auf den Punkt, worum es in seinem aktuellen Buch über Angela Merkel geht, welches zeitgleich mit Merkels Memoiren „Freiheit" erschien.
Wir gehen der Frage nach, ob Merkel Stasi-IM war, und beleuchten dazu die Stasi-Akte ihres Vaters, des sogenannten „roten Pfarrers", sowie bis heute ungeklärte Episoden: eine auffällig freizügige Westreise, einen brisanten Vorfall nach einer Polenreise mit Solidarność-Material im Gepäck. Mai schildert, wie Merkels Aufstieg beim Demokratischen Aufbruch fast lautlos vonstattenging, und zeichnet das Bild einer Politikerin, deren größte Fähigkeit darin bestand, nie wirklich greifbar zu sein.
Ausführlich sprechen wir über ihr enges Verhältnis zu Medien und Verlegerinnen wie Friede Springer, über die Flüchtlingspolitik 2015 und ihre Corona-Politik – jene Zeit, in der Mai sie „ihrem eigentlichen Regierungsstil am nächsten" sieht. Mai erklärt, warum Merkel in 16 Jahren Kanzlerschaft nach eigener Aussage keinen einzigen Fehler gemacht haben will. Zum Schluss ordnet er die aktuellen Spekulationen über eine mögliche Bundespräsidentschaft ein und zieht eine bewegende Linie von ihrer Kanzlerschaft zum heutigen Erstarken der AfD.
Mais Merkel-Biografie können Sie hier bestellen:
https://www.buch7.de/produkt/angela-merkel-klaus-ruediger-mai/1048825929?ean=9783958906372
Hier können Sie aktuelle Mai-Artikel lesen:
https://www.tichyseinblick.de/autoren/klaus-ruediger-mai/
Hier die Kapitelübersicht:
00:00 – Intro
02:51 – War Angela Merkel Stasi-IM?
08:31 – Die Stasi-Akte des Vaters: Der „rote Pfarrer"
10:10 – Systemnähe: Pioniere, FDJ und das Abitur
13:54 – Auffällige Kontakte: Schnur, de Maizière und das Stasi-Umfeld
14:30 – Die mysteriöse Westreise und der Polen-Zwischenfall
19:28 – Das Stasi-Unterlagen-Gesetz und seine Grenzen
22:42 – Der lautlose Aufstieg beim Demokratischen Aufbruch
25:54 – Merkels Führungsstil: Die insulare Situation
28:29 – Das Bündnis mit dem Zeitgeist und den Medien
30:46 – Friede Springer, Bertelsmann und die Macht der Medien
35:46 – Spekulationen: Wird Merkel Bundespräsidentin?
41:16 – Wäre Merkel eine gute Bundespräsidentin?
43:30 – Hat Merkel echte politische Überzeugungen?
45:28 – Der Wandel: Von Atomkraft-Befürworterin zur Gegnerin
47:15 – Die Szene mit der Deutschlandfahne
50:07 – Das Buch „Freiheit": Heiligen-Biografie statt Selbstkritik
54:09 – „Ich habe keinen Fehler gemacht"
57:30 – Warum Merkel nie gegen Kritiker klagte
58:51 – Merkels Gesundheitszustand: Spekulationen
1:00:12 – Das Küchenkabinett: Eva Christiansen und Co.
1:03:46 – Merkel und Ostdeutschland: Ein Missverständnis
1:08:03 – Die Corona-Zeit: Merkels authentischste Phase?
1:13:10 – Merkels Erbe: Der Aufstieg der AfD
1:17:46 – „Wir schaffen das": Die Kunst der falschen Frage
1:19:29 – Verabschiedung
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Wurde die Bundestagswahl gestohlen? Sevim Dagdelen im Gespräch
2026/09/15
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Im Gespräch mit Alexander Teske spricht Sevim Dagdelen eine Woche vor der Berliner Wahl über verzerrte Umfragen und die bis heute verweigerte Neuauszählung der Bundestagswahl. Klar positioniert sie das BSW in Sachsen-Anhalt: "Wir wählen niemanden von denen und dabei bleiben wir auch."
