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The Pioneer Hauptstadt Briefing

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Bewertung
★★★★★
5
von
2 Bewertungen
Dieser Podcast hat
564 Episoden
Sprache
German
Herausgeber
The Pioneer
Explizit
Nein
Erstellt am
2021/01/12
Neueste Episode
2026/10/08
Durchschnittsdauer
-
Veröffentlichungsintervall
8 Tage

Beschreibung

Das Insider-Briefing mit News aus den Hinterzimmern der Berliner Republik. Aufdeckend, analysierend und humorvoll blicken die The Pioneer Chef-Korrespondentin Karina Mößbauer und Jörg Thadeusz auf das politische Geschehen – und sprechen mit wichtigen Akteuren aus der Hauptstadt. Täglich auch als Newsletter unter ThePioneer.de/Hauptstadt Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

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Die Zombiekoalition spielt Empörungsbingo
2026/10/08
Sechs Stunden Koalitionsausschuss, keine öffentliche Erklärung: Union und SPD ringen um ihren Reformkurs und um das Vertrauen zueinander. Nach den Wahlen in Berlin und Sachsen-Anhalt ist die Stimmung in der Bundesregierung angespannt. Während die Union mögliche Bündnisse mit der Linken in Berlin kritisiert, sorgen mutmaßliche Stimmen aus der CDU für AfD-Personalentscheidungen in Sachsen-Anhalt für Streit. Karina Mößbauer und Jörg Thadeusz diskutieren über gegenseitige Vorwürfe, den Autoritätsverlust von Friedrich Merz und die Frage, ob aus der schwarz-roten Regierung eine politische Zombiekoalition zu werden droht. Im Interview der Woche spricht Jörg Thadeusz mit dem Grünen-Innenpolitiker Konstantin von Notz über die schweren Vorwürfe gegen den ehemaligen BND-Präsidenten August Hanning. Der Verdacht: Vertrauliche Informationen sollen gegen Bezahlung weitergegeben worden sein. Von Notz warnt vor strukturellen Sicherheitslücken im Umgang mit ehemaligen Geheimnisträgern und erklärt, weshalb der Fall auch das Vertrauen ausländischer Nachrichtendienste in Deutschland erschüttern könnte. Außerdem: Friedrich Merz besucht nach 51 Jahren seine alte Schule – und macht aus seinem Abiturzeugnis weiterhin ein Geheimnis. Warum liegt es im Tresor? Karina und Jörg sprechen über schlechte Noten, erstaunliche Karrieren und die Bedeutung von Bildung in Zeiten von TikTok und politischen Halbwahrheiten.
Kronprinz auf Staatsbesuch? Wüst, Merz und die nervöse CDU
2026/10/01
Staatsmännische Bilder aus Ankara: Hendrik Wüst reist in die Türkei und wird von Präsident Recep Tayyip Erdoğan empfangen. Ein ungewöhnlicher Termin für einen deutschen Ministerpräsidenten. Karina Mößbauer war dabei und berichtet, wie sehr die bundespolitische Aufmerksamkeit für den nordrhein-westfälischen Regierungschef gewachsen ist. Bringt sich Wüst bereits für die Zeit nach Friedrich Merz in Stellung, oder geht es ihm vor allem darum, die Union vor seiner eigenen Landtagswahl zu stabilisieren? Karina Mößbauer und Jörg Thadeusz sprechen über die Nervosität in der CDU, die Suche nach einem klaren politischen Kurs und die Frage, warum es der Partei trotz beispielsweise dem Wahlerfolg in Rheinland-Pfalz kaum gelingt, Geschlossenheit auszustrahlen. Im Interview der Woche spricht Jörg Thadeusz mit Berlins Wirtschaftssenatorin und ehemaliger Regierender Bürgermeisterin Franziska Giffey. Während SPD, Grüne und Linke erste Gespräche über eine gemeinsame Regierung führen, formuliert Giffey klare Bedingungen: Antisemitismus, organisierte Kriminalität und der Umgang mit der Polizei müssten geklärt werden, bevor über eine Koalition gesprochen werden könne. Sie erklärt außerdem, warum Sicherheit und Ordnung für sie sozialdemokratische Themen sind und weshalb sie eine neue Berliner Landesregierung noch vor Weihnachten für ausgeschlossen hält. Außerdem: In Sachsen-Anhalt gibt sich Ulrich Siegmund überzeugt, im Dezember zum Ministerpräsidenten gewählt zu werden. Doch woher soll die nötige Mehrheit kommen? Karina Mößbauer und Jörg Thadeusz diskutieren über mögliche Unterstützung aus dem BSW, Spekulationen über Stimmen aus der CDU und darüber, was aus einem erfolgreichen Wahlkämpfer wird, wenn aus Inszenierung plötzlich Regierungsverantwortung wird.
