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Warum? Darum!

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Dieser Podcast hat
876 Episoden
Sprache
German
Explizit
Nein
Erstellt am
2020/04/30
Neueste Episode
2026/07/03
Durchschnittsdauer
1 min.
Veröffentlichungsintervall
72 Tage

Beschreibung

Unser Alltag wirft so manche Fragen auf. Warum bringen Scherben Glück? Warum haben manchen Menschen Sommersprossen? Und warum kann der Wind Musik „davontragen“? Wir vom Berliner Rundfunk 91.4 geben Ihnen die Antworten und machen Sie jeden Morgen ein Stück weit schlauer. Mit „Warum? Darum!“ – jeden Morgen um 07:40 Uhr bei Simone Panteleit und Team. Alle Folgen jederzeit als Podcast zum nachhören.

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Warum sagt man eigentlich „Retourkutsche“?
2026/07/03
Wer jemandem eine Retourkutsche gibt, revanchiert sich. Mal geschieht das mit einem schlagfertigen Spruch, mal als kleine Vergeltung für eine vorherige Spitze. Doch woher stammt dieser Ausdruck eigentlich? Der erste Teil der Erklärung ist ganz einfach. Bis weit ins 20. Jahrhundert waren Kutschen ein wichtiges Verkehrsmittel. Wer morgens in den Nachbarort fuhr, konnte später mit der Retourkutsche wieder nach Hause zurückkehren. Das Wort „Retour“ stammt aus dem Französischen und bedeutet nichts anderes als „Rückkehr“ oder „zurück“. Aus der eigentlichen Rückfahrt entwickelte sich nach und nach eine Redewendung. Wer auf eine Bemerkung oder Handlung reagiert und etwas „zurückgibt“, erteilt seinem Gegenüber im übertragenen Sinn eine Retourkutsche. Vor allem in Berlin gibt es noch eine weitere Geschichte, die mit diesem Begriff verbunden wird. Als Napoleon 1806 die Stadt eroberte, ließ er die berühmte Quadriga vom Brandenburger Tor als Kriegsbeute nach Paris bringen. Nach seinem Sturz im Jahr 1815 holten die Preußen die Statue wieder zurück. Sie fanden die Quadriga noch verpackt in Kisten und brachten sie nach Berlin. Deshalb erhielt der prächtige Streitwagen auf dem Brandenburger Tor im Volksmund den Spitznamen Retourkutsche. Heute denkt bei dem Begriff kaum noch jemand an Pferde oder historische Kutschen. Stattdessen steht die Retourkutsche für eine schlagfertige Antwort oder eine kleine Revanche, die das Gegenüber oft genauso unerwartet trifft wie die ursprüngliche Bemerkung.
Warum heben Hunde beim Pinkeln das Bein?
2026/07/02
Wer mit einem Hund unterwegs ist, kennt das Bild: Kaum ist der nächste Baum oder Laternenpfahl erreicht, hebt der Rüde das Bein. Viele glauben, das diene der Sauberkeit. Tatsächlich steckt aber ein ganz anderes Verhalten dahinter. Das typische Beinheben zeigen vor allem männliche Hunde und meist erst dann, wenn sie geschlechtsreif sind. Mit der Geschlechtsreife verändert sich der Hormonhaushalt und genau dadurch wird dieses Verhalten ausgelöst. Der eigentliche Grund ist die Kommunikation mit anderen Hunden. Urin dient Hunden als eine Art Visitenkarte. Über den Geruch lassen sich zahlreiche Informationen über Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand eines Artgenossen erkennen. Deshalb setzen Rüden ihre Duftmarken ganz gezielt an Stellen, an denen andere Hunde häufig vorbeikommen. Dass dabei das Bein gehoben wird, hat ebenfalls einen Zweck. Die Duftmarke landet höher und befindet sich dadurch genau auf Nasenhöhe anderer Hunde. Außerdem kann eine hoch platzierte Markierung den Eindruck vermitteln, dass der Hund größer ist, als er tatsächlich ist. Das wirkt auf andere Rüden oft besonders imposant und kann bei Revierstreitigkeiten durchaus von Vorteil sein. Das Beinheben ist also kein Zufall und auch keine Frage der Reinlichkeit. Vielmehr handelt es sich um ein ausgeklügeltes Kommunikationsmittel, mit dem Hunde ihr Revier markieren und anderen Vierbeinern ganz ohne Bellen oder Knurren eine klare Botschaft hinterlassen.
Warum heißt die Pizza Margherita eigentlich Margherita?