Für Berlin fordert sie bezahlbaren Wohnraum, die Umsetzung von "Deutsche Wohnen & Co enteignen" und mehr soziale Gerechtigkeit. Sie grenzt sich sowohl von der Linkspartei als auch von der AfD ab – bei Aufrüstung, Sanktionen und Migration will das BSW einen eigenen Kurs.
Dagdelen spricht auch über den Ukraine-Krieg, die Schließung russischer Kultureinrichtungen und den Fall des sanktionierten Journalisten Hüseyin Dodo, dessen Familie zeitweise kein Geld für Babynahrung hatte. Ihre Haltung: "Ich bin gegen jeden Krieg."
00:00 – Intro & Meinungsforschungsinstitute
02:01 – Kritik an Wahlumfragen (Forsa, BSW-Ergebnisse)
05:01 – Wie entsteht die Verzerrung bei Instituten?
06:17 – Politische Interessen hinter der Meinungsforschung
11:40 – Neuauszählung der Bundestagswahl gefordert
12:37 – Klage vor dem Bundesverfassungsgericht
14:57 – Situation in Sachsen-Anhalt nach der Wahl
15:27 – BSW-Strategie: Weder CDU noch AfD wählen
18:32 – Kritik von beiden Seiten des Spektrums
19:25 – Lehren aus Thüringen und Parteidisziplin
23:58 – Vorschlag eines unabhängigen Ministerpräsidenten
24:48 – Vergleich mit Merkel-Wahl & Legitimität
27:48 – Kontroverse Aussage der Spitzenkandidatin
28:33 – Gaza, Staatsräson und deutsche Außenpolitik
33:07 – Kritische Nachfrage zum Begriff "Völkermord"
34:03 – Deutsche historische Verantwortung
38:54 – Wechsel zum Berliner Landtagswahlkampf
39:38 – Dagdelens Themen für Berlin (Soziales, Mieten)
44:44 – "Deutsche Wohnen & Co enteignen"
46:05 – Wohnungspolitik: Enteignung vs. Neubau
48:11 – Abgrenzung zur Linkspartei
48:43 – Der Fall Hüseyin Dodo (EU-Sanktionen)
57:18 – Abgrenzung zur AfD
57:51 – Aufrüstung, Migration & völkische Politik
1:03:36 – Hybrider Krieg? Der Drohnenvorfall Leipzig
1:04:06 – Kritik an Schließung russischer Kultureinrichtungen
1:09:55 – Vorwurf der Einseitigkeit pro Russland
1:10:36 – Antwort: Anti-Militarismus als Prinzip
1:16:36 – Persönliche Diffamierungen und Assange-Besuch
1:20:59 – Abschluss
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"'Steuern sind Raub': Frauke Petrys Kampfansage an den Staat"
2026/09/12
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„Steuern sind Raub" – ein Satz, der provoziert. In dieser Folge des „Teske Podcast" spreche ich mit Frauke Petry, die 2013 die AfD mitgründete, sie 2019 wieder verließ und mit Team Freiheit nun einen neuen Anlauf wagt. Erstmals tritt ihre Bewegung bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern an – mit Plakaten wie „Die Mauer muss weg", „Westfernsehen abschaffen", „MV hasst das Finanzamt".
Petry erzählt, warum sie den deutschen Staat für zu groß hält und wie sich das im Alltag zeigt – vom Bäcker, der genau vorgeschrieben bekommt, was auf seine Brötchentüte darf, bis zum Hotelier, der für jeden Verkaufswagen am Strand eine Genehmigung braucht. Ihre Forderung: eine Halbierung der Staatsquote auf 25 Prozent. Wir diskutieren, ob das skandinavische Modell mit hohen Steuern nicht das bessere Vorbild wäre.
Offen spricht sie über ihre Zeit in der AfD, über mediales Framing und über die Entwicklung der Partei hin zu dem, was sie heute als „Melting Pot ohne klare Linie" beschreibt. Mit Team Freiheit versucht sie, das klassische Parteiensystem grundlegend zu hinterfragen: keine Karrierepolitiker, sondern ausschließlich parteilose Kandidaten, die sich einem gemeinsamen Kompass verpflichten, statt sich in innerparteilichen Machtkämpfen zu verlieren.
Zum Schluss wird es persönlich: Wie verändert sich das Verhältnis zu Journalisten, wenn man jahrelang als Feindbild gilt? Und was würde Petry mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk machen, wenn sie könnte?