Rotes Rathaus, rote Linien – Berlins schwierige Koalitionsfrage
2026/09/24
Das Hauptstadt Briefing mit Karina Mößbauer und Jörg Thadeusz. Nach dem Wahlsieg der Linken in Berlin rückt ihr Landesverband in den Fokus. Kontakte eines Bundestagsabgeordneten ins Clan-Milieu, umstrittene Gäste bei der Wahlparty und der seit Jahren schwelende Streit über Antisemitismus in der Partei bringen SPD und Grüne in Bedrängnis. Wie belastbar sind die roten Linien und mit wem lässt sich Berlin künftig überhaupt regieren? Karina Mößbauer und Jörg Thadeusz sprechen über die schwierige Regierungsbildung in der Hauptstadt, wachsenden Widerstand gegen eine Koalition mit der Linken und die Frage, ob CDU, SPD und Grüne jenseits ihrer politischen Schützengräben neue Bündnisse ausloten könnten. Im Interview der Woche spricht Karina Mößbauer mit Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst über den Reformkurs der Bundesregierung. Wüst fordert mehr Tempo bei Rente und Bürokratieabbau und erklärt, warum Schwarz-Grün in Nordrhein-Westfalen trotz politischer Unterschiede funktioniert und weshalb es für die Union immer gut ist, mehrere Koalitionsoptionen zu haben. Außerdem: Donald Trump empfängt Chinas Staatschef Xi Jinping. Die beiden Großmächte verhandeln über Handel, Technologie und künstliche Intelligenz. Und Europa? Karina Mößbauer und Jörg Thadeusz diskutieren, warum der Kontinent bei entscheidenden Zukunftstechnologien ins Hintertreffen geraten ist und wie er international wieder mehr Gewicht bekommen könnte.
Zwischen Wahlbeben und Reformdruck – die Nerven liegen blank
2026/09/16
Vor den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin liegen die Nerven in der Union blank. Die CDU-Ministerpräsidenten stellen sich demonstrativ hinter die Bundesregierung – schaffen es in ihrem Unterstützerbrief allerdings, Friedrich Merz kein einziges Mal beim Namen zu nennen. Ist das Rückendeckung oder nur eine Atempause für den angeschlagenen Kanzler? Karina Mößbauer und Jörg Thadeusz sprechen über Frust und Ratlosigkeit in der CDU, Merz’ abgesagte Reise zur UN-Generalversammlung und den wachsenden Druck, sich stärker um Reformen und Innenpolitik zu kümmern. Gleichzeitig könnte Manuela Schwesig in Mecklenburg-Vorpommern ein erstaunliches Comeback gelingen – trotz ihrer umstrittenen Russlandpolitik und der Affäre um die Klimastiftung. Wie ist die Lage kurz vor der Wahl? Tagesspiegel-Vizechefin Anke Myrrhe analysiert das Rennen in Berlin, wo die Linke auf das Rote Rathaus hofft und die CDU nach dem Kandidatenwechsel um Boden kämpft. NDR-Landespolitikchefin Jette Studier erklärt, warum Schwesig in Mecklenburg-Vorpommern so stark aufgeholt hat und die dortige CDU um ihre politische Bedeutung kämpfen muss. Außerdem: Ursula von der Leyen will Kanada enger an die Europäische Union binden. Eine Antwort auf die brüchige transatlantische Partnerschaft mit den USA – oder sollte Europa erst einmal seine eigenen Hausaufgaben erledigen?
