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Von Zeit zu Zeit - #vzzzPodcast

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Dieser Podcast hat
209 Episoden
Sprache
German
Explizit
Nein
Erstellt am
2019/03/06
Neueste Episode
2026/10/22
Durchschnittsdauer
59 min.
Veröffentlichungsintervall
14 Tage

Beschreibung

Gordian und Jan sprechen über die Themen, die sie gerade beschäftigen.

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VZ154: Antrag auf Revolution – Beamte, Streik und Digitalisierung
2026/10/22
Doppelbock, Stout und die Macht der Ator-Biere Stout wird gerne mit den dunklen Jahreszeiten assoziiert - aber warum denn? In Irland hat Stout immer Saison. Der Doppelbock ist hingegen ein Bier des Frühlings. Ein Späßchen, dass die meisten Ator heißen. Wer mehr Bier-News von uns aus Hamburg sucht, wird auf https://040bier.de fündig. „Mitnehmen" in der Verwaltung: Wildbergers Digitalisierungsphilosophie Bundesdigitalminister Karsten Wildberger will Behördenmitarbeitende bei der Digitalisierung „mitnehmen", statt ihnen Neuerungen einfach vorzuschreiben. Für Gordian, der selbst in der Verwaltung arbeitet, ist das Change Management im besten Sinne: Wer Verwaltungsmitarbeitende nicht begeistert, bekommt Dienst nach Vorschrift. Jan sieht das als Staatsbürger ganz anders: Wer die Verwaltung bezahlt, darf erwarten, dass Anweisungen befolgt werden – schließlich sei der Angestellte des Staates Staatsdiener, nicht Kunde, der abwandern könnte. Die Diskussion reicht vom Überspitzungen eines Elon-Musk-Einritts in die Behörde bis zur Frage, was Microsoft-Beta-Tester-Runden in Ämtern mit echter Digitalisierung zu tun haben. Streikrecht und Gewerkschaften im öffentlichen Dienst Aus dem Streit wird ein staatsrechtlicher Paukenschlag: Jan hält Gewerkschaften im öffentlichen Dienst und das Streikrecht von Staatsangestellten für verfassungsrechtlich fragwürdig – ein Fall, den sich seiner Meinung nach das Bundesverfassungsgericht ansehen müsste. Sein Argument: Wenn Angestellte des Staates so agieren, als stünden sie dem Staat gegenüber, dann kracht der Staat gegen die Wand. Gordian entgegnet, dass der Staat sich bewusst entschieden hat, Angestellte einzustellen statt zu verbeamten – mit allen Arbeitsrechten, inklusive Streikrecht. Sie finden einen Kompromiss: Denkbar wäre aber ein besonderer Status wie bei Soldat: ein Treueverhältnis ohne Streikrecht. Einig sind sich beide: Beamte übernehmen hoheitliche Aufgaben und repräsentieren dem Bürger gegenüber den Staat – dafür braucht es einen besonderen Status. Visage, „Fade to Grey" und die Poesie des Grauens Zum Abschluss ein Abstecher in die New Wave der 80er: Visages „Fade to Grey", ein Stück elektronischer Kunst mit legendärem Bodypainting-Video und Theremin statt Gitarre. Aus dem Song wird ein Sprach-Exkurs über Grau, Grauen und Ergrauen, über die blaue Stunde und darüber, warum „Fade to Grey" weniger mit der Farbe Grau zu tun hat als mit dem Verblassen im Nebel – ein kleiner Song über die Konfrontation mit der Endlichkeit. In dieser Episode erfährst du - Warum fast jeder Doppelbock auf „-ator" endet – vom Paulaner Salvator bis zum Wittorfator - Was Digitalminister Karsten Wildberger unter „Mitnehmen" von Behördenmitarbeitenden versteht - Warum Gewerkschaften und Streikrecht im öffentlichen Dienst verfassungsrechtlich fragwürdigsein könnten - Wie ein Soldatenstatus das klassische Beamtenrecht ersetzen könnte - Was Visage in „Fade to Grey" über Grau, Grauen und die Endlichkeit der Zeit singt Abonnier unseren Podcast hier oder auch auf Spotify, Apple oder YouTube, teile diese Folge mit Freund:innen und erzähle uns in den Kommentaren auf YouTube oder auf Bluesky von deinen Erfahrungen mit Digitalisierung im Amt, deiner Meinung zu Jans Bedenken zum Streikrecht. Denn gute Geschichten beginnen beim Zuhören.
VZU16 Kino-Talk aus Hamburg: Wes Anderson verstehen – Phoenician Scheme
2026/10/08
Jan und Gordian dieses Mal unterwegs als Cineasten über Wes Anderson und „The Phoenician Scheme": Symmetrien, Miniaturen, Familie – von Grand Budapest Hotel bis Moonrise Kingdom. Wir waren wieder unterwegs und zwar im Kino. Wir sprechen über „The Phoenician Scheme" (deutsch: „Der phönizische Meisterstreich") – den letzten Film von Wes Anderson – und sortieren sein Werk von den Royal Tenenbaums über Die Tiefseetaucher und bis Moonrise Kingdom und dem aktuellen Werk ein. Natürlich bei geöffnetem Craftbier: Ein kräftiges Elephant (10,5 %) mit auffällig gut verstecktem Alkohol und ein alkoholfreies polnisches IPA sorgen für den passenden Rahmen. Wes Andersons Ästhetik: Symmetrie, Miniaturen, Pastellfarben Was macht einen Anderson-Film erkennbar? Wir diskutieren seine geometrischen Sets, die Vorliebe für Eisenbahnen und Züge als rollende Puppenstuben-Kulissen, seine handgefertigten Miniaturen – vom Paris aus „The French Dispatch" bis zur Modelllandschaft des neuen Films. Auch Andersons Retro-Welt kommt zur Sprache: Ein Telefon ist ein Telefon, Briefe werden handschriftlich geschrieben – eine bewusste Reduktion. The Phoenician Scheme: Geld, Glauben und Familie Benicio del Toro spielt einen skrupellosen Geschäftsmann, der seine Tochter – eine Novizin – zur Alleinerbin erklärt und mit ihr durch ein fiktives "Phönizien" reist, um Investoren für seinen „Meisterstreich" zu gewinnen. Wir fragen uns: Ist die dünne Story ein Makel oder genau der Punkt? Zu sehen gibt es auch eigenartige in schwarz-weiß gehaltene Nahtod-Visionen mit einem himmlischen Gericht – ein Rückgriff auf Ingmar Bergmans „Das siebente Siegel" und die Tradition des Totentanzes, den auch Woody Allen in „Love and Death" zitierte? Am Ende bleibt: ein Film für Wes-Anderson-Fans, ein Augenschmaus wie ein Bild von Hieronymus Bosch, aber kein Einstiegswerk. Einordnung in die Filmgeschichte Wie Fellini, Truffaut und Bergman verzichtet auch Anderson zugunsten von Bildern und Anordnung auf eine klassische Story. Unser Fazit fällt zwiespältig aus – und genau das macht das Gespräch aus: zwei Perspektiven, viel Humor, keine Belehrung. In dieser Episode erfährst du: - welche Stilmittel Wes Anderson so unverwechselbar machen – von Symmetrie und Miniaturen bis zur Schaumstoff-Himmels-Kulisse - warum „The Phoenician Scheme" für Einsteiger:innen schwer, für Fans aber ein Muss ist - welche filmgeschichtlichen Referenzen hinter den Nahtod-Szenen stecken - warum Andersons Figuren in Puppenhäusern oder auf Schienen stehen – und Züge sein liebstes Set sind - welche Rolle das Astor Kino, das Abaton und Hamburger Kinogeschichte für unsere Filmsozialisation spielten Abonnier unseren Podcast hier oder auch auf Spotify, Apple oder YouTube, teile diese Folge mit Freund:innen und erzähle uns in den Kommentaren auf YouTube oder auf Bluesky von deinen Erfahrungen mit Filmen von Wes Anderson. Denn gute Geschichten beginnen beim Zuhören. 00:00 - Intro 00:17 - Biere der Woche: Nepo Brewing Hopollo Polish IPA vs. Carlsberg Elephant Extra strong 11:08 - Kinobesuch Wes Anderson "Der phönizische Meisterstreich" 21:25 - Die Stories von Wes Andersons 25:30 - Die Hamburger Kinowelt 31:29 - Fantasy-Settings 40:12 - Rückblick auf den Film 49:13 - Filmhistorische Einordnung 54:35 - Die Figuren ändern nie ihre Richtung 1:02:32 - Wes Andersons Alterswerk 1:10:13 - Abschlussbetrachtung 1:15:25 - Filme großer Regisseure
VZ153 KI, Dystopie und Humanismus: Wer hat Angst vorm schlauen Bot?