00:00 – Intro
03:19 – „MV hasst das Finanzamt": Die Plakatkampagne
05:51 – Forderung nach Halbierung der Staatsquote
08:47 – Was bedeutet Staatsquote eigentlich?
09:59 – Bürokratie am Beispiel des Tourismus in MV
12:34 – Deutsche Regulierungswut und „Goldplating"
14:04 – Der Vergleich mit Skandinavien
17:34 – Die Plakatkampagne und das Prinzip Team Freiheit
21:03 – Woher kommt der Begriff „Brandmauer"?
29:20 – Wie könnte eine Lösung für Sachsen-Anhalt aussehen?
35:05 – Team Freiheit im politischen Spektrum
36:58 – Woher kommen die Mitglieder von Team Freiheit?
41:30 – Das Organisationsmodell: Verein statt klassischer Partei
46:09 – Wie hält man die Parteilinie ohne Parteidoktrin?
52:03 – Warum sollten Menschen mitmachen? Das Feierabendparlament
57:08 – Schwesigs Wahlplakat „Die Frau gegen Blau"
1:00:52 – Einschätzung der AfD und die Verbotsdebatte
1:08:30 – Was macht Team Freiheit mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk?
1:11:09 – Das Verhältnis zu Journalisten und Medien
1:14:47 – Ausblick auf weitere Landtagswahlen
1:16:07 – Verabschiedung
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Eine halbe Million Kinder, eine vergessene Geschichte
2026/09/11
Ein Kapitel deutscher Geschichte, das kaum jemand kennt: Über eine halbe Million Kinder in der DDR verbrachten ihre ersten Lebensjahre unter der Woche fern von ihren Eltern – manche schon ab sechs Wochen. Montag früh gebracht, freitags abgeholt. Ich war selbst eines dieser Wochenkinder.
In meinem neuen Buch „Die Wochenkinder – Frühe Trennung, späte Folgen" erzähle ich meine eigene Geschichte: wie ich meine Eltern zur Rede gestellt und mit ihnen ins Gespräch gefunden habe. Ich habe viele weitere Betroffene getroffen, deren Schicksale ganz unterschiedlich sind, sowie Jan-Josef Liefers, der ebenfalls in einer Wochenkrippe war und offen über seine Aufarbeitung spricht. Es geht um frühe Trennung, ihre Spuren fürs Leben – und die Frage, wie man ein solches Trauma erkennen und überschreiben kann.
Ein Herzensanliegen, das mich seit Jahren begleitet. Erscheint im Verlag LangenMüller am 21. September 2026. Wenn Sie eine persönliche Widmung wünschen oder eine Lesung organisieren wollen, schreiben Sie mir gerne eine Mail an:
[email protected]
Buchpremiere ist am 6. Oktober 2026 im Pfefferberg-Theater in Berlin, moderiert von Anja Reich. Karten gibt es hier:
https://pfefferberg-theater.de/spielp...
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Waldemar Hartmann: Ich bin im Rosenkrieg mit Friedrich Merz
2026/09/05
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"Waldemar Hartmann: Von der ARD zu NIUS"
Zehn Jahre lang stand Waldemar Hartmann hinter dem Tresen, bevor er einer der bekanntesten Stimmen der ARD wurde. Heute sitzt er bei NIUS – und erzählt in dieser Folge offen, was dieser Wechsel ihn gekostet hat. Freunde, die über Nacht verstummten. Weggefährten, die sich nicht mehr meldeten. „Ghosting" nennt er das, mit einer Gelassenheit, hinter der man auch Enttäuschung spürt. Doch für jeden, den er verloren hat, kam ein anderer hinzu – Menschen, die ihn heute am Bahnsteig ansprechen und sagen: Gott sei Dank gibt es euch.
Hartmann nimmt mich mit in seine Jahre beim Bayerischen Rundfunk, erzählt von Prügeln und Wasserwerfern bei einer Demonstration, die er einst filmte – und wie ihm sein eigener Sender die Bilder verdrehte, bis nur noch das übrig blieb, was ins Bild passte. Er spricht von Franz Josef Strauß, der ihn politisch prägte und bis heute seine innere Kompassnadel ist, während er zugleich offenlegt, warum er sich heute im „Rosenkrieg" mit Friedrich Merz befindet – einem Politiker, für den er selbst noch Wahlkampf gemacht hat und der ihn zutiefst enttäuschte.
