
Werben im Podcast: Erklär mir Pop
Dieser Podcast hat
75 Episoden
Sprache
GermanHerausgeber
SWRExplizit
Nein
Erstellt am
2014/01/07
Neueste Episode
2026/08/13
Durchschnittsdauer
8 min.
Veröffentlichungsintervall
10 Tage
Beschreibung
In welchem politischen Kontext ist ein Song entstanden? Warum hat der Gitarrist das Solo so und nicht anders gespielt? Was macht die Band heute? Prof. Udo Dahmen, künstlerischer Direktor a.D. der Popakademie Mannheim und Berater für Popländ Baden-Württemberg erklärt jede Woche die Hintergründe eines großen Songs der Popmusikgeschichte.
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„Harvest Sky“ von Oklou
2026/08/13
Raus aus der Menge, rein ins Gefühl: In „Harvest Sky“ verbindet die französische Musikerin Oklou verträumte Elektronik mit Trance-Sounds und folkloristischen Melodien. Der Song handelt von dem seltsamen Spannungsfeld zwischen Nähe und Distanz, Vertrautem und Unbekanntem – und vom guten Gefühl, manchmal ganz für sich zu sein. Udo Dahmen weiß in „Erklär mir Pop“, was hinter Oklous faszinierendem Sound steckt und warum „Harvest Sky“ ein Schlüsselstück ihres Debütalbums „Choke Enough“ ist.
„Bullet with Butterfly Wings“ - Smashing Pumpkins
2026/07/16
Der Song der US-amerikanischen Band „Smashing Pumpkins“, was so viel wie zerschmetternde Kürbisse heißt, erschien im Jahr 1995 auf dem Album „Melon Collie and the Infinite Sadness“. Sänger Billy Corgan verarbeitet in der Grammy-prämierten Hymne des Alternative Rock die Fremdbestimmg im Musikbusiness. Mit der prägenden Textzeile über das Dasein als „Ratte im Käfig“ fängt der Song das Gefühl einer ganzen Generation ein und ist ein zeitloser Meilenstein der 90er-Jahre.
„Landline“ von Alice Merton
2026/07/09
Erschienen ist der Titel auf dem 2026 veröffentlichten Album „Visions“. Mit „Landline“, auf Deutsch „Festnetzanschluss“, wählt Alice Merton ein Bild, das auf den ersten Blick aus der Zeit gefallen scheint. Doch genau darin liegt der Reiz des Songs: Er erzählt von Nähe und Distanz, von Erinnerungen und dem Wunsch nach einer Verbindung, die Bestand hat. Unser Popmusikexperte Udo Dahmen ordnet den Song für uns ein: Was macht „Landline“ musikalisch aus? Welche Entwicklung zeigt Alice Merton als Songwriterin? Und warum trifft gerade das altmodische Bild eines Festnetztelefons den Nerv der Gegenwart?
„Complication“, The Monks
2026/07/03
Verzerrte Gitarrensounds und herausgeschriene Texte von einer Band, die sich die Mönche nennt, das galt in den 1960ern als reine Provokation. Nicht nur wegen des eigenwilligen Musikstils, sondern auch wegen des Auftretens von "The Monks": kurze Haare, schwarze Kleidung, Tonsur und anstatt einer Krawatte einen Strick um den Hals. Gegründet wurde die Band von US-Soldaten, die nach ihrem Wehrdienst in Deutschland blieben. Und obwohl die Band nur wenige Jahre bestand, hat sie den deutschen Musikmarkt aufgemischt und neue Maßstäbe in der Popkultur gesetzt. Für viele Musiker und Fans gelten „The Monks“ als Wegbereiter des Punk.
„Fabienk“ - Angine de Poitrine
2026/06/19
Die beiden Musiker, die unter den Pseudonymen Khn und Klek de Poitrine auftreten, verbinden mikrotonale Klänge mit komplexen Rhythmen. Auf der Bühne inszenieren sich die kanadischen Musiker als geheimnisvolle Phantasiewesen mit schwarz-weiß gepunkteten Kostümen und riesigen Pappmaché-Masken.