2026/07/01
Die Pizza Margherita gehört zu den bekanntesten Pizzen der Welt. Mit Tomaten, Mozzarella und Basilikum kommt sie ganz ohne aufwendige Zutaten aus. Doch woher hat der italienische Klassiker eigentlich seinen Namen? Einer bekannten Legende zufolge geht die Pizza auf Königin Margherita von Savoyen zurück, die von 1851 bis 1926 lebte. Während eines Aufenthalts in ihrer Sommerresidenz soll sie den Wunsch geäußert haben, eine Pizza zu probieren. Das stellte die königliche Küche vor ein Problem, denn Pizza galt damals als typisches Gericht der einfachen Bevölkerung und gehörte nicht auf die Speisekarte des Hofes. Kurzerhand wurde Raffaele Esposito, einer der bekanntesten Pizzabäcker Neapels, an den Hof gebeten. Zu Ehren der Königin kreierte er eine Pizza mit Tomaten, Mozzarella und frischem Basilikum – Zutaten, die gemeinsam die Farben der italienischen Flagge widerspiegeln: Rot, Weiß und Grün. Der Überlieferung nach war Margherita von Savoyen von der Pizza begeistert. Esposito soll seine Kreation daraufhin „Pizza Margherita“ genannt haben. Ob sich die Geschichte tatsächlich genau so zugetragen hat, ist unter Historikern nicht eindeutig belegt. Unbestritten ist jedoch, dass die Pizza Margherita längst zu den berühmtesten Spezialitäten Italiens zählt und bis heute für die Kunst steht, mit wenigen hochwertigen Zutaten großen Geschmack zu erzeugen.
Warum spricht man von einer Binsenweisheit?
2026/06/26
Jeder kennt den Begriff Binsenweisheit. Gemeint ist eine Aussage, die so offensichtlich wahr ist, dass sie niemanden überrascht oder neue Erkenntnisse liefert. Doch warum wird ausgerechnet die Binse mit einer solch offensichtlichen Wahrheit in Verbindung gebracht? Die Binse als Symbol für etwas Offensichtliches Die Herkunft des Begriffs geht auf die Binse zurück, eine unscheinbare, grasartige Pflanze. Sie zeichnet sich durch ihren einfachen Aufbau aus: lang, glatt und ohne auffällige Knoten oder Besonderheiten. Gerade diese Schlichtheit machte sie schon in der Antike zum Sinnbild für etwas, das keinerlei Rätsel aufgibt. Ursprung in einer römischen Redewendung Als Ursprung der heutigen Bezeichnung gilt eine alte römische Redensart: „Quaerere in scirpo nodum.“ Wörtlich bedeutet sie sinngemäß, „in einer Binse nach einem Knoten suchen“. Gemeint ist damit, an etwas herumzurätseln oder zu zweifeln, obwohl die Wahrheit längst offen auf der Hand liegt, schließlich besitzt eine Binse gar keine Knoten. Aus dieser bildhaften Redewendung entwickelte sich im Deutschen der Begriff Binsenweisheit. Er beschreibt bis heute eine Erkenntnis, die allgemein bekannt und so selbstverständlich ist, dass sie niemandem neue Informationen liefert. Ob im Alltag, in den Medien oder in Diskussionen, wenn jemand etwas sagt, das ohnehin jeder weiß, wird es schnell als Binsenweisheit bezeichnet. Der Ausdruck erinnert damit bis heute an eine jahrtausendealte sprachliche Tradition.
Warum heißt Fußball in den USA „Soccer“ und nicht „Football“?
2026/06/25
Wer in den USA von Football spricht, meint American Football. Das Spiel, das in Deutschland und vielen anderen Ländern einfach Fußball heißt, wird dort dagegen als Soccer bezeichnet. Doch der Begriff stammt überraschenderweise gar nicht aus den USA, sondern aus Großbritannien. Der Ursprung von „Soccer“ Im Jahr 1863 wurde in England die Football Association gegründet, die die Regeln des modernen Fußballs festlegte. Damals gab es jedoch verschiedene Varianten des Spiels. Um Association Football vom Rugby Football zu unterscheiden, entstanden zwei umgangssprachliche Abkürzungen: Rugger für Rugby FootballSoccer für Association FootballDer Begriff „Soccer“ leitet sich also direkt von Association ab und wurde zunächst in Großbritannien verwendet. Warum sagen die Briten heute „Football“? Die Bezeichnung „Soccer“ setzte sich in Großbritannien nicht dauerhaft durch. Mit der Zeit sprach man dort einfach von Football, während sich für die andere Sportart die Bezeichnung Rugby etablierte. Warum heißt Fußball in den USA bis heute Soccer? Als beide Sportarten nach Nordamerika gelangten, entwickelte sich aus dem Rugby Football der heutige American Football. Dadurch war eine klare sprachliche Unterscheidung notwendig. Während „Football“ in den USA für American Football reserviert wurde, blieb Soccer die Bezeichnung für den klassischen Fußball, wie er weltweit gespielt wird. Der Begriff „Soccer“ ist also keineswegs eine amerikanische Erfindung. Im Gegenteil: Er hat seine Wurzeln in England und wurde dort lediglich später wieder aufgegeben – während er sich in den USA bis heute gehalten hat.