Besonders bewegend wird es, wenn Hartmann von den kleinen Demütigungen erzählt: wie sein Titel bei Talkshow-Einladungen plötzlich verschwand, während andere weiterhin mit ihrer neuen Position genannt wurden. Ein Gespräch über Verlust, Neuanfang und die Frage, was es kostet, seine Meinung offen zu vertreten.
Kapitelübersicht:
00:00 – Intro
01:28 – Zehn Jahre als Kneipenwirt – die beste Lebensschule
04:18 – Die Sprache der Straße: Vom Gastronomen zum Sportreporter
06:47 – Von der ARD zu NIUS: Wie der Wechsel begann
11:58 – ARD vs. NIUS: Konferenzen, Freiheit und Meinungsäußerung
17:04 – Der Bayerische Rundfunk der 80er Jahre: Konservative Insel
19:41 – Verlorene Freundschaften und die Reaktionen im Umfeld
23:50 – Die Geschichte von Wackersdorf: Wie Bilder manipuliert wurden
26:13 – Alternative Medien und die Ignoranz der Öffentlich-Rechtlichen
31:02 – Ghosting statt offener Konfrontation
31:13 – Wahlkampf für Michael Kretschmer und die Stimmung im Osten
34:11 – Franz Josef Strauß als politischer Kompass
35:41 – Warum Hartmann die AfD nicht wählt – und warum er das offen sagt
39:47 – Das Dilemma der CDU zwischen Linkspartei und AfD
44:29 – Die Rolle der AfD-Führungsfiguren und deren Kritiker
47:24 – Beliebtheit vs. politischer Erfolg: Das Beispiel Pistorius
47:36 – Leipzig im Wandel: Von linker Hochburg zu offener AfD-Zustimmung
50:01 – Rückblick: Die Fußball-WM und der Vergleich der Sender
55:07 – Sparzwang beim MDR und die Kosten der Sportberichterstattung
59:13 – Politik und Fußball: Vom Sommermärchen bis Katar
1:01:27 – Warum Deutschland im Fußball an Klasse verloren hat
1:04:45 – Investorenfreundlichkeit im internationalen Fußball
1:07:41 – Verabschiedung
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"Fast keiner fliegt raus" – Kristina Schröder über die NGO-Förderpraxis
2026/08/31
"Ich fand das brutal und hätte das meinem Staat so nie zugetraut" – mit diesen Worten beschreibt Kristina Schröder, ehemalige Bundesfamilienministerin und heute stellvertretende Leiterin der Denkfabrik Republik21, im Gespräch mit Alexander Teske die deutsche Corona-Politik.Ausgangspunkt des Gesprächs ist zudem der Fall des Cambridge-Professors Jason Arday, der als Hochstapler enttarnt wurde und sich das Leben nahm. Schröder sieht darin vor allem Eitelkeit am Werk: "Das war primär Eitelkeit derer, die ihn unbedingt rumreichen wollten, wie eine Art Maskottchen in der Welt." Sie ordnet den Fall als Symptom einer DEI-Politik an westlichen Hochschulen ein und kritisiert die mediale Berichterstattung darüber als lückenhaft.
Beim Thema Energiepolitik plädiert sie für die Reaktivierung stillgelegter Kernkraftwerke: "Wenn Deutschland ein wohlhabendes Land bleiben will, brauchen wir Energie, wahrscheinlich zweimal, dreimal so viel Energie wie heute."Zu den Fördermitteln im Bereich "Kampf gegen rechts" – nach ihren Angaben von rund 20 auf über 200 Millionen Euro gestiegen – sagt sie: "Wenn fast keiner rausfliegt, dann liegt doch der Verdacht nahe, dass es mit der kritischen Evaluation nicht allzu weit her ist.
"Zu ihrer Zeit als Ministerin und Mutter resümiert sie: "Wer gelitten hat, war ich. Denn ich wollte mein Kind ja sehen."
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0:00:56 – Der Fall Jason Arday: DEI-Politik an Hochschulen
0:03:19 – Gäbe es eine gerechtere Alternative zu Quoten?