Nachbeben in der Union – Merz, Misstrauen und die Kanzlerfrage
2026/09/10
Das Hauptstadt Briefing mit Karina Mößbauer und Jörg Thadeusz. Nach der Wahlschlappe in Sachsen-Anhalt wächst die Unruhe in der CDU. Die Partei ist in ersten Umfragen unter 20 Prozent abgestürzt – und plötzlich wird intern immer offener darüber gesprochen, ob Friedrich Merz noch der Richtige ist, um die Union aus diesem Tief zu führen. Karina Mößbauer und Jörg Thadeusz analysieren das Nachbeben der Wahl, die Stimmung in der CDU und die Frage, ob aus den Gedankenspielen über einen Kanzlerwechsel irgendwann Ernst werden könnte. Im Interview der Woche spricht Karina Mößbauer mit dem rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Gordon Schnieder über den richtigen Umgang mit der AfD, die Zukunft der Unvereinbarkeitsbeschlüsse und die Reformfähigkeit der schwarz-roten Koalition. Schnieder fordert nach der Sachsen-Anhalt Wahl eine schonungslose Analyse seiner Partei und mehr Empathie bei schwierigen Reformen wie der Rente. Außerdem blicken Karina Mößbauer und Jörg Thadeusz 25 Jahre zurück auf den 11. September 2001. Wo waren sie, als die Flugzeuge in das World Trade Center flogen? Wie haben die Anschläge Amerika und die Welt verändert? Und welche Lehren aus islamistischem Terror, Afghanistan, Irak, Guantanamo und dem „War on Terror“ wirken bis heute nach?
Sachen Anhalt: blauer Wahlsieg, schwarzer Sonntag?
2026/09/03
Die Sommerpause ist vorbei und der politische Herbst beginnt mit einer Landtagswahl, die weit über Sachsen-Anhalt hinaus für Unruhe sorgt. Die AfD liegt in den Umfragen deutlich vorn, die CDU steht vor einem schwierigen Sonntag und möglicherweise vor der noch schwierigeren Frage, wie sich nach der Wahl als Wahlverlierer überhaupt eine Regierung im dem Land bilden lässt. Alle Infos zur MyWay Konferenz finden Sie hier. Karina Mößbauer und Jörg Thadeusz sprechen über die Stimmung in der CDU, den Umgang mit einem möglichen AfD-Wahlsieg und die Frage, ob die anderen Parteien wirklich um jeden Preis verhindern müssen, dass Ulrich Siegmund an die Macht kommt. Im Interview der Woche erklärt ARD-Wahl- und Umfrageexperte Jörg Schönenborn, warum Prognosen in Sachsen-Anhalt besonders schwierig sind, welche Themen die Wahl entscheiden könnten – und ob hinter dem Hype um AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund tatsächlich ein messbarer Effekt steckt. Außerdem: Kabarettist Florian Schroeder über Satire, die AfD und die Freiheit der Kunst. Und zum Schluss geht es um mutmaßliche Angriffe auf die deutsche Energieinfrastruktur und die wachsende Bedrohung durch hybride Kriegsführung. Wie verwundbar ist Deutschland – und wie robust sollte die Antwort auf mögliche russische Attacken ausfallen?