2026/09/24
Warum KI in Geschichten oft böse ist Warum stellen Autoren und Filmemacher KI häufig als Gegner oder Gefahr dar? Konflikte sind Grundlage vieler Geschichten – und KI als mächtiger, unberechenbarer Akteur bietet sich perfekt als Antagonist an. - Dystopie als Warnung: Viele Science-Fiction-Werke nutzen KI als Metapher für menschliche Hybris – etwa in Blade Runner, 2001 oder Terminator. Diese Geschichten haben oft eine warnende Funktion: Sie zeigen, was schiefgehen kann, wenn wir Technologie unkontrolliert einsetzen. - KI als Spiegel des Menschen: Sagt KI in Geschichten nicht oft mehr über uns selbst aus als über die Technologie. In Filmen wie A.I. – Künstliche Intelligenz oder Star Trek: The Next Generation (Data) wird KI als menschlichere Version des Menschen dargestellt – und hält uns damit einen Spiegel vor. - Ausnahmen bestätigen die Regel: Es gibt auch positive KI-Darstellungen, etwa in Asimovs Robotergeschichten oder auch wieder Star Trek. KI in der Realität: Zwischen Effizienz und Entmenschlichung Gordian berichtet von Projekten, in denen KI genutzt wird, um komplexe Geschäftsprozesse zu analysieren und zu visualisieren. Das spart Zeit und reduziert Fehler – doch es wirft auch Fragen nach Verantwortung und Kontrolle auf. Jan warnt davor, dass KI-Systeme, die nur auf Effizienz ausgelegt sind, menschliche Aspekte wie Kreativität, Intuition und Ethik ignorieren. Wenn wir uns zu sehr auf KI verlassen, könnten wir unsere eigenen Fähigkeiten verlieren – ähnlich wie ein Muskel, der nicht trainiert wird. KI, Algorithmen & Social Media: Die Sucht nach Aufmerksamkeit Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Rolle von Algorithmen in Social Media – und wie sie menschliches Verhalten manipulieren. Hier wirken die Algorithmen als Suchtmaschinen: Sie sind darauf ausgelegt, Nutzer so lange wie möglich zu binden – oft durch emotionale Trigger wie Wut, Angst oder Selbstbestätigung. Gordian betont, dass Menschen zwar wissen, dass sie manipuliert werden – aber trotzdem nicht widerstehen können. Das liegt daran, dass Aufmerksamkeit ein grundlegendes menschliches Bedürfnis ist. Eine Regulierung von Algorithmen, die süchtig machen, ist sinnvoll. Jan schlägt sogar vor, Algorithmen oder Social Media zu verbieten, die Nutzer in Hass- oder Verschwörungsspiralen treiben Humanismus vs. Technologie: Brauchen wir eine neue Ethik? Am Ende der Folge wird die grundsätzliche Frage aufgeworfen: Wie können wir KI so nutzen, dass sie den Menschen dient – und nicht umgekehrt? Gordian sieht in europäischen KI-Entwicklungen wie von Mistral eine Alternative zu den dominierenden US-amerikanischen und chinesischen Modellen. Europa könnte hier eine ethischere, transparentere KI-Entwicklung vorantreiben. Beide sind sich einig, dass Bildung und kritisches Denken entscheidend sind, um mit KI verantwortungsvoll umzugehen. Humanistische Werte wie Empathie, Kreativität und Moral dürfen nicht durch reine Effizienzdenke ersetzt werden. In dieser Episode erfährst du: - Warum KI in Filmen und Büchern fast immer als Bedrohung dargestellt wird. - Wie KI heute bereits auf den Arbeitsalltag wirkt – und welche Risiken für Arbeitsmarkt und menschliche Autonomie damit verbunden sind. - Warum Social-Media-Algorithmen wie Suchtmaschinen funktionieren – und wie wir uns davor schützen können. - Ob Europa eine Chance hat, eine ethischere KI zu entwickeln – und warum Bildung und Humanismus dabei eine zentrale Rolle spielen. Abonnier unseren Podcast hier oder auch auf Spotify, Apple oder YouTube, teile diese Folge mit Freund:innen und erzähle uns in den Kommentaren auf YouTube oder auf Bluesky von deinen Gedanken zu den aktuellen Entwicklungen der KI. Denn gute Geschichten beginnen beim Zuhören. 00:17 - Biere der Woche Helles Stadtbier von 04321 und Jackpot Hazy IPA von Crew Republic 14:14 - KI für Prozesse 22:28 - Das Gehirn ist ein Muskel 34:12 - Positive KI-Beispiele in Buch & Film 45:39 - Humanistische Bildung & ihre Gegner 57:54 - Der Mensch macht alles kaputt
VZK46 Wie das Craft Beer nach Deutschland kam: Innovation trifft Tradition
2026/09/10
In dieser Folge von des Podcasts von Zeit zu Zeit tauchen Jan und Gordian tief in die Geschichte des Craft Beers in Deutschland ein – und entdecken dabei, wie ein traditionelles Brauerei-Unternehmen den Trend nach Deutschland brachte. Die Episode verbindet persönliche Anekdoten, historische Einblicke und unterhaltsame Diskussionen über die Entwicklung der Bierkultur und mehr. The Punch and Judy Show Die Folge startet mit einem Exkurs zu Mr. Punch. Dieses englische Pendant zum Kaspertheater hat nicht nur ihre eigene spannende Geschichte. Sie ist auch die Basis für das berühmte Punch Magazin, dem ersten großen englischen Satiremagazin im letzten Jahrhundert. Die Geburt des Craft Beers in Deutschland: Radebergers Pionierrolle Und dann geht es weiter mit einer deutschen Geschichte: Ende der 2000er-Jahre erkannte Radeberger, dass der deutsche Biermarkt neue Impulse braucht. Statt sich auf traditionelle Rezepte und weitere Mischgetränke zu beschränken, schickte das Unternehmen seinen Braumeister Marc Rauschmann auf eine Weltreise, um internationale Biertrends zu studieren. Braufactum: Mehr als nur ein Label Braufactum wurde schnell zum Synonym für Innovation in der deutschen Bierbranche: Sie wagten sich an ungewöhnliche Bierstile wie IPA, die in Deutschland bis dahin kaum bekannt waren. Die besondere Flaschenformen von Braufactum waren ein Alleinstellungsmerkmal. Und Radeberger konnte seine Vertriebswege und Ressourcen nutzen, um Braufactum als Premium-Marke zu etablieren. Rotkäppchen: Vom Ost-Sekt zur bundesweiten Erfolgsgeschichte Ein weiterer spannender Exkurs der Folge dreht sich um Rotkäppchen, den Sekt aus Sachsen-Anhalt, der in den 90ern zum Marktführer in Deutschland aufstieg. Vor 150 Jahren zunächst als "Monopol" gestartet, musste die Marke aufgrund rechtlicher Probleme umbenannt werden. Der Name Rotkäppchen entstand aus der roten Kappe auf der Flasche – eine Notlösung, die sich als Markenzeichen durchsetzte. Trotz anfänglicher Vorurteile gegen "Ost-Produkte" im Westen wuchs Rotkäppchen stetig. Heute ist es mit 