Warum heißt Nutella eigentlich Nutella?
2026/06/24
Nutella gehört seit Jahrzehnten zu den beliebtesten Brotaufstrichen der Welt. Doch woher stammt der Name der berühmten Nuss-Nougat-Creme eigentlich? Die Geschichte führt zurück ins Italien der 1940er-Jahre. Damals entwickelte der Konditor Pietro Ferrero im Piemont einen süßen Brotbelag aus Schokolade, Haselnüssen und Zucker. Die erste Version trug den Namen Pasta Gianduja und wurde nicht als Creme, sondern in festen Laiben hergestellt, die in Scheiben verkauft wurden. Anfang der 1950er-Jahre veränderte Ferrero das Rezept. Aus der festen Masse entstand die streichfähige Supercrema Gianduja, die zunächst in großen Behältern aufbewahrt und frisch abgefüllt oder direkt auf Brot gestrichen wurde. Wie entstand der Name Nutella? Im Jahr 1964 musste Ferrero einen neuen Markennamen finden. Der Grund: Ein italienisches Gesetz untersagte damals die Verwendung des Begriffs „Super“ in Markennamen. So entstand der Kunstname Nutella. Der Name setzt sich aus zwei Bestandteilen zusammen: „Nut“ – das englische Wort für Nuss„-ella“ – eine im Italienischen häufig verwendete weibliche VerkleinerungsformBereits 1965 kam Nutella auch nach Deutschland und trat von dort aus seinen weltweiten Siegeszug an. Heißt es die Nutella oder das Nutella? Mit dem Erfolg der Nuss-Nougat-Creme begann auch eine bis heute andauernde Diskussion: Heißt es die Nutella oder das Nutella? Interessanterweise gibt es darauf keine offizielle sprachliche Antwort. Ferrero selbst erklärt, dass „Nutella“ ein eingetragenes Fantasiewort ist und in der Regel ohne Artikel verwendet wird. Welchen Artikel man nutzt, bleibt also jedem selbst überlassen. Ob die Nutella, das Nutella oder einfach nur Nutella, am Geschmack der berühmten Nuss-Nougat-Creme ändert das ohnehin nichts.
Warum sollte man nicht auf Wunden pusten?
2026/06/23
Viele kennen es noch aus der Kindheit: Nach einem Sturz wird kurz auf die Schürfwunde gepustet – und schon scheint der Schmerz etwas nachzulassen. Doch so tröstlich diese Geste auch ist, aus medizinischer Sicht ist sie keine gute Idee. Tatsächlich kann das Pusten zunächst angenehm wirken. Die kühle Luft verschafft kurzfristig Linderung und die Zuwendung von Eltern oder Großeltern vermittelt Trost und Geborgenheit. Gerade bei Kindern kann dieser psychologische Effekt den Schmerz subjektiv verringern. Allerdings gelangen beim Pusten auch kleine Mengen von Keimen und Bakterien aus der Atemluft direkt auf die offene Wunde. Dadurch steigt das Risiko, dass sich die Verletzung entzündet. Ein weiterer Nachteil: Wird zu lange oder zu stark gepustet, kann die Wunde austrocknen. Für eine optimale Heilung benötigen die Zellen jedoch ein leicht feuchtes Wundmilieu. Die bessere Alternative ist daher, frische Wunden gründlich mit sauberem Wasser zu reinigen, Schmutz vorsichtig zu entfernen und die Verletzung anschließend mit einem möglichst keimfreien Pflaster oder Verband abzudecken. So wird das Infektionsrisiko reduziert und die natürlichen Heilungsprozesse des Körpers bestmöglich unterstützt. Auch wenn das Pusten auf eine Wunde also ein liebevoll gemeinter Reflex ist, hilft eine sorgfältige Wundversorgung langfristig deutlich mehr.
Warum sagt man Sonntagsschuss?