0:06:20 – Reaktionen von Professor:innen auf den Fall
0:09:06 – Wie die Tagesschau über den Fall berichtete
0:12:59 – Einseitigkeit in der medialen Berichterstattung
0:17:05 – Beispiel Energiewende-Berichterstattung
0:18:49 – Rückkehr zur Kernenergie: Reaktivierung alter AKWs
0:22:03 – Neubau von Kernkraftwerken
0:23:15 – Die Denkfabrik Republik21: Ziele und Ausrichtung
0:26:27 – Vorwurf "rechtskonservativ" und Wikipedia
0:28:32 – NGO-Förderung: Erfahrungen im Innenausschuss
0:32:48 – Fehlende Evaluation staatlich geförderter Projekte
0:37:12– Wie sich Republik21 selbst finanziert
0:40:15 – Die Bundeszentrale für politische Bildung
0:43:59 – Persönliche Anfeindungen und Kritik an der Corona-Politik
0:49:05 – Fehlende gesellschaftliche Aufarbeitung von Corona
0:54:06 – Kinderbetreuung und das Betreuungsgeld
0:58:22 – Eigene Erfahrungen als Mutter und Ministerin
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Austritt aus dem BSW wegen "Putsch von innen"
2026/08/31
In dieser Folge von spreche ich mit Thomas Geisel über seinen Austritt aus dem BSW. Geisel war Mitglied im Bundesvorstand, stand auf Listenplatz 2 zur Europawahl und war zuvor 40 Jahre lang SPD-Mitglied sowie Oberbürgermeister von Düsseldorf.
Er schildert erstmals ausführlich die Gründe für seinen Austritt: eine aus seiner Sicht intransparente Mitgliederaufnahme, einen „Putsch von innen" durch Funktionäre aus der Alten Linken sowie zunehmende inhaltliche Differenzen.
Wir sprechen über die Regierungsbeteiligung des BSW in Thüringen, den Fall Mario Voigt, die gescheiterte Bundestagswahl sowie Zweifel am amtlichen Wahlergebnis.
Im zweiten Teil geht es um Geisels Arbeit im Europäischen Parlament: die Demokratiedefizite der EU-Kommission, die milliardenschweren Ukraine-Hilfen, den geplanten Verzicht auf russisches Gas, die Chatkontrolle sowie den Umgang mit europäischem Steuergeld im Haushaltsausschuss.
00:00 – Intro
02:28 – Warum der Austritt aus dem BSW? Die intransparente Mitgliederaufnahme
10:37 – Der „Putsch von innen": Wie die Alte Linke die Partei übernahm
17:12 – Vorwürfe gegen den Landesverband NRW
30:44 – Die Brombeer-Koalition in Thüringen und der Fall Mario Voigt
36:03 – Die Gründe für das Scheitern bei der Bundestagswahl
40:23 – Zweifel am Wahlergebnis und die Forderung nach Neuauszählung
44:18 – Vertrauen in Bundestag und Bundesverfassungsgericht
48:13 – Wie demokratisch ist die EU? Kritik an der Kommission
52:19 – Die 90-Milliarden-Ukraine-Hilfe: Wer zahlt eigentlich was?
55:16 – Ist Frieden mit Putin erreichbar?
58:23 – Aufrüstung und das Weißbuch von EU-Verteidigungskommissar Kubilius
1:01:23 – Die Rolle der Medien in der Bedrohungsdebatte
1:03:20 – EU-Gasembargo gegen Russland: sinnvoll oder Eigentor?
1:07:25 – Die Chatkontrolle im EU-Parlament
1:10:12 – Erfahrungen im Europaparlament: nützlicher Idiot der Kommission?