40% Marktanteil der führende Sektanbieter in Deutschland – auch ein Beweis dafür, dass Markenstärke und Anpassungsfähigkeit den Unterschied machen. In dieser Episode erfährst du: - Wie Radeberger mit Braufactum den Craft-Beer-Trend nach Deutschland brachte. - Wie Tradition und Innovation in der Bierkultur Hand in Hand gehen können. - Warum Rotkäppchen vom "Ost-Sekt" zum Marktführer wurde – und was wir daraus über Markenbildung lernen können. - Wer Mr. Punch ist und warum dieser Podcast seinen Namen beibehält Abonnier unseren Podcast hier oder auch auf Spotify, Apple oder YouTube, teile diese Folge mit Freund:innen und erzähle uns in den Kommentaren auf YouTube oder auf Bluesky von deinen ersten Erfahrungen mit Craft Beer. Denn gute Geschichten beginnen beim Zuhören. Folge auf Spotify: https://open.spotify.com/show/7kVdmMboEGhSOrZ5JeIRsj Folge auf Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/von-zeit-zu-zeit-vzzzpodcast/id1455281628 Folge auf YouTube: https://www.youtube.com/@GordianScheuermann/podcasts Diskutier mit uns auf YouTube oder auf Bluesky: https://bsky.app/profile/vzzzpodcast.bsky.social
VZ152 Das Bewusstsein der KI: Handwerk, Hype, Hokuspokus
2026/08/27
KI-Hype & Arbeitsmarkt Ein Thema der Folge ist der KI-Hype und seine Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Ankündigungen und Prognosen lösen hier ungewollte Kettenreaktionen aus: 1. Als der Verkehrsminister ankündigte, den Führerschein bald günstiger zu machen, sanken die Anmeldungen drastisch – weil viele warteten. Die Folge: Fahrschulen entlassen Personal, und am Ende wird der Führerschein wohlmöglich teurer. 2. Der "Job-Futuromat" des Jobcenters bewertet Berufe danach, wie stark sie automatisierbar sind. Steuerfachangestellte wurden dabei als potenziell 100% durch KI ersetzbar eingestuft – was dann zu Nachwuchsmangel führte. Transhumanismus: Die Illusion vom ewigen Leben Ein kontroverses Thema ist der Transhumanismus, der KI, Robotik und Prothetik als Schlüssel zu einem längeren Leben betrachtet. Schon heute ermöglichen moderne Prothesen Menschen mit Amputationen sportliche Höchstleistungen. In Zukunft könnten gesunde Menschen sich freiwillig künstliche Gliedmaßen oder Organe implantieren lassen – weil sie wohlmöglich besser funktionieren als die biologischen Originale. Aber Transhumanisten träumen auch davon, ihr Bewusstsein in KI-Systeme zu übertragen, um ewig zu leben. Doch hier wird es philosophisch: Was ist Bewusstsein überhaupt? Kann KI es jemals besitzen? Wenn das passiert, geraten wir dann nicht in eine Stillstandsgesellschaft: Wenn Menschen nicht mehr sterben, verändern sich Ideen und Werte nicht mehr – und die Menschheit bleibt in alten Denkmustern stecken. KI in der Literatur: Warum Science-Fiction uns warnt Jan und Gordian diskutieren, ob und warum Science-Fiction-Autoren wie Arthur C. Clarke, Philip K. Dick oder William Gibson in ihren Werken oft düstere KI-Szenarien entwerfen - Blade Runner, 2001, Neuromancer: In diesen Klassikern wird KI meist als bedrohlich oder unberechenbar dargestellt. Warum? - Star Trek & Asimov: Es gibt auch positive Beispiele wie Data aus Star Trek oder Asimovs Roboter-Geschichten, die KI als nützlich und harmonisch darstellen. Fazit: Zwischen Fortschritt und Menschlichkeit Die Episode endet mit einer offenen Frage: Wie viel Technologie verträgt die Menschheit? Jan und Gordian plädieren für einen kritischen, aber neugierigen Umgang mit Technologie. Denn am Ende geht es nicht nur um Fortschritt, sondern um Menschlichkeit. In dieser Episode erfährst du: - Warum Lebkuchenbier ein mutiges Experiment der Craft-Beer-Szene ist – und warum es nicht jedem schmeckt. - Wie KI-Ankündigungen den Arbeitsmarkt durcheinanderbringen – und warum Fahrschulen und Steuerberater plötzlich in der Krise stecken. - Was Transhumanismus ist – und warum die Idee vom ewigen Leben mehr Probleme schafft, als sie löst. - Warum Science-Fiction-Autoren uns seit Jahrzehnten vor KI warnen – und was wir daraus lernen können. - Ob KI wirklich Bewusstsein entwickeln kann – oder ob sie immer nur ein Wahrscheinlichkeitssystem bleiben wird. Abonnier unseren Podcast hier oder auch auf Spotify, Apple oder YouTube, teile diese Folge mit Freund:innen und erzähle uns in den Kommentaren oder auf Bluesky von deiner Meinung zum Transhumanismus. Bist du auch kritisch oder übersehen wir etwas? Denn gute Geschichten beginnen beim Zuhören. Folge auf Spotify (https://open.spotify.com/show/7kVdmMboEGhSOrZ5JeIRsj) Folge auf Apple Podcasts (https://podcasts.apple.com/de/podcast/von-zeit-zu-zeit-vzzzpodcast/id1455281628) Folge auf YouTube: https://www.youtube.com/@GordianScheuermann/podcasts Diskutier mit uns auf YouTube oder auf Bluesky: https://bsky.app/profile/vzzzpodcast.bsky.social 00:00:00 - Intro 00:00:17 - Schanzen Christkindelbräu vs. Störtebeker Atlantik Ale AF 00:04:00 - Heim-Server oder Streaming 00:11:15 - Mischgetränke 00:19:58 - Teurere Führerscheine 00:23:00 - Die Versprechen der KI 00:35:00 - Transhumanisten 00:48:40 - Neuromancer 01:01:20 - Und China? 01:04:13 - Versprechen der KI Reprise und Outro
VZK45 Tolkiens Welten - von den Büchern zur Leinwand
2026/08/13
J. R. R. Tolkiens Werke sind nicht nur Literatur, sondern kulturelle Meilensteine. Doch wie gelang die Übertragung dieser komplexen, mythischen Welten auf die Leinwand? In dieser Folge diskutieren Gordian und Jan die Faszination und die Herausforderungen der Adaptionen durch Peter Jackson. Tolkien: Der Meister der Mythen Tolkien schuf mit Der Herr der Ringe, Der Hobbit und weiteren Werken nicht nur Geschichten, sondern ganze Universen. Seine Sprache, die detaillierte Weltbau-Elemente und die unterschiedlichen Kulturen machen seine Werke zu einem Meisterwerk der Fantasy. Besonders spannend: die Übersetzungen und wie sie die Stimmungen der Charaktere einfangen – oder verfehlen. Die Diskussion wirft Fragen auf: Sollte Bilbo „Chef“ zu Frodo sagen? Oder ist „Meister Frodo“ die bessere Wahl? Und wie spricht man eigentlich Minas Tirith aus? Peter Jackson: Visionär oder Verräter? Peter Jacksons Herr der Ringe-Trilogie gilt als Meisterwerk des Kinos – doch spätestens seine Hobbit-Verfilmung polarisiert. Während