„Da hört der Spaß auf. Aber nicht der Witz“
2026/09/03
Hauptstadt Briefing – das Interview: Karina Mößbauer im Gespräch mit dem Kabarettisten Florian Schroeder. Satiriker, Kabarettist und scharfer Beobachter des politischen Betriebs: Im Gespräch mit Karina Mößbauer spricht Florian Schroeder über die Rolle des Humors in politisch aufgeheizten Zeiten – und darüber, wo für ihn der Spaß aufhört, nicht aber der Witz. Es geht um den Aufstieg der AfD und den neuen „Feel-good-Populismus“ eines Ulrich Siegmund, um Friedrich Merz und dessen unfreiwilliges Talent, Satirikern immer neues Material zu liefern. Schroeder spricht über die Empfindlichkeit von Politikern gegenüber Kritik, einen enger gewordenen Meinungskorridor und darüber, warum gute Satire für ihn respektlos sein darf – aber niemals beleidigend sein sollte. Ein Gespräch über Humor und Haltung, Meinungsfreiheit und die Kunst der politischen Parodie – und darüber, warum ein bisschen weniger Streben nach Glück vielleicht gar nicht so unglücklich macht. Redaktion: Stefan Rupp Produktion: Till Robert Zobel
„Politik ist kein Zuschauersport, wir müssen selber mit anpacken“
2026/08/13
Hauptstadt Briefing: Das Sommer-Gespräch mit Susanne Seehofer. Wenn es nach ihr geht, soll der Liberalismus in Deutschland wieder zur Erfolgsgeschichte werden: Susanne Seehofer sitzt im Präsidium der FDP und will ihrer Partei zu neuer Stärke verhelfen. Im Gespräch mit Jörg Thadeusz spricht sie über die Zukunft der Liberalen. Sie erklärt, warum die FDP aus ihrer Sicht wieder stärker auf Freiheit, Wettbewerb und wirtschaftliche Eigenverantwortung setzen müssen. Seehofer kennt Politik dabei nicht nur aus der eigenen Arbeit: Als Tochter des früheren CSU-Vorsitzenden und Bundesinnenministers Horst Seehofer ist sie in einem politischen Elternhaus aufgewachsen. Sie erzählt, wie sie diese Prägung erlebt hat und warum sie sich dennoch für einen eigenen politischen Weg bei der FDP entschieden hat. Susanne Seehofer spricht von der aktuellen Reformunfähigkeit in der Bundesrepublik und davon, welche Ratschläge sie Markus Söder geben würde. Redaktion: Stefan Rupp und Miriam Augscheller Produktion: Till Robert Zobel
„Die Demokratie ist die Herrschaft der Mehrheit – nicht der Richtigen und Guten“
2026/08/04
Hauptstadt Briefing: Das Sommer-Gespräch mit Dietmar Wischmeyer. Satiriker, Autor, Podcaster und scharfer Beobachter des deutschen Alltags: Im Gespräch mit Jörg Thadeusz nimmt Dietmar Wischmeyer Politik, Gesellschaft und den Zeitgeist auseinander – mit der ihm eigenen Mischung aus Provokation, Humor und analytischer Schärfe. Es geht um die Rolle der Satire in polarisierten Zeiten, die Verengung öffentlicher Debatten, den Zustand der Demokratie und darum, warum sich unsere Gesellschaft immer stärker in voneinander abgeschottete Milieus aufspaltet.  Wischmeyer spricht über Stammtische, soziale Medien, das Leben auf dem Land, den Umgang mit der AfD und darüber, weshalb er politisches Engagement vieler Künstler kritisch sieht. Ein Sommergespräch unseres Hauptstadt-Podcasts  über Meinungsfreiheit, Gelassenheit – und die Kunst, den Ernst der Lage mit Humor zu betrachten. Redaktion: Stefan Rupp  Produktion: Till Robert Zobel
„Man verdient einen Euro brutto mehr und hat netto 100 Euro weniger“
2026/07/30
Der deutsche Sozialstaat wächst – doch wie lange ist dieses System noch finanzierbar?  Im Gespräch mit Karina Mößbauer zeichnet der Ökonom und ifo-Forscher Prof. Andreas Peichl die Entwicklung der Sozialausgaben nach und erklärt, warum Deutschland bei unverändertem Kurs auf eine Sozialstaatsquote von 40 Prozent und mehr zusteuert.  Es geht um über 500 verschiedene Sozialleistungen, fehlende Transparenz, Bürokratie und ein System, das Arbeit in manchen Fällen kaum noch belohnt. Peichl erläutert, weshalb die Sozialstaatsreform aus seiner Sicht dringend beschleunigt werden muss, warum sich Wohngeld, Grundsicherung und Steuerrecht besser verzahnen sollten – und welche tiefgreifenden Reformen nötig wären, um den Sozialstaat langfristig finanzierbar zu machen. Ein Gespräch über die Zukunft des deutschen Sozialstaats, Reformmut und die Frage, wie soziale Absicherung einfacher, gerechter und nachhaltiger organisiert werden kann. Redaktion: Stefan Rupp  Produktion: Till Robert Zobel