1:12:18 – Im Haushaltsausschuss: Wie die EU mit Steuergeld umgeht
1:17:23 – Verabschiedung
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Wie Nudging und Propaganda unser Denken lenken - Dr. Jonas Tögel
2026/08/18
In dieser Folge von spreche ich mit dem Propagandaforscher und Amerikanisten Dr. Jonas Tögel von der Universität Regensburg über die Mechanismen, mit denen Staat und Medien unser Denken beeinflussen. Ausgangspunkt ist die geplante Reform des Informationsfreiheitsgesetzes, die Tögel als Teil einer Tendenz zu wachsender staatlicher Intransparenz einordnet. Ausführlich erläutert er das Konzept des Nudging, seine wissenschaftliche Kritik daran sowie dessen Anwendung während der Corona-Pandemie.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die von Tögel diagnostizierte einseitige Kriegsberichterstattung öffentlich-rechtlicher Medien, insbesondere der Tagesschau, worauf ich aus eigener Erfahrung als langjähriger ARD-Journalist reagiere und über interne Abläufe, das Framing-Manual sowie die Berichterstattung während Migrationskrise, Ukraine-Krieg und Nahost-Konflikt berichte. Tögel schildert zudem einen aus seiner Sicht diffamierenden RTL-Beitrag über einen seiner Vorträge sowie zunehmende Schwierigkeiten, als Wissenschaftler in Fachzeitschriften zu publizieren.
Breiten Raum nimmt sein Buch „Kriegsspiele" ein, in dem er NATO-Planspiele zur möglichen Zerstörung Deutschlands im Eskalationsfall analysiert und die These vertritt, die NATO habe Deutschland historisch eher als Frontstaat denn als Schutzmacht behandelt. Das Gespräch schließt mit Tögels Aufruf, im Alltag aktiv zum Frieden beizutragen sowie mit einer kritischen Einordnung aktueller Aufrüstungsdebatten und der NATO-Rolle Deutschlands.Wer mehr über Dr. Jonas Tögel erfahren möchte, hier geht es zu seiner Homepage:
https://www.jonastoegel.de/
Wer sein aktuelles Buch lesen möchte, kann es hier bestellen:
https://www.buch7.de/produkt/kriegssp...Wenn Sie mein Buch "Inside Tagesschau" oder das "Schwarzbuch Staatsfunk" mit einer Widmung von mir bestellen wollen, schreiben Sie eine Mail an:
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00:00 - Streit um die Reform des Informationsfreiheitsgesetzes
01:34 - Sicherheit als Vorwand für den Abbau von Grundrechten
03:29 - Parallelen zu The Circle und der Chatkontrolle
05:23 - Das Panoptikum-Prinzip und Verhalten unter Beobachtung
07:14 - Was Nudging ist und woher das Konzept kommt
08:44 - Corona-Impfkampagnen als Beispiel für Nudging
10:14 - Wer entscheidet, was gut für Menschen ist?
12:15 - Transparenzprinzip und Widersprüche im Nudging-Konzept
14:03 - Organspende, digitale Patientenakte und Opt-out-Logik
16:14 - Vom Motivationsforscher zum Propagandaforscher
18:31 - Die Grenze zwischen Nudging und Propaganda
20:51 - Propaganda im digitalen Zeitalter und Informationsflut
23:46 - Die Brutkastenlüge und Hill & Knowlton
25:42 - Tagesschau, Framing und interne Dynamiken
29:39 - Wie Frames in der Berichterstattung gesetzt werden
34:04 - RTL dreht ein Interview über Tögel
37:28 - Ausgeblendete Belege und fragwürdige Darstellung im Beitrag
41:20 - Kennedy, Warren Report und die Diffamierung von Kritik
47:17 - Warum angebliche Verschwörungstheorien oft später Skandale werden
50:38 - Informationsdiät und Selbstschutz im Nachrichtensog
52:19 - Warum Friedensgespräche politisch kaum noch vorkommen
57:25 - NATO, Deutschland und die Logik der Eskalation
63:26 - Willy Wimmer, Nuklearszenarien und die rote Linie
67:37 - Wissenschaftliche Publikationen, Gatekeeping und Karrierehürden
70:17 - Schlussgedanke: Resilienz, Frieden und Selbstermächtigung
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Eine exklusive Elite entscheidet alles im Land!
2026/08/12
Michael Hartmann erforscht seit 40 Jahren die Eliten weltweit. Der Professor für Soziologie hat bis 2014 an der TU Darmstadt gelehrt. Doch noch immer lässt ihn das Thema nicht los. Die Kernelite in Deutschland gibt er mit 1.000 Menschen an, die erweiterte Elite mit 4.000. Das sind die Menschen, die mit ihren Entscheidungen unser aller Leben bestimmen. Erstaunlicherweise nimmt die Homogenität der Elite zu statt ab. Warum erklärt Hartmann im Gespräch. Zuerst habe ich ihn gefragt, was er unter Elite versteht und ob der Begriff nicht umstritten ist sowie wie sich die Elite verändert hat in den vergangenen Jahrzehnten.