die visuellen Effekte und die düstere Ästhetik von Mittelerde begeistern, wirft die Folge kritische Blicke auf dramaturgische Entscheidungen. Kino vs. Buch: Wer gewinnt? Die Folge stellt die zentrale Frage: Kann ein Film ein Buch jemals vollständig einfangen? Die Antwort: Nein – aber er kann es ergänzen. Während die Bücher Tiefe und Mythos bieten, schafft das Kino emotionale Intensität und visuelle Pracht. Doch wo Jackson Technik und Spektakel in den Vordergrund stellt, fehlt manchmal der Zauber der Vorlage. Ein besonderer Fokus liegt auf der Beziehung zwischen Bilbo und Thorin: Im Buch entwickelt sie sich langsam und subtil, im Film wird sie dramatischer inszeniert. Ist das notwendig für die Handlung – oder eine unötige Überhöhung? Kino als Erlebnis: Warum der große Bildschirm zählt Abschließend wird die Bedeutung des Kinos selbst diskutiert: Kino ist kein Streaming. Es zwingt den Zuschauer, sich hinzugeben – ohne Ablenkung, ohne Vor- und Zurückspulen. Gerade bei Fantasy-Filmen wie Der Herr der Ringe oder Der Hobbit entfaltet sich die Magie des Kinosaals erst richtig: Sounddesign, vertikale Kamerafahrten und die Unmittelbarkeit machen den Unterschied. Peter Jackson versteht es, den Zuschauer mitzureißen – selbst wenn nicht jede Szene perfekt gelingt. In dieser Episode erfährst du: - Wie Tolkien Mittelerde erschaffen hat – und warum seine Sprachvielfalt so entscheidend ist. - Warum Peter Jacksons Filme polarisieren: Zwischen technischer Meisterleistung und dramaturgischen Schwächen. - Die Rolle von Andy Serkis‘ Gollum: Ein Meisterwerk der Schauspielkunst – oder eine übertriebene Darstellung? - Buch vs. Film: Wo die Adaptionen gelingen – und wo sie scheitern. - Kino als Medium: Warum der große Bildschirm für Fantasy-Filme unersetzlich ist. Abonnier unseren Podcast hier oder auch auf Spotify, Apple oder YouTube, teile diese Folge mit Freund:innen und erzähle uns in den Kommentaren auf YouTube oder auf Bluesky von dir wichtigen Momenten in Tolkiens Werken und auch in Jacksons Verfilmungen. Denn gute Geschichten beginnen beim Zuhören.
VZ151 Medien in der Krise: Aktivismus und Gefälligkeit der 4. Gewalt
2026/07/30
Medienkritik: Gefälligkeitsjournalismus und Aktivismus Die 4. Gewalt – die Medien – steht in der Kritik. Richard David Precht und Harald Welzer analysieren in ihrem Buch Die vierte Gewalt, wie Journalismus in Krisenzeiten oft in Gefälligkeitsjournalismus verfällt oder aktivistisch wird. Doch was bedeutet das konkret? Gefälligkeitsjournalismus meint die Tendenz, unangenehme Wahrheiten zu ignorieren, um Konflikte zu vermeiden oder bestimmte Narrative zu bedienen. Aktivismus hingegen beschreibt das Sich-Zu-Eigen-Machen von Themen und Haltungen und dadurch die gesellschaftliche Verantwortung als "4. Gewalt" zu verraten. Die Migrationskrise 2015: Einseitige Berichterstattung und ihre Folgen 2015 prägte der Satz „Wir schaffen das“ die deutsche Medienlandschaft. Die Berichterstattung war zunächst überwiegend positiv und betonte die Willkommenskultur. Doch kritische Stimmen – etwa zu Integrationsproblemen oder finanziellen Belastungen für Kommunen – fanden kaum Gehör. Erst nach der Silvesternacht in Köln kippte die Stimmung. Plötzlich rückte die Debatte um Sicherheit und Integration in den Fokus. Die Medien hatten sich zunächst zu sehr auf die politische Linie von Angela Merkel eingestimmt und die komplexen Realitäten ausgeblendet. Eine wichtige Frage bleibt: Haben Medien hier ihre Kontrollfunktion vernachlässigt? Corona-Pandemie: Wissenschaft, Politik und die Rolle der Medien In der Corona-Krise orientierten sich Medien stark an wissenschaftlichen Empfehlungen – vor allem an Stimmen wie Christian Drosten oder Karl Lauterbach. Doch diese Ausrichtung war nicht immer ausgewogen. Alternative Positionen, etwa von Hendrik Streeck oder Alexander Kekulé, wurden oft marginalisiert oder sogar lächerlich gemacht. Die Ständige Impfkommission STIKO stand plötzlich im Kreuzfeuer der Kritik, obwohl sie eigentlich für ihre evidenzbasierte Arbeit bekannt ist. Hier zeigt sich ein Dilemma: Sollten Medien in einer Krise Einigkeit vermitteln – oder Vielfalt abbilden, selbst wenn das Unsicherheit schafft? Ukrainekrieg: Zwischen öffentlicher Meinung und journalistischer Verantwortung Beim Ukrainekrieg wird den Medien vorgeworfen, zu einseitig zu berichten – diesmal jedoch nicht im Sinne von Gefälligkeit, sondern von Aktivismus. Viele Medien forderten mehr Waffenlieferungen oder härtere Sanktionen, während kritische Stimmen, die etwa eine diplomatische Lösung forderten, kaum Gehör fanden. Precht selbst geriet hier in die Kritik, als er früh eine Kapitulation der Ukraine ins Spiel brachte. Die Frage ist: Dürfen Medien Haltung zeigen und was bedeutet das überhaupt – oder müssen sie neutral bleiben, um den Diskurs offen zu halten? Twitter, Algorithmen und die Blasen der Meinungsbildung Social Media – besonders das ehemalige Twitter – hat die Medienlandschaft stark geprägt. Doch nicht zum Guten. Journalisten nutzten Twitter lange als Recherchetool, doch die Plattform spiegelte nie die gesamte Gesellschaft wider. Stattdessen entstand eine digitale Ethik, in der Aufmerksamkeit über Inhalt siegte. Die Medien haben sich hier oft selbst in die Falle begeben: Sie folgten den Trends, statt sie kritisch zu hinterfragen. In dieser Episode erfährst du: - Warum Gefälligkeitsjournalismus und Aktivismus die Medien in Krisenzeiten prägen. - Wie die Migrationskrise 2015 zeigte, dass Medien oft einseitig berichten – und wodurch dies korrigiert wurde. - Warum die Corona-Berichterstattung zeigt, dass Berichterstattung über wissenschaftliche Themen ein fundiertes Wissen erfordert und einzelne Menschen nicht Dir Wissenschaft sind. - Wie der Ukrainekrieg die Debatte über Haltungsjournalismus neu entfachte: Dürfen Medien Partei ergreifen? Welche Rolle Social Media bei der Verzerrung der Medien-Realität spielt. Abonnier unseren Podcast hier oder auch auf Spotify, Apple oder YouTube, teile diese Folge mit Freund:innen und erzähle uns in den Kommentaren auf YouTube oder auf Bluesky von deiner Einschätzung: Haben Medien in Krisenzeiten zu viel Macht – oder zu wenig Mut?