2026/06/22
Ein Sonntagsschuss sorgt im Fußball regelmäßig für Staunen. Gemeint ist ein Schuss, der aus einer eigentlich aussichtslosen Position abgegeben wird und trotzdem den Weg ins Tor findet – oft mit einer gehörigen Portion Glück. Der Begriff beschreibt also ein Tor, das eher zufällig als geplant gelingt. Weil solche Treffer selten sind und nicht zum Alltag gehören, hat sich dafür die Bezeichnung „Sonntagsschuss“ etabliert. Der Ursprung des Ausdrucks liegt in der besonderen Bedeutung des Sonntags. Für viele Menschen ist er traditionell ein arbeitsfreier Tag und hebt sich dadurch vom Alltag ab. Mit dem Sonntag verbindet man etwas Besonderes – und genau das trifft auch auf einen außergewöhnlichen Glückstreffer zu. Ein Sonntagsschuss ist eben kein Tor, das einem jeden Tag gelingt. Trotz seines Namens kann ein Sonntagsschuss natürlich an jedem Wochentag fallen. Ob am Dienstagabend im Pokal oder am Samstag in der Bundesliga: Wenn ein Ball aus unmöglicher Position plötzlich im Netz landet, sprechen Fußballfans auch dann von einem echten Sonntagsschuss.
Warum sind Fußballtore genau 2,44 Meter hoch und 7,32 Meter breit?
2026/06/19
Wer schon einmal auf einem Fußballplatz stand, hat sich vielleicht gefragt, warum ein Fußballtor ausgerechnet 2,44 Meter hoch und 7,32 Meter breit ist. Die Antwort liegt nicht im Zufall, sondern in der Geschichte des Sports – genauer gesagt im britischen Maßsystem. Die offiziellen Maße eines Fußballtors wurden ursprünglich in Feet (Fuß) festgelegt. Als die Regeln des Fußballs im 19. Jahrhundert in England standardisiert wurden, betrug die Größe eines Tores 8 Feet Höhe und 24 Feet Breite. Erst als sich der Fußball weltweit verbreitete und auch in Ländern mit dem metrischen System Fußballplätze gebaut wurden, rechnete man diese Maße in Meter um. Ein englischer Fuß entspricht 30,48 Zentimetern. Daraus ergeben sich die heute bekannten Maße von 2,44 Metern Höhe und 7,32 Metern Breite. Übrigens ist der Fußball damit nicht allein. Auch in anderen Sportarten stammen viele Standardmaße aus dem englischen Maßsystem. So hängt beispielsweise der Basketballkorb in einer Höhe von 10 Feet, was umgerechnet 3,048 Meter entspricht. Die ungewöhnlichen Zahlen sind also kein Zufall, sondern das Ergebnis einer einfachen Umrechnung historischer Maße. Bis heute gelten diese Vorgaben weltweit und sorgen dafür, dass Fußball überall unter denselben Bedingungen gespielt wird.
Warum können Pflanzen Asphalt durchbrechen?
2026/06/17
Immer wieder sieht man kleine Pflanzen, die sich ihren Weg durch Asphalt bahnen. Doch wie schaffen sie das eigentlich? Asphalt wirkt stabil, ist aber längst nicht unzerstörbar. Er besteht aus einer Mischung aus Splitt, Sand, Gesteinsmehl und Bitumen, einem Bindemittel aus Erdöl. Durch den täglichen Straßenverkehr, Feuchtigkeit und starke Temperaturwechsel entstehen mit der Zeit feine Risse und Hohlräume. Diese kleinen Schwachstellen nutzt die Natur für sich. Gelangt ein Samen in einen Riss, reichen oft schon etwas Erde und Feuchtigkeit aus, damit er keimen kann. Unter der Asphaltdecke findet die junge Pflanze häufig ausreichend Kondenswasser. Während sie wächst, nimmt sie Wasser auf und baut einen enormen sogenannten osmotischen Druck auf. Dieser kann bis zu 15 Bar erreichen – deutlich mehr als der Luftdruck in einem Autoreifen, der meist bei rund 2 Bar liegt. Die enorme Kraft reicht aus, um porösen Asphalt Stück für Stück auseinanderzudrücken. So wird aus einem winzigen Pflanzenspross ein überraschend starker „Straßenaufbrecher“ – ein eindrucksvolles Beispiel dafür, welche Kräfte in der Natur stecken.
Warum heißt der Bärlauch Bärlauch?
2024/03/21
Warum hat Spinat besonders viel Eisen?
2023/10/12
Warum ist der Schlaf vor Mitternacht angeblich der Wichtigste?
2023/10/12
Warum sagt man: "Das war ein Schuss in den Ofen"?
2023/10/12
Warum gibt es im Herbst so viele Spinnen?
2023/10/12

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