Hartmann war immer für eine Frauenquote und sagt auch, dass diese gewirkt hat. Allerdings hat die Frauenquote dafür gesorgt, dass akademisch gebildete Frauen aus dem Bürgertum Männer aus der Arbeiterschaft aus der Elite verdrängt haben. Und das bemängelt Hartmann: Die Breite der Gesellschaft ist nicht in der Elite abgebildet. Die Elite wird von Akademiker und Bürgerlichen dominiert. Deshalb ist er für die Quote für Arbeiterkinder.
Hartmann tickt eher links, so war er mal bei attac. Doch er ist nicht ideologisch oder parteipolitisch. So attestiert er der AfD, die sozial am durchlässigste Partei zu sein. Dagegen werden Grüne, SPD und Union fast ausschließlich von Akademiker und Bürgerlichen dominiert.
Wir waren nicht immer einer Meinung, zum Beispiel bei Sophie von der Tann, aber ich fand das Gespräch hochspannend und erhellend. Auch Hartmann fremdelt mit den klassischen Medien und kann kaum noch Unterschiede bei RTL/NTV, ARD/ZDF sowie WELT erkennen. Laut Hartmann ist die Medienelite übrigens die zweitexklusivste.
Natürlich habe ich ihn auch gefragt, ob er wirklich lieber von Arbeiter und Bauern regiert werden will, da ich damit in der DDR ungute Erfahrungen gemacht habe. Und ich habe ihn gefragt, ob nicht auch andere Gruppen wie Schwerbehinderte, Ostdeutsche und Migranten von der Elite ausgeschlossen werden und woran das liegt.
Wer das Thema vertiefen möchte: Michael Hartmann hat das Buch "Die Abgehobenen - wie die Eliten die Demokratie gefährden" geschrieben. Hier ist der Link zum Buch:
https://www.buch7.de/produkt/die-abgehobenen-michael-hartmann/1033688762?ean=9783593509280
Und hier ein Link zu seiner letzten wissenschaftlichen Veröffentlichung "Mehr Kontinuität als Wandel - die deutschen Eliten vom Kaiserreich bis heute":
https://link.springer.com/article/10.1007/s11609-025-00557-4
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Ex-General Erich Vad fordert Frieden statt Eskalation mit Russland
2026/08/11
Erich Vad war Brigadegeneral der Bundeswehr, sieben Jahre im Bundeskanzleramt Gruppenleiter, Sekretär des Bundessicherheitsrates und militärischer Berater von Kanzlerin Angela Merkel. Seit 2013 ist er Unternehmensberater, Publizist und Universitätsdozent.
Seit 2022 vertritt er im Ukraine-Krieg eine abweichende Position zum Mainstream. Er wirbt vehement für Friedensgespräche mit Russland. Er glaubt, dass ohne Russland ein Frieden in Europa nicht möglich ist. Er ist gegen eine Aufnahme der Ukraine in EU und NATO.
Gemeinsam mit dem Klaus von Dohnanyi, dem ehemaligen Ersten Bürgermeister Hamburgs und Urgestein der Sozialdemokratie hat er gerade im Westend-Verlag das Buch "Frieden - wie geht das?" veröffentlicht. Deshalb habe ich Erich Vad eingeladen.
Wir haben auch über die Sprengung der Pipeline Nordstream gesprochen, über Merz als möglichen Gesprächspartner in Moskau, die tendenziöse Berichterstattung in den Medien, die schwache Friedensbewegung und einseitig besetzte Talkshows.
Warum die USA und Präsident Volodymyr Zelensky kein Interesse an der Beendigung des Krieges haben, erfahrt ihr ebenfalls im Gespräch. Ich beginne aber mit der Frage nach der aktuellen Kriegssituation, dem Drohnenkrieg und den Verlusten beider Seiten.
Leider gab es technische Probleme, auf all meinen Fragen war ein Echo zu hören, weswegen ich alle Fragen neu aufgenommen habe und dazwischen geschnitten habe. Also falls sich jemand wundert...
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