VZK44 Familie und Europa - von unwahrscheinlichen Traditionen und seltsamem Brauchtum
2026/07/16
Dithmarschen, Friesland und die Kunst der Abgrenzung Wer schon mal versucht hat, in Norddeutschland die geografischen und kulturellen Grenzen zwischen Dithmarschen, Nordfriesland, Ostfriesland und dem restlichen Friesland zu erklären, weiß: Das ist ein Unterfangen, das selbst Einheimische stutzen lässt. Die Ditmarscher – stolz und eigenwillig – beharren darauf, keine Friesen zu sein, während die Friesen ihrerseits Ditmarschen fast als Teil ihrer Region empfinden. Brauchtum: Wenn Traditionen lebendig werden Ob Vatertagsumzüge im Emsland oder das Boßeln in Dithmarschen: Brauchtum ist in Norddeutschland mehr als nur Folklore. Es ist ein Lebensgefühl, das Generationen verbindet. Doch während solche Traditionen auf dem Land noch hochgehalten werden, wirken sie in der Stadt oft befremdlich. Warum? Weil Brauchtum Authentizität und Gemeinschaft braucht, um zu funktionieren. Und die findet man am ehesten dort, wo die Menschen noch miteinander leben. Kulinarische Traditionen: Marzipan, Brot ohne Salz und die Geschichten dahinter Eine weitere norddeutsche Tradition ist Marzipan aus Lübeck; und es ist weltberühmt – doch wer glaubt schon, dass es aus einer Kriegs- und Krisenzeit stammt? Ähnlich verhält es sich mit dem salzfreien Brot aus Florenz, das heute noch als kulinarische Kuriosität gilt. Beide Produkte sind demnach Zeugnisse von Kreativität und Anpassungsfähigkeit in schwierigen Zeiten und zudem identitätsstiftend. Und sie zeigen: Europa ist nicht nur eine politische Union, sondern auch ein kulinarisches Abenteuer. Europäische Identität: Was hält uns zusammen? Was bedeutet es eigentlich, Europäer zu sein? Ist es die Geografie, die Geschichte, die Kultur – oder vielleicht einfach die Haltung? Die Diskussion über den Homo Europaeicus zeigt, wie schnell solche Begriffe in pseudowissenschaftliche und rassistische Narrative abgleiten können. Dabei geht es doch eigentlich um etwas ganz anderes: um die Vielfalt, die uns ausmacht – und die Gemeinsamkeiten, die uns verbinden. In dieser Episode erfährst du: - Dithmarschen, Nordfriesland, Ostfriesland, Westfriesland: Warum die geographische Zuordnung im Norden so kompliziert ist – und was das über regionale Identität verrät. - Brauchtum und Traditionen: Von Vatertagsumzügen bis zu lokalen Festen – wie regionale Bräuche Europa prägen. - Kulinarische Traditionen: Warum Marzipan aus Lübeck und salzfreies Toskanabrot mehr als nur Lebensmittel sind. - Europäische Identität: Was bedeutet es, Europäer zu sein – und warum der Begriff "europäische Rasse" problematisch ist. - Die EU und ihre Mitglieder: Wer gehört dazu, wer nicht – und ob Norwegen und die Schweiz trotzdem gut dastehen. Abonnier unseren Podcast hier oder auch auf Spotify, Apple oder YouTube, teile diese Folge mit Freund:innen und erzähle uns in den Kommentaren auf YouTube oder auf Bluesky von deiner Lieblingsregion in Europa. Denn gute Geschichten beginnen beim Zuhören.
VZ150 Die 4. Gewalt: Medien zwischen Macht und Verantwortung
2026/07/02
Die vierte Gewalt: Wächter oder Mitläufer? Die vierte Gewalt – die Medien – soll als Kontrollinstanz gegenüber Politik, Wirtschaft und Justiz fungieren. Doch wie unabhängig ist der Journalismus heute wirklich? In dieser Folge analysieren wir, wie Medien zwischen Kritik und Gefälligkeit schwanken. Mit Blick auf die Debatten um Richard David Precht und Harald Welzer und ihr Buch Die 4. Gewalt fragen wir: Erfüllen die Medien ihre Rolle als Wächter der Demokratie – oder sind sie selbst Teil des Problems? Journalismus vs. Aktivismus: Wo liegt die Grenze? Sollen Medien neutral berichten oder klar Stellung beziehen? Die Diskussion um Journalismus und Aktivismus ist so alt wie die Presse selbst – und in Zeiten von Fake News und Polarisierung dringlicher denn je. Wir beleuchten, wie Medien mit diesen Herausforderungen umgehen und warum Gute Nachrichten genauso wichtig sind wie kritische Berichterstattung. Denn: Journalismus, der nur Skandale aufdeckt, ohne Lösungen aufzuzeigen, trägt zur Vergiftung des gesellschaftlichen Klimas bei. Migrations- und Integrationskrise: Die Rolle der Medien Wie berichten Medien über komplexe Themen wie die Migrationskrise? Welche Verantwortung tragen sie, wenn es darum geht, Vorurteile abzubauen oder Lösungsansätze aufzuzeigen? In dieser Folge analysieren wir, wie Journalismus Brücken bauen kann – oder sie einreißt. Auch im Fokus: die Framing-Falle. Denn es macht einen Unterschied, ob von einer "Flüchtlingskrise", einer "Migrationskrise" oder einer "Integrationsherausforderung" die Rede ist. In dieser Episode erfährst du: - Warum Medienkritik heute wichtiger ist denn je – und wie du als Hörer:in kritisch bleiben kannst. - Wie Richard David Precht und Harald Welzer die Rolle der Medien in der Gesellschaft sehen – und warum ihre Kritik am Gefälligkeitsjournalismus berechtigt ist. - Wo die Grenzen zwischen Journalismus und Aktivismus verlaufen – und warum diese Debatte so kontrovers ist. - Welche Verantwortung Medien in der Migrationskrise tragen – und wie sie durch Framing die öffentliche Meinung beeinflussen. - Warum Gute Nachrichten genauso ihren Platz haben wie kritische Berichte – wenn sie über simple Wohlfühl-Meldungen hinausgehen. Abonnier unseren Podcast hier oder auch auf Spotify, Apple oder YouTube, teile diese Folge mit Freund:innen und erzähle uns in den Kommentaren auf YouTube oder auf Bluesky von deiner Sicht auf die Medien heute. Denn gute Geschichten beginnen beim Zuhören.