„Die Demokratie von Weimar hatte eine Mehrheit der Deutschen gegen sich“
2026/07/22
Hauptstadt Briefing: Das Sommer-Gespräch mit Heinrich August Winkler. Wie viel Weimar steckt wirklich im Deutschland des Jahres 2026? Der Verweis auf die Weimarer Republik gehört derzeit zum festen Repertoire politischer Debatten. Doch wie belastbar sind diese historischen Parallelen? Im Gespräch mit Karina Mößbauer ordnet der Historiker Heinrich August Winkler ein, welche Vergleiche zur Weimarer Republik tragen – und wo sie in die Irre führen. Ausgangspunkt ist sein neues Buch „Deutsche Diskrepanzen“, in dem Winkler den wiederkehrenden Mustern der deutschen Geschichte nachspürt und zeigt, wie sie bis in die politischen Debatten der Gegenwart hineinwirken. Es geht um die Stärke der AfD, die Lehren aus dem Scheitern der ersten deutschen Demokratie, den Umgang der politischen Mitte mit Populismus, die unterschiedlichen Prägungen Ost- und Westdeutschlands sowie die Folgen der Migrationspolitik seit 2015. Ein Gespräch darüber, welche Orientierung die Geschichte für die Gegenwart geben kann – und warum vorschnelle historische Vergleiche oft zu kurz greifen. Redaktion: Stefan Rupp  Produktion: Till Robert Zobel
Sommerbilanz statt Sommermärchen - Was Merz wirklich geliefert hat
2026/07/16
Die Bundesregierung zieht vor der Sommerpause Bilanz und Bundeskanzler Friedrich Merz zeigt sich in der Bundespressekonferenz zufrieden: Reformen seien auf den Weg gebracht, die Regierung habe ihren Rhythmus gefunden. Doch reicht das aus, um Deutschlands Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen? Karina Mößbauer und Jörg Thadeusz analysieren die Zwischenbilanz der schwarz-roten Koalition. Wie viel echter Bürokratieabbau steckt hinter dem angekündigten Entlastungspaket? Warum bleiben zentrale Strukturreformen weiter Stückwerk? Und weshalb wird ausgerechnet die Sozialpolitik nach der Sommerpause zur größten Belastungsprobe der Regierung? Im Interview der Woche spricht Jörg Thadeusz mit dem ehemaligen Hamburger Ersten Bürgermeister Ole von Beust über politische Krisenkommunikation, den Fall Kai Wegner und die Frage, warum Vertuschung in der Politik fast immer mehr Schaden anrichtet als der ursprüngliche Fehler. Außerdem geht es um irritierende Szenen aus Sachsen-Anhalt: Warum singen führende AfD-Politiker die DDR-Hymne – und was sagt das über das Geschichtsbild der Partei aus? Das Interview mit Prof. Reinhard Busse über die strukturellen Schwächen des deutschen Gesundheitssystems finden Sie hier.
Love in the Air? Hinter den Kulissen des NATO-Gipfels
2026/07/08
Nach dem NATO-Gipfel in Ankara ziehen Karina Mößbauer und Jörg Thadeusz Bilanz: Wie geschlossen tritt das westliche Bündnis wirklich auf? Welche Rolle spielt Donald Trump hinter verschlossenen Türen – und warum spricht Bundeskanzler Friedrich Merz plötzlich vom „Geist von Ankara“? Außerdem geht es um Europas wachsende Verantwortung, neue Rüstungskooperationen und die Frage, ob die NATO sich langfristig unabhängiger von den USA aufstellt. Im Interview der Woche spricht Jörg Thadeusz mit Bernd Meurer, Präsident des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste, über die geplante Pflegereform. Warum hält er die Vorschläge der Bundesregierung für den falschen Weg? Weshalb fehlen schon heute Pflegekräfte – und warum droht sich die Lage in den kommenden Jahren dramatisch zu verschärfen? Zum Schluss richtet sich der Blick auf die Grünen: Mit einem neuen Papier zur „modernen Männlichkeit“ wollen sie junge Männer zurückgewinnen. Ist das ein kluger Versuch, verlorenes Terrain zurückzuerobern – oder politische Symbolpolitik? Karina Mößbauer und Jörg Thadeusz diskutieren über Rollenbilder, gesellschaftlichen Wandel und die Frage, ob Politik überhaupt definieren sollte, was einen „echten Mann" ausmacht.