„Chuck E.'s in Love“ von Rickie Lee Jones
2026/06/09
Der Titel hat eindeutig Ohrwurmqualitäten. Er ist auf dem Debutalbum von Rickie Lee Jones veröffentlicht und kletterte auf Platz 4 der US Charts. Besonders die klare, frische Stimme von Rickie Lee Jones begeistert das Publikum bis heute. Jahrelang war die Songwriterin in diversen Clubs von Los Angeles aufgetreten und deshalb gut vernetzt in der Szene. Auf dem Album sind deshalb bekannte Namen zu lesen wie Steve Gadd oder Dr. John.
„Sie brauchen keinen Führer“ von Udo Lindenberg
2026/06/05
Wenn über Udo Lindenberg gesprochen wird, fallen meist Titel wie „Sonderzug nach Pankow“, „Wozu sind Kriege da“ oder zuletzt „Komet“. Doch zum 80. Geburtstag lohnt sich auch der Blick auf weniger bekannte Songs. „Sie brauchen keinen Führer“ erschien 1984 auf dem Album „Götterhämmerung“ und setzt sich mit Rechtsextremismus und populistischen Strömungen auseinander. Erstaunlich ist, wie aktuell der Text heute noch ist. Was dieser Song über den politischen Künstler Udo Lindenberg erzählt, darüber sprechen wir mit unserem Experten für Popmusik Udo Dahmen.
„Berghain“ von Rosalía
2026/05/22
Die katalanische Sängerin Rosalía ist seit Jahren bekannt dafür, dass sie virtuos mit den Genres spielt: Flamenco und Latin-Pop mixt sie mit Pop, Hip-Hop oder Raggaeton und bringt so frischen Wind in den Mainstream-Pop. In ihrem Song „Berghain“ geht sie noch einen Schritt weiter und verbindet elektronische Sounds mit orchestralen, barocken Arrangements und singt dazu in verschiedenen Sprachen.
„Diamonds & Rust“ von Joan Baez
2026/05/15
Mit ihrem sechzehnten Studioalbum aus dem Jahr 1975 schenkte Joan Baez der Welt ein Werk, das nicht nur musikalisch glänzt, sondern auch seelisch nachhallt. Der titelgebende Song „Diamonds & Rust“ ist mehr als nur eine nostalgische Ballade. Mit beeindruckender Ehrlichkeit blickt Joan Baez auf die Beziehung zwischen ihr und Bob Dylan zurück. Zusammen waren sie in den frühen 1960er-Jahren das „Traumpaar“ der US-Folk-Szene, sowohl musikalisch als auch privat.
„Nightingale Lane“ von der britischen Sängerin Raye
2026/05/08
„Nightingale Lane“ wurde am 27. März 2026 auf Rayes zweitem Studio-Album „This Music May Contain Hope“ veröffentlicht. Im Text der Ballade geht es um eine sehr persönliche Erinnerung an eine frühere Liebe – hier im Londoner Stadtteil Tooting, wo sich die Nightingale Lane befindet, ist Raye aufgewachsen und hier hat sie offensichtlich auch ihre große Liebe verloren. Die Sängerin hat den Song gemeinsam mit Tom Richards und Chris Hill geschrieben. Teile davon wurden mit Orchester im Abbey Road Studio aufgenommen und von Tom Richards dirigiert.
Raye hat bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten und ist für ihre herausragende Stimme und die Mischung aus Soul, R&B, Jazz und Pop bekannt. Sie begann schon früh Songs zu schreiben und zu performen. Mit 14 Jahren besuchte sie für zwei Jahre die BRIT School – eine weiterführende Schule für Darstellende Künste und Technologie in Selhurst in London, an der auch Adele und Amy Winehouse unterrichtet wurden. Parallel arbeitete sie zudem in Songwriting-Sessions mit anderen Künstlerinnen und Künstlern.