VZK43 Kill your Darlings: Füllwörter, Sprache und Bier
2026/06/18
Warum wir an Füllwörtern hängen In dieser Folge nehmen Jan und Gordian ihre eigenen Sprachgewohnheiten auseinander – vom lieb gewonnenen „Derweil“ aus Tolkiens „Herr der Ringe“ bis zu Füllwörtern wie „sozusagen“, „eigentlich“ und „quasi“. Sie fragen sich, welche Formulierungen längst aus der Zeit gefallen sind, trotzdem im aktiven Wortschatz kleben bleiben und warum genau diese sprachlichen „Darlings“ so schwer zu töten sind. Dabei geht es nicht um pedantische Sprachpolizei, sondern darum, bewusster zu sprechen, ohne die Spontaneität eines "Laberpodcasts" zu verlieren. Kill your Darlings – beim Schreiben und Sprechen Ausgehend von einem Hörer:innen-Kommentar diskutieren die beiden, wie sich Lieblingswörter und Manierismen in Texte und Gespräche schleichen – und wie man sie beim Schreiben leichter entdeckt als im gesprochenen Wort. Während man Sätze am Bildschirm noch einmal glätten und Füllsel streichen kann, sind Versprecher und sprachliche Ticks im laufenden Gespräch nur schwer zu verhindern oder herauszuschneiden. Jan und Gordian reflektieren, wie viel Konzentration es braucht, im Podcast auf die eigene Sprache zu achten, während Bier, Gesprächsfluss und Humor gleichzeitig gepflegt werden wollen. Biergeschichte, Steuerlogik und Trinkkultur Parallel dazu bleibt es natürlich ein Podcast mit Craft Bier: Die beiden verkosten ein Baltic Porter von Kehrwieder. Von dort aus schlagen sie den Bogen zur Geschichte des Biers als hygienischem Alltagsgetränk, zur Hamburger Biertradition und zur Frage, warum der Staat bei Bier nicht den tatsächlichen Alkoholgehalt, sondern die Stammwürze besteuert. Dass Bier früher vor allem sicheres Trinkwasserersatz war und Kinder eher Dünnbier als Brunnenwasser bekamen, passt perfekt zur Leitfrage der Folge: Was steckt wirklich hinter Gewohnheiten – und welche Narrative erzählen wir uns darüber? Unterhaltung mit Haltung Zwischen Craftbier-Begeisterung, Sprachreflexion und kleinen historischen Exkursen bleibt genug Raum für Selbstironie: ob „Kill your Darlings“ auch für Cola mit Zitrone gilt, wie sehr man in die Kreation des Braumeisters eingreifen darf und wie wir ein Bier bewusst „abbeißen“... Wer Sprache liebt, seine eigenen Füllwörter kennt – und sie vielleicht trotzdem nicht ganz loslassen will – findet in dieser Folge gleichermaßen Bestätigung, Denkanstöße und ein paar sehr brauchbare Ausreden. In dieser Episode erfährst du: - Warum Füllwörter, lieb gewonnene Formulierungen und sprachliche Marotten so hartnäckig sind – und was „Kill your Darlings“ im Alltag wirklich bedeutet. - Wie sich Sprechen und Schreiben unterscheiden, wenn es darum geht, Lieblingsformulierungen zu erkennen, zu bearbeiten – oder bewusst stehen zu lassen. - Welche Rolle Biergeschichte, Stammwürze und Steuerlogik spielen und warum der Staat eher „Spaßpotenzial“ als Promille besteuert. - Wie man zwischen Craftbier, Plauderton und Sprachbewusstsein authentisch bleibt, ohne den Spaß am Laberpodcast zu verlieren. Abonnier unseren Podcast hier oder auch auf Spotify, Apple oder YouTube, teile diese Folge mit Freund:innen und erzähle uns in den Kommentaren oder auf Bluesky von deinen liebsten Füllwörtern, Sprach-Ticks und „Darlings“, die du einfach nicht lassen kannst. Denn gute Geschichten beginnen beim Zuhören.
VZ149 Schulsport - Zwischen Demütigung und Bewegungslust
2026/06/04
Wir starten wie immer mit zwei Bieren: dem Landgang Pils der Langang-Brauerei und dem Bio-Zwickl von Stiegel. Ansonsten sprechen wir in dieser Episode über Schulsport als Brennglas für unsere Gesellschaft: zwischen gesundem Bewegungsangebot, fragwürdiger Leistungslogik und offener Demütigung im Namen der Noten. Ausgehend von unseren persönlichen Erfahrungen und Kindern von heute im Sportunterricht fragen wir, warum sich das Grundkonzept des Schulsports seit Jahrzehnten kaum verändert hat. Statt Lust auf Bewegung zu wecken, produziert der Pflichtunterricht für viele Kinder Frust, Angst und lebenslange Abneigung gegen Sport. Sport vs. Bewegung: Warum Wettbewerb nicht alles ist Wir unterscheiden klar zwischen Sport als Wettkampf und Bewegung als lebenslangem Gesundheitsfaktor. Radfahren, Schwimmen oder Yoga stehen für eine Form von Bewegung, die nicht zwingend auf Höchstleistung und Vergleich angelegt ist, sondern auf Wohlbefinden, Selbstfürsorge und Gemeinsamkeit. Dem gegenüber steht der klassische Schulsport, der weiterhin auf „höher, weiter, schneller“ setzt und vor allem misst, wer welche Normwerte erreicht – statt zu vermitteln, wie sich Bewegung gut anfühlt. Demütigung, Frust und Ausschluss im Sportunterricht Die Episode beleuchtet, wie schnell Schulsport zur Bühne für Demütigung und Ausschluss werden kann. Wer beim Turnen, in der Leichtathletik oder beim Schwimmen nicht mithalten kann, erlebt sich vor der Klasse sichtbar scheiternd – oft trotz bemühter Lehrkräfte. Das „Hassfach“ Sport fördert so depressive Grundstimmungen, Rückzug oder Clownereien als Schutzmechanismus. Besonders problematisch: Die Situation selbst produziert Scham, ganz unabhängig davon, ob Mitschüler:innen aktiv mobben. Schulbehörde, Kultusministerien und das alte Leistungsdenken Ein Schwerpunkt der Folge liegt auf den Vorgaben von Schulbehörden und Kultusministerien, die weiterhin starre Leistungskriterien und Messwerte im Sport einfordern. Wir kritisieren dieses System als unmenschlich, weil es Solidarität, Teamgeist und individuelle Entwicklung kaum abbildet, sondern Kinder in „können“ und „können nicht“ sortiert. Statt Bewegung zu lieben und als Ressource fürs Leben zu entdecken, lernen viele nur, dass sie „nicht gut genug“ sind – mit Folgen, die weit über die Schulzeit hinausreichen. Wie ein anderer Schulsport aussehen könnte Trotz aller Kritik bleibt die Episode konstruktiv: Schulsport wird als grundsätzlich sinnvoll beschrieben – allerdings nur, wenn er sich radikal an positiven Aspekten von Sport orientiert. Dazu gehören Teamplay, gegenseitige Unterstützung, sichere Grenzerfahrungen und ein Verständnis von Leistung, das sich an persönlichem Fortschritt statt an starren Normtabellen orientiert. Wir skizzieren die Vision eines Sportunterrichts, der Kinder stärkt, statt sie zu brechen, und der Bewegung als Lebenskompetenz vermittelt – nicht als selektiven Wettkampf unter Aufsicht der Schulbehörde. In dieser Folge erfährst du: warum viele Menschen Schulsport als demütigend, frustrierend und ausschließend in Erinnerung haben. wie Schulbehörden und Kultusministerien mit ihren Vorgaben das Leistungsdenken im Sportunterricht prägen. was der Unterschied zwischen Sport als Wettkampf und Bewegung als lebenslangem Gesundheitsanker ist. welche Rolle Teamgeist, Solidarität und sichere Grenzerfahrungen im idealen Sportunterricht spielen könnten. Abonnier unseren Podcast hier oder auch auf Spotify, Apple oder YouTube, teile diese Folge mit Freund:innen und erzähle uns in den Kommentaren auf YouTube oder auf Bluesky von deinen Erfahrungen mit Schulsport, Wettkampf und Bewegung. Denn gute Geschichten beginnen beim Zuhören.