Der große Wurf? Warum Schwarz-Rot plötzlich liefert
2026/07/01
Das Hauptstadt Briefing mit Karina Mößbauer und Jörg Thadeusz. Nach Wochen des Streits liefert die Bundesregierung erstmals ein umfassendes Reformpaket – und überrascht mit ungewohnter Geschlossenheit. Im Koalitionsausschuss einigen sich Union und SPD auf Steuerentlastungen, Bürokratieabbau, Änderungen am Arbeitsmarkt und ein klares Signal für mehr Investitionen. Karina Mößbauer und Jörg Thadeusz analysieren, warum diesmal die Vorbereitung besser lief als nach der Villa Borsig, welche Kompromisse beide Seiten eingehen mussten und ob die Koalition damit tatsächlich den Reformstau in Deutschland aufbrechen kann. Im Interview der Woche erklärt CDU-Haushälterin Franziska Hoppermann, warum der Bundeshaushalt künftig nicht mehr allein nach ausgegebenen Milliarden bewertet werden soll. Stattdessen soll der Staat erstmals systematisch messen, welche Wirkung öffentliche Ausgaben tatsächlich erzielen – ein grundlegender Paradigmenwechsel für die Haushalts- und Finanzpolitik. Außerdem geht es um die angekündigten Proteste gegen den AfD-Parteitag in Erfurt. Sind Sitzblockaden ein wirksames Zeichen demokratischen Widerstands – oder stärken sie am Ende genau das Opfer-Narrativ der AfD? Eine Debatte über Protestkultur, politische Strategie und den richtigen Umgang mit einer Partei, die weiter an Zustimmung gewinnt.
Der große Reformversuch und die kleinen Aufstände
2026/06/24
Hauptstadt-Briefing mit Karina Mößbauer und Jörg Thadeusz. Kann diese Koalition tatsächlich noch Reformen? Nach Monaten des politischen Klein-Kleins sendet das Rentenpaket erstmals ein Signal der Geschlossenheit. Bundeskanzler Friedrich Merz und Arbeitsministerin Bärbel Bas präsentieren gemeinsam ein Maßnahmenbündel, das bewusst nicht auseinandergerissen werden soll. Karina Mößbauer und Jörg Thadeusz diskutieren, warum ausgerechnet die Rentenkommission Hoffnung auf eine neue Reformkultur macht, weshalb aus den eigenen Reihen dennoch Widerstand kommt und ob die Regierung jetzt beweisen muss, dass sie auch bei Steuern, Gesundheit und Pflege liefern kann. Im Interview der Woche ordnet die Historikerin Prof. Dr. Heike Görtemaker die hitzige Debatte um den Begriff „Faschismus“ ein. Ausgelöst durch Äußerungen des neuen Linken-Vorsitzenden Luigi Pantisano erklärt sie, warum historische Präzision wichtig ist, welche Unterschiede zwischen italienischem Faschismus und deutschem Nationalsozialismus bestehen – und weshalb leichtfertige Vergleiche eher zur Verharmlosung als zur Aufklärung beitragen können. Zum Schluss richtet sich der Blick nach Großbritannien. Nach dem angekündigten Rücktritt von Premierminister Keir Starmer fragen Jörg und Karina, warum die politische Stabilität auf der Insel weiter schwindet, welche Folgen der Brexit bis heute hat und ob Deutschland aus den britischen Erfahrungen etwas lernen kann.

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