„Man in the Box“ von der Grunge-Band Alice in Chains
2026/04/29
Neben Nirvana und Pearl Jam gehört Alice in Chains zu den bekanntesten und erfolgreichsten Vertretern des Grunge, einer Rockmusik, die sich in den 1990er Jahren in Seattle entwickelt hat. Viele dieser Bands hatten ein typisches Punkoutfit, sagt der Mannheimer Popexperte Udo Dahmen. Songs und Musik seien von Schwermütigkeit geprägt und von einer deutlichen Kritik an der bürgerlichen Gesellschaft. Alice in Chains verstanden sich vor allem als „Metalband“, die in Black Sabbath und Deep Purple ihre Vorbilder sah. Das Stück „Man in the Box“ beschreibt einen Menschen, der in einem Stall gefangen ist. Ein Bild für die Manipulation und Gleichschaltung der Öffentlichkeit durch Zensur. Der Song wurde im Januar 1991 als Single veröffentlicht und 1992 für einen Grammy Award für die beste Hard-Rock-Performance nominiert.
Guano Apes – „Open your Eyes“
2026/04/24
Ein Song wie ein Paukenschlag – „Open your eyes“ von der Crossover-Band Guano Apes, einer Band aus Göttingen, die mit dieser ersten Singleauskopplung ihres Debütalbums „Proud like a God“ 1997 für Furore sorgte. Der Song erreichte Platz 5 der deutschen Charts, blieb 30 Wochen in den Top 100 und erreichte Goldstatus. Guano Apes wurden außerdem mit vielen Preisen ausgezeichnet und machten in der Folge auch international Karriere. Den Text von „Open your eyes“ schrieb Sängerin Sandra Nasic, die Musik komponierte die Band. Bis heute ist „Open your eyes“ der erfolgreichste Song der Guano Apes.
„Joy Chant“ – Ritueller Groove mit Schlagwerk und Saxophon
2026/04/16
Die dänisch-amerikanische Perkussionistin Marilyn Mazur hat mit vielen namhaften Musikern zusammengearbeitet – bei diesem Titel ist es der Saxophonist Jan Garbarek. Er bewegt sich mit seinen Tönen auf einem Klangteppich, den Marilyn Mazur mit verschiedenen, zum Teil selbst gebauten perkussiven Instrumenten erzeugt. Pop-Experte Udo Dahmen schätzt besonders ihre Experimentierfreude und das Engagement für Frauen in der Musikszene. Bis zu ihrem Tod im vergangenen Dezember spielte Marilyn Mazur in der komplett weiblich besetzten Band „Shamania“.
Fury in the Slaughterhouse: „Won´t forget these days“
2026/04/10
Spätestens seit der Fußball WM 2006 kennen viele Menschen diesen Titel. Er eignet sich perfekt zur Hymne für besondere Ereignisse. Die Band „Fury in the Slaughterhouse“ hatte ihre große Zeit Anfang der 90er Jahre, als die Neue Deutsche Welle zu Ende ging. Die Musiker aus Hannover landeten mit diesem Ohrwurm auf ihrem zweiten Album ihren größten Hit. Ganz in der Tradition des Indiepop aus Großbritannien und USA wurden sie im Ausland oft gar nicht als deutsche Band wahrgenommen.
„In Memory of Elizabeth Reed“ – The Allman Brothers Band
2026/04/02
Der Song erschien erstmals im Jahr 1970 auf dem Album „Idlewild South“. Er zählt zu den wegweisenden Instrumentalstücken der Rockgeschichte und steht exemplarisch für den Sound der Band: den Southern Rock.
Geschrieben wurde der Mix aus Blues, Jazz-Fusion und Countrymusik vom Gitarristen Dickey Betts. Der Titel „In Memory of Elizabeth Reed“ bezieht sich auf eine Frau, deren Grabstein der Gitarrist auf einem historischen Friedhof in Macon im US-Bundesstaat Georgia gefunden hatte.
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