VZU15 Unser Hamburg Hafen Craftbeer Crawl - Teil 3
2026/05/21
Die letze Aufnahme bei der Astra Brauerei: Erlebt mit uns den 3. und letzten Teil des lebendigen Craftbeer-Crawls durch Hamburgs Hafen!
VZ148 Pläne, Karten und die Digitalisierung unserer Welt
2026/05/07
Nach unserer obligatorischen Bierverkostung dreht sich in dieser Folge vieles um die Frage, wie uns digitale Helfer den Alltag wirklich erleichtern — und wo sie uns in neue Abhängigkeiten führen. Ausgangspunkt ist eine Mischung aus Wandern und Karten-Apps und der Erfahrung, dass Karten mehr sind als nur Orientierungshilfen – sie spiegeln unsere Gesellschaft, ihre Werte und ihre Digitalisierung wider. Es geht um Daten, Plattformen und Geschäftsmodelle. Besonders spannend ist dabei der Blick auf Komoot und das alternative, community-basierte Kartensystem OpenStreetMap. Gamification im Harz Ein zweiter Schwerpunkt ist das Wandern im Harz und die dortige Gamification-Kultur: Stempelhefte, Wanderabzeichen und clevere Wege, um Touren spielerisch zu strukturieren. Die Folge zeigt, wie solche Systeme Menschen in Bewegung bringen, Familien organisieren und auch bei Kindern erstaunlich gut funktionieren. Staubsaugroboter, China und Standards Gordian hat einen neuen Saug- und Wischroboter und wir stellen Fragen nach Komfort, Datenschutz, chinesischen Produkten und europäischen Standards. Der Roboter wird nicht nur als Haushaltshelfer beschrieben, sondern als Symptom einer größeren Entwicklung: Technik nimmt Arbeit ab, erzeugt aber zugleich neue Abhängigkeiten, neue Datenflüsse und neue Unsicherheiten. Die Folge streift dabei auch Prüfverfahren und die Frage, ob Produkte hierzulande wirklich ausreichend kontrolliert werden. Dazu kommen Verweise auf Nico Semsrott, auf die PRÜF-Demos und auf den Leitsatz „Prüfen rettet übrigens Leben“, der die sehr deutsche Eigenart, Dinge zu prüfen, auch auf politische Parteien ausweitet. Internet, Regeln und Verantwortung Die Folge landet bei Tim Berners-Lee, beim Gedanken des universellen Netzes und bei der Frage, wie offen technologische Systeme eigentlich gedacht waren — und wie sehr Konzerne, Plattformen und Geschäftsinteressen diesen Anspruch inzwischen umformen. Nicht alles, was bequem ist, ist auch folgenlos. Die Episode verbindet Alltagsbeobachtung, Medienkritik und Kulturgeschichte mit einer gesunden Skepsis gegenüber technischer Selbstverständlichkeit. In dieser Episode erfährst du: - Wie Kartensysteme wie OpenStreetMap und Komoot das Wandern in der Natur verändern. - Warum Gamification auch Draußen und gerade auch für Kinder so gut funktioniert. - Was ein Staubsaugroboter über Datenschutz, Standards und chinesische Produkte verrät. - Warum Prüfen, Regulieren und kritisches Denken auch in der Politik zentral bleiben. - Welche Rolle Tim Berners-Lee und das „universelle Internet“ in der Debatte spielen. Abonnier unseren Podcast hier oder auch auf Spotify, Apple oder YouTube. Teile diese Folge mit Freund:innen und erzähle uns in den Kommentaren auf YouTube oder auf Bluesky von deinen eigenen Technik-Erfahrungen zu Hause oder unterwegs. Denn gute Geschichten beginnen beim Zuhören.
VZU14 Hamburg Hafen Craftbeer Crawl - Teil 2
2026/04/23
Ein Tag im Zeichen von Craftbeer und Hafen - Unser Craftbeer Crawl geht weiter Im Sommer 2025 machten wir uns auf den Weg zu unserem Hamburg Hafen Craftbeer Crawl. Unsere Route führte uns entlang des Hafens zu ausgewählten Brauereien und Kneipen, wo wir frische Eindrücke direkt ins Mikrofon sprachen. Dieses Mal: Vom Überquell, einer echten Craftbeer-Brauerei mitten in Hamburg, zum Braustädtchen, der Craft Beer Location am Fischmarkt. Überquell: Mehr als nur Bier Im zweiten Teil unseres Hamburg Hafen Craftbeer Crawls landen wir im Überquell, einer lebendigen Craftbeer-Brauerei in den alten Riverkassematten direkt am Hafen. Das Überquell ist bekannt für seine grellen Farben, lauten Biernamen wie „Bambule“, „Palim Palim“ und „Super Duper“ und eine Atmosphäre, die einfach etwas „drüber“ ist – im besten Sinne. Hier trifft man auf Hamburger und Touristen, die gemeinsam die Vielfalt der Craftbeer-Szene schätzen. Besonders beliebt: die hausgemachte Pizza, die perfekt zum Bier passt. Doch Überquell ist nicht nur ein Ort für Bierliebhaber, sondern auch ein Treffpunkt für alle, die das besondere Flair des Hamburger Hafens erleben möchten. Wir lassen wir uns beraten, probieren New Zealand Hazy IPA und ein Franzbrötchen-Stout und sezieren Geschmack, Hopfen und Malz im Detail. Wir erzählen, warum das Überquell für uns nicht nur wegen des Biers, sondern auch wegen seiner Events – vom Eisstockschießen bis Afterwork – ein Fixpunkt in der Hamburger Craft-Beer-Szene ist. Franzbrötchen im Glas & auf dem Teller Das Franzbrötchen-Stout ist tatsächlich ein Höhepunkt, den wir als „Offenbarung an Malz“ feiern: vom karamelligen Schaum bis zu süßen und würzigen Malznoten. Daraus entspinnt sich ein längerer Exkurs über die Hamburger Franzbrötchen-Kultur – von „klitschigem“ Hefeteig über Zimt-Zucker-Mischungen bis hin zu Mini-Franzbrötchen am Stiel und Pflaumen-Franzbrötchen vom Kiez-Bäcker. Zwischen Bierglas und Gebäck diskutieren wir, wie sehr Kindheits-Erfahrungen, Marmeladen und Obstsorten unseren Geschmack prägen – inklusive Geständnissen, welche Früchte wir pur nicht mögen, aber als Aroma im Craft Beer lieben. Erdbeere, Integration und die radikale Apfelfront Ausgehend von der biologischen Tatsache, dass die Erdbeere streng genommen eine Nuss ist, greifen wir einen Aufruf für Integration auf: „Sei wie die Erdbeere“. Sie wird akzeptiert, obwohl sie nicht ins Schema passt. Von dort aus schlagen wir den Bogen zur „radikalen Apfelfront“, rechten Symboliken, politischer Satire und zur PARTEI rund um Martin Sonneborn, der im Europaparlament mit ironischer Aufklärung zeigt, wie Europa funktioniert. Wir sprechen darüber, warum klar gekennzeichneter Bias ehrlicher ist als Pseudo-Neutralität à la „Fair and Balanced“ und wieso Satire helfen kann, komplexe politische Strukturen verständlicher zu machen. Braustädtchen am Fischmarkt: Craft-Beer-Oase mit Melancholie Danach zieht unser Crawl weiter ins Braustädtchen direkt am Fischmarkt. Dort treffen wir auf einen hervorragend sortierten Craft-Beer-Laden mit Tasting-Events, Bierführungen und einem Sortiment von Bille-Brew bis Barbarossa-Grutbier, der leider zum Zeitpunkt der Veröffentlichung schon nicht mehr existiert. Wir kosten uns durch Helles Landbier, Wiener Lager, alkoholfreies „Miami Grove“-Pale Ale und Biere von Sudden Death und Kehrwieder und reden über die Frage, was ein gutes Alltagsbier ausmacht. Touristen, Biertouren und Abschiedsstimmung am Hafen Es kommt auch eine 25-köpfige Bier-Stadtführung vom St.-Pauli-Tour-Office ins Braustädtchen, was uns Gelegenheit gibt, über Biertourismus, Touristenströme und Hamburg als Bierstadt nachzudenken. Gleichzeitig schwingt ein Schwanengesang mit: Wir verabschieden uns von einer weiteren Hamburger Craft-Beer-Adresse und erinnern uns an Tastings in anderen Läden wie „Beyond Beer“. Am Ende bleibt der Mix aus Hafengeruch, Elbe, Fischmarkt, Touristen, Craft Beer und der Erkenntnis, dass Genuss, Stadtgeschichte und Politik erstaunlich gut zusammen in ein Glas
VZ147 Die KI, die KI, die hat immer recht! – Wie Mensch und KI zusammenwachsen, oder doch nicht
2026/04/09
Craftbier-Kultur: Alkoholfrei und innovativ Die Folge startet wie gewohnt mit zwei Glas in der Hand: Wir verkosten ein alkoholfreie IPA von Fuerst Wiacek und dem Flensburger Strandlager - zwei Versuche, die Bierkrise zu überstehen, als Crafter und als Traditions-Brauerei. Faktencheck, Medien und KI-Redaktionen Ausgehend davon, dass der #vzzzPodcast grundsätzlich keine verlässlichen Fakten liefert, sondern für starke Thesen und unsichere Aussagen steht, diskutieren wir, wie sinnvoll nachgelagerte Korrekturen sind – und wo sie zur Kapitulation der Argumentation verkommen. Wir skizzieren das Ideal einer laufenden Faktencheck-Redaktion, die Debatten in Echtzeit prüft – und fragen, ob genau hier Künstliche Intelligenz helfen könnte. Smart Country Convention: Mehr KI-Setup statt KI-Glaube? Ein zentraler Part der Folge sind die Erlebnisse auf der Smart Country Convention in Berlin, einer Messe rund um Digitalisierung von Staat und Verwaltung. Hier gab es einen inspirierenden Workshop zum Einsatz von KI. Wir diskutieren Prompt-Bibliotheken, Unternehmens-Policies, Datenschutz und die Frage, ob sensible Verwaltungs- oder Firmendaten wirklich bei US-Techkonzernen gut aufgehoben sind. Und dann sind wir schon wieder drin im KI-Thema: Nimmt uns die KI die Jobs weg – oder füllt sie nur Lücken, die der demografische Wandel ohnehin reißt? Wir sezieren Umfragen, in denen 25% Angst vor Jobverlust haben, und zeigen, wie wenig solche Prozent-Zahlen ohne Kontext aussagen. Ray Kurzweil, Singularität & Transhumanismus Wir beleuchten die Visionen von Ray Kurzweil und eine ganz andere Perspektiv die uns Yuval Noah Harari in seiner Buch-Reihe Unstoppable Us anbietet. Wie verändert KI unser Leben, und wo liegen die Grenzen der Technologie? Kurzweils Optimismus scheint grenzenlos: allgemeine KI, Verschmelzung von Mensch und Maschine, Pillencocktails zur Lebensverlängerung und die Hoffnung auf Unsterblichkeit. KI wie auch das ewige Leben entstammen einer Traditionslinie der Literatur, die beide mehr als Fluch, nicht als Heilsversprechen zeichnet. Geht dieser Optimismus hier nicht mit einem Mangel an historischer und literarischer Bildung einher? Harari hingegen beschreibt in seinen Büchern die „Superfähigkeit“ des Menschen, Geschichten zu erzählen – Mythen, Religionen, Ideen, Ideologien. Vom römischen Reich bis zu modernen Demokratien sind es Erzählungen, die Rechtsräume, Werte, Zugehörigkeit und Gesellschaften stiften. Dies ist eine Fähigkeit, die der KI bisher weder zugesprochen noch abverlangt wird. Daraus entsteht die tröstliche These, dass KI uns im Kern – als erzählende, mythenbildende Wesen – nicht völlig ersetzen kann. Ab ins Brain Gym! Aber wie sieht dann die Zukunft mit KI aus? Wenn früher Menschen bei ihrer Arbeit viel Muskelkraft brauchten, ist dies mit heutigen Maschinen nur noch selten nötig und die Muskulatur hat sich zurück gebildet. Untersuchungen zeigen, dass das Gehirn ähnlich funktioniert. Wer sich jahrelang nur mit Navi fortbewegt, verliert irgendwann sein innere Navigationsfähigkeit. Wer jahrelang die KI nutzt, wird wohl noch ganz andere kognitive Fähigkeiten abbauen. Wird es bald - wie die heutigen Fitness-Studios - auch Brain Gyms geben, die unser Gehlrn in Schwung halten? In dieser Episode erfährst du: Wie alkoholfreie Craftbiere die Bierkultur verschieben, warum KI nicht immer die richtige Antwort ist – und was das für uns bedeutet. Warum Ray Kurzweil und Yuval Noah Harari unterschiedliche Perspektiven auf die Zukunft der Menschheit bieten. Abonnier unseren Podcast hier oder auch auf Spotify, Apple oder YouTube. Teile diese Folge mit Freund:innen und erzähle uns auf YouTube oder auf Bluesky von deinen Einschätzung zur Zukunft der KI. Denn gute Geschichten beginnen beim Zuhören.

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